[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen schwimmenden Schaufelradbelüfter zur Gewässer-
und Klärbeckenbelüftung, mit einem langgestreckte Schwimmer enthaltenden Rahmen, wenigstens
einem vom Rahmen getragenen Drehantrieb mit einer Abtriebswelle und an dieser Welle
sitzenden, im Betrieb in das Wasser schlagenden Schaufeln, von denen im Betriebszustand
des Belüfters die Schwimmer an der Gewässer- oder Klärbeckenoberfläche schwimmen,
die Welle über dem Gewässer- oder Klärbeckenspiegel rotiert und Teile der mitrotierenden
Schaufeln bis unter diesen Spiegel geraten.
[0002] Die Schaufelradbelüfter dienen dem Aufrühren der Wasseroberfläche beispielsweise
in Meeresfisch-, Krebs- und Muschelfarmen oder sonstigen Wasserkulturen, aber auch
in Klärbecken, mit Hilfe der in das Wasser schlagenden Schaufeln. Der Belüfter schwimmt
nach einem Wegeplan hin und her über die Oberfläche des zu belüftenden Gewässers,
oder wird stationär an einem Ort verankert.
[0003] Bekannte Modelle solcher Schaufelradbelüfter weisen zwei, drei
oder mehr parallel erstreckte Schwimmer auf, die durch einen Rahmen überbrückt sind. Schwimmer
können hierbei rohrförmige Schwimmkörper, aber z. B. auch Stangen mit an den Enden
oder in Abständen an den Stangen sitzenden Schwimmkörpern sein. Der Rahmen trägt über
dem zentralen Schwimmer einen zumeist elektrischen Antriebsmotor mit einem Getriebe,
das bei den bekannten Schaufelradbelüftern ein Schneckengetriebe ist und die Drehzahl
erheblich heruntersetzt, und von diesem Getriebe laufen beiderseits Wellen in Richtung
auf die randseitigen Schwimmer aus, die die Schaufelräder in Form von sternförmig
in Radialebenen liegenden parallelen Kränzen tragen. Um gewisse gegenseitige Eigenbewegungen
der Schwimmer zu ermöglichen, sind die beiderseitigen Wellen, die jeweils am randseitigen
Schwimmer mit Hilfe eines hydrostatischen Lagers gelagert sind, an Abtriebswellen
des Getriebekastens über Kardangelenke oder Hardyscheiben angeschlossen.
Bei einem anderen bekannten Schaufelradbelüfter (WO 89/01915) ist ein einziges Belüftungs-Schaufelrad zwischen vier Schwimmer, von denen jeweils
zwei in einer Linie und die beiden Linien parallel zueinander angeordnet sind, auf
einer waagrechten Welle montiert. Ein ähnlicher Aufbau mit zwei parallelen Schwimmern
und einer dazwischen befindlichen starren Plattform, die die Installationen trägt,
ist auch für ein Schlammbelüfungsgerät bekannt, das auch noch ein Paddelrad für seine
Fortbewegung auf der Wasseroberfläche aufweist (US-A 4191479).
[0004] Die bekannten Schaufelradbelüfter
sind aufgrund der Schwimmeranordnung bei Seegang erheblich auf Verwindung beansprucht
und müssen deshalb sehr kräftig dimensioniert sein, die Lager sind dann Seitenbelastungen
ausgesetzt. Außerdem haben
diese Schaufelradbelüfter im allgemeinen einen relativ komplexen Aufbau und erweisen sich aufgrund der Kurzlebigkeit einzelner
ihrer Bauelemente selbst als relativ kurzlebig. Insbesondere das Getriebe im Getriebekasten
und die Wellenaufhängungen einschließlich der hydrostatischen Lager, welche Kunststofflager
mit Wasser-Gleitflächen sind, sind von kurzer Betriebslebensdauer. Speziell bei Motor
und Getriebe wird die Funktion durch eindringendes und
aufgrund einer vertikalen Anordnung der Getriebeeingangs- und Motorwelle im Gehäuse verbleibendes Wasser, insbesondere Seewasser, beeinträchtigt. Sowohl über
die Lagerung als auch über die Luftlöcher, die ein Atmen der Gehäuseinnenräume ermöglichen
sollen, dringen Anteile des herumgeschleuderten Wassers ein und führen zu beschleunigter
Korrosion. Das Schneckengetriebe hat bauartbedingt eine relativ kürzere Lebensdauer
durch höhere Reibung der bewegten Teile und einen geringeren Wirkungsgrad als andere
Getriebe wie z. B. Stirnradgetriebe.
