[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum ein- oder beidseitigen
Auftra-gen eines flüssigen bis pastösen Mediums, beispielsweise Streichfarbe, auf
eine laufende Faserstoffbahn, insbesondere aus Papier oder Karton unter Verwendung
eines Vorhang-Auftragswerkes, welches die Suspension in fertigdosierter Menge in Form
eines Vorhanges mit Wirkung elektrostatischer Kräfte an die laufende Faserstoffbahn
abgibt.
[0002] Ziel eines solchen Vorhang-Auftragswerkes ist es, auf die Faserstoffbahn genau die
Menge an Auftragsmedium aufzubringen, die auf dieser auch verbleiben soll (1:1-Auftrag).
[0003] Dies steht im Gegensatz zu anderen verbreiteten Anordnungen und Verfahren, mit denen
das Medium im Überschuss abgegeben wird. Dieser Überschuss muss im weiteren Verlauf
des Verfahrens wieder von der Faserstoffbahn abgestreift (abgerakelt) werden, weshalb
man unter anderem große Mengen an Auftragsmedium und Pumpenenergie benötigt.
[0004] Die Erfindung geht aus von der DE10012256 A1.
In dieser Druckschrift ist eine Auftragsvorrichtung offenbart, bei der im Bereich
des Vorhang-Auftragswerkes eine Vorrichtung zum Erzeugen eines elektrischen Feldes
vorgesehen ist.
Dieses elektrische Feld übt auf den sich vom Auftragswerk zur laufenden Oberfläche
bewegenden Vorhang eine dessen Bewegung unterstützende Kraft dergestalt aus, dass
der im wesentlichen schwerkraftbedingt fallende Vorhang in gestreckter Form sich von
oben nach unten stabil bewegen kann.
[0005] Das Vorhang-Auftragswerk ist dazu oberhalb der zur beschichtenden, laufenden Oberfläche
angeordnet. Die zu beschichtende Oberfläche kann beispielsweise ein Auftragswalze
oder ein Auftragsband sein, wobei in indirekter Weise das Medium an die Faserstoffbahn
abgegeben wird. Bei direktem Auftrag bildet die Faserstoffbahn die laufende Oberfläche.
[0006] Derartige Anordnungen zur Beschichtung einer Bahnseite mit von oben nach unten fallendem
Vorhang sind bereits bekannt und werden in der Fachwelt als "Curtain Coating" bezeichnet.
[0007] Sie werden vor allem genutzt bei bekannten Extrusionsverfahren, Verfahren zur Beschichtung
von fotografischen Filmen, Tonbändern oder zur Beschichtung von Spezialpapieren mit
Mikrokapseln. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise auf die DE19716466 A1 verwiesen.
[0008] Bei der gewünschten Beschichtung von nur einer Bahnseite, beispielsweise der Oberseite
der Bahn, mittels Vorhang, wendet man die vorstehend genannte Ausführung mit von oben
nach unten herabfallendem Vorhang an.
[0009] Soll aber noch die zweite Seite oder auch nur die zweite bzw. untere Bahnseite mittels
Vorhang beschichtet werden, müssen andere Arten an Beschichtungsverfahren und Auftragwerken
eingesetzt werden oder es ist eine sehr aufwändige Bahnführung mit langen Bahnwegen
und einer Vielzahl an Bahnführungselementen und Ausrüstungsteilen notwendig, damit
die jeweilige Bahnseite wiederum mit einem Vorhang von oben her beschichtet werden
kann.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Vorhangbeschichtungs - Verfahren und
eine Vorrichtung zu schaffen, mit dem die Nachteile des Standes der Technik vermeidbar
sind.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren gemäß dem Kennzeichen
des Anspruches 1 und einer Vorrichtung mit dem im Kennzeichen des Anspruches 6 angegebenen
Merkmal.
[0012] Als völlig überraschend und unerwartet hat sich herausgestellt, dass die angelegte
Elektrostatik es vermag, den Vorhang entgegen der Wirkung der Schwerkraft an die Faserstoffbahn
zu lenken und dort auch für einen gleichmäßigen Strichauftrag zu sorgen.
