[0001] Die Erfindung betrifft einen Signalgeber gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Von marktgängigen Haushaltsgroßgeräten ist es bekannt, in einer Bedienblende (wie
sie etwa aus Fig. 1 der DE 31 04 662 A1 ersichtlich ist) neben Funktionsschaltern
zur Auswahl von abzuarbeitenden Betriebsarten alphanumerischen Siebensegment-Infomnationsanzeigen
etwa über aktuelle Betriebszustände und gegebenenfalls auch noch einfache optische
Signalgeber anzuordnen, die jeweils nur entweder ausgeschaltet (dunkelgesteuert) oder
aber eingeschaltet (hellgesteuert) und für besondere Signalgaben auch im Intervallbetrieb
blinkend ansteuerbar sind.
[0003] Pro Signalgeber ist eine individuell ansteuerbare Lichtquelle mechanisch und elektrisch
an eine hinter der Bedienblende gelegene Schaltungsplatine angeschlossen. Die Lichtabstrahlung
wird von dort mittels eines Lichtleiters an denjenigen Ort in der Bedienblende geführt,
an dem mittels der strahlenden Sichtfläche die Signalgabe erfolgen soll, etwa als
variable 7-Segment-Anzeige mit ihren sieben Signalgebern. Der Lichtleiter kann mit
seiner abstrahlenden Sichtfläche hinter einem lichtdurchlässigen Bereich der Bedienblende
enden oder durch ein Blendenloch bis zur sichtseitigen Blendenoberfläche vorragen.
Die der abstrahlenden Sichtfläche des Lichtleiters gegenüberliegende, einstrahlseitige
Lichtquelle kann eine Miniatur-Glühlampe sein. Bevorzugt wird aber pro Signalgeber,
also pro Lichtleiter die entschieden kleiner bauende und hinsichtlich Wirkungsgrad
und Lebensdauer günstigere lichtemittierende Diode (LED) eingesetzt, die dann vorzugsweise
als ungehäuster Chip in SMD-Technik unmittelbar auf die Schaltungsplatine montiert
ist.
[0004] In der Praxis besteht das Problem, dass je nach der Gehäuseausgestaltung mit der
Ausbildung und Anordnung der Bedienblende und je nach den Einbaugegebenheiten für
die Leiterplatte unterschiedliche Abstände von den Lichtquellen zur Bedienblende mittels
der Signalgeber-Lichtleiter zu überbrücken sind. Das bedingt eine kostspielige Logistik
hinsichtlich der vorzuhaltenden Signalgeber mit unterschiedlichen Einbaulängen in
Produktion und Service. In Erkenntnis dieser Gegebenheiten liegt vorliegender Erfindung
die technische Problemstellung zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen durch einen standardisierbaren
solchen Signalgeber auf Lichtleiterbasis.
[0005] Gemäß den im Hauptanspruch angegebenen wesentlichen Lösungsmerkmalen sind erfindungsgemäß
zwischen der Leiterplatte für die Lichtquelle und der Bedienblende für die Signalgabe
nun Signalgeber unterschiedlicher axialer Längen einsetzbar. Das läßt sich dadurch
realisieren, dass lineare Lichtleiter passend abgehängt oder bei ansonsten übereinstimmenden
geometrischen Gegebenheiten schon in unterschiedlichen Längen durch einfache Axialverschiebung
des koaxial zum Lichtleiter in die Spritzgrußform eingreifenden Auswerfers gefertigt
werden. Die Gruppe der Lichtleiter einer Anzeige wird über seiner Lichtquelle auf
der Leiterplatte mittels eines mehrkanaligen Sockels positioniert und gegenüberliegend,
also abstrahlseitig, in einem entsprechend der Anzeigegeometrie durchbrochenen Boden
gehaltert.
