[0001] Die Erfindung betrifft eine Heizung und ein Verfahren zur Steuerung einer Heizung
einer Funktionseinheit eines Kraftfahrzeugs.
[0002] Heizungen von Funktionseinheiten eines Kraftfahrzeugs erfolgen zum einen elektrisch,
indem Heizwiderstände von der Batterie oder dem Generator (Lichtmaschine) gespeist
werden, oder zum anderen durch von dem Motor erhitzte Luft. Heizungen eines Kraftfahrzeugaußenspiegels,
eines Schlosses oder einer Fensterscheibe erfolgen üblicherweise durch mindestens
ein elektrisches Heizelement, dessen Heizleistung beispielsweise durch einen Bedienschalter
elektrisch steuerbar ist.
[0003] Aus der EP 0 408 853 A2 ist eine Heizung eines Kraftfahrzeugseitenspiegels bekannt,
wobei zur Heizung ein Stromfluß durch einen Heizleiter mittels eines Halbleiter-Schalters
gesteuert wird. Der Halbleiter-Schalter wird durch einen Temperaturfühler und eine
zweistufige Verstärkerschaltung, die sich wie ein Schmitt-Trigger verhält, angesteuert.
Dabei bildet der Halbleiter-Schalter eine der beiden Stufen, die für das Schmitt-Triggerverhalten
mitgekoppelt sind. Nachteilig an dieser Lösung ist, daß für ein Absinken der Temperatur
unter 27°C der Heizstrom bis zum erreichen der Temperatur von 30°C eingeschalten wird,
auch wenn eine Heizung für eine freie Sicht zur Spiegelfläche nicht nötig ist. Der
Energiebedarf der Heizeinrichtung für das Spiegelglas ist daher unnötig hoch.
[0004] Aus der DE 197 05 416 C1 ist ein Verfahren zur Steuerung der Heizung einer Heckscheibe
eines Kraftfahrzeugs bekannt, wobei die Heizung der Heckscheibe zumindest nach einer
bestimmten Einschaltdauer abgeschaltet wird. Die bestimmte Einschaltdauer der Heizung
der Heckscheibe wird mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeuges verlängert.
Diese Verlängerung der Einschaltdauer kann auch ohne einen Nutzen für den Kraftfahrzeuginsassen
zu einer Belastung des Bordnetzes oder der Kraftfahrzeugbatterie führen.
[0005] In der DE 91 08 801 U1 wird ein von der Temperatur des Spiegelglases abhängiger Spannungsabfall
mittels einer Vergleichseinrichtung mit einem Referenzwert verglichen und ein Schalter
der Vergleichseinrichtung wird in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichs gesteuert.
Der Heizstrom wird hierzu mit einem Referenzwert verglichen. Eine die Vergleichseinrichtung
beinhaltende Steuereinrichtung ist für eine Spiegelglasheizung in einem Kfz-Außenspiegel
mit einem Heizwiderstand vorgesehen, der mittels eines Schalters an eine Stromquelle
schaltbar ist. Der Spannungsabfall an einem vom Heizstrom durchflossenen Widerstand
wird von einer Vergleichseinrichtung erfaßt und mit einem Referenzwert verglichen.
Der Schalter von der Vergleichseinrichtung wird in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichs
gesteuert. Die Ausnutzung des Temperaturgangs des spezifischen Widerstandes des Heizwiderstandes
soll auf der Tatsache basieren, daß die Temperatur des voll- oder teilflächig auf
dem Spiegelglas aufliegenden Heizwiderstandes bei unterbrochenem Heizstrom etwa einem
Mittelwert der Temperaturen der verschiedenen Spiegelglasbereiche entspricht. Ein
hoch eingestellter Referenzwert oder eine große Herstellungstoleranz des Heizwiderstandes
führen wiederum zu einer schlechten Energienutzung der Kraftfahrzeugbatterie.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Heizung und ein Verfahren zur Steuerung
der Heizung für eine Funktionseinheit eines Kraftfahrzeugs anzugeben, die den Energiebedarf
der Heizung reduziert.
[0007] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und
durch die Heizung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Demgemäß wird die Heizung der Funktionseinheit durch eine Steuerungsvorrichtung manuell
oder automatisch gestartet. Das Starten wird beispielsweise durch eine Bedienung einer
manuellen Betätigungseinrichtung, einer Fernbedienung, einem Taster oder Schalter,
ausgelöst, wenn der Fahrzeuginsasse erkennt, daß die Heizung der Funktionseinheit
für eine ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit derselben notwendig ist. Alternativ erfolgt
das Starten automatisch, indem die Steuerungsvorrichtung die Heizung generell startet,
um eine Funktionsfähigkeit sicherzustellen, oder indem die Steuerungsvorrichtung erkennt,
das eine nicht ausreichende Funktionsfähigkeit wahrscheinlich ist. Beispielsweise
führt eine erkannte, durch Vereisen verursachte Funktionsunfähigkeit des Türschlosses,
zu einem automatischen Starten der Heizung und damit zum Abtauen des Türschlosses.
[0009] Eine Isttemperatur oder eine von der Isttemperatur abhängige Kenngröße wird bestimmt.
Die Isttemperatur ist abhängig von der Temperatur eines zu heizenden Elementes der
Funktionseinheit oder ist abhängig von der Temperatur des heizenden Elementes der
Heizung. Die Isttemperatur ist folglich eine bestimmte, vorzugsweise gemessene Eingangsgröße
des thermischen Systems aus Heizung und zu heizender Funktionseinheit. Die Isttemperatur
ist während des eigentlichen Heizungszeitraumes, also der Zeit der Zuführung von Heizungsenergie
zur der aktuellen Heiztemperatur korreliert. Zusätzlich können eine oder mehrere Solltemperatur
vorgesehen sein, die als Vergleichsgröße die gewünschte Temperatur der beheizten Funktionseinheit
in Abhängigkeit von verschiedenen Betriebsmodi der Heizung abbildet. Als Kenngröße
wird eine elektronisch auswertbare Größe, wie die Leistungsaufnahme, Energieaufnahme
oder die Leistungsbilanz der Heizung und insbesondere eine Meßgröße, genutzt. In Abhängigkeit
von den Umgebungsbedingungen, wie Lufttemperatur oder Wärmeübergangswiderstand etc.,
kann dabei die Dynamik der Werte, also die zeitliche Abhängigkeit der Kenngröße stark
variieren. Die Isttemperatur wird zur Vereinfachung beispielsweise in Binärschritten
erfaßt, so daß der Bereich von -40°C bis +87°C in 128 Binärschritte unterteilt wird.
[0010] Charakteristische Merkmale des zeitlichen Verlaufs der Isttemperatur, oder der von
der Isttemperatur abhängigen Kenngröße dienen zur Auswertung und Steuerung der Heizung.
Ein charakteristisches Merkmal ist beispielsweise die Geschwindigkeit des Abkühlens
der Funktionseinheit während einer Heizpause. Stagniert beispielsweise die Abkühlung
im Bereich 0°C Heiztemperatur, obwohl die Lufttemperatur deutlich unter 0°C liegt,
wird von der Steuerungsvorrichtung eine im Prozeß befindliche Vereisung der Funktionseinheit
erkannt und zur Steuerung die Heizleistung entsprechend erhöht.
[0011] Den Phasenübergang von Wasser bestimmende charakteristische Merkmale dieses zeitlichen
Verlaufes werden gemäß der Erfindung ausgewertet. Das Wasser verursacht Funktionsstörungen
durch Vereisen oder Beschlagen von den zuvor genannten Funktionseinheiten des Kraftfahrzeugs.
Die während der Heizung oder während einer Abkühlungsphase möglicherweise erfolgenden
Phasenübergänge des Wasser von der festen zur flüssigen Phase oder zur Dampfphase
generieren dabei charakteristische Merkmale des zeitlichen Verlaufs der Isttemperatur,
die zur Steuerung der Heizung ausgewertet werden, bis vorzugsweise die durch das Wasser
verursachte Funktionsstörung aufgehoben ist. Die den Phasenübergang von Wasser bestimmende
charakteristische Merkmale des zeitlichen Verlaufs des Isttemperatur können beispielsweise
durch Integration, einfache oder mehrfache Ableitung nach der Zeit, durch Transformation
oder Faltung ermittelt werden. Die Bestimmung der Isttemperatur kann hierzu beispielsweise
quasi kontinuierlich erfolgen. Vorteilhafterweise werden an die Änderungsgeschwindigkeit
der Temperatur angepaßte Meßzeitpunkte verwendet, deren Anzahl in der nähe der Charakteristika
zusätzlich variiert werden kann.
[0012] Die Auswertung der charakteristischen Merkmale wird folglich zur Steuerung der Heizleistung
des Heizelementes genutzt. Dabei können mehrere Kenngrößen zugleich ausgewertet werden.
