| (19) |
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(11) |
EP 1 373 686 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.07.2006 Patentblatt 2006/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.04.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2002/001223 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/081869 (17.10.2002 Gazette 2002/42) |
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| (54) |
ROTORSPALT-STEUERMODUL
ROTOR GAP CONTROL MODULE
MODULE DE COMMANDE DE JEU DE ROTOR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
06.04.2001 DE 10117231
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2004 Patentblatt 2004/01 |
| (73) |
Patentinhaber: MTU Aero Engines GmbH |
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80995 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHULTE,Volker
82216 Maisach (DE)
- FRITSCH, Gerd
81827 München (DE)
- HODSON, Howard
Manchaster PG29 20A (GB)
- HOWELL, Robert
Cambridge CB3 9EU (GB)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 922 835 US-A- 4 247 247
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DE-A- 3 830 762
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 007, no. 098 (M-210), 26. April 1983 (1983-04-26) &
JP 58 020904 A (HITACHI SEISAKUSHO KK), 7. Februar 1983 (1983-02-07)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 326 (M-532), 6. November 1986 (1986-11-06)
& JP 61 132707 A (TOSHIBA CORP), 20. Juni 1986 (1986-06-20)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 353 (M-539), 28. November 1986 (1986-11-28)
& JP 61 152907 A (TOSHIBA CORP), 11. Juli 1986 (1986-07-11)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rotor spalt Steuermodul zum Einbau in eine von einem Fluid
In einer Hauptströmungsrichtung durchströmte Strömungsmaschine, welche einen drehbaren
Rotor mit in Drehrichtung des Rotors zueinander vorbestimmt beabstandete Rotorblätter
und ein den Rotor unter Ausbildung eines Rotorspaltes zumindest abschniftswelse umgebendes
Gehäuse aufweist, wobei das Rotorspalt-Steuermodul wenigstens ein den Rotorspalt abschnittsweise
begrenzendes und in den Rotorspalt hineinbewegilches D)chtelement und eine im Betrieb
das Dichtelement bewegende Aktuatoreinheit umfasst.
[0002] Bei Strömungsmaschinen, hlerunterfallen beispielsweise Turbinen, Pumpen, Verdichter
oder Gebläse, stellt der Rotorspalt zwischen stationärem Rotorgehäuse und rotierendem
Rotor eine Quelle von Strömungsverlusten und damit eine Ursache für einen verringerten
Wirkungsgrad dar. Die Strömungsverluste entstehen zum einen durch Wirbeibildung und
Strömungsablösung im oder am Rotorspalt, was auch zu einem erhöhten Strömungslärm
führt, zum anderen durch eine Ausgleichsströmung, die entgegen der Hauptströmungsrichtung
durch den Rotor gerichtet ist und die erreichbare Druckdifferenz zwischen der Hochdruckseite
und der Niederdruckseite der Strömungsmaschine beschränkt.
[0003] Bei einer idealen verlustfreien Strömungsmaschine wäre ein Rotorspalt nicht vorhanden.
In der Praxis ist dies jedoch nicht möglich, da in diesem Fall die Spitzen der Rotorblätter
das Gehäuse berühren und bei der Drehung des Rotors am Gehäuse schleifen und damit
verschleißen würden. Besonders ausgeprägt ist dieses Problem bei Strömungsmaschinen,
bei denen die Rotoren mit hoher Drehzahl umlaufen und/oder mit hohen Temperaturen
beaufschlagt sind, wie beispielsweise bei Flugzeugtriebwerken und Gasturbinen sowie
bei Abgasturboladem. Bei derartigen Strömungsmaschinen längt sich das Rotorblatt abhängig
von der Temperatur und von der Drehzahl. Zusätzlich weitet sich das Gehäuse in Abhängigkeit
von der Betriebstemperatur. Durch den Rotorspalt werden die Ausdehnung des Gehäuses
und die Längung der Rotorblätter kompensiert, ohne dass es zu einer Beschädigung der
Strömungsmaschine kommen kann.
[0004] Die Weite des Rotorspalts und damit die Verluste der Strömungsmaschine ändern sich
folglich in Abhängigkeit von der Drehzahl und der Temperatur im gerade durchlaufenen
Betriebszustand.
[0005] In der Praxis wird der Rotorspalt in der Regel so eingestellt, dass in einem Dauerbetriebspunkt,
bei dem die Strömungsmaschine in der Regel betrieben wird, ein möglichst kleiner Rotorspalt
vorliegt. Bei Flugzeugtriebwerken oder bei Abgasturboladern liegt dieser Dauerbetriebspunkt
beispielsweise bei der Reisegeschwindigkeit. Gielchzeitig werden bei der Bemessung
des Rohrspalts in der Praxis Grenziastbereiche und Anlaufbereiche der Strömungsmaschine
berücksichtigt: Der Rotorspalt soll so bemessen sein, dass auch unter Extrembedingungen
bei hinnehmbaren Strömungsverlusten Beschädigungen von Rotorblatt und Gehäuse vermieden
werden.
[0006] In der Praxis wird also zugunsten eines möglichst guten Wirkungsgrades ein gewisser
Verschleiß von Gehäuse und Rotorblatt durch das Anlaufen der Strömungsmaschine oder
den Betrieb der Strömungsmaschine Im Grenziastenbareich in Kauf genommen.
[0007] Um in allen Betriebsbereichen der Strömungsmaschine einen optimalen Rotorspalt, also
eine Rotorspaltweite, bei der Verschleiß und Strömungsverluste minimal sind, zu erzielen,
sind im Stand der Technik einige Lösungen vorgeschlagen.
[0008] So ist in der US 5,092,737 eine Vorrichtung beschrieben, durch die der Verschleiß
in der Anlaufphase einer Gasturbine, in der sich Gehäuse und Rotor unterschiedlich
stark aufwärmen, durch eine Veränderung der Rotorspaltweite verringert wird. Die dort
beschriebene Vorrichtung ändert den Rotorspalt passiv Ober die Wärmedehnung von Steuerelementen
in der dem Rotor gegenüberliegenden Gehäusewandung der Gasturbine. Dabei sind die
Wärmedehnungskoeffizienten der Steuerelemente so an die Betriebszustände der Gasturbine
angepasst, dass die Ausdehnung des Gehäuses an die Wärmeausdehnung der Rotorblätter
bei unterschiedlichen Betriebstemperaturen übereinstimmt. Der Nachteil dieses passiven
Systems liegt darin, dass der Rotorspalt lediglich an die Wärmeausdehnung, aber nicht
an die in der Praxis genauso wichtige Längung der Rotorblätter unter Wirkung der Fliehkraft
angepasst werden kann. Außerdem Ist die Ansprechzeit dieses Systems sehr langsam.
[0009] Die Ansprechzeit und auch die Möglichkeiten zur Beeinflussung der Weite des Rotorspalts
sind bei aktiven Systemen, bei denen der Rotorspalt durch Aktuatoreinheiten aktiv
verändert wird, gegenüber den passiven Systemen verbessert.
[0010] In der US 5,906,473 ist ein aktives System für eine Gasturbine beschrieben, bei dem
Teile des Gehäuses gegenüber dem Rotor selektiv gekühlt oder beheizt werden, um über
die so kontrollierte Wärmedehnung des Gehäuses den Rotorspalt einzustellen. Der Nachteil
dieses Systems liegt In der nach wie vor langsamen Ansprechzeit, da zu einer Änderung
des Luftspalts zunächst das Gehäuse auf eine vorbestimmte Temperatur gebracht werden
muss. Bei raschen Änderungen des Betriebszustandes kann das System der US 5,906,473
den Rotorspalt nicht schnell genug anpassen. Allerdings scheint durch die aktive Beheizung
der Gehäusewand eine Anpassung an eine sich langsam einstellende Längung der Rotorblätter
unter Fliehkrafteinwirkung möglich.
[0011] Um das Ansprechverhalten bei der Einstellung des Rotorspaltes zu erhöhen und um eine
direktere Steuerung des Rotorspaltes zu erreichen, werden beim System der US 5,104,287
und der US 5,096,375 mechanisch bewegte Gehäusesegmente gegenüberliegend den Rotorblättem
eingesetzt. Die Gehäusesegmente sind zu einem Ring zusammengeschlossen und werden
über Gewindestifte in Richtung der Rotorblätter radial bewegt, so dass sich der Ring
zusammenzieht oder weitet, wenn sich die Gewindestifte drehen. Die Gewindestifte sämtlicher
Gehäusesegmente werden zusammen über einen Synchronisierungsring betätigt und ermöglichen
so eine gemeinsame und zeitgleiche Verstellung der Gehäusesegmente und damit eine
Einstellung des Rotorspaltes. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist zum einen der
enorme konstruktive und fertigungstechnische Aufwand, der notwendig wird, wenn eine
nahezu spielfreie Verstellung der Segmente im Bereich weniger Zehntel Millimeter angestrebt
wird, und zum anderen die nach wie vor langsame Ansprechzeit.
[0012] In der US 5,283,816 ist eine Vorrichtung zur Rotorspaltsteuerung für einen Radialverdichter
beschrieben, bei weicher der Rotorspalt über eine Verschiebung des Rotors gegenüber
dem Gehäuse in axialer Richtung stattfindet. Auch dieses Prinzip ist konstruktiv sehr
aufwändig und weist ein nur mäßig schnelles Ansprechverhalten auf. Darüber hinaus
ist das System der US 5, 263,816 auf Radial-Strömungsmaschinen beschränkt.
[0013] In der US 5,545,007 ist ein Ring aus Gehäusesegmenten gegenüberliegend den Rotorblättern
beschrieben, der durch piezoelektrische Elemente zusammenziehbar und aufweitbar ist.
Über Näherungssensoren wird die Weite des Rotorspalts zwischen Rotorblattspitzen und
Gehäusesegmenten bestimmt und die zwischen dem Segmentring. Die stationären, an einer
gehäuseseitigen Halterung angeordneten Plezoelemente werden dann In Abhängigkeit vom
gemessenen Rotorspalt mit einer Spannung beaufschlagt, so dass aufgrund der Elektrorestriktion
der Piezoelemente die Segmente des Ringes in Richtung zu oder in Richtung weg von
den Rotorblättern bewegt werden. Der Nachteil des Systems der US 5,545,007 liegt In
der mangelnden Stabilität des Segmentrings, da dieser ausschließlich von den plezoelektrischen
Elementen gehalten wird.
[0014] Weitere Vorrichtungen zur Rotorspalteinstellung sind in der US 4,247,247 sowie in
der US 4,683,716, der US 5,211,534, der US 5,871,333 und der DE-A-2 922 835 gezeigt.
[0015] In der US 4,247,247 ist eine Axialströmungsturbine gezeigt, bei der das Gehäuse gegenüber
den Rotoren einen Ring mit einer dünnen, biegsamen Wand aufweist. Hinter der dünnen
Wand sind ringförmige Druckkammern angeordnet, die mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagt
werden können. Überschreitet der Druck in den Druckkammern den Druck in der Axiaiströmungsturbine,
so wölbt sich die Wand kontrolliert vor und verkleinert den Rotorspalt. Die Druckkammern
werden dabei so mit Druck beaufschlagt, dass sich der Rotorspalt in Strömungsrichtung
verkleinert.
[0016] Bei der Gasturbine der US 4,683,718 wird die Gehäusewand mitsamt mehreren Reihen
von Statorschaufein über mehrere Verdichterstufen hinweg pneumatisch verstellt. Hierzu
ist eine Druckkammer hinter der Gehäusewandung vorgesehen, die sich über mehrere Rotor
und Statorreihen erstreck. Durch Zuführen von niedrigem Druck oder hohem Druck in
die Druckkammer wird vermieden, dass sich die Rotorschaufein bel Anlaufvorgängen an
der Gehäusewandung reiben.
[0017] Bei der US 5,211,534 wird der Rotorspalt ebenfalls pneumatisch verstellt. Ein aus
radial verschieblichen Ringsegmenten zusammengesetzter Dichtring um den Rotor wird
unter Einwirkung von Druckluft auf die starren Ringsegmente zusammengezogen oder geweitet
wird.
