[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum festeren Verbinden von in einer Blindmontage
montierten bzw. vormontierten Kontakten.
[0002] Bekanntlich weisen in Blindmontage montierte Teile den Nachteil auf, dass insbesondere
Steckverbindungen, die durch diese Montage nicht mehr zugänglich sind, ausfallen,
wenn diese vorrangig durch Rüttel- oder Schüttelbewegungen oder durch Korrosion beansprucht
werden. Die durch die Montage vorgegebene mechanische Stabilitiät des Kontaktschlusses
ist nicht ausreichend.
[0003] Aus der DE 101 04 083 A1 ist eine Baueinheit aus einem Näherungsschalter und einem
Kabelanschlußteil offenbart, bei dem eine elektrisch leitende Verbindung zwischen
einem ab isolierten und verzinnten Ende mit separaten Steckhülsen des Anschlußteils
mittels lnduktionslötung geschaffen wird. Dazu wird im zusammengefügten Zustand des
Näherungsschalters mit dem Kabelanschlußteil über den Übergang zwischen dem Isolationsteil
und dem Verbindungsteil eine Spule geschoben, so dass in deren stromführenden Zustand
die Steckhülsen mit dem in diesen vorgesehenen Lot und den eingesteckten Aderenden
erwärmt werden. Für die in Blindmontage miteinander kontaktierenden Kontakte ist ein
derartiger Lösungsweg nicht begehbar.
[0004] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren anzugeben, durch welches die
mechanische Kontaktkraft zwischen den Kontakten trotz Unzugänglichkeit erhöht werden
kann.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.
[0006] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, die mechanische Verbindung der Kontakte durch
Induktionslötung zu erhöhen. Durch eine Vorumspritzung von wenigstens einem der Kontakte
und einem anschließendem Fertigumspritzen entsteht ein Kunststoffdom, in den die beiden
zu verbindenden Kontaktgeometrien beispielsweise vorgesteckt werden können. Durch
Umfassen dieses Doms kann durch Induktionslötung bei einem entsprechenden Lötdepot
die Steckverbindung abgesichert werden. Dazu wird das entsprechende Werkzeug über
den Kunststoffdom geführt, wobei dann die erzeugte Wärme das Lot verflüssigt und beide
Kontakte fest miteinander verbindet.
[0007] Diese Lösung ermöglicht eine einfache und nachträgliche mechanische Befestigungserhöhung
von nicht mehr zugänglichen, beispielsweise vormontierten Kontakten. Ein Verschrauben
der beiden Teile mit den Kontakten miteinander kann entfallen. Ein weiterer großer
Vorteil ist, dass eine Korrosionsunterwanderung an den Kontakten nicht mehr stattfinden
kann.
[0008] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden.
[0009] Es zeigt die einzige Figur ein geschlossenes System 10 bestehend aus einem Stellmotorkontakt
1 (Schwert) eines nicht näher dargestellten Stellmotors sowie einer Kunststoffabdeckung
2.
Das Schwert 1 des Stellmotors greift in einen gezogenen Federkontakt 3, hier mit angeformter
Kontaktschleife 4, ein, welche innerhalb der Kunststoffabdeckung 2 eingebunden bzw.
eingespritzt sind. Durch den gezogenen Federkontakt 3 wird an dieser Stelle ein Kunststoffdom
5 gebildet. Der Federkontakt 3 ist wie das Schwert 1 metallisch.
Mit Zusammenbau beider Teile, d.h. dem Aufsetzen der Kunststoffabdeckung 2 auf den
nicht näher dargestellten Stellmotor sind der Stellmotorkontakt 1 als auch der Federkontakt
3 von außen nicht mehr erreichbar.
Zur Erhöhung der mechanischen Verbindung wird nun ein auf der Oberfläche des Stellmotorkontaktes
1 und des Federkontaktes 3 zumindest im Seitenbereich 3.1 befindliches Lötdepot 6,
beispielsweise Zinn, Silber oder Gold, mittels Induktionslötung verflüssigt. Dazu
wird ein nicht näher dargestelltes Induktionswerkzeug über den Kunststoffdom 5 geführt.
Die erzeugte Wärme ist so dimensioniert, dass ein Schmelzen oder Zerstören des Kunststoffdomes
5 vermieden wird. Durch das Zinn 6 werden beide Kontakte 1, 3 miteinander fest verbunden.
Neben der mechanischen Verbindung wird auch die elektrische Verbindung verbessert.
1. Verfahren zur Herstellung einer festen Verbinden von in Blindmontage montierten Kontaktgeometrien,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest an einer der Kontaktgeometrien (3) durch Umspritzung mit Kunststoff ein
Kunststoffdom (5) gebildet wird, der von einem Induktionslötwerkzeug derart umfasst
wird, dass durch die Induktionslötung ein entsprechendes Lötdepot (6) zwischen den
Kontaktgeometrien (1, 3) verflüssigt wird.