[0001] Die Erfindung betrifft einen Scherehebtisch mit einem Oberrahmen, der von zwei seitlichen
Scheren getragen und parallel geführt wird, mit mindestens einer Hubeinrichtung, die
eine antreibbare Wickeleinrichtung, ein Zugmittel und mindestens eine Umlenkrolle
für das Zugmittel aufweist. Bei derartigen, bekannten Scherenhebetischen ist die Wickeleinrichtung
außerhalb des Hebetisches oder in dem die Scheren tragenden Ober- oder Grundrahmen
des Scherenhebetisches gelagert. Über des Zugmittel wird die Kraft zum Spreizen der
Scheren entweder unmittelbar in die Scheren oder über eine Spreizrolle, an der das
Zugmittel angreift, eingeleitet. Hierbei läuft die Spreizrolle unter Umständen an
einer Kurvenoberfläche eines oder beider Scherenarme ab. Die vorgenannten Gestaltungen
sind einerseits wegen der außerhalb des Scherensystems angeordneten Anordnung der
Wickeleinrichtung, andererseits wegen der Übertragung der Spreizkraft auf die Scheren
konstruktiv und baulich relativ kompliziert. Absehen hiervon werden die Kräfte indirekt,
somit ungünstig, in den Scherenhebetisch eingeleitet.
[0002] Unter dem Aspekt vorstehender Ausführungen wird auf folgenden Stand der Technik im
Detail verwiesen:
[0003] Die US 4,585,212 offenbart einen Scherenhebetisch, bei dem die Wickeleinrichtung
außerhalb des Scherenhebetisches angeordnet ist. Das von der Wickeleinrichtung angetriebene
Zugmittel ist als Seil ausgebildet, dass um eine in einem Scherenarm drehbar gelagerte
Umlenkrolle geführt ist und dessen der Wickeleinrichtung abgewandtes Ende an einem
Schlitten angreift, der verschiebbar im Bereich der anderen Hälfte des Scherenarms
geführt ist, der die Umlenkrolle aufnimmt. Mit dem Schlitten ist eine Rolle verbunden,
die an einer Kurvenfläche des anderen Scherenarms abläuft.
[0004] In der US 3,785,462 ist ein Scherenhebetisch beschrieben, bei dem das Zugmittel,
das als Seil ausgebildet ist, ausgehend von der im Grundrahmen gelagerten Wickeleinrichtung
zu einer zwischen den Scherenarmen angeordneten, beweglichen Umlenkrolle und von dort
zu weiteren, unterhalb des Oberrahmens angeordneten Umlenkrollen geführt ist, wobei
das der Wickeleinrichtung abgewandte Ende des Seils fest mit dem Oberrahmen verbunden
ist. Die dem Oberrahmen zugeordneten Umlenkrollen sind um Achsen schwenkbar, die mit
den Schwenkachsen der Scherenarme zusammenfallen. Eine ähnliche Konstruktion ist aus
der DE-OS 26 35 197 bekannt. Dort ist das Zugmittel aber als Kette ausgebildet.
[0005] In der DE 31 44 621 A1 ist ein Scherenhebetisch beschrieben, bei dem eine Zugmittelanordnung
in Form von Seilen vorgesehen ist. Die Seile werden nicht nur umgelenkt, sondern eingeleitete
Kräfte übersetzt, indem ein Seil mit einer losen Rolle zusammenwirkt, an der ein anderes
Seil angreift. Das eine Seil ist mit der Wickeleinrichtung, das andere Seil fest mit
einem Scherenarm verbunden. Es umschlingt eine Umlenkrolle, die mit einer Steuerkurve
des anderen Scherenarmes zusammenwirkt.
[0006] In der EP 0279 141 A2 ist ein Scherenhebetisch beschrieben, der zwei übereinander
angeordnete Scherenpaare aufweist. Ein mittels eines Zugmittels in Form eines Seils
beaufschlagter Spreizmechanismus wirkt in der Ebene zwischen den beiden Scherenpaaren
auf deren Scherenarme ein.