Zur Bewertung oder Auswertung werden die charakteristischen Merkmale in einer ersten
Ausgestaltungsvariante direkt zur Steuerung verwendet, so daß ermittelte Werte identisch
genutzt werden. Bevorzugt werden in einer zweiten Ausgestaltungsvariante alternativ
zur Steuerung Abbildungen oder Transformationen der charakteristischen Merkmale verwendet.
Beispielsweise wird ein spezielles charakteristisches Merkmal auf die zugehörige Isttemperatur
abgebildet, insbesondere ein Phasenübergang auf die Temperatur des Phasenüberganges
transformiert. Diese Transformation kann die Verschiebung des Phasenüberganges in
Abhängigkeit von weiteren Parametern, beispielsweise der durch die Fahrgeschwindigkeit
erzeugten Konvektion oder des aktuellen Luftdrucks, einbeziehen. In Abhängigkeit von
signifikanten Charakteristika werden beispielsweise Schwellwerte und weitere Faktoren,
wie Proportionalitätsfaktoren für die Steuerung ermittelt. Insbesondere werden die
Schwellwerte und Faktoren auch für ein späteres Starten der Heizung, zum Beispiel
nach 24 Stunden, mit der zugehörigen Auswertung und Steuerung verwendet.
[0013] Wird das Verfahren beziehungsweise die Steuerungsvorrichtung für einen Kraftfahrzeugseitenspiegel
oder eine Verbundglasscheibe beispielhaft verwendet, wird vorteilhafterweise sichergestellt,
daß eine kritische Isttemperatur, die zur Zerstörung der Funktionseinheit führen könnte,
nicht erreicht wird, indem die Heizung anhand der charakteristischen Merkmale gesteuert,
vorzugsweise die Heizleistung vor Erreichen der kritischen Isttemperatur oder nach
erfolgtem Phasenübergang heruntergeregelt oder die Heizung vollständig abgeschalten
wird.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung geht die Heizung nachfolgend in
einen zweiten Modus über. In diesem zweiten Modus sind unterschiedliche Betriebsarten
möglich. Zur Reduzierung des Energiebedarfs der Heizung wird die Heizung vorteilhafterweise
abgeschalten, heruntergeregelt, auf eine konstante Temperatur geregelt oder in bestimmten
Zyklen temporär ein- und ausgeschalten. Auch können diese Betriebsarten mit einem
zuvor genannten Monitoring kombiniert werden. Die Betriebsart oder eine Kombination
mehrerer Betriebsmodi hängt insbesondere von der Funktionseinheit und von äußeren
Umgebungsbedingungen, wie Regen, Schnee etc. ab.
[0015] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Isttemperatur oder
die von der Isttemperatur abhängige Kenngröße vor und/oder nach einem Heizungszeitraum
bestimmt wird. So erfolgt zumindest außerhalb der Heizungszeiträume, vorzugsweise
auch während derselben ein Monitoring der Isttemperatur was vorteilhaft zur Erhöhung
oder Reduktion der Heizleistung, zum Ein- und Ausschalten der Heizung genutzt werden
kann. Vorzugsweise wird vor dem Heizungszeitraum der Phasenübergang von Wasser bestimmt
und in Abhängigkeit von dem bestimmten Phasenübergang die Heizung automatische gestartet
oder die Heizleistung erhöht. Die ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da während
der Fahrt schnelle äußere Temperaturwechsel, beispielsweise bei einer Fahrt in den
Bergen zu einer Vereisung eines nassen Kraftfahrzeugseitenspiegels führen können.
[0016] Ist die Heizung dagegen nur während einer eigentlichen Heizphase mit Strom versorgt,
um während der nicht-aktiven Zeiten den Stromverbrauch zu minimieren, beispielsweise
bei abgeschalteter Zündung, wird in einer alternativen Weiterbildung der Erfindung
die Isttemperatur oder die von der Isttemperatur abhängige Kenngröße nur während eines
Hiezungszeitraumes bestimmt.
[0017] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Steuerungsvorrichtung
Mittel zur Auswertung unterschiedlicher Isttemperaturanstiegsgeschwindigkeiten als
charakteristische Merkmale auf. In dem zuvor genannten Beispiel einer Verbundglasscheibe,
die "beschlagen" ist, auf der sich also kleine Wassertröpfchen angelagert haben, wird
die Heizung bis zum Erreichen der Verdampfungstemperatur, beispielsweise 50°C betrieben.
[0018] Nach einer wieder erhöhten Isttemperaturanstiegsgeschwindigkeit wird die Isttemperatur
durch eine entsprechende Regelung konstant gehalten, da die Tröpfchen von der Oberflächen
der Scheibe bereits evaporiert sind. Als Mittel wird vorzugsweise ein analoges oder
digitales Rechenwerk, insbesondere eine arithmetrische logische Einheit mit Differenz-
und Divisionsfunktionen oder -algorithmen, verwendet. Die Dynamik des Temperaturanstiegs
während der Heizphase oder des Temperaturabfalls während der Heizpause oder einer
Abkühlungsphase wird so besonders vorteilhaft ausgewertet.
[0019] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das Heizelement ein temperaturabhängiger
Heizwiderstand, der zur Heizung von einem Heizstrom durchflossen wird. Als Kenngröße
wird besonders vorteilhaft der temperaturabhängige Heizwiderstand oder eine vom temperaturabhängigen
Heizwiderstand abhängige Meßgröße bestimmt. Zur Bestimmung des Heizwiderstandes eignen
sich beispielsweise eine temporäre Verschaltung als Meßbrücke, Schwingkreis oder dergleichen.
Hierzu ist der temperaturabhängige Heizwiderstand mit der Steuerungsvorrichtung verbunden.
Die Heizleistung wird in Abhängigkeit von der bestimmten Meßgröße oder dem bestimmten
Heizwiderstand, der mit einem Steuerelement der Steuerungsvorrichtung verbunden ist,
gesteuert. Üblicherweise wird ein Heizwiderstand mit einem positiven Temperaturkoeffizienten
verwendet. Es ist alternativ auch die Verwendung eines Heizwiderstandes aus Halbleitermaterial
mit einem entsprechend negativen Temperaturkoeffizienten möglich.
[0020] Aufgrund der großen Herstellungstoleranzen des Heizwiderstandes, sowie dessen Alterungseffekte
und Veränderungen des Temperaturkoeffizienten des Heizwiderstandes während der Herstellung
als auch der Lebensdauer desselben, ist die Messung des Heizwiderstandes selbst als
Eingangsmeßgröße zur Heizungssteuerung nur erfindungsgemäß zuverlässig möglich. Erst
die Einbeziehung des grundlegenden physikalischen Effektes des Phasenüberganges von
Wasser ermöglicht, unabhängig von Herstellungs- und Alterungstoleranzen dieses Meß-Heizwiderstandes
den aktuellen thermischen Zustand der Funktionseinheit zuverlässig zu detektieren.
Wird ein Phasenübergang erkannt, werden die Meßwerte des Meß-Heizwiderstandes zu diesem
Phasenübergang erneut ins Verhältnis gesetzt oder die Steuerung erfolgt ausschließlich
anhand der aktuellen Bestimmung eines Phasenüberganges anhand der Charakteristika.
[0021] Zur Steuerung der Heizung wird in einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung zusätzlich
die zeitliche Änderung des Heizwiderstandes oder der vom Heizwiderstand abhängigen
Meßgröße ausgewertet. Die Steuerungsvorrichtung weist dafür Mittel, beispielsweise
Speicher und Vergleicher, zur Auswertung der zeitlichen Änderung des Heizwiderstandes
oder der vom Heizwiderstand abhängigen Meßgröße auf. Wird beispielsweise ein Mikrocontroller
zur Bestimmung der zeitlichen Änderung verwendet, ist mit dem Mikrocontroller eine
Uhr, ein Zeitgeber oder ein Impulsgeber verbunden.
[0022] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird ein Wert des Heizwiderstandes
oder der vom Heizwiderstand abhängigen Meßgröße für ein Minimum der zeitlichen Änderung
(dR
H/dt) bestimmt. Dieser bestimmte Wert dient für die weitere Auswertung und auch nachfolgenden
Auswertungen als Vergleichswert. Vorzugsweise wird aus dem Wert mindestens ein Schwellwert
zur Steuerung bestimmt. Wird der Wert über mehrere zeitlich versetzte Bestimmungen
gewonnen, werden mehrere dieser Werte fortfolgend gemittelt, um Langzeiteffekte mit
auswerten zu können. Vorteilhafterweise wird der Wert für eine Schmelztemperatur (0°C)
gespeichert. So werden besonders einfach Vereisungen der Funktionseinheit von der
Steuerungsvorrichtung ermittelt.
