| (19) |
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(11) |
EP 1 377 752 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.05.2011 Patentblatt 2011/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.03.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/002884 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/077462 (03.10.2002 Gazette 2002/40) |
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| (54) |
TURBOMOLEKULARPUMPE
TURBOMOLECULAR PUMP
POMPE TURBOMOLECULAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
27.03.2001 DE 10114969
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.2004 Patentblatt 2004/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Leybold Vacuum GmbH |
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50968 Köln (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BLUMENTHAL, Roland Dr.
50374 Erftstadt (DE)
- ODENDAHL, Heinz-Dieter
51061 Köln (DE)
- BOHRY, Dieter
50677 Köln (DE)
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| (74) |
Vertreter: von Kreisler Selting Werner |
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Deichmannhaus am Dom
Bahnhofsvorplatz 1 50667 Köln 50667 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 967 394 US-A- 6 123 522
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DE-A- 2 757 599
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Turbomolekularpumpe mit einem Pumpenstator, einem
schnell drehenden Pumpenrotor und einem Motor zum Antrieb des Pumpenrotors.
[0002] In einer Turbomolekularpumpe werden zur Erzeugung eines Hochvakuums ein Gas bzw.
Gasteilchen durch rotierende Schaufeln des Pumpenrotors und die feststehenden Schaufeln
des Pumpenstators auf ein Vielfaches des Eingangsdruckes verdichtet. Die durch die
Gasverdichtung und Gasreibung verursachte Gaserwärmung wird überwiegend über den Pumpenrotor
und den Pumpenstator wieder abgeführt. Während die Kühlung des Pumpenstators durch
ein Kühlfluid führende Kühlkanäle erfolgen kann, ist die aktive Pumpenrotorkühlung
problematisch, da dem rotierenden Pumpenrotor kein Kühlfluid zugeführt werden kann.
Unter ungünstigen Betriebsbedingungen kann der Pumpenrotor daher überhitzen. Bei Überhitzung
des Pumpenrotors über eine maximal zulässige Rotortemperatur besteht die Gefahr der
Zerstörung des Pumpenrotors und, als Folge davon, des Pumpenstators. Die Turbomolekularpumpe
muss daher stets unterhalb der maximal zulässigen Rotortemperatur betrieben werden.
[0003] Eine direkte Messung der Rotortemperatur ist wegen der schwierigen Signalübertragung
von dem schnelldrehenden Pumpenrotor zu dem Stator nur mit großem Aufwand möglich.
Die Turbomolekularpumpe weist daher eine Steuervorrichtung auf, die die Motorleistung
auf eine vorgegebene konstante Motor-Maximalleistung begrenzt, so dass auch die Pumpleistung
und die damit korrelierende Gas- und Rotorerwärmung auf einen konstanten Maximalwert
begrenzt sind.
[0004] Die zulässige Motor-Maximalleistung wird rechnerisch und/oder experimentell ermittelt,
indem für den Pumpenbetrieb die ungünstigsten Prozessbedingungen angenommen werden,
beispielsweise ein thermisch sich ungünstig verhaltendes Gas, eine schlechte Pumpenstator-Kühlung,
hohe Umgebungstemperaturen etc. Die zulässige Motor-Maximalleistung wird so gewählt,
dass der Pumpenrotor auch unter den ungünstigsten Prozessbedingungen die maximal zulässige
Rotortemperatur nicht überschreiten kann. Durch die Festlegung einer konstanten Motor-Maximalleistung
wird die Motorleistung auf die vorgegebene Maximalleistung auch dann beschränkt, wenn
die Prozessbedingungen günstiger sind, als für die Berechnung der Motor-Maximalleistung
angenommen. Die Motorleistung wird also auch dann auf die vorgegebene Motor-Maximalleistung
begrenzt, wenn die tatsächliche Rotortemperatur die maximal zulässige Rotortemperatur
noch nicht erreicht hat. Da die der Ermittlung der maximal zulässigen Motor-Maximalleistung
zugrundegelegten extremen Prozessbedingungen in der Praxis nur einen seltenen Ausnahmefall
darstellen, wird die Ausgangsleistung der Turbomolekularpumpe in der Regel auf einen
Wert weit unterhalb eines tatsächlich thermisch zulässigen Wertes beschränkt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen,
mit dem die Ausgangsleistung einer Turbomolekularpumpe erhöht wird.