[0018] Auch die Vorrichtung der US 5,781,333 weist Gehäusesegmente auf, die über eine Beaufschlagung
von Druckkammern mit Druckluft in Richtung der Rotorblätter bewegt werden. Um das
Ansprechverhalten zu erhöhen, ist die Druckkammer mit Entlüftungsventilen zum schnellen
Druckausgleich versehen.
[0019] Bei den Systemen der US 4,247,247, der US 4,683,716, der US 5,211,534 und der US
5,871,333 ist nachteilig, dass eine schnelle und selektive Verstellung des Rotorspalts
nicht möglich ist.
[0020] In der US 6,142,477 ist eine aktive Dichtvorrichtung beschrieben, die für die Abdichtung
von Lagern bei Gasturbinen verwendet wird. Die aktive Dichteinrichtung weist Dichtelemente
auf, die sich von selbst nahe einer Dichtscheibe anordnen, ohne in Kontakt mit der
Dichtscheibe zu kommen, wenn sich die Dichtscheibe dreht. Hierzu Ist die Dichtfläche
als ein Magnetring ausgebildet, der In Umfangsrichtung sich abwechselnde, unterschiedlich
polarisierte Bereiche aufweist. Diese Bereiche erzeugen bei Drehung des Magnetringes
einen magnetischen Fluss, dessen Stärke von der Drehgeschwindigkeit des Magnetringes
abhängt. Die Dichtelemente sind mit Spulen versehen, die auf die Stärke des vom sich
drehenden Ring erzeugten Magnetfeldes reagieren und je nach Drehgeschwindigkeit und
Entfernung des Magnetringes von den Spulen die selbsttätig an den Magnetring oder
von diesem weg bewegen. Das System der US 6,142,477 ist so In der Lage, automatisch
auf eine Änderung des Dichtspaltes zu reagieren. Allerdings geht aus der US 6,142,477
nicht hervor, wie dieses System zur Einstellung eines Rotorspalts verwendet werden
kann, da für die Funktion dieses Systems an der einen, den Dichtelementen gegenüberliegenden
Gegendichtfläche stets ein durchgängiger Magnetring nötig ist.
[0021] Zusammengefasst ist also aus dem oben genannten Stand der Technik keine Vorrichtung
bekannt, bei der das Ansprechverhalten eine schnelle Einstellung des Rotorspatts ermöglicht.
[0022] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Rotorspalt-Steuermodul
so zu verbessern, dass ein schnelleres Ansprechverhalten erreicht wird.
[0023] Diese Aufgabe wird durch das Rötorspaft-Steuermodul der eingangs genannten Art erfindungsgemäße
dadurch gelöst, dass die Abmessung des Dichtelementes In Drehrichtung kleiner als
der Abstand zweier aufeinanderfolgender Rotorblätter ist.
[0024] Diese Lösung ist einfach und aus dem Stand der Technik nicht bekannt. Sämtliche oben
genannten Druckschriften weisen kreissegmentförmige Dichtelemente auf, deren Abmessungen
in Drehrichtung größer als der Abstand zweier aufeinanderfolgender Rotorblätter sind.
Dadurch sind die bewegten Massen bei den herkömmlichen Systemen zur Einstellung des
Rotorspaltes so groß, dass sie auf Änderungen des Rotorspaltes nur langsam reagieren
können. Außerdem ist es aufgrund der Erstreckung der herkömmlichen Gehäusesegmente
Ober mehrere Rotorblätter nicht möglich, den Rotorspalt bei asymmetrischer oder elliptischer
Verformung des Rotors oder des Gehäuses gezielt an zupassen.
[0025] Diese Nachteile werden durch die erfindungsgemäße, konstruktiv einfache Lösung vermieden:
Durch die erfindungsgemäßen Abmessungen des Dichtelements sind die bewägten Massen
des Dichtelements kleiner und können wesentlich schneller bewegt werden.
[0026] Die erfindurigsgemäße Lösung sieht dabei vor, dass die Abmessungen des Dichtelements
In Drehrichtung wesentlich kleiner als der Abstand zweier aufeinanderfolgender Rotorblätter
sind. Vorzugsweise sind die Dichtelemente so groß, dass eine Vielzahl von Dichtelementen
in den Abstand zweier aufeinanderfolgender Rotorblätter hineinpasst.
[0027] Eine weitere Beschleunigung des Ansprechverhaltens kann dadurch erreicht werden,
dass in einer weiteren vorzugsweisen Attsgestaitung die Abmessungen des Dichtelementes
in Hauptströmungsrichtung höchstens der Schaufeltiefe eines Rotorblatts in Hauptströmungsrichtung
entsprechen. Durch diese Maßnahme werden die bewegten Massen nochmals verringert.
Die Dichtelemente sind dabei vorzugsweise so bemessen, dass eine Mehrzahl von Dichtelementen
über eine Schaufettiefe, also in Dichtrichtung, gestaffelt angeordnet werden können.
Da bei den meisten Rotoren der größte Drucksprung in Hauptströmungsrichtung stattfindet,
entspricht die Dichtrichtung in den meisten Fällen der Hauptströmungsrichtung.
[0028] Eine sehr präzise und schnelle Anpassung des Rotorspalts ist dann möglich, wenn in
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die Dichtelemente möglichst einzeln angesteuert
werden können, also einer Aktuatoreinheit so wenig Dichtelemente wie möglich zugeordnet
sind.
[0029] Zu Wartungszwecken soll das Rotorspalt-Steuermödul einfach auszutauschen sein, ohne
dass bei die gesamte Strömungsmaschine zerlegt werden muss. Dies ist dann erfüllt,
wenn In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Abmessung des Rotorspalt-Steuermoduls
in Drehrichtung des Rotors kleiner als der Abstand zweier aufeinanderfolgender Rotorblätter
ist. Kompakte Einbaumaße werden auch dann erzielt, wenn die Abmessung des Rotorspalt-Steuermoduls
in Hauptströmungsrichtung höchstens der Schaufeltiefe des Rotorblatts in Hauptströmungsrichtung
entspricht.
[0030] Ein Prinzip der vorliegenden Erfindung besteht darin, im Gegensatz zu den herkömmlichen
Rotorspalt-Steuermodulen eine möglichst große Anzahl von Dichtelementen im Rotorspalt
vorzusehen. Durch die Vielzahl der Dichtelemente im Rotorspait tritt durch die Gesamtwirkung
aller Dichtelemente eine gute Abdichtung des Rotorspalts ein. Somit kann auf eine
aufwändige Abdichtung von Spalten und Lücken zwischen den Dichtelementen verzichtet
werden.
[0031] In einer Weiterbildung können die Dichtelemente voneinander beabstandet angeordnet
sein. Dabei können allerdings auch mehrere Dichtelemente mit einem gemeinsamen Hüllkörper
versehen sein, der zwischen den Dichtelementen und dem Rotor angeordnet ist und zusammen
mit den Dichtelementen beweglich ist. Der Hüllkörper kann aus einem Material mit besonderen
mechanischen Eigenschaften gefertigt sein, beispielsweise aus einem abriebfesten,
hochtemperaturbeständigen und/oder weitgehend reibungsfreien Material, um die Dichtelemente
zu schützen.
[0032] Die Dichtelemente können insbesondere dann ohne Verluste in der Dichtwirkung voneinander
beabstandet angeordnet sein, wenn sie gestaffelt, sich in Hauptströmungsrichtung überlappend
angeordnet sind. Hierzu können die Dichtelemente in Hauptströmungsrichtung in mehreren
Reihen angeordnet sein. So werden die Lücken zwischen Dichtelemente in der einen Reihe
durch die Dichtelemente in der anderen Reihe geschlossen. Die Dichtwirkung bei dieser
Anordnung beruht auf der Schaffung eines "Labyrinths" zwischen den Dichtelementen,
durch das der Strömungswiderstand im Rotorspalt erheblich erhöht wird. Damit ist eine
Dichtwirkung erzielbar, die an die von geschlossenen Dichtflächen, wie sie zur Einstellung
des Rotorspalts aus dem Stand der Technik bekannt sind, herankommt.
[0033] Zur Bewegung des Dichtelementes in oder aus den Rotorspalt ist die Aktuatoreinheit
im Rotorspalt-Steuermodul angeordnet, die im Betrieb eine auf das Dichtelement wirkende
Betätigungskraft ausübt. In einer vorteilhaften Ausgestaltung erzeugt die Aktuatoreinheit
die Betätigungskraft im Betrieb unter Einwirkung eines Fluiddruckes, der sich vom
Fluiddruck im Bereich des Rotors der Strömungsmaschine unterscheidet. Dieser Fluiddruck
kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in eine Aktuatorkammer
eingeleitet werden, die mit dem Dichtelement kraftübertragend verbunden ist.
[0034] Die Aktuatoreinheit kann des Weiteren wenigstens eine mit einer Überdruckquelle verbundene
Überdruckkammer und/oder eine mit einer Unterdruckquelle verbundene Unterdruckkammer
aufweisen, um der Aktuatorkammer ohne lange Wege sofort entsprechende Steildrücke
für das oder die der Aktuatorkammer zugeordnete Dichtelement oder Dichtelemente zuzuleiten.
Auf separate Mittel zur Erzeugung des Unterdrucks und des Überdrucks, wie beispielsweise
Pumpen, kann in vorteilhäfter Weise verzichtet werden, wenn die Überdruckkammer mit
einem Hochdruckbereich der Strömungsmaschine als Überdruckquelle und die Unterdruckkammer
mit einem Niederdruckbereich der Strömungsmaschine als Unterdruckquelle verbunden
ist. In diesem Zusammenhang beziehen sich die Begriffe "Unterdruck" und "Überdruck"
auf den Im Bereich des Rotors herrschenden Druck.
[0035] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Überdruckkammer von der Unterdruckkammer
zumindest abschnittsweise umgeben sein. Da in der Überdruckkammer stets heißeres Fluid
vorhanden ist als in der Unterdruckkammer, wird durch diese Anordnung eine zu starke
Aufheizung des Rotorspalt-Steuermoduls vermieden.
[0036] Zur wechselwelsen Beaufschlagung der Aktuatorkammer mit Überdruck bzw. Unterdruck
kann die Aktuatoreinheit wenigstens ein Ventil aufweisen, das zwischen der Aktuatorkammer
und der Unterdruckkammer und/oder Überdruckkammer zugeordnet ist. Wird das Ventil
geöffnet, so wirkt wahlweise der Druck der Unterdruckkammer und/oder der Überdruckkammer
auf die Aktuatorkammer und führt zu einer entsprechenden Betätigung des Dichtelements.
[0037] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Dichtelement eine elastische
Membran als Dichtfläche auf, die in einem vorgewölbten, blasenförmigen Zustand in
den Rotorspalt hineinragt und diesen zumindest abschnittsweise abdichtet. Bei dieser
Ausführung-bilden die Dichtelemente-einzeine Blasen; die sich zur Verkleinerung des
Rotorspaltes aufwölben und zur Vergrößerung abflachen. Diese Ausgestaltung ermöglicht
einen großen Hub der Dichtelemente, also die Abdichtung großer Spaltmaße, ohne große
Verstellkräfte.
[0038] Die Membran steht mit der Aktuatorkammer so in Wirkverbindung, dass der in der Aktuatorkammer
herrschende Druck auf die Membran wirkt. Hierzu kann eine Druckleitung von der Aktuatorkammer
zur Membran führen oder aber die Aktuatorkammer zumindest abschnittsweise von der
Membran begrenzt sein.
[0039] Ist die Aktuatorkammer mit einem Überdruck, d. h. einem höheren Druck als im Rotorspalt,
beaufschlagt, so wölbt sich die Membran des Dichtelements vor und bildet eine In den
Rotorspalt ragende Blase. Bei einem Unterdruck, d. h. einem geringeren Druck als Im
Rotorspalt, so zieht sich die Membran aufgrund Ihrer Etgenelastizität zusammen, die
Blase wird kleiner und der Rotorspalt vergrößert sich.
[0040] Um die Aktuatoreinheit steuem zu können, kann einer Weiterbildung der Erfindung an
der Aktuatoreinheit eine Eingangssehnittstelle vorgesehen sein, über die im Betrieb
des Rotorspalt-Steuermoduls Signale zur Betätigung des Dichtelements an die Aktuatoreinheit
geleitet sind.
