[0001] Die Erfindung betrifft eine Mehrfach-Abscherschraube, mit einem zylindrischen Körper,
der an seiner Außenseite ein Gewinde besitzt, und mit einem Kopf an dem einen Ende
des Körpers, der Angriffsflächen für ein Antriebswerkzeug aufweist, wobei die Schraube
mehrere axial getrennte Sollbruchstellen aufweist, die eine Reihe von Scherebenen
bilden.
[0002] Derartige Abscherschrauben sind beispielsweise aus der EP-A-0 692 643 bekannt und
werden beispielsweise bei Schraubverbindern verwendet, um elektrische Kabelleiter
anzuschließen. In diesem Zusammenhang kommt es darauf an, die Leiterenden mit einem
vorgegebenen Anpreßdruck zu kontaktieren, um eine einwandfreie mechanische und elektrische
Verbindung zu gewährleisten.
[0003] In diesem Zusammenhang sind Abscherschrauben gut geeignet, da sie sich auf vorgegebene
Abscher-Drehmomente einstellen lassen. Das Abreißen des Kopfes gewährleistet dann,
daß die Schraube mit dem vorgegebenen Drehmoment angezogen worden ist und damit den
gewünschten Kontaktdruck erzeugt. Zugleich wird dabei zuverlässig vermieden, daß eine
solche Schraube zu stark angezogen wird und möglicherweise das Leiterende eines Kabelleiters
zerquetscht oder beschädigt.
[0004] Es darf daran erinnert werden, daß die moderne Technik von Schraubverbindern üblicherweise
verlangt, daß nach der Montage der entsprechenden Kontaktschrauben kein oder nur ein
sehr geringer Schraubenüberstand außerhalb des Schraubverbinders vorhanden ist. Mehrfach-Abscherschrauben
können diese Forderung bei entsprechender Auslegung ohne weiteres erfüllen.
[0005] Die herkömmliche Abscherschraube gemäß der EP-A-0 692 643 ist so ausgebildet, daß
der Schaft eine Reihe von Gewindebereichen aufweist, die durch Einschnitte voneinander
getrennt sind, welche Sollbruchstellen bilden, um entsprechende Scherebenen vorzugeben.
[0006] Solche herkömmlichen Abscherschrauben sind aber in der Praxis nicht immer zufriedenstellend,
da sie separate, axial beabstandete Gewindebereiche aufweisen, die an den Anschlußstellen
leicht beschädigt werden können, so daß das Hineindrehen der Abscherschraube in ein
Werkstück beeinträchtigt werden kann. Außerdem ist bei herkömmlichen Abscherschrauben
die mechanische Belastbarkeit durch Einschnitte im Gewinde stark reduziert.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Abscherschraube der eingangs
genannten Art anzugeben, die eine robuste Konstruktion hat und eine zuverlässige Funktion
in der Praxis gewährleistet.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, eine Mehrfach-Abscherschraube der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß der Körper einen zentralen Zapfen mit unrundem Querschnitt,
in den axial beabstandete radiale Einstiche eingearbeitet sind, sowie eine oder mehrere
Scheiben aufweist, die auf den Zapfen aufgesteckt sind, und daß der Körper an seiner
Außenseite ein durchgehendes Gewinde aufweist.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Schraube wird die Aufgabe in zufriedenstellender Weise
gelöst. In vorteilhafter Weise können die Einstiche zur Herstellung der Sollbruchstellen
völlig unabhängig von dem Gewinde an der Außenseite des Körpers eingearbeitet sein.
Damit sind keine zusätzlichen "Kanten" an irgendwelchen Gewindeabschnitten vorhanden,
die bei der Handhabung beschädigt werden können. Mit einem durchgehenden, einstückigen
Gewinde wird außerdem sichergestellt, daß die Schraube auch unter hohen mechanischen
Belastungen zuverlässig funktioniert.
[0010] Die Anzahl der axial beabstandeten radialen Einstiche und der entsprechenden aufgesteckten
Scheiben kann in Abhängigkeit von den Gegebenheiten der Praxis gewählt werden, um
eine beliebige Anzahl von Scherebenen an den Sollbruchstellen vorzugeben, welche von
den Einstichen gebildet sind.
[0011] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schraube ist vorgesehen, daß die Einstiche
als umlaufende Ringnuten ausgebildet sind. Auf diese Weise wird ein gleichmäßiges
Abscheren der Schraube begünstigt, wenn diese im Betrieb angezogen und ein vorgegebenes
Drehmoment überschritten wird.
