[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung von bestimmten, im Text spezifizierten Copolymeren
in Reinigerformulierungen zur Verhinderung der Glaskorrosion während des Reinigungsvorganges
in Geschirrspülmaschinen.
[0002] Das Reinigen von Gläsern oder sonstigem Glasgeschirr wie Tellern oder Schüsseln in
Geschirrspülmaschinen bereitet in zweierlei Hinsicht Probleme. Einerseits ist eine
Film-und Fleckenbildung auf dem Glasspülgut zu beobachten, die insbesondere durch
unvollständiges Entfernen fettiger oder öliger Nahrungsmittelreste von den betreffenden
Glasgegenständen während des Reinigungsvorganges in Geschirrspülmaschinen verursacht
wird. Diese Film- und Fleckenbildung kann nach jedem Spülvorgang an jeweils unterschiedlichen
Stellen der gespülten Glasgegenstände auftreten. Da es sich hierbei um einen reversiblen
Prozess handelt, kann die Film- und Fleckenbildung relativ einfach, zum Beispiel manuell
unter Zuhilfenahme eines Spültuches, wieder von den betroffenen Glasgegenständen entfernt
werden.
[0003] Der zweite unerwünschte Nebeneffekt des Reinigungsvorganges von Glasgegenständen
in Geschirrspülmaschinen ist die Glaskorrosion, die insbesondere nach mehrmaligem
Spülen auftritt. Bei der Glaskorrosion handelt es sich im Gegensatz zur Film- und
Fleckenbildung um einen irreversiblen Prozess. Einmal von der Glaskorrosion betroffene
Bereiche der Glasgegenstände können nicht mehr in ihren ursprünglichen Zustand versetzt
werden.
[0004] Häufig auftretende Korrosionsphänomene sind irisierende Verfärbungen, flächen- und
ringförmige Trübungen und Riefenbildung. Das Auftreten von Glaskorrosionsphänomenen
ist von einer Vielzahl von Parametern abhängig, unter anderem von der Glassorte, der
Glasverarbeitung, der Reinigerzusammensetzung und der Reinigungstemperatur. Der makroskopisch
sichtbaren Glaskorrosion liegt meist ein ungleichmäßiger Abtrag des Silikatnetzwerkes
zugrunde. Allerdings wurden bei Reinigerzusammensetzungen mit einem hohen Anteil an
Disilikat auch Silikatablagerungen auf der Glasoberfläche detektiert, die ebenfalls
zu visuell erkennbaren Trübungen führen. Die Problematik der Glaskorrosion wird eingehend
in der Literatur beschrieben (zum Beispiel in
W. Buchmeier et al., SÖFW-Journal 122 (1996) S. 398 ff.).
[0005] EP-A 462 829 beschreibt eine chlorfreie Reinigerzusammensetzung zur Anwendung in Geschirrspülmaschinen.
Diese Zusammensetzung eignet sich die sich zur Verhinderung der vorstehend erwähnten
Film- und Fleckenbildung auf Gläsern. Als hierfür relevante Reinigerbestandteile werden
Copolymere beschrieben, die sich aus dem Monomer Maleinsäure bzw. deren Anhydrid oder
einem Salz davon sowie mindestens einem polymerisierbaren Monomeren aus der Gruppe
der Alkane, Alkene, Diene, Alkine oder Aromaten, die jeweils mindestens 4 Kohlenstoffatome
aufweisen, insbesondere Isobutylen, Diisobutylen, Styrol, Decen oder Eicosen, zusammensetzen.
[0006] Zur Unterbindung des Glaskorrosionsphänomens werden unterschiedliche Arten von Reinigerkompositionen
vorgeschlagen.
WO 99/05 248 beschreibt wasserlösliche kationische oder amphotere Polymere als Korrosionsinhibitoren
für die Anwendung in Geschirrspülmaschinen, insbesondere um die Korrosion von Dekorglas
und Dekorkeramik zu verhindern. Als Monomereinheiten werden Olefine verwendet, die
über ein oder mehrere quartäre Stickstoffatome oder eine oder mehrere Amingruppen
verfügen.
[0007] In
WO 98/02 515 wird eine Reinigerkomposition zur Verwendung in Geschirrspülmaschinen beschrieben,
die spezielle Alkalisilikate zur Verhinderung der Korrosion von Gläsern, Kristall
und Porzellan enthält.
[0008] WO 96/36 687 beschreibt eine Reinigerzusammensetzung, bei der unter Verzicht auf Silikate Aluminium
(III)-Verbindungen als zur Verhinderung der Glaskorrosion relevante Komponenten eingesetzt
werden. Die Aluminium (III)-Verbindungen zeichnen sich durch ein spezielles zeitverzögertes
Auflösungsverhalten aus.
[0009] Die Praxis zeigt allerdings, dass das Problem der Glaskorrosion während des Reinigungsvorganges
in Geschirrspülmaschinen bis jetzt nur unbefriedigend gelöst ist. Die Aufgabe der
vorliegenden Erfindung besteht somit darin, Reinigungsmittel zur Verfugung zu stellen,
die eine wirkungsvolle Unterbindung der Korrosion von Glasspülgut auch bei häufigem
Spülen in Geschirrspülmaschinen gewährleisten.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Verwendung von Copolymeren enthaltend
- a) 20 bis 70 Gew.-% mindestens eines Monomerenbausteines (A) aus der Gruppe der monoethylenisch
ungesättigten C3-C10-Mono- und Dicarbonsäuren oder deren Anhydriden,
- b) 30 bis 80 Gew.-% mindestens eines Monomerenbausteines (B) der allgemeinen Formel
(I),

in der R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für H, CH3, C2H5, C3H7, COOH oder OH stehen,
Y für -C(=O)-, -C(=O)-O-, -O-, -O-C(=O)-, -O-C(=O)-O- oder -C(=O)-NH- steht,
n gleich 0 oder 1 ist,
R4 entweder ein aromatischer oder ein linearer, verzweigter oder cyclischer aliphatischer
Rest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist,
gegebenenfalls bilden R2 und R4 zusammen eine Alkyleneinheit mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls mit
C1-C3-Alkylgruppen substituiert ist, unter Ausbildung eines Zyklus,
- c) 0 bis 25 Gew.-% mindestens eines weiteren mit den Monomerenbausteinen (A) und (B)
copolymerisierbaren Monomerenbausteines (C) aus der Gruppe bestehend aus α-Olefinen
mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen, Olefinmischungen aus α-Olefinen mit 10 oder mehr
Kohlenstoffatomen, Polyisobutenen mit im Mittel 12 bis 100 Kohlenstoffatomen, Cn-(Meth)acrylaten mit n größer als 6, Hydroxy-(Meth)acrylaten, Cn-Vinylestern oder Cn-Vinylethern mit n größer als 6, Acrylnitrilen, Acrylamiden, Vinylformamiden, Allylalkoholen,
Vinylphosphonaten, vinylsubstituierten Heterozyklen und ungesättigten Organosulfonsäuren.
- d) Die erfindungsgemäße Verwendung dieser Copolymere unterbindet die Glaskorrosion
während des Spülvorganges in Geschirrspülmaschinen wirkungsvoll. Auch nach einer Vielzahl
von Reinigungszyklen sind auf dem gespülten Glasgut weder irisierende Verfärbungen
noch flächen- oder ringförmige Trübungen bzw. Riefenbildung zu beobachten. Der korrosionsverhindernde
Effekt wird unabhängig von der Glassorte und der Glasverarbeitung beobachtet.
[0011] Die Copolymere können in Geschirrspülmaschinen sowohl im Haushalts- als auch im gewerblichen
Bereich zur Reinigung von Glasspülgut verwendet werden. Dies ist mit zahlreichen handelsüblichen
Reinigungsmitteln nicht möglich.
[0012] Zwar sind in
EP-A 462 829 Reinigerformulierungen offenbart, die Copolymere enthalten, von denen manche auch
in den oben definierten Bereich der Copolymere der vorliegenden Erfindung fallen.
Allerdings ist in
EP-A 462 829 keine Verwendungsmöglichkeit der dort beschriebenen Copolymere bzw. Reinigerformulierungen
zur Verhinderung von Glaskorrosion offenbart.