[0006] Die als nächst Kommender Stand der Technik angesehene
EP 0 967 394 A1 beschreibt eine Turbomolekularpumpe, bei der zur Vermeidung einer Überhitzung des
Motors die Motordrehzahl in Abhängigkeit von der Rotortemperatur geregelt wird.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit den Merkmalen der Ansprüche 1 bzw.
9.
[0008] Gemäß der Erfindung ist an dem Pumpenstator ein Temperaturgeber zur Messung der Statortemperatur
angeordnet. Ferner weist die Steuervorrichtung eine Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung
auf, die die zulässige Motor-Maximalleistung in Abhängigkeit von der gemessenen Statortemperatur
bestimmt. Die zulässige Motor-Maximalleistung ist also kein konstanter unveränderbarer
Wert, sondern wird in Abhängigkeit von der jeweiligen Statortemperatur bestimmt. Die
Rotortemperatur korreliert stark mit der Temperatur der statorseitigen Teile der Pumpe,
beispielsweise mit der Temperatur des Basisflansches, des Pumpengehäuses, des Motorgehäuses,
des Lagergehäuses, des Pumpenstators, des Motors sowie mit der tatsächlichen Motor-
bzw. Pumpleistung. Die Statortemperatur gibt daher Auskunft über die Rotortemperatur,
so dass durch Messung der Statortemperatur und Begrenzung der zulässigen Motor-Maximalleistung
für die jeweilige Statortemperatur auch die Rotortemperatur zuverlässig auf einen
Maximalwert begrenzt werden kann. Durch die Messung der Statortemperatur und die dadurch
vornehmbaren Rückschlüsse auf die Rotortemperatur, ist die zulässige Motor-Maximalleistung
an die jeweilige thermische Situation angepasst, und liegt damit in der Regel oberhalb
einer für ungünstigste thermische Umstände bestimmten konstanten zulässigen Motor-Maximalleistung.
Die tatsächliche Motorleistung und damit die Ausgangsleistung der Pumpe kann auf diese
Weise unter normalen Prozessbedingungen deutlich erhöht werden. Gleichzeitig ist der
Pumpenrotor zuverlässiger gegen Überhitzung, d.h. Überschreiten der maximal zulässigen
Rotortemperatur geschützt, da eine indirekte Überwachung der Rotortemperatur stattfindet.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung
eine Rotortemperatur-Ermittlungsvorrichtung auf, die aus der von dem Temperaturgeber
gemessenen Statortemperatur die Rotortemperatur ermittelt. Anschließend bestimmt die
Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung in Abhängigkeit von der ermittelten Rotortemperatur
die zulässige Motor-Maximalleistung.
[0010] Die Rotortemperatur-Ermittlungsvorrichtung ermittelt die Motor-Rotortemperatur aus
mehreren verschiedenen Statortemperaturen, die in ein Polynom eingesetzt werden, dessen
konstante Koeffizienten zuvor experimentell ermittelt wurden. Auf diese Weise lässt
sich schließlich die zulässige Motor-Maximalleistung schnell und auch mit wenig Speicherplatz
ermitteln. Die Begrenzung der Motor-Maximalleistung kann ggf. erst bei Erreichen einer
Schwellentemperatur des Rotors eingreifen und die zulässige Motor-Maximalleistung
begrenzen, während die Motor-Maximalleistung nicht begrenzt ist, solange die errechnete
Rotortemperatur unterhalb der Schwellentemperatur liegt. Die zulässige Motor-Maximalleistung
kann auch direkt aus einem Polynom ermittelt werden, das nach der zulässigen Motor-Maximalleistung
aufgelöst ist und in dem die Rotor-Schwellentemperatur und/oder eine Rotor-Maximaltemperatur
in Form von Koeffizienten bereits enthalten ist.