[0041] Das Rotorspalt-Steuermodul kann außerdem eine Energiequelle in Form eines Mittels
zur Stromerzeugung aufweisen, mit dem elektrische Energie zum Betrieb des Rotorspalt-Steuermoduls
bereitgestellt wird. Diese Energiequelle kann vorzugsweise in Form einer zwischen
der Unterdruckkammer und der Überdruckkammer angeordneten Mikroturbine ausgebildet
sein.
[0042] Ferner kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung in das Rotorspalt-Steuermodul
eine Sensoreinheit mit wenigstens einem Spaltmesssensor und einer Signalausgangsschnittstelle
vorgesehen sein. Durch diese Ausgestaltung ist die Größe des Rotorspalts in der Nähe
des Dichtelements, also in der näheren Umgebung derjenigen Stelle, an der der Rotorspalt
verändert wird, gemessen. Dabei ist durch den Spaltmesssensor ein für die Größe des
Rotorspaltes repräsentatives Signal erzeugbar und von der Sensoreinheit über die Signalausgangsschnittstelle
ausgebbar.
[0043] Ebenso kann das Rotorspalt-Steuermodul einen Lageerfassungssensor aufweisen, durch
den die Lage des Dichtelementes im Rotorspalt bzw. relativ zu der von den Rotorblattspitzen
gebildeten Gegendichtfläche bestimmbar und in Form eines Signals über die Ausgangsschnittstelle
ausgebbar ist.
[0044] Wenn das Dichtelement pneumatisch betrieben wird, so ist es von Vorteil, wenn die
1 Rotorspalt-Steuervorrichtung wenigstens einen Drucksensor aufweist, durch den der
Druck in der Aktuatorkammer und/oder der Fluiddruck im Rotorbereich in der Strömungsmaschine
und/oder die Druckdifferenz zwischen diesen beiden Drücken erfassbar und über die
Signalausgangsschnittstelle als Signal ausgebbar ist.
[0045] Zum Aufbau eines Steuerkreises bzw. geschlossenen Regelkreises kann das Rotorspalt-Steuermodul
gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung eine Steuereinheit mit einer Eingangsschnittstelle,
einer Ausgangsschnittstelle und einer Datenverarbeitungseinheit aufweisen. Die Eingangsschnittstelle
der Steuereinheit ist dabei mit der Ausgangsschnittstelle der Sensoreinheit datenübertragend
verbunden, so dass die Signale der Sensoren der Sensoreinheit von der Steuereinheit
empfangen werden können. Die Ausgangsschnittstelle der Steuereinheit ist mit der Eingangsschnittstelle
der Aktuatoreinheit datenübertragend verbunden, so dass die Ergebnisse einer Auswertung
der Daten von den Sensoren der Sensoreinheit in Form eines Betätlgungssignals für
das Dichtelement an die Aktuatoreinheit ausgegeben werden können.
[0046] Die Datenverarbeitungseinheit verarbeitet die Ober die Ausgangsschnittstelle ausgegebenen
Daten In Abhängigkeit von den über die Eingangsschnittstelle empfangenen Daten und
erzeugt ein Signal zur Betätigung der Aktuatoreinheit bzw, der Dichtelemente. Sämtliche
Datenleitungen können dabei vorteilhaft in Form eines unldirektionalen oder bidirektionalen
Datenbusses aufgebaut sein.
[0047] Ferner kann die Steuereinheit einen Datenbus aufweisen, über den sie mit Steuereinheiten
weiterer Rotorspaltmodule datenübertragend verbunden ist. Dieser Datenbus kann beispielsweise
derselbe Datenbus sein, der auch die Ausgangsschnittstelle der Sensoreinheit und die
Eingangsschnittstelle der Aktuatoreinheit-mit der Steuereinheit , verbindet.
[0048] Besonders vorteilhafte Größenverhältnisse, die aufgrund der bewegten Massen und aufgrund
der kurzen Leitungswege extrem schnelle Ansprechzeiten im Bereich der Blattfrequenz
des Rotors, der sogenannten blade passing frequency, ergeben, werden erreicht, wenn
das Rotorblatt-Steuermodul als ein Mikrostruktursystem ausgebildet ist, in das Dichtelement
und Aktuatoreinheit integriert sind. Ein derartiges Mikrostruktursystem ist vorzugsweise
einstückig aus einem siliciumhaltigen Werkstoff aufgebaut und besteht aus mehreren
funktionellen Schichten. Beispiele für geeignete Werkstoffe sind Silicium, Siliciumcarbid,
Siliciumdioxid und Siliciumnitrid.
[0049] Mikrostruktursysteme werden durch photolithographische Verfahren, wie LIGA, durch
Bulk-Micromachining und Surface-Micromachining, Dünnfilmablagerung (chemical vapor
deposition) und Ätzen aus Wafern hergestellt. Beim Aufbau des Rotorspalt-Steuermoduls
als Mikrostruktursystem kann insbesondere eine als Dichtelement dienende Membran aus
einem dünnen Film siliciumhaltigen Werkstoffes, beispielsweise Siliclurncarbld, gefertigt
sein. Bei extrem dünner Ausbildung der Membran weist Silicium-carbid eine ausreichende
Elastizität auf. Ebenso können die Mikroventile aus einem sillciumhaltigen Werkstoff
gefertigt und in das Mikrostruktursystem integriert sein.
[0050] Vorteilhaft werden bei der Ausbildung des Rotorspait-Steuemioduls als Mikrostruktursystem
auch gleich die Steuereinheit und/oder die Sensoreinheit in das Mikrosystemelement
integriert.
[0051] Um eine nachträgliche Ausrüstung und eine leichte Austauschbarkeit des Rotorspalt-Steuermoduls
zu ermöglichen, weist dieses vorzugsweise ein standardisiertes Gehäuse auf, das mit
standardisierten Anschlüssen für Daten- und Druckleitungen versehen ist. In einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Gehäuse mit Isollermaterial zum Schutz
gegen Überhitzung und/oder Schwingungen und Stöße umgeben sein.
[0052] Erfindungsgemäß Ist in einer Strömungsmaschine mit einem Rotor und einem den Rotor
unter Ausbildung eines Rotorspalt umgebenden Gehäuse, wobei sich im Betrieb der Rotor
gegenüber dem Gehäuse dreht, im Bereich des Rotorspaltes eine Vielzahl von Rotorspaltmodulen
nach einer der obigen Ausgestaltungen angeordnet. Diese Rotorspaitmodule können miteinander
durch eine Signalleitung verbunden sein, so dass ihre Betätigung synchronisiert erfolgt.
Beispielsweise können mehrere Rotorspalt-Steuermodule so vemetzt sein, dass ein in
Umfangsrichtung nachfolgendes Rotärspalt-Steuermodul die Sensorsignale eines im Drehrichtung
davor liegenden Rotorspalt-Steuermoduls zur Steuerung der eigenen Dichtelemente verwendet.
[0053] Außerdem kann die Sensorik der Rotorspalt-Steuermodule zur Funktionskontrolle der
Strömungsmaschine eingesetzt werden, da von den Modulen wichtige Betriebsparameter
der Strömungsmaschine, beispielsweise der Druck im Rotorbereich, gemessen wird.
[0054] Hierzu ist das Rotorspalt-Steuermodul in einer vorteilhaften Weiterbildung mit einem
weiteren Sensor versehen, der als Schwingungssensor die Schwingungen der vorbeifahrenden
Rotorblattspitzen erfasst und ein Signal ausgibt, das repräsentativ für die Frequenz
und/oder Amplitude der Schwingungen der Rotorblattspitzen oder der Rotorblätter ist.
Hierzu kann der Sensor ein optisches Messelement und/oder ein kapazitives Messelement
aufweisen. Alternativ kann der Sensor auf Ultraschallbasis arbeiten und einen Ultraschallwandler
aufweisen. Beispielsweise kann der Ultraschallwandler auf die Rotorblätter und/oder
die Rotorblattspitzen gerichtete Ultraschallwellen aussenden und deren Reflektionen
messen.
[0055] Die Rohdaten der Messungen des Schwingungssensors werden auf einem integrierten Speicherchip
abgelegt. Dieser Speicherchip kann bei einem Aufbau als Mikrostrukturelement einstückig
mit dem Rotorspalt-Steuermodul ausgebildet und/oder beispielsweise in die Steuereinheit
integriert sein. Die Rohdaten können Ober den Datenbus des Rotorspalt-Steuermodul
in Echtzeit oder beispleiswelse nach Ende eines Einsatzes der Strömungsmaschine an
eine Auswerteeinheit übertragen werden. Insbesondere kann der Datenbus dabei als eine
Funkstrecke ausgebildet sein, so dass die Daten berührungsfrei ausgegeben werden.
Hierzu kann in dem Rotorspalt-Steuermodul ein Funksender und bei einem bidirektionalen
Datenbus auch ein Funkempfänger vorgesehen sein. Insbesondere die Übertragung von
Betriebsparametern des Rotorspalt-Steuermoduls über eine Funkstrecke ermöglicht eine
einfache Steuerung und Auswertung der Daten des Rotorspalt-Steuermoduls.
[0056] Der Schwingungssensor mitsamt den Datenübertragungseinheiten des Datenbusses können
von derselben Energiequelle wie die anderen Einheiten des Rotorspalt-Steuermoduls
mit Energie versorgt werden.
[0057] Die Schwingungssensoren können in einer Weiterführung der Erfindung auch zur Überwachung
anderer Bauteile als den Rotorblättern eingesetzt werden. Beispielsweise lassen sich
die Schwingungen von Wellen, Statorblättem und Gehäuseelementen sowie gegebenenfalls
auch die Schwingungen der Dichtelemente selber durch die Schwingungssensoren erfassen.
[0058] Die Rotorspalt-Steuermodule umgeben in einer vorteilhaften Anordnung den Rotor ringförmig
und bilden ein Dichtelementfeld, bei dem jeweils einem Abstand zwischen zwei Rotorblättern
eine Vielzahl von Dichtelementen zugeordnet ist.
[0059] Um die Dichtelemente zu schützen, kann ein Hüllkörper vorgesehen sein, der zwischen
dem Rotorspaltmodul und dem Rotor angeordnet ist und mehreren Rotorspaltmodulen zugeordnet
ist. Der Hüllkörper Ist mit der Bewegung der Dichtelemente gekoppelt und schützt diese
durch seine Lage zwischen den Dichtelementen und dem Rotor vor Beschädigung. Der Hüllkörper
kann insbesondere als eine abriebfeste Membran ausgebildet sein.
[0060] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Steuerung des Rotorspalts, mit
dem ein gegenüber dem Stand der Technik wesentlich verbessertes Ansprechverhalten
erzielt wird.
[0061] Unabhängig von der Verwendung zur Einstellung eines Rotorspalts In Strömungsmaschinen
können die erfindungsgemäßen Rotorspalt-Steuermodule auch als Dichtmodule bei im wesentlichen
durchgängigen Gegendichtflächen, wie beispielsweise zur Abdichtung von Wellen verwendet
werden. Durch die Möglichkeit der aktiven Einstellung des Dichtspaltes oder der Anpresskraft
gegen die Gegendichtfläche und durch das schnelle Ansprechverhalten können Schwingungen
und Exzentrizitäten der Welle ausgeglichen werden, ohne dass Einbußen bei der Dichtwirkung
in Kauf genommen werden müssen.
[0062] Im Folgenden wird der Aufbau und die Funktion des erfindungsgemäßen Rotorspalt-Steuermoduls
anhand eines Ausführungsbelsplels genauer erläutert.