[0013] Die oben beschriebenen Copolymere enthalten zu 20 bis 70 Gew.-% mindestens einen
Monomerenbaustein (A) aus der Gruppe der monoethylenisch ungesättigten C
3-C
10-Mono-und Dicarbonsäuren oder deren Anhydriden.
[0014] Als Monomerenbaustein (A) eignen sich beispielsweise Acrylsäure, Methacrylsäure,
Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäue, Methylenmalonsäure
oder Crotonsäure.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird als Monomerenbaustein
(A) Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid und/oder Acrylsäure verwendet.
[0016] Weiterhin enthalten die Copolymere 30 bis 80 Gew.-% mindestens eines Monomerenbausteines
(B) der allgemeinen Formel (I),

in der R
1, R
2 und R
3 unabhängig voneinander für H, CH
3, C
2H
5, C
3H
7, COOH oder OH stehen,
Y für -C(=O)-, -C(=O)-O-, -O-, -O-C(=O)-, -O-C(=O)-O- oder -C(=O)-NH- steht,
n gleich 0 oder 1 ist,
R
4 entweder ein aromatischer oder ein linearer, verzweigter oder cyclischer aliphatischer
Rest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist,
gegebenenfalls bilden R
2 und R
4 zusammen eine Alkyleneinheit mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls mit
C
1-C
3-Alkylgruppen substituiert ist, unter Ausbildung eines Zyklus.
[0017] Beispiele für geeignete Monomerenbausteine (B) umfassen die nachfolgend aufgeführten
Substanzgruppen.
C
1-C
6-(Meth)Acrylester wie beispielsweise Acrylsäuremethylester, Acrylsäureethylester,
Methacrylsäuremethylester, Methacrylsäureethylester, Butyl(meth)acrylat;
C
2-C
8-Olefine wie beispielsweise Ethen, Propen, Buten, Isobuten, Penten, 3-Methylbuten,
2-Methylbuten, Cyclopenten, Hexen, Hexen-1, 2-Methylpenten-1, 3-Methylpenten-1, Cyclohexen,
Methylcyclopenten, Cyclohepten, Methylcyclohexen, 2,4,4-Trimethylpenten-1, 2,4,4-Trimethylpenten-2,
2,3-Dimethylhexen-1, 2,4-Dimethylhexen-1, 2,5-Dimethylhexen-1, 3,5-Dimethylhexen-1,
4,4-Dimethylhexen-1, Ethylcyclohexen, 1-Octen oder technisches Diisobuten, das u.a.
2,4,4-Trimethylpenten-1 und 2,4,4-Trimethylpenten-2 enthält, insbesondere eignen sich
Cyclopenten, Hexen oder technisches Diisobuten;
Styrole.
[0018] Gegebenenfalls enthalten die Copolymere mindestens einen weiteren Monomerenbaustein
(C), der 0 bis 25 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Copolymers ausmacht.
[0019] Als mit den Monomerenbausteinen (A) und (B) copolymerisierbarer Monomerenbaustein
(C) eignen sich beispielsweise die nachfolgend aufgeführten Substanzgruppen.
α-Olefine mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen wie beispielsweise 1-Decen, 1-Dodecen,
1-Hexadecen, 1-Oktadecen und C
22-α-Olefm, insbesondere 1-Dodecen, 1-Oktadecen oder C
22-α-Olefin;
Olefinmischungen aus α-Olefinen mit 10 bis 28 Kohlenstoffatomen wie beispielsweise
C
10-C
12-α-Olefine (α-Olefine mit 10 bzw. 12 Kohlenstoffatomen), C
12-C
14-α-Olefine, C
14-C
18-α-Olefine, C
20-C
24-α-Olefine, C
24-C
28-α-Olefine, vorzugsweise C
20-C
24-α-Olefine;
Olefinmischungen aus mindestens zwei unterschiedlichen α-Olefinen mit 30 oder mehr
Kohlenstoffatomen wie beispielsweise C
30+-α-Olefine (Olefinmischung aus C
30-α-Olefin und mindestens einem weiteren α-Olefin mit einer geradzahligen Anzahl von
Kohlenstoffatomen größer als 30);
insbesondere Polyisobutene mit im Mittel 12 bis 100 Kohlenstoffatomen und einem α-Olefinanteil
größer 80 % wie beispielsweise Polyisobuten-1000 (Polyisobuten mit einer mittleren
molaren Masse von 1000);
C
n-(Meth)acrylate mit n größer als 6 wie beispielsweise Ethylhexyl(meth)acrylat, Lauryl(meth)acrylat,
Stearyl(meth)acrylat;
Hydroxy-(Meth)acrylate wie beispielsweise Hydroxyethyl(meth)acrylat, Hydroxypropyl(meth)acrylat;
Alkylpolyethylenglykol(meth)acrylat;
C
n-Vinylester oder C
n-Vinylether mit n größer als 6 wie beispielsweise Dodecensäurevinylester, Stearinsäurevinylester,
Dodecylvinylether, Oktadecylvinylether;
Acrylnitrile, Acrylamide, Vinylformamide, Allylalkohole, Vinylphosphonate;
vinylsubstituierte Heterozyklen wie beispielsweise N-Vinylpyrrolidon oder N-Vinylcaprolactam;
ungesättigte Organosulfonsäuren wie beispielsweise Styrolsulfonsäure, 2-Acrylamido-2-Methylpropansulfonsäure,
Vinylsulfonsäure, Methallylsulfonsäure.
[0020] Die Copolymere können in Form der freien Säure, eines Salzes davon oder des Anhydrides
eingesetzt werden, sie können aber auch teilneutralisiert vorliegen. Insbesondere
können die Copolymere in Form ihrer Natrium,- Kalium- oder Ammoniumsalze vorliegen.
[0021] Die Copolymere können einer zusätzlichen Umsetzung unterworfen werden. Dies sind
beispielsweise Esterbildungen mit C
1-C
20-Alkoholen, Alkylpolyalkylenglykolen wie beispielsweise Methylpolyethylenglykol mit
einem mittleren Ethoxilierungsgrad von 45 oder Alkylpolyethylenglykol-block-polypropylenglykolen
wie z.B. Methylpolyethylenglykol-block-Polypropylenglykol mit 40 Ethylenoxid-Einheiten
und 5 Propylenoxid-Einheiten. Diese Umsetzung kann ebenso mit C
1-C
20-Aminen oder Alkylpolyalkylenglykolaminen wie Methylpolyethylenglykolamin mit einem
mittleren Ethoxilierungsgrad von 8 unter Ausbildung von Amidbindungen durchgeführt
werden.
[0022] Das gewichtsmittlere Molekulargewicht der Copolymere beträgt 1000 bis 200 000, bevorzugt
2000 bis 50 000, besonders bevorzugt 2000 bis 20 000. Die Copolymere werden mit dem
Fachmann bekannten Verfahren hergestellt.
[0023] In einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung werden Copolymere verwendet,
die als Monomerenbaustein (A) Maleinsäure und / oder Maleinsäureanhydrid und mindestens
einen Monomerenbaustein (B) aus der Gruppe bestehend aus Cyclopenten, Hexen und technisches
Diisobuten enthalten. Besonders bevorzugt werden Copolymere verwendet, die als Monomerenbaustein
(A) Maleinsäureanhydrid und als Monomerenbaustein (B) technisches Diisobuten enthalten.
[0024] In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung liegen
die Copolymere in Form ihres Alkali- oder Ammoniumsalzes, besonders bevorzugt in Form
ihres Natrium- oder Ammoniumsalzes vor.
[0025] In der Reinigerformulierung sind die Copolymere zu 0,01 bis 10 Gew.%, bevorzugt zu
0,05 bis 5 Gew.%, besonders bevorzugt zu 0,1 bis 3 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Reinigerformulierung enthalten.