[0011] Die anhand der Koeffizienten berechnete Motor-Maximalleistung kann ggf. noch zusätzlich
durch andere Parameter begrenzt werden.
[0012] Es sind mehrere Temperaturgeber an verschiedenen Stellen des Stators vorgesehen,
wobei die Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung die zulässige Motor-Maximalleistung
in Abhängigkeit von den gemessenen Temperaturen aller Temperaturgeber bestimmt. Die
Temperaturgeber können an dem Gehäuse der Turbomolekularpumpe, an einem Pumpenstatorelement,
an einem statorseitigen Teil des Motors, beispielsweise an dem Motorgehäuse oder an
der Motorwicklung, oder in einem Kühlkanal des Pumpenstators angeordnet sein. Die
Temperaturgeber können auch an anderen statorseitigen Stellen der Turbomolekularpumpe
angeordnet sein, deren Temperatur und Temperaturverhalten zuverlässige Rückschlüsse
auf die Temperatur des Rotors zulassen. Auf diese Weise wird aus einer Vielzahl von
gemessenen Temperaturen ein genauer Rückschluss auf die Rotortemperatur und damit
auf die zulässige Motor-Maximalleistung ermöglicht. Die Begrenzung der Motorleistung
erfolgt daher nah an der objektiv zulässigen Motor-Maximalleistung. Die Ermittlung
der Rotortemperatur und der zulässigen Motor-Maximalleistung durch mehrere statorseitige
Temperaturgeber ist so zuverlässig und genau, dass nur geringe Sicherheitsspannen
vorgesehen werden müssen, um ein Überhitzen des Rotors zu vermeiden. Auf diese Weise
kann der Motor mit einem Maximum an thermisch zulässiger Leistung angesteuert werden,
d.h. das Leistungspotential des Motors und der Pumpe können stets annähernd vollständig
ausgeschöpft werden.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung
einen Kennfeldspeicher auf, in dem in einem Kennfeld die zulässige Motor-Maximalleistung
für jede Statortemperatur gespeichert ist. In dem Kennfeld lässt sich auch eine komplexe
nicht-lineare Kennlinie speichern, so dass eine aufwendige Ermittlung der zulässigen
Motor-Maximalleistung durch Rechenoperationen entfallen kann.
[0014] Gemäß einem nebengeordneten Verfahren zur Begrenzung der maximal zulässigen Motorleistung
eines Motors in einer Turbomolekularpumpe, der einen in einem Pumpenstator gelagerten
Pumpenrotor antreibt, sind die Verfahrensschritte nach Anspruch 9 vorgesehen: Messen
der Pumpenstatortemperatur, Ermitteln einer zulässigen Motor-Maximalleistung aus der
gemessenen Pumpenstatortemperatur und Begrenzung der Motorleistung auf die ermittelte
zulässige Motor-Maximalleistung.
[0015] Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Turbomolekularpumpe im Längsschnitt mit mehreren Temperatugebern,
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild der Regelung der Turbomolekular- pumpe der Fig. 1.
[0017] In Fig. 1 ist eine Turbomolekularpumpe 10 dargestellt, die ein Pumpengehäuse 12 aufweist,
dessen einen Längsende die Saugseite 14 bildet und dessen anderes Ende die Druckseite
bildet und einem Gasauslass 16 aufweist. In dem Pumpengehäuse 12 ist ein Pumpenstator
18 angeordnet, der einen Pumpenrotor 20 umfasst. Der Pumpenrotor 20 weist eine Rotorwelle
22 auf, die mit zwei Radialmagnetlagern 24,26 und einem nicht dargestellten Axiallager
drehbar in dem Pumpengehäuse 12 gelagert ist. Die Rotorwelle 22 und der damit verbundene
Pumpenrotor 20 werden durch einen Elektromotor 28 angetrieben. Der Elektromotor 28
und die beiden Radial-Magnetlager 24,26 sind in einem gemeinsamen Lager-Motor-Gehäuse
30 untergebracht. Das Pumpengehäuse 12 wird durch ein Kühlmittel gekühlt, das durch
einen Kühlkanal 13 in dem Pumpengehäuse 12 fließt. Die Turbomolekularpumpe 10 dient
der Erzeugung eines Hochvakuums und dreht mit Drehzahlen bis zu 100 000 U/min.