[0063] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Flugzeugtriebwerk als ein Beispiel für eine in einer Hauptströmungsrichung durchströmten
Strömungsmaschine, bei der das erfindungsgemäße Rotorspalt-Steuermodul eingesetzt
wird;
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rotorspalt-Steuermoduls in
einem Schnitt quer zur Hauptströmungsrichtung entlang der Linie II-II der Fig.1;
- Fig: 3
- das Rotorspalt-Steuermodul der Fig. 2 in einem Schnitt entlang der Linie III-III der
Fig. 2;
- Fig. 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rotorspalt-Steuermoduls in
einer Ansicht entsprechend Fig. 3;
- Fig. 5
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rotorspalt-Steuermoduls in
einer Ansicht entsprechend Fig. 3;
- Fig. 6
- ein viertes-Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rotorspalt-Steuermoduls als
Wellendichtmodul in einer Ansicht entsprechend Fig. 3;
- Fig. 7
- das vierte Ausführungsbeispiel in einer Ansicht entlang der Linie VII-VII der Fig.
6.
[0064] In Fig. 1 ist ein Flugzeugtriebwerk 1 als Beispiel einer Strömungsmaschine dargestellt,
bei der die erfindungsgemäßen Rotorspalt-Steuermodule verwendet werden. Weitere Beispiele
von Strömungsmaschinen sind Radial- oder Axialgebläse, Turbolader, Gasturbinen, Pumpen
und Kompressoren.
[0065] Alle diese Strömungsmaschinen werden von einem gasförmigen oder flüssigen Fluid in
einer Hauptströmungsrichtung H durchströmt. Beim Beispiel der Fig. 1 verläuft die
Hauptströmungsrichtung H im Wesentlichen In axialer Richtung A.
[0066] Eine so komplexe Strömungsmaschine, wie das in Fig. 1 dargestellte Flugzeugtriebwerk,
weist eine Reihe von Rotoren R auf, die von jeweils einem Gehäuse G unter Ausbildung
eines Rotorspalts S umgeben sind.
[0067] Die erfindungsgemäßen Rotorspalt-Steuermodule können an den in Fig. 1 schraffierten
Stellen 2, 3 angeordnet sein. Die Stellen mit dem Bezugszeichen 2 entsprechen dabei
einer gehäuseseitigen Anordnung eines Rotorspaltmoduls, diejenigen mit dem Bezugszeichen
3 einer rotorseitigen Anordnung eines Rotorspaltmoduls.
[0068] In Fig. 2 ist schematisch der Querschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 dargestellt.
Dieser Querschnitt liegt im Bereich einer Rotorscheibe R
v, die eine Verdichterstufe vor einer Brennkammer B des Flugzeugtriebwerkes darstellt.
[0069] Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, weist der Rotor R
v der Verdichterstufe Rotorblätter 5 auf, die in einem vorbestimmten Abstand T zueinander
angeordnet sind. Die Rotorblätter drehen sich in Drehrichtung D. Gehäuseseitig sind
die Rotorblätter 5 mit einem Ring aus Rotorspalt-Steuermodulen 6 umgeben. Das Rotorspalt-Steuermodul
ist in der Fig. 2, wie auch in den restlichen Figuren, der deutlicheren Darstellung
wegen gegenüber dem Rotor und dem Rotorspalt Vergrößert dargestellt. Typische Größen
für die Abmessungen des Rotorspait-Steuetmoduls liegen zwischen 0,5 und 50 mm, vorzugsweise
um die 10 bis 20 mm.
[0070] Beispielhaft wird nun der Aufbau eines Rotorspalt-Steuermoduls 6 anhand des in der
Fig. 2 mittleren Rotorspalt-Steuermoduls erläutert.
[0071] Das Rotorspalt-Steuermodul 6 weist ein Gehäuse 7 auf, welches das Rotorspalt-Steuermodul
6 an allen Seiten bis auf die den Rotorblättern 5 zugewandte Seite umgibt. Das Gehäuse
7 ist aus einem wärmelsollerenden und vorzugsweise auch schwingungsisollerenden Werkstoff
aufgebaut. Durch das Gehäuse 7 ist das Rotorspalt-Steuermodul als eine autarke Einheit
handhabbar. Um das Rotorspalt-Steuermodul 6 im Falle einer Wartung mechanisch und
elektrisch leicht mit anderen Modulen austauschen zu können, sind sämtliche Anschlüsse
an Gehäuse 7 standardisiert ausgeführt.
[0072] Der vom Gehäuse 7 umgebene Teil des Rotorspalt-Steuermoduls ist aus einem Mikrostruktursystem
aus Silicium oder einer Siliciumverbindung, wie Siliciumnitrid oder Siliciumcarbid,
hergestellt. Zur Herstellung können herkömmliche Verfahren der Mikrostrukturtechnik,
wie LIGA, Micromachining, Ätzvorgänge usw. verwendet werden.
[0073] Das Rotorblatt-Steuermodul 6 weist Dichtelemente 8 auf, die so ausgebildet sind,
dass sie in einer Betriebsstellung In den Rotorspalt S ragen. Die Dichtelemente 8
sind in Drehrichtung D des Rotors 5 wesentlich kleiner als der Abstand T zwischen
zwei Rotorblättern. Die Dichtelemente 8 werden aus einer dünnen Membran aus Silicium
oder einem siliciumhaltigen Werkstoff, wie Siliciumcarbid, gebildet und sind über
wenigstens eine Druckleitung 9 jeweils mit einer Aktuatorkammer 10 verbunden. Die
Wandstärke der Membran ist so bemessen, dass die Membran eine hohe Elastizität aufweist.
Die Aktuatorkammern 10 des jeweiligen Dichtelements 8 sind beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 2 voneinander durch eine Wand 11 voneinander getrennt. Durch die Zuordnung
möglichst weniger Dichtelemente 8 zu einer Aktuatorkammer 10 lassen sich die Dichtelemente
8 präziser ansteuem.
[0074] Die Dichtelemente 8 bilden zusammen keine kontinuierliche Dichtfläche, die der Umlaufbahn
U der Rotorblattspitzen 12 entspricht, sondern diskrete Dichtflächen, die voneinander
beabstandet sind und mit den Rotorblattspizen als Gegendichtflächen zusammenwirken.
Die Dichtelemente 8 sind, wie in Fig. 2 zu erkennen ist, In mehreren Reihen gestaffelt
angeordnet, so dass der Zwischenraum 8 zwischen zwei Dichtelementen einer Reihe durch
ein Dichtelement 8' einer anderen Reihe abgedeckt ist.
[0075] Die Aktuatorkammer 10 eines jeweiligen Dichtelements 8 ist über ein Ventil 13 mit
einer Druckkammer 14 verbunden. Die Aktuatorkammer 10, die Druckkammer 14 und das
Ventil 13 sind Bestandteile einer pneumatischen, also druckluftbetriebenen, Aktuatoreinheit
des Rotorspalt-Steuermoduls, durch die das Dichtelement 8 aktiv verstellt wird. Unter
einer aktiven Verstellung ist dabei eine Verstellung zu verstehen, für die Energie
von außerhalb oder von anderen Bereichen der Strömungsmaschine verwendet wird.
[0076] Die Ventile 13 sind bei einer Fertigung des Rotorspalt-Steuermoduls in Mikrostrukturtechnik
(MEMS-,
micro-electro-mechanical systems) Mikroventile, die in einem Stück mit dem Rotorspalt-Steuermodul gefertigt werden.
[0077] Die Ventile 13 öffnen auf ein Signal hin die Verbindung zwischen jeweils einer Aktuatorkammer
10 und der Druckkammer 14, so dass sich in der Aktuatorkammer 10 der jewells in der
Druckkammer 14 herrschende Druck ausbreitet.
[0078] Die Druckkammer 14 ist über eine Leitung 15 mit einer Druckquelle verbunden, die
mit einem Druck P beaufschlagt Ist. Das Gehäuse 7 weist ein standardisiertes Anschlusselement
auf, so dass ohne besondere Mittel eine Druckleitung mit der Leitung 15 verbunden
werden kann.
[0079] Wie In Fig. 2 zu erkennen ist, ist es aufgrund der geringen Größe der Mikrostrukturelemente
nicht notwendig, ihre dem Rotorspalt S zugewandte Fläche 16 kreissegmentförmig auszubüden.
Aufgrund der geringen Baugröße der Rotorblatt-Steuermodule in Drehrichtung wird bei
geringen Herstellkosten bereits eine gute Annäherung an die Umlaufbahn U der Rotorblattspitzen
12 erreicht. Es ist jedoch eine kreissegmentförmige Ausgestaltung der Fläche 16 möglich.
[0080] In Fig. 2 ist weiter der modulförmige Charakter des Rotorspalt-Steuermoduls zu erkennen.
Das Rotorspaft-Steuermodul blidet jeweils eine Baueinheit, die weitgehend autark ist
und einfach und kostengünstig gegen gleichartige Module ausgetauscht werden kann.
[0081] In Fig. 3 ist ein Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 2, also ein in axialer
Richtung A verlaufender Schnitt durch ein Rotorspalt-Steuermodul dargestellt.
[0082] In Fig. 3 Ist zu erkennen, dass in Richtung der Hauptströmung H die Abmessungen der
Dichtelemente auch wesentlich kleiner als die Komponente C der Sehne des Rotorblatts
5 sind. Die Dichtelemente 8 bilden ein Feld, das in seiner Gesamtheit zu einer guten
Abdichtung des Rotorspalts S führt. Einer Rotorblattspitze 12 als Gegendlchtfläche
sind bei ihrer Umdrehung jeweils mehrere Dichtelemente zugeordnet.
[0083] Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, sind jeweils zwei in Hauptströmungsrichtung H hintereinander
angeordnete Dichtelemente 8 mit einer Aktuatorkammer 10 verbunden. Jede dieser Aktuatorkammem
ist über ein Mikroventil 13 mit der Druckkammer 14 verbunden.
[0084] In der Fig. 3 sind die Membranen der Dichtelemente 8 in unterschiedlich In den Rotorspalt
S ausgefahrener Stellung dargestellt. Diese Stellungen entsprechen nicht einem tatsächlichen
Betriebszustand, sondern dienen lediglich der Veranschaulichung der Bewegung der Dichtelemente
8, die durch ein blasenförmiges Aufblähen der elastischen Membran entsteht.
[0085] Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, sind die Reihen der Dichtelemente 8 bzw. Dichtblasen
gestaffelt angeordnet, so dass eine durch das Feld der Dichtelemente 8 gerichtete
Strömung auf einen sehr hohen Strömungswiderstand trifft, der die Dichtwirkung der
Dichtelemente begründet. Zur Erhöhung der Dichtwirkung können auch mehrere Ringe aus
Rotorspalt-Steuermodulen vorhanden sein. Diese Ringe können relativ zueinander in
Umfangsrichtung verschoben sein, so dass das Rotorspalt-Steuermodul des einen Ringes
den Spalt zwischen zwei Rotorspalt-Steuermodulen des anderen Ringes überdeckt.
[0086] Wie in Fig. 3 weiter zu erkennen ist, bildet das Gehäuse 7 Befestigungsabschnitte
17 aus, die mit entsprechenden Abschnitten des Gehäuses 18 der Strömungsmaschine verbunden
werden können. Die dem Rotorspalt S zugewandte Fläche 16 des Rotorspalt-Steuerelements
6 schließt vorzugsweise bündig und spaltfrei mit dem Gehäuseelement 18 ab.
[0087] Damit das Rotorspalt-Steuermodul 6 eine autarke Einheit bildet, die unabhängig von
den anderen Rotorspalt-Steuermodulen des Ringes um den Rotor R
v eine Einstellung des Rotorspalts vornehmen kann, Ist das Rotorspaft-Steuermodul 6
mit einer Steuereinheit 19 sowie einer Sensoreinheit 20 versehen, die In Fig. 3 nur
schematisch dargestellt sind. Die Sensoreinheit 20 weist einen Drucksensor (nicht
gezeigt) zur Erfassung des Drucks im Rotorspalt, einen weiteren Drucksensor (nicht
gezeigt) zur Erfassung des Drucks in der Aktuatorkammer sowie einen Spaltmesssensor
(nicht gezeigt) auf, durch den die Größe des Rotorspalts S gemessen werden kann. Der
Spaltmesssensor kann auf optischer oder kapazitiver Basis, vorzugsweise als berührungsfrel
arbeiten.