[0006] Es muss dabei der Lichtleiter selbst sich nicht vom nahe der Abstrahlebene gelegenen
Boden bis unmittelbar über die Lichtquelle erstrecken - je nach der momentanen Längenvorgabe
für den einzelnen Signalgeber und seiner Eintauchlänge in den Sockel kann zwischen
Lichtquelle und einstrahlseitigem Ende des Lichtleiters im Sockel ein mehr oder weniger
langer Abstand bestehen. Dieser Übergangs-Hohlraum weist zweckmäßigerweise eine gut
reflektierende Kanal-Wandung im Sockel auf, vorzugsweise durch entsprechend helle
Materialwahl für den mehrkanaligen Sockel.
[0007] Bezüglich zusätzlicher Merkmale, Weiterbildungen und Vorteile zur erfindungsgemäßen
Lösung wird auf die weiteren Ansprüche und auf die nachstehende Beschreibung von beschränkt
auf das Wesentliche aber angenähert maßstabsgerecht stark vergrößert in der Zeichnung
skizzierten Realisierungsbeispielen verwiesen. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- eine preisgünstige Herstellung variabler Lichtleiterlängen,
- Fig. 2
- einen Einsatz variabler Lichtleiterlängen gemäß Fig. 1 bei variablen Haubenlängen,
- Fig. 3
- einen Einsatz variabler Lichtleiterlängen gemäß Fig. 1 bei variablen Sockellängen,
- Fig. 4
- einen Einsatz variabler Sockellängen bei Lichtleitern konstanter Länge,
- Fig. 5
- variable Signalgeberlängen bei einen Einsatz konstanter Längen von Haube, Sockel und
Lichtleiter sowie
- Fig. 6
- eine Gruppierung mehrerer Lichtleiter für einen Einsatz etwa gemäß Fig. 4.
[0008] Fig. 1 skizziert im Axial-Längsschnitt eine Spritzgrußform 11 mit ihrem Einspritzkanal
12 für den Kunststoffspritzguß eines Lichtleiters 13 mit in diesem Beispielsfalle
kegelstumpfförmigem Kopfteil 14 vor einem zylindrischen Schaft 15, dessen variabel
vorgebbare Länge durch einen koaxial hinter dem Schaft 15 unterschiedlich tief in
die Spritzgußform 11 eintauchenden Auswerfer 16 bestimmt ist.
[0009] Gemäß Fig. 2 ff dient der Halterung eines vorzugsweise leicht konkaven Lichteintritts-Stimendes
17 vor einer miniaturisierten Lichtquelle 18 (insbesondere in Form eines LED-Chip)
auf einer Leiterplatte 19 der zentrale, nicht unbedingt zylindrische Kanal 30 in einem
dickwandigen mehrkanaligen Sockel 20 (vgl. Fig. 6), der mechanisch (etwa mittels Rastbeinen
33, vgl. Fig. 6 unten) einer strahlseitig über der Position der Lichtquelle 18 in
der Leiterplatte 19 oder abstrahlseitig befestigt sein kann. Der Sockel 20 kann auf
seiner Außenmantelfläche 21 mit radial vorspringenden, zur Leiterplatte 19 hin weisenden
Rastnasen 22 ausgestattet sein. Diese werden dann über ihre Anlaufschrägen von Bügeln
23 radial überwunden und dann axial hintergriffen, die an Federarmen 24 vor der Wandung
25 einer schlanken topfförmigen Haube 26 achsparallel vorragen. Der Boden 28, in dessen
Durchbrechungen die Lichtleiter 13 abstrahlseitig enden, kann aber auch unmittelbar
auf dem oberen Ende eines entsprechend lang ausgeführten Sockels 20 enden. Jede Durchbrechung
27 im Boden 28 nimmt das Abstrahlende 29 eines Lichtleiters 13 radial möglichst spielfrei
auf. Entgegen der Beispielsdarstellung muß dafür keine Durchmesserverringerung in
Form einer umlaufenden Stufe als Sitz am Kopfteil 14 vorgesehen sein. Auch würde es
genügen, die radiale Stützfunktion des Bodens 28 zum Sockel 20 hin zu verlegen oder
an einer kragenförmig umlaufenden Halteplatte 35 zu realisieren. Der durchbrochene
Boden 28 kann also wie dargestellt sowohl (als wenigstens radiale) Halterung wie auch
als sichtseitige Symbolblende für das abstrahlseitige Ende des Lichtleiters 13 dienen.