[0023] Weiterhin ist von Vorteil, daß die Schwellwerte oder der Wert in der Weiterbildung
mit dem Heizwiderstand oder der Meßgröße durch einen Vergleicher verglichen werden.
Die Ausgangsgröße ist dann beispielsweise ein binäres Signal anhand dessen die Heizung
gesteuert wird. Auch kann die Ausgangsgröße ein Teil eines Algorithmus sein, mit dem
die Heizung entsprechend auf-, beziehungsweise abgeregelt wird. Für eine besonders
einfache Auswertung wird der Heizwiderstand oder die Meßgröße durch einen Fensterkomparator
als Vergleicher mit einem oberen Schwellwert und einem unteren Schwellwert verglichen.
Demgemäß wird die Heizung bei Überschreitung des oberen Schwellwertes ausgeschalten
und bei Unterschreiten des unteren Schwellwertes wiederum eingeschalten. Die Schwellwerte
werden vorteilhafterweise analog der Auswertung der Änderungsgeschwindigkeit ermittelt.
[0024] Die Einbeziehung des Temperaturkoeffizienten des Heizwiderstandes in die Auswertung
erfolgt in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung. Der Temperaturkoeffizient
wird zuvor meßtechnisch, beispielsweise in einer Wärmekammer, für ein Widerstandsmaterial
einer Serie ermittelt. In Abhängigkeit von dem Wert und des Temperaturkoeffizienten
des Heizwiderstandes wird die Heizung gesteuert. Vorteilhafterweise wird dabei mittels
des Wertes und des Temperaturkoeffizienten aus dem Heizwiderstand die Isttemperatur
oder eine von der Isttemperatur abhängige Kenngröße bestimmt. Die Isttemperatur ist
nun direkt mit der Temperatur der Umgebungsluft, die mittels eines Temperatursensors
des Kraftfahrzeugs ermittelt wird, vergleichbar.
[0025] Zur Steuerung der Heizung bieten sich eine Vielzahl erfindungsbezogener Verfahren
an. Für einen Heizwiderstand können als steuerbare Größen die Heizspannung oder der
Heizstrom variiert, insbesondere geschalten oder geregelt werden. Um die Verlustleistung
der Steuerung möglichst klein zu halten, wird zur Steuerung der Heizung der Heizstrom
in Intervallen geschalten. Die Intervalle sind zur Regelung der Temperatur vorzugsweise
in ihrer Dauer variabel. Wird eine schnellere Regelung, insbesondere im Bereich kritischer
Heiztemperaturen benötigt, so wird vorteilhafterweise zur Steuerung der Heizung der
Heizstrom mittels einer Pulsweitenmodulation geregelt.
[0026] Um eine Vereisung der Funktionseinheit zu verhindern wird für eine abfallende Temperatur
der Funktionseinheit im Bereich um 0°C die Heizleistung erhöht. Die Erhöhung der Heizleistung
wird vorteilhafterweise in Abhängigkeit von der Detektion einer Eisbildung eingeschalten.
Die Detektion der Eisbildung erfolgt dabei durch signifikante Charakteristika des
zeitlichen Verlaufs der Heiztemperatur über der Zeit.
[0027] Zusätzlich wird vorteilhafterweise ein von der Heizung unabhängiger, eine Lufttemperatur
messender Temperatursensor des Kraftfahrzeugs zur Steuerung der Heizung zusätzlich
ausgewertet. Werden die Scheibenwischer über eine längere Zeitspanne nicht betätigt,
so wird die Heizung der Funktionseinheit für eine Lufttemperatur oberhalb des Bereiches
um 0°C nicht eingeschalten, da die Steuervorrichtung weder Regen noch Eis erwartet,
die die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen könnten. Ist die Funktionseinheit dennoch
nicht funktionsfähig, weil beispielsweise der Kraftfahrzeugseitenspiegel mit Tau bedeckt
ist, ist der manuelle Start der Heizung durch einen Kraftfahrzeuginsassen dennoch
möglich.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen bezugnehmend auf
zeichnerische Darstellungen näher erläutert.
[0029] Dabei zeigen
- Fig 1a
- ein schematisches Diagramm des Verlauf des Heizwiderstandes über der Zeit,
- Fig 1b
- ein schematisches Diagramm des Verlauf der zeitlichen Heizwiderstandsänderung über
der Zeit,
- Fig 2
- ein schematischer Schaltkreis einer Steuerungsvorrichtung,
- Fig 3a
- ein weiterer schematischer Schaltkreis einer Steuerungsvorrichtung,
- Fig 3b
- ein weiterer schematischer Schaltkreis einer Steuerungsvorrichtung,
- Fig 4
- einen schematischen Verfahrensablauf,
- Fig 4'
- die Fortsetzung des schematischen Verfahrensablaufes aus FIG 4, und
- Fig 5
- eine schematische Darstellung einer Kraftfahrzeugspiegelheizung.
[0030] Fig 5 zeigt eine schematische Darstellung eines Kraftfahrzeugseitenspiegels KSS.
Auf der Rückseite der Spiegelschicht sind mehrere Heizwiderstände R
H1, R
H2 und R
H3 in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet. Die Heizwiderstände R
H1, R
H2 R
H3 und umfassen dabei einen möglichst großen Bereich der effektiven Spiegelschicht zur
Erwärmung. Zur Heizung werden die Heizwiderstände R
H1, R
H2 R
H3 je nach Steuerung einzeln, in Reihe oder parallel geschalten. Einer der Heizwiderstände
R
H1, R
H2 R
H3 wird temporär als Meßwiderstand geschalten und dessen Widerstandswert, der von der
Isttemperatur im Idealfall linear abhängig ist, gemessen.
[0031] In Fig 1a ist ein schematischer Verlauf (als dickere schwarze Linie) des Heizwiderstandes
R
H (auf der z-Achse) über der Zeit t (auf der x-Achse) in Form eines Diagramms dargestellt.
Der Verlauf ist dabei rein beispielhaft. In Abhängigkeit von Wärmeübergangswiderständen,
Wärmekapazitäten, Luftdruck, Umgebungstemperaturen und weiteren Einflüssen kann der
Verlauf, insbesondere dessen Widerstandsänderungen und die Zeitlängenverhältnisse,
variieren. Es wird zudem zunächst angenommen, daß die Widerstandsänderung des gemessenen
Heizwiderstandes R
H proportional zur Änderung der Heiztemperatur, also der Isttemperatur während einer
Heizphase ist.
[0032] Zum Zeitpunkt t
0 wird die Heizung des Kraftfahrzeugspiegels eingeschalten. Der Heizwiderstand R
H zum Einschaltzeitpunkt t
0 ist R
Hon. Es wird in diesem speziellen Fall angenommen, daß die Temperatur des Kraftfahrzeugspiegels
zum Einschaltzeitpunkt t
0 unter 0°C liegt. Zudem ist angenommen, daß der Kraftfahrzeugspiegel vereist ist und
das auf der Spiegelfläche haftende Eis die Sicht des Kraftfahrzeuginsassen behindert.
Die eingeschaltene Heizung führt zu einer Erwärmung des Kraftfahrzeugspiegels und
des Eises.
[0033] Zum Zeitpunkt t
m1 wird die Schmelztemperatur des Eises erreicht. Weiteres Heizen führt vorerst nur
zu einem geringen Heiztemperaturanstieg des Kraftfahrzeugspiegels. Der größere Teil
der Heizenergie wird zur Phasenumwandlung des Eises in Schmelzwassers und damit zum
Abtauen des Kraftfahrzeugspiegels genutzt. Zum Zeitpunkt t
m2 ist das Eis im wesentlichen abgetaut. Zwischen den Zeitpunkten t
m1 und t
m2 steigt der Heizwiderstand R
H lediglich um den Betrag ΔR
Hm. Die erste Zwischen phase zwischen Eis und Schmelzwasser ist in Fig 1a schraffiert
dargestellt.
[0034] Die folgende Energiezufuhr führt, da keine Phasenumwandlung stattfindet, zu einer
Erwärmung des Kraftfahrzeugspiegels und des Schmelzwassers. Sicherlich wird ein Teil
des Eises und Schmelzwassers bereits vom Kraftfahrzeugspiegel abgetropft sein, so
das die Anstiegsgeschwindigkeit der Heiztemperatur nach dem Zeitende der Schmelzung
t
m2 von der Anstiegsgeschwindigkeit vor dem Schmelzbeginn t
m1 abweichen kann.