[0005] Durch die Erfindung sollen diese Nachteile vermieden und soll insbesondere der Aufbau
einfacher und stabiler gemacht werden, wodurch auch die Nutzlebensdauer des Geräts
erhöht wird. Dies wird durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen erreicht. Der erfindungsgemäße
schwimmende Schaufelradbelüf ter ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmer den
Rahmen bilden, zueinander in im wesentlichen rechtem Winkel angeordnet sind und miteinander
starr in einer Konfiguration verbunden sind, in der an einem ersten Schwimmer an seinen
beiden sich gegenüberliegende Längsseiten weitere Schwimmer oder Abschnitte von Schwimmern
befestigt sind, und daß dieser erste Schwimmer an seiner Oberseite, die im Vergleich
zu den Längsseiten, an denen die weiteren Schwimmer(abschnitte) sitzen um 90° nach
oben verdreht liegt, ganz oder teilweise den Drehantrieb trägt, dessen Abtriebswelle
beiderseits und parallel zur Längserstreckung der weiteren Schwimmer(abschnitte) vorsteht
und die die Schaufeln tragende Welle ist. Vorzugsweise ist hierbei der Drehantrieb
in einem Gehäuse angeordnet, aus dem die Abtriebswelle beiderseits jeweils als fliegend
gelagerter Wellenstutzen vorsteht.
[0006] Durch diese Maßnahmen wird ein robuster, einfach aufgebauter schwimmende Schaufelradbelüfter
geschaffen, dessen Konstruktion sich insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, für
kleinere Schaufelradbelüfter mit nur zwei Schaufelrädern eignet. Die Lagerung der
Schaufelradwellen ist problemlos, da sie nur in jeweils einem Bereich, nämlich im
Drehantriebsaggregat, gelagert und an ihren Enden frei fliegend sind, so daß ein gewisser
Seegang und hieraus resultierende Rahmenverwindungen, die bei der definierten Rahmenkonstruktion
ohnehin kaum vorkommen, nicht zu verstärktem Lagerdruck und zu erhöhter Abnützung
führen. Die Konfiguration der Schwimmer ist im einfachsten Fall eine T Konfiguration,
eine Alternative hierzu stellt eine H-Konfiguration oder auch eine Kreuzkonfiguration
dar.
[0007] Um den Transport von der Herstellungsstätte zur Einsatzstelle zu erleichtern, sind
vorzugsweise die Schwimmer in zusammenmontierbarer Weise miteinander verbunden, so
dass sie am Transport noch Einzelstücke sind. In spezieller Ausgestaltung sind sie
hierbei sogar baugleich, so dass zwischen den Längsschwimmern und den Querschwimmem
kein Unterschied besteht und die Produktion und Lagerhaltung vereinfacht ist. Für
die Verbindung der Schwimmer miteinander sind verschiedene dem Fachmann an sich bekannte
Möglichkeiten gegeben, z. B. Schweißverbindungen, Gewindeverbindungen, Schwalbenschwanzverbindungen,
Verbindungen mit T-Stück-Flansch und Schellen oder mit einer Gegenhalbschale.
[0008] Der Drehantrieb, gewöhnlich bestehend aus einem Elektromotor mit Getriebe, es kann
jedoch auch ein Schrittmotor, ein Langsamläufermotor oder eine Brennkraftmaschine
mit Getriebe sein, ist gemäß der Erfindung
vorzugsweise in einem Gehäuse angeordnet, das auf dem Schwimmer in fest montierter Weise reitet
und aus dem die beiderseits vorstehende Welle jeweils als fliegend gelagerter Wellenstutzen
vorsteht, also ein Wellenstutzen, dessen freies Ende nicht gelagert ist. Es ergeben
sich also keine aus der Rahmenverwindung bei unruhiger Wasseroberfläche resultierende
Probleme. Im Rahmen der Erfindung können die Teile des Drehantriebs auch auf mehrere
Schwimmer verteilt sein. Ein speziell günstiges und wartungsarmes Getriebe ist ein
Riemengetriebe, bei dem nur in regelmäßigen Zeitabständen der Riemen erneuert werden
muss. Weitere Möglichkeiten sind z. B. Zahnrad-, Stirnrad-, Schnecken-, Reibrad- oder
Kettengetriebe.