[0026] Die Copolymere können in Form ihrer wässrigen Lösungen oder Dispersionen eingesetzt
werden. Weiterhin können die Copolymere auch in fester Form, zum Beispiel als Pulver
oder Granulat, verwendet werden. Diese sind beispielsweise durch Sprühtrocknung mit
eventuell anschließender Kompaktierung oder durch Sprühgranulierung erhältlich. Bei
der Trocknung können weitere wasserlösliche Stoffe wie z. B. Natriumsulfat, Natriumchlorid,
Natriumacetat, Natriumcitrat, Pentanatriumtriphosphat, Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat
oder Polymere wie beispielsweise Polyacrylate, Polyacrylsäure, Polyvinylalkohol, Sokalan
® CP 5 (Copolymer enthaltend Polyacrylsäure und Maleinsäure als Monomerenbausteine),
Cellulose und Cellulosederivate, Zucker und Zuckerderivate im Sinne eines Cogranulates
eingearbeitet werden. Weiterhin können auch schwer wasserlösliche oder wasserunlösliche
Stoffe eingearbeitet bzw. als Trägersubstanzen verwendet werden wie Zeolithe und gefällte
Kieselsäuren. Insbesonders eignen sich (Co-) Granulate, die die Copolymere und zu
10 bis 50 Gew.-% Natriumsulfat, Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat und/oder
Polyacrylate enthalten.
[0027] Die Copolymere können sowohl in flüssigen, gelförmigen, pulverförmigen, granulären
als auch tablettenförmigen Geschirrreinigern erfindungsgemäß eingesetzt werden. Es
ist möglich, die Copolymere gegebenenfalls mit anderen Formulierungsbestandteilen
in besondere Kompartimente wie Mikrokapseln oder Gelkapseln einzuarbeiten. Des Weiteren
können die Copolymere auch in speziellen Kompartimenten innerhalb von Geschirrreiniger-Tabletten
eingebaut werden, die gegebenenfalls ein gegenüber den anderen Tablettenkompartimenten
unterschiedliches Auflöseverhalten zeigen können. Dies können sowohl spezielle Tablettenschichten
sein, als auch bestimmte in die Tablette eingelassene, mit der Tablette verklebte
oder von der Tablette umhüllte Formkörper.
[0028] Außer den zuvor beschriebenen Copolymeren enthält die Reinigerformulierung weitere
dem Fachmann bekannte Zusatzkomponenten. Beispiele hierfür sind nachstehend aufgeführt.
Builder
[0029] Es können wasserlösliche und wasserunlösliche Builder eingesetzt werden, deren Hauptaufgabe
im Binden von Calcium und Magnesium besteht. Übliche Builder, die mit 10 bis 90 Gew.-%
bezogen auf die gesamte Zubereitung in der Reinigerformulierung zugegen sein können,
sind beispielsweise Phosphate wie Alkaliphosphate und polymere Alkaliphosphate, die
in Form ihrer alkalischen, neutralen oder sauren Natrium- oder Kaliumsalze vorliegen
können.
[0030] Beispiele hierfür sind Trinatriumphosphat, Tetranatriumdiphosphat, Dinatriumdihydrogenphosphat,
Pentanatriumtripolyphosphat, sogenanntes Natriumhexametaphosphat, oligomeres Trinatriumphosphat
mit Oligomerisierungsgraden von 5 bis 1000, insbesondere von 5 bis 50, sowie die entsprechenden
Kaliumsalze bzw. Gemische aus Natriumhexametaphosphat und den entsprechenden Kaliumsalzen
bzw. Gemische aus Natrium- und Kaliumsalzen. Diese Phosphate werden vorzugsweise im
Bereich von 5 Gew.-% bis 65 Gew.-% bezogen auf die gesamte Rezeptur und berechnet
als wasserfreie Aktivsubstanz eingesetzt.
[0031] Weiterhin können als Builder verwendet werden:
niedermolekulare Carbonsäuren sowie deren Salze wie Alkalicitrate, insbesondere wasserfreies
Trinatriumcitrat oder Trinatriumcitratdihydrat, Alkalisuccinate, Alkalimalonate, Fettsäuresulfonate,
Oxydisuccinat, Alkyl- oder Alkenyldisuccinate, Gluconsäuren, Oxadiacetate, Carboxymethyloxysuccinate,
Tartratmonosuccinat, Tartratdisuccinat, Tartratmonoacetat, Tartratdiacetat, α-Hydroxypropionsäure;
oxiderte Stärken, oxidierte Polysaccharide;
homo- und copolymere Polycarbonsäuren und deren Salze wie Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure,
Copolymere aus Maleinsäure und Acrylsäure;
Pfropfpolymerisate von monoethylenisch ungesättigten Mono- und/oder Dicarbonsäuren
auf Monosaccharide, Oligosaccharide, Polysaccharide oder Polyasparaginsäure;
Aminopolycarboxylate und Polyasparaginsäure;
Komplexbildner und Phosphonate sowie deren Salze wie Nitrilotriessigsäure, Ethylendiamintetraessigsäure,
Diethylentriaminpentaessigsäure, Hydroxyethylethylendiamintriessigsäure, Methylglycindiessigsäure,
2-Phosphono-1,2,4-butantricarbonsäure, Aminotri-(methylenphosphonsäure), 1-Hydroxyethylen(1,1-diphosphonsäure),
Ethylendiamin-tetramethylen-phosphonsäure, Hexamethylendiamin-tetramethylen-phosphonsäure
oder Diethylentriamin-pentamethylen-phosphonsäure;
Silikate wie Natriumdisilikat und Natriummetasilikat;
wasserunlösliche Builder wie Zeolithe und kristallinen Schichtsilikate.
[0032] Die kristallinen Schichtsilikate entsprechen insbesondere der allgemeinen Formel
NaMSi
xO
2x+1 * y H
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff darstellt, x eine Zahl von 1,9 bis 22, vorzugweise
1,9 bis 4, ist und y für eine Zahl von 0 bis 33 steht. Bekannte Beispiele hierfür
sind insbesondere α-Na
2Si
2O
5, β-Na
2Si
2O
5, δ-Na
2Si
2O
5. Ebenso zählen hierzu Mischungen der vorgenannten Buildersubstanzen. Bevorzugt werden
Trinatriumcitrat und/oder Pentanatriumtripolyphosphat und/oder Natriumcarbonat und/oder
Natriumbicarbonat und/oder Gluconate und/oder silikatische Builder aus der Klasse
der Disilikate und/oder Metasilikate eingesetzt.
Alkaliträger
[0033] Als weitere Bestandteile der Reinigerformulierung können Alkaliträger zugegen sein.
Als Alkaliträger gelten Ammonium- und/oder Alkalimetallhydroxide, Ammonium- und/oder
Alkalimetallcarbonate, Ammonium- und/oder Alkalimetallhydrogencarbonate, Ammonium-
und/oder Alkalimetallsesquicarbonate, Ammonium- und/oder Alkalisilikate, Ammonium-
und/oder Alkalimetasilikate und Mischungen der vorgenannten Stoffe, wobei bevorzugt
Ammonium- und/oder Alkalicarbonate, insbesondere Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat
oder Natriumsesquicarbonat eingesetzt werden.
[0034] Bevorzugte Kombinationen aus Builder und Alkaliträger sind Mischungen aus Tripolyphosphat
und Natriumcarbonat bzw. Tripolyphosphat, Natriumcarbonat und Natriumdisilikat.
Tenside
[0035] Die Reinigerformulierung enthält bevorzugt als weitere Komponente schwach oder niedrigschäumende
nichtionische Tenside in Anteilen von 0,1 bis 20 Gew.%, bevorzugt 0,1 bis 10 Gew.-%,
besonders bevorzugt 0,25 bis 4 Gew.-%.
[0036] Dies sind zum Beispiel Tenside aus der Gruppe der Fettalkoholalkoxylate der allgemeinen
Formel (II), die kommerziell beispielsweise unter den Produktbezeichnungen Plurafac
® (BASF Aktiengesellschaft), insbesondere Plurafac LF 403, oder Dehypon
® (Cognis) verfügbar sind.
R
2-O-(CH
2-CH
2-O)
p-(CHR
1-CH
2-O)
m-R
3 (II)
in der R
1 und R
3 unabhängig voneinander für C
nH
2n+1 stehen und n 1 bis 4 ist,
R
2 für C
nH
2n+1 steht und n 3 bis 30 ist,
m und p unabhängig voneinander 0 bis 300 ist.
[0037] Weiterhin können Di- und Multiblockcopolymerisate aufgebaut aus Ethylenoxid und Propylenoxid
eingesetzt werden, die beispielsweise unter der Bezeichnung Pluronic
® (BASF Aktiengesellschaft) oder Tetronic
® (BASF Corporation) kommerziell erhältlich sind. Weiterhin können Umsetzungsprodukte
aus Sorbitanestern mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid verwendet werden. Ebenfalls
eignen sich Aminoxide oder Alkylglycoside. Eine Übersicht geeigneter nichtionischer
Tenside gibt die
EP-A 851 023 sowie die
DE-A 198 19 187.