[0088] In der Sensoreinheit 20 ist des weiteren ein Schwingungssensor (nicht gezeigt) integriert,
der auf optischem, kapazitivem oder akustischem (Ultraschall) Wege die Schwingungen
der Rotorblätter R und/oder der Rotorblattspitzen 5 erfasst. Es können alternativ
auch Schwingungssensoren zur Erfassung von Gehäuseschwingungen, von Naben-oder Wellenschwingungen
sowie von Schwingungen des Dichtelements selber vorgesehen sein.
[0089] Die Sensoreinheit 20 Ist mit einer Ausgangsschnittstelle versehen, über welche die
jeweiligen Sensoren Signale, die repräsentativ für die von ihnen jeweils erfassten
Messgrößen sind, über eine Datenleitung 21 ausgeben. Die Datenleitung 21 ist mit einer
Eingangsschnittstelle der Steuereinheit 19 verbunden. Die Steuereinheit 19 verarbeitet
die von der Sensoreinheit 20 empfangenen Daten und gibt über eine Ausgangsschnittstelle
Ausgangsdaten in Abhängigkeit von den Eingangsdaten und In einem Speicher abgespeicherten
Daten an eine Ausgangsleitung 22 aus. Die Ausgangsleitung 22 ist mit den Ventilen
13 der Aktuatoreinheit verbunden. Auf ein entsprechendes Signal aus der Ausgangsleitung
22 öffnen und schließen sich die Ventile 13.
[0090] Zur Versorgung der Steuereinheit 21 und der Sensoreinheit 20 sowie der Mikroventile
13 kann eine interne Energiequelle 22 In Form eines Mittels zur Stromerzeugung im
Rotorspalt-Steuermodul vorhanden sein. Dieses Mittel kann, wie In Fig. 3 dargestellt,
in Form einer Spule ausgebildet sein, die über ein von außen angelegtes Magnetfeld
Energie erzeugt.
[0091] Die Steuereinheit 20 weist ferner einen Datenbus 23 auf, der an die Gehäuseaußenselte
7 geführt ist, so dass über den Bus eine Verbindung mit externen Steuerelementen sowie
mit anderen Rotorspalt-Steuermodulen stattfinden kann. Die Datenleitungen 21 und 22
sowie der Datenbus 23 können auch Teil eines durchgängigen Datenbusses sein, der alle
Komponenten des Rotorblatt-Steuermoduls miteinander verbindet. Die Energiequelle,
die Aktuatoreinheit mit den Mikroventilen, die Steuereinheit 19 und die Sensoreinheit
20 können alle Elemente eines als einstückiges Mikrosystem aufgebauten Rotorspalt-Steuermoduls
darstellen und innerhalb eines einzigen Fertigungsschrittes im wesentlichen gleichzeitig
aufgebaut werden.
[0092] Der Datenbus kann auch als eine Funkübertragungsstrecke (nicht gezeigt) ausgebildet
sein, bei der die Daten berührungsfrel in Form elektromagnetischer Wellen an eine
Empfangsstation weitergegeben werden. In diesem Fall ist eine Sendeeinheit in die
Steuereinheit integrier. Um einen bidirektionalen Datenfluss über die Funkübertragungsstrecke
zu ermöglichen, ist die Steuereinheit 20 mit einem Funkempfänger versehen.
[0093] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rotorspaft-Steuermoduls
in einem Axialschnitt dargestellt.
[0094] Im Folgenden wird der Einfachheit halber lediglich auf die Unterschiede zum ersten
Ausführungsbeispiel, wie es beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist, eingegangen.
Dabei werden für die gleichen Bauelemente wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen
die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0095] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel weist das Rotorspalt-Steuermodul 6
der Fig. 4 zwei Druckkammern 24, 25 auf, wobei die eine Druckkammer 24 eine mit einem
Druck P
1 beaufschlagte Überdruckkammer und die Kammer 25 eine mit einem Unterdruck P
2 beaufschlagte Unterdruckkammer ist. Der Druck P
1 ist größer als der Druck P
R im Bereich des Rotorspalts. Der Druck P
2 ist kleiner als der Druck P
R. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 4 sind die Überdruckkammer 24 und die Unterdruckkammer
25 jeweils mit zwei Mikroventilen 13 mit der Aktuatorkammer 10 verbunden. Durch das
Vorsehen von zwei Ventilen ist ein schneller Druckausgleich zwischen jeweils der Aktuatorkammer
10 und der Unter- oder Überdruckkammer 24, 25 möglich.
[0096] Die Überdruckkammer 24 ist mit einem Bereich der Strömungsmaschine verbunden, In
dem beim Betrieb der Strömungsmaschine ein höherer Druck als im Bereich des Rotorspaltes
herrscht. Die Unterdruckkammer 25 dagegen Ist mit einem Bereich der Strömungsmaschine
verbunden, der beim normalen Betrieb der Strömungsmaschine mit einem niedrigeren Druck
als dem Druck im Bereich des Rotorspalts beaufschlagt ist.
[0097] Unabhängig vom Aufbau mit den beiden Druckkammern ist in der Fig. 4 eine weitere
Möglichkeit der Energieerzeugung Innerhalb des Rotorspalt-Steuermoduls dargestellt:
[0098] Die Überdruckkammer 24 ist über eine Mikroturbine 30, die ebenfalls In Mikrostrukturtechnik
ausgeführt sein kann, mit der Unterdruckkammer 25 verbunden. Durch die Mikroturbine
30 findet eine stetige Ausgleichsströmung zwischen der Überdruckkammer 24 und der
Unterdruckkammer 25 statt, welche die Mikroturbine antreibt und zur Erzeugung von
Energie für die Steuereinheit 19, die Sensoreinheit 20 und die Mikroventfle 13 beiträgt
oder die Energieversorgung des Rotorspalt-Steuermoduls alleine bewerkstelligt. Zur
Energieerzeugung kann die Mikroturbine 30 mit einem magnetischen Rotor 31 versehen
sein, der über eine Spule 32 Strom erzeugt. Dieser Aspekt der Energieerzeugung ist
auch unabhängig von der Verwendung des Rotorspalt-Steuermoduls 6 vorteilhaft.
[0099] Die Ausgleichsströmung durch die Mikroturbine 30 hindurch ist so gering, dass der
Wirkungsgrad der Strömungsmaschine nicht beeinflusst wird.
[0100] In Fig. 5 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rotorspalt-Stauermoduls
gezeigt. Es wird der Einfachheit halber wiederum nur auf die Unterschiede zu den vorangegangenen
Ausführungsbeispielen eingegangen, wobei für gleiche Bauelemente die gleichen Bezugszeichen
wie bei den obigen Ausführungsbeispielen verwendet werden.
[0101] Ein erster Unterschied des dritten Ausführungsbeispiels zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen
besteht darin, dass mehrere Dichtelemente 8 jeweils von einem Hüllkörper 35 umgeben
sind, der aus einem abriebfesten Material besteht. Der Hüllkörper 35 schützt die Dichtelemente
8 vor einer Berührung mit der Rotorblattspitze 12. Unabhängig vom Hüllkörper 35 besteht
ein weiterer Unterschied des dritten Ausführungsbeispiels zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen
in der Anordnung der Druckkammern 24, 25.
[0102] Da die Überdruckkammer 25 meist mit einem wärmeren Fluid als die Unterdruckkammer
24 beaufschlagt ist, wird durch die Anordnung der Überdruckkammer 25 innerhalb der
Unterdruckkammer 24 ein Temperaturausgleich erzielt.
[0103] Die Unterdruckkammer 24 umgibt zumindest abschnittsweise die Überdruckkammer 25,
so dass das Rotorspalt-Steuermodul nicht überhitzt. Das Rotorspalt-Steuermodul 6 der
Fig. 5 weist außerdem kein Gehäuse 7 auf, sondern ist als Mikrostrukturblock bereits
in der entsprechenden standardisierten Form aufgebaut.
[0104] Im Folgenden wird die Funktion des erfindungsgemäßen Rotorspait-Steuermoduls anhand
des Ausführungsbeispiels, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, beschrieben:
[0105] Der Spaltsensor der Sensoreinheit 19 misst die Größe des Rotorspalts zwischen der
Rotorspaltspitze 12 und den Dichtelementen 8 und leitet den Messwert über die Datenleitung
21 an die Steuereinheit 19 weiter. Die Steuereinheit 19 vergleicht diesen Messwert
mit einprogrammierten Schwellenwerten und gibt in Abhängigkeit von diesem Vergleich
ein Ausgangssignal über die Datenleitung 22 an die Aktuatoreinheit mit den Mikroventilen
13 aus. Die Schwellenwerte können in der Steuereinheit 19 fest abgelegt sein, oder
aber über den Datenbus 23 in Abhängigkeit von der Betriebsdauer ständig aktualisiert
werden.
[0106] Verringert sich der Rotorspalt unter einen vorgegebenen unteren Schwellenwert, so
bedeutet dies, dass der Rotorspalt zu klein ist und demzufolge die Dichtelemente 8
aus dem Rotorspalt hinausbewegt werden müssen. Hierzu sendet die Steuereinheit 19
Signale an die Mikroventile 13 aus, die die Unterdruckkammer 24 mit der Aktuatorkammer
10 verbinden. Die Luft strömt aus der Aktuatorkammer heraus, da sich der Druck in
der Kammer absenkt. Die Membran des Dichtelements 8 zieht sich zusammen, so dass sich
der Rotorspalt S vergrößert. Zu einer feineren Regelung können auch mehrere Schwellenwerte
in der Steuereinheit 19 abgelegt sein, die in einer Weiterbildung in Abhängigkeit
von den in der Strömungsmaschine gerade vorherrschenden Betriebsparametern zur Einstellung
des für diese Betriebsparameter optimalen Rotorspalt verwendet werden.
[0107] Die Sensoreinheit 20 überwacht permanent den Druck in der Aktuatorkammer und die
Größe des Rotorspalts. Wird beim Vergleich durch die Steuereinheit 19 festgestellt,
dass die vorgegebene Rotorspaltbreite erreicht wird, so wird das geöffnete Mikroventil
13 wieder geschlossen und der Druck In der Aktuatorkammer konstant gehalten.
[0108] Liegt dagegen der vom Spaltsensor gemessene Wert des Rotorspalts oberhalb eines vorgegebenen
Schwellenwert, so bedeutet dies, dass der Rotorspalt S zu groß ist. Folglich öffnet
die Steuereinheit 19 die Mikroventile 13, welche die Aktuatorkammer 10 mit der Überdruckkammer
25 verbinden. Dadurch erhöht sich der Druck in der Aktuatorkammer 10, und die Membranen
der Dichtelemente weiten sich unter dem Druckelnfluss und bilden eine Dichtblase.
Die Dichtelemente dehnen sich In Richtung des Rotorspaltes aus und verkleinern den
Spalt. Wenn der gemessene Wert des Rotorspalts wieder innerhalb der beiden Schwellenwerte
liegt, wird das offene Ventil wieder geschlossen.
[0109] Der obere Schwellenwert kann beispielsweise im Bereich zwischen 0,3 und 2 mm, der
untere Schwellenwert im Bereich zwischen 0,1 und 0,7 mm liegen.
[0110] Über die Überwachung des Drucks in der Aktuatorkammer 10 kann ein Fehlersignal über
die Steuereinheit 19 ausgegeben werden. Stimmt der Druck der Aktuatorkammer 10 stets
mit dem Druck P
R im Bereich des Rotors überein, so liegt eine Undichtigkeit vor und das Element muss
ausgetauscht werden.
[0111] Durch dieses Verfahren regelt das Rotorspalt-Steuermodul die Größe des Rotorspalts
S automatisch bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen auf einen optimalen Wert.
Die Logik in der Steuereinheit 19 ist vorzugsweise auf einfache Vergleichsarithmetik
beschränkt, so dass die Steuereinheit einfach aufgebaut und die Steueraigorithmen
schnell ausführbar sind.
[0112] Durch die Integration von Steuereinheit, Sensoreinheit und Energlequeile im Rotorspalt-Steuermodul
wird eine vollkommen autarke Regelung des Rotorspalts durch ein austauschbares Modul
erreicht.
[0113] Diese Funktionalität wird ergänzt durch die Möglichkeit der Überwachung von Bauteilen
der Strömungsmaschine durch weitere Sensoren, wie beispielsweise dem Schwingungssensor.
