[0001] Die Erfindung betrifft Wellpappe in einwelliger Ausführung mit Wellenpapier, das
beidseitig mit zwei Deckenpapieren verbunden ist und eine Aufreißlinie aufweist, entlang
der die Wellpappe aufreißbar ist, wobei die beiden Deckenpapiere entlang der Aufreißlinie
beidseitig eingeschnitten sind.
[0002] Wellpappe wird als Werkstoff für viele Transport-, Um- und in jüngster Zeit auch
verstärkt für Verkaufsverpackungen verwendet. Neben dem Transportschutz werden an
viele diese Verpakkungen noch weitere Anforderungen gestellt. Eine davon ist, dass
die Verpackungen einfach, zuverlässig, sicher und leicht geöffnet werden können. Hierzu
weisen herkömmliche Wellpappen Perforationen oder ähnliche Schnittkombinationen entlang
der Aufreißlinie auf. Zum Teil werden diese Perforationen durch einen hinterklebten
Aufreißfaden aus reißfestem Material unterstützt, der das Aufreißen zuverlässiger
gestalten soll.
[0003] Aus der DE 197 05 533 ist eine Anordnung zur Ausbildung einer Aufreißlinie für Voll-
und Kompaktpappe bekannt, bei der die Pappe beidseitig um einen Abstand von einigen
Millimetern versetzte Ritzungen aufweist. Beim Aufreißvorgang reißt die Pappe in der
Papierebene zwischen den Böden der Ritzungen. Jenes Verfahren ist jedoch auf Wellpappen
nicht übertragbar, da kein homogenes Material vorhanden ist.
[0004] Die GB 777,079 offenbart eine einwellige Wellpappe mit Aufreißlinien, wobei alternativ
durchgehende Schnitte, die in die Deckenpapiere nur eingeschnitten sind (also die
Deckenpapiere nicht komplett durchschneiden) oder aber eine unterbrochene Perforierung,
die jedoch die Deckenpapiere komplett durchschneidet, vorgeschlagen werden. In jedem
Fall sind die beiderseitigen Aufreißlinien gegeneinander beabstandet, so dass beim
Aufreißen eine unsaubere Reißkante entsteht.
[0005] Die DE 693 00 351 T2 offenbart eine Aufreißeinrichtung für Wellpappen, bei denen
ein Aufreißband vorgesehen ist, und beidseitig des Aufreißbandes Schwächungslinien
und diesen gegenüberliegend auf dem rückseitigen Deckenpapier weitere Schwächungslinien
vorgesehen sind. Eine derartige Konstruktion hat einige wesentliche Nachteile. So
ist die Konstruktion baulich aufwendiger, und es können keine runden oder bogenförmigen
Aufreißlinien ausgeführt werden, da das Aufreißband aus Kunststoff auf den Kartonzuschnitt
aufgeklebt wird. Darüber hinaus unterliegt die Konstruktionsfreiheit hinsichtlich
der Anordnung der Aufreißlinie aufgrund deren Gradlinigkeit erheblichen Beschränkungen.
[0006] Die bekannten Aufreißsysteme konnten die Anforderungen nach einer einfach zu öffnenden,
dabei uneingeschränkt stabilen Verpackung nicht erfüllen. Der maßgebliche Grund liegt
in dem technischen Widerspruch zwischen einerseits der Schwächung des Materials der
Wellpappe für den Öffnungsprozeß und andererseits der Erhaltung der Stabilität des
Materials für den Transportschutz. Die bekannten Systeme versuchen alle, einen Kompromiß
aus diesen beiden diametralen Anforderungen zu finden.
[0007] Beispielsweise aus der Publikation "Transportverpackungen aus Voll- und Wellpappe"
des Europäischen Handelsinstituts (EHI) ergibt sich aus Seite 13, dass die herkömmlichen
Systeme alle unbefriedigend (nicht geeignet) sind. Auf Seite 30 dieser Publikation
aus dem Jahre 1998 ergibt sich, dass Schachteln mit Perforationen zeitaufwendig geöffnet
werden müssen und das Personal zum riskanten Gebrauch von Messern verleitet wird.