[0038] Die Formulierung kann weiterhin anionische oder zwitterionische Tenside enthalten,
bevorzugt in Abmischung mit nichtionischen Tensiden. Geeignete anionische und zwitterionischer
Tenside sind ebenfalls in
EP-A 851 023 sowie
DE-A 198 19 187 genannt.
Bleichmittel
[0039] Bleichmittel unterteilen sich in Sauerstoffbleichmittel und chlorhaltige Bleichmittel.
Verwendung als Sauerstoffbleichmittel finden Alkalimetallperborate und deren Hydrate
sowie Alkalimetallpercarbonate. Bevorzugte Bleichmittel sind hierbei Natriumperborat
in Form des Mono- oder Tetrahydrats, Natriumpercarbonat oder die Hydrate von Natriumpercarbonat.
[0040] Ebenfalls als Sauerstoffbleichinittel einsetzbar sind Persulfate und Wasserstoffperoxid.
[0041] Typische Sauerstoffbleichmittel sind auch organische Persäuren wie beispielsweise
Perbenzoesäure, Peroxy-alpha-Naphthoesäure, Peroxylaurinsäure, Peroxystearinsäure,
Phthalimidoperoxycapronsäure, 1,12-Diperoxydodecandisäure, 1,9-Diperoxyazelaic-Säure,
Diperoxoisophthalsäure oder 2-Decyldiperoxybutan-1,4-disäure.
[0042] Außerdem können auch folgende Sauerstoffbleichmittel in der Reinigerformulierung
Verwendung finden:
Kationische Peroxysäuren, die in den Patentanmeldungen US 5,422,028, US 5,294,362 sowie US 5,292,447 beschrieben sind;
[0043] Sulfonylperoxysäuren, die in der Patentanmeldung
US 5,039,447 beschrieben sind.
[0044] Sauerstoffbleichmittel werden in Mengen von 0,5 bis 30 Gew.%, bevorzugt von 1 bis
20 Gew.%, besonders bevorzugt von 3 bis 15 Gew.%, bezogen auf die gesamte Reinigerformulierung
eingesetzt.
[0045] Chlorhaltige Bleichmittel sowie die Kombination von chlorhaltigen Bleichmittel mit
peroxidhaltigen Bleichmitteln können ebenfalls verwendet werden. Bekannte chlorhaltige
Bleichmittel sind beispielsweise 1,3-Dichloro-5,5-dimethylhydantoin, N-Chlorosulfamid,
Chloramin T, Dichloramin T, Chloramin B, N,N'-Dichlorbenzoylharnstoff, p-Toluolsulfondichloroamid
oder Trichlorethylamin. Bevorzugte chlorhaltige Bleichmittel sind Natriumhypochlorit,
Calciumhypochlorit, Kaliumhypochlorit, Magnesiumhypochlorit, Kaliumdichloroisocyanurat
oder Natriumdichloroisocyanurat.
[0046] Chlorhaltige Bleichmittel werden in Mengen von 0,1 bis 20 Gew.%, bevorzugt von 0,1
bis 10 Gew.%, besonders bevorzugt von 0,3 bis 8 Gew.%, bezogen auf die gesamte Reinigerformulierung
eingesetzt.
[0047] Weiterhin können in geringen Mengen Bleichmittelstabilisatoren wie beispielsweise
Phosphonate, Borate, Metaborate, Metasilikate oder Magnesiumsalze zugegeben werden.
Bleichaktivatoren
[0048] Bleichaktivatoren sind Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische
Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, insbesondere 2 bis
4 Kohlenstoffatomen, und/oder substituierte Perbenzoesäure ergeben. Geeignet sind
Verbindungen, die eine oder mehrere N- bzw. O-Acylgruppen und/oder gegebenenfalls
substiuierte Benzoylgruppen enthalten, beispielsweise Substanzen aus der Klasse der
Anhydride, Ester, Imide, acylierten Imidazole oder Oxime. Beispiele sind Tetracetylethylendiamin
(TAED), Tetraacetylmethylendiamin (TAMD), Tetraacetylglykoluril (TAGU), Tetraacetylhexylendiamin
(TAHD), N-Acylimide, wie beispielsweise N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate,
wie beispielsweise n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonate (n- bzw. iso-NOBS),
Pentaacetylglucose (PAG), 1,5-Diacetyl-2,2-dioxo-hexahydro-1,3,5-triazin (DADHT) oder
Isatosäureanhydrid (ISA).
[0049] Ebenfalls als Bleichaktivatoren eignen sich Nitrilquats wie beispielsweise N-Methyl-Morpholinium-Acetonitril-Salze
(MMA-Salze) oder Trimethylammoniumacetonitril-Salze (TMAQ-Salze).
[0050] Bevorzugt eignen sich Bleichaktivatoren aus der Gruppe bestehend aus mehrfach acylierten
Alkylendiamine, besonders bevorzugt TAED, N-Acylimide, besonders bevorzugt NOSI, acylierte
Phenolsulfonate, besonders bevorzugt n- oder iso-NOBS, MMA und TMAQ.
[0051] Weiterhin können folgende Substanzen als Bleichaktivatoren in der Reinigerformulierung
Verwendung finden:
Carbonsäureanhydride wie beispielsweise Phthalsäureanhydrid;
acylierte mehrwertige Alkohole wie beispielsweise Triacetin, Ethylenglykoldiacetat
oder 2,5- Diacetoxy-2,5-dihydrofuran;
die aus DE-A 196 16 693 und DE-A 196 16 767 bekannten Enolester sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol bzw. deren in EP-A 525 239 beschriebenen Mischungen;
acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfructose,
Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose, sowie acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes,
Glucamin und Gluconolacton, und/oder N-acylierte Lactame, beispielsweise N-Benzoylcaprolactam,
die aus den Schriften WO 94/27 970, WO 94/28 102, WO 94/28 103, WO 95/00 626, WO 95/14 759 sowie WO 95/17 498 bekannt sind;
die in DE-A 196 16 769 aufgeführten hydrophil substituierten Acylacetale sowie die in DE-A 196 16 770 und WO 95/14 075 beschriebenen Acyllactame können ebenso wie die aus DE-A 44 43 177 bekannten Kombinationen konventioneller Bleichaktivatoren eingesetzt werden.
[0052] Bleichaktivatoren werden in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.%, bevorzugt von 1 bis 9 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 1,5 bis 8 Gew.%, bezogen auf die gesamte Reinigerformulierung
eingesetzt.
Bleichkatalysatoren
[0053] Zusätzlich zu den oben aufgeführten konventionellen Bleichaktivatoren bzw. an deren
Stelle können auch die aus
EP-A 446 982 und
EP-A 453 003 bekannten Sulfonimine und/oder bleichverstärkende Übergangsmetallsalze beziehungsweise
Übergangsmetallkomplexe als sogenannte Bleichkatalysatoren in den Reinigerformulierungen
enthalten sein.
[0054] Zu den in Frage kommenden Übergangsmetallverbindungen gehören beispielsweise die
aus
DE-A 195 29 905 bekannten Mangan-, Eisen-, Cobalt-, Ruthenium- oder Molydän-Salenkomplexe und deren
aus
DE-A 196 20 267 bekannte N-Analogverbindungen, die aus
DE-A 195 36 082 bekannten Mangan-, Eisen-, Cobalt-, Ruthenium- oder Molybdän-Carbonylkomplexe, die
in
DE-A 196 05 688 beschriebenen Mangan-, Eisen-, Cobalt, Ruthenium-, Molybdän-, Titan-, Vanadium- und
Kupfer-Komplexe mit stickstoffhaltigen Tripod-Liganden, die aus
DE-A 196 20 411 bekannten Cobalt-, Eisen-, Kupfer- und Ruthenium-Amminkomplexe, die in
DE-A 44 16 438 beschriebenen Mangan-, Kupfer-und Cobalt-Komplexe, die in
EP-A 272 030 beschriebenen Cobalt-Komplexe, die aus
EP-A 693 550 bekannten Mangan-Komplexe, die aus
EP-A 392 592 bekannten Mangan-, Eisen-, Cobalt- und Kupfer-Komplexe und/oder die in
EP-A 443 651,
EP-A 458 397,
EP-A 458 398,
EP-A 549 271,
EP-A 549 272,
EP-A 544 490 und
EP-A 544 519 beschriebenen Mangan-Komplexe. Kombinationen aus Bleichaktivatoren und Übergangsmetall-Bleichkatalysatoren
sind beispielsweise aus
DE-A 196 13 103 und
WO 95/27 775 bekannt.
