[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung für Motorradfahrer, vorzugsweise zur
Verwendung im Motorradsport.
[0002] Fahrer von Krafträdern und Rollern sind bei schneller Kurvenfahrt gezwungen, ihre
Motorfahrzeuge in eine Schräglage zu bringen, um auch in der Kurve die notwendige
Fahrstabilität zu erreichen.
Durch Entwicklungen der Reifentechnik und der Fahrwerke ist es in jüngerer Zeit möglich,
größere Schräglagen einzunehmen und so Kurven mit wesentlich höherer Geschwindigkeit
als früher zu durchfahren.
Die möglichen Schräglagen bergen jedoch die Gefahr in sich, dass Teile des Motorrads,
wie Fußrasten, Verkleidungsteile und dergleichen bzw. die Füße des Fahrers die Fahrbahn
berühren, wobei durch die Berührung Kraftimpulse auf das System Fahrer-Maschine-Fahrbahn
einwirken, die die Fahrstabilität ungünstig beeinflussen und im Extremfall die Bodenhaftung
aufheben ― es kann zum Sturz kommen. Weitere nachteilige Folgen solch extremer Schräglagen
bestehen darin, dass der Fahrer sein Schuhwerk oder Teile der Motorradkombination
beschädigt. Um dies zu vermeiden, hat die Zubehörindustrie Schutzeinrichtungen entwickelt,
die im Allgemeinen aus Verschleißkörpern bestehen, die in das Schuhwerk oder die Schutzbekleidung
des Fahrers integriert sind, wie beispielsweise in EP 0 254 751 A1. Als besonders
vorteilhaft wird dabei angesehen, solche Schutzeinrichtungen als Kombination zwischen
einem weichen Verschleißkörper und härteren Einlagen auszuführen, wie dies in DE 200
10 886 U1 und DE G 86 02 779 U1 vorgeschlagen ist.
[0003] Im Motorradrennsport sind solche Schutzeinrichtungen jedoch nur bedingt geeignet.
In die Schutzbekleidung integrierte Schutzeinrichtungen sind für Motorsportler wenig
geeignet, da diese insbesondere bei Straßenrennen bewusst den Fahrbahnkontakt suchen,
um die für schnelle Kurvenfahrt notwendige extreme Schräglage zu finden.
Motorradrennfahrer haben dabei einen Fahrstil entwickelt, bei dem sie das kurveninnere
Knie gegen die Fahrbahn abspreizen und so den Fahrbahnkontakt suchen. Die damit einhergehenden
Beschädigungen der Schutzkleidung sind nicht hinnehmbar.
Ebenso sind dämpfende Einlagen im Motorsport eher nachteilig, da der Fahrbahnkontakt
abgeschwächt wird.
Es hat sich deshalb eine Entwicklung hin zu auswechselbaren Schutzeinrichtungen ergeben,
wobei heute zumeist die Außenseite des Knies auf der Schutzbekleidung mit einem Haftorgan
versehen ist und auf dieses eine auswechselbare Schutzeinrichtung, die als so genannter
"Knieschleifer" bezeichnet wird, aufgebracht werden kann.
Diese Ausführungsform einer Schutzeinrichtung hat den Vorteil, dass sie nach Verschleiß
ausgetauscht werden kann, ohne dass die Schutzbekleidung erneuert werden muss. Weitere
Vorteile bestehen darin, dass die Größe und Form der Schutzeinrichtung den realen
Bedingungen angepasst werden kann. Ebenso kann diese bei übermäßigem Verschleiß während
eines Rennens getauscht werden.
Solche Schutzreinrichtungen bestehen im Allgemeinen aus einem Kunststoff-Formteil
mit einer flach-gewölbten Außenkontur, einer der Anatomie des Knies und Unterschenkels
folgenden gewölbten Innenkontur, einem Halteorgan an der Innenseite und überstehenden
Rändern, die auch vom Halteorgan gebildet werden können und gleichzeitig ein Abreißen
in kurzer Zeit ermöglichen. Für das Halteorgan hat sich die Ausführung als so genannte
Klettverbindung bewährt.
Die Herstellung der für die Schutzeinrichtung benötigten Kunststoff-Formteile ist
außerordentlich kostenintensiv. Dies gilt gleichermaßen für eine Herstellung im Guss-,
Spritzguss-Verfahren wie auch für die Fertigung aus dem Vollen. Die erforderlichen
Formteile sind für übliche Verfahren der Kunststoffverarbeitung aufgrund des Bauteilvolumens
als problematisch einzustufen.