[0013] Das ist um so bedeutender, da immer öfter breite Faserstoffbahnen, insbesondere Papier-
und Kartonbahnen von 10m breite und mehr, gleichmäßig und bei hohen Bahngeschwindigkeiten
um ca.2000m/min zu beschichten sind. Dabei ist auch bedeutsam, dass ein Vorhangs-Auftragswerk
ja nahezu drucklos bzw. mit nur geringstem Mediendruck und ohne Überschussauftrag
arbeitet und die Qualität des aufgetragenen Striches hoch sein muss.
[0014] Im Gegensatz zu den Vorhang-Auftragswerken werden Freistrahlauftragsdüsen mit hohem
Druck betrieben und arbeiten mit Überschuss. Der im Überschuss aufgetragene Strich
wird anschließend auf das geforderte Maß (Strichgewicht) und zur Erreichen einer gleichmäßigen
Strichdicke abgerakelt.
[0015] Neben der wesentlich einfacheren Bahnführung (kürzere Bahnwege) ist auch die Einsparung
von Bahnführungselementen als Vorteil der Erfindung anzusehen.
[0016] Erstmalig ist mit der Erfindung ein beidseitiges Beschichten der Bahn bzw. auch ein
gleichzeitiges simultanes Vorhang-Beschichten beider Seiten der Bahn möglich. Das
kann bei horizontaler oder annähernd horizontaler, als auch vertikal oder annähernd
vertikal laufender Bahn erfolgen.
[0017] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass derselbe Typ Auftragswerk,
dh. also jeweils Vorhangauftragswerke für beide Bahnseiten verwendet werden können.
[0018] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht aber darin, dass auf Grund der nun möglichen
Anordnung des Vorhang-Auftragswerkes unterhalb der Papierbahn mehr Flexibilität in
den Streichmaschinen einschließlich Bedienerfreundlichkeit erreicht wird.
[0019] Ein Vorteil der genannten Anordnung unterhalb der Bahn besteht darin, dass keine
die Bahnbreite überspannende Auffangwannen ,einschließlich ihrer Antriebe für das
Abschwenken, zwischen Vorhangdüse und der Bahn installiert werden müssen, weil all
die Dinge, die während des Beschichtungsprozesses bzw. beim Anfahren oder Abfahren
des Streichprozesses entstehen (z.B. Abspritzungen des Auftragsmediums, Ablauf des
Mediums beim Anfahren oder Abfahren, Kondenswasser, Reinigungsflüssigkeit) aufgrund
der Anordnung unterhalb der Bahn nicht auf diese gelangen können.
[0020] Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass die Entlüftung der Vorhangdüse einfacher
ist.
Infolge der nun von unten nach oben gerichteten Austrittsdüse kann die Luft nach oben
hin austreten.
[0021] Auch ein einfacheres nachträgliches Einbauen oder ein einfacheres Umrüsten innerhalb
einer Maschine zur Herstellung der Faserstoffbahn ist somit möglich.
[0022] Besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn das elektrostatische Feld im Bereich
(Umgebung) der Düse des Vorhang-Auftragswerkes angelegt wird. Zusätzlich oder alternierend
ist auch die elektrostatische Aufladung der Faserstoffbahn vorgesehen.
[0023] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das elektrostatische Feld mit einer Leistung
von ca. 0,025 bis 1,0 kW/m, einer Stromstärke von ca. 0,01 bis 10 mA und einer Spannung
von ca. 5 bis 60 kV betrieben wird.
[0024] Die Polarität der Elektroden ist dabei vorzugsweise positiv gewählt, weil dadurch
stärkere Effekte erreichbar sind. Aber auch mit negativer Polarität ist der erfindungsgemäße
Effekt erreichbar.
[0025] Die Faserstoffbahn sollte einen Feuchtigkeitsgehalt von ungefähr 1% bis 4,5% aufweisen.
[0026] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0027] Nachzutragen ist, dass das Vorhang-Auftragswerk eine durchgängige, also über die
Breite der Faserstoffbahn reichende Schlitzdüse aufweisen kann, aus der der geschlossene
Vorhang austritt.