Dadurch kann zum einen der Betriebszustand der Strömungsmaschine während des Betriebs
überwacht werden, um rechtzeitig vor Ausfällen von Bauteilen zu warnen oder um auf
fällige Wartungsarbeiten hinzuweisen. Zum anderen kann bei dieser Weiterbildung auch
Ober eine Auswertung der Ergebnisse der Betrieb der Strömungsmaschine optimiert werden.
[0114] Durch Datenleitungen sind mehrere Rotorspalt-Module miteinander vemetzbar, so dass
auch eine synchronisierte Betätigung mehrerer Rotorspalt-Steuermodule erreicht wird
und die Daten eines einzelnen Rotorspalt-Steuermoduls weiteren Modulen zur Verfeinerung
der Steuerung zur Verfügung gestellt werden können.
[0115] Die einfache Steuerungslogik und die kleinen bewegten Massen der erfindungsgemäßen
Rotorspalt-Steuermodule ermöglichen ein Ansprechverhalten, das im Bereich der Blattfrequenz
des Rotors liegt, so dass es möglich ist, den Rotorspalt an einzelne Rotorblätter
anzupassen.
[0116] In den Figuren 6 und 7 ist eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Rotorspalt-Steuermodule
in einer der obigen Ausgestaltungen als Wellendichtmodul gezeigt.
[0117] Fig. 6 zeigt einen Axialschnitt durch die Welle und die Dichtmodule.
[0118] Wie beim Rotorspalt-Steuermodul, so können auch bei der Verwendung als Wellendichtmodul
mehrere Reihen von Rotorspalt-Steuermodulen hintereinander angeordnet werden. Der
einzige Unterschied zum Rotorspalt-Steuermodul besteht darin, dass die Gegendichtfläche
bei dieser Anwendung im wesentlichen durchgängig ist.
[0119] Durch die gestaffelte Anordnung der Dichtelemente 8 ist eine gute Abdichtung gegen
die Weitenoberflärhe 40 erreichbar.
[0120] Um eine Abdichtung auch im Übergangsbereich zwischen zwei In. Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden
Dichtmodulen zu erreichen, sind die Dichtmödule gestaffelt angeordnet, so dass jeweils
ein Dichtelement 8" der einen Reihe in den Bereich zwischen zwei Dichtmodulen 6 einer
anderen Reihe fallen.
[0121] Wird ein abriebfestes Material für die Dichtelemente 8 verwendet, so können die Dichtelemente
8 die Wellenoberfläche 40 auch direkt berühren. Durch den Aufbiasdruck in der Membran
wird auf diese Weise die Anpresskraft der Dichtelemente auf die Gegendichtfläche geregelt.
[0122] In Fig. 7 ist ein Weliendichtmodul mit dem Aufbau des Rotorspalt-Steuermoduls der
Fig. 5 In einem Axialschnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 6 gezeigt.
[0123] Wie In Fig. 7 zu erkennen ist, bildet die Welle einen Dichtabsatz 41 aus, an dem
zwei Reihen von zu einem Ring zusammengeschlossenen Dichtmodulen ausgebildet sind,
die analog zu einem Rotorspalt-Steuermodul ausgebildet sind. Auch hier besteht die
Dichtfläche aus einer Vielzahl von diskreten Flächen und beruht die Dichtwirkung auf
einer Erhöhung des Strömungswiderstandes bei einer Bewegung von Fluidteilchen durch
die Dichtelemente hindurch.
[0124] Das schnelle Ansprechverhalten der Dichtmodule erlaubt eine gute Abdichtung auch
bei einer Exzentrizität oder bei Biegeschwingungen der Welle, da die Dichtelemente,
wie oben am Beispiel der Rotorspaltsteuerung ausgeführt, sofort auf eine Bewegung
der Welle und damit einer Änderung des Dichtungsspaltes reagieren.
1. Rotorspalt Steuermodul (6) zum Einbau In eine von einem Fluid in einer Hauptströmungsrichtung
(H) durchströmte Strömungsmaschine (1), welche einen drehbaren Rotor (R) mit In Drehrichtung
(D) des Rotors zueinander vorbestimmt beabstandete Rotorblätter (5) und ein den Rotor
unter Ausbildung eines Rotorspaltes (S) zumindest abschnittsweise umgebendes Gehäuse
(G) aufweist, wobei das Rotorspalt-Steuermodul wenigstens ein den Rotorspalt abschnittsweise
begrenzendes und in den Rotorspalt hineinbewegliches Dichtelement (8) und eine im
Betrieb das Dichtelement bewegende Aktuatoreinheit (10, 13, 14, 15) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessung des wenigstens einen Dichtelements (8) in Drehrichtung (D) des Rotors
(R) kleiner als der Abstand (T) zweier aufeinanderfolgender Rotorblätter (5) ist.
2. Rotorspalt Steuermodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessung des wenigstens einen Dichtelements (8) In Hauptströmungsrichtung (H)
des Rotors (R) kleiner als die Schaufeltiefe (C) eines Rotorblattes (5) in Hauptströmungsrichtung
(H) ist.
3. Rotorspalt Steuermodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorspalt Steuermodul in Hauptströmungsrichtung (H) des Rotors wenigstens zwei
Dichtelemente (8) hintereinander aufweist, die sich in Drehrichtung (D) des Rotors
(R) zumindest abschnittsweise überlappen.
4. Rotorspalt Steuermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorspalt Steuermodul (6) ein Gehäuse (7) aufweist, in dem die Aktuatoreinheit
aufgenommen Ist und dessen Abmessung in Drehrichtung kleiner als der Abstand zweler
aufeinanderfolgender Rotorblätter ist.
5. Rotorspalt Steuermodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorspalt Steuermodul (6) ein Gehäuse (7) aufweist, in dem die Aktuatoreinheit
aufgenommen Ist und dessen Abmessung in Hauptströmungsrichtung größer als die Schaufeltiefe
eines Rotorblattes In Hauptströmungsrichtung ist.
6. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse eine den Rotorblattspitzen (12) gegenüberllegende Fläche (16) ausbildet,
in der das wenigstens eine Dichtelement (8) angeordnet Ist.
7. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorspalt-Steuermodul ein Feld von Dichtelementen aufweist.
8. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente in der Dichtstellung voneinander beabstandet sind und ein Labyrinth
mit erhöhtem Strömungswiderstand bilden.
9. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoreinheit (10, 13, 14, 15) als eine pneumatische Verstelleinheit mit wenigstens
einer mit einem Fluiddruck beaufschlagbaren Aktuatorkammer (10) versehen ist, wobei
der Fluiddruck in der Aktuatorkammer mittelbar oder unmittelbar auf das wenigstens
eine Dichtelement (8) einwirkt.
10. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass das wenigstens eine Dichtelement eine elastische Membran umfasst, die in einer Dichtstellung
in den Rotorspalt (S) vorgewölbt ist.
11. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran mit der Aktuatorkammer druckübertragend verbunden ist.
12. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran aus Silizium oder aus einem siliziumhaltigen Werkstoff gefertigt ist.
13. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoreinheit wenigstens eine Überdruckkammer (14) aufweist, die im Betrieb
mit einem Druck (P1) beaufschlagt, ist, der größer als der Druck (PR) Im Bereich des Rotors ist, und die Ober wenigstens ein Ventil (13) mit der Aktuatorkammer
verbunden ist.
14. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 9 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das die Aktuatoreinheit wenigstens eine Unterdruckkammer (15) aufweist, die im Betrieb
mit einem Druck (P2) beaufschlagt, ist, der kleiner als der Druck (PR) Im Bereich des Rotors ist, und die über wenigstens ein Ventil (13) mit der Aktuatorkammer
verbunden ist.
15. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Überdruckkammer (14) zumindest abschnittsweise von der Unterdruckkammer (15)
umgeben ist.
16. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil als ein aus Silizium oder siliziumhaltigen Werkstoff gefertigtes Mikroventil
(13) ausgestaltet ist.
17. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoreirlheit eine elektronische Eingangsschnittstelle aufweist, über die
im Betrieb Signale zur Verstellung des wenigstens einen Dichtelements (8) an die Aktuatoreinheit
geleitet sind.
18. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Rotorspalt-Steuermodul ein Mittel zur Stromerzeugung (30, 32) vorgesehen ist,
durch das im Betrieb elektrische Energie zum Betrieb des Rotorspalt-Steuermoduls erzeugbar
ist.
19. Fiotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Stromerzeugung als eine Mikroturbine (30) ausgebildet ist, die zwischen
der wenigstens einen Überdruckkammer und der wenigstens einen Unterdruckkammer angeordnet
ist.
20. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Stromerzeugung eine im Betrieb von außerhalb des Rotorspalt-Steuermoduls
erregte Spule (32) ausgebildet ist.
21. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinheit (20) mit wenigstens einem Spaltmesssensor vorgesehen Ist, wobei
durch den Spaltmesssensor Im Betrieb die Größe des Rotorspalts erfassbar und ein für
die Größe des Rotorspaltes repräsentatives Signal ausgebbar ist.
22. Rotorspalt-Steuermodui nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinheit (20) mit wenigstens einem Drucksensor vorgesehen ist, wobei durch
den Drucksensor im Betrieb der Druck Im Bereich des Rotors und/oder der Druck In der
Aktuatorkammer erfassbar und ein für die Größe des Druckes Im Bereich des Rotors und/oder
In der Aktuatorkammer repräsentatives Signal ausgebbar Ist.
23. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinheit mit wenigstens einem Lageerfassungssensor vorgesehen ist, durch
den im Betrieb die Lage des wenigstens einen Dichtelements Im Rotorspalt erfassbar
und ein die Lage des Dichtelements Im Rotorspalt repräsentierendes Signal ausgebbar
ist.
24. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinheit mit wenigstens einem Schwingungssensor.vorgesehen ist, durch den
im Betrieb die Schwingungsamplitude und/oder die Schwingungsfrequenz eines Rotorblattes
(R) erfassbar und ein die Schwingungsamplitude und/oder die Schwingungsfrequenz repräsentierendes
Signal ausgebbar ist.
25. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (19) mit einer Eingangssehnittstelle und einer Ausgangsschnittstelle
vorgesehen ist, wobei im Betrieb die Eingangsschnittstelle datenübertragend mit einer
Ausgangsschnittstelle einer Sensoreinheit mit Sensoren zur Erfassung von Betriebsparametern
der Strömungsmaschine und die Ausgangsschnittstelle mit einer Eingangsschnittstelle
der Aktuatoreinheit zur Betätigung des wenigstens einen Dichtelements verbunden ist.
26. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (19) einen Datenbus (23) mit einem Anschluss aufweist, wobei Ober
den Anschluss externe Geräte datenübertragend an den Datenbus anschließbar sind.
27. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (19) einen als Funkstrecke ausgestalteten Datenbus aufweist und
die Eingangsschnittstelle einen Funkempfänger und/oder die Ausgangschnittstelle einen
Funksender umfasst.
28. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorspalt-Steuermodul in Mikrostrukturtechnik aufgebaut ist.
29. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit einstückig in das Rotorspait-Steuermodul integriert ist.
30. Rotorspalt-Steuermodul nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Energieerzeugung einstückig In das Rotorspalt-Steuermodul integriert
ist.
31. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikroventil einstückig in das Rotorspalt-Steuermodul integriert ist.
32. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der Ansprüche 28 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit einstückig in das Rotorspalt-Steuermodul integriert ist.
33. Rotorspalt-Steuermodul nach einem Ansprüche 28 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorspalt-Steuermodul im wesentlichen aus Silizium oder einem siliziumhaltigen
Werkstoff aufgebaut Ist.
34. Rotorspalt-Steuermodul nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Rotorspalt-Steuermodul zwischen dem Dichtelement und dem Rotorspalt ein Hüllkörper
angeordnet ist, der eine Mehrzahl von Dichtelementen umgibt.
35. Rotorspalt-Steuenmodul nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass der Hüllkörper als eine Im wesentlichen elastische Membran ausgebildet Ist.