[0018] Die Turbomolekularpumpe 10 weist statorseitig, d.h. auf der Seite der feststehenden
Teile, mehrere Temperaturgeber 32-38 auf. Ein erster Temperaturgeber 32 ist im Bereich
des Basisflansches des Pumpengehäuses. 12 angeordnet. Ein zweiter Temperaturgeber
34 ist an bzw. in dem Pumpenstator 18 angeordnet. Ein dritter Temperaturgeber 36 ist
an dem Motor 28 angeordnet und misst die im Bereich der Motorspulen bzw. der Motor-Magnetleitbleche
herrschende Temperatur. Ein vierter Temperaturgeber 38 ist an dem Lager-Motorgehäuse
30 angeordnet. Ein weiterer Temperaturgeber kann im Verlauf des Kühlkanales 13 angeordnet
sein.
[0019] Die durch die Gaserwärmung des komprimierten Gases auf den Pumpenrotor 20 übertragene
und durch die aktiven Magnetlager 26 und den Elektromotor 28 in dem Pumpenrotor 20
induzierte Wärme wird im Wesentlichen durch Wärmestrahlung von dem Pumpenrotor 20
auf die statorseitigen Teile abgeführt. Die statorseitigen Teile, also das Pumpengehäuse
12, der Pumpenstator 18, das Lager-Motor-Gehäuse 30 sowie die Magnetlager 24,26 und
der Elektromotor 28 werden also neben ihrer Eigenerwärmung auch durch die von dem
Pumpenrotor 20 auf sie abgestrahlte Wärme erwärmt. Die Messung der Temperatur und
des Temperaturverlaufes der genannten statorseitigen Teile erlaubt daher Rückschlüsse
auf die Rotortemperatur.
[0020] Die Beziehung zwischen der tatsächlichen Temperatur des Pumpenrotors 20 und den von
den Temperaturgebern 32-38 gemessenen Temperaturen der statorseitigen Teile lässt
sich mit einem einfachen Versuchsaufbau ermitteln. Hierzu wird saugseitig ein Rotor-Temperaturgeber
40 in geeigneter Weise möglichst nah an dem Pumpenrotor 20 angeordnet. Auf diese Weise
kann die Rotortemperatur im Experiment direkt gemessen werden, so dass der Zusammenhang
zwischen der Rotortemperatur und den von den statorseitigen Temperaturgebern 32-38
gemessenen Temperaturen unter verschiedenen Prozessbedingungen aufgezeichnet werden
kann. Aus den von allen Temperaturgebern 32-40 aufgezeichneten Temperaturen und Temperaturverläufen
lässt sich ein Polynom für die Motorleistung P in Abhängigkeit von der Rotortemperatur
und den statorseitigen Temperaturen ermitteln:

[0021] P ist die momentane Motorleistung, T
1 bis T
n sind die jeweils gemessenen Temperaturen der statorseitigen Temperaturgeber 32-38
und des Rotortemperaturgebers 40. Die Koeffizienten α
0 bis α
n sowie β
1 bis β
n sind Konstanten, die durch die Auswertung der experimentell gemessenen Pumpenrotor-
und Pumpenstatortemperaturen ermittelt wurden. Gibt man anstelle der gemessenen Rotortempeartur
die maximal zulässige Rotortemperatur in dieses Polynom ein, so wird mit diesem Polynom
die zulässige Motor-Maximalleistung P
max ermittelt.
[0022] Damit liegt ein Polynom vor, mit dem für einen Satz gleichzeitig gemessener Statortemperaturen
T
1 bis T
n jeweils die zulässige Motor-Maximalleistung P
max errechnet werden kann.