[0012] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schraube ist vorgesehen, daß sich die Einstiche
im Längsschnitt der Schraube in radialer Richtung keilförmig verjüngen. Die jeweilige
Scherebene läßt sich damit exakt vorgeben, an der die Schraube im Betrieb abreißen
soll.
[0013] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schraube ist vorgesehen, daß die Einstiche
in radialer Richtung unterschiedlich tief in das Material des Zapfens eindringen.
Auf diese Weise wird erreicht, daß die Schraube an den jeweiligen Einstichen erst
dann abreißt, wenn das dort vorgegebene Drehmoment an der jeweiligen Stelle überschritten
wird. Insbesondere läßt sich vorgeben, an welcher Stelle die Schraube am leichtesten
abreißt, und welche Sollbruchstelle als letzte abreißt.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Einstiche bei der erfindungsgemäßen Schraube
einen ebenen Boden aufweisen, der sich im wesentlichen senkrecht zur Mittelachse der
Schraube erstreckt. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Schraube eine möglichst
glatte Bruchfläche bildet, wenn die Schraube beim Überschreiten eines vorgegebenen
Drehmomentes an der Scherebene abreißt.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Einstiche derart ausgebildet sind, daß die
Schraube an den von ihnen gebildeten Scherebenen bei Drehmomenten abreißt, die von
dem vorderen Ende der Schraube zu ihrem Kopf hin schrittweise zunehmen. Wird eine
solche Schraube im Betrieb verwendet und gegen ein Werkstück, beispielsweise einen
Leiter in einem Schraubverbinder angezogen, so wird erreicht, daß die Schraube stets
an der geeigneten Stelle abreißt.
[0016] Bei einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Abreiß-Drehmomente von
dem vorderen Ende der Schraube zu ihrem Kopf hin schrittweise abnehmen. Dies hängt
von den jeweiligen Gegebenheiten ab.
[0017] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schraube ist vorgesehen, daß die Scheiben
eine axiale Höhe haben, die gleich dem axialen Abstand zwischen jeweils zwei benachbarten
radialen Einstichen ist. Damit wird erreicht, daß die Schraube nach dem Abreißen eine
besonders glatte Bruchebene bildet.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Scheiben eine glatte Oberseite haben, die
plan oder einseitig konvex oder einseitig konkav ausgebildet sein kann. Wenn die Oberseite
einseitig konkav ausgebildet ist, so kann man erreichen, daß die Sollbruchstelle im
Bereich des Zapfens gegenüber dem äußeren Scheibenrand leicht versenkt ist.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Oberseite der jeweiligen Scheibe am Außenrand
angefast ist. Auf diese Weise ergeben sich nach dem Abreißen des Oberteiles der Schraube
keine unnötig scharfen Kanten an dem verbleibenden Teil der Schraube.
[0020] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schraube ist vorgesehen, daß die Schraube
an ihrem vorderen Ende einen ringförmigen Teller aufweist, der einen Träger für die
aufgesteckten Scheiben bildet. Der Teller bildet dabei einerseits einen Anschlag für
die jeweiligen Scheiben und bildet andererseits den vorderen Kontaktbereich der Schraube.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Teller den gleichen Durchmesser wie die Scheiben
aufweist. Dann bilden der Teller und die aufgesetzten Scheiben eine homogene Einheit,
nämlich einen zylindrischen Körper, der an seiner Außenseite das durchgehende Gewinde
besitzt.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Teller mit einer balligen Schraubenkuppe oder
einer anderen Kontaktgeometrie ausgebildet ist. Derartige Schrauben sind für elektrische
Schraubverbinder gut geeignet. Die Schraubenkuppe kann beispielsweise die Form einer
Kugelkalotte, eines sich verjüngenden Kegels oder einer flachen Stirnseite einer Kontaktschraube
haben.
[0023] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schraube ist vorgesehen, daß die Scheiben
eine zum Zapfen komplementäre Innenausnehmung haben und mit Preßsitz direkt aufeinander
auf den Zapfen aufgesteckt sind. Damit wird eine kompakte Bauform der Schraube erreicht.
[0024] Im Prinzip kann für den Zapfen und die komplementäre Innenausnehmung der Scheiben
jede Kontur mit unrundem Querschnitt verwendet werden. In der Praxis erweist es sich
jedoch als zweckmäßig, wenn als unrunder Querschnitt ein Vierkant oder insbesondere
ein Sechskant verwendet wird, so daß der Zapfen und die Scheiben in formschlüssigen
Eingriff miteinander kommen.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das obere Ende des Zapfens den Kopf der Schraube
für das Antriebswerkzeug bildet. Dann ist keine weitere Bearbeitung des Zapfens erforderlich,
der die Aufnahme für die jeweiligen Scheiben bildet.
