[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung mit wenigstens einem bewegbaren
Möbelteil, insbesondere mit einer Schublade, oder dergleichen, mit wenigstens einer
Antriebseinheit und mit wenigstens einer Regeleinrichtung zur Regelung der wenigstens
einen Antriebseinheit.
[0002] Derartige Anordnungen sind grundsätzlich bereits bekannt. Die US 5,158,347 beschreibt
beispielsweise ein Büromöbel, bei dem die Schubladen nach Eingabe eines Identifizierungscodes
motorisch über einen ersten Bereich des gesamten Öffnungsweges bewegt werden. Die
EP 0 957 225 beschreibt eine Öffnungsvorrichtung für ein Verschlußelement, beispielsweise
eine Schublade, die über einen Kondensator, der sich bei Berührung durch den Benutzer
elektrisch entlädt, ausgelöst wird. Auch hier erfolgt nur eine teilweise Herausbewegung
der Schublade aus dem Möbelkorpus. Die deutsche Patentschrift DE 10 17 351 beschreibt
eine Einrichtung zum Ausziehen oder Einschieben von Schubladen in Möbelstücken, die
durch korpusseitig angeordnete Drucktasten auslösbar ist. Dabei ist mit Hilfe der
Drucktasten jede mögliche Positionierung der Schublade entlang des gesamten Öffnungsweges
möglich. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass derartige Öffnungshilfen stets
über eigens dafür vorgesehene Betätigungselemente auszulösen sind, was von vielen
Benutzern als unangenehm empfunden wird. Besonders für Menschen, die der Technik im
allgemeinen skeptisch gegenüberstehen, wäre es vorteilhaft, angetriebene bewegbare
Möbelteile auf alt hergebrachte Art durch Zug- oder Druckausübung auf die Schublade
bedienen zu können.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Anordnung zu schaffen,
die ein intuitives Bedienen eines durch eine Antriebseinheit angetriebenen bewegbaren
Möbelteiles ermöglicht.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Anordnung wenigstens eine, vorzugsweise
analoge, Beschleunigungsmesseinrichtung aufweist, wobei die wenigstens eine Beschleunigungsmesseinrichtung
ein für durch von außen an das wenigstens eine bewegbare Möbelteil angelegte Kräfte
verursachte Beschleunigungen charakteristisches Beschleunigungssignal erzeugt, welches
der wenigstens einen Regeleinrichtung zuführbar ist.
[0005] Technisch vorteilhaft ist daran, dass bei der erfindungsgemäßen Anordnung keinerlei
Betätigungselemente zur Auslösung der Antriebseinheit für die bewegbaren Möbelteile
mehr vorgesehen sind. Wirtschaftlich vorteilhaft ist daran, dass eine größere Akzeptanz
der erfindungsgemäßen Anordnung am Markt zu erwarten ist.
[0006] Es ist nicht von Bedeutung ob die Beschleunigung direkt gemessen oder aus anderen
gemessenen Größen errechnet wird. In diesem Sinne stellt auch eine Einrichtung zur
Positionsbestimmung des bewegbaren Möbelteils zusammen mit einer Uhr eine Beschleunigungsmesseinrichtung
dar. In diesem Fall kann aus der in einer gewissen Zeitspanne zurückgelegten Strecke
die Geschwindigkeit und aus der Änderung der Geschwindigkeit die Beschleunigung bestimmt
werden.
[0007] Erfindungsgemäß genügt aber bereits das Erkennen der Tatsache, dass eine Beschleunigung
des bewegbaren Möbelteils erfolgt ist, unabhängig vom Betrag oder der Richtung der
Beschleunigung.
[0008] Günstigerweise ist in einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die wenigstens
eine Antriebseinheit einen elektrischen Motor umfaßt. Derartige elektrische Motoren
sind in Kleinstbauweise kommerziell erhältlich und garantieren bei geringem Strombedarf
einen problemlosen Betrieb.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dadurch, dass
das Beschleunigungssignal Informationen über den Betrag und/oder über die Richtung,
vorzugsweise über die Richtungskomponente parallel zur Auszugsrichtung des bewegbaren
Möbelteils der durch von außen an das bewegbare Möbelteil angelegten Kräfte verursachten
Beschleunigung beinhaltet. Damit kann die Beschleunigungsmesseinrichtung der Regeleinrichtung
Informationen darüber zur Verfügung stellen, in welche Richtung die Betätigung der
Schublade erfolgen soll. Erhält die Regeleinrichtung beispielsweise von der Beschleunigungsmesseinrichtung
das Signal einer vorliegenden Zugbeschleunigung, kann sie der Antriebseinheit sofort
einen Steuerbefehl zum Bewegen des bewegbaren Möbelteils in Richtung der gemessenen
Zugbeschleunigung zusenden. Dabei spielt es an und für sich keine Rolle, in welchem
Öffnungszustand sich die Schublade zum Zeitpunkt der externen Betätigung befindet.
Günstigerweise ist aber vorgesehen, dass in einem gewissen Bereich vor der geöffneten
sowie der geschlossenen Endlage des bewegbaren Möbelteils keine angetriebene Bewegung
des Möbelteils mehr erfolgt, um eine Beschädigung des Möbelteils bzw. der erfindungsgemäßen
Anordnung zu verhindern. Dazu ist es vorteilhaft, dass die Anordnung mindestens eine
Positionsmesseinrichtung aufweist, welche ein für den Öffnungszustand des bewegbaren
Möbelteils charakteristisches und der Regeleinrichtung zuführbares Positionssignal
erzeugt. So kann die Regeleinrichtung zu jeder Zeit erkennen, ob sich das bewegbare
Möbelteil in der Nähe einer der Endlagen befindet.
[0010] Vorteilhafterweise beinhaltet das Beschleunigungssignal, das von der Beschleunigungsmesseinrichtung
an die Regeleinrichtung ergeht, auch Informationen über den Betrag der vom Benutzer
ausgeübten Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils. Aus einem großen Betrag der Beschleunigung
kann beispielsweise geschlossen werden, dass ein rasches Öffnen bzw. Schließen gewünscht
wird, wodurch die Regeleinheit die Antriebseinheit der Situation entsprechend betätigen
kann.
[0011] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dadurch, dass die Antriebseinheit
das bewegbare Möbelteil über eine vorgegebene Zeitspanne annähernd gleichmäßig beschleunigt.