[0010] Der Schaft 15 eines jeden Lichtleiters 13 wird in Richtung auf die Lichtquelle 18
in seinem Kanal 30 im Sockel 20 hineingeschoben. Die Länge des Schaftes 15 ist in
Bezug auf die anderen Axialabmessungen dafür so gewählt, dass sein konkaves Stimende
17 nicht mechanisch in Anlage gegen die Lichtquelle 18 gerät, um hier Druckerscheinungen
und daraus etwa resultierende mechanische Zerstörungen zu vermeiden.
[0011] Fig. 3 stellt gegenüber Fig. 2 mit konstanter Sockellänge die entsprechenden Verhältnisse
bei einer distanzüberbrückenden Haube 26 konstanter axialer Länge auf einem hier zur
Vereinfachung einkanalig dargestellten Sockel 20 dar, der gemäß den Einbauerfordemissen
auf die passende axiale Abmessung abgelängt ist, bei angepaßter Länge des Lichtleiter-Schaftes
15.
[0012] Die Verhältnisse bei (wie in Fig. 3) konstanter Haubenlänge 26 unter dem Boden 28
aber nun nicht-angepaßter Schaftlänge 15 des Lichtleiters 13 sind aus der Gegenüberstellung
der Längsschnittdarstellung zu Fig. 4 ersichtlich. Der Lichtleiter 13 mit konstanter
Länge seines Schaftes 15 wird wieder entsprechend tief in den zugeordneten Kanal 30
des Sockels 20 hineingeschoben. Wegen des nun relativ langen verbleibenden Lichtweges
zwischen der Lichtquelle 18 und dem Lichteintritts-Stimende 17 in den Schaft 15 des
Lichtleiters 13 weist der hohle Sockel 20 zur Vermeidung von Helligkeitsverlust zweckmäßigerweise
gute Reflexionseigenschaften jedenfalls der Innenmantelfläche 31 seines Längs-Kanales
30 auf. Um dafür diese Fläche 31 nicht eigens beschichten oder sonstwie kostspielig
bearbeiten zu müssen, ist es vorteilhaft, den Sockel 20 insgesamt aus einem gut reflektierenden
Material wie etwa weißem PBT (vorzugsweise mit typisch 25 % weißen Farbpigmenten)
zu spritzen.
[0013] Diese Schlußfolgerung gilt entsprechend für die Variante nach Fig. 5. Unter Verzicht
auf eine starre Längspositionierung der Haube 26 auf dem Sockel 20 über definiert
gelegene Rastnasen und Rastkrallen gemäß Fig. 2 bis Fig. 4 ist nun für eine variable
Längspositionierung eine (vgl. die vergrößerte Detaildarstellung X) sägezahn- oder
ratschenartige Sperrverzahnung zwischen dem Innern der Haubenwandung 25 und der Außenwandung
des Sockels 20 vorgesehen. Dadurch läßt sich jede Höheneinstellung der Haube 26 relativ
zur Leiterplatte 19 mit ihrer Lichtquelle 18 in feinen Rastschritten einstellen. Eine
völlig stufenlose Anpassung an die aktuell gegebenen Einbauerfordemisse wird bei Verzicht
auf die Sägezahnkopplung durch einen rein reibschlüssigen Preßsitz der Haube 26 auf
dem Sockel 20 erzielt.