Desweiteren führt der Gebrauch von Messern häufig zu einer unerwünschten außerordentlichen
Beschädigung des Packgutes.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Aufreißlinie einer gattungsgemäßen
Wellpappe derart auszubilden, dass eine einfache Fertigung unter Verzicht eines Aufreißbandes
möglich ist, wobei die Wellpappe an den vorgesehenen Öffnungsbereichen leicht und
zuverlässig zu öffnen ist, ohne dass die geforderte Stabilität der Wellpappe wesentlich
beeinträchtigt wird und sich beim Aufreißvorgang saubere, glatte Reißkanten bilden.
[0009] Mit anderen Worten soll die Erfindung dem Erhalt der Stabilität der Wellpappe zur
Gewährleistung von hohe Effizienz bei Abpackprozessen und der Sicherung des Packgutes
während des Transportes dienen, andererseits leicht und zuverlässig an definierten
Stellen, nämlich der vorgegebenen Aufreißlinie, zu öffnen sein und diese soll vor
allem saubere Kanten nach dem Öffnen zur Verhinderung von Schnittverletzungen und
zur Sicherstellung einer optimalen Optik gewährleisten. Die Optik ist insbesondere
wichtig bei Display- und Verkaufspackungen, bei denen aus der Wellpappe Behälter zur
Aufnahme von Waren gefertigt sind, die in Verkaufsregalen, beispielsweise von Supermärkten,
aufgestellt werden.
[0010] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Dadurch, dass bei der Erfindung lediglich die Deckenpapiere einander gegenüberliegend
durchgeschnitten sind, während die Wellenstruktur nicht oder nur unwesentlich (entlang
der Wellenberge bzw. Wellentäler) angeschnitten wird, ist die mechanische Stabilität
der Wellpappe kaum beeinträchtigt. Beim Aufreißvorgang, wirken die geschnittenen Deckenpapiere
wie Messerkanten, die das Wellenpapier sauber und spanlos an den vorgesehenen Stellen
im Scherschnittverfahren durchschneiden, was zu sauberen und optisch ansprechenden
Schnittkanten führt. Dabei wird das Wellenpapier zwischen dem oberen Dekkenpapier
der einen Seite und dem unteren Deckenpapier der anderen Seite durchschnitten.
[0013] Mit anderen Worten dient die Erfindung dem Erhalt der Stabilität der Wellpappe zur
Gewährleistung von hoher Effizienz bei Abpackprozessen und der Sicherung des Packgutes
während des Transportes, andererseits ist sie leicht und zuverlässig an definierten
Stellen, nämlich der vorgegebenen Aufreißlinie, zu öffnen und diese gewährleistet
vor allem saubere Kanten nach dem Öffnen zur Verhinderung von Schnittverletzungen
und zur Sicherstellung einer optimalen Optik. Die Optik ist insbesondere wichtig bei
Display- und Verkaufspackungen, bei denen aus der Wellpappe Behälter zur Aufnahme
von Waren gefertigt sind, die in Verkaufsregalen, beispielsweise von Supermärkten,
aufgestellt werden.
[0014] Es ist von Vorteil, wenn die Deckenpapiere zu 100% durchschnitten werden. Bei geringerer
Schnitttiefe in die Deckenpapiere oder bei einem seitlichen Versatz der gegenüberliegenden
Schnitte in den Deckenpapieren von größer als 1,5 mm ist die besondere Funktion der
Wirkung der Aufreißkanten als Scherkanten nicht gewährleistet, was in der Regel zu
unsauberen Schnittkanten führt.
[0015] Erfindungsgemäß kann die Schnitttiefe derart gewählt werden, dass der Schnitt nicht
nur die Deckenpapiere vollständig durchtrennt sondern auch geringfügig in das Wellenpapier
eindringt, so dass dieses entlang der Wellenberge geringfügig eingeschnitten sind.
Die Schnitttiefe sollte nicht mehr als 5% des Abstandes zwischen den beiden Deckenpapieren
betragen, um eine signifikante Schwächung der mechanischen Stabilität zu vermeiden.
Wenn von "Wellenpapier" die Rede ist, ist damit ein- oder mehrlagiges Papier gemeint.
[0016] Alternativ ist es auch möglich, die Schnitttiefe zu wählen, dass der Schnitt die
Deckenpapiere nicht vollständig, sondern zu mehr als 50%, vorzugsweise zu mehr als
80% durchschneidet, während das Wellenpapier dabei nicht angeschnitten wird. Bei dieser
Ausbildung ist die erfindungsgemäße Schnittwirkung nicht so gut wie bei vollständig
durchtrennten Deckenpapieren und damit sind die Reißkanten nicht entsprechend glatt.