[0026] Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schraube ist vorgesehen, daß der
Zapfen an seinem oberen Ende einen Außenkant aufweist. Insbesondere kann es sich dabei
um einen Außensechskant handeln, so daß herkömmliche Werkzeuge zur Anwendung gelangen
können.
[0027] Bei einer anderen Ausführungsform der Schraube ist vorgesehen, daß der Zapfen an
seinem oberen Ende einen axial eingearbeiteten, zentralen Innenkant aufweist, insbesondere
einen Innensechskant, so daß herkömmliche Werkzeuge zum Betätigen der Schraube verwendet
werden können. Ein derartiger Innenkant kann zusätzlich oder alternativ zu dem Außenkant
vorgesehen sein, um dem Monteur die Wahl des Werkzeugs zu überlassen.
[0028] Des weiteren wird gemäß der Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Mehrfach-Abscherschraube
angegeben, das folgende Schritte aufweist:
- Bereitstellen eines Zapfens mit unrundem Querschnitt,
- Einarbeiten von axial beabstandeten radialen Einstichen in den Zapfen in vorgegebenen
Abständen,
- Aufstecken einer Anzahl von Scheiben auf den Zapfen zur Bildung eines zylindrischen
Körpers, und
- Einarbeiten eines durchgehenden Gewindes an der Außenseite des zylindrischen Körpers.
[0029] Auf diese Weise werden radiale Einstiche der Schraube, welche axial beabstandete
Sollbruchstellen an gewünschten Scherebenen bilden, in geschützter Form im Inneren
der Schraube untergebracht, während die Schraube selbst an ihrer Außenseite ein durchgehendes
Gewinde besitzt.
[0030] Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Zapfen mit einem radial vorstehenden Teller
verwendet wird, der einen Träger für die Scheiben bildet. Der Teller läßt sich mit
gewünschter Form und Dimension vorgeben und bildet zugleich ein Auflager für die aufzusteckenden
Scheiben.
[0031] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß die Scheiben
mit formschlüssigem Eingriff auf den Zapfen aufgesteckt und vor dem Einarbeiten des
Gewindes darauf fixiert werden. Damit wird eine besonders kompakte und homogene Anordnung
der Schraube erzielt.
[0032] Die Erfindung wird nachstehend, auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile,
anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Zapfens für eine erfindungsgemäße Schraube;
- Fig. 2
- eine perspektivische Seitenansicht, schräg von oben, auf den Zapfen gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Schraube mit einem
Zapfen und aufgesteckten Scheiben;
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht auf eine Scheibe für die erfindungsgemäße Schraube;
- Fig. 5
- eine perspektivische Seitenansicht einer Scheibe gemäß Fig. 4; und in
- Fig. 6
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Schraube.
[0033] In den Fig. 1 und 2 der Zeichnungen erkennt man einen Zapfen 12 als Grundkörper für
eine erfindungsgemäße Mehrfach-Abscherschraube. Der Zapfen 12 hat zweckmäßigerweise
einen symmetrischen Aufbau bezüglich der Mittelachse 38. Am vorderen Ende 14 des Zapfens
12 erkennt man einen kreisförmigen Teller 16, der an seiner Außenseite eine ballige
Schraubenkuppe 18 besitzt, die beispielsweise als Kugelkalotte ausgebildet sein kann
und die Angriffsfläche einer Kontaktschraube bilden kann.
[0034] Zwischen einem Kopf 20 an der Oberseite des Zapfens 12 und dem Teller 16 erkennt
man mehrere radiale Einstiche 22, die zweckmäßigerweise einen ebenen Boden 24 haben,
um Sollbruchstellen in gewünschten Scherebenen vorzugeben.
[0035] Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung die gesamte Schraube 10 schräg von oben,
wobei kreisförmige Scheiben 26 auf den Zapfen 12 aufgesteckt sind. In den Fig. 4 und
5 sind derartige Scheiben 26 schematisch dargestellt. Man erkennt, daß diese Scheiben
26 jeweils eine Innenausnehmung 28 haben, die einen unrunden Querschnitt besitzt und
an den unrunden Querschnitt des Zapfens 12 angepaßt ist.