[0007] In der WO 00 / 68 597 ist ein Scherenhebetisch beschrieben, bei dem das Zugmittel
als Band ausgebildet ist. Diese verbindet die Wickeleinrichtung mit einem zum Öffnen
und Schließen der Schere hin und her bewegbaren Hubwagen, der zwischen den beiden
Scherenarmen der Schere angeordnet ist und diese spreizt.
[0008] Unter dem Aspekt der Gestaltung der Scherenarme der Scheren eines Scherenhebetischs
wird schließlich auf die FR 662 245 Bezug genommen, bei der ein Kraftmittel zum Spreizen
der Scheren, das dort als Spindel ausgebildet ist, in großem Abstand zum Scherenmittelpunkt
angeordnet ist. Hierbei sind die Scherenarme mit parallelen Verlängerungen versehen,
deren Innengewinde die Spindel durchsetzt. Unter dem Aspekt eines optimierten Kraftangriffspunkts
des Kraftmittels zum Spreizen einer Schere wird ferner auf die DE 196 48 607 C2 verwiesen.
[0009] In der DE 34 27 742 A1 ist ein Scherenhebetisch beschrieben, der dem Heben von Gegenständen
geringen Gewichts um geringe Hubhöhen dient. Bei diesem ist die Hebeeinrichtung im
Grundrahmen gelagert. In der US 1432159 ist ein Hebetisch beschrieben, bei dem Hebel
zum Heben des Oberrahmens vorgesehen sind. Auch dort ist die Hebeeinrichtung im Grundrahmen
des Tisches gelagert.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Scherenhebetisch der eingangs genannten Art so
auszubilden, dass die auf den Scherenhebetisch einwirkenden Kräfte im Scherensystem
verbleiben. Der Scherenhebetisch soll kompakt und konstruktiv einfach gestaltet sein.
[0011] Gelöst wird die Aufgabe bei einem Scherenhebetisch der eingangs genannten Art dadurch,
dass die Hubeinrichtung in den Scheren gelagert ist und das der Wickeleinrichtung
abgewandte Ende des Zugmittels an einem Scherenarm angreift.
[0012] Erfindungsgemäß ist damit vorgesehen, dass sämtliche Teile der Hubeinrichtung in
den Scheren gelagert sind. Die Lagerungsteile der Scheren, der Oberrahmen und der
die Scheren tragende Grundrahmen werden damit mit keinen zusätzlichen Kräften beaufschlagt,
bzw. es werden keine zusätzlichen Kräfte in diese Teile eingeleitet. Der Kraftverlauf
erfolgt in den Scheren selbst. Der Grundrahmen und der Oberrahmen lassen sich infolge
dessen optimal dimensionieren, dies gilt auch für die Lagerung der Scheren im Oberrahmen
und im Grundrahmen.
[0013] Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, dass das der Wickeleinrichtung abgewandte
Ende des Zugmittels an einem Scherenarm angreift. Das Ende kann hierbei unmittelbar
oder mittelbar am Scherenarm angreifen. Unter einem mittelbaren Angreifen am Scherenarm
ist dabei auch eine solche Variante zu verstehen, bei der die Scherenarme der beiden
seitlichen Scheren mittels eines Querträgers verbunden sind und an diesem das Ende
des Zugmittels direkt angreift. Unter unmittelbaren Angreifen wird eine Variante verstanden,
bei der ein bewegliches Stellglied unmittelbar im Scherenarm gelagert ist und an diesem
das Zugmittel unmittelbar angreift. Die Kraft des Zugmittels wird demzufolge über
das Stellglied in den Scherenarmen eingeleitet. Bei diesem Stellglied kann es sich
beispielsweise um einen schwenkbar im Scherenarm gelagerten Winkelhebel handeln, der
dem Vorspreizen der Scheren dient. Das Zugmittel greift an einem Ende des Winkelhebels
an, während das andere Ende des Winkelhebels sich-beim Vorspreizen an einem Scherenarm-der
Schere abstützt. Selbstverständlich kann das Stellglied auch in einem die beiden Scheren
verbindenden Querträger gelagert sein.