36. Strömungsmaschine (1) mit einem drehbaren Rotor (R), mit einem den Rotor unter Ausbildung
eines Rotorspaites (S) umgebenden Gehäuse (G) und mit einem Rotorspalt-Steuermodul
(6), dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorspalt-Steuermodul (6) nach einem der oben genannten Ansprüche aufgebaut
und Im Bereich des Rotorspaltes angeordnet ist.
37. Strömungsmaschine nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Rotorspalt Steuermodulen (6) vorgesehen sind, die zu einem den
Rotorspalt umgebenden Ring zusammengeschlossen sind, wobei die Dichtelemente (6) ein
Feld von diskreten, voneinander beabstandeten Dichtflächen ausbilden.
38. Strömungsmaschine nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Ringe aus Rotorspalt-Steuermodulen (6) gebildet sind, die den Rotorspalt umgeben.
39. Strömungsmaschine nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ringe in Umfangsrichtung zueinander versetzt sind.
40. Strömungsmaschine nach einem der Ansprüche 36 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorspalt-Steuermodule des Ringes über einen Datenbus miteinander verbunden
sind.
41. Verwendung des Rotorspait-Steuermoduls nach einem der oben genannten Ansprüche zur
Abdichtung einer durchgängigen Dichtfläche eines Drehkörpers.
42. Verwendung des Rotorspalt-Steuermoduls nach einem der Ansprüche 1 bis 40 zur Überwachung
der Strömungsmaschine.
43. Verfahren zur Steuerung der Weite eines Rotorspalts bei einer Strömungsmaschine, bei
welcher der Rotorspalt zwischen einem sich drehenden Rotor und einem Gehäuse gebildet
wird, wobei zur Verringerung des Rotorspaltes ein Dichtelement eines Rotorspalt-Steuermoduls
in den Rotorspalt mittels Druckluft hineinbewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Spaltmesssensors des Rotorspalt-Steuermoduls die momentane Größe des
Rotorspalts an einer Stelle gemessen und in Signalform an eine Steuereinheit weitergeleitet
wird, dass die Steuereinheit in Abhängigkeit vom Signal des Spaltmesssensors ein Betätigungssignal
an eine dieser Stelle zugeordneten Aktuatoreinheit ausgibt, worauf die Aktuatoreinheit
In Abhängigkeit des Signals von der Steuereinheit das Dichtelement mittels der Druckluft
in den Rotorspalt hinein oder hinaus bewegt.
44. Verfahren nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Druckluft eine Membran des Dichtelements aufgeblasen wird und den Rotorspalt
abschnittsweise verkleinert.
45. Verfahren nach Anspruch 43 oder 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit In Abhängigkeit vom Signal des Spaltmesssensors das Dichtelement
mit einem Überdruck oder einem Unterdruck beaufschlagt wird.
46. Verfahren nach einem der Ansprüche 43 bis 45, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung des Rotorspalts ein Feld von diskreten, voneinander beabstandeten
Dichtelementen bewegt wird.
47. Verfahren nach einem der Ansprüche 43 bis 46, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement oder eine Teilmenge der Dichtelemente jeweils unabhängig voneinander
angesteuert werden.
48. Verfahren nach einem der Ansprüche 43 bis 47, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungen der Rotorblätter (R) von dem Rotorspalt-Steuermodul gemessen werden.
49. Verfahren nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, dass die Messergebnisse der Schwingungsmessung über eine Funkstrecke nach außerhalb des
Rotorspalt-Steuermoduls übertragen werden.
50. Verfahren nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, dass die Messergebnisse in der Steuereinheit bis wenigstens zum Ende des Einsatzes der
Strömungsmaschine zwischengespeichert werden.
1. Rotor gap control module (6) for installation in a turbomachine (1), through which
a fluid flows in a main flow direction (H) and which has a rotatable rotor (R) with
rotor blades (5) spaced at a predetermined distance from one another in the direction
of rotation (D) of the rotor and a casing (G) surrounding the rotor at least in sections
with the formation of a rotor gap (S), the rotor gap control module comprising at
least one seal element (8) limiting the rotor gap in sections and movable into the
rotor gap and an actuator unit (10, 13, 14, 15) moving the seal element in operation,
characterized in that the dimension of the at least one seal element (8) in the direction of rotation (D)
of the rotor (R) is smaller than the spacing (T) of two consecutive rotor blades (5).
2. Rotor gap control module according to claim 1, characterized in that the dimension of the at least one seal element (8) in the main flow direction (H)
of the rotor (R) is smaller than the blade depth (C) of a rotor blade (5) in the main
flow direction (H).
3. Rotor gap control module according to claim 1 or 2, characterized in that the rotor gap control module in the main flow direction (H) of the rotor has at least
two seal elements (8) one behind the other, which overlap in the direction of rotation
(D) of the rotor (R) at least in sections.
4. Rotor gap control module according to one of claims 1 to 3, characterized in that the rotor gap control module (6) has a casing (7), in which the actuator unit is
located and the dimension of which in the direction of rotation is smaller than the
spacing of two consecutive rotor blades.
5. Rotor gap control module according to one of claims 1 to 3, characterized in that the rotor gap control module (6) has a casing (7), in which the actuator unit is
located and the dimension of which in the main flow direction is larger than the blade
depth of a rotor blade in the main flow direction.
6. Rotor gap control module according to claim 4 or 5, characterized in that the casing forms a surface (16) lying opposite the rotor blade tips (12), in which
surface the at least one seal element (8) is arranged.
7. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that the rotor gap control module has an array of seal elements.
8. Rotor gap control module according to claim 7, characterized in that the seal elements in the sealing position are spaced at a distance from one another
and form a labyrinth with increased flow resistance.
9. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that the actuator unit (10, 13, 14, 15) is provided as a pneumatic adjusting unit with
at least one actuator chamber (10) that can be acted upon by a fluid pressure, the
fluid pressure in the actuator chamber acting indirectly or directly on the at least
one seal element (8).
10. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that the at least one seal element comprises an elastic membrane, which is deflected forward
into the rotor gap (S) in a sealing position.
11. Rotor gap control module according to claim 9 and 10, characterized in that the membrane is connected to the actuator chamber in a pressure-transferring manner.
12. Rotor gap control module according to claim 10 or 11, characterized in that the membrane is manufactured from silicon or a material containing silicon.
13. Rotor gap control module according to claim 9, characterized in that the actuator unit has at least one excess pressure chamber (14), which is acted upon
in operation by a pressure (P1) that is greater than the pressure (PR) in the region of the rotor, and which is connected via at least one valve (13) to
the actuator chamber.
14. Rotor gap control module according to claim 9 or 13, characterized in that the actuator unit has at least one negative pressure chamber (15), which is acted
upon in operation by a pressure (P2) that is smaller than the pressure (PR) in the region of the rotor, and which is connected via at least one valve (13) to
the actuator chamber.
15. Rotor gap control module according to claim 13 and 14, characterized in that the excess pressure chamber (14) is surrounded at least in sections by the negative
pressure chamber (15).
16. Rotor gap control module according to claim 13 or 14, characterized in that the valve is formed as a microvalve (13) manufactured from silicon or material containing
silicon.
17. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that the actuator unit has an electronic input interface, via which in operation signals
for adjusting the at least one seal element (8) are routed to the actuator unit.
18. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that in the rotor gap control module a means for generating power (30, 32) is provided,
by means of which electrical energy can be generated in operation to operate the rotor
gap control module.
19. Rotor gap control module according to claim 18, characterized in that the means for generating power is formed as a microturbine (30), which is arranged
between the at least one excess pressure chamber and the at least one negative pressure
chamber.
20. Rotor gap control module according to claim 18, characterized in that the means for generating power is formed as a coil (32) excited in operation from
outside the rotor gap control module.
21. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that a sensor unit (20) with at least one gap measuring sensor is provided, the size of
the rotor gap being detectable in operation by the gap measuring sensor and a signal
representative of the size of the rotor gap being able to be output.
22. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that a sensor unit (20) with at least one pressure sensor is provided, the pressure in
the region of the rotor and/or the pressure in the actuator chamber being detectable
by the pressure sensor in operation and a signal representative of the magnitude of
the pressure in the region of the rotor and/or in the actuator chamber being able
to be output.
23. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that a sensor unit with at least one position detection sensor is provided, by means of
which the position of the at least one seal element in the rotor gap is detectable
in operation and a signal representing the position of the seal element in the rotor
gap is able to be output.
24. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that a sensor unit with at least one vibration sensor is provided, by means of which the
vibration amplitude and/or the vibration frequency of a rotor blade (R) is detectable
in operation and a signal representing the vibration amplitude and/or the vibration
frequency is able to be output.
25. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that a control unit (19) with an input interface and an output interface is provided,
wherein in operation the input interface is connected in a data-transferable manner
to an output interface of a sensor unit with sensors for the detection of operating
parameters of the turbomachine and the output interface is connected to an input interface
of the actuator unit for actuation of the at least one seal element.
26. Rotor gap control module according to claim 25, characterized in that the control unit (19) has a data bus (23) with a connection, external appliances
being connectable in a data-transferable manner via the connection to the data bus.
27. Rotor gap control module according to claim 25, characterized in that the control unit (19) has a data bus formed as a radio link and the input interface
comprises a radio receiver and/or the output interface comprises a radio transmitter.
28. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that the rotor gap control module is constructed in microstructure technology.
29. Rotor gap control module according to claim 28, characterized in that the control unit is integrated in one piece into the rotor gap control module.
30. Rotor gap control module according to claim 28 or 29, characterized in that the means for generating energy is integrated in one piece into the rotor gap control
module.
31. Rotor gap control module according to one of claims 28 to 30, characterized in that the microvalve is integrated in one piece into the rotor gap control module.
32. Rotor gap control module according to one of claims 28 to 31, characterized in that the sensor unit is integrated in one piece into the rotor gap control module.
33. Rotor gap control module according to one of claims 28 to 32, characterized in that the rotor gap control module is constructed substantially from silicon or a material
containing silicon.
34. Rotor gap control module according to one of the above claims, characterized in that an enveloping body is arranged on the rotor gap control module between the seal element
and the rotor gap, which body surrounds a plurality of seal elements.
35. Rotor gap control module according to claim 34, characterized in that the enveloping body is formed as a substantially elastic membrane.
36. Turbomachine (1) with a rotatable rotor (R), with a casing (G) surrounding the rotor
with the formation of a rotor gap (S) and with a rotor gap control module (6), characterized in that the rotor gap control module (6) is constructed and arranged in the region of the
rotor gap according to one of the above claims.
37. Turbomachine according to claim 36, characterized in that a plurality of rotor gap control modules (6) are provided, which are combined to
form a ring surrounding the rotor gap, the seal elements (8) forming an array of discrete
sealing surfaces spaced at a distance from one another.
38. Turbomachine according to claim 37, characterized in that two rings of rotor gap control modules (6) are formed, which surround the rotor gap.
39. Turbomachine according to claim 38, characterized in that the two rings are staggered in relation to one another in a circumferential direction.
40. Turbomachine according to one of claims 36 to 38, characterized in that the rotor gap control modules of the ring are connected to one another via a data
bus.
41. Use of the rotor gap control module according to one of the above claims to seal a
uniform sealing face of a rotating body.
42. Use of the rotor gap control module according to one of claims 1 to 40 to monitor
the turbomachine.
43. Method for controlling the width of a rotor gap in a turbomachine, in which the rotor
gap is formed between a rotating rotor and a casing, a seal element of a rotor gap
control module being moved by means of compressed air into the rotor gap to reduce
the rotor gap, characterized in that by means of a gap-measuring sensor of the rotor gap control module the momentary
size of the rotor gap is measured at a point and is routed in signal form to a control
unit, that the control unit outputs an actuating signal depending on the signal of
the gap measuring sensor to an actuator unit assigned to this point, whereupon the
actuator unit moves the seal element by means of the compressed air into or out of
the rotor gap depending on the signal from the control unit.
44. Method according to claim 43, characterized in that a membrane of the seal element is inflated by the compressed air and reduces the
rotor gap in sections.
45. Method according to claim 43 or 44, characterized in that the control unit acts upon the seal element with an excess pressure or a negative
pressure depending on the signal of the gap measuring sensor.
46. Method according to one of claims 43 to 45, characterized in that to set the rotor gap an array of discrete seal elements spaced at a distance from
one another is moved.