[0009] Eine durch die fliegenden Wellenstutzen ermöglichte bevorzugte Befestigung der Schaufeln
an diesen Wellenstutzen besteht darin, dass die Schaufeln an einer jeweils an einem
der Wellenenden sitzenden Trägerplatte montiert sind, die auf ein am Wellenende sitzendes
unrundes, z. B. sechskantiges Kopplungsteil aufgesteckt und dort gegen eine Bewegung
in der Längsrichtung der Welle gesichert sind, wobei vorzugsweise das unrunde Kopplungsteil
eine Schraubenmutter ist, die auf einen in eine Gewindebohrung im Wellenende eingeschraubten
Schraubbolzen aufgeschraubt ist, auf den zum Sichern der Trägerplatte auch noch eine
weitere Schraubenmutter aufgeschraubt ist, und die Gewindebohrungen, Schraubbolzen
und Schraubenmuttern auf den beiderseitigen Wellenstutzen entgegengesetzte Schrauborientierung
haben, die jeweils im Sinne eines Festziehens durch den der Antriebsdrehrichtung entgegengesetzten
Drehwiderstand gewählt ist. Diese Maßnahmen ergeben eine an Ort und Stelle montierbare
und auch wieder demontierbare, im Betrieb stabile Befestigung der Schaufelträgerplatten,
und diese Befestigung erfolgt mit Hilfe einfacher Standardbauteile und ohne Aufwand
spezieller Erfahrung oder Geschicklichkeit.
[0010] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Darstellung einen erfindungsgemäßen Schaufelradbelüfter, wobei
zur klareren Darstellung der Konstruktion ein vorderes Schaufelrad weggelassen ist;
- Fig. 2
- in Draufsicht und Seitenansicht einen Schwimmer des Schaufelradbelüfters von Fig.
1;
- Fig. 3
- in Draufsicht einen abgewandelten Schwimmerrahmen
- Fig. 4
- in perspektivischer Darstellung eine abgewandelte Ausführung eines Schwimmerrahmens,
einschließlich der Darstellung eines Drehantriebs;
- Fig. 5
- in schematischer Draufsicht einen Schwimmer mit einem weiterhin abgewandelten Schwimmerrahmen;
- Fig. 6
- eine Darstellung zur Veranschaulichung des Aufbaus und der Befestigung der Schaufelräder
an ihrer Antriebswelle;
- Fig. 7
- eine Schnittansicht durch den Wellenstutzen und das Schaufelrad gemäß Fig. 6 in einer
Ebene VII - VII;
- Fign. 8, 9, 10 und 11
- abgewandelte Gestaltungen der Schwimmer in perspektivischen Darstellungen;
- Fign. 12 und 13
- Draufsichten auf zwei weiter abgewandelte Ausführungen der erfindungsgemäßen Schaufelradbelüfter.
[0011] Ein Schaufelradbelüfter nach Fig. 1 weist einen Rahmen 1 auf, der aus zwei in rechtwinkliger
T-Konfiguration fest miteinander verbundenen jeweils langgestreckten rohrförmigen
Schwimmern 2 und 3 besteht. Die Schwimmer bestehen aus geschlossenen luftgefüllten
Rohren, beispielsweise aus Kunststoff, und haben an ihren Enden Ösen 4, mit deren
Hilfe sie angeleint und über das Wasser gezogen werden, oder auch zu mehreren für
einen Parallelbetrieb zusammengefügt werden können. Ihr Querschnitt kann nach sonstigen
Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten gewählt sein, in Fig. 1 ist er kreisrund dargestellt,
jedoch kann er z. B. auch rechteckig sein (Fig. 10).