[0055] Zweikernigen Mangan-Komplexe, die 1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan (TMTACN)
enthalten, wie beispielsweise [(TMTACN)
2Mn
IVMn
IV(µ-O)
3]
2+(PF
6-)
2 eignen sich ebenfalls als wirkungsvolle Bleichkatalysatoren. Diese Mangan-Komplexe
sind in den zuvor genannten Schriften ebenfalls beschrieben.
[0056] Als Bleichkatalysatoren eignen sich bevorzugt bleichverstärkende Übergangsmetallkomplexe
oder -salze aus der Gruppe bestehend aus den Mangansalzen und -komplexen und den Cobaltsalzen
und -komplexen. Besonders bevorzugt eignen sich die Cobalt(amin)-Komplexe, die Cobalt(acetat)-Komplexe,
die Cobalt(carbonyl)-Komplexe, die Chloride des Cobalts oder Mangans, Mangansulfat
oder [(TMTACN)
2Mn
IVMn
IV(µ-O)
3]
2+(PF
6-)
2.
[0057] Bleichkatalysatoren werden in Mengen von 0,0001 bis 5 Gew.%, bevorzugt von 0,0025
bis 1. Gew.%, besonders bevorzugt von 0,01 bis 0,25 Gew.%, bezogen auf die gesamte
Reinigerformulierung eingesetzt.
Korrosionsinhibitoren
[0058] Insbesondere können Silberschutzmittel aus der Gruppe der Triazole, der Benzotriazole,
der Bisbenzotriazole, der Aminotriazole, der Alkylaminotriazole und der Übergangsmetallsalze
oder- komplexe eingesetzt werden. Besonders bevorzugt zu verwenden sind Benzotriazol
und/oder Alkylaminotriazol. Darüber hinaus verwendet man in Reinigerformulierungen
häufig aktivchlorhaltige Mittel, die das Korrodieren der Silberoberfläche deutlich
vermindern können. In chlorfreien Reinigern werden bevorzugt Sauerstoff- und stickstoffhaltige
organische redoxaktive Verbindungen wie zwei- und dreiwertige Phenole, z.B. Hydrochinon,
Brenzkatechin, Hydroxyhydrochinon, Gallussäure, Phloroglucin, Pyrogallol bzw. Derivate
dieser Verbindungsklassen, eingesetzt. Auch salz-und komplexartige anorganische Verbindungen
wie Salze der Metalle Mn, Ti, Zr Hf, V, Co und Ce finden häufig Verwendung. Bevorzugt
werden hierbei die Übergangsmetallsalze, die ausgewählt sind aus der Gruppe der Mangan
und/oder Cobaltsalze und/oder -komplexe, besonders bevorzugt aus der Gruppe der Cobalt(amin)-Komplexe,
der Cobalt(acetat)-Komplexe, der Cobalt-(Carbonyl)-Komplexe, der Chloride des Cobalts
oder Mangans sowie des Mangansulfats. Ebenfalls können Zinkverbindungen oder Wismutverbindungen
zur Verhinderung der Korrosion am Spülgut eingesetzt werden.
Enzyme
[0059] Dem Reinigungsmittel können zwischen 0 und 5 Gew.-% Enzyme bezogen auf die gesamte
Zubereitung zugesetzt werden, um die Leistung der Reinigungsmittel zu steigern oder
unter milderen Bedingungen die Reinigungsleistung in gleicher Qualität zu gewährleisten.
Zu den am häufigsten verwendeten Enzymen gehören Lipasen, Amylasen, Cellulasen und
Proteasen. Weiterhin können beispielsweise auch Esterasen, Pectinasen, Lactasen und
Peroxidasen eingesetzt werden.
[0060] Bevorzugte Proteasen sind z. B. BLAP
®140 (Biozym), Optimase
® M-440 und Opticlean
® M-250 (Solvay Enzymes), Maxacal
® CX, Maxapem
®, Esperase
® (Gist Brocades), Savinase
® (Novo) oder Purafect OxP (Genencor). Besonders geeignete Cellulasen und Lipasen sind
Celluzym
® 0,7T und Lipolase
® 30T (Novo Nordisk). Besondere Verwendung als Amylasen finden Duramyl
®, Termamyl
® 60 T und Termamyl
® 90 T (Novo), Amylase-LT
® (Solvay Enzymes), Maxamyl
® P5000 (Gist Brocades) oder Purafect
® OxAm (Genencor).
Weitere Zusätze
[0061] Paraffinöle und Silikonöle können optional als Entschäumer und zum Schutz von Kunststoff-
und Metalloberflächen eingesetzt werden. Entschäumer werden generell in Anteilen von
0,001% bis 5% dosiert. Außerdem können Farbstoffe, Parfüme und sonstige Duftstoffe
der Reinigerformulierung zugesetzt werden. Reinigerformulierungen in Tablettenform
können zudem Polyethylenglykol als Tabletierhilfsmittel enthalten.
[0062] Erfindungsgemäß können die Copolymere in Reinigerformulierungen sowohl für den Haushaltsbereich
als auch für den gewerblichen Bereich eingesetzt werden. Gewerbliche Reinigertypen
enthalten meist ein Buildersystem auf Basis von Pentanatriumtriphosphat, und/oder
Natriumcitrat und/oder Komplexbildnern wie z.B. Nitrilotriacetat. Häufig wird im Gegensatz
zu Haushaltsreinigern mit Natronlauge oder Kalilauge als Alkaliträger gearbeitet.
Weiterhin werden als Bleichmittel häufig Chlorverbindungen wie Natriumdichlorisocyanurat
eingesetzt.
Reinigerformulierungen (Tabellen 1 - 3):
[0063]
Anmerkungen zu den Tabellen 1 bis 3:
*Summe aus Amylase und Protease, die im Verhältnis 1:1 vorliegen.
Abkürzungen: R: Rahmenformulierung; V: Versuchsformulierung; AS: Acrylsäure; MS: Maleinsäure;
VAc: Vinylacetat; SKS 6 : Na-SKS-6® (Warenzeichen von Clariant); Mw: gewichtsmittleres Molekulargewicht bestimmt mittels
Gelpermeationschromatografie; Co-pentammin-Cl: Cobalt-pentammin-chlorid-Komplex, Plurafac®: (Warenzeichen der BASF Aktiengesellschaft);
Sämtliche Angaben sind in Gew.-%.
