(19)
(11) EP 1 378 606 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.01.2004  Patentblatt  2004/02

(21) Anmeldenummer: 03450143.7

(22) Anmeldetag:  11.06.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E01B 27/17
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 04.07.2002 AT 44302 U

(71) Anmelder: Franz Plasser Bahnbaumaschinen- Industriegesellschaft m.b.H.
1010 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • Theurer, Josef
    1010 Wien (AT)
  • Peitl, Friedrich
    4020 Linz (AT)

   


(54) Stopfmaschine mit einem Maschinen- und einem Aggregatrahmen


(57) Eine Stopfmaschine (1) weist einen Maschinenrahmen (2) und einen zwischen den Schienenfahrwerken (3) angeordneten Aggregatrahmen (11) auf, der über ein Fahrwerk (14) am Gleis verfahrbar und über eine Rahmenabstützung (17) längsverschiebbar mit dem Maschinenrahmen (2) verbunden ist. Zwischen Fahrwerk (14) und Rahmenabstützung (17) sind ein höhenverstellbares Stopfaggregat (19) sowie ein Gleishebeaggregat (20) angeordnet. Die Rahmenabstützung (17) ist normal zur Maschinenlängsrichtung (12) verschiebbar am Maschinenrahmen (2) gelagert und mit einem am Maschinenrahmen (2) angelenkten Querantrieb verbunden.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Stopfmaschine zum Unterstopfen von Schwellen eines Gleises, mit einem auf zwei Schienenfahrwerken abgestützten, sich in einer Maschinenlängsrichtung erstreckenden Maschinenrahmen und einem zwischen den Schienenfahrwerken angeordneten Aggregatrahmen, der über ein Fahrwerk am Gleis verfahrbar und über eine Rahmenabstützung längsverschiebbar mit dem Maschinenrahmen verbunden ist und zwischen Fahrwerk und Rahmenabstützung ein höhenverstellbares Stopfaggregat sowie ein Gleishebeaggregat aufweist.

[0002] Derartige im Arbeitseinsatz kontinuierlich verfahrende Stopfmaschinen sind beispielsweise durch US 4 655 142 oder US 5 515 788 bekannt. Dabei liegt der besondere Vorteil darin, daß der eine wesentlich größere Masse aufweisende Maschinenrahmen nicht bei jeder zu unterstopfenden Schwelle gestoppt und anschließend sofort wieder beschleunigt werden muß. Die schrittweise Vorfahrt beschränkt sich auf den die Arbeitsaggregate tragenden Aggregatrahmen, der mit dem Maschinenrahmen verbunden und relativ zu diesem verschiebbar ausgebildet ist.

[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung einer Maschine der gattungsgemäßen Art, mit der auch Gleisbogenabschnitte problemlos unterstopfbar sind.

[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Maschine der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Rahmenabstützung normal zur Maschinenlängsrichtung verschiebbar am Maschinenrahmen gelagert und mit einem am Maschinenrahmen angelenkten Querantrieb verbunden ist.

[0005] Diese Lösung eignet sich insbesondere für Stopfaggregate, die zur gleichzeitigen Unterstopfung von mehreren Schwellen geeignet sind. Mit der Querverschiebung des Aggregatrahmens besteht nunmehr die Möglichkeit, das Stopfaggregat auch im Gleisbogen optimal in bezug auf die Schiene zu zentrieren.

[0006] Weitere Vorteile und Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Zeichnung.

[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben.

[0008] Es zeigen:
Fig. 1
eine vereinfachte Seitenansicht einer Stopfmaschine,
Fig. 2
einen vergrößerten Querschnitt durch die Maschine gemäß der Schnittlinie II - II in Fig. 1,
Fig. 3
eine Variante einer Verbindung des Aggregatrahmens mit dem Maschinenrahmen,
Fig. 4
eine schematisierte Draufsicht auf die Stopfmaschine, und
Fig. 5, 6
je eine schematische Ansicht von Gleishebeaggregat und Rahmenabstützung.


[0009] Eine in Fig. 1 ersichtliche Stopfmaschine 1 weist einen Maschinenrahmen 2 auf, der endseitig je durch ein Schienenfahrwerk 3 auf einem aus Schwellen 4 und Schienen 5 gebildeten Gleis 6 verfahrbar ist. Dazu ist die Maschine mit einem Motor 7 und einem Fahrantrieb 8 ausgestattet. In einer Arbeitskabine 9 befindet sich eine Steuereinrichtung 10.

[0010] Zwischen den beiden Schienenfahrwerken 3 des Maschinenrahmens 2 ist ein Aggregatrahmen 11 angeordnet, der an einem - bezüglich einer Arbeits- bzw. Maschinenlängsrichtung 12 - hinteren Ende 13 mit einem Fahrwerk 14 ausgestattet ist. An einem vorderen Ende 15 sind zwei in Maschinenquerrichtung einander gegenüberliegende Rahmenträger 16 vorgesehen, die in einer Rahmenabstützung 17 längsverschiebbar gelagert sind. Unmittelbar vor dem mit einem Fahrantrieb 18 ausgestatteten Fahrwerk 14 ist ein Stopfaggregat 19 vorgesehen, das zur gleichzeitigen Unterstopfung von drei Schwellen 4 ausgebildet ist. Dem Stopfaggregat 19 ist ein Gleishebeaggregat 20 vorgeordnet, beide Aggregate 19, 20 sind höhenverstellbar mit dem Aggregatrahmen 11 verbunden.

