[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Heraustrennen von Kunststoffkarten,
insbesondere Chipkarten, aus einem Bogen- bzw. Bandmaterial, mit einem oberen und
unteren, die Schneidkontur vorgebenden Schneidwerkzeug, die unter Beibehaltung eines
Reststegs in eine entsprechende Ober- und Unterseite des Bogen- bzw. Bandmaterials
einschneidbar ausgestaltet sind.
[0002] Derartige Schneidvorrichtungen sind seit längerem bekannt und werden zum Schneiden
von Kunststoff mit unterschiedlichsten Eigenschaften aber auch anderen nichtmetallischen
Materialien eingesetzt. Diese Schneidvorrichtungen können gegenüber herkömmlichen
Stanzvorrichtungen Schnittgut mit einer wesentlich verbesserten Maßhaltigkeit und
verbesserten Schnittkanten erzeugen. Die Maßhaltigkeit ist dabei weitestgehend unabhängig
vom zu schneidenden Material, so dass problematisch zu verarbeitende Kunststoffe,
z.B. mehrlagige Laminatmaterialien, maßhaltig geschnitten werden können. Darüber hinaus
können mit derartigen Schneidvorrichtungen unterschiedliche Materialien und Materialstärken
verarbeitet werden, ohne die Schneidvorrichtung an das betreffende Material anzupassen.
[0003] Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus der WO 85/01241A1 bekannt. Diese Vorrichtung
dient zum Schneiden von Leder, Gummi, Papier und Kunststoff sowie ähnlichen Materialien.
Das zu schneidende Material wird zwischen zwei keilförmige Messer eingebracht und
von beiden Seiten eingeschnitten, wobei die Vorrichtung derart ausgestaltet ist, dass
sich die Messer in ihrer Endposition nicht berühren können. Die Schneidmesser verbleiben
in dieser Endposition während das eingeschnittene Teil aus dem Ausgangsmaterial herausgetrennt
wird. Zum Heraustrennen drückt ein zwischen den keilförmigen Messern verlaufender
Stempel das eingeschnittene Teil nach unten und zertrennt dabei den zwischen dem herausgetrennten
Teil und dem Ausgangsmaterial verbliebenden Steg. Nach dem Heraustrennen befindet
sich das Teil zwischen den unteren keilförmigen Messern, von wo es entnehmbar ist.
[0004] Solche Vorrichtungen werden bereits unter anderem benutzt um Kunststoffkarten, insbesondere
Chipkarten, für die eine hohe Maßhaltigkeit gefordert ist, aus ein- oder mehrlagigen
Kunststoffstreifen auszuschneiden. Die zunehmende Bedeutung von Chipkarten und Kunststoffkarten
mit mehreren Funktionen, insbesondere aus mehrlagigen Laminaten mit unterschiedlichsten
Materialien für die einzelnen Laminatschichten, führt durch höhere Stückzahlen und
eine fortschreitende Automatisierung zu einem Verbesserungsbedarf und einer notwendigen
Anpassung der Schneidvorrichtung an die gestiegenen Anforderungen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zum Heraustrennen
von Kunststoffkarten der Eingangs genannten Art bereitzustellen, die hinsichtlich
den gestiegenen Anforderungen für die Herstellung und die Produktionsqualität von
Kunststoffkarten verbessert ausgeführt ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens zwei obere und
mindestens zwei untere Schneidwerkzeuge jeweils zugeordnet nebeneinander zum zwangsgekoppelten
Heraustrennen von mehreren Kunststoffkarten vorgesehen sind.
[0007] Die Anordnung mehrer Schneidwerkzeuge nebeneinander ermöglicht das gleichzeitige
Heraustrennen mehrere Kunststoffkarten in einem Einschneid- und Heraustrennschritt.
Auch kann das Bogen- bzw. Bandmaterial für die Kunststoffkarten, neben Chipkarten
können diese z.B. auch Telefon- und Kundenkarten oder Scheck- und Kreditkarten sein,
direkt in einer Vorrichtung mit mehreren nebeneinander angeordneten Schneidwerkzeugen
verarbeitet werden. Eine Auftrennung des Bogen- bzw. Bandmaterials in einzelne Streifen
ist nicht erforderlich. Das gleichzeitige Heraustrennen mehrerer Kunststoffkarten
verringert den nicht weiterverwendbaren
Verschnitt des Bogen- bzw. Bandmaterials, da zwischen den nebeneinander herausgetrennten
Kunststoffkarten, im Gegensatz zu herkömmlich verarbeiteten einzelnen Streifen, jeweils
nur ein Randstreifen benötigt wird.
[0008] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass zwischen einem oberen und unteren
Schneidwerkzeug eine Fixiereinrichtung zum Positionieren und Festhalten des Bogen-
bzw. Bandmaterials zumindestens während des Schneidevorgangs vorgesehen ist. Die Fixierung
des Bogen- bzw. Bandmaterials während des Schneidvorgangs verbessert besonders bei
mehreren nebeneinander angeordneten Schneidwerkzeugen die Maßhaltigkeit der Kunststoffkarten.
