[0001] Die Erfindung betrifft eine Zigarettenpackung-Verpakkungsvorrichtung mit einer Transporteinrichtung,
die mindestens eine Packungs-Aufnahme aufweist, die für jedes Packungsende ein Paar
von einander gegenüberliegenden Halteflächen aufweist, zwischen die eine Packung in
einer Einschubrichtung einführbar ist, wobei die Aufnahme durch eine Bewegung der
Transporteinrichtung in mehrere Positionen verlagerbar ist.
[0002] Zigarettenpackungen werden vielfach noch mit einer Umhüllung aus einer Polypropylen-Folie
versehen. Diese Folie ist durchsichtig, hindert also den freien Blick auf die Zigarettenpackung
nicht. Sie dient u.a. dazu, den Feuchtigkeitsgehalt der Zigaretten in der Packung
zumindest über einen gewissen Zeitraum aufrechtzuerhalten.
[0003] Zum Verpacken einer Zigarettenpackung mit einer derartigen Polypropylen-Folie wird
die Folie U-förmig um die Zigarettenpackung herumgelegt und zwar so, daß sie die beiden
größten Flächen der Zigarettenpackung und eine der dazwischen liegenden längeren Schmalseiten
der Zigarettenpackung bedeckt. Die auf diese Weise vorbereitete Zigarettenpackung
wird in die Transporteinrichtung eingeschoben und zwar in die Packungs-Aufnahme. Die
Transporteinrichtung ist nun bewegbar, so daß die Aufnahme in mehrere Positionen verlagerbar
ist. In einigen oder in allen Positionen sind weitere Handhabungsvorrichtungen für
die Folie vorgesehen. So kann die Folie in einer Position weiter gefaltet werden.
In einer anderen Position kann dann die gefaltete Folie verklebt oder durch Siegeln
verschlossen werden. Selbstverständlich sind auch mehrere Bearbeitungsschritte in
einer Position möglich. In der letzten Position wird die Zigarettenpackung dann aus
der Transporteinrichtung ausgestoßen. Damit in jeder Position die notwendige Bearbeitungszeit
zur Verfügung steht, wird die Transporteinrichtung getaktet bewegt.
[0004] Die bislang verwendeten Folien hatten eine Dicke von etwa 20 µm. Die Handhabung einer
derartigen Folie war bei einer genau eingestellten Verpackungsvorrichtung mit relativ
wenigen Problemen verbunden.
[0005] Im Zuge eines zunehmenden Umweltbewußtseins möchte man Abfallmengen so klein wie
möglich halten. Man ist daher dazu übergegangen, die Folie dünner zu machen. Derzeit
verwendet man Folien mit einer Dicke von etwa 16 µm.
[0006] Es hat sich nun gezeigt, daß bei der Verwendung von dünneren Verpackungsfolien das
Aussehen der Zigarettenpackung leidet. Es ergibt sich eine unruhige Oberfläche, die
bis zu einer Wellenbildung führen kann.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gefälliges Aussehen der Verpackung
zu erreichen.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer Zigarettenpackung-Verpakkungsvorrichtung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß die Aufnahme eine Spreizeinrichtung aufweist, die
quer zur Einschubrichtung auf mindestens eine Oberfläche der Packung wirkt.
[0009] Mit dieser Ausgestaltung wird die Folie an der Oberfläche der Packung, auf die die
Spreizeinrichtung wirkt, ausgestreckt oder zumindest glattgezogen. Da die Pakkung
in der Aufnahme klemmend gehalten ist, bleibt der glattgezogene Zustand der Folie
erhalten. Wenn die Verpackung der Zigarettenpackung fertiggestellt ist und die Zigarettenpackung
aus der Verpackungsvorrichtung ausgestoßen wird, dann kann sich im Grunde keine negative
Veränderung der Folienverpackung mehr ergeben, weil die Folien-Umverpackung der Zigarettenpackung
dann einen in sich geschlossenen Aufbau hat, bei dem Folienabschnitte beispielsweise
an einer Längsseite und an den beiden Stirnseiten der Zigarettenpackung miteinander
verklebt sind. Das Risiko einer nachträglichen Wellenbildung ist also relativ gering.