[0012] Auf dem hinsichtlich der T-Konfiguration längsverlaufenden Schwimmer 2 ist, bei der
dargestellten Konstruktion mit Hilfe von Rohrschellen 8, ein Antriebsaggregat 9 montiert,
in dem sich - in der Zeichnung nicht sichtbar - ein Elektromotor mit Getriebe befindet
und von dem ein in der Zeichnung nicht sichtbares Kabel zu einer am Ufer befindlichen
Stromquelle verläuft. Aus dem Gehäuse des Antriebsaggregats 9 steht beiderseits je
ein Wellenstutzen 10 vor, dessen Achse parallel zur Längsachse des querverlaufenden
langgestreckten Schwimmers 3 liegt und somit die entsprechende Achse des längsverlaufenden
langgestreckten Schwimmers 2 rechtwinklig kreuzt. Die Wellenstutzen 10, die eine durchgehende
Welle bilden und mit dem Endzahnrad des Getriebes des Antriebsaggregats 9 verbunden
sind, tragen jeweils ein Schaufelrad 11, wobei in Fig. 1 nur das hintere Schaufelrad
11 aufmontiert dargestellt ist. Das Antriebsaggregat 9 und die Schaufelräder 11 werden
also gemeinsam von den Rohrschellen 8 getragen und an Ort und Stelle gehalten. Die
Wellenstutzen 10 haben eine solche Höhe über dem Wasserspiegel, daß die Schaufeln
der Schaufelräder 11 bei ihrem Umlauf im unteren Bereich in das Wasser eintauchen,
es rühren und es hierdurch belüften.
[0013] Ein eventueller Wellengang des Wassers führt zwar dazu, daß der Rahmen 1 insgesamt
hüpfende Bewegungen durchführt, er führt jedoch nicht zu einer verstärkten Verwindung
und auch nicht zu einer erhöhten Belastung der Wellenlagerung. Die auf die Wellenstutzen
einwirkende Kraft ist im wesentlichen die der Drehung der Schaufelräder 11 entgegenwirkende
Widerstandskraft des Wassers, die bei Bewegungen des Rahmens relativ zum umgebenden
Wasser zwar mal höher und mal niedriger ist, jedoch im wesentlichen stets gleiche
Richtung aufweist.
[0014] Fig. 2 zeigt die beiden Schwimmer 2 und 3 des Rahmens 1 in einer ersten Ausführung,
bei der der Schwimmer 2 nur an einem Ende eine Öse 4 hat, der Schwimmer 3 jedoch an
beiden Enden, und das dem Ösenende gegenüberliegende Ende 15 des Schwimmers 2 auf
eine mittige Montagenut 16 im Schwimmer 3 trifft, wo in nicht dargestellter Weise
die starre Verbindung der beiden Schwimmer hergestellt ist.
[0015] Fig. 3 zeigt demgegenüber eine etwas abgewandelte Konstruktion, bei der die beiden
Schwimmer 2 und 3 baugleich sind und jeder von ihnen in seinem zentralen Bereich eine
Montagelasche 17 aufweist, die dazu dient, das Ende 15 des Schwimmers 2 an den zentralen
Bereich des Schwimmers 3 anzukuppeln; die Montagelasche 17 des Schwimmers 2 übt beim
montierten Rahmen gemäß Fig. 3 keine Funktion aus. Gemäß einer nicht dargestellten
Abwandlung kann sie jedoch zur Befestigung des Antriebsaggregats 9 mit herangezogen
werden, indem entsprechende Kopplungselemente am Antriebsaggregat 9 vorhanden sind,
wodurch dieses Antriebsaggregat noch besser gegen eine unbeabsichtigte Verdrehung
am Schwimmer 2, wenn dieser einen kreisförmigen Querschnitt hat, gesichert ist. Zum
Zusammenbau der Schwimmer 2 und 3 werden einerseits die Ösen 4, andererseits entsprechende
koppelelemente der Montagelasche 17 verwendet, um eine in jede Richtung verdrehungsfeste
Verbindung der beiden Teile zu schaffen.
[0016] Fig. 4 zeigt eine weitere Alternative, die in manchen Situationen vorteilhaft sein
mag, nämlich eine Kreuzkonfigctration des Rahmens 1, bei der die Schwimmer 2 und 3
an Punkten im Verlauf ihrer Länge miteinander verbunden sind. Die Bedeutung einer
solchen Gestaltung kann dann gegeben sein, wenn mehrere Schaufelradbelüfter in bestimmter
Weise kombiniert werden sollen oder noch zusätzliche Funktionselemente wie z. B. Futterstreuer
angebracht werden sollen.
[0017] Eine integrierte Kombination mehrerer Schaufelradbelüfter nach Fig. 1 ist in Fig.