[0009] Zum sicheren Positionieren und Fixieren des Bogen- bzw. Bandmaterials während des
Schneidvorganges kann die Fixiereinrichtung aus einem oberen und einem unteren Führungsrahmenelement
bestehen.
[0010] Günstigerweise können die Führungsrahmenelemente von mindestens zwei benachbarten
Schneidwerkzeugen zu einem gemeinsam bewegbaren Führungsrahmen verbunden sein. Die
Verbindung der einzelnen Führungsrahmenelemente zu einem gemeinsamen Führungsrahmen
reduziert den konstruktiven Aufwand für die Lagerung des Führungsrahmens. Auch lassen
sich durch die Verbindung der einzelnen Führungsrahmenelemente Probleme beim Fixieren
des Bogen- bzw. Bandmaterials durch nebeneinander angeordnete Rahmenelemente vermeiden,
da die verbundenen Rahmenelemente das Material gleichzeitig fixieren.
[0011] Eine vorteilhafte Ausbildung sieht vor, dass der Führungsrahmen federnd gelagert
ist. Die federnde Lagerung des Führungsrahmens ermöglicht ein gleichmäßiges Fixieren
des Bogen- bzw. Bandmaterials unter Berücksichtigung der jeweiligen individuellen
Ausgestaltung des zu schneidenden Bereichs des Bogen- bzw. Bandmaterials.
[0012] Um geringere Abstände zwischen den nebeneinander angeordneten Schneidwerkzeugen zu
realisieren und damit eine bessere Ausnutzung des Bogen- bzw. Bandmaterial zu ermöglichen,
kann der Führungsrahmen als einheitliches Bauelement ausgebildet sein.
[0013] Eine zweckmäßige Ausgestaltung sieht vor, dass die Schneidwerkzeuge jeweils ein,
die Schneidkontur vorgebendes keilförmiges Schneidmesser aufweisen und das jeweils
zugeordnete Führungsrahmenelement ein Fenster aufweist, wobei das Schneidmesser in
das zugeordnete Fenster einfahrbar ausgestaltet ist. Dadurch kann das Führungsrahmenelement
das Bogen- bzw. Bandmaterial während des Einschneidvorganges fixieren, wodurch die
Einschnitte auf der Oberund Unterseite des Bogen- bzw. Bandmaterials exakt übereinander
liegen und eine saubere versatzfreie Schnittkante ermöglichen.
[0014] Vorteilhafterweise kann der Führungsrahmen mindestens zwei nebeneinander angeordnete
Fenster aufweisen, die durch Verbindungsstreben voneinander getrennt sind. Die Ausbildung
einer Verbindungsstrebe zwischen den nebeneinander angeordneten Fenstern des Führungsrahmens
ermöglicht geringe Abstände der herauszutrennenden Kunststoffkarten auf dem Bogen-
bzw. Bandmaterial und somit eine gute Ausnutzung des Materials.
[0015] Eine Variante sieht vor, dass die Verbindungsstreben des Führungsrahmens durch auswechselbare
Rundstäbe gebildet sind. Die Verbindungsstreben bilden eine Schwachstelle im Führungsrahmen,
der durch die Ausbildung der Verbindungsstreben als Rundstäbe und durch ihre Auswechselbarkeit
begegnet wird.
[0016] Um nochmals geringere Abstände zwischen den nebeneinander angeordneten Schneidwerkzeugen
zu realisieren und damit eine nochmals bessere Ausnützung des Bogens- bzw. Bandmaterials
zu ermöglichen, können die Verbindungsstreben eine Breite von 2 bis 5 mal der Dicke
der Kunststoffkarten aufweisen.
[0017] Eine günstige Ausführungsform sieht vor, dass die Schneidwerkzeuge eine rechteckförmig
umlaufende Schneidkontur mit einer längeren und einer kürzeren Seite aufweisen, und
die kürzeren Seiten der nebeneinander angeordnet Schneidwerkzeuge parallel zueinander
ausgerichtet sind. Die Anordnung der kürzeren Seiten der Schneidwerkzeuge nebeneinander
führt durch kurze Verbindungsstreben zu einer größeren Stabilität des Führungsrahmens
und damit auch zu einem besseren Fixieren des Bogen- bzw. Bandmaterials.
[0018] Eine Modifikation sieht vor, dass zwischen zwei nebeneinander angeordneten keilförmigen
Schneidmessern eine Nut zur Aufnahme der Verbindungsstreben während des Schneidvorganges
ausgebildet ist. Durch die Nut zwischen den nebeneinander angeordneten keilförmigen
Schneidmessern werden die Schneidwerkzeuge in die Lage versetzt, trotz der Fixierung
des Bogens- bzw. Bandmaterials durch den Führungsrahmen mit Verbindungsstreben hindurch
gleichzeitig mehrere Kunststoffkarten einzuschneiden.