Weiterhin ist bereits festgestellt worden, dass der durch die Fahrer gesuchte Bodenkontakt
nicht immer optimal ist, da die Reibpaarung Kunststoffkörper-Asphalt nicht ideal ist.
Es kommt nach Aussage von Fahrern zu so genannten "stick-slip"-Effekten, durch die
ein schnelles Durchfahren von Kurven in extremer Schräglage zumindest behindert wird.
Der Fahrer wird beim Eintreten der "stick-slip"-Effekte intuitiv den Fahrbahnkontakt
vermindern, indem er seine Maschine aufrichtet, woraus ihm wiederum Geschwindigkeits-
und Zeitverluste entstehen.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Schutzeinrichtungen ist eine hohe spezifische
Eigenmasse des Verschleißkörpers.
Neben den nachteiligen technisch-physikalischen Eigenschaften besteht ein wesentlicher
Nachteil wegen der kostenaufwändigen Herstellung in den Beschaffungskosten für die
fraglichen Schutzeinrichtungen.
[0004] Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Schutzeinrichtung, vorzugsweise für Motorradfahrer,
wiederum vorzugsweise in der Form des so genannten Knieschleifers vorzuschlagen, die
leicht und kostengünstig herstellbar ist, umweltfreundliche Materialien verwendet,
ein verbessertes Gleitverhalten und längere Lebensdauer hat und im Übrigen gegenüber
den im Stand der Technik erläuterten bekannten Lösungen verbesserte technisch-physikalische
Kennwerte und wenigstens gleichwertige Handhabungseigenschaften hat.
[0005] Das Wesen der Erfindung wird durch eine Schutzeinrichtung mit der Merkmalsgesamtheit
des Hauptanspruchs 1 und mit entsprechenden Verbesserungen oder zusätzlichen Ausgestaltungen
nach den Merkmalen der nachgeordneten Ansprüche, im Übrigen durch die Beschreibung
und erforderlichenfalls nach den Ausführungsbeispielen und Zeichnungen beschrieben.
Ausführungsbeispiele und Zeichnungen geben dabei jedoch nur vorzugsweise Ausführungsformen,
die im Anmeldezeitpunkt für zweckmäßig erachtet wurden, bekannt.
[0006] Eine Schutzeinrichtung, die aus einem Verschleißkörper, einem darunter angeordneten
Trägerelement und einem am Trägerelement befestigten Halteorgan besteht, besitzt einen
Verschleißkörper aus dem Werkstoff Holz.
Der Werkstoff Holz ist spezifisch leichter als bislang verwendete Verschleißkörper
aus Kunststoffen und besitzt im Übrigen mindestens gleichartige technisch-physikalische
Eigenschaften.
Für den Verschleißkörper wird vorzugsweise ein zäher Holzwerkstoff ohne ausgeprägte
Gefügeunterschiede, mit geringer Rissanfälligkeit, hoher Verschleißfestigkeit und
geringem Verzug verwendet. Vorzugsweise wird diesen Anforderungen die Holzart Weißbuche
(WB) mit einer Rohdichte ç ≥ 0,75 g/cm
-3 gerecht.
Die geringere Dichte des Holzes ermöglicht es, bei gleicher Gesamtmasse der Schutzeinrichtung
einen dickeren und/oder größeren Verschleißkörper auszuführen, wodurch die Haltbarkeit
der gesamten Einrichtung erhöht wird.
Der Verschleißkörper kann kreisförmig, oval oder in beliebiger anderer Formgebung
ausgeführt sein. An seiner Oberseite ist er längs der Außenkontur mit großem Radius
gerundet, so dass bei Fahrbahnkontakt vorzugsweise ein spitzer Winkel zwischen Oberfläche
des Verschleißkörpers und Fahrbahn besteht. Auf diese Weise werden geringe Fahrbahnunebenheiten
ohne Einhaken des Verschleißkörpers bei gleichzeitigem guten Bodenkontakt überschliffen.
Die Herstellung des Verschleißkörpers erfolgt durch spanende Verfahren, weshalb im
Gegensatz zu bekannten Schutzeinrichtungen eine kurzfristige und vor allem individuelle
Anpassung der Dicke möglich ist. Ebenso ist eine Anpassung der Form an anatomische
Gegebenheiten des Trägers oder aufgrund geänderter technischer Bedingungen möglich.
Des weiteren können ohne größere Schwierigkeiten individualisierende Merkmale, wie
Namen, Startnummern, Marken oder dergleichen als Profilierung eingebracht werden.
Vorteilhaft ist weiterhin die Möglichkeit, die Oberfläche des Verschleißkörpers mit
einer Farbschicht zu versehen. Dies eröffnet auch die Möglichkeit, bereits bei Benutzung
im Wettbewerb ein Bild über den Verschleiß des Verschleißkörpers zu erhalten.