[0035] Die zweite Zwischenphase wird durch die Verdampfung von Wasser verursacht, das die
Spiegeloberfläche bedeckt. Zur Trocknung des Spiegels ist dabei eine Heiztemperatur
deutlich unter 100°C ausreichend. Zusätzliche Effekte, die die Trocknung beeinflussen
können, sind z.B. der Fahrtwind oder die mikroskopische Oberflächenstruktur bzw. Oberflächenenergien
der Spiegeloberfläche. Die Dauer vom Beginn t
e1 bis zum Ende t
e2 der Verdampfungsphase weicht im Normalfall von der ersten Zwischenphase (Schmelzphase)
aufgrund der Umgebungseinflüssen ab und kann länger oder kürzer als die Schmelzphase
dauern. Analog weicht die Heizwiderstandsänderung ΔR
He der Evaporationsphase von der Heizwiderstandsänderung ΔR
Hm der Schmelzphase u.U. ab.
[0036] Nachfolgend führt eine weitere Energiezufuhr zu einer weiteren Erhöhung der Heiztemperatur,
wie in Fig 1a gestrichelt angedeutet ist. Eine weitere Erhöhung der Heiztemperatur
ist jedoch oft unerwünscht und hat ggf. keinen weiteren Nutzen für den Fahrzeuginsassen.
Zur Steuerung der Heizung werden Schwellwerte Th
R1 und Th
R2 festgelegt und mit dem aktuellen Heizwiderstandwert R
H verglichen. Weitere Schwellwerte werden vorteilhafterweise anhand eines Wertes des
Heizwiderstandes R
H im Bereich der Zwischenphasen ΔR
Hm, ΔR
He bestimmt.
[0037] Zur Bestimmung dieser weiteren Schwellwerte wird, wie in Fig 1b dargestellt ist,
vorteilhafterweise die zeitliche Änderung dR
H/dt des Heizwiderstandes R
H ausgewertet. Fig 1b ist wiederum eine schematische Darstellung analog der Fig 1a
und demgemäß unter realen Bedingungen aufgrund wechselnder Umgebungseinflüsse starken
Schwankungen unterworfen. Die Flankenwechsel der zeitlichen Änderung dR
H/dt werden zur Triggerung einer Auswertung genutzt, so daß zu den Flankenwechseln
der Heizwiderstand R
H bestimmt wird und dessen Wert für eine gleichzeitige oder spätere Steuerung der Heizung
gespeichert wird. Zusätzlich werden vorteilhafterweise die Zeitwerte t
m1, t
m2, t
e1, t
e2 sowie die Zeitdifferenzen (t
m2 - t
m1, t
e2 - t
e1) gespeichert und in Verbindung mit den Schwellwerten Th
R1,Th
R2 etc. zur Steuerung ausgewertet. Beispielsweise wird für eine nur geringe Zeitdifferenz
zwischen t
e2 - t
e1 und den Schwellwerten Th
R1 und Th
R2 durch die Auswertung derart interpretiert, daß auf der Spiegeloberfläche sich keine
Feuchtigkeit befindet und die Heizung für einen längeren Zeitraum abzuschalten ist.
[0038] Fig 1b zeigt schematisch, daß die Anstiegsgeschwindigkeiten dR
H/dt der beiden Zwischenphasen, der Schmelzphase und der Verdampfungsphase unterschiedlich
sein können. Auch die Anstiegsgeschwindigkeiten dR
H/dt der Heizphasen vor bzw. nach den Zwischenphase sind u.U. unterschiedlich. Zur
Steuerung werden weitere Schwellwerte Th
m und Th
e vorgegeben oder bestimmt, die zur Auswertung mit der Anstiegsgeschwindigkeiten dR
H/dt verglichen werden. Eine Steuerung der Heizung kann zusätzlich oder alternativ
in Abhängigkeit von der Anstiegsgeschwindigkeit dR
H/dt und den Schwellwerten Th
m und Th
e erfolgen.
[0039] In Fig 2 ist ein schematisches Blockschaltbild einer Steuerungsvorrichtung IC zum
Steuern der Heizung beispielsweise des Kraftfahrzeugseitenspiegels KSS dargestellt.
Die Steuerungsvorrichtung IC ist über einen CAN Bus oder einen anderen Bus, wie VAN,
Token Ring, etc. mit weiteren Funktionseinheiten EX des Kraftfahrzeugs verbunden.
Über den CAN Bus werden der Steuerungsvorrichtung IC weitere Daten, beispielsweise
über die Betätigung eines Scheibenwischers zur Verfügung gestellt. Aus der Betätigung
des Scheibenwischers wird von der Steuerungsvorrichtung IC in die Auswertung einbezogen,
indem beispielsweise auf Regen geschlossen und der Spiegel zumindest temporär bis
zur Verdampfungstemperatur erhitzt wird. Weiterhin ist die Steuerungsvorrichtung IC
vorteilhafterweise mit einer Eingabevorrichtung zur manuellen Betätigung von Heizfunktionen
verbunden.
[0040] Die Steuerungsvorrichtung IC ist in Reihe mit dem Heizwiderstand R
H, der vom Heizstrom I
H durchflossen wird, verbunden und an die Batteriespannung U
B, beziehungsweise an Masse GND angeschlossen. Zur Steuerung weist die Steuerungsvorrichtung
IC einen Schalter S mit einem verbundenen, zugehörigen Treiber D auf. Der Treiber
D ist wiederum mit einer Recheneinheit EU der Steuerungsvorrichtung IC verbunden.
Eine Meßeinheit MU der Steuerungsvorrichtung IC ist ebenfalls mit dem Heizwiderstand
R
H verbunden. Mit der Meßeinheit MU kann beispielsweise eine Spannung oder ein Strom
bestimmt werden. Die Meßeinheit MU ist zudem mit der Recheneinheit EU zur Auswertung
der Meßwerte verbunden. Zur Bestimmung des temperaturabhängigen Heizwiderstandes R
H oder der Meßgröße wird der Heizwiderstand R
H zumindest temporär als Element beispielsweise einer Meßbrücke geschalten, die Teil
der Meßeinheit MU ist. Alternativ zu Fig 2 kann die Meßeinheit MU auch mit einem,
in Fig 2 nicht dargestellten, Temperatursensor wirkverbunden sein, der mit dem Heizwiderstand
R
H oder der zu heizenden Funktionseinheit thermisch gekoppelt ist.
[0041] Alternativ wird zur Bestimmung des temperaturabhängigen Heizwiderstandes R
H oder der Meßgröße der Heizwiderstand R
H zumindest temporär als Element eines Schwingkreises geschalten. Der Schwingkreis
ist dabei ein Teil der Meßeinheit MU. Der Heizwiderstand R
H wird mittels der Frequenz des Schwingkreises bestimmt. Neben diesen Ausgestaltungen
können auch weitere Meßverfahren und Meßeinheit MU zur Bestimmung des Heizwiderstandes
R
H genutzt werden
[0042] Wird die Steuerungsvorrichtung aus rein analogen Elementen aufgebaut, kann die Auswertung
und Steuerung zeitkontinuierlich erfolgen. Vorteilhafterweise wird die Steuerungsvorrichtung
neben den analogen Elementen mit einer digitalen Recheneinheit zur Auswertung und
Steuerung ausgestattet. Dies ermöglicht die Berechnung von komplexen Funktionen und
Einbeziehung von temperaturunabhängigen Faktoren, wie die Betätigung eines Scheibenwischers,
in die Auswertung. In diesem Fall ist die Recheneinheit mit einem Speicher M, insbesondere
ein nicht-flüchtiger Speicher (EEPROM), zur Speicherung beispielsweise der Schwellwerte
Th
m und Th
e verbunden.
[0043] Zusätzlich weist die digitale Steuerungsvorrichtung IC eine Uhr C, einen Zeitgeber
C oder Impulsgeber C als Zeitbasis auf. Die Zeitbasis C dient zum einen zum Takten
der digitalen Elemente der Steuerungsvorrichtung IC, also auch zur Bestimmung oder
Berechnung der Zeiten t
0, t
m1, t
m2, t
e1 und t
e2. Die Bestimmung der Meßwerte der Meßeinheit MU erfolgt dabei zeitdiskret. Aus der
Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden zeitdiskreten Meßwerten wird beispielsweise
die zeitliche Änderung dR
H/dt des Heizwiderstandes beziehungsweise der Heiztemperatur bestimmt.
[0044] Detailliertere schematische Ausführungsbeispiele einer Steuerungsvorrichtung IC sind
in Fig 3a und Fig 3b dargestellt. Fig 3a zeigt eine konventionelle Lösung aus Einzelbauelementen.