[0023] In Fig. 2 ist schematisch die Steuerung des Pumpenrotormotors 28 dargestellt. Eine
Steuervorrichtung 42 steuert einen Motortreiber 44, der wiederum die Spulen des Elektromotors
28 ansteuert. Über ein Stellelement 46 wird ein Motor-Leistungssollwert an die Steuervorrichtung
42 ausgegeben. Die Steuervorrichtung 42 weist eine Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung
50 und einen Leistungsbegrenzer 52 auf. In der Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung
50 wird aus den von den vier Temperaturgebern 32-38 gelieferten Temperaturwerten nach
der o.a. Formel die zulässige Motor-Maximalleistung P
max ermittelt. In dem Leistungsbegrenzer 52 wird der von dem Stellelement 46 gelieferte
Motorleistungssollwert auf die ermittelte zulässige Motor-Maximalleistung begrenzt,
falls der von dem Stellelement 46 angegebene Leistungswert größer als die ermittelte
zulässige Motor-Maximalleistung ist. Auf diese Weise wird die Rotortemperatur auf
eine Maximaltemperatur begrenzt, so dass der Rotor vor Zerstörung durch Überhitzung
geschützt ist. Als weitere Parameter für die Ermittlung der zulässigen Motor-Maximalleistung
können neben der Kühlfluidtemperatur auch die tatsächliche Motorleistung, die Umgebungstemperatur
und andere Messgrößen genutzt werden.
[0024] Mit der beschriebenen Vorrichtung lässt sich über mehrere statorseitige Temperaturgeber
auf die vorliegende Rotortemperatur schließen. Um eine Überhitzung des Pumpenrotors
auf eine Temperatur oberhalb einer maximalen Rotortemperatur zu vermeiden, wird aus
der ermittelten Rotortemperatur eine zulässige Motor-Maximalleistung ermittelt, auf
die die Motorleistung begrenzt ist. Die zulässige Motor-Maximalleistung ist also variabel,
so dass das Leistungsvermögen des Motors und der Pumpe voll ausgeschöpft werden kann,
und nur bei Überhitzungsgefahr begrenzt wird.
1. Turbomolekularpumpe mit einem Stator (12,18), einem Pumpenrotor (20), einem Motor
(28) zum Antrieb des Pumpenrotors (20) und einer Steuervorrichtung (42) zur Steuerung
des Motors (28),
wobei die Steuervorrichtung (42) die Motorleistung derart regelt, dass die Motorleistung
eine zulässige Motor-Maximalleistung nicht übersteigt, und wobei statorseitig ein
Temperaturgeber (32-38) zur Messung der Pumpenstatortemperatur angeordnet ist,
wobei die Steuervorrichtung (42) eine Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung (50)
aufweist, die eine variable zulässige Motor-Maximalleistung in Abhängigkeit von der
jeweils gemessenen Pumpenstatortemperatur bestimmt,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Temperaturgeber (32-38) an verschiedenen Stellen des Stators (12,18) vorgesehen
sind und die Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung (50) die zulässige Motor-Maximalleistung
in Abhängigkeit von den gemessenen Pumpenstatortemperaturen aller Temperaturgeber
(32-38) bestimmt und
dass die Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung (50) die zulässige Motor-Maximalleistung
mit Hilfe eines Polynoms ermittelt.
2. Turbomolekularpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung (50) eine Rotortemperatur-Ermittlungsvorrichtung
zugeordnet ist, die aus der von dem Temperaturgeber (32-38) gemessenen Pumpenstatortemperatur
die Rotortemperatur ermittelt und dass die Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung
(50) die zulässige Motor-Maximalleistung in Abhängigkeit von der ermittelten Rotortemperatur
bestimmt.
3. Turbomolekularpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Maximalleistungs-Ermittlungsvorrichtung (50) einen Kennfeldspeicher aufweist,
in dem in einem Kennfeld die zulässige Motor-Maximalleistung für jede Pumpenstatortemperatur
gespeichert ist.
4. Turbomolekularpumpe nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturgeber (32) an einem Pumpengehäuse (12) vorgesehen ist.
5. Turbomolekularpumpe nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturgeber (34) an einem Pumpenstator (18) vorgesehen ist.
6. Turbomolekularpumpe nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturgeber (36) an einem statorseitigen Teil des Motors (28) vorgesehen
ist.
7. Turbomolekularpumpe nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (28) ein Gehäuse (30) aufweist und der Temperaturgeber (38) an dem Motorgehäuse
vorgesehen ist.