Dafür ist die Festigkeit der Wellpappe im Bereich der Schnitte etwas besser als bei
tieferen Schnitten, insbesondere solchen, die bis in das Wellpapier eindringen.
[0017] Vorzugsweise liegen die Schnitte in die beiden Deckenpapiere einander bezüglich der
Ebene der Wellpappe direkt gegenüber. Ein seitlicher Versatz von bis zu 1,5 mm, besser
von weniger als 0,5 mm zwischen den gegenüberliegenden Schnitten der Vorder- und der
Rückseite erreichen noch in eingeschränktem Maße die vorteilhaften Wirkungen der Erfindung.
Bei einem größeren seitlichen Versatz erfolgt keine schneidene Wirkung mehr, vielmehr
wird das Wellenpapier dann nur zerrissen, was zu optisch unansehnlichen Reißkanten
führt.
[0018] Am optimalsten sind die erfindungsgemäßen Ergebnisse, wenn die Aufreißlinie näherungsweise
senkrecht zur Wellenrichtung verläuft. In diesem Zusammenhang wird unter "Wellenrichtung"
diejenige Richtung verstanden, in der das Wellenpapier geradlinig verläuft. Je kleiner
der Winkel zwischen Aufreißlinie und Wellenrichtung ist, desto stärker wirkt sich
die Faserrichtung des Wellenpapiers negativ auf die Optik der Trennkante aus.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird dies durch eine größere
Schnitttiefe und damit zu einem erhöhten Anschneiden der Wellenberge ausgeglichen,
sofern der Winkel zwischen Aufreißlinie und Wellenrichtung größer ist, insbesondere
mehr als ca. 30 Grad beträgt. Dadurch stellen auch Aufreißlinien mit Kurven kein Problem
dar, und es wird möglich komplexe kurvenförmige Aufreißmechanismen zur Hervorbringung
verkaufswirksamer Display- und Verkaufsverpackungen, wie beispielsweise in DE 197
05 533 genannt, zuverlässig in Wellpappe umzusetzen. Gegenüber dem in EP 571 197 B1
beschriebenen Verfahren mit hinterklebten Aufreißband zeichnet sich die Erfindung
durch den Vorteil aus, dass Displays mit ansteigenden Seitenwänden beziehungsweise
höheren Rückwänden realisiert werden können.
[0020] Bei einem noch kleineren Winkel zwischen Aufreißlinie und Wellenrichtung von vorzugsweise
weniger als 30 Grad wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung die Schneidelinie
wellenartig ausgebildet, entweder durch einen wellenartigen Schnitt oder durch Verwendung
von Messern mit Wellenschliff, wodurch die Schnitttiefe in ertragbären Grenzen gehalten
werden kann.
[0021] Je größer die Schnitttiefe und damit das Einschneiden des Wellenpapieres ist, desto
geringer ist der relative Kraftaufwand beim Aufreißen der Wellpappe. Dieser Kraftaufwand
nimmt mit zunehmender Schnitttiefe überproportional ab, während die relative Schwächung
der Steifigkeit in gleicher Maße überproportional zunimmt, da bei zunehmender Schnitttiefe
die Länge des durchtrennten Wellenpapiers überproportional abnimmt, aber die für die
Steifigkeit der Wellpappe besonders wichtigen Bereiche der Wellenstruktur mit großem
Anstellwinkel erst bei großer Schnitttiefe durchtrennt werden. Daraus ergibt sich,
dass bei leichtem Einschneiden der Wellenberge die Stabilität der Wellpappe relativ
wenig nachläßt, die Wellpappe aber deutlich leichter aufzureißen ist.
[0022] Je langfaseriger die Deckenpapiere im Vergleich zum Wellenpapier sind, desto leichter
läßt sich die Wellpappe aufreißen. Andererseits verringert sich die Steifigkeit der
mit Aufreißlinie versehenen Wellpappe relativ am geringsten, wenn das Wellenpapier
langfaseriger als die Deckenpapiere ist.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispielen sowie der
beigefügten Zeichnungen weiter erläutert: Dabei zeigt:
- Figur 1:
- Eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Wellpappe beim
Schneidevorgang;
- Figur 2:
- den Schneidevorgang gemäß Figur 1 in schematischer Seitenansicht;
- Figur 3:
- eine Schnittdarstellung der Wellpappe mit teilweise eingeschnittenem Wellenpapier;
- Figur 4:
- die Wellpappe beim Aufreißvorgang;
- Figur 5:
- drei Varianten von Einschnitten in eine Wellpappe;
- Figur 6:
- eine beispielhafte Anwendung der Wellpappe für einen ersten Verpackungskarton;
- Figur 7:
- eine beispielhafte Anwendung der Erfindung für einen zweiten Verpackungskarton.