Der Heizwiderstand R
H ist mit einem Shunt-Widerstand R
S oder Meßwiderstand R
S in Reihe verbunden. Der Shunt-Widerstand R
S ist von dem Heizwiderstand R
H thermisch entkoppelt und weist im Idealfall keine oder nur eine geringe Temperaturabhängigkeit
auf. Aus dem Heizstrom I
H und einer Heizspannung U
B - U
Rs wird der Heizwiderstand R
H bestimmt. Der Heizstrom I
H wird aus U
Rs/R
S bestimmt. Der Spannungsabfall am Shunt-Widerstand R
S wird vom Analog-Digital-Umsetzer ADC in digitale, diskrete Meßwerte gewandelt und
von der Recheneinheit EU ausgewertet. Die Recheneinheit EU weist ein Zählwerk C
1 auf, das mit einem Schwingquarz Q
1 zur Erzeugung einer Zeitbasis verbunden ist. Die Recheneinheit EU mit dem Zählwerk
C
1 ist vorteilhafterweise ein Mikrocontroller.
[0045] Ein Ausgang des Mikrocontrollers EU ist mit einem PNP-Transistor D
1 zum Treiben der Relaisspule L
S1 verbunden. Mit der Relaisspule L
S1 ist ein Relaisschalter S
1 mechanisch gekoppelt, mit dem der Heizstrom I
H in zu steuernden Heizintervallen, schaltbar ist. Weiterhin ist der Mikrocontroller
EU über einen BUS mit einem externen Temperatursensor eTS verbunden, der die Lufttemperatur
der Umgebung mißt. Der externe Temperatursensor eTS wird dazu genutzt, für Lufttemperaturen
oberhalb des Gefrierpunktes (0°C) die Heizung nicht einzuschalten, da sich kein Eis
auf dem Spiegel vorhanden ist, das die Sicht des Fahrzeuginsassen beeinträchtigt.
[0046] Fig 3b zeigt eine Lösung, die eine Integration der Steuerungsvorrichtung IC in einer
sogenannte Smart-Power-Technologie ermöglicht. Hierzu weist die Steuervorrichtung
IC einen integrierten Schaltkreis mit einem Controller EU und einem, vom Controller
EU steuerbaren Leistungshalbleiter LT
1 in Smart-Power-Technologie auf. Die Steuerungsvorrichtung IC ist wiederum über einen
BUS mit weiteren Funktionseinheiten, wie eine Uhr eCLK und einen Lufttemperatursensor
eTS, des Kraftfahrzeugs verbunden. Die Recheneinheit EU ist wiederum mit einem Analog-Digital-Umsetzer
ADC zur Erfassung der Meßwerte verbunden.
[0047] Zur Steuerung weist die Recheneinheit EU Mittel für eine Puls-Weiten-Modulation PWM
auf. Der Ausgang OUT
LT1 der Recheneinheit EU mit den puls-weiten-modulierten Steuersignalen ist mit dem Gate
eines Leistungs-MOSFETs LT
1 zur Steuerung der Heizung verbunden. Zur Generation eines Meßsignals weist die Steuerungsvorrichtung
IC eine im wesentlichen temperaturunabhängige Konstantstromquelle S
IK auf, die zumindest temporär mit dem Heizwiderstand R
H verbunden ist. Der Konstantstrom I
K der Konstantstromquelle S
IK erzeugt eine heiztemperaturabhängige Meßspannung U
M, die von der Analog-Digital-Umsetzer ADC gemessen wird. Die Konstantstromquelle S
IK ist über den Steuerausgang OUT
SIK der Recheneinheit EU, beispielsweise zur Reduktion des Ruhestroms steuerbar. Vorteilhafterweise
besteht der Leistungtransistor LT
1 und die Konstantstromquelle S
IK aus einem einzigen MOSFET, dessen Gate-Spannung für einen Konstantstrom I
K oder für den vollen Heizstrom I
H entsprechend variiert wird. Alternativ zu dem dargestellten Low-Side-Treiber LT1
wird ein High-Side-Treiber verwendet, so daß der Heizwiderstand R
H zwischen High-Side-Treiber und Masse GND angeschlossen ist.
[0048] Um mehrere Heizungen, die auch verschiedene Funktionseinheiten beheizen können, durch
die Steuerungsvorrichtung IC zu steuern, weist die Steuerungsvorrichtung IC einen,
in den Figuren nicht dargestellten, Mulitplexer auf, der die Meßeinheit MU der Steuerungsvorrichtung
IC mit dem zu messenden Heizwiderstand R
H zyklisch verbindet. Zusätzlich weist die Steuerungsvorrichtung IC mehrere Leistungtransistoren
LT
1 auf, um die einzelnen Heizströme I
H zu steuern.
[0049] Ein schematischer Verfahrensablauf, in Form eines Flußdiagrammes eines Teils eines
Programmes der Recheneinheit EU ist in den Figuren Fig 4 und Fig 4' dargestellt. Dabei
ist die Fig 4' lediglich die Fortsetzung der Fig 4. In Schritt 1 wird die Heizung
gestartet. Das Starten der Heizung erfolgt beispielsweise durch den Fahrzeuginsassen,
der das auf dem Kraftfahrzeugseitenspiegel haftende Eis auftauen möchte. Alternativ
kann die Heizung auch automatisch gestartet werden, wenn die Außentemperatur der Luft
beispielweise unter 0°C liegt oder die eingeschaltenen Scheibenwischer Regen signalisieren.
[0050] Schritt 2 ermöglicht die Abfrage ob ein äußerer Parameter T
ex unterhalb eines Schwellwertes T
exth liegt. Beispielsweise ist der äußere Parameter T
ex eine Außentemperatur, oder eine Information, daß das Kraftfahrzeug in einer Garage
gestanden hat. In Schritt 3 wird die Heizung dementsprechend gestoppt. In Schritt
4 erfolgt eine Sicherheitsabfrage. Liegt die Heiztemperatur T
S über einem Schwellwert T
Smax, der die maximal zulässige Heiztemperatur darstellt, wird die Heizung in Schritt
5 sofort gestoppt. Andernfalls, wenn T
S<T
Smax wird die Heizung in Schritt 6 gesteuert und elektrische Leistung in Wärme gewandelt.
[0051] Nach einer bestimmten Heizdauer wird in Schritt 7 die zeitliche Änderung dR
H/dt des Heizwiderstandes R
H ausgewertet und die zeitliche Änderung dR
H/dt mit einem Schwellwert Th
m für das Schmelzen des Eises verglichen. Ist die zeitliche Änderung dR
H/dt größer als der Schwellwert Th
m, folgen wiederum die Schritte 4 und 5 beziehungsweise 6 und nach eine bestimmten
Heizdauer wiederum 7. Ist die zeitliche Änderung dR
H/dt kleiner als der Schwellwert Th
m, wird der aktuelle Wert des Heizwiderstandes R
H(t) als Schwellwert R
Hm gespeichert. Danach folgen die Schritte 4' und 5' beziehungsweise 6' analog den Schritten
4, 5 und 6.
[0052] In Schritt 9 wird wiederum die zeitliche Änderung dR
H/dt des Heizwiderstandes R
H ausgewertet und die zeitliche Änderung dR
H/dt mit dem Schwellwert Th
m verglichen. Ist die zeitliche Änderung dR
H/dt des Heizwiderstandes R
H wesentlich größer als der Schwellwert Th
m, wird der aktuelle Wert des Heizwiderstandes R
H(t) als Schwellwert Th
R1 gespeichert. Die Schritte 4", 5" und 6" gelten analog den Schritte 4, 5 und 6.
[0053] Schritt 12 ist analog Schritt 7 zu betrachten. In Schritt 12 wird die zeitliche Änderung
dR
H/dt mit einem Schwellwert Th
e für die Verdampfung auf dem Spiegel haftende Feuchtigkeit verglichen. Der aktuelle
Wert des Heizwiderstandes R
H(t) wird als Schwellwert Th
R2 oder als Verdampfungswert R
He gespeichert. In folgenden, nicht dargestellten Schritten kann die Heizung beispielsweise
abgeschalten werden. Die gespeicherten Schwellwerte Th
m, Th
e, Th
R2 und Th
R1 dienen zur Auswertung und Steuerung späterer Heizvorgänge, beispielsweise nach einem
Neustart des Kraftfahrzeugs.
[0054] Wird beispielsweise das Kraftfahrzeug neu gestartet, wird (die folgenden Verfahrensschritte
sind nicht in den Figuren enthalten) die Außentemperatur als unter 0°C detektiert.
Der Heizwiderstand R
H wird zur Erwärmung bestromt. Nimmt beim Erreichen des Schwellwertes R
Hn die zeitliche Änderung dR
H/dt des Heizwiderstandes R
H nicht ab, beispielsweise unter den Schwellwert Th
m, so wird die Heizung gestoppt. Der Spiegel ist offensichtlich nicht vereist.