[0014] Der Antrieb für die Wickeleinrichtung ist in den Scheren gelagert und nimmt die Wickeleinrichtung
auf. Auch in diesem Fall, und dies gilt auch für die nachstehenden Ausführungen, wird
unter einer Lagerung eines Bauteils in einer Schere bzw. einem Scherenarm nicht nur
eine unmittelbare, sondern auch eine mittelbare Lagerung verstanden, die in einem
die Scheren bzw. Scherenarme verbindenden Querträger erfolgt: Zwischen dem Querträger
und dem Elektrogetriebemotor können Ausgleichselemente zur gleichförmigen Lastverteilung
auf die einzelnen Riemen vorgesehen werden. Bei den Ausgleichselementen handelt es
sich beispielsweise um Schwingelemente oder Elemente, die einen kardanischen Ausgleich
zulassen. Der Antrieb weist vorzugsweise einen Elektromotor mit Untersetzungsgetriebe
auf.
[0015] Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn der Antrieb parallel zur Schwenkachse
der Scheren schwenkbar in den Scheren gelagert ist. Aufgrund der Einwirkung der Zugkräfte
über das Zugmittel kann sich der schwenkbare Antrieb somit entsprechend der Schwenkposition
der Scherenarme optimal ausrichten. Bei vollständig abgesenktem Oberrahmen ist diese
Ausrichtung vorzugsweise horizontal, womit der Antrieb platzsparend zwischen den Scheren
angeordnet werden kann und demzufolge der vertikale Bauraum des Scherenhebetischs,
bezogen auf die abgesenkte Stellung des Oberrahmens, minimal ist.
[0016] Bei dem Zugmittel handelt es sich vorzugsweise um einen Riemen, einen Gurt oder dergleichen.
Mit diesem lassen sich einfach und sicher hohe Zugkräfte auf die Wickeleinrichtung
übertragen, die insbesondere als Trommel ausgebildet ist.
[0017] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Zugmittel
innerhalb eines Flaschenzuges geführt ist, womit sich bei relativ geringen Zugkräften
des Zugmittels hohe Schwenkmomente auf die Scherenarme übertragen lassen, selbst dann,
wenn der Kraftangriffspunkt des Zugmittels in etwa auf halben Abstand zwischen dem
Scherendrehpunkt und den Lagern der Scheren im Oberrahmen, oder, und dies ist bevorzugt,
im Grundrahmen erfolgt.
[0018] Es sind insbesondere zwei Umlenkrollen vorgesehen, die in unterschiedlichen Scherenarmen
der jeweiligen Schere gelagert sind. Das der Wickeleinrichtung abgewandte Ende des
Zugmittels greift insbesondere an dem Scherenarm an, der den Antrieb nicht aufnimmt.
Vorzugsweise ist der Antrieb benachbart dem Grundrahmen angeordnet, er ist somit unterhalb
des Scherenmittelpunktes gelagert.
[0019] In diesem Zusammenhang lässt sich ein besonders günstiger Kraftangriffspunkt des
Zugmittels an den Scherenarmen erreichen, wenn diese in deren Schwenkebene eine Erweiterung
aufweisen. Infolge dessen liegen die Kraftangriffspunkte des Zugmittels weiter entfernt
von der Verbindungsgeraden der Lagerachse der jeweiligen Schere im Oberrahmen und
dem Grundrahmen. Die Aushebung des Oberrahmens erfolgt infolge dessen bei optimalem
Kraftangriffspunkt, so dass keine separatem Aushebemittel erforderlich sind.
[0020] Um bei einem Bruch des Zugmittels zu verhindern, dass der Oberrahmen, gegebenenfalls
mit einem hierauf befindlichen Gegenstand, abstürzt, ist eine Absturzsicherung vorgesehen.
Diese weist eine Rasten-Klinken-Anordnung auf, die bei einem Bruch des Zugmittels
aktiviert wird.
[0021] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, sowie der Beschreibung
der Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, dass alle Einzelmerkmale
und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.