5 dargestellt, bei der der Schwimmer 2 sehr langgestreckt ist und insgesamt drei Antriebsaggregate
9 mit Schaufelrädern 11 trägt, während an - beim dargestellten Beispiel - beiden Enden
die quer verlaufenden Schwimmer 3 in T-Koppelung anschließen und zwischen den Aggregaten
9 die Schwimmer 3 in der Art von Fig. 4 in Kreuzkonfiguration angeschlossen sind.
[0018] Die Fig.n 6 und 7 veranschaulichen eine zweckmäßige Weise der Befestigung der Schaufelräder
an den freien Enden der Wellenstutzen 10. Jedes Schaufelrad 11 besteht aus einer Trägerplatte
21 und - bei den dargestellten Beispielen - acht an der Trägerplatte angeschraubten
Schaufel 22, die jeweils einen an der Trägerplatte 21 angeschraubten Stiel und eine
an diesem Stiel angeschraubte, durchlöcherte Schaufelplatte gemäß der üblichen Bauart
umfassen. In Fig. 6 sind nur einige der Schaufeln 22 dargestellt, die sich aber tatsächlich
rund um den Umfang der Trägerplatte 21 verteilen. Im Zentrum weist die Trägerplatte
21 eine sechseckige Ausnehmung 23 auf.
[0019] Im Ende des Wellenstutzens 10 ist mittig eine axial verlaufende Gewindebohrung 27
ausgebildet, in die bis nahe zum Anschlag ein Schraubbolzen 28 eingeschraubt ist.
Der Schraubbolzen steht über die Endfläche des Wellenstutzens 10 vor und auf ihn ist
eine Sechskantmutter 29 aufgeschraubt, auf die die Trägerplatte 21 mit ihrer sechskantigen
Ausnehmung 23 aufgesteckt ist. Auf die Trägerplatte 21 drückt vom in Fig. 7 rechts
befindlichen freien Ende her, zunächst ein in gewissem Umfang elastischer Ring 30,
der außen um die Mutter 29 gelegt ist, und weiterhin ein auf den Schraubbolzen 28
gesteckter, eine Grenzfläche am Ort der Stirnfläche der Schraubenmutter 29 bildender
Ring 3I, auf den wiederum eine auf den Bolzen 28 aufgeschraubte Mutter 32 drückt.
Die Trägerplatte 21 und der Ring 30 sind also zwischen der Endfläche des Wellenstutzens
10 und einem äußeren Ringbereich der Scheibe 31 eingespannt, wobei die Elastizität
des Rings 30 im Toleranzbereich liegende Maßabweichungen der axialen Dicke der Mutter
29 ausgleicht.
[0020] Die Schaufelräder 11 haben eine aufgrund der Konstruktion vorgegebene und durch die
Ausführung der Schaufeln 22 erforderliche Betriebs-Drehrichtung. Der der Betriebsdrehung
entgegengesetzte Widerstand des Wassers könnte je nach Drehrichtung geeignet sein,
über die Trägerplatte 21 ein Drehmoment auf die Mutter 29 auszuüben, das bei entsprechender
Drehrichtung diese lockert und aufschraubt. Die Schrauborientierungen sind deshalb
so gewählt, daß der Gewindebolzen 27 auf einer Seite ein Rechtsgewinde und auf der
anderen Seite ein Linksgewinde trägt, wobei die Anordnung so geschaffen ist, daß durch
das über die Trägerplatte 21 einwirkende Brems-Drehmoment die Mutter 29 festgezogen
wird.
[0021] Wie erläutert, gibt es hinsichtlich der Schwimmer und ihrer Verbindung im Rahmen
der Erfindung eine Vielzahl von Möglichkeiten. Zur Veranschaulichung der Breite der
Möglichkeiten zeigen die Fig.n 8 bis 10 einige weitere Beispiele.
[0022] Fig. 8 zeigt - wie Fig. 1 - rohrförmige Schwimmer, jedoch in H-Konfiguration, mit
einem einzigen Schwimmer 2 und an seinen beiden Enden angebrachten Schwimmern 3. Der
nicht mit dargestellte Drehantrieb sitzt im wesentlichen auf dem Schwimmer 2, Teile
können sich jedoch auch auf einem oder beiden der Schwimmer 3 abstützen. Die H-Konfiguration
weist gegenüber der T-Konfiguration den Vorteil einer kompakte Anordnung bei erhöhter
Auftriebskraft, aber auch den Nachteil einer gewissen Verwindung und damit Torsionsbelastung
des Schimmers 2 auf.