[0019] Ein Vorteil ist weiter, dass die Tiefe der Nut größer als die Höhe der Verbindungsstreben
ausgestaltet ist. Durch die Aufnahmen der Verbindungsstreben in die Nut zwischen den
keilförmigen Schneidmessern ist ein problemfreies Einschneiden und Heraustrennen der
Kunststoffkarten möglich trotz der eng aneinander stehenden keilförmigen Schneidmessern.
Dabei ist es von besonderen Vorteil, wenn die Tiefe der Nut mindestens der Höhe der
Verbindungsstreben zuzüglich der halben Dicke der Kunststoffkarten entspricht.
[0020] Eine bevorzugte Ausbildung sieht vor, dass zumindestens ein unteres und/oder ein
zugehöriges oberes Schneidwerkzeug auf einer Grundplatte angeordnet ist und diese
Grundplatte zumindestens ein koaxial zur Schneidkontur eines Schneidwerkzeuges angeordnetes
Fenster aufweist, wobei die Öffnungsfläche der Fenster mindestens der durch die Schneidkontur
aufgespannten Fläche entspricht. Diese auf der Grundplatte angeordneten Fenster sind
geeignet die herausgetrennten Kunststoffkarten in einem Bereich unterhalb der Vorrichtung
hindurchzulassen. So verbleiben die Kunststoffkarten nicht in der Vorrichtung oder
in dem Bogen- bzw. Bandmaterial. Das Einschneiden und Heraustrennen von Kunststoffkarten
kann ohne eine Berücksichtigung der Lage von schon herausgetrennten Kunststoffkarten
in der Vorrichtung oder in dem Bogen- bzw. Bandmaterial erfolgen.
[0021] Eine Modifikation der Vorrichtung mit einem Druckstempel, der in die Schneidkontur
eintauchbar ist, zum Heraustrennen der vorgeschnittenen Kunststoffkarten aus dem Bogen-
bzw. Bandmaterial sieht vor, dass eine Entlüftung für die zwischen Druckstempel und
Kunststoffkarte vorhandene bzw. eingeschlossene Luft vorgesehen und derart ausgestaltet
ist, dass eine Druckdifferenz des Drucks, der zwischen Druckstempel und Kunststoffkarte
während des Heraustrennvorgangs vorhandenen Luft zum Umgebungsdruck auf einen vorbestimmten
Wert begrenzt ist. Zum Heraustrennen der Kunststoffkarte aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial
taucht der Druckstempel ausgehend von seiner Ruheposition in die Schneidkontur eines
Schneidwerkzeuges ein. Der Druckstempel tritt anschließend weiter in die Schneidkontur
ein, bis er auf die eingeschnittene Kunststoffkarte trifft und diese unter Zerstörung
des Reststegs aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial herausdrückt. Danach dreht sich die
Bewegungsrichtung des Druckstempels um und der Druckstempel gleitet durch die Schneidkontur
zurück zu seiner Ausgangsposition. Nach dem Eintauchen des Druckstempels in die Schneidkontur
wird die dort eingeschlossene Luft durch den sich in Richtung der Kunststoffkarte
bewegenden Druckstempel komprimiert, während sich bei der Rückbewegung des Druckstempels
sich unterhalb des Druckstempels ein Unterdruck aufbaut. Um einen sicheren Prozessablauf
zu gewährleisten, sollte die Druckdifferenz des Drucks der zwischen Druckstempel und
Kunststoffkarte vorhandenen Luft zum Umgebungsdruck auf einen vorbestimmten Wert begrenzt
sein.
[0022] Die Entlüftung kann zum Begrenzen des Wertes der Druckdifferenz zum Umgebungsdruck
derart ausgestaltet sein, dass ein Störeinfluss der Luft zwischen Druckstempel und
Kunststoffkarte beim Heraustrennvorgang der Kunststoffkarte auf ein minimum begrenzt
ist. Durch eine solche Entlüftung werden Rückwirkungen der beim Heraustrennvorgang
zwischen Druckstempel und Kunststoffkarten komprimierten Luft auf den Druckstempel
oder die Kunststoffkarte vermieden. Solche Störeinflüsse z.B. die ungleichmäßige Bewegung
des Druckstempels, eine unkontrollierte Bewegung der Kunststoffkarte oder ein verfrühtes
Ablösen der Kunststoffkarte, können insbesondere bei hohen Prozessgeschwindigkeiten
zu einem ungleichmäßigen Heraustrennen der Kunststoffkarten führen.
[0023] Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Entlüftung derart ausgestaltet
ist, dass eine Saugwirkung des Druckstempels beim Zurückbewegen nach den Heraustrennen
der Kunststoffkarten auf ein Minimum begrenzt ist. Eine derartige Entlüftung vermeidet
nach dem Herausdrücken der Karte das Ansaugen und das Hochwirbeln der Kunststoffkarten
durch die Rückbewegung des Druckstempels und die dadurch entstehende Gefahr einer
Störung des Produktionsablaufes durch ein Verkanten der Kunststoffkarten mit dem nachgeführten
Bogen- bzw. Bandmaterial.