Dadurch, dass die Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils nur über eine vorgegebene
Zeitspanne erfolgt, wird für den Benutzer die Illusion eines nicht angetriebenen Möbelteils
aufrecht erhalten. Nach Ablauf der Zeitspanne wird das bewegbare Möbelteil durch die
systembedingte Reibung abgebremst, ganz so, als ob keine Antriebseinheit vorhanden
wäre. Es könnte allerdings auch vorgesehen sein, dass nach der Beschleunigungszeitspanne
eine geringere Beschleunigung zum Ausgleich der durch die Reibung verursachten Bremsung
aufrecht erhalten wird. Dadurch wird der Eindruck eines nicht angetriebenen Möbelteils
aufrecht erhalten, das beispielsweise besonders reibungsarm gelagert ist. Alternativ
oder ergänzend kann auch vorgesehen sein, dass die Antriebseinheit das bewegbare Möbelteil
nur über einen vorgebbaren bzw. vorgegebenen Teilweg, dessen Länge kleiner ist als
die Länge des Gesamtweges zwischen der geschlossenen und der geöffneten Endlage des
bewegbaren Möbelteils, beschleunigt. Dadurch, dass die Antriebseinheit nicht über
den gesamten Öffnungsweg aktiv ist, wird die angestrebte Unsichtbarkeit der Technik
beibehalten.
[0012] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Bewegung des bewegbaren Möbelteils durch die
Antriebseinheit unabhängig vom Betrag der Zug- oder Druckbeschleunigung ist. Dadurch
entscheidet allein der Benutzer durch den Betrag seiner Kraftaufwendung, wie schnell
die Bewegung des bewegbaren Möbelteils erfolgen soll, wobei von der Antriebseinheit
immer dieselbe unterstützende Beschleunigung erfolgt.
[0013] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dadurch, dass
die Regeleinrichtung eine Istwertberechnungseinrichtung aufweist, welche aus dem von
der Positionsmesseinrichtung erzeugten Positionssignal, die momentane Istposition
und/oder die momentane Istgeschwindigkeit des bewegbaren Möbelteils berechnet. Durch
die Kenntnis der momentanen Position und Geschwindigkeit des bewegbaren Möbelteils
ist es möglich, auf definierten Teilstrecken, beispielsweise in der Nähe der Endlagen
des bewegbaren Möbelteils, durch die Antriebseinheit eine Beschleunigung derart vorzunehmen,
dass das bewegbare Möbelteil in der jeweiligen Endlage zum Stillstand kommt.
[0014] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Anordnung wenigstens eine Initialisierungsvorrichtung umfaßt, welche ein jeweils
für bestimmte vorgegebene Positionen des bewegbaren Möbelteils charakteristisches,
wenigstens der Positionsmesseinrichtung zuführbares, Signal erzeugt. Ist die erfindungsgemäße
Anordnung nicht mit teuren dauerhaften elektronischen Speicherelementen ausgerüstet,
muß beispielsweise nach der Trennung der erfindungsgemäßen Anordnung von der Spannungsquelle
die Position des bewegbaren Möbelteils in bezug auf die erfindungsgemäße Anordnung
festgestellt werden. Da die erfindungsgemäße Anordnung außerdem in verschieden dimensionierter
Form auf dem Markt erhältlich sein kann, ist es wenigstens bei der erstmaligen Inbetriebnahme
notwendig, die Länge des Gesamtweges zwischen der geschlossenen und der geöffneten
Endlage des bewegbaren Möbelteils sowie die Positionen des bewegbaren Möbelteils in
der geschlossenen und der geöffneten Endlage festzustellen. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass der Benutzer die Initialisierungsvorrichtung über ein von außerhalb
der Anordnung leicht zugängliches Betätigungselement, beispielsweise einen Taster,
auslöst. Bei einem derartigen Initialisierungsvorgang kann beispielsweise vorgesehen
sein, dass der Benutzer das bewegbare Möbelteil in die geschlossene Endlage bewegt,
dort das Betätigungselement betätigt und sodann das bewegbare Möbelteil in die geöffnete
Endlage bewegt und wiederum das Betätigungselement betätigt. Dadurch stehen der Regeleinrichtung
die benötigten Informationen über die Gesamtlänge der Bewegung des bewegbaren Möbelteils
sowie über die Position des bewegbaren Möbelteils in den speziellen Lagen zur Verfügung.
[0015] Alternativ dazu oder ergänzend wäre auch eine Initialisierung durch Kollisionserkennung
möglich. Dabei würde das bewegbare Möbelteil langsam in Richtung einer der beiden
Endlagen fahren und bei deren Erreichung durch die detektierte Kollision automatisch
die Initialisierungsvorrichtung auslösen. Beispielsweise könnte das bewegbare Möbelteil
durch die Antriebseinheit zuerst in Richtung der geschlossenen Endlage bewegt und
bei Kollision der Frontblende mit der Vorderseite der Anordnung automatisch die Position
Null durch die Initialisierungsvorrichtung festgestellt werden. Danach könnte das
bewegbare Möbelteil durch die Antriebseinheit in Richtung der geöffneten Endlage bewegt
und bei Kollision automatisch diese Position durch die Initialisierungsvorrichtung
festgelegt werden. Die Kollision selbst könnte z.B. durch einen plötzlichen Anstieg
des der Antriebseinheit zugeführten Stromes detektiert werden, wobei der Anstieg auf
die zwischen bewegbarem Möbelteil und Anordnung auftretenden Kräfte zurückzuführen
ist, die die Antriebseinheit zu überwinden versucht. Bei Überschreitung einer bestimmten
Stromstärke würde es natürlich zur Abschaltung der Antriebseinheit kommen um eine
Beschädigung zu verhindern. Es wäre auch möglich, die Initialisierungsvorrichtung
auszulösen, wenn der Betrag der Geschwindigkeit des bewegbaren Möbelteils über einen
vorgegebenen Zeitraum kleiner gleich einem vorgegebenen Grenzwert, vorzugsweise Null,
ist.
[0016] Bei einer Touch-Latch-Ausführung wäre die von der Initialisierungsvorrichtung festgelegte
geschlossene Endlage natürlich nicht die Lage des bewegbaren Möbelteils bei Kollision,
sondern eine um ein vorgegebene Strecke weiter außen liegende Lage. Dadurch würde
der für die Touch-Latch-Auslösung benötigte Spalt zwischen der Vorderseite der Anordnung
und der Frontblende des bewegbaren Möbelteils in der geschlossenen Endlage sichergestellt
werden.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Initialisierungsvorrichtung über ein innerhalb der Anordnung angeordnetes, vom
bewegbaren Möbelteil betätigbares Betätigungselement auslösbar ist. Dadurch wird dem
Benutzer das Betätigen eines speziellen Betätigungselementes erspart. Ein derartiges
innerhalb der Anordnung angeordnetes Betätigungselement kann beispielsweise als Endschalter
zur Bestimmung der geschlossenen Endlage des bewegbaren Möbelteils ausgebildet sein.
Beispielhaft kann vorgesehen sein, dass dieser Endschalter als Druckschalter ausgebildet
ist. Durch das Einschieben des bewegbaren Möbelteils entweder über die Antriebseinheit
oder durch den Benutzer wird der Endschalter auf den letzten Millimetern des Einschubweges
durch das bewegbare Möbelteil betätigt. Dadurch wird die geschlossene Endlage des
bewegbaren Möbelteils in der erfindungsgemäßen Anordnung festgelegt. Es kann auch
vorgesehen sein, dass der Endschalter bzw. das Betätigungselement im allgemeinen als
induktiver oder kapazitiver Sensor ausgebildet ist, sodass die Registrierung der jeweiligen
Endlagen des bewegbaren Möbelteils berührungsfrei erfolgen kann. Auch andere dem Fachmann
geläufige Arten von Sensoren können vorgesehen sein.
