[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Brennersystem, insbesondere für eine Fahrzeugheizung,
umfassend eine Brennstoffzerstäuberanordnung zum Einspeisen von Brennstoff in eine
Brennkammer, eine Brennstoffpumpanordnung zur Zufuhr von unter Druck stehendem Brennstoff
zur Brennstoffzerstäuberanordnung sowie eine Druckregleranordnung zur Einstellung
des Brennstoffdrucks in einem von der Brennstoffpumpanordnung zur Brennstoffzerstäuberanordnung
führenden Brennstöffleitungsbereich.
[0002] Derartige im Allgemeinen auch als Zerstäuberbrennersysteme bezeichnete Systeme werden
beispielsweise in Fahrzeugen als Standheizungen oder als Zuheizer eingesetzt. Der
unter Druck stehende Brennstoff wird durch die Brennstoffzerstäuberanordnung, welche
zumindest eine Zerstäuberdüse umfassen kann, in zerstäubter, also in kleinste Partikel
aufgeteilter Form in den Brennraum eingespeist und dort zusammen mit der ebenfalls
in den Brennraum eingespeisten Verbrennungsluft zur Verbrennung gebracht. Die Menge
des zu verbrennenden eingespeisten Brennstoffs und die Menge der mit diesem zu verbrennenden
Verbrennungsluft werden dabei in Abhängigkeit von der geforderten Heizleistung eingestellt.
Herrschen beispielsweise vergleichsweise niedrige Außentemperaturen vor und soll unter
diesen Bedingungen ein Fahrzueg gestartet werden, so ist sowohl die im Innenraum des
Fahrzeugs vorhandene Luft vergleichsweise kalt, als auch das Antriebsaggregat bzw.
das Kühlmedium desselben. Zur möglichst raschen Erwärmung dieser beiden Systembereiche
soll in diesem Zustand also eine Heizeinrichtung dann mit vergleichsweise großer Heizleistung
betrieben werden. Bei höheren Außentemperaturen oder nach ausreichender Erwärmung
verschiedener Systembereiche ist eine derartig hohe Heizleistung nicht mehr erforderlich.
[0003] Es ist bekannt, bei derartigen Brennersystemen die Druckregleranordnung derart einzustellen,
dass der durch diese eingestellte Brennstoffdruck für das geforderte Heizleistungsspektrum
einen gewissen Kompromiss bildet. Die Einstellung der Heizleistung an sich kann dann
durch getakteten Betrieb des Brennersystems mehr oder weniger genau eingestellt werden.
Bei geringem Wärmebedarf, also beispielsweise bei höheren Außentemperaturen oder nach
ausreichender Erwärmung eines zu erwärmenden Systems, führt dies dazu, dass vergleichsweise
häufig das Brennersystem aus- und wieder angeschaltet wird, mit dem dadurch involvierten
Nachteil vergleichsweise hoher Schadstoffemissionen. Zumindest in der Startphase der
Verbrennung wird zur Verminderung der Schadstoffemissionen ein längerer ununterbrochener
Brennerbetrieb angestrebt.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Brennersystem, insbesondere für
eine Fahrzeugheizung, vorzusehen, bei welchem die Heizleistung in einfacher Art und
Weise an die tatsächlich geforderte Heizleistung angepasst werden kann, ohne die Gefahr
einer hohen Schadstoffemission zu erzeugen.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Brennersystem, insbesondere für
eine Fahrzeugheizung, umfassend eine Brennstoffzerstäuberanordnung zum Einspeisen
von Brennstoff in eine Brennkammer, eine Brennstoffpumpanordnung zur Zufuhr von unter
Druck stehendem Brennstoff zur Brennstoffzerstäuberanordnung sowie eine Druckregleranordnung
zur Einstellung des Brennstoffdrucks in einem von der Brennstoffpumpanordnung zur
Brennstoffzerstäuberanordnung führenden Brennstoffleitungsbereich, wobei die Druckregleranordnung
eine Mehrzahl von Druckreglereinheiten aufweist und wobei zur Veränderung der Druckregelcharakteristik
der Druckregleranordnung wenigstens ein Teil der Druckreglereinheiten aktivierbar
bzw. deaktivierbar ist.