[0024] Günstigerweise kann der Abstand zwischen Druckstempel und keilförmigen Schneidmesser
während des Schneidvorganges geringer als die Dicke der Kunststoffkarten sein, vorzugsweise
kleiner als 0,3 mm. Der geringe Abstand zwischen Druckstempel und Schneidmesser ermöglicht
durch ein gleichmäßiges Heraustrennen saubere Schnittkanten und verhindert ein Verklemmen
der Kunststoffkarten beim Heraustrennen zwischen Schneidmesser und Druckstempel.
[0025] Eine Ausführungsvariante sieht vor, dass der Druckstempel eine beim Heraustrennen
mit der Kunststoffkarte in Kontakt stehende Stirnfläche aufweist und zur Ausgestaltung
der Entlüftung mit mindestens einer zur Stirnfläche hin offenen Bohrung versehen ist.
Durch die Bohrung in der Stirnfläche wird eine einfache Belüftung realisiert ohne
die Gestaltung der Stirnfläche zu beeinflussen.
[0026] Für eine gleichmäßige Entlüftung können die Bohrungen an der Stirnfläche symmetrisch
zu den parallel zu den Seitenkanten der Stirnfläche verlaufenden Längs- und Querachsen
der Stirnfläche angeordnet sein.
[0027] Für eine seitliche Luftführung entlang den Seitenkanten der Stirnfläche und des Druckstempels
kann die Entlüftung durch eine dreidimensionale Konturierung an der Stirnfläche ausgestaltet
sein.
[0028] Für ein verbesserten Heraustrennvorgang der eingeschnittenen Kunststoffkarten durch
ein an den Ecken beginnendes Herausschälen der Karten aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial
können erhabene Eckenbereiche der Stirnflächen gemeinsam eine gedachte Ebene aufspannen
und dazwischenliegende Seitenkanten gegenüber der gedachten Ebene zurückversetzt verlaufen.
Die Entlüftung im Bereich der Stirnfläche erfolgt dabei über die tieferliegenden Seitenkanten.
[0029] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass die Entlüftung mindestens eine an der Stirnfläche
angeordnete Nut aufweist. Bei konstruktiven Lösungen die Bohrungen in der Druckfläche
nicht zulassen oder bei denen solche Bohrungen nicht erwünscht sind, bzw. zur Unterstützung
der Entlüftung durch eine Konturierung kann eine ausreichende Entlüftung der zwischen
Druckstempel und Kunststoffkarte vorhandenen Luft durch Nuten in der Stirnfläche ermöglicht
werden, wobei die Nuten sich Vorteilhafterweise bis zu den Seitenkanten der Stirnfläche
erstrecken.
[0030] Eine zweckmäßige Ausgestaltung sieht vor, dass die Entlüftung Luftkanäle an den Schneidwerkzeugen
umfasst. Durch Luftkanäle an den Schneidwerkzeugen lässt sich insbesondere bei einer
gezielten Ausgestaltung des Druckstempels, z.B. durch eine dreidimensionale Konturierung
an der Stirnfläche oder durch an dieser angeordnete Nuten, eine besonders gute Luftführung
erzielen.
[0031] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Heraustrennen von Kunststoffkarten aus einem
Bogen- bzw. Bandmaterial umfasst das Fixieren des Bogen- bzw. Bandmaterials, das Einschneiden
der Ober- und Unterseite des Bogen- bzw. Bandmaterials mit den zugeordneten oberen
und unteren, die Schneidkontur vorgebenden Schneidwerkzeugen unter Beibehaltung eines
Reststegs, und das Herausdrücken der Kunststoffkarten aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial.
Dieses Verfahren sieht vor, dass zwangsgekoppelt mindestens zwei Kunststoffkarten
gleichzeitig aus den Bogen- bzw. Bandmaterial herausgetrennt werden. Beim Herausdrücken
wird der beim Einschneiden verbleibende umlaufende Reststeg verzört. Mit diesem Verfahren
lassen sich in einer Vorrichtung zum Heraustrennen von Kunststoffkarten hohe Stückzahlen
realisieren, wobei der Zeitaufwand pro Kunststoffkarte im Vergleich zu herkömmlichen
Verfahren geringer ist.
[0032] Für einen einfachen und beschleunigten Verfahrensablauf können mindestens zwei Kunststoffkarten
zwangsgekoppelt fixiert, zwangsgekoppelt eingeschnitten und anschließend gleichzeitig
herausgedrückt werden.