[0014] Wenn also wie im Beispielsfalle einer bevorzugten Realisierung gemäß Fig. 6 für eine
mehrstellige Siebensegment-Darstellung der Information ein komplexer Signalgeber 10
aus der Geometrie mehrerer einander benachbart gruppierter Abstrahlenden 29 von Lichtleitern
13 zusammengesetzt ist, sind mehrere Lichtquellen 18 in entsprechendem Muster auf
der Leiterplatte 19 angeordnet. Um die Lage des über diesen Positionen aufragenden
Lichtleiter 13 entsprechend zu positionieren, sind sie in die Kanäle 30 des Sockels
20 gesteckt.
[0015] Um die Abstände zwischen der miniaturisierten Lichtquelle 18 auf einer Leiterplatte
19 einerseits und andererseits der Blendenfront etwa eines Haushaltsgroßgerätes mit
einem Lichtleiter-Signalgeber 10 einheitlicher Bauart überbrücken zu können, ist also
erfindungsgemäß vorzugsweise vorgesehen, dass sein Lichtleiter 13 über der Lichtquelle
18 in den zugeordneten Kanal 30 vorzugsweise eines auf der Leiterplatte 19 befestigten
Sockels 20 eingreift, während das gegenüberliegende Abstrahlende 29 des Lichteleiters
13 von der Durchbrechung 27 eines blendenförmigen Bodens 28 eingefasst ist, der am
Sockel 20 gehaltert ist.
1. Optischer Signalgeber (10) mit einem Lichtleiter (13), der sich von einem Abstrahlende
(29) in Richtung auf eine Lichtquelle (18) erstreckt, die auf einer Leiterplatte (19)
in Abstand zum Abstrahlende (29) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mit seinem Abstrahlende (29) in eine Durchbrechung (27) in einem Boden (28) hineinragende
Lichtleiter (13) in einem hohlen Sockel (20) vor der Lichtquelle (18) gehaltert ist.
2. Signalgeber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass Lichtleiter (13) variabler Länge von Hauben (26) variabler Höhe und/oder von Sockeln
(20) variabler Länge umgeben sind.
3. Signalgeber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass Lichtleiter (13) konstanter Länge in Sockeln (20) variabler Länge und/oder in Hauben
(26) variabler Länge radial gehaltert sind.
4. Signalgeber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass Lichtleiter (13) konstanter Länge in Sockeln (20) und Hauben (26) ebenfalls konstanter
Länge radial gehaltert sind, deren Überdeckungslängen variabel sind.
5. Signalgeber nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Nasen-Bügel-Verrastung (22-23) zwischen der Haube (26) und dem Sockel (20) vorgesehen
ist.
6. Signalgeber nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine achsparallele Ratschenverbindung zwischen der Haube (26) und dem Sockel (20)
vorgesehen ist.
7. Signalgeber nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Preßsitz zwischen der Haube (26) und dem Sockel (20) vorgesehen ist.
8. Signalgeber nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haube (26) sich axial mit einer Durchbrechung (27) im Haubenboden (29) gegen
eine stufenförmige Verjüngung hinter dem Abstrahlende (29) des Lichtleiters (13) oder
mit einer stufenförmigen Verjüngung ihres Innenquerschnittes gegen eine am Lichtleiter
(13) kragenförmig umlaufende Halteplatte (35) abstützt.
9. Signalgeber nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Lichtleiter (13) mehr oder weniger tief in seinem Kanal (30) des mehrkanaligen
Sockels (20) eintaucht, dessen Innenmantelfläche (31) gute Reflexionseigenschaften
aufweist.
10. Signalgeber nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Kanäle (30) für eine Anordnung von Lichtleitern (13) in vorgegebener geometrischer
Relation parallel zueinander ausgebildet sind.
11. Signalgeber nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Lichtleiter (13) in vorgegebener geometrischer Relation parallel zueinander
beiderseits einer Halteplatte (35) oder unter dem Boden (28) einstückig ausgebildet
sind.