[0006] Bei der vorliegenden Erfindung ist elementar, dass die Veränderung der Heizleistung
eines Brennersystems nicht durch eine Veränderung des getakten Betriebs oder nicht
nur durch eine Veränderung des getakteten Beriebs erzeugt werden kann, sondern dass
aktiv und beispielsweise in Abhängigkeit von der geforderten Heizleistung eine Veränderung
des Drucks des zur Brennstoffzerstäberanordnung geleiteten Brennstoffs herbeigeführt
werden kann. Ein geringerer Brennstoffdruck hat eine entsprechend geringere Einspeisungsmenge
zur Folge, wodurch gleichzeitig bei kontinuierlich fortlaufendem Brennerbetrieb die
bereitgestellte Heizleistung gemindert wird. In entsprechender Weise führt ein erhöhter
Brennstoffdruck zu einer größeren Brennstoffeinspeisungsmenge und somit einer größeren
bereitgestellten Heizleistung. Es ist selbstverständlich, dass in Anpassung an die
Veränderung des Drucks bzw. in Anpassung an die Veränderung der Brennstoffeinspeisungsmenge
auch die Menge der in die Brennkammer eingespeisten Verbrennungsluft angepasst werden
kann, um den Schadstoffausstoß bei der in der Brennkammer laufenden Verbrennung so
gering als möglich halten zu können.
[0007] Beispielsweise kann die Veränderung der Druckverhältnisse und somit die Veränderung
der Brennstoffeinspeisungsmenge bei dem erfindungsgemäßen Brennersystem dadurch variiert
werden, dass wenigstens zwei Druckreglereinheiten zueinander unterschiedliche Druckregelcharakteristiken
aufweisen. Ferner ist es beispielsweise möglich, dass wenigstens zwei Druckreglereinheiten
wirkmäßig zueinander parallel geschaltet sind und dass eine Druckverbindung zwischen
wenigstens einer der Druckreglereinheiten und dem Brennstoffleitungsbereich unterbrechbar
ist.
[0008] Um vermittels der Druckreglereinheiten den Brennstoffdruck auf bestimmte Werte einstellen
zu können, wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine der Druckreglereinheiten dazu
ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem im Brennstoffleitungsbereich vorherrschenden
Druck eine Verbindung zwischen dem Brennstoffleitungsbereich und einem Brennstoffableitungsbereich
zu verändern. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung
kann bei dem Brennersystem vorgesehen sein, dass wenigstens eine der Druckreglereinheiten
ein gegen die Wirkung einer Rückstellanordnung entsprechend dem Brennstoffdruck im
Brennstoffleitungsbereich verlagerbares Druckreglerorgan aufweist, wobei durch Verlagerung
des Druckreglerorgans eine Brennstoffableitdrosselwirkung der Druckreglereinheit veränderbar
ist. Dies kann beispielsweise dadurch erlangt werden, dass durch Verlagerung des Druckreglerorgans
ein effektiver Strömungsquerschnitt einer Brennstoffableitöffnungsanordnung der Druckreglereinheit
veränderbar ist.
[0009] Eine bei einem erfindungsgemäßen Brennersystem einsetzbare Druckreglereinheit kann
beispielsweise derart aufgebaut sein, dass das Druckreglerorgan ein Kolbenelement
umfasst, dass die Rückstellanordnung eine Vorspannfeder umfasst, gegen deren Kraftwirkung
das Kolbenelement durch Brennstoffdruckbeaufschlagung in einem in einem Zylinderelement
gebildeten Arbeitsraum verlagerbar ist, wobei der Arbeitsraum über eine Brennstoffeinleitöffnungsanordnung
in Verbindung mit dem Brennstoffleitungsbereich steht oder bringbar ist und über eine
durch das Kolbenelement in Abhängigkeit von seiner Positionierung im Zylinderelement
wenigstens teilweise verschließbare Brennstoffableitöffnungsanordnung in Verbindung
mit einem Brennstoffableitungsbereich steht oder bringbar ist.