[0036] Die Höhe der Scheiben 26 ist zweckmäßigerweise so bemessen, daß sie dem Abstand zwischen
jeweils zwei axial beabstandeten Einstichen 22 entspricht. Zweckmäßigerweise sind
diese Abmessungen, also die axialen Abstände der Einstiche und damit die Höhe der
Scheiben gleichmäßig vorgegeben, so daß derartige Scheiben 26 in beliebiger Reihenfolge
auf den Zapfen 12 aufgesteckt werden können.
[0037] Bei der Anordnung gemäß Fig. 1 und 2 sind zwar nur drei derartige Einstiche 22 vorgesehen,
so daß dafür zwei Scheiben 26 verwendet werden. Diese Anzahl kann aber selbstverständlich
auch größer oder kleiner sein, um eine gewünschte Anzahl von Sollbruchstellen an den
jeweiligen Scherebenen vorzugeben.
[0038] Es ist zwar auch möglich, zwischen jeweils zwei Einstichen 22 zwei oder mehr Scheiben
26 zu verwenden, jedoch ist es in der Praxis zweckmäßig, wenn die Anzahl der Scheiben
26 nicht unnötig groß ist, um eine gute Stabilität der Schraube 10 zu erzielen.
[0039] Bei der dargestellten Ausführungsform hat der Zapfen 12 die Form eines gleichmäßigen
Außensechskantes, der die Scheiben 26 mit einer entsprechenden komplementären sechseckigen
Innenausnehmung 28 aufnimmt, wobei diese mit Preßsitz auf den Zapfen 12 aufgesteckt
werden. Es kann aber auch jede andere Kontur mit unrundem Querschnitt für den Zapfen
12 bzw. die Scheiben 26 verwendet werden, die jeweils komplementär zueinander ausgebildet
sind, um eine kompakte Bauform der Schraube 10 zu gewährleisten.
[0040] Die Oberseite der obersten Scheibe 26 ist entsprechend dem letzten Einstich 22 vor
dem Kopf 20 der Abscherschraube 10 zugeordnet, wie man den Fig. 3 und 6 entnehmen
kann.
[0041] Wie aus den Fig. 3 und 6 ersichtlich, bildet der Zapfen 12 mit den aufgesteckten
Scheiben 26 einen zylindrischen Körper 32, an dessen Außenseite ein durchgehendes
Gewinde 34 eingearbeitet ist.
[0042] Der Kopf 20 ist bei dieser Ausführungsform als Außenkant 36 ausgebildet, insbesondere
als Außensechskant, wobei seine äußere Kontur die gleiche Form wie die darunter liegenden
Zapfenbereiche 30 haben. Dann braucht der Kopf 20 nicht mehr gesondert bearbeitet
zu werden.
[0043] Im Bedarfsfall kann der Kopf 20 aber auch einen kleineren Querschnitt haben. Des
weiteren ist es möglich, in das obere Ende des Zapfens 12 einen zentralen Innenkant
axialsymmetrisch einzuarbeiten, insbesondere einen Innensechskant, wenn dies gewünscht
ist.
[0044] Der Monteur hat dann die Möglichkeit, das Werkzeug zum Anziehen der Schraube 10 zu
wählen. Es versteht sich von selbst, daß ein derartiger Innenkant nur einen Bereich
in dem Zapfen 12 einnimmt, der oberhalb der letzten Scherebene 22 liegt. Eine derartige
Ausführungsform ist in den Zeichnungen nicht eigens dargestellt.
[0045] Die in Fig. 1 und 2 schematisch dargestellten Einstiche 22 können bereichsweise vorgesehen
sein, sind aber zweckmäßigerweise als umlaufende Ringnuten ausgebildet und verjüngen
sich im Längsschnitt der Schraube in radialer Richtung keilförmig nach innen, um den
Ort der Sollbruchstellen exakt vorzugeben.
[0046] In Abhängigkeit von dem gewünschten Abscher-Drehmoment an der jeweiligen Sollbruchstelle
sind die Einstiche 22 in radialer Richtung unterschiedlich tief in das Material des
Zapfens 12 eingearbeitet. Die Einstiche 22 haben dabei zweckmäßigerweise einen ebenen
Boden 24, im wesentlichen senkrecht zur Mittelachse 38 der Schraube 10, um für eine
glatte Bruchfläche zu sorgen.