Tabelle 1
| Inhaltsstoff |
R 1 |
V1.1 |
V1.2 |
V1.3 |
V1.4 |
| Pentanatriumtriphosphat |
40 - 65 |
48 |
42 |
44 |
61 |
| Natriumcitrat |
0-10 |
- |
- |
5 |
- |
| Polyacrylsäure Mw 8000 |
0-10 |
1 |
- |
5 |
- |
| Polyacrylsäure Mw 4000 |
0-10 |
- |
2 |
- |
- |
| Zeolith A |
0-5 |
- |
- |
2 |
3 |
| Schichtsilikat SKS-6 |
0-10 |
- |
- |
- |
7 |
| Natriumcarbonat |
3 - 40 |
22 |
33 |
3 |
12 |
| Natriumhydrogencarbonat |
0 - 10 |
2 |
- |
- |
- |
| Natriumdisilikat |
1 - 25 |
5,3 |
4 |
23 |
2 |
| Natriummetasilikat |
0 - 10 |
- |
- |
2 |
- |
| Borax (Dinatriumtetraborat) |
0-5 |
2 |
- |
- |
- |
| Natriumperborat-Monohydrat |
0 - 15 |
10 |
- |
9 |
- |
| Natriumpercarbonat |
0 - 15 |
- |
9 |
- |
8 |
| TAED |
0 - 4 |
2 |
- |
2,1 |
- |
| MMA |
0 - 3 |
- |
1,2 |
- |
- |
| TMAQ |
0 - 3 |
- |
- |
- |
1 |
| Co-pentammin-Cl |
0 - 1 |
- |
- |
- |
- |
| Enzyme* |
0,5 - 6 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Plurafac® LF 403 |
0,1 - 10 |
1,5 |
1 |
3 |
1,3 |
| 1-Hydroxyethylen(1,1-diphosphonsäure) |
0 - 2 |
- |
0,3 |
- |
0,5 |
| Natriumchlorid |
0 - 10 |
- |
- |
- |
- |
| Natriumsulfat |
0 - 10 |
- |
- |
- |
- |
| Wasser |
0 - 10 |
- |
- |
- |
- |
| Benzotriazol |
0 - 2 |
- |
0,3 |
0,2 |
- |
| Polyethylenglykol |
0 - 8 |
4 |
5 |
- |
1 |
| Paraffin |
0 - 5 |
- |
1 |
- |
1 |
| Parfüm |
0 - 1 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
| Farbstoff |
0 - 4 |
1 |
- |
0,5 |
1 |
Tabelle 2
| Inhaltsstoff |
R 2 |
V2.1 |
V2.2 |
V2.3 |
V2.4 |
| Pentanatriumtriphosphat |
15 - 39 |
39 |
30 |
22 |
28 |
| Natriumcitrat |
0-45 |
- |
- |
45 |
- |
| Polyacrylsäure Mw 8000 |
0-10 |
4 |
- |
1 |
- |
| Polyacrylsäure Mw 4000 |
0-10 |
- |
2 |
- |
- |
| Zeolith A |
0-5 |
- |
- |
- |
- |
| Schichtsilikat SKS-6 |
0-5 |
- |
- |
- |
- |
| Natriumcarbonat |
3 - 40 |
30 |
35 |
10 |
6 |
| Natriumhydrogencarbonat |
0 - 10 |
- |
- |
- |
- |
| Natriumdisilikat |
1 - 50 |
|
2 |
1 |
45 |
| Natriummetasilikat |
0 - 10 |
- |
- |
- |
- |
| Borax (Dinatriumtetraborat) |
0 - 5 |
0,5 |
- |
1 |
- |
| Natriumdichloroisocyanurat |
0 - 5 |
- |
- |
- |
1 |
| Natriumperborat-Monohydrat |
0 - 15 |
- |
- |
10 |
- |
| Natriumpercarbonat |
0 - 15 |
- |
4 |
- |
- |
| TAED |
0-4 |
- |
1 |
2 |
- |
| MMA |
0-3 |
- |
- |
- |
- |
| TMAQ |
0-3 |
- |
- |
- |
- |
| Co-pentammin-Cl |
0-1 |
- |
- |
- |
- |
| Enzyme* |
0,5 - 6 |
1 |
3 |
1 |
0,5 |
| Plurafac® LF 403 |
0,1 - 10 |
1 |
0,5 |
4 |
- |
| 1-Hydroxyethylen(1,1-diphosphonsäure) |
0 - 2 |
- |
- |
- |
- |
| Natriumchlorid |
0 - 10 |
- |
9,5 |
- |
- |
| Natriumsulfat |
0 - 10 |
10 |
10 |
- |
9,5 |
| Wasser |
0 - 10 |
9,3 |
3 |
3 |
10 |
| Benzotriazol |
0 - 2 |
0,2 |
- |
- |
- |
| Polyethylenglykol |
0 - 8 |
- |
- |
- |
- |
| Paraffin |
0-5 |
- |
- |
- |
- |
| Parfüm |
0 - 1 |
- |
- |
- |
- |
| Farbstoff |
0 - 4 |
- |
- |
- |
- |
Tabelle 3:
| Inhaltsstoff |
R 3 |
V3.1 |
V3.2 |
V3.3 |
V3.4 |
| Natriumcitrat |
10 -50 |
18 |
35 |
43 |
50 |
| Pentanatriumtriphosphat |
0 - 14 |
- |
|
|
|
| Polyacrylsäure Mw 8000 |
0-10 |
3 |
- |
5 |
5 |
| Polyacrylsäure Mw 4000 |
0-10 |
- |
3 |
- |
- |
| Zeolith A |
0-5 |
- |
5 |
- |
- |
| Schichtsilikat SKS-6 |
0-5 |
- |
- |
- |
- |
| Natriumcarbonat |
3 - 40 |
15 |
3 |
3 |
9 |
| Natriumhydrogencarbonat |
0 - 25 |
- |
- |
- |
25 |
| Natriumdisilikat |
1 - 50 |
10 |
22 |
32 |
- |
| Natriummetasilikat |
0 - 10 |
- |
- |
- |
- |
| Borax (Dinatriumtetraborat) |
0 - 5 |
1,5 |
- |
- |
- |
| Natriumdichloroisocyanurat |
0 - 5 |
- |
- |
- |
- |
| Natriumperborat-Monohydrat |
0 - 15 |
9 |
- |
10 |
7 |
| Natriumpercarbonat |
0 - 25 |
- |
25 |
- |
- |
| TAED |
0 - 4 |
1,5 |
- |
2 |
- |
| MMA |
0-3 |
- |
- |
- |
1 |
| TMAQ |
0 - 3 |
- |
- |
- |
- |
| Co-pentammin-Cl |
0 - 1 |
- |
0,5 |
- |
- |
| Enzyme* |
0,5 - 6 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Plurafac® LF 403 |
0,1 - 10 |
1 |
1,5 |
3 |
2 |
| 1-Hydroxyethylen (1,1-diphosphonsäure) |
0 - 2 |
- |
0,8 |
- |
- |
| Natriumchlorid |
0 - 10 |
- |
- |
- |
- |
| Natriumsulfat |
0 - 40 |
34,5 |
3,2 |
- |
- |
| Wasser |
0 - 10 |
5 |
- |
1 |
- |
| Benzotriazol |
0 - 2 |
0,2 |
- |
- |
- |
| Polyethylenglykol |
0 - 8 |
- |
- |
- |
- |
| Paraffin |
0 - 5 |
- |
- |
- |
- |
| Parfüm |
0 - 1 |
0,3 |
- |
- |
- |
| Farbstoff |
0 - 4 |
- |
- |
- |
- |
Prüfmethode (Immersions-Test):
[0064] Der Versuch wird in einem neuen 51 Becherglas durchgeführt, welches mit einem Magnetrührstäbchen,
einem metallischen Gitterbodeneinsatz, einem Deckel und einem Kontaktthermometer ausgestattet
ist. Dieses Becherglas wird mit 4, 5 Liter entionisiertem Wasser, 20 g der entsprechenden
Reinigerformulierung und einer vorgebebenen Menge von x mg des zu prüfenden polymeren
Korrosionsinhibitors beschickt. Die Mischung wird aufgerührt. Danach werden in das
Becherglas 2 Champagnergläser (Schott Zwiesel, Form-Nr. 5270/77, Order-Nr. 416964,
h = 204 mm) und ein Longdrinkglas (Nachtmann - VIVENDI ; Art. Nr. 50/42) gegeben,
so dass die Gläser völlig in die Flüssigkeit eingetaucht sind. Unter Rühren wird auf
eine Temperatur von 75°C aufgeheizt und die Gläser während 72 Stunden unter diesen
Bedingungen gelagert. Danach werden die Gläser entnommen und in einer Geschirrspülmaschine
vom Typ Miele G 661 SC mit einem handelsüblichen phosphathaltigen Reiniger einmal
gereinigt. Es schließt sich danach eine visuelle Abmusterung der Gläser an. Hierbei
werden Glasriefen (sog. Cordlines) und auftretende Glastrübungen wie folgt bewertet:
Bewertung Glasriefen (Cordlines)
[0065]
| Note |
Zustand |
| R0 |
Keine Riefen |
| R1 |
In sehr wenigen Bereichen geringe Riefen |
| R2 |
In einigen Bereichen einige Riefen |
| R3 |
In mehreren Bereichen Riefen |
| R4 |
Stark ausgeprägte Riefen in vielen Bereichen |
Bewertung: Glastrübung
[0066]
| Note |
Zustand |
| T0 |
Keine Trübung |
| T1 |
In sehr wenigen Bereichen geringe Trübung |
| T2 |
In einigen Bereichen Trübungen |
| T3 |
In mehreren Bereiche Trübungen |
| T4 |
Stark ausgeprägte Trübung über das gesamte Glas |
Ergebnisse:
[0067]