[0010] Um beispielsweise bei oder vor der ersten Inbetriebnahme des Systems eine bestimmte
Druckregelcharakteristik einstellen zu können bzw. vorgeben zu können, wird vorgeschlagen,
dass die Rückstellcharakteristik der Rückstellanordnung von wenigstens einer der Druckreglereinheiten
veränderbar ist.
[0011] Die Aktivierung bzw. Deaktivierung verschiedener der bei der erfindungsgemäßen Anordnung
vorgesehenen Druckreglereinheiten kann beispielsweise durch entsprechende Betätigung
einer Ventilanordnung erfolgen.
[0012] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegende Figur detailliert
beschrieben, welche eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Brennersystems
mit zwei Druckreglereinheiten zeigt.
[0013] Das Brennersystem 10, wie es in der Figur schematisch dargestellt ist, umfasst einen
Leitungsabschnitt 12, der von einem Brennstoffreservoir 14 zu einer Brennstoffpumpe
16 führt. Von der Brennstoffpumpe 16 führt ein Brennstoffleitungsbereich 18 zu einer
Zerstäuberdüse 20, über welche der Brennstoff in Form eines angedeuteten Brennstoffnebels
22 in eine nichtdargestellte Brennkammer eingespeist wird. Die Menge des eingespeisten
Brennstoffs hängt unter anderem ab von dem im Leitungsbereich 18 vorherrschenden Brennstoffdruck,
so dass, wie im Folgenden beschrieben, durch Veränderung des im Leitungsbereich 18
vorherrschenden Brennstoffdrucks in einfacher Art und Weise Einfluss auf die in die
Brennkammer eingespeiste Brennstoffmenge genommen werden kann. Durch eine beispielsweise
magnetisch betätigbare Ventilanordnung 24 kann eine Brennstoffzufuhr zur Zerstäuberdüse
20 unterbrochen werden. Es sei darauf hingewiesen, dass selbstverständlich die Brennstoffeinspeisung
über mehrere parallel geschaltete Zerstäuberdüsen 20 erfolgen kann.
[0014] Das in der Figur dargestellte Brennersystem 10 umfasst ferner eine allgemein mit
26 bezeichnete Druckregleranordnung. Diese wiederum weist zwei prinzipiell, jedoch
nicht notwendigerweise gleich aufgebaute Druckreglereinheiten 28, 30 auf. Die Druckreglereinheit
30 steht über eine Abzweigleitung 32 in Verbindung mit dem Leitungsbereich 18. Eine
weitere Abzweigleitung 34 führt von der Abzweigleitung 32 zur Druckreglereinheit 28,
so dass über die Abzweigleitungen 34, 32 auch diese Druckreglereinheit 28 in Verbindung
mit dem Leitungsbereich 18 steht bzw. bringbar ist. Eine beispielsweise ebenfalls
magnetisch betätigbare Ventilanordnung 36 ist in der Abzweigleitung 34 vorgesehen,
so dass durch Betätigung dieser Ventilanordnung 36 die Verbindung der Druckreglereinheit
28 mit der Abzweigleitung 32 und somit dem Leitungsbereich 18 wahlweise unterbrochen
bzw. hergestellt werden kann. Es sei hier darauf hingewiesen, dass beispielsweise
die Abzweigleitung 34 auch direkt in den Leitungsbereich 18 einmünden könnte.
[0015] Im Folgenden wird der prinzipielle konstruktive Aufbau der Druckreglereinheiten 28,
30 bzw. die prinzipielle Wirkungsweise derselben beschrieben. Da, wie vorangehend
bereits erwähnt, diese beiden Druckreglereinheiten 28, 30 gleich aufgebaut sein können,
wird nachfolgend Bezug genommen auf die Druckreglereinheit 30. Entsprechendes gilt
dann selbstverständlich auch für die Druckreglereinheit 28.