[0023] Fig. 9 zeigt - wiederum anhand der T-Konfiguration - eine abgewandelte Schwimmerkonstruktion.
Der Schwimmer 3 besteht aus einem Stangenteil 40 von minderer oder fehlender Auftriebskraft,
und Auftriebskörpern 41 an seinen beiden Enden. Der Schwimmer 2 weist wiederum den
Stangenteil 40 auf, der Auftriebskörper 41 sitzt aber nur an einem Ende, während das
andere Ende mit dem Stangenteil 40 des Schwimmers 3 verbunden ist.
[0024] Fig. 10 zeigt Schwimmer rechteckigen Querschnitts, die beispielsweise durch Blasformung
hergestellt sind, in Form von Hohlkörpern 42 mit einem bzw. zwei volumenerweiterten
endseitigen zusätzlichen Auftriebskörpern 43. In Fig. 10 ist auch eine abgewandelte
Art der Verbindungsstelle zwischen den Schwimmern 2 und 3 dargestellt, nämlich als
Beispiel eine Schwalbenschwanzverbindung 44. Wie jedoch schon erläutert, gibt es für
diese Verbindung eine Vielzahl konstruktiver Möglichkeiten, von denen je nach Schwimmer
die eine oder andere günstiger sein mag. Die in Fig. 10 dargestellte Schwalbenschwanzverbindung
44 eignet sich z. B. bevorzugt für die auch in Fig. 10 dargestellten quaderförmigen
Schwimmer.
[0025] Eine weitere Art der Verbindungsstelle, die sich besonders für runde Schwimmer eignet,
ist in Fig. 11 dargestellt. Am Ende des Schwimmers 2 ist ein zylindersegmentförmiger
Flansch 44 angebracht, der zwei flache Rillen 45 aufweist und dessen Zylindersegment-Innenradius
dem Außenradius des zylindrischen Schwimmers 3 gleicht. Mit in der Zeichnung nicht
dargestellten, in die Rillen 45 einzulegenden schellenartigen Bändern, die um den
Schwimer 3 gelegt sind, werden die Schwimmer 2 und 3 starr verbunden.
[0026] Der in Figur 12 dargestellte Schaufelradbelüfter hat einen langgestrecktem Schwimmer
3, von dem drei in gleichen Abständen angeordnete Längsschwimmer 2 in Querrichtung
wegstehen, so daß eine dreifache T-Anordnung gebildet ist. An jedem Längsschwimmer
ist ein Antriebsaggregat 9 vorgesehen, das jeweils zwei Schaufelräder 11 antreibt.
[0027] Der Schaufelradbelüfter gemäß Figur 13 unterscheidet sich von demjenigen nach Figur
12 dadurch, daß die dort freien Enden an einen weiteren langgestreckten Schwimmer
2 angeschlossen sind, der identisch wie der erste langgestreckte Schwimmer 2 ausgebildet
ist, so daß eine dreifache H-Anordnung gebildet ist.
1. Schwimmender Schaufelradbelüfter zur Gewässer- und Klärbeckenbelüf-tung, mit einem
langgestreckte Schwimmer (2, 3) enthaltenden Rahmen (1) und mit wenigstens einem vom
Rahmen getragenen Drehantrieb (9) mit einer Abtriebswelle (10) und an dieser Welle
sitzenden Schaufeln (22), von denen im Betriebszustand des Belüfters die Schwimmer
an der Gewässer- oder Klärbeckenoberfläche schwimmen, die Welle über dem Gewässer-
oder Klärbeckenspiegel rotiert und Teile der mitrotierenden Schaufeln bis unter diesen
Spiegel geraten, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmer (2, 3) den Rahmen (1) bilden, zueinander in im wesentlichen rechtem
Winkel angeordnet sind und miteinander in einer Konfiguration verbunden sind, in der
an einem ersten Schwimmer (2) an seinen beiden sich gegenüberliegenden Längsseiten
weitere Schwimmer (3) oder Abschnitte von Schwimmern befestigt sind, und daß dieser
erste Schwimmer (2) an seiner Oberseite, die im Vergleich zu den Längsseiten, an denen
die weiteren Schwimmer(abschnitte) (3) sitzen, um 90° nach oben verdreht liegt, ganz
oder teilweise den Drehantrieb (9) trägt, dessen Abtriebswelle (10) beiderseits und
parallel zur Längserstreckung der weiteren Schwimmer(abschnitte) (3) vorsteht und
die die Schaufeln (32) tragende Welle ist.