[0055] Alternativ zu den zuvor genannten bevorzugten Weiterbildungen wird die Heiztemperatur
durch einen mit der Funktionseinheit thermisch gekoppelten Heiztemperatursensor bestimmt.
Der Heiztemperatursensor kann unabhängig von Fertigungstoleranzen des Heizwiderstandes
gefertigt werden und damit eine besonders genaue Bestimmung der am Heiztemperatursensor
gemessenen Isttemperatur. Hierzu ist jedoch eine sehr gute thermische Kopplung zwischen
Heizwiderstand und Heiztemperatursensor nötig.
Bezugszeichenliste
[0056]
- t
- Zeit
- t0
- Heizbeginn
- tm1
- Zeitbeginn der Schmelzung
- tm2
- Zeitende der Schmelzung
- te1
- Zeitbeginn der Verdampfung
- te2
- Zeitende der Verdampfung
- RH, RH1, RH2, RH3
- Heizwiderstand
- ΔRHm
- Heizwiderstandsdifferenz während der Schmelzung
- ΔRHe
- Heizwiderstandsdifferenz während der Verdampfung
- RHon
- Heizwiderstandswert zu Beginn der Heizung
- ThR1, ThR2
- Schwellwert
- The, Thm
- Schwellwert
- dRH/dt
- Ableitung des Heizwiderstandes nach der Zeit
- IC
- Steuerungsvorrichtung
- UB
- Spannung der Kraftfahrzeugbatterie
- GND
- Masse
- BUS
- serieller oder paralleler Datenbus (CAN)
- EX
- externe Einheit
- EU
- Recheneinheit
- MU
- Meßeinheit
- D
- Treiber
- S
- Schalter
- M
- Speicher
- C
- Taktgeber oder Impulsgeber, Uhr
- eTS
- externer Temperatursensor
- C1
- Zähleinheit
- Q1
- Schwing-Quarz
- D1
- Treibertransistor (PNP)
- LS1
- Relaisspule zum Schalter S1
- RS
- Meßwiderstand oder Shuntwiderstand
- ADC
- Analog-Digital-Umsetzer
- eCLK
- externe Uhr, externer Taktgeber oder Impulsgeber
- PWM
- Einheit zur Puls-Weiten-Modulation
- OutLT1
- Steuerausgang für Leistungstransistor
- LT1
- Leistungstransistor (MOSFET)
- OutSIK
- Steuerausgang Konstantstromquelle
- SIK
- Konstantstromquelle, Konstantstromsenke
- IK
- Konstantstrom
- UM
- Meßpotential, Meßspannung gegen Masse
- KSS
- Kraftfahrzeugseitenspiegel
- Tex
- umgebende Lufttemperatur
- Texth
- Schwellwert für die umgebende Lufttemperatur
- TS
- Spiegeltemperatur
- TSmax
- Schwellwert für die maximale Spiegeltemperatur
- RHm
- Heizwiderstandswert für die Schmelzphase
- RHe
- Heizwiderstandswert für die Verdampfungsphase
1. Verfahren zur Steuerung einer Heizung einer Funktionseinheit eines Kraftfahrzeugs,
insbesondere eines Außenspiegels, eines Schlosses oder einer Fensterscheibe, mit mindestens
einem Heizelement (R
H), dessen Heizleistung elektrisch steuerbar ist, indem
- die Heizung der Funktionseinheit manuell oder automatisch gestartet wird,
- eine Isttemperatur oder eine von der Isttemperatur abhängige Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im) bestimmt wird,
- der zeitliche Verlauf der Isttemperatur oder der von der Isttemperatur abhängigen
Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im) ermittelt wird und den Phasenübergang von Wasser bestimmende charakteristische Merkmale
dieses zeitlichen Verlaufs ausgewertet werden, und
- die Heizleistung des Heizelementes (RH) in Abhängigkeit von der Auswertung dieser charakteristischen Merkmale gesteuert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Isttemperatur oder die von der Isttemperatur abhängige Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im) vor und/oder nach einem Heizungszeitraum bestimmt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
vor dem Heizungszeitraum der Phasenübergang von Wasser bestimmt wird und in Abhängigkeit
von dem bestimmten Phasenübergang die Heizung automatisch gestartet und/oder die Heizleistung
erhöht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Isttemperatur oder die von der Isttemperatur abhängige Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im) nur während eines Heizungszeitraum bestimmt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
als charakteristische Merkmale durch einen Phasenübergang von Wasser verursachte unterschiedliche
Abfall- und/oder Anstiegsgeschwindigkeiten der Isttemperatur oder der von der Isttemperatur
abhängigen Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im) ausgewertet werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
als charakteristisches Merkmal ein durch einen Phasenübergang von Wasser verursachtes
Minimum der zeitlichen Änderung (dRH/dt) der Isttemperatur oder der von der Isttemperatur abhängigen Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im) als charakteristisches Merkmal bestimmt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem temperaturabhängigen
Heizwiderstand (RH) als Heizelement (RH), der zur Heizung von einem Heizstrom (IH) durchflossen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
als von der Isttemperatur abhängige Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im) der temperaturabhängige Heizwiderstand (RH) oder eine vom temperaturabhängigen Heizwiderstand (RH) abhängige Meßgröße (UH,IH,Um,Im) bestimmt wird, und
die Heizleistung anhand des bestimmten Heizwiderstandes (RH) oder der bestimmten Meßgröße (UH,IH,Um,Im) gesteuert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Steuerung der Heizung zusätzlich die zeitliche Änderung (dRH/dt) des Heizwiderstandes (RH) oder der vom Heizwiderstand (RH) abhängigen Meßgröße (UH,IH,Um,Im) ausgewertet wird, wobei insbesondere
ein Wert (RHm) des Heizwiderstandes (RH) oder der vom Heizwiderstand (RH) abhängigen Meßgröße (UH,IH,Um,Im) für ein Minimum der zeitlichen Änderung (dRH/dt) bestimmt wird, und
für nachfolgende Auswertungen der aktuelle Heizwiderstand (RH) mit dem Wert (RHm) beziehungsweise der Meßgröße (UH,IH,Um,Im) verglichen wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Wert (RHm) der Isttemperatur oder der von der Isttemperatur abhängige Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im), insbesondere der Widerstandswert (RHm) des Heizwiderstandes (RH) oder der Meßwert der vom Heizwiderstand (RH) abhängigen Meßgröße (UH,IH,Um,Im), für einen bestimmten Phasenübergang von Wasser gespeichert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
anhand des Wertes (RHm) und des Temperaturkoeffizienten des Heizwiderstandes (RH) die Heizung gesteuert wird, indem insbesondere aus dem Wert (RHm) mindestens ein Schwellwert (ThR2, ThR1) zur Steuerung bestimmt wird, und zur Steuerung der Heizwiderstand (RH) oder die Meßgröße (UH,IH,Um,Im) durch einen Vergleicher mit einem Schwellwert (RHe,RHm,The,Thm,ThR2,ThR1) verglichen wird, und die Heizung anhand des Vergleiches gesteuert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10
dadurch gekennzeichnet, daß
Werte (RHm) oder Meßwerte des Heizwiderstandes (RH) oder der Meßgröße (UH,IH,Um,Im) durch einen Fensterkomparator als Vergleicher mit einem oberen Schwellwert (The,ThR2) und einem unteren Schwellwert (Thm,ThR1) verglichen wird, und die Heizung bei Überschreitung des oberen Schwellwertes (The,ThR2) ausgeschalten und bei Unterschreiten des unteren Schwellwertes (Thm,ThR1) eingeschalten wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Steuerung der Heizung der Heizstrom (IH) in Intervallen geschalten wird, wobei insbesondere
zur Steuerung der Heizung der Heizstrom (IH) mittels einer Pulsweitenmodulation geregelt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
aus dem Heizstrom (IH) und einer Heizspannung der Heizwiderstand (RH) bestimmt wird, indem
zur Bestimmung des temperaturabhängigen Heizwiderstandes (RH) oder der Meßgröße der Heizwiderstand (RH) zumindest temporär von einem konstanten (von der Temperatur unabhängigen) Strom
(IK) durchflossen wird, und/oder zur Bestimmung des temperaturabhängigen Heizwiderstandes
(RH) oder der Meßgröße der Heizwiderstand (RH) zumindest temporär als Element einer Meßbrücke geschalten wird, und der Heizwiderstand
(RH) mittels der Meßbrücke bestimmt wird, oder
zur Bestimmung des temperaturabhängigen Heizwiderstandes (RH) oder der Meßgröße der Heizwiderstand (RH) zumindest temporär als Element eines Schwingkreises geschalten wird, und
der Heizwiderstand (RH) mittels der Frequenz des Schwingkreises bestimmt wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein von der Heizung unabhängiger eine Lufttemperatur messender Temperatursensor (eTS)
des Kraftfahrzeugs zur Steuerung der Heizung zusätzlich ausgewertet wird, so daß insbesondere
verschiedene Heizmodi der Heizung der Funktionseinheit für zugeordnete Lufttemperaturen
gestartet werden.