[0016] Die Druckreglereinheit 30 umfasst ein Zylindergehäuse 38, in welchem ein zylindrischer
Arbeitsraum 40 gebildet ist. In dem Arbeitsraum 40 ist ein ein Druckreglerorgan bildendes
Kolbenelement 42 verschiebbar aufgenommen. Bezüglich des Zylindergehäuses 38 kann
das Kolbenelement 42 durch ein O-ringartiges Dichtungselement oder dergleichen abgedichtet
sein.
[0017] An einem Widerlagerelement 44 ist eine beispielsweise als Schraubendruckfeder ausgebildete
Vorspannfeder 46 abgestützt, welche sich andernends am Kolbenelement 42 abstützt.
Durch die Vorspannfeder 46 ist das Kolbenelement 42 in Richtung auf einen Bodenbereich
48 des Arbeitsraums 40 zu vorgespannt. In diesen Bodenbereich 48 mündet die Abzweigleitung
32 im Bereich einer Brennstoffeinleitöffnung 50 ein. Es steht somit also der Arbeitsraum
40 in Druckverbindung mit dem Leitungsbereich 18, was zur Folge hat, dass das Kolbenelement
42 entgegen der Vorspannwirkung der Vorspannfeder 46 durch den in der Abzweigleitung
32 vorherrschenden Druck beaufschlagt ist, welcher im Wesentlichen auch mit dem in
dem Leitungsbereich 18 vorherrschenden Druck übereinstimmt. Es wird sich somit bedingt
durch die beiden auf das Kolbenelement 42 einwirkenden Kräfte je nachdem im Leitungsbereich
18 vorherrschenden Brennstoffdruck eine Gleichgewichtslage des Kolbenelements 42 im
Zylindergehäuse 38 einstellen.
[0018] Über eine Ableitöffnung 52 steht ein Brennstoffableitungsbereich 54 in Verbindung
mit dem Arbeitsraum 40. Der Brennstoffableitungsbereich 54 führt zum Brennstoffreservoir
14. Da somit über den Arbeitsraum 40 die Brennstoffeinleitöffnung 50 und die Brennstoffableitöffnung
52 bzw. die Abzweigleitung 32 und der Brennstoffableitungsbereich 54 in Verbindung
stehen bzw. stehen können, wird ein Teil des von der Brennstoffpumpe 16 in den Leitungsbereich
18 eingespeisten Brennstoffs über diese Leitungsverbindung zum Brennstoffreservoir
14 zurückströmen.
[0019] Im Betrieb wird also durch die Brennstoffpumpe 16, welche beispielsweise so betrieben
wird, dass sie mit vorgegebener, beispielsweise maximaler Förderleistung arbeitet,
Brennstoff in den Leitungsbereich 18 eingespeist. Da die Zerstäuberdüse 20 eine erhebliche
Drosselwirkung bildet, wird im Leitungsbereich 18 und somit auch in der Abzweigleitung
32 sich ein bestimmter Brennstoffdruck einstellen. Dieser beaufschlagt über die vorangehend
beschriebene Leitungsverbindung das Kolbenelement 42 entgegen der Vorspannwirkung
der Vorspannfeder 46. Dabei ist die Krafteinwirkung der Vorspannfeder 46 beispielsweise
derart eingestellt, dass bei unter einem bestimmten Schwellenwert liegendem Brennstoffdruck
im Leitungsbereich 18 das Kolbenelement 42 die Ableitöffnung 52 abschließt, beispielsweise,
vollständig abschließt. Es ist dann die Leitungsverbindung zwischen der Abzweigleitung
32 und dem Brennstoffableitungsbereich 34 bis auf eine möglicherweise vorhandene Bypassleitung
56, welche einen permanenten Abfluss ermöglicht, unterbrochen. Bei Inbetriebnahme