[0033] Eine bevorzugte Ausführung des Verfahrens sieht vor, dass beim Herausdrücken der
Kunststoffkarten eine Entlüftung erfolgt, die einen Einfluss der vom Druckstempel
erzeugen Luftbewegungen auf das Herausdrücken und die Auswurfrichtung der Kunststoffkarten
auf ein Minimum begrenzt. Diese Entlüftung ermöglicht ein schnelleres Heraustrennen
der Kunststoffkarten aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial und damit einen insgesamt noch
mal beschleunigten Verfahrensablauf, da ein Verkanten oder Verklemmen der Kunststoffkarten
in der Vorrichtung durch die Entlüftung vermieden wird.
[0034] Günstigerweise kann das Herausdrücken der Kunststoffkarten aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial
mittels einer Schälbewegung erfolgen. Bei dieser Schälbewegung wird die Kraft zum
Heraustrennen der Kunststoffkarte zunächst punktuell an mindestens einem Punkt im
Bereich der Kunststoffkarte, bevorzugt im Bereich der Ecken, aufgebracht. Die aufgebrachte
Kraft führt in diesen Punkten zu einem Ablösen der eingeschnittenen Kunststoffkarten
aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial, bzw. zu einem Zertrennen des verbliebenen Reststegs
in diesen Bereichen. Bei einer weiteren Krafteinleitung wird die Kunststoffkarte beginnend
von den Punkten der ersten Krafteinleitung entlang der eingeschnittenen Schneidkontur
aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial herausgeschält, ähnlich eines ziehenden Schnitts.
Das Herausschälen der Kunststoffkarten aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial ermöglicht
saubere Schnittkanten der Kunststoffkarten. Besonders geeignet für das Herausschälen
der Kunststoffkarten sind dabei Druckstempel mit dreidimensional konturierten Stirnflächen,
wobei sich erhabene Eckenbereiche der Stirnfläche ähnlich einer Kronenkontur als besonders
geeignet herausgestellt haben, da die Spitzen der konturierten Stirnfläche an den
Ecken der Kunststoffkarte angreifen und die Krafteinleitung auf mehrere Punkte verteilt
ist.
[0035] In folgenden werden Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung anhand einer Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittzeichnung durch einen frontseitigen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Heraustrennen von Kunststoffkarten,
- Figur 2
- eine Schnittzeichnung durch einen seitlichen Ausschnitt der Vorrichtung aus Figur
1,
- Figur 3
- eine Vorrichtung gemäß Figur 1 mit eingeschnittenen Schneidmessern,
- Figur 4
- eine Vorrichtung gemäß Figur 2 mit eingeschnittenen Schneidmessern,
- Figur 5
- eine Vorrichtung gemäß Figur 3 mit Druckstempel zum Heraustrennen der Kunststoffkarten,
- Figur 6
- eine Vorrichtung gemäß Figur 4 mit Druckstempel zum Heraustrennen der Kunststoffkarten,
- Figur 7
- eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Heraustrennen von Kunststoffkarten, und
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht der montierten Vorrichtung aus Figur 7.
[0036] Die in den Figuren 1 bis 6 dargestellten Schnittzeichnungen einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung beschreiben das Funktionsprinzip des zwangsgekoppelten Heraustrennens
von mehreren Kunststoffkarten aus einem Kunststoffbogen 1. Die Vorrichtung umfasst
zwei obere und zwei untere Schneidwerkzeuge mit einer rechteckförmig umlaufenden Schneidkontur
sowie jeweils einen oberen und unteren Führungsrahmen 2. Die Führungsrahmen 2 umfassen
eine zwischen den nebeneinander angeordneten Schneidwerkzeugen 4 positionierte Strebe
3. Die Schneidwerkzeuge 4 umfassen die Schneidkontur bildende umlaufende keilförmige
Schneidmesser 5, wobei die Schneidwerkzeuge 4 mit nur geringem Spiel in die von den
äußeren Rahmenteilen des Führungsrahmens 2 und der Strebe 3 gebildeten Führungsrahmenelemente
eintauchbar ausgestaltet sind. Die in Figur 1 und in Figur 2 gezeigte Frontseiten-
und Seitenansicht zeigen die Fixierung des Kunststoffbogens 1 durch den oberen und
unteren Führungsrahmen 2. Die Schneidwerkzeuge befinden sich dabei in ihrer Ausgangsposition,
d.h. die Schneidmesser 4 befinden sich nicht in Eingriff mit den Kunststoffbogen 1.
[0037] Die Figuren 3 und 4 zeigen die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Heraustrennen von
Kunststoffkarten mit zusammengepressten Schneidwerkzeugen 4. Die oberen und unteren
Schneidwerkzeuge 4 schneiden in die entsprechenden Oberund Unterseiten des Kunststoffbogens
1 ein. Dabei berühren sich die oberen und unteren Schneidwerkzeuge 4 nicht. Zwischen
den oberen und unteren Schneidmessern 5 bleibt ein kleiner Reststeg des Kunststoffmaterials
bestehen, der die eingeschnittene Kunststoffkarte weiterhin mit den Kunststoffbogen
1 umlaufend verbindet. Die Kontur der Kunststoffkarte wird durch die rechteckförmig
umlaufende Schneidkontur der Schneidwerkzeuge 4 vorgegeben. Die oberen und unteren
Schneidmesser 5 befinden sich beim Schneidvorgang exakt übereinander, so dass sich
zwischen der oberen und unteren eingeschnittenen Kontur der Kunststoffkarte kein Versatz
entsteht. Während des Einschneidvorgangs wird der Kunststoffbogen 1 weiterhin von
den oberen und unteren Führungsrahmen 2 fixiert.