Im Rahmen der Erfindung ist es aber auch möglich, dass eine Vielzahl von Auftragssprühdüsen
verteilt über die Breite der Bahn angeordnet sind und wobei die ausgestoßenen Sprühstrahlen
sich zu einem geschlossenen Vorhang vereinen.
[0028] Außerdem ist nachzutragen, dass unter dem Auftragsmedium Suspensionen, insbesondere
wässrige Pigmentsuspensionen und Emulsionen verstanden werden, wobei deren Viskositäten
schwanken können.
[0029] Nachfolgend soll die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Es zeigen:
Figur 1: eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsvariante des Verfahrens
bzw. der Vorrichtung für das beidseitige direkte Auftragen einer Suspension auf eine
Faserstoffbahn.
Figur 2: eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsvariante für ein
einseitiges Auftragen.
Figur 3: eine vergrösserte Ansicht des Auftragsbereiches aus Figur 2.
Figur 4: eine schematische Seitenansicht einer dritten Ausführungsvariante für das
beidseitige direkte und simultane Auftragen.
[0030] In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleiche Bezugszeichen versehen.
[0031] Die Figur 1 zeigt eine Papier- bzw. Kartonbahn 1, die von unten kommend über eine
Umlenkwalze 2 geführt wird und von da aus im spitzen Winkel zu einer gedachten Horizontale
H weiterläuft zu einem Behandlungsort, wo Streichfarbe, auf die Bahn 1 aufgebracht
werden soll.
Anstelle von Streichfarbe ist auch das Leimen oder Imprägnieren der Bahn denkbar.
[0032] Wie aus der Figur 1 zu entnehmen ist, sind zur Beschichtung beider Bahnseiten jeweils
ein Vorhangs-Auftragswerk 3 für die Bahnseite 1a sowie ein herkömmlich wirkendes Vorhang-
Auftragswerk 4 für die Bahnseite 1b vorhanden.
[0033] Dieser Behandlung folgend, wird die Bahn über eine kontaktlose Bahnumlenkungsund
Trocknungseinrichtung 5 gelenkt, von wo aus sie einem weiteren nicht in den Figuren
dargestellten Behandlungsschritt zugeführt werden kann.
[0034] Das besagte Auftragswerk 4 ist, wie gesagt, ein herkömmliches Vorhang-Auftragswerk,
welches das Auftragsmedium, d.h. den Vorhang 4a im wesentlichen unter Einfluss der
Schwerkraft von oben herab auf die Papierbahnseite 1b abgibt.
[0035] In stromaufwärtiger Richtung ist das Vorhang-Auftragswerk 3 zur Beschichtung der
Bahn-seite 1a angeordnet.
Es ist prinzipiell aufgebaut wie das Auftragswerk 4. Dieses unterhalb der Bahn 1 angeordnete
Auftragswerk 3 gibt, von unten nach oben, völlig ungewöhnlich , einen gegen die Wirkung
der Schwerkraft gerichteten Vorhang ab. Diese Wirkung wird verstärkt, wenn zum einen
die Bahn im Beispiel selbst mittels Erzeugungseinrichtung 6 bereits statisch aufgeladen
ist und zum anderen (oder alternierend dazu) eine zusätzliche Felderzeugungsvorrichtung
7 vorhanden ist.
Die Felderzeugungsvorrichtung 6 befindet sich oberhalb der Bahnseite 1b im Bereich
der Umlenkwalze 2 .Die Felderzeugungsvorrichtung 7 befindet sich ebenfalls oberhalb
der Bahnseite 1b, aber hier im Bereich der Auftrefflinie des Vorhanges 3a, welcher
vom Auftragswerk 3 ausgeht.
[0036] Beide Felderzeugungsvorrichtungen 6 und 7 bestehen aus einer Elektroden-Anordnung,
die wiederum aus einer Vielzahl von Einzelelektroden (Elektodenspitzen) besteht, welche
über die gesamte Breite der Bahn gleichmäßig verteilt angeordnet sind.
[0037] Das mit der Vorrichtung 7 erzeugte elektrische Feld F erstreckt sich über den gesamten
Bereich bzw. die Umgebung des Auftragswerkes 3 in einer Zone oberhalb der Bahnseite
1b bis hin zur Bahnseite 1a, wo der nach oben gerichtete Vorhang 3a aus dem Auftragswerk
3 austritt.