Wenn man aber durch die Verwendung der Spreizeinrichtung in der Aufnahme die Folie
erst einmal glattgezogen hat, dann erhält man ein gefälliges Aussehen, was beim späteren
Behandeln der Zigarettenpackung in der Verpackungsvorrichtung erhalten bleibt.
[0010] Vorzugsweise wirkt die Spreizeinrichtung nur auf eine Seite der Packung. Dies vereinfacht
den Aufbau der Verpackungsvorrichtung. Man hat festgestellt, daß das unruhige Aussehen
vor allem auf einer Seite der Zigarettenpackung auftritt und zwar auf der Seite, die
nicht vollständig eben ist. Dies ist bei vielen Zigarettenpackungen die Seite, auf
der sich eine Klappe öffnet. Die Stoßkante zwischen Klappe und Korpus der Zigarettenpackung
ist in vielen Fällen gestuft. Wenn man nun das Spreizen der Spreizeinrichtung auf
diese Seite beschränkt, dann erhält man trotz eines verringerten Aufwands ein gefälliges
Aussehen der gesamten verpackten Zigarettenpackung.
[0011] Vorzugsweise weist die Spreizeinrichtung mindestens eine quer zur Einschubrichtung
verlagerbare Backe auf, auf der eine Haltefläche angeordnet ist. Dies ist eine besonders
einfache und dennoch wirkungsvolle Ausgestaltung der Spreizeinrichtung. Die Zigarettenpackung
wird mit der Folie zusammen in die Aufnahme eingeschoben und liegt dabei mit einer
gewissen Klemmkraft an den vier Halteflächen an. Die Halteflächen wirken, wie oben
ausgeführt, auf die Enden der größten Flächen der Zigarettenpackung, d.h. auf die
Vorderseite und auf die Rückseite. Wenn man nun mindestens eine Haltefläche verlagerbar
ausgestaltet, dann erreicht man durch das Verlagern dieser Haltefläche die gewünschte
Glattzieh- oder Streckbewegung, mit der die Folie glattgezogen oder ausgestreckt wird.
Die "Mitnahme" der Folie erfolgt dabei im Prinzip nur durch einen Reibschluß. Die
Folie wird also durch die Bewegung nicht beschädigt. Wenn die Folie ihre größte Länge
erreicht hat, also vollständig glattgezogen worden ist, dann kann die Haltefläche
an der Folie entlanggleiten. Dies ist unschädlich, weil dadurch keine erneute Wellenbildung
in der Folie provoziert wird.
[0012] Vorzugsweise weist die Spreizeinrichtung zwei Backen auf, die in entgegengesetzte
Richtungen bewegbar sind und auf die gleiche Seite der Packung wirken. Die beiden
Backen streichen dann die Folie auf einander entgegengesetzten Enden glatt, d.h. die
Folie wird von beiden Enden glattgezogen. Dies hat den Vorteil, daß die Beaufschlagung
der Folie symmetrisch erfolgen kann. Ein Schiefziehen der Folie ist damit also nicht
verbunden. Man kann nach wie vor sicherstellen, daß die Überstände der Folie an den
beiden Enden der Zigarettenpackung gleich sind oder zumindest ihre voreingestellte
Länge beibehalten.