[0024] In
Figur 1 ist perspektivisch eine Wellpappe
10 dargestellt, die aus einem oberen Deckenpapier
12a und einem unteren Dekkenpapier
12b sowie einem dazwischen angeordneten und mit beiden Deckenpapieren
12a, 12b verleimten Wellenpapier
14 besteht. Das Wellenpapier
14 ist in Wellenrichtung
16 geradlinig und senkrecht dazu wellenartig ausgebildet. Wie in Figur
1 gezeigt ist, wird die Aufreißlinie
18, entlang derer die Wellpappe später aufgerissen werden soll dadurch gebildet, dass
mittels zweier Messer
20a, 20b die Deckenpapieren
12a, 12b durchschnitten werden, wobei die beiden Schnitte bezüglich der Wellpappenebene übereinander
liegen, also keinen seitlichen Versatz zueinander aufweisen.
[0025] Wie sich aus den
Figuren 2a und
2b ergibt, können mittels der Messer
20a, 20b entweder nur die Deckenpapiere durchschnitten werden, ohne dass das Wellenpapier
14 betroffen ist (Fig.
2a), oder aber das Wellenpapier
14 wird im Bereich der Wellenberge
22 ebenfalls geritzt (Fig. 2b).
[0026] In
Figur 3 ist vergrößert dargestellt, in welchem Umfang eine Ritzung des Wellenpapiers
14 erfindungsgemäß durchgeführt ist. Die Schnitttiefe
24 beträgt auf jeder Seite vorzugsweise nicht mehr als 5 % des Abstandes der beiden
Deckenpapiere
12a, 12b, also der Dicke der Wellpappe
10. Entlang der Schnittlinien ist das Wellenpapier
14 also nur in Fragmenten vorhanden, was jedoch bei kleinen Schnitttiefen keine signifikante
Reduzierung der Steifigkeit und Festigkeit bewirkt.
[0027] In
Figur 4 ist perspektivisch schematisch der Aufreißvorgang dargestellt. Die Wellpappe
10 wird dabei entlang der Aufreißlinie
18, die zugleich der Schnitt in das obere Deckenpapier
12a ist, aufgerissen, wobei die sich dabei bildenden Reißkanten zugleich als Scherkanten
26a, 26b fungieren, welche eine saubere und glatte Durchtrennung des Wellenpapiers
14 sicherstellt. Diese Funktion wird insbesondere sichergestellt, wenn die beiden Deckenpapiere
12a, 12b vollständig durchgeschnitten sind. Denn ansonsten können sich keine scharfkantigen
Scherkanten ausbilden, wenn die Deckenpapiere selbst teilweise erst durchgerissen
werden müssen.
[0028] In
Figur 5 sind zur Veranschaulichung der Erfindung drei Schnittvarianten in einer Wellpappe
10 dargestellt, wobei aus Gründen der Veranschaulichung die Dicken der beiden Deckenpapiere
12a, 12b gegenüber der Erstreckung des Wellenpapiers
14 vergrößert dargestellt sind. Die ersten Schnitte
40a, 40b durchschneiden die Deckenpapiere
12a, 12b zu 100% ohne nennenswert in das Wellenpapier
14 einzudringen. Die zweiten Schnitte
42a, 42b dringen zu ca. 60% in die Deckenpapiere
12a, 12b ein, das Wellenpapier 14 wird nicht angeschnitten. Die dritten Schnitte
44a, 44b durchschneiden die Deckenpapiere
12a, 12b vollständig, das Wellenpapier
14 wird zu ca. 10% (des Abstandes a zwischen den Deckpapieren
12a, 12b) angeschnitten. Die dritten Schnitte
44a, 44b weisen darüber hinaus einen seitlichen Versatz b auf, der weniaer als 1,5mm betragt.