[0011] Wie in Fig. 2 ersichtlich, besteht die Rahmenabstützung 17 aus zwei in Maschinenquerrichtung voneinander distanzierten Gleitlagern 21, die durch ein Querjoch 22 miteinander verbunden sind. Dieses ist wiederum in weiteren Gleitlagern 23 querverschiebbar gelagert, die mit dem Maschinenrahmen 2 verbunden sind. Die ersteren Gleitlager 21 weisen Gleitrollen 24 für eine Verschiebung der Rahmenträger 16 in Maschinenlängsrichtung 12 auf. Die Verschiebung der Rahmenabstützung 17 in einer Maschinenquerrichtung 25 erfolgt durch einen Querantrieb 26, der einerseits am Maschinenrahmen 2 (bzw. Gleitlager 23) und andererseits am Querjoch 22 angelenkt ist.

[0012] Die beiden in Maschinenquerrichtung voneinander distanzierten Rahmenträger 16 sind durch einen Querbalken 29 miteinander verbunden, an dem eine mit dem Gleishebeaggregat 20 verbundene Schubstange 30 durch ein allseitig wirksames Gelenk 31 angelenkt ist. Die Gleitlager 21 sind bezüglich der Maschinenlängsrichtung 12 zwischen dem Querbalken 29 und dem Gleishabeaggregat 20 angeordnet (Fig. 1).

[0013] In Fig. 3 ist lediglich eine alternative Ausführung einer Rahmenabstützung 17 angedeutet, bei der die - die Rahmenträger 16 lagernden - Gleitlager 21 querverschiebbar auf dem Querjoch 22 gelagert sind, das endseitig mit dem Maschinenrahmen 2 verbunden ist.

[0014] Wie in Fig. 4 ersichtlich, ist durch die Querverschiebung der Rahmenabstützung 17 und damit auch des Aggregatrahmens 11 sichergestellt, daß auch im Gleisbogen eine optimale Anpassung des Stopfaggregates 19 an den Gleisverlauf für eine optimale Unterstopfung gewährleistet ist.

[0015] In Fig. 5 und 6 ist eine mit dem Querantrieb 26 und einer Meßeinrichtung 27 in Verbindung stehende Steuereinrichtung 28 ersichtlich. Die als Seilzugpotentiometer ausgebildete, am Gleishebeaggregat 20 befestigte Meßeinrichtung 27 dient zur Erfassung eines Querverschiebeweges a zwischen dem Gleishebeaggregat 20 und der Rahmenabstützung 17. Es kann ebenso eine berührungslos wirkende Meßeinrichtung 27 verwendet werden.

[0016] Sobald in einem Gleisbogen durch die Meßeinrichtung 27 ein Querverschiebeweg a registriert wird (s. Fig. 5), kommt es über die Steuereinrichtung 28 zu einer automatischen Beaufschlagung des Querantriebes 26. Diese führt zu einer Querverschiebung des Aggregatrahmens 11, bis die Rahmenabstützung 17 wiederum zentrisch über dem Gleishebeaggregat 20 (bzw. dem Gleis 6 im Bereich der Rahmenabstützung 17) positioniert ist und der Querverschiebeweg a den Wert Null hat (Fig. 6).


Ansprüche

1. Stopfmaschine (1) zum Unterstopfen von Schwellen (4) eines Gleises (6), mit einem auf zwei Schienenfahrwerken (3) abgestützten, sich in einer Maschinenlängsrichtung (12) erstreckenden Maschinenrahmen (2) und einem zwischen den Schienenfahrwerken (3) angeordneten Aggregatrahmen (11), der über ein Fahrwerk (14) am Gleis verfahrbar und über eine Rahmenabstützung (17) längsverschiebbar mit dem Maschinenrahmen (2) verbunden ist und zwischen Fahrwerk (14) und Rahmenabstützung (17) ein höhenverstellbares Stopfaggregat (19) sowie ein Gleishebeaggregat (20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenabstützung (17) normal zur Maschinenlängsrichtung (12) verschiebbar am Maschinenrahmen (2) gelagert und mit einem am Maschinenrahmen (2) angelenkten Querantrieb (26) verbunden ist.
 
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenabstützung (17) zwei bezüglich einer Maschinenquerrichtung (25) voneinander distanzierte, jeweils mit dem Maschinenrahmen (2) verbundene Gleitlager (23) zur querverschiebbaren Lagerung eines Querjoches (22) aufweist, wobei das Querjoch (22) zwei in Maschinenquerrichtung (25) voneinander distanzierte Gleitlager (21) zur längsverschiebbaren Aufnahme von mit dem Aggregatrahmen (11) verbundenen Rahmenträger (16) aufweist.
 
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Querantrieb (26) und einer Steuereinrichtung (28) in Verbindung stehende Meßeinrichtung (27) zur Erfassung eines Querverschiebeweges (a) vorgesehen ist.
 
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung (27) zur Erfassung der in Maschinenquerrichtung verlaufenden Relativverschiebung zwischen Rahmenabstützung (17) und Gleishebeaggregat (20) ausgebildet ist.
 
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in Maschinenquerrichtung (25) voneinander distanzierten Rahmenträger (16) durch einen Querbalken (29) miteinander verbunden sind, an dem eine mit dem Gleishebeaggregat (20) verbundene Schubstange (30) durch ein allseitig wirksames Gelenk (31) angelenkt ist.
 
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitlager (21) bezüglich der Maschinenlängsrichtung (12) zwischen dem Querbalken (29) und dem Gleishebeaggregat (20) angeordnet sind.
 




Zeichnung










Recherchenbericht