| Erfindungsgemäße Beispiele |
| Versuch-Nr. |
Formulierung |
Dosierung Polymer [mg] |
Polymerer Glaskorrosionsinhibitor |
Ergebnis |
| Beispiel 1 |
V1.1 |
100 |
Cop.a MS/DIB (51:49), |
R1,T0 |
| |
|
|
Mw 12 000 |
|
| Beispiel 2 |
V1.1 |
200 |
Cop.a MS/DIB (51:49), |
R0, T1 |
| |
|
|
Mw 12 000 |
|
| Beispiel 3 |
V1.1 |
400 |
Cop.a MS/DIB (51:49), |
R1,T0 |
| |
|
|
Mw 12 000 |
|
| Beispiel 4 |
V1.3 |
200 |
Cop.a MS/Hexen (58:42), |
R2, T1 |
| |
|
|
Mw 6000 |
|
| Beispiel 5 |
V2.1 |
200 |
Cop.a MS/Isobuten (68:32), |
R2, T1 |
| |
|
|
Mw 4000 |
|
| Beispiel 6 |
V2.2 |
200 |
Cop. a MS/Isobuten (68:32), Mw 4000 |
R2, T1 |
| Beispiel 7 |
V2.4 |
400 |
Cop.a AS/Butylacrylat (70:30), |
R1, T2 |
| |
|
|
Mw 14000 |
|
| Beispiel 8 |
V3.1 |
300 |
Cop.a MS/Styrol (53:47), |
R2, T1 |
| |
|
|
Mw 10000 |
|
| Beispiel 9 |
V3.2 |
200 |
Cop.a MS/Styrol (53:47), |
R2, T1 |
| |
|
|
Mw 10000 |
|
| Beispiel 10 |
V3.4 |
200 |
Cop.a MS-PEG4/DIB (65:35), Mw |
R1,T2 |
| |
|
|
15000 |
|
Angaben zum polymeren Glaskorrosionsinhibitor in Gew.-%
Abkürzungen: MS: Maleinsäure; DIB: technisches Diisobuten; AS: Acrylsäure; MS-PEG4:
Halbester von Maleinsäure und Tetraethylenglykol; Cop: Copolymer enthaltend nachfolgende
Monomerenbausteine; a: in Form des Na-Salzes; Mw: gewichtsmittleres Molekulargewicht; |
Vergleichsbeispiele:
[0068]
| Versuch-Nr. |
Formulierung |
Dosierung Polymer [mg] |
Polymer |
Ergebnis |
| Beispiel 11 |
V1.1 |
- |
- |
R3, T2 |
| Beispiel 12 |
V1.3 |
- |
- |
R3, T4 |
| Beispiel 13 |
V2.1 |
- |
- |
R3, T2 |
| Beispiel 14 |
V2.2 |
- |
- |
R3, T2 |
| Beispiel 15 |
V2.4 |
- |
- |
R2, T4 |
| Beispiel 16 |
V3.1 |
- |
- |
R4, T1 |
| Beispiel 17 |
V3.2 |
- |
- |
R3, T2 |
| Beispiel 18 |
V3.4 |
- |
- |
R2, T3 |
| Beispiel 19 |
V2.2 |
200 |
Polyethylenimin Mw 20000 |
R-*, T4 |
| Beispiel 20 |
V2.2 |
300 |
Terpolymer a Diallyldimethylammonium-chlorid/Acrylsäure/Hydroxy-propylacrylat (35:50:15) Mw 100
000 |
R-* , T4 |
| Beispiel 21 |
V1.1 |
400 |
Polyvinylpyrrolidon Mw 40000 |
R2, T3** |
| Beispiel 22 |
V3.1 |
300 |
Cop.a MS/C 18-Olefin (31:69) |
R3 , T2 |
| |
|
|
Mw 15000 |
|
| Beispiel 23 |
V1.3 |
400 |
Cop.a AS/2-EHA (70:30) |
R3 , T3 |
| |
|
|
Mw 60000 |
|
| Beispiel 24 |
V3.4 |
200 |
Cop.a MAS/Stearylacrylat (80:20) |
R-* , T4 |
| |
|
|
Mw 20000 |
|
* Nicht bestimmbar wegen starker Trübung
** gelblich irisierende Schicht
Abkürzungen: 2-EHA: 2-Ethylhexylacrylat; MAS: Methacrylsäure; Cop: Copolymer enthaltend
nachfolgende Monomerenbausteine; a: in Form des Na-Salzes; Mw: gewichtsmittleres Molekulargewicht;
Angaben zum Polymer in Gew.-%
Im Unterschied zu den Vergleichsbeispielen (11-24) wird in allen Beispielen (1-10)
bei erfindungsgemäßer Verwendung der Copolymere eine signifikante Reduktion der Glaskorrosion
aller untersuchter Glasgegenstände beobachtet. |
1. Verwendung von Copolymeren enthaltend
a) 20 bis 70 Gew.-% mindestens eines Monomerenbausteines (A) aus der Gruppe der monoethylenisch
ungesättigten C3-C10-Mono- und Dicarbonsäuren oder deren Anhydriden, wobei der Monomerenbaustein (A) bevorzugt
Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid und / oder Acrylsäure ist,
b) 30 bis 80 Gew:% mindestens eines Monomerenbausteines (B) der allgemeinen Formel
(I),

in der R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für H, CH3, C2H5, C3H7, COOH oder OH stehen,
Y für -C(=O)-. -C(=O)-O-, -O-, -O-C(=O)-, -O-C(=O)-O- oder -C(=O)-NH- steht,
n gleich 0 oder 1 ist,
R4 entweder ein aromatischer oder ein linearer, verzweigter oder cyclischer aliphatischer
Rest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist,
gegebenenfalls bilden R2 und R4 zusammen eine Alkyleneinheit mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls mit
C1-C3-Alkylgruppen substituiert ist, unter Ausbildung eines Zyklus,
wobei der Monomerenbaustein (B) bevorzugt Cyclopenten, Hexen und / oder technisches
Diisobuten ist,
und
c) 0 bis 25 Gew.-% mindestens eines weiteren mit den Monomerenbausteinen (A) une (B)
copolymerisierbaren Monomerenbausteines (C) aus der Gruppe bestehend aus α-Olefinen
mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen, Olefinmischungen aus α-Olefinen mit 10 oder mehr
Kohlenstoffatomen, reaktiven Polyisobutenen mit im Mittel 12 bis 100 Kohlenstoffatomen,
Cn-(Meth)acrylaten mit n > 6, Hydroxy-(Meth)acrylaten, Cn-Vinylestern oder Cn-Vinylethern mit n > 6, Acrylnitrilen, Acrylamiden, Vinylformamiden, Allylalkoholen,
Vinylphosphonaten, vinylsubstituierten Heterozyklen und ungesättigten Organosulfonsäuren,
wobei der Monomerenbaustein (C) bevorzugt 1-Dodecen, 1-Oktadecen, C22-α-Olefin, Polyisobuten-1000 und / oder eine Olefinmischung aus C20-C24-α-Olefinen ist,
in Reinigerformulierungen zur Verhinderung der Glaskorrosion während des Reinigungsvorganges
in Geschirrspülmaschinen.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere in Form der freien Säure, eines Salzes davon oder des Anhydrides eingesetzt
werden, insbesondere in Form des Natrium- oder Ammoniumsalzes.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere als Monomerenbausteine Maleinsäureanhydrid und technisches Diisobuten
enthalten und in Form des Natriumsalzes vorliegen.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das gewichtsmittlere Molekulargewicht der Copolymere 1000 bis 200 000, bevorzugt
2000 bis 50 000, besonders bevorzugt 2000 bis 20 000 beträgt.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere zusätzlich mit Alkoholen oder Aminen unter Ausbildung von Ester- bzw.
Amidbindungen umgesetzt werden.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere zu 0,01 bis 10 Gew.%, bevorzugt zu 0,05 bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt
zu 0,1 bis 3 Gew.-%, in einer Reinigerformulierung enthalten sind.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere in Form von wässrigen Lösungen oder wässriger Dispersionen, in fester
Form als Pulver oder Granulat oder in Form von Mikro- oder Gelkapseln in der Reinigerformulierung
eingesetzt werden.