[0047] Die Einstiche 22 sind in ihrer Dimensionierung zweckmäßigerweise so ausgebildet,
daß die Abscher-Drehmomente vom Teller 16 zum Kopf 20 des Zapfens 12 schrittweise
zunehmen. Damit reißt die unterste Sollbruchstelle gegebenenfalls zuerst bzw. die
dem Kopf 20 benachbarte Sollbruchstelle zuletzt ab, wenn die Schraube 10 gegen ein
Werkstück angezogen und ein Drehmoment überschritten wird.
[0048] Bei einer anderen Ausführungsform kann die Anordnung auch so getroffen sein, daß
die Abreiß-Drehmomente von der Schraubenkuppe 18 am vorderen Ende der Schraube 10
zu ihrem Kopf 20 hin schrittweise abnehmen. Es werden dann entsprechende Angriffsflächen
in Form eines Innenkantes in der Schraube 10 vorgesehen, um die entsprechenden Schraubenkomponenten
schrittweise abzureißen.
[0049] Die Scheiben 26 haben bei der dargestellten Ausführungsform eine glatte, plane Oberseite.
Diese kann aber auch einseitig konvex oder einseitig konkav ausgebildet sein. In dem
letzteren Falle wird erreicht, daß die Bruchfläche am Zapfen 12 gegenüber der Außenkante
der Scheibe 26 mit dem Gewinde 34 etwas versenkt ist.
[0050] Zweckmäßigerweise ist die Oberseite der jeweiligen Scheibe 26 am Außenrand angefast.
Auf diese Weise sind nach dem Abreißen einer derartigen Abscherschraube an der Oberseite
keine unnötig scharfen Kanten vorhanden, die eine Muffe beschädigen könnten, welche
beispielsweise anschließend um einen Schraubverbinder herum angebracht wird.
[0051] Bei einer derartigen Schraube 10 sind die Sollbruchstellen, die von den Einstichen
22 gebildet sind, geschützt im Inneren der fertigen Schraube 10 untergebracht. Die
Schraube 10 selbst hat ein durchgehendes Außengewinde 34, wie es in Fig. 6 angedeutet
ist.
[0052] Wenn eine derartige Schraube 10 im Betrieb in ein Werkstück mit Innengewinde hineingeschraubt
wird, beispielsweise einen Schraubverbinder mit eingesetztem Kabelleiter, so reißt
die Schraube 10 an der entsprechenden Abscherebene ab, wenn ein entsprechendes Abscher-Drehmoment
überschritten wird. Dann bricht der obere Teil des Zapfens 12 zusammen mit der oder
den darauf sitzenden Scheiben 26 ab. Die Oberseite der darunter liegenden, eingeschraubten
Scheibe 26 sowie des radial innen befindlichen Bereiches des Zapfens 12 bildet dann
eine weitgehend ebene und geschlossene Bruchfläche.
[0053] Zur Herstellung einer derartigen Schraube 10 wird ein Zapfen bereitgestellt, der
einen unrunden Querschnitt hat, beispielsweise als axialsymmetrischer Außensechskant,
der an seinem unteren Ende einen radial vorstehenden Anschlag besitzt, der als Auflager
für die Scheiben 26 dienen soll. Anschließend werden in den Zapfen 12 entsprechende
radiale Einstiche 22 eingearbeitet, und zwar mit vorgegebener Anzahl und Einstichtiefe
in gewünschten axialen Abständen.
[0054] Danach werden Scheiben 26 mit komplementärer Innenausnehmung 28 zur äußeren Konfiguration
des Zapfens 12 auf den Zapfen 12 aufgesteckt, so daß sich der zylindrische Körper
32 gemäß Fig. 3 ergibt. Der bereits erwähnte Anschlag am unteren Ende des Zapfens
12 ist zweckmäßigerweise als Teller 16 ausgebildet, der den gleichen Durchmesser wie
die Scheiben 26 hat.
[0055] Wenn die Scheiben 26, beispielsweise mit Preßsitz auf dem Zapfen fixiert sind, wird
über den gesamten zylindrischen Körper 32 an der Außenseite ein Gewinde eingearbeitet,
insbesondere eingerollt oder eingeschnitten. Damit entsteht das durchgehende Gewinde
34 gemäß Fig. 6, während die Sollbruchstellen bildenden Einstiche 22 geschützt im
Inneren der Schraube 10 untergebracht sind.
[0056] Als Material für die Schraube 10 können übliche Metalle bzw. Metall-Legierungen verwendet
werden, die in Abhängigkeit vom Verwendungszweck gewählt werden. Bei speziellen Anwendungsfällen
kann eine derartige Schraube aber auch ganz oder teilweise aus teilweise aus Kunststoff
oder einem anderen Isolierstoff, zum Beispiel Keramik, bestehen.