47. Method according to one of claims 43 to 46, characterized in that the seal element or a partial quantity of seal elements are activated independently
of one another in each case.
48. Method according to one of claims 43 to 47, characterized in that the vibrations of the rotor blades (R) are measured by the rotor gap control module.
49. Method according to claim 48, characterized in that the measuring results of the vibration measurement are transmitted via a radio link
to outside the rotor gap control module.
50. Method according to claim 48, characterized in that the measuring results are stored temporarily in the control unit until at least the
end of the use of the turbomachine.
1. Module de commande de jeu de rotor (6) pour montage dans une turbomachine (1) traversée
par un fluide dans une direction d'écoulement principale (H), qui présente un rotor
(R) pivotant avec des pales de rotor (5) disposées à distance les unes des autres
de manière prédéterminée dans le sens de rotation (D) du rotor, ainsi qu'un boîtier
(G) entourant le rotor du moins par segments en formant un jeu de rotor (S), le module
de commande de jeu de rotor comprenant au moins un élément d'étanchéité (8) qui délimite
le jeu de rotor par segments et peut être déplacé dans le jeu de rotor, ainsi qu'une
unité d'actionnement (10, 13, 14, 15) pour déplacer l'élément d'étanchéité pendant
le fonctionnement,
caractérisé en ce que
la dimension de l'au moins un élément d'étanchéité (8) dans le sens de rotation (D)
du rotor (R) est inférieure à la distance (T) entre deux pales de rotor (5) successives.
2. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la dimension de l'au moins un élément d'étanchéité (8) dans la direction d'écoulement
principale (H) du rotor (R) est inférieure à la profondeur (C) d'une pale de rotor
(5) dans la direction d'écoulement principale (H).
3. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le module de commande de jeu de rotor dans la direction d'écoulement principal (H)
du rotor présente au moins deux éléments d'étanchéité (8) successifs qui, dans le
sens de rotation (D) du rotor (R), se chevauchent du moins partiellement.
4. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le module de commande de jeu de rotor (6) présente un boîtier (7) qui loge l'unité
d'actionnement et dont la dimension, dans le sens de rotation, est inférieure à la
distance entre deux pales de rotor successives.
5. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le module de commande de jeu de rotor (6) présente un boîtier (7) qui loge l'unité
d'actionnement et dont la dimension dans la direction d'écoulement principale est
supérieure à la profondeur d'une pale de rotor dans la direction d'écoulement principale.
6. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
le boîtier présente une surface (16) située en regard des pointes de pales de rotor
(12) dans laquelle est disposé l'au moins un élément d'étanchéité (8).
7. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le module de commande de jeu de rotor présente un champ d'éléments d'étanchéité.
8. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
les éléments d'étanchéité sont disposés à distances les uns des autres dans la position
d'étanchéité et forment un labyrinthe avec une résistance à l'écoulement augmentée.
9. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'unité d'actionnement (10, 13, 14, 15) en tant qu'unité de réglage pneumatique présente
au moins une chambre d'actionneur (10) alimentée en une pression de fluide, la pression
de fluide dans la chambre d'actionneur agissant indirectement ou directement sur l'au
moins un élément d'étanchéité (8).
10. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'au moins un élément d'étanchéité comprend une membrane élastique qui dans une position
d'étanchéité est bombée dans le jeu de rotor (S).
11. Module de commande de jeu de rotor selon les revendications 9 et 10.
caractérisé en ce que
la membrane est reliée à la chambre d'actionneur pour transmettre la pression.
12. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
la membrane est réalisée en silicium ou un matériau à base de silicium.
13. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
l'unité d'actionnement présente au moins une chambre de surpression (14) qui, lors
du fonctionnement, est sollicitée par une pression (P1) qui est supérieure à la pression (PR) dans la zone du rotor et reliée par au moins une soupape (13) à la chambre d'actionneur.
14. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 9 ou 13,
caractérisé en ce que
l'unité d'actionnement présente au moins une chambre de dépression (15) qui, lors
du fonctionnement, est sollicitée par une pression (P2) qui est inférieure à la pression (PR) dans la zone du rotor et reliée par au moins une soupape (13) à la chambre d'actionneur.
15. Module de commande de jeu de rotor selon les revendications 13 et 14,
caractérisé en ce que
la chambre de surpression (14) est entourée du moins par segment par la chambre de
dépression (15).
16. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 13 ou 14,
caractérisé en ce que
la soupape est une microsoupape (13) en silicium ou en matériau à base de silicium.
17. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'unité d'actionnement présente une interface d'entrée électronique par laquelle sont
transmis à l'unité d'actionnement, pendant le fonctionnement, des signaux pour régler
l'au moins un élément d'étanchéité (8).
18. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le module de commande de jeu de rotor est muni d'un moyen de génération de courant
(30, 32) permettant de générer, pendant le fonctionnement, de l'énergie électrique
pour faire fonctionner le module de commande de jeu de rotor.
19. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 18,
caractérisé en ce que
le moyen de génération de courant est une microturbine (30) disposée entre l'au moins
une chambre de surpression et l'au moins une chambre de dépression.
20. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 18,
caractérisé en ce que
le moyen de génération de courant est une bobine (32) excitée pendant le fonctionnement
depuis l'extérieur du module de commande de jeu de rotor.
21. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une unité de capteurs (20) avec au moins un capteur de mesure du jeu est prévue, le
capteur de mesure du jeu pouvant détecter pendant le fonctionnement la grandeur du
jeu de rotor et émettre un signal représentant la grandeur du jeu de rotor.
22. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une unité de capteurs (20) avec au moins un capteur de pression est prévue, le capteur
de pression pouvant détecter pendant le fonctionnement la pression dans la zone du
rotor et/ou la pression dans la chambre d'actionneur et émettre un signal représentant
la grandeur de la pression dans la zone du rotor et/ou dans la chambre d'actionneur.
23. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une unité de capteurs avec au moins un détecteur de position est prévue qui pendant
le fonctionnement peut détecter la position de l'au moins un élément d'étanchéité
dans le jeu de rotor et émettre un signal représentant la position de l'élément d'étanchéité
dans le jeu de rotor.
24. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une unité de capteurs est prévue avec au moins un capteur d'oscillations qui, pendant
le fonctionnement, peut détecter l'amplitude d'oscillation et/ou la fréquence d'oscillation
d'une pale de rotor (R) et émettre un signal représentant l'amplitude d'oscillation
et/ou la fréquence d'oscillation.
25. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une unité de commande (19) est munie d'une interface d'entrée et d'une interface de
sortie, l'interface d'entrée étant reliée pendant le fonctionnement pour transmettre
des données à une interface de sortie d'une unité de capteurs comprenant des capteurs
pour détecter des paramètres de fonctionnement de la turbomachine, et l'interface
de sortie étant reliée à une interface d'entrée de l'unité d'actionnement pour actionner
l'au moins un élément d'étanchéité.
26. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 25,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (19) présente un bus de données (23) avec un raccord permettant
de connecter des appareils extérieurs au bus de données pour la transmission de données.
27. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 25,
caractérisé en ce que
l'unité de commande (19) présente un bus de données en forme d'un trajet radio et
l'interface d'entrée comprend un récepteur radio et/ou l'interface de sortie un émetteur
radio.
28. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le module de commande de jeu de rotor est monté selon la technique des microstructures.
29. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 28,
caractérisé en ce que
l'unité de commande est intégrée d'une seule pièce dans le module de commande de jeu
de rotor.
30. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 28 ou 29,
caractérisé en ce que
le moyen de génération d'énergie est intégré d'une seule pièce dans le module de commande
de jeu de rotor.
31. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications 28 à
30,
caractérisé en ce que
la microsoupape est intégrée d'une seule pièce dans le module de commande de jeu de
rotor.
32. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications 28 à
31,
caractérisé en ce que
l'unité de capteurs est intégrée d'une seule pièce dans le module de commande de jeu
de rotor.
33. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications 28 à
32,
caractérisé en ce que
le module de commande de jeu de rotor est pour l'essentiel réalisé en silicium ou
un matériau à base de silicium.
34. Module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
un dôme qui entoure une multitude d'éléments d'étanchéité est disposé sur le module
de commande de jeu de rotor, entre l'élément d'étanchéité et le jeu de rotor.
35. Module de commande de jeu de rotor selon la revendication 34,
caractérisé en ce que
le dôme est conçu comme une membrane essentiellement élastique.
36. Turbomachine (1) comprenant un rotor (R) pivotant, un boîtier (G) entourant le rotor
en formant un jeu de rotor (S) et un module de commande de jeu de rotor (6),
caractérisée en ce que
le module de commande de jeu de rotor (6) est construit selon l'une quelconque des
revendications précédentes et disposé dans la zone du jeu de rotor.
37. Turbomachine selon la revendication 36,
caractérisée en ce qu'
une multitude de modules de commande du jeu de rotor (6) est prévue, ceux-ci étant
regroupés en un anneau entourant le jeu de rotor, les éléments d'étanchéité (6) formant
un champ de surfaces d'étanchéité discrètes disposées à distance les unes des autres.
38. Turbomachine selon la revendication 37,
caractérisée en ce que
deux anneaux de modules de commande du jeu de rotor (6) sont formés et entourent le
jeu de rotor.
39. Turbomachine selon la revendication 38,
caractérisée en ce que
les deux anneaux sont décalés l'un par rapport à l'autre dans la direction périphérique.
40. Turbomachine selon l'une quelconque des revendications 36 à 38,
caractérisée en ce que
les modules de commande du jeu de rotor de l'anneau sont reliés les uns aux autres
par un bus de données.
41. Utilisation du module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications
précédentes, pour étancher une surface d'étanchéité continue d'un corps rotatif.
42. Utilisation du module de commande de jeu de rotor selon l'une quelconque des revendications
1 à 40, pour surveiller la turbomachine.
43. Procédé de commande de la largeur d'un jeu de rotor pour une turbomachine dans laquelle
le jeu de rotor est formé entre un rotor en rotation et un boîtier, selon lequel un
élément d'étanchéité d'un module de commande de jeu de rotor est introduit dans le
jeu de rotor au moyen d'air comprimé pour réduire le jeu de rotor,
caractérisé en ce qu'
un capteur de mesure du jeu du module de commande de jeu de rotor mesure à un endroit
la grandeur momentanée du jeu de rotor et la transmet sous la forme d'un signal à
une unité de commande, et l'unité de commande émet un signal d'actionnement en fonction
du signal du capteur de mesure du jeu vers une unité d'actionnement associée à cet
endroit, suite à quoi l'unité d'actionnement déplace l'élément d'étanchéité au moyen
de l'air comprimé dans ou hors du jeu de rotor en fonction du signal provenant de
l'unité de commande.
44. Procédé selon la revendication 43,
caractérisé en ce qu'
une membrane de l'élément d'étanchéité est gonflée par l'air comprimé et réduit le
jeu de rotor par segment.
45. Procédé selon la revendication 43 ou 44,
caractérisé en ce que
l'unité de commande sollicite l'élément d'étanchéité par surpression ou par dépression
en fonction du signal du capteur de mesure du jeu.
46. Procédé selon l'une quelconque des revendications 43 à 45,
caractérisé en ce qu'
un champ d'éléments d'étanchéité discrets disposé à distances les uns des autres est
déplacé pour régler le jeu de rotor.
47. Procédé selon l'une quelconque des revendications 43 à 46,
caractérisé en ce que
l'élément d'étanchéité ou une quantité partielle des éléments d'étanchéité sont commandés
respectivement de manière indépendante.
48. Procédé selon l'une quelconque des revendications 43 à 47,
caractérisé en ce que
les oscillations des pales de rotor (R) sont mesurées par le module de commande de
jeu de rotor.
49. Procédé selon la revendication 48,
caractérisé en ce que
les résultats de mesure de la mesure des oscillations sont transmis sur un trajet
radio vers l'extérieur du module de commande de jeu de rotor.
50. Procédé selon la revendication 48,
caractérisé en ce que
les résultats de mesure sont stockés dans l'unité de commande au moins jusqu'à la
fin de l'utilisation de la turbomachine.