[0018] Denkbar ist auch, dass die Initialisierungsvorrichtung durch die Herstellung einer
leitenden Verbindung der Anordnung mit einer Spannungsquelle über ein Auslöseelement
auslösbar ist. Dadurch erfolgt eine Initialisierung automatisch bei der erstmaligen
Inbetriebnahme bzw. bei der Wiederherstellung der Spannungsversorgung nach einem Stromausfall.
[0019] Selbstverständlich kann auch vorgesehen sein, zwei oder mehrere Ausführungen der
obengenannten Betätigungsweisen der Initialisierungsvorrichtung in einer erfindungsgemäßen
Anordnung zu kombinieren. Die Auslösung der Initialisierungsvorrichtung kann natürlich
auch durch Handauszug erfolgen. Dabei wird das bewegbare Möbelteil manuell durch einen
Benutzer beispielsweise aus der geschlossenen Endlage in die voll geöffnete Endlage
bewegt.
[0020] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
das bewegbare Möbelteil bewegbar an seitlich innerhalb der Anordnung angeordneten
Zargen gelagert ist. Derartige Zargen, die für sich genommen Stand der Technik sind,
erlauben die reibungsarme und sichere Lagerung des bewegbaren Möbelteils in der erfindungsgemäßen
Anordnung.
[0021] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Antriebseinheit an einer Zarge angebracht ist. Dadurch kann beispielsweise für
jedes bewegbare Möbelteil eine eigene Antriebseinheit zur Verfügung gestellt werden.
Es kann auch möglich sein, von vornherein Zargen, an denen Antriebseinheiten befestigt
sind, in einer erfindungsgemäßen Anordnung anzubringen.
[0022] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Antriebseinheit an der Rückwand des bewegbaren Möbelteils gegenüberliegenden Innenfläche
der Anordnung, vorzugsweise in annähernd gleichem Abstand zu den beiden Seitenwänden
der Anordnung, angebracht ist. Dies gestattet bei mittiger Anordnung der Antriebseinheit
eine weitgehend verkantungsfreie Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils.
[0023] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Antriebseinheit in ständiger Verbindung mit dem bewegbaren Möbelteil steht. Dadurch
ist die Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils durch die Antriebseinheit unabhängig
von der momentanen Lage des bewegbaren Möbelteils in bezug auf die erfindungsgemäße
Anordnung möglich. Dafür bietet sich beispielsweise an, dass die Antriebseinheit über
wenigstens ein Seil oder einen Riemen, vorzugsweise Zahnriemen, oder über ein in eine
Zahnstange eingreifendes Zahnrad in ständiger Verbindung mit dem bewegbaren Möbelteil
steht. Die Verwendung eines Zahnriemens garantiert dabei die schlupffreie Verbindung
zwischen dem bewegbaren Möbelteil und der Antriebseinheit. Die Kraftausübung kann
beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Riemen über wenigstens zwei Rollen läuft,
die an einer seitlichen Zarge angeordnet sind. Natürlich können auch beide seitlichen
Zargen mit wenigstens zwei Rollen ausgeführt sein, über die jeweils ein Riemen zur
Kraftübertragung geführt wird. Natürlich wäre auch die Verwendung eines Seils ohne
Schlupf möglich, wenn auf der angetriebenen Rolle beide Seilenden fixiert sind und
somit gleichzeitig das eine Seilende abgewickelt und das andere Seilende aufgewickelt
wird.
[0024] Ab einer gewissen Breite des bewegbaren Möbelteils ist es vorteilhaft, dass wenigstens
zwei an unterschiedlichen Zargen angeordnete Rollen über eine Verbindungswelle miteinander
in - vorzugsweise starrer - Verbindung stehen und so durch die Antriebseinheit bewegbar
sind.
[0025] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dadurch, dass
wenigstens eine Rolle an wenigstens einer Zarge durch die Antriebseinheit antreibbar
ist. Dies gestattet eine verlustärmere Kraftübertragung als bei der Zwischenschaltung
von Übertragungseinrichtungen zwischen der Antriebseinheit und dem bewegbaren Möbelteil
erzielbar wäre.
[0026] Um eine günstigere Übersetzung der Bewegung der Antriebseinheit auf das bewegbare
Möbelteil zu erzielen, kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Rolle an wenigstens
einer Zarge über ein Getriebe durch die Antriebseinheit antreibbar ist. Bei einem
breiten bewegbaren Möbelteil bietet es sich wieder an, an beiden Enden der Verbindungswelle
Getriebe vorzusehen. Bei sehr breiten bewegbaren Möbelteilen kann auch vorgesehen
sein, an beiden Seiten des bewegbaren Möbelteils Antriebseinheiten anzuordnen, die
entweder über eigene Regelungseinrichtungen sowie eine Synchronisierungsvorrichtung
verfügen oder von einer gemeinsamen Regelungsvorrichtung angesteuert werden.
[0027] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass die Anordnung einen Resolver zur Messung der Position und/oder der Geschwindigkeit
und/oder der Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils umfaßt, dessen Signale der Regeleinrichtung
zuführbar sind. Derartige Resolver sind kommerziell erhältlich und mechanisch sowie
thermisch äußerst robust. Ein derartiger Resolver ist nach dem Drehtransformatorprinzip
aufgebaut. Handelsübliche Resolver sind häufig mit integrierter Auswerteschaltung
erhältlich, sodass deren Signal direkt der Regeleinrichtung zugeführt werden kann.
[0028] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass die Anordnung einen optischen Encoder zur Messung der Position und/oder der Geschwindigkeit
und/oder der Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils umfaßt, dessen Signale der Regeleinrichtung
zuführbar sind. Derartige optische oder auch magnetische Encoder stellen eine preisgünstige
und häufig auch raumsparende Alternative zu den Resolvern dar. Dabei garantieren sie
immer noch einen für eine erfindungsgemäße Anordnung zufriedenstellenden Winkelauflösungsbereich,
beispielsweise von 64 bis 1024 Impulsen/Umdrehung. Gewisse Nachteile bei optischen
und magnetischen Encodern ergeben sich aus deren Empfindlichkeit gegenüber mechanischen
Vibrationen, Verschmutzungen und dem Fehlen einer absoluten Winkelinformation zum
Einschaltzeitpunkt, sodass derartige Encoder nur inkrementale Positionsbestimmungen
vornehmen können.
[0029] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Antriebseinheit einen bürstenlosen Gleichstrommotor umfaßt und die Messung der
Position und/oder der Geschwindigkeit und/oder der Geschwindigkeit und/oder der Beschleunigung
des bewegbaren Möbelteils direkt über das Kommutatorsignal erfolgt, wobei die derart
gewonnenen Signale der Regeleinrichtung zuführbar sind. Häufig sind derartige bürstenlose
Motoren mit Hallsensoren ausgeführt kommerziell erhältlich.