[0022] In den Figuren ist die Erfindung anhand zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele dargestellt,
ohne auf diese beschränkt zu sein. Es stellt in schematischer Ansicht dar:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Scherenhebetisches,
bei vollständig abgesenktem Oberrahmen,
- Figur 2
- den in Figur 1 gezeigten Scherenhebetisch in vollständig angehobener Stellung des
Oberrahmens,
- Figur 3
- eine Stirnansicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Scherenhebetisches, wobei links
die Situation nach Figur 1, rechts die Situation nach Figur 2 veranschaulicht ist,
- Figur 4
- ein Detail des Scherenhebetisches zur Verdeutlichung der zweiten Ausführungsform,
veranschaulicht in einer Seitenansicht gemäß Figur 1 für den Angriffspunkt des Zugmittels
an einem Vorspreizhebel im Bereich eines Scherenarms.
[0023] Der in den Figuren gezeigte Scherenhebetisch weist ein Grundgestell 11 sowie einen
Oberrahmen 1 auf, zwischen denen zwei seitliche Scheren 22 angeordnet sind, die während
der Hubbewegung den Oberrahmen 1 bezüglich des Grundgestells 11 parallel führen. Die
beiden Scheren 22 sind in einem ralativ großen Abstand parallel zueinander angeordnet
und greifen in Seitenbereichen des Grundgestells 11 und des Oberrahmens 1 an. Jede
Schere besteht aus zwei Scherenarmen, einem inneren Scherenarm 2 und einem äußeren
Scherenarm 4, die mittels eines Mittelscherenlagers 10 schwenkbar miteinander verbunden
sind. Der jeweilige äußere Scherenarm 4 ist um eine durchgängige Achse 23 schwenkbar
in einem Stützlager 5, das die Funktion eines Festlagers hat, im Grundgestellt 11
gelagert. An seinem anderen Ende ist der äußere Scherenarm 4 längs verschiebbar über
eine Rolle 24 an der Unterseite des Oberrahmens 2 gelagert und geführt. Der jeweilige
innere Scherenarm 2 ist um eine durchgängige Achse 25 schwenkbar im Oberrahmen 1 im
Bereich dessen Unterseite gelagert, während das andere Ende des inneren Scherenarms
2 sich über eine Rolle 15 längs verschieblich an der Lauffläche eines Stützprofils
14, das Bestandteil des Grundgestells 11 bildet, abstützt. Mit der Bezugsziffer 37
sind Abstandsjochs verdeutlicht, die entsprechende Scherenarme 2 bzw. 4 der beiden
Scheren 22 im Bereich der Achse 25 sowie der Rollen 15 und 24 miteinander verbinden.
Zwischen dem Stützlager 5 und dem Stützprofil 14 ist ein freier Raum gebildet. Bei
einer Verschwenkung der beiden Scherenarme 2 und 4 der beiden Scheren 22 ergibt sich
eine Hubbewegung des Oberrahmens 2 ohne seitliche Verschiebung zum Grundgestell 11.
[0024] Der Oberrahmen 1 kann als Plattform ausgebildet sein.
[0025] Die beiden äußeren Scherenarme verbindet in dem Armabschnitt 26 zwischen dem Mittelscherenlager
10 und der das Festlager bildenden Achse 23, näher zu dieser hin als zum Mittelscherenlager
10, ein Getriebeträger 7. An dessen Unterseite ist ein Getriebe 27 befestigt, das
auf einer abgewandten Seite parallel zum Mittelscherenlager 10 angeordnete Abtriebswellen
aufweist, die drehfest Riementrommeln 8 aufnehmen. Auf der der Schwenkachse 23 zugewandten
Seite ist mit dem Getriebe 27 ein mit diesem zusammenwirkender Elektromotor 6 verbunden.
[0026] Die Scherenarme 2 und 4 der Scheren 22 weisen in deren Schwenkebene eine in Richtung
des Grundgestells 11 weisende Erweiterung 28 auf. Diese ragt, bezogen auf die vollständig
abgesenkte Position des Oberrahmens 1, in den zwischen dem Stützlager 5 und dem Stützprofil
14 gebildeten Raum 29. In dieser Position befindet sich die Erweiterung 28 somit unterhalb
des Niveaus der Schwenkachse 23 des Festlagers und der Schwenkachse der Rolle 15 des
Loslagers.
[0027] Aufgrund der jeweiligen Erweiterung 28 weist dort der jeweilige Scherenarm 2 bzw.