[0013] Vorzugsweise ist die Backe quer zur Einschubrichtung frei verlagerbar, wobei ein
äußerer Antrieb vorgesehen ist, der die Position der Backe in der Transporteinrichtung
bestimmt. Die Backe ist also in der Transporteinrichtung schwimmend gelagert und nicht
durch irgendwelche Rückstellfedern oder sonstige Rückstellelemente belastet. Sie wird
lediglich von außen angetrieben. Wenn der äußere Antrieb fehlt, dann bleibt sie in
der Position, die der äußere Antrieb oder ein anderer äußerer Einfluß zuletzt eingestellt
hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Zigarettenpackung in die Aufnahme eingeschoben
worden ist. In diesem Fall sind nämlich die Klemmkräfte, die auf die Backe wirken,
so groß, daß eine unbeabsichtigte Verstellung der Backe nicht möglich ist. Wenn also
der äußere Antrieb die Backe verschoben hat und damit die Folie ausgestreckt worden
ist, dann wird dieser Zustand beibehalten, auch wenn die Transporteinrichtung weiter
bewegt wird. Erst dann, wenn die Backe von außen wieder zurückgeschoben wird, ändert
sie ihre Position. Dies ist aber erst dann der Fall, wenn die Zigarettenpackung aus
der Transporteinrichtung ausgeworfen worden ist.
[0014] Bevorzugterweise ist zumindest ein Teil des Antriebs ortsfest in der Verpackungsvorrichtung
angeordnet und die Aufnahme ist gegenüber diesem Teil bewegbar. Dies hat vor allem
bei der Verwendung von mehreren Aufnahmen in der Transporteinrichtung Vorteile. Man
benötigt den ortsfesten Teil des Antriebs lediglich einmal. Dieser Teil kann dann
nacheinander auf mehrere Backen wirken, die in hintereinander angeordneten Aufnahmen
der Transporteinrichtung angeordnet sind. Dadurch, daß der Teil ortsfest ist, muß
er nicht mitbewegt werden. Wenn man sich vor Augen hält, daß die Transporteinrichtung
mit relativ großen Geschwindigkeiten bewegt wird und beispielsweise mehrere 100 Zigarettenpackungen
in der Minute handhaben muß, wird klar, daß der Verzicht auf eine Bewegung des Teils
der Transporteinrichtung erhebliche Vereinfachungen beim Aufbau der Transporteinrichtung
mit sich bringt.
[0015] Auch ist bevorzugt, daß der ortsfest angeordnete Teil von einem mit der Transporteinrichtung
bewegbaren Teil bewegbar ist. Damit kann man eine Zwangssteuerung des Antriebs erreichen
und zwar in Abhängigkeit von der Bewegung der Transporteinrichtung. Eine Synchronisierung
von außen ist nicht erforderlich. Vielmehr wird der Antrieb damit automatisch auf
die Bewegung der Transporteinrichtung synchronisiert.
[0016] Vorzugsweise ist der ortsfest angeordnete Teil durch eine Schwenkhebelanordnung gebildet.
Eine Schwenkhebelanordnung schwenkt einen oder mehrere Hebel nach außen oder nach
innen. Eine derartige Schwenkbewegung kann relativ schnell ablaufen. Mit der Transporteinrichtung
können daher hohe Geschwindigkeiten gefahren werden.
[0017] Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Schwenkhebelanordnung einen ersten Hebel
aufweist, der in einer Richtung auf die Backe wirkt, und einen zweiten Hebel, der
in entgegengesetzter Richtung auf die Backe wirkt. Man benutzt also den einen Hebel,
um die Backe so zu verlagern, daß sie die Folie ausstreckt oder ausbreitet, und den
anderen Hebel dazu, daß er die Backe wieder in seine Ausgangsposition zurückfährt.
Durch die Entkopplung beider Bewegungen kann man die Hebel auf die ihnen jeweils zugedachte
Funktion hin optimieren.
[0018] Vorzugsweise weist die Schwenkhebelanordnung eine Vorspanneinrichtung auf, mit der
sie in Anlage am bewegbaren Teil des Antriebs gehalten ist. Der bewegbare Teil des
Antriebs kann beispielsweise durch eine Nockenscheibe gebildet sein. Wenn man die
Schwenkhebelanordnung oder einen Teil davon zwangsweise in Anlage an der Nockenscheibe
hält, dann muß die Hebelanordnung den Höhen und Tiefen, die auf der Nockenscheibe
ausgebildet sind, folgen. Dies ist eine relativ einfache Art und Weise, eine Zwangsführung
zu bewirken.