[0030] Heutzutage sind bereits elektrische Motoren in Kleinstbauweise erhältlich, bei denen
eine elektronische, optische oder magnetische Positionsmesseinrichtung bereits im
elektrischen Motor integriert ist, was sowohl Platz als auch Zeit beim Einbau spart.
[0031] Die vorliegende Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zum Bewegen eines in oder
an einer Anordnung gelagerten bewegbaren Möbelteils, insbesondere Schublade, durch
eine Antriebseinheit, insbesondere elektrischer Motor, wobei die Anordnung einen Antriebeinheitsregler
und eine Positionsmesseinrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmesseinrichtung
dem Antriebeinheitsregler Signale zusendet und der Antriebeinheitsregler in Abhängigkeit
von diesen Signalen der Antriebseinheit den Befehl zur Beschleunigung des bewegbaren
Möbelteils gibt.
[0032] Die Positionsmesseinrichtung stellt dabei, wie bereits ausgeführt, eine besonders
einfache Realisierung der Beschleunigungsmesseinrichtung dar.
[0033] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Positionsmesseinrichtung bei einer
extern verursachten Änderung des Bewegungszustandes des bewegbaren Möbelteils ein
Signal an den Antriebeinheitsregler sendet und dieser der Antriebseinheit den Befehl
zur Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils gibt. Unter Änderung des Bewegungszustandes
ist natürlich - wie in der Physik üblich - sowohl das Anfahren des bewegbaren Möbelteils
als auch eine Änderung der Geschwindigkeit eines eine gleichförmige Bewegung ausführenden
bewegbaren Möbelteils zu verstehen.
[0034] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Positionsmesseinrichtung nach der Bewegung
des bewegbaren Möbelteils über eine vorgebbare bzw. vorgegebene Strecke ein Signal
an den Antriebeinheitsregler sendet und dieser der Antriebseinheit den Befehl zur
Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils gibt. Hierbei handelt es sich also um eine
reine Wegmessung. Die Antriebseinheit wird aktiviert, sobald das bewegbare Möbelteil
die vorgegebene Strecke zurückgelegt hat. Die Zeit, die es dafür benötigt, spielt
keine Rolle.
[0035] Bei diesem Auslösungsverfahren kann vorteilhafterweise weiters vorgesehen sein, dass
die vom bewegbaren Möbelteil zurückzulegende Strecke, nach der die Positionsmesseinrichtung
ein Signal an den Antriebeinheitsregler abgibt, je nach Bewegungsrichtung des bewegbaren
Möbelteils unterschiedlich einstellbar bzw. eingestellt ist. Beispielsweise könnte
als Aktivierungsweg zur Auslösung einer vom Möbelkorpus weg gerichteten Bewegung ein
Weg von 1 Millimeter gewählt werden, während die Auslösung einer zum Möbelkorpus hin
gerichteten Bewegung nach einem Weg von 10 Millimetern erfolgt.
[0036] Weitere Vorteile und Einzelheiten der erfindungsgemäßen Anordnung ergeben sich aus
den nachfolgenden Figuren sowie den dazugehörigen Figurenbeschreibungen. Dabei zeigen:
Fig. 1a und 1b eine erfindungsgemäße Anordnung im teilweisen Querschnitt mit bewegbarem
Möbelteil in geschlossener Endstellung sowie im ausgelösten Zustand,
Fig. 2a und 2b eine erfindungsgemäße Anordnung im teilweisen Querschnitt mit bewegbarem
Möbelteil in der geöffneten Endstellung sowie in einer Zwischenposition,
Fig. 3a, 3b, 3b eine Variante einer erfindungsgemäßen Anordnung im teilweisen Querschnitt
mit bewegbarem Möbelteil in der geschlossenen Endstellung sowie einer dazugehörigen
Detailansicht und den bewegbaren Möbelteil im ausgelösten Zustand,
Fig. 4a, 4b, 4c ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung im teilweisen
Querschnitt mit dem bewegbaren Möbelteil in der geschlossenen Endlage sowie einer
Detailansicht dazu und den bewegbaren Möbelteil im ausgelösten Zustand,
Fig. 5a, 5b die perspektivische Ansicht von Komponenten einer erfindungsgemäßen Anordnung
sowie eine Detailansicht,
Fig. 6 eine weitere perspektivische Ansicht von Komponenten eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Anordnung,
Fig. 7a, 7b eine weitere perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Anordnung sowie einer Detailansicht,
Fig. 8a, 8b denselben Gegenstand wie Fig. 7a, 7b aus einem anderen Blickwinkel,
Fig. 9 die perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Anordnung,
Fig. 10 die perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Anordnung,
Fig. 11a, 11b perspektivische Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Anordnung mit bewegbarem Möbelteil in der geöffneten Endstellung
sowie eine Detailansicht,
Fig. 12a, 12b, 12c, 12d schematische Darstellungen von Komponenten einer erfindungsgemäßen
Anordnung,
Fig. 13a, 13b, 13c Weg-Zeit-Diagramme, die beispielhaft die Betätigung einer erfindungsgemäßen
Anordnung beschreiben,
Fig. 14 die schematische Darstellung des Informationsflusses zwischen einzelnen schematisch
dargestellten logischen Komponenten der erfindungsgemäßen Anordnung und
Fig. 15a, 15b eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung aus
verschiedenen Blickwinkeln.
[0037] In Fig. 1a erkennt man ein als Schublade ausgeführtes bewegbares Möbelteil 3 in Draufsicht
auf eine seiner Seitenflächen 12. Zu erkennen ist, dass die Schublade mit einem Griff
28 ausgeführt ist. Das bewegbare Möbelteil 3 ist linear beweglich in einer erfindungsgemäßen
Anordnung 7 gelagert, wobei die Kraftübertragung von der Antriebseinheit 5 über ein
Getriebe 22 auf einen Zahnriemen 17, der über Rollen 18 läuft, erfolgt. Ebenfalls
zu sehen ist der Antriebseinheitregler 10. Die Stromversorgung der elektrischen Komponenten
erfolgt über eine leitende Verbindung 29. In Fig. 1a ist das bewegbare Möbelteil 3
in der geschlossenen Endlage zu erkennen, bei der die Frontblende 26 des bewegbaren
Möbelteils 3 direkt auf der Vorderseite der erfindungsgemäßen Anordnung 7 aufliegt.
Nicht gezeigt ist die Zugausübung auf das Griffelement 28 durch einen nicht dargestellten
Benutzer, wodurch das bewegbare Möbelteil 3 in den in Fig. 1b dargestellten ausgelösten
Zustand übergeht.
[0038] Fig. 2a zeigt wiederum die in den Fig. 1a und 1b dargestellte Anordnung, wobei das
bewegbare Möbelteil 3 inzwischen in die geöffnete Endlage übergegangen ist. Zu erkennen
ist eine der beiden seitlichen Zargen 14, an denen das bewegbare Möbelteil 3 gelagert
ist.