der Brennstoffpumpe 16 wird sich also im Leitungsbereich 18 ein Brennstoffdruck aufbauen,
so dass durch den sich aufbauenden Brennstoffdruck das Kolbenelement 42 entgegen der
Vorspannwirkung der Vorspannfeder 46 verschoben wird und allmählich die Brennstoffableitöffnung
52 freigibt. Durch dieses allmähliche Freigeben der Brennstoffableitöffnung 52 wird
die im Bereich dieser Öffnung vorhandene Drosselwirkung verändert bzw. gemindert,
so dass mit ansteigendem Brennstoffdrück ein zunehmend größer werdender Brennstoffanteil
in das Brennstoffreservoir zurückströmen kann. Es wird sich ein druckabhängiger Gleichgewichtszustand
einstellen, so dass Druckschwankungen im Leitungsbereich 18, möglicherweise auch bedingt
durch Betriebsschwankungen der Brennstoffpume 16, im Wesentlichen unterdrückt werden
können. Dieser Gleichgewichtszustand kann beeinflusst werden durch die Vorspannwirkung
der Vorspannfeder 46. Dieser ist beispielweise ein schraubenartiges Einstellelement
58 zugeordnet, so dass durch Verlagern des Widerlagerelements 44 eine Einwirkung auf
die Vorspannwirkung der Vorspannfeder 46 und somit eine Einwirkung auf die Druckregelcharakteristik
der Druckreglereinheit 30 genommen werden kann. Im dargestellten Beispiel wird diese
Vorspannwirkung bzw. die daraus resultierende Druckregelcharakteristik bei bzw. vor
Inbetriebnahme des Brennersystems 10 einmal eingestellt und dann im Wesentlichen unverändert
belassen.
[0020] Um bei in den einzelnen Druckreglereinheiten 28, 30 grundsätzlich vorgegebenen Druckregelcharakteristiken
gleichwohl eine Veränderung des Drucks im Leitungsbereich 18 und somit eine Veränderung
der Brennstoffeinspeisungsmenge erhalten zu können, kann, je nach geforderter Heizleistung
bzw. je nach gefordertem Brennstoffdruck, durch entsprechende Schaltung der Ventilanordnung
36 die Druckreglereinheit 28 zur Druckreglereinheit 30 parallel geschaltet werden.
Dabei kann weiter vorgesehen sein, dass die beiden Druckreglereinheiten 28, 30 zueinander
verschiedene Druckregelcharakteristiken aufweisen. Beispielsweise kann vorgesehen
sein, dass die Vorspannfeder 46 der Druckreglereinheit 28 eine geringere Vorspannkraft
bereitstellt, so dass ein geringer Brennstoffdruck ausreicht, um das Kolbenelement
42 der Druckreglereinheit 28 so zu verschieben, dass über die Brennstoffableitöffnung
52 der Druckreglereinheit 28 Brennstoff in das Brennstoffreservoir 14 zurückströmen
kann. Daraus resultiert eine derartige Betriebscharakteristik, dass bei zunächst großer
geforderter Heizleistung die Ventilanordnung 36 derart gestellt wird, dass die Druckverbindung
zwischen der Druckregleranordnung 28 und dem Leitungsbereich 18 unterbrochen ist.
Der Brennstoffdruck wird sich daher gemäß der Druckregelcharakteristik der Druckreglereinheit
30 auf einem höheren Niveau einstellen. Ist eine derartig hohe Brennerleistung nicht
mehr erforderlich, wird durch Betätigung der Ventilanordnung 36 eine Verbindung zwischen
dem Arbeitsraum 40 der Druckreglereinheit 28 und dem Leitungsbereich 18 hergestellt.