15. Heizung einer Funktionseinheit eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Außenspiegels,
eines Schlosses oder einer Fensterscheibe, mit mindestens einem Heizelement (RH), dessen Heizleistung elektrisch steuerbar ist,
gekennzeichnet durch
eine Steuerungsvorrichtung (IC) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
16. Heizung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Heizelement (RH) ein temperaturabhängiger Heizwiderstand (RH) ist, der zur Heizung von einem Heizstrom (IH) durchflossen wird,
der temperaturabhängige Heizwiderstand (RH) mit einer Meßeinheit (MU) der Steuerungsvorrichtung (IC) zur Bestimmung des temperaturabhängigen
Heizwiderstandes (RH) oder einer vom temperaturabhängigen Heizwiderstand (RH) abhängigen Meßgröße (UH,IH,Um,Im) verbunden ist, und
der Heizwiderstand (RH) zur Steuerung mit einem Steuerelement (S,S1,LT1) der Steuerungsvorrichtung (IC) verbunden ist.
17. Heizung nach einem der Ansprüche 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Bestimmung einer zeitlichen Änderung (dRH/dt) der Widerstandswerte des Heizwiderstandes (RH) die Steuerungsvorrichtung (IC) mit einem Zeitgeber (C) oder einem Impulsgeber (C)
verbunden ist, oder einen Zeitgeber (C) oder einen Impulsgeber (C) aufweist und/oder
die Meßeinheit (MU) einen Analog-Digital-Umsetzer (ADC) aufweist, dessen analoger
Eingang mit dem Heizwiderstand (RH) verbunden ist.
18. Heizung nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerungsvorrichtung (IC) einen Speicher (M) zur Speicherung eines Wertes (RHe,RHm) der Isttemperatur oder der Kenngröße (RH,UH,IH,Um,Im) für ein Charakteristikum des zeitlichen Verlaufs der Isttemperatur aufweist, und/oder
zur Bestimmung des Heizwiderstandes (RH) die Steuerungsvorrichtung (IC) eine Konstantstromquelle (SIK) aufweist, die mit dem Heizwiderstand (RH) zumindest temporär verbunden ist, wobei insbesondere
die Steuervorrichtung (IC) einen integrierten Schaltkreis mit einem Controller und
einem, vom Controller steuerbaren Leistungshalbleiter in Smart-Power-Technologie aufweist.
1. Method for controlling heating of a function unit on a motor vehicle, more particularly
an outside mirror, lock, or window pane, with at least one heating element (R
H) whose heating power can be electrically controlled, wherein
- the heating of the function unit is started manually or automatically;
- an actual temperature or a parameter (RH,UH,IH, Um, Im) dependent on the actual temperature is determined;
- the time path of the actual temperature or the parameter (RH,UH,IH, Um, Im) dependent on the actual temperature is determined and the characteristic features
of this time path determining the phase transition of water are evaluated, and
- the heating power of the heating element (RH) is controlled in dependence on the evaluation of these characteristic features.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the actual temperature or the parameters (RH,UH,IH, Um, Im) dependent on the actual temperature is determined before and/or after a heating
period.
3. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
prior to the heating period the phase transition of water is determined and the heating
is automatically started and/or the heating power is raised in dependence on the determined
phase transition.
4. Method according to claim 1,
characterised in that
the actual temperature or the parameter (RH,UH,IH, Um, Im) dependent on the actual temperature is only determined during a heating period.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
different falling and/or rising speeds of the actual temperature or of the parameter
(RH,UH,IH, Um, Im) dependent on the actual temperature, caused by phase transition of water are evaluated
as characteristic features.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
a minimum of the time change (dRH/dt) of the actual temperature or of the parameter (RH,UH,IH, Um, Im) dependent on the actual temperature, caused by a phase transition of water, is determined
as characteristic feature.
7. Method according to one of the preceding claims, with a temperature-dependent heating
resistance (RH) as heating element (RH) through which a heating current (IH) flows for heating,
characterised in that
as parameter (RH,UH,IH, Um, Im) dependent on the actual temperature is determined the temperature-dependent heating
resistance (RH) or a measured value (UH,IH, Um, Im) dependent on the temperature-dependent heating resistance (RH), and the heating power is controlled with reference to the determined heating resistance
(RH) or the determined measured value (UH,IH, Um, Im).
8. Method according to claim 7,
characterised in that
in order to control the heating additionally the time change (dRH/dt) of the heating resistance (RH) or the measured value (UH,IH, Um, Im) dependent on the heating resistance (RH) is evaluated whereby in particular a value (RHM) of the heating resistance (RH) or the measured value (UH,IH, Um, Im) dependent on the heating resistance (RH) for a minimum of the time change (dRH/dt) is determined and for subsequent evaluations the actual heating resistance (RH) is compared with the value (RHm) or the measured value (UH,IH, Um, Im).
9. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the value (RHm) of the actual temperature or the parameter (RH,UH,IH, Um, Im) dependent on the actual temperature , more particularly the resistance value (RHm) of the heating resistance (RH) or the measured value of the parameter (UH,IH, Um, Im) dependent on the heating resistance (RH) for a specific phase transition of water is stored.
10. Method according to one of claims 8 or 9,
characterised in that
the heating is controlled from the value (RHm) and temperature coefficient of the heating resistance (RH) in that from in particular the value (RHm) at least one threshold value (ThR2,ThR1) is determined for control, and for control the heating resistance (RH) or the measured value (UH,IH, Um, Im) is compared by a comparator with a threshold value (RHe, RHm, The, Thm, ThR2, ThR1), and the heating is then controlled from this comparison.
11. Method according to one of claims 8 to 10,
characterised in that
values (RHm) or measured values of the heating resistance (RH) or the parameter (UH,IH, Um, Im) are compared by a window comparator as comparator with an upper threshold value
(The, ThR2) and a lower threshold value (Thm, ThR1) and the heating is switched off on exceeding the upper threshold value (The,ThR2) and is switched on when falling below the lower threshold value (Thm,ThR1).
12. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
for controlling the heating the heating current (IH) is switched on at intervals whereby in particular for controlling the heating the
heating current (IH) is regulated by means of a pulse width modulation.
13. Method according to one of claims 7 to 12,
characterised in that
the heating resistance (RH) is determined from the heating current (IH) and a heating voltage in that
to determine the temperature-dependent heating resistance (RH) or the measured value a constant current (IK) (independent of the temperature) flows at least temporarily through the heating
resistance (RH), and/or to determine the temperature-dependent heating resistance (RH) or the measured value the heating resistance (RH) is switched at least temporarily as element of a measuring bridge, and the heating
resistance (RH) is determined by means of the measuring bridge, or
to determine the temperature-dependent heating resistance (RH) or the measured value, the heating resistance (RH) is switched at least temporarily as element of a resonant circuit, and
the heating resistance (RH) is determined by means of the frequency of the resonant circuit.
14. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
a temperature sensor (eTS) of the vehicle which measures an air temperature independent
of the heating is additionally evaluated for controlling the heating so that in particular
different heating modes of the heating of the function unit are started for associated
air temperatures.
15. Heating of a function unit on a motor vehicle, more particularly an outside mirror,
lock or window pane with at least one heating element (RH) whose heating power can be electrically controlled,
characterised by
a control device (IC) for carrying out the method according to one of the preceding
claims.
16. Heating according to claim 15,
characterised in that
the heating element (RH) is a temperature-resistant heating resistance (RH) through which a heating current (IH) flows for heating,
the temperature-dependent heating resistance (RH) is connected to a measuring unit (MU) of the control device (IC) for determining
the temperature-dependent heating resistance (RH) or a measured value (UH,IH, Um, Im) dependent on the temperature-dependent heating resistance (RH), and
the heating resistance (RH) for control is connected to a control element (S,S1,LT1) of the control device (IC).
17. Heating according to one of claims 15 or 16,
characterised in that
to determine a time change (dRH/dt) of the resistance values of the heating resistance (RH) the control device (IC) is connected to a time transmitter (C ) or an impulse transmitter
(C ) and/or
the measuring unit (MU) has an analogue-digital converter (ADC) whose analogue input
is connected to the heating resistance (RH).
18. Heating according to one of claims 15 to 17,
characterised in that
the control device (IC) has a memory (M) for storing a value (RHe, RHm) of the actual temperature or parameter (RH,UH,IH, Um, Im) for a characteristic of the time path of the actual temperature, and/or
for determining the heating resistance (RH) the control device (IC) has a constant voltage source (SIK) which is connected at least temporarily to the heating resistance (RH) whereby in particular
the control device (IC) has an integrated switch circuit with a computer and a power
semi conductor controllable by the computer in smart-power technology.