[0029] In
Figur 6 ist eine beispielhafte Anwendung der Erfindung für eine Wellkiste
28 (sog. "American Case") perspektivisch dargestellt, wobei die Wellenrichtung
16 der Wellpappe dargestellt ist (die Richtung des Pfeiles bzw. der Linien). Diese Wellkiste
28 umfaßt eine Aufreißlasche
30, die durch die umlaufende Aufreißlinie
18 gebildet ist. Hierdurch läßt sich die Aufreißlinie
18 derart ausbilden, dass die Aufreißlasche
30 ohne Zuhilfenahme von Messern etc. entfernt werden kann, wobei saubere und glatte
Rißkanten zurückbleiben. Im demjenigen Bereich, in dem die Aufreißlinie
18 parallel zur Wellenrichtung
16 verläuft, kann anstelle der geraden auch eine wellenartig geschwungene Aufreißlinie
32 zur Anwendung gelangen. Bei Winkeln zwischen 0° und 90° kann die Schnitttiefe größer
sein als in denjenigen Bereichen, bei denen die Aufreißlinie
18 senkrecht zur Wellenrichtung
16 verläuft.
[0030] In
Figur 7 ist eine weitere beispielhafte Anwendung der Erfindung für einen Umverpackungskarton
50 dargestellt, in dem die Wellenrichtung des Wellenpapiers durch die Pfeile w dargestellt
sind. Die fast beliebig geformte Schnittlinie
52, die geradlinig oder bogenförmig verlaufen kann, ist in Figur 7 dargestellt.
[0031] Für den Fall, dass die Schnittlinie parallel zur Wellenrichtung w verläuft (gestrichelt
dargestellt), kann eine wellenartige (hin- und herschwingende) Schnittlinie
54 sinnvoll sein, um eine mittlere Schwächung der Wellenstruktur zu erzielen, während
im Fall einer geraden Schnittlinie abhängig von der Wellenstruktur in der Schnittlinie
eine sehr große oder auch gar keine Schwächung des Wellenpapiers möglich ist.
1. Wellpappe in einwelliger Ausführung mit Wellenpapier (14), das beidseitig mit zwei
Deckenpapieren (12a, 12b) verbunden ist und eine Aufreißlinie (18) aufweist, entlang
der die Wellpappe (10) aufreißbar ist, wobei die beiden Deckenpapiere (12a, 12b) entlang
der Aufreißlinie (18) beidseitig eingeschnitten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitte in die beiden Deckenpapiere (12a, 12b) diese zumindest zu 50% durchschneiden,
während das Wellenpapier (14) gar nicht oder nur im Bereich der Wellenberge angeschnitten
ist, und die Schnitte in die beiden Deckenpapiere (12a, 12b) einander gegenüberliegen
und wobei die Aufreißlinie (18) geradlinig oder bogenförmig ausgebildet ist.
2. Wellpappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitte in die beiden Deckenpapiere (12a, 12b) einander direkt gegenüberliegen.
3. Wellpappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitte in die beiden Deckenpapiere (12a, 12b) einen seitlichen Versatz von
nicht mehr als 1,5 mm aufweisen.
4. Wellpappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schnitte in die beiden Deckenpapiere (12a, 12b) diese zu 80% - 100% durchschneiden.
5. Wellpappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Winkel zwischen Aufreißlinie (18) und Wellenrichtung (16) von mehr als
70° die Deckenpapiere (12a, 12b) vollständig durchschnitten sind und die beiderseitige
Schnitttiefe in das Wellenpapier (14) bis zu 5% des Abstandes zwischen den beiden
Deckenpapieren (12a, 12b) beträgt.
6. Wellpappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Winkel zwischen Aufreißlinie (18) und Wellenrichtung (16) von 30° und 70°
die beiderseitige Schnitttiefe in das Wellenpapier (14) bis zu 10% des Abstandes zwischen
den beiden Deckenpapieren (12a, 12b) beträgt.
7. Wellpappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Winkel zwischen Aufreißlinie (18) und Wellenrichtung (16) von mehr als
75° die Schneidelinien wellenartig geschwungen sind.
8. Wellpappe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufreißlinie (18) aus mehreren Linienabschnitten mit unterschiedlichen Winkeln
zwischen Aufreißlinie und Wellenrichtung besteht und je nach Winkelgröße unterschiedliche
Schnitttiefen und Schneidelinienformen vorgesehen sind.