[0038] In den Figur 5 und 6 ist neben dem durch die Führungsrahmen 2 fixierten und durch
die Schneidwerkzeuge 4 eingeschnittenen Kunststoffbogen 1 die Druckstempel 6 zum Heraustrennen
der Kunststoffkarten aus dem Kunststoffbogen 1 zu sehen. Die Druckstempel 6 bestehen
aus einer Stirnfläche 7 und einem Hubzylinder 8. Die Stirnfläche 7 des Druckstempels
6 befindet sich dabei zwischen den die Schneidkontur bildenden Schneidmessern 5 der
oberen Schneidwerkzeuge 4. Dabei füllt die Stirnfläche 7 fast die gesamte Schneidkontur
aus, so dass zwischen Stirnfläche 7 und Schneidmesser 5 nur ein kleiner Spalt verbleibt.
Die der Kunststoffkarte zugewandte Fläche der Stirnfläche 7 weist zur Führung der
zwischen Druckstempel 6 und Kunststoffkarte vorhandenen oder hinströmenden Luft eine
Konturierung auf. Dabei stehen die Eckenbereiche der Stirnfläche 7 höher als die dazwischenliegenden
Seitenbereiche der Stirnfläche 7 ab. Zum Heraustrennen der Kunststoffkarte aus dem
Kunststoffbogen 1 wird die Stirnfläche 7 des Druckstempels 6 durch den Hubzylinder
8 in Richtung der eingeschnittenen Kunststoffkarte gedrückt. Dabei berühren die Eckenbereiche
der Stirnfläche 7 die Kunststoffkarte als erstes. Bei einem weiteren Ausfahren des
Hubzylinders 8 wird der Reststeg zwischen Kunststoffkarte und Kunststoffbogen 1 an
den Ecken beginnend zertrennt und die Kunststoffkarte aus dem durch den oberen und
unteren Führungsrahmen 2 fixierten Kunststoffbogen 1 herausschält. Die herausgetrennte
Kunststoffkarte fällt nach unten aus der Vorrichtung heraus.
[0039] Die Figur 7 zeigt eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Heraustrennen von Kunststoffkarten mit drei in Längsrichtung nebeneinander
angeordneten Schneidwerkzeugen 4. Diese Vorrichtung ist auf einer länglichen Grundplatte
10 montiert. Diese quaderförmige Grundplatte weist an beiden kurzen Seiten jeweils
zwei senkrecht auf der Grundplatte 10 befestigte Lagerbolzen 11 auf, auf den jeweils
koaxial eine zylindrische Lagerhülse 12 verschieblich angeordnet ist. Die Grundplatte
10 weist drei in Längsrichtung nebeneinander angeordnete Öffnungen 13 auf, durch die
die herausgetrennten Kunststoffkarten nach unten aus der Vorrichtung herausfallen.
Die Öffnungen 13 sind jeweils durch einen Steg der Grundplatte 10 voneinander getrennt.
Über den Öffnungen 13 wird jeweils ein Schneidwerkzeug 4 angeordnet und an der Grundplatte
10 befestigt. Dabei sind die Schneidwerkzeuge 4 so gestaltet, dass zwischen den angrenzenden
keilförmigen Schneidmessern 5 der nebeneinander angeordneten Schneidwerkzeuge 4 eine
Nut zur Aufnahme der Strebe 3 des Führungsrahmens 2 entsteht. Oberhalb der unteren
Schneidwerkzeuge 4 ist der untere Führungsrahmen 2 in einer Weise angeordnet, dass
die Streben 3 des Führungsrahmens 2 in die Nuten zwischen den Schneidwerkzeugen 4
passen. Der untere Führungsrahmen 2 ist an seinen Längsseiten mit zwei senkrecht angeordneten
Gleitbolzen 14 versehen, die in entsprechende Gleithülsen 15 eingreifen. Diese Gleithülsen
15 werden in Bohrungen 16 auf der Grundplatte 10 fixiert. Auf beiden Längsseiten des
unteren Führungsrahmens 2 sind mittig und an den Außenseiten jeweils drei Federn 17
angebracht. Diese Federn 17 stützen sich in entsprechenden Sacklochbohrungen 18 auf
der Grundplatte 10 ab.