8. Turbomolekularpumpe nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpengehäuse (12) oder das Pumpenstatorelement (18) einen Kühlkanal (13) aufweist
und dass der Temperaturgeber im Verlauf des Kühlkanals (13) angeordnet ist.
9. Verfahren zur Begrenzung der Motorleistung eines Motors (28) in einer Turbomolekularpumpe
(10), der einen in einem Stator (12,18) gelagerten Pumpenrotor (20) antreibt, mit
den Verfahrensschritten
Messen der Pumpenstatortemperatur an verschiedenen Stellen des Pumpenstators (12,18),
Ermitteln einer zulässigen Motor-Maximalleistung in Abhängigkeit von der gemessenen
Pumpenstatortemperatur, wobei die zulässige Motor-Maximalleistung in Abhängigkeit
von der jeweils gemessenen Pumpenstatortemperatur variabel ist,
Steuern des Motors derart, dass die Motorleistung auf die ermittelte zulässige Motor-Maximalleistung
begrenzt wird,
wobei das Ermitteln der zulässigen Motor-Maximalleistung aus den Schritten
Errechnen der Pumpenrotortemperatur aus den gemessenen Pumpenstatortemperaturen und
Ermitteln der zulässige Motor-Maximalleistung aus der errechneten Pumpenrotortemperatur
mit Hilfe eines Polynoms
besteht.
1. Turbomolecular pump with a stator (12, 18), a pump rotor (20), a motor (28) for driving
the pump rotor (20) and a control device (42) for controlling the motor (28),
the control device (42) controlling the motor output power such that the motor output
power does not exceed a permissible maximum motor output power, and
wherein a temperature sensor (32-38) for measuring the pump stator temperature is
arranged on the stator side,
wherein the control device (42) comprises a maximum output power detecting device
(50) determining a variable permissible maximum motor output power in dependence on
variations in the respective measured pump stator temperature,
characterized in that
several temperature sensors (32-38) are provided at different sites of the stator
(12, 18), and the maximum output power detecting device (50) determines the permissible
maximum motor output power in dependence on the measured temperatures of all temperature
sensors (32-38), and
the maximum output power detecting device (50) detects the permissible maximum motor
output power by means of a polynomial.
2. Turbomolecular pump according to claim 1, characterized in that the maximum output power detecting device (50) has a rotor temperature detecting
device allocated thereto which detects the rotor temperature from the pump stator
temperature measured by the temperature sensor (32-38), and that the maximum output
power detecting device (50) determines the permissible maximum motor output power
in dependence on the detected rotor temperature.
3. Turbomolecular pump according to one of claims 1 or 2, characterized in that the maximum output power detecting device (50) comprises a characteristics field
memory in which the permissible maximum motor output power for each pump stator temperature
is stored in a characteristics field.
4. Turbomolecular pump according to one of claims 1 - 3, characterized in that the temperature sensor (32) is provided at a pump housing (12).
5. Turbomolecular pump according to one of claims 1 - 3, characterized in that the temperature sensor (34) is provided at a pump stator (18).
6. Turbomolecular pump according to one of claims 1 - 3, characterized in that the temperature sensor (36) is provided at a stator-side part of the motor (28).
7. Turbomolecular pump according to one of claims 1 - 3, characterized in that the motor (28) comprises a housing (30) and the temperature sensor (38) is provided
at the motor housing.
8. Turbomolecular pump according to one of claims 1 - 7, characterized in that the pump housing (12) or the pump stator element (18) comprises a cooling channel
(13), and that the temperature sensor is arranged in the course of the cooling channel
(13).
9. Method for restricting the motor output power of a motor (28) in a turbomolecular
pump (10), said motor driving a pump rotor (20) borne in a stator (12, 18), with the
method steps of
measuring the pump stator temperature at different positions of the pump stator (12,
18),
detecting a permissible maximum motor output power in dependence on the measured pump
stator temperature, the permissible maximum motor output power varying with variations
in the respective measured pump stator temperature,
controlling the motor to restrict the motor output power to the detected permissible
maximum motor output power,
wherein detecting the permissible maximum motor output power consists of the steps
of
calculating the pump rotor temperature from the measured pump stator temperatures,
and
detecting the permissible maximum motor output power from the calculated pump rotor
temperature using a polynomial.