Die beiden Arbeitsräume 40 der Druckreglereinheiten 28, 30 liegen somit wirkungsmäßig
parallel. Da die Vorspannfeder 46 der Druckreglereinheit 28 jedoch eine geringere
Gegenkraft liefert, als die Vorspannfeder 46 der Druckreglereinheit 30, wird durch
den dann vorherrschenden Brennstoffdruck das Kolbenelement 46 der Druckreglereinheit
28 stärker verschoben, so dass die Druckreglereinheit 28 eine geringere Drosselwirkung
bereitstellt und eine größere Brennstoffmenge über die Druckreglereinheit 28 zum Brennstoffreservoir
14 zurückströmen wird. Dies führt zu einem Druckabfall im Leitungsbereich 18 und auch
in der Abzweigleitung 32, so dass beispielsweise das Kolbenelement 42 der Druckreglereinheit
30 wieder derart verschoben wird, dass es die zugehörige Brennstoffableitöffnung 52
im Wesentlichen vollständig abdeckt. Die Brennstoffableitung bzw. die Einstellung
des Drucks im Leitungsbereich 18 wird dann im Wesentlichen beruhend auf der Druckregelcharakteristik
der Druckreglereinheit 28 eingestellt. Daraus resultiert entsprechend der Vorspannwirkung
der Vorspannfeder 46 der Druckreglereinheit 28 dann ein geringerer Druck in dem Leitungsbereich
18, so dass auch eine geringere Menge des durch die Brennstoffpumpe 16 herangeförderten
flüssigen Brennstoffs über die Zerstäuberdüse 20 in die Brennkammer eingespeist wird.
Um dabei sicherzustellen, dass die Verbrennung in der Brennkammer bei dem richtigen
Brennstoff/Luft-Verhältnis abläuft, kann in Anpassung an die veränderten Druckverhältnisse
im Leitungsbereich 18 auch die Zufuhr der Verbrennungsluft zur Brennkammer beeinflusst
werden. Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass je nach Schaltzustand der
Ventilanordnung 36 ein Verbrennungsluftgebläse mit höherer bzw. geringerer Drehzahl
betrieben wird, wenn mehr bzw. weniger Brennstoff zerstäubt wird. Dabei kann das Verbrennungsluftgebläse
durch den selben Antriebsmotor angetrieben werden, wie die Brennstoffpumpe 16. Da,
wie vorangehend bereits beschrieben, grundsätzlich die Brennstoffpumpe 16 so betrieben
wird, dass sie mit maximaler Förderleistung arbeitet, wird eine Erhöhung der Drehzahl
des Antriebsmotors zur Erhöhung der Drehzahl des Verbrennungsluftgebläses im Wesentlichen
keine Veränderung der Förderleistung und somit keine Veränderung der Druckverhältnisse
mit sich bringen.
[0021] Die Ansteuerung der Ventileinheit 36 und ggf. auch die Ansteuerung des Motors für
das Verbrennungsluftgebläse können über ein Steuergerät erfolgen, im welchem Temperaturwerte
als Schwellen zum Zu- bzw. Abschalten der Druckreglereinheit 28 hinterlegt sind, die
dann mit Temperaturwerten verglichen werden, die durch Temperatursensoren geliefert
werden. Diese Sensoren wiederum können beispielsweise die Temperatur des zu erwärmenden
Mediums, beispielsweise in einem Wasserkreislauf erfassen.
[0022] Es sei darauf hingewiesen, dass bei dem in der Figur dargestellten Brennersystem
verschiedene Variationen vorgenommen werden können. So können beispielsweise zur genaueren
Einstellung der Druckverhältnisse mehr als zwei Druckreglereinheiten vorgesehen sein,
die dann zueinander unterschiedliche Regelcharakteristiken aufweisen können. Weiter
können die Druckregelcharakteristiken der verschiedenen Druckreglereinheiten so aufeinander
abgestimmt sein, dass je nach Aktivierung bzw. Deaktivierung einer derartigen Druckreglereinheit
bzw. mehrerer derartiger Druckreglereinheiten eine Brennstoffableitung nicht nur über
diejeninge Druckregeleinheit erfolgen wird, deren Regelcharakteristik den geringsten
Brennstoffdruck vorgibt, sondern dass über andere Druckreglereinheiten auch zumindest
geringe Brennstoffmengen abströmen können. Ferner ist es selbstverständlich möglich,
dass jeder Druckreglereinheit eine Ventilanordnung zugeordnet ist, so dass durch entsprechende
Betätigung der verschiedenen Ventilanordnungen definiert eine Druckreglereinheit zugeschaltet
und eine andere abgeschaltet werden kann.