[0039] Nach erneuter nicht dargestellter Betätigung durch einen nicht dargestellten Benutzer
befindet sich das bewegbare Möbelstück 3 in Fig. 2b in einer Stellung zwischen der
geöffneten Endlage und der geschlossenen Endlage.
[0040] In den Fig. 3a, 3b und 3c ist eine erfindungsgemäße Anordnung in Touch-Latch-Ausführung
dargestellt. Zu erkennen ist in Fig. 3a sowie im Detail in Fig. 3b, dass bei einer
derartigen Variante auch in der geschlossenen Endlage des bewegbaren Möbelteils 3
ein Spalt 30 zwischen der Vorderseite der erfindungsgemäßen Anordnung und der Frontblende
26 des bewegbaren Möbelteils 3 vorgesehen ist. Dies gestattet das Öffnen des bewegbaren
Möbelteils 3 auf eine zum bei derartigen Ausführungen bekannten Stand der Technik
analoge Weise, sodass hier nicht näher darauf eingegangen wird. Natürlich wäre es
möglich, dass bei einer derartigen Ausführung eine Unterstützung durch die Antriebseinheit
5 erst nach Auslösung des bewegbaren Möbelteils 3, d.h. beispielsweise im in der Fig.
3c dargestellten Zustand erfolgt. Dies entspricht dem Grundgedanken, dass der Benutzer
möglichst wenig von der durch die Antriebseinheit geleisteten Unterstützung merken
soll. Es kann aber auch eine sofortige Unterstützung, zumindest bei der sich an das
Andrücken der Frontblende anschließenden Ausziehbewegung vorgesehen sein.
[0041] In Fig. 4a ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung
gezeigt, wobei das Betätigungselement 11 einer von der Antriebseinheit umfaßten Initialisierungsvorrichtung
6 zu erkennen ist. In Fig. 4b erkennt man im Detail, dass in der geschlossenen Endlage
des bewegbaren Möbelteils 3 ein Abstand zwischen der Rückseite des bewegbaren Möbelteils
3 und dem Betätigungselement 11 vorgesehen ist, sodass die Betätigung des Betätigungselements
11 durch das bewegbare Möbelteil 3 berührungslos erfolgt. Dies ist beispielsweise
bei einem als induktiver Sensor ausgeführten Betätigungselement 11 möglich. Fig. 4c
zeigt das bewegbare Möbelteil 3 aus den Fig. 4a und 4b im ausgelösten Zustand.
[0042] Fig. 5a zeigt in perspektivischer Ansicht eine der beiden zur seitlichen Montage
an der Innenseite einer erfindungsgemäßen Anordnung vorgesehene Zarge 14, wobei die
beiden an der Zarge angeordneten Rollen 18, die korrespondierende Zähne für den über
die Rollen 18 laufenden Zahnriemen 17 aufweisen, zu erkennen sind. Fig. 5b zeigt im
Detail die Antriebseinheit 5 mit dem Antriebseinheitregler 10, die in diesem Ausführungsbeispiel
über das in die Antriebseinheit 5 teilweise integrierte Getriebe 22 eine der Rollen
18 und damit den Zahnriemen 17 antreibt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde das
bewegbare Möbelteil 3 nicht dargestellt.
[0043] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem beide seitlichen Zargen 14,
15 zu erkennen sind, wobei die Antriebseinheit 5 sowie das von dieser umfaßte Getriebe
22 im Bereich zwischen den Zargen an der nicht dargestellten Rückwand der erfindungsgemäßen
Anordnung befestigt ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde das an den Zargen
14, 15 befestigte bewegbare Möbelteil 3 nicht dargestellt.
[0044] Die Fig. 7a und 7b zeigen nun ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Verbindungswelle
19 zu sehen ist, über die die Antriebseinheit 5 mit den Rollen 18 der beiden Zargen
15 in Verbindung steht. In Fig. 7b ist im Detail zu erkennen, dass die Kraftausübung
in diesem Ausführungsbeispiel über ein zwischengeschaltetes Getriebe 22 erfolgt.
[0045] Fig. 8a zeigt die Anordnung aus den Fig. 7a und 7b in einem anderen Blickwinkel,
sodass die Verbindung zur Kraftausübung der Antriebseinheit 5 über die Verbindungswelle
19 auf eine Rolle 18 der von der Antriebseinheit 5 weiter entfernten Zarge 15 zu erkennen
ist.
[0046] Fig. 9 zeigt die perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Anordnung 7, die drei bewegbare Möbelteile 3 mit Frontblenden 26 und Griffelementen
28 aufweist. Zu erkennen ist teilweise das zuoberst gelagerte bewegbare Möbelteil
3, davon insbesondere eine Seitenwand 12 sowie die Rückwand 16. Ausschnittsweise erkennt
man einen Teil der leitenden Verbindung 29.
[0047] Fig. 10 zeigt analog zu Fig. 9 eine Variante der erfindungsgemäßen Anordnung, bei
der eine Touch-Latch-Auslösung vorgesehen ist. Dementsprechend sind keine Griffelemente
an den Frontblenden 26 vorgesehen.
[0048] Fig. 11a zeigt wieder die erfindungsgemäße Anordnung aus Fig. 10, wobei das zuoberst
gelagerte bewegbare Möbelteil 3 in die geöffnete Endlage gebracht wurde. Zu erkennen
ist an der Innenseite der erfindungsgemäßen Anordnung 7 die an der Seitenwand montierte
Zarge 14, welche aus zwei Teilen besteht und deren Oberteil beweglich ausgebildet
ist, während das Unterteil an einer Seitenwand der erfindungsgemäßen Anordnung 7 befestigt
ist. Die Detailansicht 11b zeigt die Antriebseinheit 5 mit dem Antriebseinheitregler
10 sowie das Getriebe 22, die Rolle 18, den Zahnriemen 17 sowie einen Teil der Stromversorgung
29.
[0049] Fig. 12a zeigt eine dem Stand der Technik entsprechende drehbar gelagerte Scheibe
23 aus leitfähigem Material, die Teil eines nicht näher dargestellten magnetischen
Encoders ist, wobei die Scheibe 23 über eine nicht dargestellte Welle drehbar mit
der Antriebseinheit 5 verbunden ist. Zu erkennen sind weiters induktive Sensoren 27,
die unmittelbar über einer der beiden Oberflächen der Scheibe 23 angeordnet sind.