8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat die Copolymere und zu 10 bis 50 Gew.-% Natriumsulfat, Natriumcarbonat,
Natriumhydrogencarbonat und / oder Polyacrylate enthält.
9. Verwendung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere in bestimmte Kompartimente der Reinigerformulierung eingearbeitet
sind, wobei im Falle von tablettenförmigen Reinigerformulierung die Kompartimente
insbesondere Tablettenschichten und/oder in die Tabletten eingelassene, mit den Tabletten
verklebte oder die Tabletten umhüllende Formkörper sind.
1. The use of copolymers comprising
a) from 20 to 70% by weight of at least one monomer unit (A) from the group of monoethylenically
unsaturated C3-C10 monocarboxylic and dicarboxylic acids or their anhydrides, the monomer unit (A) preferably
being maleic acid, maleic anhydride and/or acrylic acid,
b) from 30 to 80% by weight of at least one monomer unit (B) of the formula (I)

where R1, R2 and R3 independently of one another are H, CH3, C2H5, C3H7, COOH or OH,
Y is -C (=O) -, -C(=O)-O-, - O -., -O-C(=O)-, -O-C (=O) -O- or -C(=O)-NH-,
n is 0 or 1,
R4 is either an aromatic or a linear, branched or cyclic aliphatic radical having from
1 to 6 carbon atoms,
if desired, R2 and R4 together form an alkylene unit having from 3 to 6 carbon atoms which is unsubstituted
or substituted by C1-C3 alkyl groups, and so form a ring,
the monomer unit (B) preferably being cyclopentene, hexene and/or technical-grade
diisobutene,
and
c) from 0 to 25% by weight of at least one further monomer unit (C), which is copolymerizable
with the monomer units (A) and (B) and is from the group consisting of α-olefins having
10 or more carbon atoms, olefin mixtures of α-olefins having 10 or more carbon atoms,
reactive polyisobutenes having on average from 12 to 100 carbon atoms, Cn (meth)acrylates where n > 6, hydroxy (meth)acrylates, Cn vinyl esters or Cn vinyl ethers where n > 6, acrylonitriles, acrylamides, vinylformamides, allyl alcohols,
vinylphosphonates, vinyl-substituted heterocycles and unsaturated organic sulfonic
acids,
the monomer unit (C) preferably being 1-dodecene, 1-octadecene, C22 α-olefin, polyisobutene 1000 and/or an olefin mixture of C20-C24 α-olefins,
in detergent formulations for preventing glass corrosion during the cleaning process
in machine dishwashers.
2. The use according to claim 1, wherein the copolymers are used in the form of the free
acid, a salt thereof or the anhydride, especially in the form of the sodium salt or
ammonium salt.
3. The use according to claim 1 or 2, wherein the copolymers comprise maleic anhydride
and technical-grade diisobutene as monomer units and are in the form of the sodium
salt.
4. The use according to any of claims 1 to 3, wherein the weight-average molecular weight
of the copolymers is from 1000 to 200,000, preferably from 2000 to 50,000, with particular
preference from 2000 to 20,000.
5. The use according to any of claims 1 to 4, wherein the copolymers are additionally
reacted with alcohols or amines, with the formation of ester or amide linkages respectively.
6. The use according to any of claims 1 to 5, wherein the copolymers are present at from
0.01 to 10% by weight, preferably from 0.05 to 5% by weight, with particular preference
from 0.1 to 3% by weight, in a detergent formulation.
7. The use according to any of claims 1 to 6, wherein the copolymers are used in the
form of aqueous solutions or aqueous dispersions, in solid form as powders or granules,
or in the form of microcapsules or gel capsules in the detergent formulation.
8. The use according to claim 7, wherein the granules comprise the copolymers and from
10 to 50% by weight of sodium sulfate, sodium carbonate, sodium hydrogen carbonate
and/or polyacrylates.
9. The use according to claim 7 or 8, wherein the copolymers are incorporated in certain
compartments of the detergent formulation, and in the case of detergent formulations
in tablet form the compartments are, in particular, tablet layers and/or shapes let
into the tablet, bonded to the tablet or enveloping the tablet.
1. Utilisation de copolymères contenant
a) 20 à 70 % en poids d'au moins un constituant monomère (A) du groupe des acides
mono- et dicarboxyliques en C3-C10 monoéthyléniquement insaturés ou leurs anhydrides, le constituant monomère (A) étant
de préférence l'acide maléique, l'anhydride de l'acide maléique et/ou l'acide acrylique,
b) 30 à 80 % en poids d'au moins un constituant monomère (B) de formule générale (I)

dans laquelle R1, R2 et R3 représentent indépendamment les uns des autres H, CH3, C2H5, C3H7,COOH ou OH,
Y représente -C(=O)-, -C(=O)-O-, -O-, -O-C(=O)-, -OC(=O)-O- ou -C(=O)-NH,
n vaut 0 ou 1,
R4 est un radical soit aromatique, soit aliphatique, linéaire, ramifié ou cyclique,
contenant 1 à 6 atomes de carbone,
R2 et R4 forment éventuellement ensemble une unité alkylène contenant 3 à 6 atomes de carbone,
qui est éventuellement substituée avec des groupes alkyle en C1-C3, avec formation d'un cycle,
le constituant monomère (B) étant de préférence le cyclopentène, l'hexène et/ou le
diisobutène technique,
et
c) 0 à 25 % en poids d'au moins un constituant monomère (C) supplémentaire, copolymérisable
avec les constituants monomères (A) et (B), du groupe constitué des α-oléfines contenant
10 atomes de carbone ou plus, des mélanges oléfiniques d'α-oléfines contenant 10 atomes
de carbone ou plus, des polyisobutènes réactifs contenant en moyenne 12 à 100 atomes
de carbone, des (méth)acrylates en Cn avec n > 6, des (méth)acrylates d'hydroxy, des esters de vinyle en Cn ou des éthers de vinyle en Cn avec n > 6, des acrylonitriles, des acrylamides, des vinylformamides, des alcools
allyliques, des phosphonates de vinyle, des hétérocycles substitués par des groupes
vinyles et des acides organosulfoniques insaturés,
le constituant monomère (C) étant de préférence le 1-dodécène, le 1-octadécène, une
α-oléfine en C22, le polyisobutène 1000 et/ou un mélange oléfinique d'α-oléfines en C20-C24,
dans des formulations de nettoyage pour empêcher la corrosion du verre pendant le
processus de nettoyage dans des lave-vaisselle.
2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que les copolymères sont utilisés sous la forme de l'acide libre, d'un de ses sels ou
de l'anhydride, notamment sous la forme du sel de sodium ou d'ammonium.
3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les copolymères contiennent de l'anhydride de l'acide maléique et du diisobutène
technique en tant que constituants monomères et se présentent sous la forme du sel
de sodium.
4. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le poids moléculaire moyen en poids des copolymères est de 1 000 à 200 000, de préférence
de 2 000 à 50 000, de manière particulièrement préférée de 2 000 à 20 000.
5. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les copolymères sont également mis en réaction avec des alcools ou des amines pour
former des liaisons ester ou amide.
6. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les copolymères sont présents dans une formulation de nettoyage à hauteur de 0,01
à 10 % en poids, de préférence à hauteur de 0,05 à 5 % en poids, de manière particulièrement
préférée à hauteur de 0,1 à 3 % en poids.
7. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les copolymères sont utilisés dans la formulation de nettoyage sous la forme de solutions
aqueuses ou de dispersions aqueuses, sous forme solide en tant que poudre ou granulat,
ou sous la forme de microgélules ou de gélules.
8. Utilisation selon la revendication 7, caractérisée en ce que le granulat contient les copolymères et 10 à 50 % en poids de sulfate de sodium,
carbonate de sodium, hydrogénocarbonate de sodium et/ou polyacrylates.
9. Utilisation selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que les copolymères sont incorporés dans des compartiments déterminés de la formulation
de nettoyage, les compartiments étant notamment, dans le cas de formulations de nettoyage
sous la forme de tablettes, des couches de tablettes et/ou des corps moulés encastrés
dans les tablettes, collés aux tablettes ou enrobant les tablettes.