1. Procédé de commande du chauffage d'une unité fonctionnelle d'un véhicule à moteur,
en particulier d'un rétroviseur extérieur, d'une serrure ou d'une vitre, comportant
au moins un élément de chauffe (R
H) dont la puissance de chauffe peut être commandée électriquement, dans lequel
- le chauffage de l'unité fonctionnelle peut être démarré manuellement ou en automatique,
- une température réelle ou une grandeur caractéristique (RH, UH, IH, Um, Im) liée à la température réelle est déterminée,
- l'évolution dans le temps de la température réelle ou de la grandeur caractéristique
(RH, UH, IH, Um, Im) liée à la température réelle est déterminée et des caractéristiques déterminant
le point de transition de phase de l'eau de cette évolution dans le temps sont analysées
et
- la puissance de chauffe de l'élément de chauffe (RH) est commandée en fonction de l'analyse de ces caractéristiques.
2. Procédé selon la revendication 1
caractérisé en ce que
la température réelle ou la grandeur caractéristique (RH, UH, IH, Um, Im) liée à la température réelle est déterminée avant et/ou après une période de chauffage.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le point de transition de phase de l'eau est déterminé avant la période de chauffage
et en ce que le chauffage démarre automatiquement et/ou la puissance de chauffe est augmentée
en fonction du point de transition de phase déterminé.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la température réelle ou bien la grandeur caractéristique (RH, UH, IH, Um, Im) liée à la température réelle n'est déterminée que pendant une période de chauffage.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les différentes vitesses de chute et/ou d'augmentation de la température réelle ou
de la grandeur caractéristique (RH, UH, IH, Um, Im) liée à la température réelle provoquées par un point de transition de phase de l'eau
sont analysées en tant que caractéristiques.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
un minimum, provoqué par un point de transition de phase de l'eau, de la modification
dans le temps (dRH/dt) de la température réelle ou de la grandeur caractéristique (RH, UH, IH, Um, Im) liée à la température réelle est analysé en tant que caractéristique
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, comportant une résistance
de chauffe (RH) liée à la température en tant qu'élément de chauffe (RH) qui coule pour chauffer un courant de chauffage (IH),
caractérisé en ce que
la résistance de chauffe (RH), liée à la température, ou une grandeur de mesure (UH, IH, Um, Im) liée à la résistance de chauffe (RH) liée à la température est déterminée en tant que grandeur caractéristique (RH, UH, IH, Um, Im) liée à la température réelle et la puissance de chauffe est commandée à l'aide de
la résistance de chauffe (RH) déterminée ou de la grandeur de mesure (UH, IH, Um, Im) déterminée.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que,
pour commander le chauffage, la modification dans le temps (dRH/dt) de la résistance de chauffe (RH) ou la grandeur de mesure (UH, IH, Um, Im) liée à la résistance de chauffe (RH) est analysée en complément, en particulier
une valeur (RHm) de la résistance de chauffe (RH) ou la grandeur de mesure (UH, IH, Um, Im) liée à la résistance de chauffe (RH) étant déterminée pour un minimum de la modification dans le temps (dRH/dt) et
la résistance de chauffe du moment (RH) étant comparée à la valeur (RHm) respectivement à la valeur de mesure (UH, IH, Um, Im) pour des analyses subséquentes.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la valeur (RHm) de la température réelle ou celle de la grandeur caractéristique (RH, UH, IH, Um, Im) liée à la température réelle, en particulier la valeur de résistance (RHm) de la résistance de chauffe (RH) ou la valeur de mesure de la grandeur de mesure (UH, IH, Um, Im) liée à la résistance de chauffe (RH) est mémorisée pour un certain point de transition de phase de l'eau.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9,
caractérisé en ce que
le chauffage est commandé à l'aide de la valeur (RHm) et du coefficient de température de la résistance de chauffe (RH), en déterminant en particulier à partir de la valeur (RHm) au moins une valeur de seuil (ThR2, ThR1) pour la commande et en comparant, pour la commande, par un comparateur, la résistance
de chauffe (RH) ou la grandeur de mesure (UH, IH, Um, Im) avec une valeur de seuil (RH?, RHm, The, ThRm, ThR2, ThR1) et le chauffage est commandé à l'aide de la comparaison.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce que
des valeurs (RHm) ou des valeurs mesurées de la résistance de chauffe (RH) ou de la grandeur de mesure (UH, IH, Um, Im) sont comparées, par un comparateur à fenêtre en tant que comparateur, à une valeur
de seuil supérieure (The, ThR2) et une valeur de seuil inférieure (Thm, ThR2), et en ce que le chauffage est éteint en cas de dépassement de la valeur de seuil supérieure (The, ThR2) et allumé en cas de sous-passement de la valeur seuil de inférieure (Thm, ThR1).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pour commander le chauffage, le courant de chauffe (IH) est commuté par intervalles, le courant de chauffe (IH) étant réglé au moyen d'une modulation d'impulsions en largeur en particulier pour
commander le chauffage.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 12,
caractérisé en ce que
la résistance de chauffe (RH) est déterminée à partir du courant de chauffe (IH) et d'une tension de chauffe
en ce que la résistance de chauffe (RH) est traversée, du moins temporairement, par un courant (IK) constant (indépendant de la température) pour déterminer la résistance de chauffe
(RH) liée à la température ou la grandeur de mesure de la résistance de chauffe (RH), et/ou la résistance de chauffe (RH) est commutée, du moins temporairement, en tant qu'élément d'un pont de mesure, pour
déterminer la résistance de chauffe (RH) liée à la température ou la grandeur de mesure de la résistance de chauffe (RH), et la résistance de chauffe (RH) est déterminée au moyen du pont de mesure ou bien, la résistance de chauffe (RH) est commutée, du moins temporairement, en tant qu'élément d'un circuit oscillant,
pour déterminer la résistance de chauffe (RH) liée à la température ou la grandeur de mesure de la résistance de chauffe (RH), et la résistance de chauffe (RH) est déterminée au moyen de la fréquence du circuit oscillant.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
un capteur de température (eTS) du véhicule, indépendant du chauffage et mesurant
une température de l'air, est analysé en complément pour commander le chauffage, de
sorte que, en particulier, différents modes de chauffe du chauffage de l'unité fonctionnelle
sont démarrés pour des températures de l'air affectées.
15. Chauffage d'une unité fonctionnelle d'un véhicule, en particulier d'un rétroviseur
extérieur, d'une serrure ou d'une vitre, comportant au moins un élément de chauffe
(RH), dont la puissance de chauffe peut être commandée électriquement,
caractérisé par
un dispositif de commande (IC) permettant la réalisation du procédé selon l'une quelconque
des revendications précédentes.
16. Chauffage selon la revendication 15,
caractérisé en ce que
l'élément de chauffe (RH) est une résistance de chauffe (RH) liée à la température qui est traversée par un fluide pour chauffer un courant de
chauffe (IH)
la résistance de chauffe (RH) liée à la température est reliée à une unité de mesure (MU) du dispositif de commande
(IC) permettant de déterminer la résistance de chauffe (RH) liée à la température ou d'une grandeur de mesure (UH, IH, Um, Im) liée à la résistance de chauffe (RH) liée à la température et
la résistance de chauffe (RH) est reliée à un élément de commande (S, S1, LT1) du dispositif de commande (IC) permettant la commande.
17. Chauffage selon l'une quelconque des revendications 15 ou 16,
caractérisé en ce que
pour déterminer une modification dans le temps (dRH/dt) des valeurs de résistance de la résistance de chauffe (RH), le dispositif de commande (IC) est relié à un générateur de rythme (C) ou un impulseur
(C), ou bien présente un générateur de rythme (C) ou un impulseur (C) et/ou
l'unité de mesure (MU) présente un convertisseur analogique-numérique (ADC) dont l'entrée
analogique est reliée à la résistance de chauffe (RH),
18. Chauffage selon l'une quelconque des revendications 15 à 17,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande (IC) présente une mémoire (M) pour mémoriser une valeur
(RHe, RHm) de la valeur réelle ou de la grandeur caractéristique (RH, UH, IH, Um, Im) pour une caractéristique de l'évolution dans le temps de la température réelle,
et/ou, pour déterminer la résistance de chauffe (RH), le dispositif de commande (IC) présente une source de courant constant (SIK) qui est reliée à la résistance de chauffe (RH) du moins temporairement, en particulier,
le dispositif de commande (IC) présentant un circuit de commutation intégré comportant
un contrôleur et un semi-conducteur de puissance, pouvant être commandé par le contrôleur,
de type Smart-Power.