Sobald der Benutzer eine Kraft auf das hier nicht dargestellte bewegbare Möbelteil
3 ausübt, gerät die mit der Antriebseinheit 5 in Verbindung stehende Scheibe 23 in
Drehbewegung, sodass die induktiven Sensoren 27, in Abhängigkeit davon, ob sie sich
über leitfähigem Material der Scheibe 23 oder über einem Luftspalt befinden, Signale
der in Fig. 12c dargestellten Form an die Regeleinheit 1 weiterleiten. Durch die in
diesen Figuren dargestellte Ausführung als Zwei-Kanal-Decoder kann über die Breite
der einzelnen Pulse zwischen den beiden Kanälen die Drehgeschwindigkeit und über die
Phasenlage der einzelnen Pulse die Drehrichtung der Scheibe 23 und damit der mit ihr
verbundenen Antriebseinheit 5 festgestellt werden und so auf die lineare Bewegung
des bewegbaren Möbelteils 3 zurückgeschlossen werden. Sobald also der Benutzer das
bewegbare Möbelteil 3 in irgendeine Richtung in Bewegung setzt, registriert dies die
Regeleinrichtung 1 durch die von der Positionsmesseinrichtung 4, von der die Scheibe
23 und die Sensoren 27 in diesem Ausführungsbeispiel einen Teil darstellen, ausgehenden
elektrischen Signale und gibt der Antriebseinheit 5 über einen zwischengeschalteten
Antriebseinheitregler 10 den Befehl zur Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils 3
in die vom Benutzer beabsichtigte Richtung. Fig. 12b zeigt eine perspektivische Ansicht
der beiden Komponenten 23 und 27 aus Fig. 12a. Fig. 12d zeigt Elemente einer Positionsmesseinrichtung
4 eines weiteren Ausführungsbeispiels, die im vorliegenden Fall als optischer Encoder
ausgebildet ist und hier natürlich gleichzeitig eine Beschleunigungsmesseinrichtung
2 darstellt. Zu erkennen sind lichtemittierende Elemente 25, deren Licht über eine
Blende 31 auf lichtdetektierende Elemente 24 fällt, sofern es nicht von der dazwischenliegenden
rotierenden Scheibe 23 unterbrochen wird. Die Details derartiger Meßvorrichtungen
können der einschlägigen Fachliteratur entnommen werden.
[0050] Die Fig. 13a, 13b und 13c zeigen mit Hilfe von Weg-Zeit-Diagrammen beispielhaft einen
typischen Betätigungsvorgang, im Zuge dessen sich das bewegbare Möbelteil 3 aus seiner
geschlossenen Endlage in einer Zwischenposition bewegt, in der es zeitweise zur Ruhe
kommt und nach erneuter Betätigung des Benutzers in die geöffnete Endlage oder alternativ
dazu wieder in die geschlossene Endlage bewegt wird. In diesem Ausführungsbeispiel
ist beispielhaft von einem Gesamtweg S von annähernd 0,43 m zwischen der geschlossenen
und der geöffneten Endlage ausgegangen worden. Die geschlossene Endlage entspricht
in den Weg-Zeit-Diagrammen dem Ordinatenursprung Null. Bei der Ausführung als Touch-Latch-Möbel
entspricht die geschlossene Endlage natürlich einer Position des bewegbaren Möbelteils
3, bei dem ein Spalt 30 zwischen seiner Frontblende 31 und der Vorderseite der erfindungsgemäßen
Anordnung verbleibt. Zu erkennen ist nun in Fig. 13a, dass innerhalb einer ersten
Zeitspanne t
o nach Betätigung durch den Benutzer eine gleichmäßige Beschleunigung des bewegbaren
Möbelteils 3 durch die Antriebseinheit 5 über einen Teilweig S
1 zur Unterstützung der Öffnungsbewegung erfolgt. Die darauffolgende Bewegung des bewegbaren
Möbelteils 3 erfolgt nur unter dem Einfluß der systembedingten Reibung, sodass das
bewegbare Möbelteil 3 schließlich in einer Zwischenposition (hier etwa bei 0,22 m)
zur Ruhe kommt. Fig. 13b zeigt einen möglichen Verlauf, bei dem der Benutzer nach
einer gewissen Zeit erneut Zug auf das in der Zwischenposition befindliche bewegbare
Möbelteil 3 ausübt, wodurch die Regeleinheit 1 über den Antriebseinheitregler 10 der
Antriebseinheit 5 den Befehl zur gleichmäßigen Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils
3 in Richtung der erfolgten Zugbeschleunigung erteilt. Zu erkennen ist daher in Fig.
13b eine erneute gleichmäßig beschleunigte Bewegung des bewegbaren Möbelteils 3 durch
die Antriebseinheit 5 über eine Teilstrecke S
2, eine dazwischenliegende Bewegung allein unter dem Einfluß der systembedingten Reibungskraft,
die zu einer gewissen Abbremsung des bewegbaren Möbelteils 3 führt, sowie über einen
Teilweg S
3 eine erneute gleichmäßig beschleunigte Bewegung, wobei diesmal die Beschleunigung
durch die Antriebseinheit 5 der momentanen Geschwindigkeit des bewegbaren Möbelteils
3 entgegengesetzt ist und so zu einer Abbremsung führt. Als Folge dessen kommt das
bewegbare Möbelteil 3 mit vernachlässigbarer Endgeschwindigkeit bzw. Geschwindigkeit
Null in der geöffneten Endlage zur Ruhe. Mit anderen Worten stellt der Teilweg S
3 eine werkseitig vorgegebene Abbremsstrecke dar, die für eine sichere Abbremsung des
bewegbaren Möbelteils 3 beim Übergang in die geöffnete Endlage sorgt. Für den Benutzer
stellt sich dies als eine im Bereich S
3 verstärkt vorliegende Reibwirkung dar. Fig. 13c zeigt eine ebenfalls mögliche Verlaufsform,
bei der der Benutzer das sich in einer Zwischenposition befindliche bewegbare Möbelteil
3 in Richtung der geschlossenen Endlage durch Druckauswirkung beschleunigt. Zu erkennen
ist wiederum die sofort einsetzende unterstützende Wirkung der Antriebseinheit 5,
die sich in der gleichmäßig beschleunigten Bewegung des bewegbaren Möbelteils 3 über
die Teilstrecke S
2 im Weg-Zeit-Diagramm wiederspiegelt. Ebenfalls zu erkennen ist eine der geschlossenen
Endlage vorgelagerte Schutzstrecke S
3, bei der die Antriebseinheit 5 eine gleichmäßig beschleunigte Abbremsbewegung des
bewegbaren Möbelteils 3 verursacht, um diese somit sicher und ohne unnötige Lärmentwicklung
in die geschlossene Endlage überzuführen. Zu erkennen ist, dass der Teilweg zwischen
den Teilwegen S
2 und S
3 nur unter dem Einfluß der systembedingten Reibung zurückgelegt wurde, was dem erfindungsgemäßen
Grundgedanken entspricht. Die in den Fig. 13a, 13b, 13c dargestellten Teilwege S
1, S
2, S
3 des gesamten Weges S zwischen der geschlossenen und der geöffneten Endlage werden
üblicherweise werkseitig voreingestellt. Dies entspricht dem Gedanken, dass der Benutzer
nicht mit technischen Details belastet werden will. Natürlich könnte vorgesehen sein,
dass ein technisch etwas engagierterer Benutzer die Teilwege S
1, S
2, S
3 bzw. die Zeitspanne t
o, über die eine Beschleunigung erfolgt, in gewissen Grenzen (d.h. unter Berücksichtigung
von Sicherheitsaspekten) selbst einstellt.