2. Schaufelradbelüfter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konfiguration der Schwimmer (2, 3) eine Konfiguration ist.
3. Schaufelradbelüfter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konfiguration der Schwimmer (2, 3) eine Kreuzkonfiguration ist.
4. Schaufelradbelüfter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konfiguration der Schwimmer (2, 3) eine H-Konfiguration ist.
5. Schaufelradbelüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmer (2, 3) in lösbar zusammenmontierter Weise miteinander verbunden sind.
6. Schaufelradbelüfter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwimmer (2, 3) untereinander baugleich sind.
7. Schwimmender Schaufelradbelüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb (9) in einem Gehäuse angeordnet ist, aus dem die Abtriebswelle (10)
beiderseits jeweils als fliegend gelagerter Wellenstutzen (10) vorsteht.
8. Schaufelradbelüfter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (22) an einer jeweils an einem der Wellenenden sitzenden Trägerplatte
(21) montiert sind, die auf ein am Wellenende sitzendes unrundes Kopplungsteil (29)
aufgesteckt und dort gegen eine Bewegung in der Längsrichtung der Welle (10) gesichert
sind.
9. Schaufelradbelüfter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das unrunde Kopplungsteil eine Schraubenmutter (29) ist, die auf einen in eine Gewindebohrung
(27) im Wellenende eingeschraubten Schraubbolzen (28) aufgeschraubt ist, auf den zum
Sichern der Trägerplatte (21) auch noch eine weitere Schraubenmutter (32) aufgeschraubt
ist.
10. Schaufelradbelüfter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebohrungen (27), Schraubbolzen (28) und Schraubenmuttern (29) auf den beiderseitigen
Wellenstutzen (10) entgegengesetzte Schrauborientierung haben, die jeweils im Sinne
eines Festziehens durch den der Antriebsdrehrichtung entgegengesetzten Drehwiderstand
gewählt ist.
1. Floating paddlewheel aerator for aerating water and clearing basins, with a frame
(1) containing elongated floats (2, 3) and with at least one drive unit (9) supported
by the frame with an output shaft (10) and paddles (22) mounted on this shaft, the
floats floating on the surface of the water or clearing basin during operation of
the aerator, the shaft rotating above the level of the water or clearing basin and
parts of the paddles rotating with the shaft being immersed in the liquid, characterised in that the floats (2, 3) form the frame (1), are arranged substantially at a right-angle
to each other and are connected with each other in a configuration in which at both
opposite longitudinal sides of a first float (2), further floats (3) or float sections
are mounted and that said first float (2) on its top side, which by comparison with
the longitudinal sides at which the further floats (sections) (3) are located, is
turned upwards by 90°, partially or completely carries the drive unit (9) whose output
shaft (10) projects on both sides and parallel to the longitudinal direction of the
further floats (sections) (3) and is the shaft carrying the paddles (22).
2. Paddlewheel aerator according to claim 1, characterised in that the configuration of the floats (2, 3) is a T-configuration.
3. Paddlewheel aerator according to claim 1, characterised in that the configuration of the floats (2, 3) is a cross configuration.
4. Paddlewheel aerator according to claim 1, characterised in that the configuration of the floats (2, 3) is an H configuration.
5. Paddlewheel aerator according to one of claims 1 to 4, characterised in that the floats (2, 3) are detachably connected together.
6. Paddlewheel aerator according to claim 5, characterised in that the floats (2, 3) are all of identical construction.
7. Paddlewheel aerator according to one of claims 1 to 6, characterised in that drive unit (9) is arranged in a housing from which the output shaft (10) projects
on both sides as a cantilevered shaft socket (10).
8. Paddlewheel aerator according to claim 7, characterised in that the paddles (22) are mounted on support plates (21) each attached to one of the shaft
ends, attached to a non-circular connecting part (29) located at the shaft end and
secured there against any movement in the longitudinal direction of the shaft (10).