Die Länge des Vorhanges bzw. der Abstand zwischen Vorhangdüse und Bahn 1 kann 5mm
bis 50 mm betragen.
[0038] In der Figur 2 ist im Gegensatz zur Variante gemäß Figur 1 das einseitige Auftragen
mittels einem unterhalb der Bahn 1 angeordneten Auftragswerk 3 mit sogenanntem Farbverteilrohr
3b und einem Dosierspalt 3c dargestellt, wobei der Vorhang wiederum gegen die Schwerkraft
auf die Papierbahn gelangt.
[0039] Aus der Figur 2 ist zu entnehmen, dass auch eine zur Bahn 1 schräg gestellte Anordnung
des Vorhang-Auftragswerkes 3 möglich ist.
[0040] Das Ausmaß des elektrischen Feldes F zeigt der gestrichelte Kreis.
[0041] Einen vergrößerten Bildausschnitt davon liefert die Figur 3.
[0042] Die waagrechten Striche innerhalb der Bahn 1 zeigen deren elektrostatische Aufladung
mittels der Erzeugungsvorrichtung 6. Die senkrechten Striche geben die Größe und die
Ausbreitung des elektrostatischen Feldes F an, mit welchem es möglich ist, den besagten
Vorhang 3a von unten her der Bahnseite 1a zuzuführen, um sich dort als Schicht 3aS
zu immobilisieren.
[0043] Ohne die Wirkung des elektrischen Feldes würde, wie mit strichpunktierter Linie dargestellt,
der Vorhang 3a dem Gesetz der Schwerkraft folgend nach unten ablaufen. Dies ist mit
3aA bezeichnet.
[0044] Schließlich zeigt die Figur 4 eine Anordnung zur simultanen, also gleichzeitigen
Beschichtung.
Über die mit Erdpotential versehene Umlenkwalze 2 läuft bei dieser Anordnung die Bahn
1 von unten nach oben. Beidseitig der Bahn 1 ist jeweils ein in gleicher Höhe und
im Wesentlichen horizontal angeordnetes Vorhang-Auftragswerk 3 vorgesehen.
[0045] Auch bei dieser Variante wird der Mediumsvorhang 3a durch die elektrostatischen Kräfte
zur Bahn hingezogen.
[0046] Eine Elektroden-Anordnung 6 dient auch hier der Aufladung der Bahn 1 und jeweils
beidseitig der Bahn 1 angeordnete Elektroden-Anordnungen 7 erzeugen bis zur Gegenseite
hin bzw. darüberhinaus elektrostatische Felder.
[0047] In der Figur 4 ist ebenfalls wie in Figur 2 eine Auffangwanne 8 dargestellt. Diese
Auffang-wanne ist in den Vorhang 3a hinein und aus diesem wieder heraus schwenkbar,
so dass das Auftragsmedium, d.h. die hier verwendete Streichfarbe vor Beginn des eigentlichen
Beschichtungsvorganges auf die laufende Bahn 1 und nach Beendigung dieses Vorganges
und/oder die Seitenränder des Vorhanges 3a bei gewünschtem strichfreien Rand auf der
Bahn 1 aufgefangen werden kann.
[0048] Bei der Anordnung des Vorhang-Auftragswerkes unterhalb der Bahn 1 gemäß Figur 1,2
und 3, wird in der Regel nur eine kurze Wanne 8 für die Seitenränder benötigt. Die
andere bahnbreite Wanne kann dann entfallen, weil Abspritzungen oder Bahnfetzen bei
Bahnabrissen im wesentlichen nach unten fallen und nicht die über dem Auftragswerk
fortlaufende, frisch gestrichene Bahnoberfläche schädigen können.
[0049] Es ist vorteilhaft, wenn die Felderzeugungseinrichtung 7 an der Auffangwanne 8 befestigt
und mit dieser gemeinsam verfahrbar ist, wie die Doppelpfeile und die punktierten
Linien in der Figur 4 zeigen.
[0050] Nachzutragen ist, dass Vorrichtungen 10 zur Luftgrenzschicht-Entfernung bzw. zur
Absau-gung oder Gegenluftblasen oder dergleichen (siehe Figur 1 und 3) in Laufrichtung
der Bahn noch vor dem Vorhangs-Auftragswerk angeordnet sein können.