[0019] Vorzugsweise ist die Transporteinrichtung als Stern ausgebildet, der um eine Achse
drehbar ist. Mit einem schrittweise drehbaren Stern lassen sich relativ hohe Arbeitsgeschwindigkeiten
erreichen.
[0020] Hierbei ist bevorzugt, daß der Stern zwei Stirnwände aufweist, zwischen denen ein
Freiraum angeordnet ist. Auf diese Weise ist es möglich, mit Bearbeitungseinrichtungen
auf die Zigarettenpackung auch dann einzuwirken, wenn sie in der Aufnahme angeordnet
ist, beispielsweise auch mit einer Ausstoßeinrichtung.
[0021] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in
Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Zigarettenpackung-Verpackungsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht entlang einer Mittelebene,
- Fig. 3
- eine Hälfte der Verpackungsvorrichtung beim Ausstreifvorgang,
- Fig. 4
- die Hälfte der Verpackungsvorrichtung bei einem Rückstellvorgang und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Funktionsprinzips.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Zigarettenpackung-Verpackungsvorrichtung 1 mit einem als Transportvorrichtung
ausgebildeten Stern 2, der zwei Stirnwände 3, 4 aufweist, die gemeinsam mit einer
Welle 5 drehbar sind. Die Drehbewegung des Sterns 2 erfolgt dabei indexiert oder in
Schritten, d.h. nach einer vorbestimmten Drehung von im vorliegenden Fall 60° hält
der Stern 2 für eine kurze Zeit an.
[0023] Im Stern 2 sind mehrere, im vorliegenden Fall sechs, Aufnahmen 7 angeordnet, die
anhand von Fig. 2 näher erläutert werden sollen. Die Aufnahmen 7 sind in Umfangsrichtung
des Sterns 2 jeweils mit Winkelabständen von 60° angeordnet.
[0024] Jede Aufnahme 7 weist in jeder Stirnwand 3, 4 (in Fig. 2 ist nur die Stirnwand 3
dargestellt) zwei Halteflächen auf, nämlich eine obere Haltefläche 8 und eine untere
Haltefläche 9. Zwischen diese Haltefläche 8, 9 ist eine in Fig. 2 schematisch dargestellte
Zigarettenpackung 10 in eine Einschubrichtung 11, die durch einen Pfeil dargestellt
ist, einführbar. Die Zigarettenpakkung 10 ist vor dem Einführen in die Aufnahme 7
mit einer Folie 12 aus Polyethylen versehen worden, die aus einem Spender 13 stammt.
Vor oder spätestens beim Einführen in die Aufnahme 7 legt sich die Folie 12 an die
Oberseite 14 und die Unterseite 15 der Zigarettenpakkung an. Die Begriffe "Oberseite"
und "Unterseite" beziehen sich auf die Darstellung der Fig. 2 und dienen dazu, die
Erläuterung zu vereinfachen. Im allgemeinen wird man die entsprechenden Seiten als
Vorder- und als Rückseite der Zigarettenpackung bezeichnen. Die Zigarettenpackung
10 wird mit einer ihrer längeren Schmalseiten 16 voran in die Aufnahme 7 eingeführt.
Die Aufnahme 7 weist dabei eine Faltwand 17 auf, die sich parallel zur Stirnwand 3
erstreckt und dafür sorgt, daß ein Überstand der Folie 12, der über die kürzere Schmalseite
übersteht, auf diese kürzere Schmalseite (in Fig. 2 parallel zur Zeichenebene) eingefaltet
wird. Die Faltwand 17 ist ortsfest in der Stirnwand 3 befestigt.
[0025] Da in jeder Stirnwand 3, 4 eine entsprechende Aufnahme vorgesehen ist, wird die Zigarettenpackung
10 an ihren beiden Enden gleichartig gehalten.