4 einen nach unten gerichteten Knick auf, im Bereich dessen eine Umlenkrolle um eine
parallel zum Mittelscherenlager 10 angeordnete Achse 30 frei drehbar ist. Diese verbindet
die beiden Scherenarme 2 bzw. 4 der beiden Scheren 22.
[0028] Die beiden Scherenarme 2 und 4 sind vorzugsweise identisch gestaltet und die beiden
Umlenkrollen innerhalb des jeweiligen Scherenarmes 2 bzw. 4 gelagert, so dass die
die Achsen 30 verbindende Gerade parallel zu der die Achse 23 und die Schwenkachse
der Rolle 15 verbindenden Geraden zu liegen kommen.
[0029] Auf die beidseits des Getriebes angeordneten Riementrommeln 8 ist jeweils ein Zugriemen
12 aufgewickelt, der, von der Unterseite der jeweiligen Riementrommel 8 abgehend,
zunächst zur Unterseite der im inneren Scherenarm 2 gelagerten Umlenkrolle 9 und hinten
um diese herum geführt ist, von dort oben abgeht, in Richtung der im äußeren Scherenarm
4 gelagerten Umlenkrolle 9, diese von oben nach unten umschließt. Von dort ist der
Zugriemen in Richtung der Achse 30 der im inneren Scherenarm 2 gelagerten Umlenkrolle
9 geführt und mit einem mit dem inneren Scherenarm 2 verbundenen Ansatz 31 befestigt.
Aufgrund der Erweiterungen 28 an den Scherenarmen ergibt sich in Abstand vom Mittenscherenlager
10 ein Hebel, somit ein günstiger Kraftangriffspunkt beim Ausheben des Oberrahmens
1 und auch während des gesamten Hubvorganges. Durch Angriff der beidseits des Getriebes
27 angeordneten Riemen werden die Scheren, bei Einleitung symmetrischer Kräfte, ausqehoben,
und zwar durch eine Art Flaschenzugwirkung über das Aufwickeln der Riemen 12 über
die Umlenkrollen 9 auf die Riementrommeln 8. Durch Erhöhung der Anzahl von Umlenkrollen
9 kann der Flaschenzugeffekt verstärkt werden.
[0030] Statt Zugriemen 12 können auch andere Zugmittel Verwendung finden, beispielsweise
Gurte, Seile, Ketten usw.
[0031] Figur 4 veranschaulicht eine gegenüber der Ausführungsform-gemäß der Figuren 1 bis
3 geringfügig modifizierte Ausgestaltung des Scherenhebetisches. Dort greift der Zugriemen
12, der von dem äußeren Scherenarm 4 gelagerten Umlenkrolle 9 abgeht nicht unmittelbar
am inneren Scherenarm 2 an, sondern an einem Vorhubhebel 20, der um eine parallel
zum Mittelscherenlager 10 angeordnete Achse 32 benachbart der anderen Umlenkrolle
9 im inneren Scherenarm 2 gelagert ist. Der Vorhubhebel 20 ist als Winkelhebel ausgebildet,
mit einem ersten Schenkel 33, im Bereich dessen Endes der Zugriemen 12 angreift, und
einem zweiten Schenkel 34, dessen freies Ende eine frei drehbare Stützrolle 21 aufnimmt.
Wird bei vollständig abgesenktem Oberrahmen 1 eine Zugkraft in den jeweiligen Riemen
12 eingeleitet, bedingt dies, dass der Hebel 20 über die Rolle 21 auf den äußeren
Scherenarm 4 wirksam wird und ein Vorspreizen der beiden Scheren 22 bewirkt. Damit
verbessert sich das Kräfte- und Hebelverhältnis in eingefahrener Stellung.
[0032] Figur 2 veranschaulicht zusätzlich eine bei dem Scherenhebetisch Verwendung findende
Absturzsicherung 35. Diese weist einen im jeweiligen inneren Scherenarm 2 um eine
parallel zum Mittelscherenlager 10 angeordnete Achse 18 schwenkbaren Hebel 17 auf,
dessen freies Ende mit einer Rastenklinke 36 versehen ist. Benachbart der Klinke 36
ist der Hebel 17 mit einer Laufrolle 16 versehen, die auf den Zugriemen 12 in dem
Bereich zwischen der Riementrommel 8 und der dieser folgenden Umlenkrolle 9 aufliegt.