1. Pompe turbomoléculaire comprenant un stator (12, 18), un rotor de pompe (20), un moteur
(28) pour entrainer ledit rotor de pompe (20) et un dispositif de commande (42) pour
commander ledit moteur (28),
ledit dispositif de commande (42) réglant la puissance du moteur de manière que la
puissance du moteur ne surpasse pas une puissance maximale du moteur acceptable, et
un capteur de température (32-38) est disposé, côté stator, pour mesurer la température
du stator de pompe,
ledit dispositif de commande (42) comprenant un dispositif de détection de la puissance
maximale (50) qui détermine, en fonction de la température du stator de pompe mesurée
respective, une puissance maximale du moteur acceptable variable,
caractérisée en ce que
plusieurs capteurs de température (32-38) sont prévus à différentes positions sur
le stator (12, 18) et ledit dispositif de détection de la puissance maximale (50)
détermine la puissance maximale du moteur acceptable en fonction des températures
du stator de pompe mesurées de tout les capteurs de température (32-38), et
ledit dispositif de détection de la puissance maximale (50) détermine la puissance
maximale du moteur acceptable à l'aide d'un polynôme.
2. Pompe turbomoléculaire selon la revendication 1, caractérisée en ce que ledit dispositif de détection de la puissance maximale (50) est associé à un dispositif
de détection de la température du rotor déterminant la température du rotor à partir
de la température du stator de pompe mesurée par ledit capteur de température (32-38),
et que ledit dispositif de détection de la puissance maximale (50) détermine la puissance
maximale du moteur acceptable en fonction de la température du rotor déterminée.
3. Pompe turbomoléculaire selon les revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que ledit dispositif de détection de la puissance maximale (50) comprend un mémoire de
diagrammes caractéristiques dans lequel est stockée dans un diagramme caractéristique
ladite puissance maximale du moteur pour chaque température du stator de pompe.
4. Pompe turbomoléculaire selon l'une quelconque des revendications 1-3, caractérisée en ce que ledit capteur de température (32) est prévu sur un boitier de pompe (12).
5. Pompe turbomoléculaire selon l'une quelconque des revendications 1-3, caractérisée en ce que ledit capteur de température (34) est prévu sur un stator de pompe (18).
6. Pompe turbomoléculaire selon l'une quelconque des revendications 1-3, caractérisée en ce que ledit capteur de température (36) est prévu sur une partie du moteur (28), côté stator.
7. Pompe turbomoléculaire selon l'une quelconque des revendications 1-3, caractérisée en ce que le moteur (28) comprend un boitier (30) et ledit capteur de température (38) est
prévu sur ledit boitier du moteur.
8. Pompe turbomoléculaire selon l'une quelconque des revendications 1-7, caractérisée en ce que le boitier de la pompe (12) ou l'élément de stator de pompe (18) comprend un conduit
de refroidissement (13) et que le capteur de température est prévu dans le tracé dudit
conduit de refroidissement (13).
9. Procédé pour limiter la puissance du moteur d'un moteur (28) dans une pompe turbomoléculaire
(10), ledit moteur entrainant un rotor de pompe (20) supporté dans un stator (12,
18), le procédé comprenant les étapes suivantes:
mesurer la température du stator de pompe à différentes positions du stator de pompe
(12, 18),
déterminer une puissance maximale du moteur acceptable en fonction de la température
du stator de pompe mesurée, ladite puissance maximale du moteur acceptable étant variable
en fonction de la température du stator de pompe mesurée respective,
commander le moteur de manière que la puissance du moteur est limitée à la puissance
maximale du moteur acceptable déterminée,
la détermination de la puissance maximale du moteur acceptable comprenant les étapes
de
calculer la température du rotor de pompe à partir des températures du stator de pompe
mesurées, et
déterminer la puissance maximale du moteur acceptable à partir de la température du
rotor de pompe à l'aide d'un polynôme.


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