[0026] Der Abstand der beiden Halteflächen 8, 9 ist so eingestellt, daß er sehr genau der
Dicke der Zigarettenpakkung 10, also dem Abstand zwischen Oberseite 14 und Unterseite
16, entspricht und dabei ein kleines Untermaß aufweist. Wenn die Zigarettenpackung
10 unter Zwischenlage der Polypropylen-Folie 12 mit einer Dicke von etwa 16 µm in
die Aufnahme 7 eingeführt wird, dann wird die Zigarettenpackung 10 dort klemmend gehalten.
Die Folie 12 ist für jede Zigarettenpackung 10 mit einer solchen Länge aus dem Spender
13 zur Verfügung gestellt worden, daß sie dann, wenn die Zigarettenpackung 10 in der
Aufnahme 7 aufgenommen worden ist, über die andere längere Schmalseite 18 übersteht
und auf diese Schmalseite 18 eingefaltet werden kann.
[0027] Beim Einführen der Zigarettenpackung 10 in die Aufnahme 7 steht der Stern 2 still.
Nach einer Drehbewegung von 60° wird der Stern erneut angehalten. Die Aufnahme 7 befindet
sich dann in einer zweiten Bearbeitungsposition 19. Dort kann beispielsweise der Überstand
der Folie 12 auf die Schmalseite 18 eingefaltet werden. In einer weiteren Bearbeitungsstation
20 können die eingefalteten Überstände versiegelt werden oder auf andere Weise miteinander
verklebt werden. In einer dritten Station 21 wird die dann fertig umverpackte Zigarettenverpakkung
10 aus der Verpackungsvorrichtung 1 ausgestoßen.
[0028] Jede Aufnahme 7 ist nun mit einer Spreizeinrichtung versehen, die im folgenden erläutert
wird.
[0029] Die untere Haltefläche 9 ist auf einer Backe 22 angeordnet, die auf einer Parallelführung
23 parallel zur Achse 24 der Welle 5 verlagerbar ist. Die Lagerung der Backe 22 ist
dabei schwimmend, d.h. die Backe 22 ist im Prinzip in der Stirnwand 3 frei beweglich.
Es ist keine Rückstellfeder oder ähnliches vorgesehen, mit der der Backe 22 eine Ruheposition
in der Stirnwand 3 zugeordnet werden kann.
[0030] Dennoch ist die Bewegung der Backe 22 gesteuert. Hierzu ist ein Antrieb vorgesehen,
der sich aus zwei Teilen zusammensetzt.
[0031] An einer unbeweglichen Basis 25, beispielsweise einem Teil des Maschinengestells,
an dem auch der Stern 2 drehbar gelagert ist, ist eine Schwenkhebelanordnung 26 um
einen Drehpunkt 27 drehbar gelagert. Für jede Stirnwand 3 ist eine entsprechende Schwenkhebelanordnung
26 vorgesehen. Die Schwenkhebelanordnung 26 bildet einen ortsfesten oder unbeweglichen
Teil des Antriebs.
[0032] Die Schwenkhebelanordnung 26 weist einen zweiarmigen Steuerhebel 28 auf, dessen einer
Arm mit einer Rolle 29 an einer Kurvenscheibe 30 anliegt. Die Anlage wird durch eine
Zugfeder 31 bewirkt, die auf den anderen Arm des doppelarmigen Hebels 28 wirkt und
die beiden zweiarmigen Hebel 28 der beiden Stirnwände 3, 4 auf der der Kurvenscheibe
30 abgewendeten Seite des Drehpunkts 27 zusammenzieht.
[0033] Die Kurvenscheibe 30, die man auch als Nockenscheibe bezeichnen kann, weist Vertiefungen
32 und Erhöhungen 33 auf. Der Übergang zwischen Erhöhungen und Vertiefungen erfolgt
über Rampen 34. Die Kurvenscheibe 30 bildet einen beweglichen Teil des Antriebs.