Bei Bruch des Zugriemens 12 fällt die Klinke 36 in die darunter befindliche, im Grundgestell
11 gelagerte Raste 19 und blockiert das System.
1. Scherenhebetisch mit einem Oberrahmen (1), der von zwei seitlichen Scheren (22, 22)
getragen und parallel geführt wird, mit mindestens einer Hubeinrichtung (6,27, 8,
12; 9), die eine antreibbare Wickeleinrichtung (8), ein Zugmittel (12) und mindestens
eine Umlenkrolle (9) für das Zugmittel (12) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hubeinrichtung (6, 27, 8, 12, 9) in den Scheren (22, 22) gelagert ist und das
der Wickeleinrichtung (8) abgewandte Ende des Zugmittels (12) an einem Scherenarm
(2) angreift.
2. Scherehebetisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickeleinrichtung (8) als Trommel ausgebildet ist.
3. Scherenhebetisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Scheren (22, 22) ein Antrieb (6, 27) gelagert ist, mit dem die Wickeleinrichtung
(8) verbunden ist.
4. Scherenhebetisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb einen Elektromotor (6) mit Getriebe (27) aufweist.
5. Scherenhebetisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel als Riemen (12), Gurt, Seil oder Kette ausgebildet ist.
6. Scherenhebetisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Umlenkrollen (9) für das Zugmittel (12) vorgesehen sind, wobei
die eine Umlenkrolle (9) in dem Scherenarm (4), in dem der Antrieb (6, 27) positioniert
ist, gelagert ist, und die andere Umlenkrolle (9) in dem anderen Scherenarm (2) gelagert
ist.
7. Scherenhebetisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das der Wickeleinrichtung (8) abgewandte Ende des Zugmittels (12) an dem Scherenarm
(2) angreift, der den Antrieb (6, 27) nicht aufnimmt.
8. Scherenhebetisch nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das der Wickeleinrichtung (8) abgewandte Ende des Zugmittels (12) an einem Ende eines
Winkelhebels (20) angreift, der schwenkbar in einem Schwenkarm (2) gelagert ist, wobei
sich das andere Ende des Winkelhebels (20) zum Vorspreizen der zugeordneten Schere
(22) am anderen Scherenarm (4) der Schere (22) abstützt.
9. Scherenhebetisch nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelhebel (20) im Bereich seines anderen Endes mit einer Laufrolle (21) versehen
ist.
10. Scherenhebeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheren (22, 22) in deren Schwenkebene eine in Richtung des Oberrahmens (1) oder
des Grundgestells (11) weisende Erweiterung (28) aufweisen, wobei diese Erweiterung
(28) in der abgesenkten Stellung des Tisches auf einer anderen Seite der Verbindungslinie
der Lagerpunkte (23, 24; 15, 25) des Tisches im Oberrahmen (1) oder Grundgestell (11)
angeordnet ist als der Scherenmittelpunkt (10), wobei ferner die mindestens eine Umlenkrolle
(9) und / oder das Zugmittel (12) im Bereich der Erweiterungen (28) gelagert ist.
11. Scherenhebetisch nach einem der Ansprüche 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (6, 27, 8, 12, 9) unterhalb des Scherenmittelpunks (10) und / oder unterhalb
der Lagerung der Scherenenden (23, 15) im Grundgestell (11) angeordnet ist.
12. Scherenhebetisch nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass er, bezogen auf seine zwischen den beiden Scheren (22, 22) verlaufende Mittelachse
im wesentlichen symmetrisch aufgebaut ist, mit die beiden Scheren (22, 22) verbindenden
Lagerungselemente für zwei Hubeinrichtungen, denen ein gemeinsamer Antrieb (6, 27)
zugeordnet ist.
13. Scherenhebetisch nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Absturzsicherung (17, 36, 19) mit einer Rasten-Klinken-Anordnung vorgesehen
ist, die bei einem Bruch des Zugmittels (12) ein Abstürzen des Oberrahmens (1) verhindert.