[0051] Die elektrostatischen Kräfte sollten von Beginn des Anfahrvorganges an, spätestens
aber von Beginn des laufenden Beschichtungsprozesses an, bis hin zum Ende der Beschichtung
wirken.
[0052] Es ist weiterhin nachzutragen, dass auch mehrere, aber nicht in den Figuren dargestellte
Vorhangs-Auftragswerke pro Bahnseite hintereinander für einen Mehrfachauftrag angeordnet
sein können.
1. Verfahren zum ein- oder beidseitigen Auftragen eines flüssigen bis pastösen Mediums,
beispielsweise Streichfarbe, auf eine laufende Faserstoffbahn, insbesondere aus Papier
oder Karton unter Verwendung eines Vorhang-Auftragswerkes, welches das Medium in fertigdosierter
Menge, in Form eines Vorhanges mit Wirkung von elektrostatischen Kräften an die laufende
Faserstoffbahn abgibt,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein derartiges elektrostatisches Potential erzeugt wird, welches den Vorhang (3a)
gegen die Wirkung der Schwerkraft zur laufenden Faserstoffbahn (1) lenkt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Faserstoffbahn (1) elektrostatisch aufgeladen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein elektrostatisches Feld (F) im Bereich des Vorhang-Auftragswerkes (3) erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das elektrostatische Potenzial des elektrischen Feldes (F) einen Wert von ca.5 bis
60 kW und eine Stromstärke von 0,01 bis 10 mA aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Feuchtigkeitsgehalt der Faserstoffbahn(1 ) ca. 1% bis 4,5 % beträgt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, umfassend
- ein Vorhang-Auftragswerk (3), welches den Mediums-Vorhang (3a) frei und ungestützt
an die Faserstoffbahn (1) abgibt und
- eine Einrichtung (7) zum Erzeugen eines elektrischen Feldes (F), welches auf den
sich vom Auftragswerk (3) zur Faserstoffbahn (1) bewegenden Vorhang (3a) eine dessen
Bewegung unterstützende Kraft ausübt,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erzeugte elektrische Feld (F) in der Lage ist, den Vorhang (3a) gegen die Wirkung
der Schwerkraft an die Faserstoffbahn (1) zu lenken.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine Felderzeugungsvorrichtung (6,7) in Form einer über die Breite der
Faserstoffbahn (1) angeordneten Elektroden-Anordnung, bestehend aus einer Vielzahl
Einzelelektroden vorhanden ist, mit welcher sowohl die Faserstoffbahn (1) aufladbar
ist, als auch das elektrische Feld (F) im Bereich des Auftragswerkes (3, 4) erzeugbar
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Vorhang-Auftragswerk (3) unterhalb einer im wesentlichen horizontal geführten
Faserstoffbahn (1) angeordnet ist mit einer von unten nach oben laufenden Bewegungsrichtung
des Vorhangs (3a).
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Vorhangs-Auftragswerk (4) oberhalb einer im wesentlichen horizontal geführten
Faserstoffbahn (1) angeordnet ist, welches gemäß dem Schwerkraftprinzip arbeitet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Vorhangs-Auftragswerk (3) waagrecht mit horizontaler Bewegungsrichtung des Vorhanges
(3a) auf wenigstens einer Seite einer vertikal geführten Faserstoffbahn (1) angeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Potenzial für die elektrostatische Aufladung der Faserstoffbahn (1) und/oder zur
Erzeugung des elektrischen Feldes (F) zur Bewegungsrichtung des Vorhanges (3a) gegen
die Schwerkraft eine Leistung von ca.12 bis 1000 W/m, eine Spannung von ca. 5 bis
60 kV und eine Stromstärke von o,1 bis 10 mA aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Felderzeugungseinrichtungen (6, 7) oberhalb der im Wesentlichen horizontal laufenden
Faserstoffbahn (1) angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Felderzeugungseinrichtungen (7) bei im Wesentlichen vertikal laufender Faserstoffbahn
(1) jeweils beiden Bahnseiten (1a, 1b) zugeordnet sind.