(19)
(11) EP 1 378 976 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.01.2004  Patentblatt  2004/02

(21) Anmeldenummer: 03011781.6

(22) Anmeldetag:  24.05.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01R 43/02, H01R 4/02, H01R 13/405, H01R 43/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 01.07.2002 DE 10229525

(71) Anmelder: Preh-Werke GmbH & Co. KG
97616 Bad Neustadt a.d. Saale (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmitt, Hans-Michael, Dr.
    97702 Münnerstadt (DE)
  • Hemmert, Klaus
    97618 Hollstadt (DE)
  • Knüttel, Bernhard
    97616 Bad Neustadt (DE)
  • Reuss, Oswald
    97656 Unterelsbach (DE)
  • Suckfüll, Annegret
    97640 Mittelstreu (DE)

(74) Vertreter: Dietrich, Barbara 
c/o Rheinmetall AG, Zentrale Patentabteilung, Rheinmetall Allee 1
40476 Düsseldorf
40476 Düsseldorf (DE)

   


(54) Verfahren zum festeren Verbinden von in einer Blindmontage montierten Kontaktgeometrien


(57) Der Erfindung schlägt vor, die mechanische Verbindung der Kontakte (1, 3) durch Induktionslötung zu erhöhen, wozu durch eine Vorumspritzung von wenigstens einem Kontakt (3) und einem anschließenden Fertigumspritzen ein Kunststoffdom (5) entsteht, in den die beiden zu verbindenden Kontaktgeometrien (1, 3) beispielsweise vorgesteckt werden können. Durch Umfassen dieses Doms (5) kann durch Induktionslötung bei einem entsprechenden Lötdepot (6) die Steckverbindung abgesichert werden. Dazu wird das entsprechende Werkzeug über den Kunststoffdom (5) geführt, wobei dann die erzeugte Wärme das Lötdepot (6) verflüssigt und die beide Kontakte fest miteinander verbindet.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum festeren Verbinden von in einer Blindmontage montierten bzw. vormontierten Kontakten.

[0002] Bekanntlich weisen in Blindmontage montierte Teile den Nachteil auf, dass insbesondere Steckverbindungen, die durch diese Montage nicht mehr zugänglich sind, ausfallen, wenn diese vorrangig durch Rüttel- oder Schüttelbewegungen oder durch Korrosion beansprucht werden. Die durch die Montage vorgegebene mechanische Stabilitiät des Kontaktschlusses ist nicht ausreichend.

[0003] Aus der DE 101 04 083 A1 ist eine Baueinheit aus einem Näherungsschalter und einem Kabelanschlußteil offenbart, bei dem eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einem ab isolierten und verzinnten Ende mit separaten Steckhülsen des Anschlußteils mittels lnduktionslötung geschaffen wird. Dazu wird im zusammengefügten Zustand des Näherungsschalters mit dem Kabelanschlußteil über den Übergang zwischen dem Isolationsteil und dem Verbindungsteil eine Spule geschoben, so dass in deren stromführenden Zustand die Steckhülsen mit dem in diesen vorgesehenen Lot und den eingesteckten Aderenden erwärmt werden. Für die in Blindmontage miteinander kontaktierenden Kontakte ist ein derartiger Lösungsweg nicht begehbar.

[0004] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren anzugeben, durch welches die mechanische Kontaktkraft zwischen den Kontakten trotz Unzugänglichkeit erhöht werden kann.

[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.

[0006] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, die mechanische Verbindung der Kontakte durch Induktionslötung zu erhöhen. Durch eine Vorumspritzung von wenigstens einem der Kontakte und einem anschließendem Fertigumspritzen entsteht ein Kunststoffdom, in den die beiden zu verbindenden Kontaktgeometrien beispielsweise vorgesteckt werden können. Durch Umfassen dieses Doms kann durch Induktionslötung bei einem entsprechenden Lötdepot die Steckverbindung abgesichert werden. Dazu wird das entsprechende Werkzeug über den Kunststoffdom geführt, wobei dann die erzeugte Wärme das Lot verflüssigt und beide Kontakte fest miteinander verbindet.

[0007] Diese Lösung ermöglicht eine einfache und nachträgliche mechanische Befestigungserhöhung von nicht mehr zugänglichen, beispielsweise vormontierten Kontakten. Ein Verschrauben der beiden Teile mit den Kontakten miteinander kann entfallen. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass eine Korrosionsunterwanderung an den Kontakten nicht mehr stattfinden kann.

[0008] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden.

[0009] Es zeigt die einzige Figur ein geschlossenes System 10 bestehend aus einem Stellmotorkontakt 1 (Schwert) eines nicht näher dargestellten Stellmotors sowie einer Kunststoffabdeckung 2.
Das Schwert 1 des Stellmotors greift in einen gezogenen Federkontakt 3, hier mit angeformter Kontaktschleife 4, ein, welche innerhalb der Kunststoffabdeckung 2 eingebunden bzw. eingespritzt sind. Durch den gezogenen Federkontakt 3 wird an dieser Stelle ein Kunststoffdom 5 gebildet. Der Federkontakt 3 ist wie das Schwert 1 metallisch.
Mit Zusammenbau beider Teile, d.h. dem Aufsetzen der Kunststoffabdeckung 2 auf den nicht näher dargestellten Stellmotor sind der Stellmotorkontakt 1 als auch der Federkontakt 3 von außen nicht mehr erreichbar.
Zur Erhöhung der mechanischen Verbindung wird nun ein auf der Oberfläche des Stellmotorkontaktes 1 und des Federkontaktes 3 zumindest im Seitenbereich 3.1 befindliches Lötdepot 6, beispielsweise Zinn, Silber oder Gold, mittels Induktionslötung verflüssigt. Dazu wird ein nicht näher dargestelltes Induktionswerkzeug über den Kunststoffdom 5 geführt. Die erzeugte Wärme ist so dimensioniert, dass ein Schmelzen oder Zerstören des Kunststoffdomes 5 vermieden wird. Durch das Zinn 6 werden beide Kontakte 1, 3 miteinander fest verbunden. Neben der mechanischen Verbindung wird auch die elektrische Verbindung verbessert.


Ansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer festen Verbinden von in Blindmontage montierten Kontaktgeometrien, dadurch gekennzeichnet, dass

- zumindest an einer der Kontaktgeometrien (3) durch Umspritzung mit Kunststoff ein Kunststoffdom (5) gebildet wird, der von einem Induktionslötwerkzeug derart umfasst wird, dass durch die Induktionslötung ein entsprechendes Lötdepot (6) zwischen den Kontaktgeometrien (1, 3) verflüssigt wird.


 




Zeichnung







Recherchenbericht