[0040] Der obere Führungsrahmen 2 und die oberen nebeneinander angeordneten Schneidwerkzeuge
4 sind spiegelbildlich zu den unteren Elementen an einer ebenfalls länglichen Schneidplatte
20 angeordnet. Diese Schneidplatte 20 weist an seinen kurzen Seiten jeweils zwei Bohrungen
21 zur Aufnahme der Lagerhülsen 12 auf. Die Schneidplatte 20 weist im Gegensatz zur
Grundplatte 10 statt der Öffnungen 13 drei in Längsrichtung nebeneinander angeordnete
Druckstempel 6 auf. Die Druckstempel 6 bestehen jeweils aus einer Stirnfläche 7 oder
einem Hubzylinder 8. Die Druckstempel 6 sind so in der Schneidplatte 20 angeordnet,
dass die Stirnfläche 7 exakt in die Schneidkontur des Schneidwerkzeuges 4 hineinpasst.
Figur 8 zeigt eine Ansicht einer montierten Vorrichtung.
[0041] Die Schneidwerkzeuge 4 sind einzeln demontierbar in der Grundplatte 10 und der Schneidplatte
20 befestigt, so dass sie bei einer Beschädigung oder einem Verschleiß der keilförmigen
Schneidmesser 5 unabhängig voneinander ersetzt werden können. Alle oberen und unteren
Schneidwerkzeuge 4 sind ebenso wie sowohl die oberen und unteren Führungsrahmen 2
und die Druckstempel 6 identische Bauteile, wodurch sich die Anzahl der notwendigen
Komponenten für die Herstellung und die Ersatzteillagerungen reduziert.
[0042] Zum Einschneiden und Heraustrennen von Kunststoffkarten wird ein Kunststoffbogen
1 über eine der Längsseiten in die in Figur 7 und Figur 8 gezeigten erfindungsgemäßen
Vorrichtung eingeführt. Der Kunststoffbogen 1 erstreckt sich dabei mindestens über
die Breite der drei nebeneinander angeordneten Schneidwerkzeuge 4. Befindet sich der
Kunststoffbogen 1 in der Vorrichtung wird durch ein Druck auf die Schneidplatte 20
der Kunststoffbogen 1 zwischen den federnd gelagerten oberen und unteren Führungsrahmen
2 fixiert. Durch einen weiteren Druck auf die Schneidplatte 20 wird die Kontur der
Kunststoffkarte durch die oberen und unteren Schneidwerkzeuge von oben und von unten
in den Kunststoffbogen eingeschnitten. Die Schneidwerkzeuge 4 und die Führungsrahmen
2 verbleiben in dieser Position, während die Stirnfläche 7 des Druckstempels 6 durch
den Hubzylinder 8 durch die oberen Schneidwerkzeuge 4 hindurch durch die Kunststoffkarte
aus dem Kunststoffbogen 1 herausdrückt und dabei den zwischen den oberen und unteren
keilförmigen Schneidmesser 5 verbliebenen Steg zwischen Kunststoffkarte und Kunststoffbogen
1 zertrennt. Die Kunststoffkarte fällt nach unten durch die Öffnungen 13 in der Grundplatte
10 aus der Vorrichtung heraus. Nach dem Heraustrennen der Kunststoffkarte wird die
Stirnfläche 7 durch den Hubzylinder 8 in seine Ausgangsposition zurückgezogen und
der Druck auf die Schneidplatte 20 entlastet. Die Führungsrahmen 2 geben den Kunststoffbogen
1 frei, so dass er neu zwischen den Führungsrahmen 2 positioniert werden kann bevor
die Vorrichtung den Kunststoffbogen 1 erneut fixiert und weitere Kunststoffkarten
heraustrennt.
1. Vorrichtung zum Heraustrennen von Kunststoffkarten, insbesondere Chipkarfen, aus einem
Bogen- bzw. Bandmaterial, mit einem oberen und unteren, die Schneidkontur vorgebenden
Schneidwerkzeug, die unter Beibehalten eines Reststegs in eine entsprechende Ober-
und Unterseite des Bogen- bzw. Bandmaterials einschneidbar ausgestaltet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei obere und mindestens zwei untere Schneidwerkzeuge jeweils zugeordnet
nebeneinander zum zwangsgekoppelten Heraustrennen von mehreren Kunststoffkarten vorgesehen
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem oberen und unteren Schneidwerkzeug eine Fixiereinrichtung zum Positionieren
und Festhalten des Bogen- bzw. Bandmaterials zumindestens während des Schneidvorgangs
vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung aus einem oberen und einem unteren Führungsrahmenelement besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrahmenelemente von mindestens zwei benachbarten Schneidwerkzeugen zu
einem gemeinsam bewegbaren Führungsrahmen verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsrahmen federnd gelagert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsrahmen als ein einheitliches Bauelement ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidwerkzeuge jeweils ein, die Schneidkontur vorgebendes keilförmiges Schneidmesser
aufweisen und das jeweils zugeordnete Führungsrahmenelement ein Fenster aufweist,
wobei das Schneidmesser in das zugeordnete Fenster einfahrbar ausgestaltet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsrahmen mindestens zwei nebeneinander angeordnete Fenster aufweist, die
durch Verbindungsstreben voneinander getrennt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstreben des Führungsrahmens durch auswechselbare Rundstäbe gebildet
sind.
