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EP 1 375 289 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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02.01.2004 Patentblatt 2004/01 |
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Anmeldetag: 26.05.2003 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK |
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Priorität: |
17.06.2002 DE 10226898
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Böhm, Artur
81547 München (DE)
- Ebert, Frank
80634 München (DE)
- Gau, Harald
18528 Parchtitz (DE)
- Moy, Norbert
82362 Weilheim (DE)
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Vorrichtung zur Übertragung von Antriebs- und Bremsmomenten zwischen einem Achsgetriebe
und Radeinheiten eines Spurwechselfahrwerks |
(57) Zwischen einem Achsgetriebe (1) und Radeinheiten (2) eines Spurwechselfahrwerks auftretende
Antriebs- und Bremsmomente werden durch eine innenverzahnte Getriebehohlwelle (3)
zwei Verbindungswellen (4) übertragen. Die Verbindungswellen (4) weisen an jedem Ende
eine bogenverzahnte Zahnscheibe (5) auf. Die an den außenliegenden Enden der Verbindungswellen
(4) angeordneten Zahnscheiben (5) greifen in Zahnhülsen (7) ein, die jeweils an den
inneren Enden von Radwellen (6) der Radeinheiten (2) befestigt sind.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung von Antriebs- und Bremsmomenten
zwischen einem Achsgetriebe und Radeinheiten eines Spurwechselfahrwerks.
[0002] Es ist bekannt, bei einem Spurwechselfahrwerk für den Antrieb eines Paares verschiebbarer
Radeinheiten einen Hohlwellen-Kardan-Antrieb einzusetzen (Fahrzeuge TALGO-BT).
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Spurwechselfahrwerk die Vorrichtungen
zur Übertragung von Antriebs- und Bremsmomenten zwischen den Achsgetrieben und den
Radeinheiten so auszubilden, daß die axialen Verschiebungen der Radeinheiten sowie
primäre Federwege und vertikaler Versatz der Radeinheiten während des Umspurvorganges
ausgeglichen werden. Überdies sollen die vorgenannten Vorrichtungen im Hinblick auf
in der Regel beengte Einbauverhältnisse besonders kompakt ausgeführt sein.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine innenverzahnte Getriebehohlwelle
die Antriebs- und Bremsmomente auf zwei Verbindungswellen überträgt, die an jedem
Ende eine bogenverzahnte Zahnscheibe aufweisen, wobei die an den außenliegenden Enden
der Verbindungswellen angeordneten Zahnscheiben in Zahnhülsen eingreifen, die jeweils
an den inneren Enden von Radwellen der Radeinheiten befestigt sind.
[0005] Die erfindungsgemäß vorgesehenen Antriebselemente (Bogenverzahnungen) ermöglichen
vorteilhaft gleichzeitig die axiale Verschiebung der Radeinheiten beim Spurwechsel
und den radialen Bewegungsausgleich. Es treten keine Verspannungen im Antriebsstrang
auf. Diese Kombination der Funktionen spart Bauraum, wobei weitere Übertragungselemente
(Kupplungen) im Antriebsstrang entbehrlich sind.
[0006] Im weiteren wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben,
das in der Zeichnung prinzipartig dargestellt ist. Die Zeichnung zeigt eine angetriebene
Achse eines Spurwechselfahrwerks im Querschnitt.
[0007] Wie ersichtlich, sind die Radeinheiten 2 jeweils an Rahmenteilen 8 des Fahrwerks
gelagert und gegenüber diesen Rahmenteilen 8 beispielsweise durch Zahnprofilplatten
9 in einer definierten Spurweite axial positioniert. Die Zahnprofilplatten 9 übertragen
auch die vertikalen Gewichtskräfte zwischen den Radeinheiten 2 und den Rahmenteilen
8 sowie Quer- und Längskräfte.
[0008] Das mit einem Antriebsmotor verbundene Achsgetriebe 1 hat eine innenverzahnte Getriebehohlwelle
3, auf der Bremsscheiben 10 angeordnet sind. Diese Getriebehohlwelle 3 überträgt die
Antriebs- und Bremsmomente auf zwei Verbindungswellen 4, die an jedem Ende eine bogenverzahnte
Zahnscheibe 5 aufweisen. Die Verbindungswellen 4 wirken über ihre der Längsmitte zugewandten
inneren Zahnscheiben 5 mit der Innenverzahnung der Getriebehohlwelle 3 zusammen. Die
an den außenliegenden Enden der Verbindungswellen 4 befindlichen Zahnscheiben 5 greifen
in Zahnhülsen 7 ein, die jeweils an den inneren Enden von Radwellen 6 der Radeinheiten
2 befestigt sind. Die bei einem Spurwechsel auftretenden axialen Wege werden innerhalb
der Wirkverbindung der Zahnscheiben 5 mit den Zahnhülsen 7 aufgenommen.
[0009] Für eine sichere Momentenübertragung und gute Zentrierung ist als Verbindung zwischen
der jeweiligen Radwelle 6 und ihrer Zahnhülse 7 eine Hirth-Stirnverzahnung vorgesehen.
Für die notwendigen Abdichtungen zwischen der Getriebehohlwelle 3 und den Zahnhülsen
7 an den Radwellen 6 können beispielsweise nicht dargestellte Faltenbälge eingesetzt
werden.
Bezugszeichenliste
[0010]
- 1
- Achsgetriebe
- 2
- Radeinheit
- 3
- Getriebehohlwelle
- 4
- Verbindungswelle (mit 5)
- 5
- bogenverzahnte Zahnscheibe
- 6
- Radwelle
- 7
- Zahnhülse (an 6)
- 8
- Rahmenteil des Fahrwerks
- 9
- Zahnprofilplatte
- 10
- Bremsscheibe
1. Vorrichtung zur Übertragung von Antriebs- und Bremsmomenten zwischen einem Achsgetriebe
(1) und Radeinheiten (2) eines Spurwechselfahrwerks, dadurch gekennzeichnet, daß eine innenverzahnte Getriebehohlwelle (3) die Antriebs- und Bremsmomente auf zwei
Verbindungswellen (4) überträgt, die an jedem Ende eine bogenverzahnte Zahnscheibe
(5) aufweisen, wobei die an den außenliegenden Enden der Verbindungswellen (4) angeordneten
Zahnscheiben (5) in Zahnhülsen (7) eingreifen, die jeweils an den inneren Enden von
Radwellen (6) der Radeinheiten (2) befestigt sind.