9. Paddlewheel aerator according to claim 8, characterised in that the non-circular connecting part is a nut (29) which is screwed onto a screw bolt
(28) which is screwed into a threaded hole (27) in the shaft end, onto which a further
nut (32) is screwed to secure the support plate (21).
10. Paddlewheel aerator according to claim 9, characterised in that the threaded holes (27), screw bolts (28) and nuts (29) on both shaft sockets (10)
have opposite thread directions which are selected for tightening by the rotational
resistance contrary to the rotational drive direction.
1. Ventilateur à roue à aubes flottant, pour l'aération des bassins à eaux usées et de
clarification, avec un cadre (1) contenant des flotteurs (2, 3) allongés, et avec
au moins un entraînement rotatif (9) porté par le cadre, muni d'un arbre de sortie
de mouvement (10) et d'aubes (22) siégeant sur cet arbre, dont, lorsque l'aérateur
est en état de fonctionnement, les flotteurs flottent sur la surface du bassin à eaux
usées ou de clarification, l'arbre tourne au-dessus du niveau du bassin à eaux usées
ou de clarification et des parties des aubes tournant conjointement arrivent jusqu'au
dessous de ce niveau, caractérisé en ce que les flotteurs (2, 3) forment le cadre (1), sont disposés les uns par rapport aux
autres en faisant un angle sensiblement droit, et sont reliés ensemble dans une configuration
dans laquelle, sur un premier flotteur (2), sur ses deux côtés longitudinaux opposés
l'un à l'autre, sont fixés d'autres flotteurs (3) ou tronçons de flotteurs, et en ce que ce premier flotteur (2), sur son côté supérieur, tourné à 90° vers le haut par rapport
aux côtés longitudinaux auxquels les autres (tronçons de) flotteurs (3) sont montés,
porte, en totalité ou en partie l'entraînement rotatif (9), dont l'arbre de sortie
de mouvement (10) fait saillie des deux côtés et parallèlement à l'étendue longitudinale
des autres (tronçons de) flotteurs (3) et qui est l'arbre portant les aubes (32).
2. Ventilateur à roue à aubes selon la revendication 1, caractérisé en ce que la configuration des flotteurs (2, 3) est une configuration en T.
3. Ventilateur à roue à aubes selon la revendication 1, caractérisé en ce que la configuration des flotteurs (2, 3) est une configuration en croix.
4. Ventilateur à roue à aubes selon la revendication 1, caractérisé en ce que la configuration des flotteurs (2, 3) est une configuration en H.
5. Ventilateur à roue à aubes selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les flotteurs (2, 3) sont reliés ensemble de manière assemblée de façon désolidarisable.
6. Ventilateur à roue à aubes selon la revendication 5, caractérisé en ce que les flotteurs (2, 3) sont entre eux de construction identique.
7. Ventilateur à roue à aubes selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'entraînement rotatif (9) est disposé dans un carter d'ou l'arbre de sortie de mouvement
(10) fait saillie des deux côtés, chaque fois sous forme de tubulure d'arbre (10)
montée en palier flottant.
8. Ventilateur à roue à aubes selon la revendication 7, caractérisé en ce que les aubes (22) sont montées sur une plaque support (21) siégeant chaque fois sur
l'une des extrémités d'arbre, les plaques support étant enfichées sur une partie d'accouplement
(29) non ronde, siégeant sur une extrémité d'arbre et y étant assurées contre un déplacement
dans la direction longitudinale de l'arbre (10).
9. Ventilateur à roue à aubes selon la revendication 8, caractérisé en ce que la partie d'accouplement (29) non ronde est un écrou (29), monté par vissage sur
un boulon fileté (28) vissé dans un trou taraudé (27) ménagé dans l'extrémité d'arbre,
boulon fileté (28) sur lequel, pour assurer la plaque support (21), un autre écrou
(32) est encore monté par vissage.
10. Ventilateur à roue à aubes selon la revendication 9, caractérisé en ce que les trous taraudés (27), les boulons filetés (28) et les écrous (29) ont, sur les
tubulures d'arbre (10) situés des deux côtés, une orientation de vis opposée, choisie
chaque fois dans le sens d'un blocage par serrage au moyen de la résistance à la rotation
opposée au sens de rotation d'entraînement.