10. Vorrichtung nach Anspruche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstreben eine Breite von 2 bis 5 mal der Dicke der Kunststoffkarten
aufweisen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidwerkzeuge eine rechteckförmig umlaufende Schneidkontur mit einer längeren
und einer kürzeren Seite aufweisen, und die kürzeren Seiten der nebeneinander angeordnet
Schneidwerkzeuge parallel zueinander ausgerichtet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei nebeneinander angeordneten keilförmigen Schneidmessern eine Nut zur
Aufnahme der Verbindungsstrebe während des Schneidvorgangs ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Nut größer als die Höhe der Verbindungsstreben ausgestaltet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindestens ein unteres und/oder ein zugehöriges oberes Schneidwerkzeug auf einer
Grundplatte angeordnet ist und diese Grundplatte zumindestens ein koaxial zur Schneidkontur
eines Schneidwerkzeugs angeordnetes Fenster aufweist, wobei die Öffnungsfläche der
Fenster mindestens der durch die Schneidkontur aufgespannten Fläche entspricht.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 mit einem Druckstempel, der in die Schneidkontur
eintauchbar ist, zum Heraustrennen der eingeschnittenen Kunststoffkarten aus dem Bogen-
bzw. Bandmaterial,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Entlüftung für die zwischen Druckstempel und Kunststoffkarte vorhandene bzw.
eingeschlossene Luft vorgesehen und derart ausgestaltet ist, dass eine Druckdifferenz
des Drucks, der zwischen Druckstempel und Kunststoffkarte während des Heraustrennvorgangs
vorhandenen Luft zum Umgebungsdruck auf einen vorbestimmten Wert begrenzt ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftung zum Begrenzen des Werts der Druckdifferenz zum Umgebungsdruck derart
ausgestaltet ist, dass ein Störeinfluss der Luft zwischen Druckstempel und Kunststoffkarte
beim Heraustrennvorgang der Kunststoffkarte auf ein Minimum begrenzt ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftung derart ausgestaltet ist, dass eine Saugwirkung des Druckstempels beim
Zurückbewegen nach dem Heraustrennen der Kunststoffkarte auf ein Minimum begrenzt
ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Druckstempel und keilförmigen Schneidmesser während des Schneidvorgangs
geringer als die Dicke der Kunststoffkarten ist, vorzugsweise kleiner als 0,3 mm.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druckstempel eine beim Heraustrennen mit der Kunststoffkarte in Kontakt stehende
Stirnfläche aufweist und zur Ausgestaltung der Entlüftung mit mindestens einer zur
Stirnfläche hin offenen Bohrungen versehen ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen an der Stirnfläche symmetrisch zu den parallel zu den Seitenkanten
der Stirnfläche verlaufenden Längs- und Querachsen der Stirnfläche angeordnet sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftung durch eine dreidimensionale Konturierung an der Stirnfläche ausgestaltet
ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, dass erhabene Eckenbereiche der Stirnfläche gemeinsam eine gedachte Ebene aufspannen und
dazwischenliegende Seitenkanten gegenüber der gedachten Ebene zurückversetzt verlaufen.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftung mindestens eine an der Stirnfläche angeordnete Nut aufweist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftung Luftkanäle an den Schneidwerkzeugen umfasst.
25. Verfahren zum Heraustrennen von Kunststoffkarten mit einer der Vorrichtungen aus den
Ansprüchen 1 bis 24 mit den folgenden Schritten:
- Fixieren des Bogen- bzw. Bandmaterials;
- Einschneiden der Ober- und Unterseite des Bogen- bzw. Bandmaterials mit den zugeordneten
oberen und unteren, die Schneidkontur vorgebenden Schneidwerkzeugen unter Beibehaltung
eines Reststegs;
- Herausdrücken der Kunststoffkarten aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial;
dadurch gekennzeichnet, dass zwangsgekoppelt mindestens zwei Kunststoffkarten gleichzeitig aus dem Bogen- bzw.
Bandmaterial herausgetrennt werden.
26. Verfahren nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Kunststoffkarten zwangsgekoppelt fixiert, zwangsgekoppelt eingeschnitten
und anschließend gleichzeitig herausgedrückt werden.
27. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26,
dadurch gekennzeichnet, dass beim Herausdrücken der Kunststoffkarten eine Entlüftung erfolgt, die einen Einfluss
der vom Druckstempel erzeugten Luftbewegung auf das Herausdrücken und die Auswurfrichtung
der Kunststoffkarten auf ein Minimum begrenzt.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, dass das Herausdrücken der Kunststoffkarten aus dem Bogen- bzw. Bandmaterial mittels einer
Schälbewegung erfolgt.