[0034] Der zweiarmige Hebel 28 ist starr verbunden mit einem ersten Hebel 35 und einem zweiten
Hebel 36 (in Fig. 1 für die Schwenkhebelanordnung der Stirnwand 4 eingezeichnet).
Wenn der zweiarmige Hebel 28 verschwenkt wird, dann folgen die beiden Hebel 35, 36
dieser Bewegung.
[0035] Die Kurvenscheibe 30 ist drehfest mit ihrer Stirnwand 3 verbunden. Wenn also die
Stirnwand 3, 4 des Sterns 2 gedreht wird, dann dreht sich die Kurvenscheibe 30 mit.
Hierbei führt sie eine Relativbewegung zum zweiarmigen Hebel 28 aus. Durch die Vertiefungen
32 und die Erhöhungen 33 wird dann, wenn sich der Stern 2 dreht, eine Schwenkbewegung
des Hebels 28 und damit eine entsprechende Schwenkbewegung der Hebel 35, 36 bewirkt.
[0036] Wenn also die Rolle 29 des Hebels 28 über eine Erhöhung 33 läuft, genauer gesagt
wenn eine Erhöhung 33 am Hebel 28 vorbeigeführt wird, dann werden die beiden Hebel
28, die den beiden Stirnwänden 3, 4 zugeordnet sind, so verschwenkt, daß ihre Rollen
29 aufeinander zu bewegt werden. Aufgrund der Umsetzung über den Drehpunkt 27 werden
die ersten Hebel 35 dann so verschwenkt, daß sie sich voneinander weg bewegen. Die
Hebel 35 wirken auf die Backe 22 dergestalt, daß die Backen 22 der Aufnahmen 7 in
den beiden Stirnwänden 3, 4 voneinander weg bewegt werden.
[0037] Da die Zigarettenpackung 10 mit der Folie 12 klemmend in der Aufnahme 7 gehalten
wird, führt die Bewegung der Backe 22 mit ihrer Haltefläche 9 dazu, daß die Folie
12 an der Unterseite 15 (bezogen auf die Darstellung der Figuren) auseinander gezogen
und damit gestrafft wird. Die Haltefläche 9 bewegt sich dabei unter der Faltwand 17
hindurch. Die Folie 12 ist durch einen Spalt 37 zwischen der unteren Haltefläche 9
und der Faltwand 17 geführt, so daß die Bewegung der Backe 22 tatsächlich ein Ausstreifen
oder Straffen der Folie 12 auf der Unterseite der Zigarettenpackung 10 bewirken kann.
[0038] In den meisten Fällen wird das Glattziehen der Folie 12 an einer Seite der Zigarettenpackung
10 ausreichen. Dies ist die Seite, die nicht eben ist. Bei Zigarettenverpackungen,
die eine Klappe zum Öffnen aufweisen, ist in der Regel am Ende der Klappe eine Stoßkante
vorhanden, die bei besonders dünnen Folien mit einer Dicke von etwa 16 µm einen glatten
Aufbau stört, wenn nicht, wie beschrieben, zusätzliche Maßnahmen durch eine Spreizeinrichtung,
die durch die Backe 22 gebildet ist, getroffen werden.
[0039] Wenn die Backe 22 axial nach außen (bezogen auf die Achse 24 des Sterns 2) verschoben
worden ist, dann bleibt sie in dieser Stellung. Sie wird dort durch die Klemmkräfte
gehalten, mit der die Zigarettenpackung 10 in der Aufnahme 7 gehalten ist. Die Folie
12 bleibt also so lange gespannt, bis die Zigarettenpackung 10 in der Position 21
aus dem Stern 2 ausgestoßen wird. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist aber die Umverpackung
der Zigarettenpackung 10 geschlossen, d.h. die Folie 12 ist an den jeweiligen Überständen
mit sich selbst verklebt. Spätestens dann, wenn die Umverpackung fertiggestellt ist,
ist aber ein Straffhalten der Folie 12 nicht mehr erforderlich.