[0051] In Fig. 14 wurde schematisch dargestellt, auf welche Art die einzelnen Komponenten
der erfindungsgemäßen Anordnung Informationen miteinander austauschen. Zu erkennen
ist schematisch die Regeleinrichtung 1, die einen Antriebseinheitregler 10 sowie eine
Istwertberechnungseinrichtung 8 umfaßt. Die Positionsmesseinrichtung 4 kann Signale
an die Istwertberechnungseinrichtung 8 weitergeben und hat selbst die Möglichkeit,
Signale von der Initialisierungsvorrichtung 6 zu empfangen, die wiederum über Betätigungselemente
20, 11, 9 auslösbar ist. Der Antriebseinheitregler 10 empfängt Signale von der Beschleunigungsmesseinrichtung
2 und der Istwertberechnungseinrichtung 8. Die schematische logische Darstellung des
Informationsflusses zwischen den Systemelementen entspricht nicht notwendigerweise
der physikalischen Anordnung derselben. Beispielsweise können alle Systemelemente
gemeinsam platzsparend in einer integrierten Bauweise physikalisch in der erfindungsgemäßen
Anordnung 7 angeordnet sein. Häufig kann auch ein in physikalischer Form einzeln vorliegendes
Bauelement mehrere logische Funktionen übernehmen, wie dies beispielsweise bei Resolvern
sowie optischen bzw. magnetischen Encodern der Fall ist. Diese können gleichzeitig
als Positionsmesseinrichtung 4 und als Beschleunigungsmesseinrichtung 2 dienen. Aus
dem Drehwinkel der Scheibe eines optischen oder magnetischen Encoders ergibt sich
beispielsweise einerseits die Möglichkeit einer inkrementalen Positionsbestimmung
und andererseits allein aus der Tatsache, dass sich die Scheibe in Drehbewegung setzt,
sowie aus der detektierten Geschwindigkeitsveränderung die Möglichkeit der Messung
der Beschleunigung. Natürlich kann auch eine Absolut-Positionsmessung vorgesehen sein.
Weiters bietet sich die Möglichkeit an, als kombinierte Positions- und Geschwindigkeitsmesseinrichtung
ein Tachometer zu verwenden.
[0052] In den Fig. 15a und 15b ist in schematischer Weise in Seitenansicht bzw. in Draufsicht
auf die Bodenfläche des bewegbaren Möbelteils 3 eine denkbare Anordnung der Systemeinheiten
gezeigt. Zu erkennen sind in Fig. 15a eine Seitenfläche 13 des bewegbaren Möbelteils
3 mit einer Frontblende 26, wobei in diesem Ausführungsbeispiel die erfindungsgemäße
Anordnung 7 als Touch-Latch-Konstruktion ausgeführt ist. Das bewegbare Möbelteil 3
steht in Verbindung mit einem Riemen 17, der über zwei Rollen 18 seinerseits in Verbindung
mit einer Antriebseinheit 5 steht. Die Kraftübertragung erfolgt in diesem Ausführungsbeispiel
beidseitig mit Hilfe einer Verbindungswelle 19. Die Kraftübertragung von der Antriebseinheit
5 erfolgt in diesem Ausführungsbeispiel über zwei Getriebe 22, die links und rechts
von der Antriebseinheit angeordnet sind, und in Verbindung mit der Verbindungswelle
19 stehen. Zu erkennen ist ebenfalls eine Beschleunigungsmesseinrichtung 2, die zwischen
einem Getriebe 22 und der Antriebseinheit 5 angeordnet ist. Die übrigen Systemkomponenten,
wie beispielsweise die Positionsmesseinrichtung 4, die Istwertberechnungseinrichtung
8, der Antriebseinheitregler 10 sowie die Initialisierungsvorrichtung 6 sowie deren
etwaigen Betätigungselemente wurden in den Fig. 15a und 15 b nicht dargestellt. Sie
können wie oben erläutert in einer dem durchschnittlichen Fachmann geläufigen Weise
in den dargestellten Systemkomponenten integriert sein und so ihre Funktionen verrichten.
[0053] In allen Figuren wurde auf die Darstellung und Beschreibung von dem Stand der Technik
entsprechenden Details sowie Funktionsweisen, die dem Durchschnittsfachmann geläufig
sind, verzichtet.
1. Anordnung mit wenigstens einem bewegbaren Möbelteil, insbesondere mit einer Schublade,
oder dergleichen, mit wenigstens einer Antriebseinheit und mit wenigstens einer Regeleinrichtung
zur Regelung der wenigstens einen Antriebseinheit, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (7) wenigstens eine, vorzugsweise analoge, Beschleunigungsmesseinrichtung
(2) aufweist, wobei die wenigstens eine Beschleunigungsmesseinrichtung (2) ein für
durch von außen an das wenigstens eine bewegbare Möbelteil (3) angelegte Kräfte verursachte
Beschleunigungen charakteristisches Beschleunigungssignal erzeugt, welches der wenigstens
einen Regeleinrichtung (1) zuführbar ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Antriebseinheit (5) einen elektrischen Motor umfaßt.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschleunigungssignal Informationen über den Betrag und/oder über die Richtung,
vorzugsweise über die Richtungskomponente parallel zur Auszugsrichtung des bewegbaren
Möbelteils (3) der durch von außen an das bewegbare Möbelteil (3) angelegten Kräfte
verursachten Beschleunigung beinhaltet.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (1) bei einer kurzen, von der Beschleunigungsmesseinrichtung
(2) gemessenen Zug- oder Druckbeschleunigung der Antriebseinheit (5) einen Steuerbefehl
zum Bewegen des bewegbaren Möbelteils (3) in Richtung der Zug- oder Druckbeschleunigung
zusendet.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) das bewegbare Möbelteil (3) über eine vorgegebene Zeitspanne
(to) annähernd gleichmäßig beschleunigt.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Positionsmesseinrichtung (4) aufweist, welche ein für den Öffnungszustand
des bewegbaren Möbelteils (3) charakteristisches und der Regeleinrichtung (1) zuführbares
Positionssignal erzeugt.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) das bewegbare Möbelteil (3) nur über einen vorgebbaren bzw.
vorgegebenen Teilweg (S1, S2, S3), dessen Länge kleiner ist als die Länge des Gesamtweges (S) zwischen der geschlossenen
und der geöffneten Endlage des bewegbaren Möbelteils (3), beschleunigt.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des bewegbaren Möbelteils (3) durch die Antriebseinheit (5) unabhängig
vom Betrag der Zug- oder Druckbeschleunigung ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (1) eine Istwertberechnungseinrichtung (8) aufweist, welche
aus dem von der Positionsmesseinrichtung (4) erzeugten Positionssignal, die momentane
Istposition und/oder die momentane Istgeschwindigkeit des bewegbaren Möbelteils (3)
berechnet.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (1) beim Eingang eines vorbestimmten Positionssignals die momentane
Istgeschwindigkeit durch Weitergabe eines Regelsignals an einen Antriebseinheitregler
(10) an eine vorbestimmte Sollgeschwindigkeit anpaßt, wobei der Antriebseinheitregler
(10) die Antriebseinheit (5) ansteuert.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Sollgeschwindigkeit Null ist.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Sollgeschwindigkeit bei der geöffneten Endlage des bewegbaren Möbelteils
(3) erreicht wird.
13. Anordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Sollgeschwindigkeit bei der geschlossenen Endlage des bewegbaren
Möbelteils (3) erreicht wird.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine Initialisierungsvorrichtung (6) umfaßt, welche ein jeweils für
bestimmte vorgegebene Positionen des bewegbaren Möbelteils (3) charakteristisches,
wenigstens der Positionsmesseinrichtung (4) zuführbares, Signal erzeugt.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine der vorgegebenen Positionen die geschlossene Endlage des bewegbaren Möbelteils
(3) ist.
16. Anordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine der vorgegebenen Positionen die geöffnete Endlage des bewegbaren Möbelteils
(3) ist.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Initialisierungsvorrichtung (6) über ein von außerhalb der Anordnung (7) betätigbares
Betätigungselement (9) auslösbar ist.
18. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Initialisierungsvorrichtung (6) über ein innerhalb der Anordnung (7) angeordnetes,
vom bewegbaren Möbelteil (3) betätigbares Betätigungselement (11) auslösbar ist.
19. Anordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (11) ein Druckschalter ist.
20. Anordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (11) ein induktiver oder kapazitiver Sensor ist.
21. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Initialisierungsvorrichtung (6) durch die Herstellung einer leitenden Verbindung
der Anordnung (7) mit einer Spannungsquelle über ein Auslöseelement (20) auslösbar
ist.
22. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die der Antriebseinheit (5) zugeführte Stromstärke, vorzugsweise vom Antriebseinheitregler
(10), gemessen und bei Überschreitung eines vorgegebenen Höchstwertes innerhalb einer
vorgegebenen Zeit die Initialisierungsvorrichtung (6) ausgelöst wird.
23. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Initialisierungsvorrichtung (6) ausgelöst wird, wenn der Betrag der Geschwindigkeit
des bewegbaren Möbelteils (3) über eine vorgegebene Zeitspanne kleiner gleich einem
vorgegebenen Grenzwert, vorzugsweise Null, ist.
24. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Initialisierungsvorrichtung (6) durch Handauszug auslösbar ist.
25. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegbare Möbelteil (3) eine Schublade ist, die bewegbar an seitlich innerhalb
der Anordnung (7) angeordneten Zargen (14, 15) gelagert ist.
26. Anordnung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) an einer Zarge (14, 15) angebracht ist.
27. Anordnung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) an der der Rückwand (16) des bewegbaren Möbelteils (3) gegenüberliegenden
Innenfläche der Anordnung (7), vorzugsweise in annähernd gleichem Abstand zu den beiden
Seitenwänden der Anordnung (7), angebracht ist.
28. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) in ständiger Verbindung mit dem bewegbaren Möbelteil (3)
steht.
29. Anordnung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) über wenigstens ein Seil oder einen Riemen (17), vorzugsweise
Zahnriemen, oder über ein in eine Zahnstange eingreifendes Zahnrad in ständiger Verbindung
mit dem bewegbaren Möbelteil (3) steht.
30. Anordnung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Riemen (17) oder das Seil über wenigstens zwei Rollen (18) läuft,
die an einer seitlichen Zarge (14, 15) angeordnet sind.
31. Anordnung nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden seitlichen Zargen (14, 15) jeweils wenigstens zwei Rollen (18) angeordnet
sind, über die der jeweilige Riemen (17) oder das Seil läuft.
32. Anordnung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei an unterschiedlichen Zargen (14, 15) angeordnete Rollen (18) über
eine Verbindungswelle (19) miteinander in - vorzugsweise starrer - Verbindung stehen.
33. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Rolle (18) an wenigstens einer Zarge (14, 15) durch die Antriebseinheit
(5) antreibbar ist.
34. Anordnung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Rolle (18) an wenigstens einer Zarge (14, 15) über ein Getriebe
(22) durch die Antriebseinheit (5) antreibbar ist.
35. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Resolver zur Messung der Position und/oder der Geschwindigkeit und/oder
der Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils (3) umfaßt, dessen Signale zumindest
der Regeleinrichtung (1) zuführbar sind.
36. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen optischen Encoder zur Messung der Position und/oder der Geschwindigkeit
und/oder der Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils (3) umfaßt, dessen Signale zumindest
der Regeleinrichtung (1) zuführbar sind.
37. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen magnetischen Encoder zur Messung der Position und/oder der Geschwindigkeit
und/oder der Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils (3) umfaßt, dessen Signale zumindest
der Regeleinrichtung (1) zuführbar sind.
38. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) einen bürstenlosen Gleichstrommotor umfaßt und die Messung
der Position und/oder der Geschwindigkeit und/oder der Beschleunigung des bewegbaren
Möbelteils (3) direkt über das Kommutatorsignal des Motors erfolgt, wobei die derart
gewonnenen Signale der Regeleinrichtung (1) zuführbar sind.
39. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (5) einen elektrischen Motor - vorzugsweise einen Gleichstrommotor
- umfaßt und die Positionsmeßeinrichtung (4) in den elektrischen Motor integriert
ist.
40. Verfahren zum Bewegen eines in oder an einer Anordnung gelagerten bewegbaren Möbelteils,
insbesondere Schublade, durch eine Antriebseinheit, insbesondere elektrischer Motor,
wobei die Anordnung einen Antriebeinheitsregler und eine Positionsmesseinrichtung
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmesseinrichtung (4) dem Antriebeinheitsregler (10) Signale zusendet
und der Antriebeinheitsregler (10) in Abhängigkeit von diesen Signalen der Antriebseinheit
(5) den Befehl zur Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils (3) gibt.
41. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmesseinrichtung (4) bei einer extern verursachten Änderung des Bewegungszustandes
des bewegbaren Möbelteils (3) ein Signal an den Antriebeinheitsregler (10) sendet
und dieser der Antriebseinheit (5) den Befehl zur Beschleunigung des bewegbaren Möbelteils
(3) gibt.
42. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmesseinrichtung (4) nach der Bewegung des bewegbaren Möbelteils (3)
über eine vorgebbare bzw. vorgegebene Strecke ein Signal an den Antriebeinheitsregler
(10) sendet und dieser der Antriebseinheit (5) den Befehl zur Beschleunigung des bewegbaren
Möbelteils (3) gibt.
43. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die vom bewegbaren Möbelteil (3) zurückzulegende Strecke, nach der die Positionsmesseinrichtung
(4) ein Signal an den Antriebeinheitsregler (10) abgibt, je nach Bewegungsrichtung
des bewegbaren Möbelteils (3) unterschiedlich einstellbar bzw. eingestellt ist.