1. Brennersystem, insbesondere für eine Fahrzeugheizung, umfassend eine Brennstoffzerstäuberanordnung
(20) zum Einspeisen von Brennstoff in eine Brennkammer, eine Brennstoffpumpanordnung
(16) zur Zufuhr von unter Druck stehendem Brennstoff zur Brennstoffzerstäuberanordnung
(20) sowie eine Druckregleranordnung (26) zur Einstellung des Brennstoffdrucks in
einem von der Brennstoffpumpanordnung (16) zur Brennstoffzerstäuberanordnung (20)
führenden Brennstoffleitungsbereich (18), wobei die Druckregleranordnung (26) eine
Mehrzahl von Druckreglereinheiten (28, 30) aufweist und wobei zur Veränderung der
Druckregelcharakteristik der Druckregleranordnung (26) wenigstens ein Teil (28) der
Druckreglereinheiten (28, 30) aktivierbar beziehungsweise deaktivierbar ist.
2. Brennstoffsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Druckreglereinheiten (28, 30) zueinander unterschiedliche Druckregelcharakteristiken
aufweisen.
3. Brennstoffsystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Druckreglereinheiten (28, 30) wirkmäßig zueinander parallel geschaltet
sind und dass eine Druckverbindung zwischen wenigstens einer (28) der Druckreglereinheiten
(28, 30) und dem Brennstoffleitungsbereich (18) unterbrechbar ist.
4. Brennstoffsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Druckreglereinheiten (28, 30) dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit
von dem im Brennstoffleitungsbereich (18) vorherrschendem Druck eine Verbindung zwischen
dem Brennstoffleitungsbereich (18) und einem Brennstoffableitungsbereich (54) zu verändern.
5. Brennstoffsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Druckreglereinheiten (28, 30) ein gegen die Wirkung einer Rückstellanordnung
(46) entsprechend dem Brennstoffdruck im Brennstoffleitungsbereich (18) verlagerbares
Druckreglerorgan (42) aufweist, wobei durch Verlagerung des Druckreglerorgans (42)
eine Brennstoffableitdrosselwirkung der Druckreglereinheit (28, 30) veränderbar ist.
6. Brennstoffsystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass durch Verlagerung des Druckreglerorgans (42) ein effektiver Strömungsquerschnitt
einer Brennstoffableitöffnungsanordnung (52) der Druckreglereinheit (28, 30) veränderbar
ist.
7. Brennstoffsystem nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Druckreglerorgan (42) ein Kolbenelement (42) umfasst, dass die Rückstellanordnung
(46) eine Vorspannfeder (46) umfasst, gegen deren Kraftwirkung das Kolbenelement (42)
durch Brennstoffdruckbeaufschlagung in einem in einem Zylinderelement (38) gebildeten
Arbeitsraum (40) verlagerbar ist, wobei der Arbeitsraum (40) über eine Brennstoffeinleitöffnungsanordnung
(50) in Verbindung mit dem Brennstoffleitungsbereich (18) steht oder bringbar ist
und über eine durch das Kolbenelement (42) in Abhängigkeit von seiner Positionierung
im Zylinderelement (38) wenigstens teilweise verschließbare Brennstoffableitöffnungsanordnung
(52) in Verbindung mit einem Brennstoffableitungsbereich (54) steht oder bringbar
ist.
8. Brennstoffsystem nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellcharakteristik der Rückstellanordnung (46) von wenigstens einer der
Druckreglereinheiten (28, 30) veränderbar ist.
9. Brennstoffsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Druckreglereinheiten (28, 30) durch Betätigung einer Ventilanordnung
(36) aktivierbar beziehungsweise deaktivierbar ist.