[0040] Die Glattstreif- oder Ausziehbewegung der Backe 22 ist in Fig. 3 noch einmal dargestellt.
Der Hebel 28 wird durch eine Erhöhung 33 im Uhrzeigersinn (Pfeil 38) um den Drehpunkt
27 verschwenkt. Dabei drückt der erste Hebel 35 die Backe 22 parallel zur Achse 24
in Richtung eines Pfeils 39, also nach außen. Diese Bewegung erfolgt, sobald sich
der Stern 2 in Richtung eines Pfeiles 40 dreht.
[0041] Sobald die Backe 22 den Hebel 35, genauer gesagt dessen durch eine Rolle 41 gebildete
Anlagefläche, verlassen hat, hört die Bewegungssteuerung der Backe 22 auf. Die Backe
22 verbleibt dann in der nach außen verschobenen Position und hält die Folie 12 gestrafft.
[0042] Die Backe 22 muß allerdings wieder zurückgeschoben werden, damit sie bei der Aufnahme
der nächsten Zigarettenpackung in der Lage ist, die entsprechende Folie 12 wieder
glattzuziehen oder zu straffen. Diese Situation ist nun in Fig. 4 für die nächste
Aufnahme dargestellt. Der Stern 2 dreht sich weiter in Richtung des Pfeiles 40. Die
Rolle 29 des Hebels 28 kommt dann in eine Vertiefung 32. Sie muß dieser Bewegung folgen,
weil der Hebel 28 durch die Feder 31 dorthin gezogen wird. Dementsprechend wird der
Hebel 28 entgegen dem Uhrzeigersinn (Pfeil 42) verschwenkt. Dabei kommt der zweite
Hebel 36 an die andere Seite der Backe 22 und schiebt diese in Richtung des Pfeils
43 axial nach innen zurück. Diese Bewegung erfolgt kurz bevor die Aufnahme 7 ihre
in den Fig. 1 und 2 dargestellte Aufnahmeposition erreicht hat. Dementsprechend ist
der zweite Hebel 36 mit seiner Anlagerolle 44 "tiefer", also in Rotationsrichtung
des Sterns 2 etwas früher angeordnet. Die perspektivische Darstellung in Fig. 1 ist
diesbezüglich etwas verzerrt.
[0043] Der Antrieb für die Backe weist also einen stationären Teil auf, nämlich die Schwenkhebelanordnung
26, und einen beweglichen Anteil, nämlich die Kurvenscheibe 30.
[0044] Eine Zigarettenpackung 10, die in der Aufnahme 7 aufgenommen ist, wird also so beaufschlagt,
daß die Folie 12 an ihrer Unterseite nach zwei Richtungen glattgezogen wird. Dabei
können die Halteflächen 9 die Folie 12 zunächst glattziehen und danach, d.h. wenn
die maximale Ausbreitung der Folie erreicht ist, über die Folie hinweg bewegt werden.
Die Spreizbewegung pro Backe 22 liegt in der Größenordnung von 1,5 bis 2 mm. Es muß
dabei nicht erforderlich sein, daß die Folie in sich nochmals gelängt wird, also gestreckt
oder gereckt. Eine Ausstreif- oder Ausziehbewegung reicht aus, um die Folie 12 so
glatt an die Unterseite der Zigarettenpakkung anzulegen, daß ein unruhiges Aussehen
vermieden werden kann.
[0045] Um die Wirkung der Spreizbewegung der Backen 22 noch zu verbessern, kann man die
Haltefläche 9 mit einer Oberflächenstruktur versehen, beispielsweise aufrauhen oder
riffeln. Man kann sie, falls gewünscht, auch beschichten. In vielen Fällen wird es
jedoch ausreichen, wenn die Haltefläche 9 einfach glatt ist.