Bezugszeichenliste:
[0057]
- 10
- Mehrfach-Abscherschraube
- 12
- Zapfen
- 14
- vorderes Ende
- 16
- Teller
- 18
- Schraubenkuppe
- 20
- Kopf
- 22
- Einstich
- 24
- Boden
- 26
- Scheibe
- 28
- Innenausnehmung
- 30
- Zapfenbereiche
- 32
- Körper
- 34
- Gewinde
- 36
- Außenkant
- 38
- Mittelachse
1. Mehrfach-Abscherschraube, mit einem zylindrischen Körper (32), der an seiner Außenseite
ein Gewinde (34) besitzt, und mit einem Kopf (20) an dem einen Ende des Körpers (32),
der Angriffsflächen (36) für ein Antriebswerkzeug aufweist, wobei die Schraube mehrere
axial getrennte Sollbruchstellen (22) aufweist, die eine Reihe von Scherebenen bilden,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Körper (32) einen zentralen Zapfen (12) mit unrundem Querschnitt, in den axial
beabstandete radiale Einstiche (22) eingearbeitet sind, sowie eine oder mehrere Scheiben
(26) aufweist, die auf den Zapfen (12) aufgesteckt sind,
und daß der Körper (32) an seiner Außenseite ein durchgehendes Gewinde (34) aufweist.
2. Schraube nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstiche (22) als umlaufende Ringnuten ausgebildet sind.
3. Schraube nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstiche (22) im Längsschnitt der Schraube sich in radialer Richtung keilförmig
verjüngen.
4. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstiche (22) in radialer Richtung unterschiedlich tief in das Material des
Zapfens (12) eindringen.
5. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstiche (22) einen ebenen Boden (24) aufweisen, der sich im wesentlichen senkrecht
zur Mittelachse (38) der Schraube erstreckt.
6. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstiche (22) derart ausgebildet sind, daß die Schraube an den von ihnen gebildeten
Scherebenen bei Drehmomenten abreißt, die von dem vorderen Ende (14) der Schraube
zu ihrem Kopf (20) hin schrittweise zunehmen oder abnehmen.
7. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheiben (26) eine axiale Höhe haben, die gleich dem axialen Abstand zwischen
jeweils zwei benachbarten radialen Einstichen (22) ist.
8. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheiben (26) eine glatte Oberseite haben, die plan oder einseitig konvex oder
einseitig konkav ausgebildet ist.
9. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberseite der jeweiligen Scheibe (26) am Außenrand angefast ist.
10. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraube an ihrem vorderen Ende einen ringförmigen Teller (16) aufweist, der
einen Träger für die aufgesteckten Scheiben (26) bildet.
11. Schraube nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Teller (16) den gleichen Durchmesser wie die Scheiben (26) aufweist.
12. Schraube nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Teller (16) mit einer balligen Schraubenkuppe (18) ausgebildet ist.
13. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheiben (26) eine zum Zapfen (12) komplementäre Innenausnehmung (28) haben und
mit Preßsitz direkt aufeinander auf den Zapfen (12) aufgesteckt sind.
14. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das obere Ende des Zapfens (12) den Kopf (20) der Schraube für das Antriebswerkzeug
bildet.
15. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zapfen (12) an seinem oberen Ende einen Außenkant (36) als Kopf aufweist.
16. Schraube nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zapfen (12) an seinem oberen Ende einen axial eingearbeiteten zentralen Innenkant
aufweist.
17. Verfahren zum Herstellen einer Mehrfach-Abscherschraube,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Bereitstellen eines Zapfens (12) mit unrundem Querschnitt,
- Einarbeiten von axial beabstandeten radialen Einstichen (22) in den Zapfen (12)
in vorgegebenen Abständen,
- Aufstecken einer Anzahl von Scheiben (26) auf den Zapfen (12) zur Bildung eines
zylindrischen Körpers (32), und
- Einarbeiten eines durchgehenden Gewindes (34) an der Außenseite des zylindrischen
Körpers (32).
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zapfen (12) mit einem radial vorstehenden Teller (16) verwendet wird, der einen
Träger für die Scheiben (26) bildet.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheiben (26) mit formschlüssigem Eingriff auf den Zapfen (12) aufgesteckt und
vor dem Einarbeiten des Gewindes (34) darauf fixiert werden.