[0046] Erstaunlicherweise reicht es aus, wenn man die Folie senkrecht zur Einführrichtung
11 glattzieht. Man geht davon aus, daß ein Glattziehen in Einschubrichtung 11 nicht
extra erforderlich ist, weil die Folie 12 beim Einführen in die Aufnahme 7 bereits
in ausreichendem Maße in diese Richtung glattgestrichen wird.
[0047] Fig. 5 zeigt noch einmal die Spreizbewegung einer Backe in der Stirnwand 3. Die Spreizbewegung
der entsprechenden Backe in der Stirnwand 4 erfolgt spiegelsymmetrisch dazu. Fig.
5a zeigt die Backe 22 mit der Haltefläche 9 in der Aufnahmeposition. Die beiden Hebel
35, 36 sind in einer "Neutralstellung".
[0048] Nach einer kleinen Drehbewegung des Sterns 2 befindet sich die Aufnahme 7 nicht mehr
in der Aufnahmeposition. Unmittelbar nach Verlassen der Aufnahmeposition wird die
Backe 22 durch den ersten Hebel 35 in Richtung des Pfeils 39 verschoben. Dadurch ergibt
sich eine relative Bewegung der Haltefläche 9 zur Haltefläche 8, die zu einer entsprechenden
Ausbreitung der Folie führt. Der zweite Hebel 36 wird mitverschwenkt, wirkt in diesem
Zeitpunkt aber nicht auf die Backe 22.
[0049] Fig. 5c zeigt nun die Situation kurz vor dem Erreichen der in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Aufnahmeposition der Aufnahme 7. Der Hebel 36 wird nun in die andere Richtung verschwenkt,
so daß er die Backe 22 in Richtung des Pfeils 43 wieder in die Ausgangsposition (Fig.
5a) verschwenkt.
1. Zigarettenpackung-Verpackungsvorrichtung mit einer Transporteinrichtung, die mindestens
eine Packungs-Aufnahme aufweist, die für jedes Packungsende ein Paar von einander
gegenüberliegenden Halteflächen aufweist, zwischen die eine Packung in einer Einschubrichtung
einführbar ist, wobei die Aufnahme durch eine Bewegung der Transporteinrichtung in
mehrere Positionen verlagerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (7) eine Spreizeinrichtung aufweist, die quer zur Einschubrichtung (11)
auf mindestens eine Oberfläche (15) der Packung (10) wirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizeinrichtung nur auf eine Seite der Packung wirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizeinrichtung mindestens eine quer zur Einschubrichtung (11) verlagerbare
Backe (22) aufweist, auf der eine Haltefläche (9) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizeinrichtung zwei Backen (22) aufweist, die in entgegengesetzte Richtungen
bewegbar sind und auf die gleiche Seite (15) der Packung (10) wirken.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Backe (22) quer zur Einschubrichtung (11) frei verlagerbar ist, wobei ein äußerer
Antrieb (26, 30) vorgesehen ist, der die Position der Backe (22) in der Transporteinrichtung
bestimmt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil (26) des Antriebs ortsfest in der Verpackungsvorrichtung (1) angeordnet
ist und die Aufnahme (7) gegenüber diesem Teil (26) bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der ortsfest angeordnete Teil (26) von einem mit der Transporteinrichtung (2) bewegbaren
Teil (30) bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der ortsfest angeordnete Teil (26) durch eine Schwenkhebelanordnung gebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebelanordnung einen ersten Hebel (35) aufweist, der in einer Richtung
(39) auf die Backe (22) wirkt, und einen zweiten Hebel (36), der in entgegengesetzter
Richtung (43) auf die Bakke (22) wirkt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebelanordnung eine Vorspanneinrichtung (31) aufweist, mit der sie in
Anlage am bewegbaren Teil (30) des Antriebs gehalten ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung als Stern (2) ausgebildet ist, der um eine Achse (24) drehbar
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Stern (2) zwei Stirnwände (3, 4) aufweist, zwischen denen ein Freiraum angeordnet
ist.