[0007] Die Unterseite des Verschleißkörpers ist konkav gewölbt, wobei die Wölbung von der
Längsachse eines nicht rund gefertigten Verschleißkörpers so abweicht, dass eine ideale
Lage am Knie bzw. Unterschenkel des Trägers vorhanden ist. Gleichzeitig wird sichergestellt,
dass die Längsachse des Verschleißkörpers stets in Fahrtrichtung liegt. Auch hier
ist durch die spanende Fertigung eine individuelle Anpassung an den Träger möglich.
An der Unterseite des Verschleißkörpers ist ein Trägerelement angeordnet, wobei vorzugsweise
ein Lederzuschnitt, gegebenenfalls jedoch auch Zuschnitte aus textilem Material oder
Kunststoffen, Verwendung findet. Das Trägerelement ist mit dem Verschleißkörper vorzugsweise
durch eine Klebung verbunden.
Das Trägerelement steht am gesamten Umfang des Verschleißkörpers über, wobei der überstehende
Rand nach Gesichtspunkten der Handhabbarkeit oder technisch-physikalischen Kennwerten
ausgelegt werden kann. Vorzugsweise ist die Umfangslinie des Trägerelements mehrfach
eingeschnitten oder hat eine ausgeprägte Wellenkontur, die ein Erfassen des Trägerelements
durch den regelmäßig Handschuhe tragenden Fahrer möglich macht.
Die Unterseite des Trägerelements ist mit einem Haftorgan versehen, wobei hier auf
die bewährte Klettverbindung zurückgegriffen wird, da die Schutzbekleidung der Fahrer
ohnehin dafür vorgesehen ist. Weitere Formen der Befestigung an der Schutzbekleidung
können auch in einer umlaufenden Bandage, Druckknöpfen, einer Haftklebung und dergleichen
bestehen.
Das Gesamtsystem der Schutzeinrichtung ist so aufgebaut, dass zunächst der Verschleißkörper
bei Bodenkontakt ausreichend gleitfähig ist und damit hohe Kurvengeschwindigkeiten
gewährleistet. Für den Ausnahmefall, dass aufgrund ungünstiger Fahrbahngegebenheiten,
unvorhersehbarer Schäden des Verschleißkörpers oder aus mangelnder Abstimmung des
Systems Fahrer-Maschine die gewünschten Wirkungen nicht eintreten oder gar nachteilige
Wirkungen vorhanden sind, ist ein schneller Wechsel der Schutzeinrichtung durch Lösen
der Verbindung zur Schutzkleidung möglich. In Extremsituationen kann sich die Klebung
zwischen Verschleißkörper und Trägerelement lösen, so dass der Verschleißkörper abfallen
kann. Weiterhin kann der Fahrer die Haftverbindung zur Schutzbekleidung willkürlich
trennen und die Schutzeinrichtung abwerfen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass
in Extremsituationen durch eine nicht oder nicht ausreichend wirkende Schutzeinrichtung
jederzeit ein sicheres Lösen derselben möglich ist, was vorzugsweise jedoch bei Zwischenstopps
erfolgen wird.
Es hat sich gezeigt, dass die verwendete Holzart Weißbuche (WB) gegenüber den bislang
verwendeten Verschleißkörpern aus Kunststoff verbesserte Gleiteigenschaften besitzt.
Bisher bei bestimmten Fahrbahnoberflächen festzustellende "stick-slip"-Effekte sind
weitgehend beseitigt, während im Übrigen die Schutzeinrichtung den Einsatzerfordernissen
entspricht. Weiterhin sind die erfindungsgemäßen Schutzeinrichtungen in der Herstellung
wesentlich kostengünstiger.
Weiterhin hat sich gezeigt, dass so genannte vergütete Hölzer für den Verschleißkörper
eingesetzt werden können. Die verbesserten physikalischtechnischen Parameter vergüteter
Holzarten können insbesondere hinsichtlich der Reibungskoeffizienten, der Verschleißfestigkeit
sowie die verminderte Rissanfälligkeit bestehen. Besondere Vorteile besitzen hier
so genannte ammoniakplastifizierte Hölzer.
Es ist auch möglich, die Verschleißkörper mit geeigneten Mitteln zu tränken, um so
beispielsweise die Reibungskoeffizienten herabzusetzen.
Gleichartige Schutzeinrichtungen können neben der beschriebenen vorzugsweisen Ausführungsform
für die so genannten Knieschleifer auch überall dort Verwendung finden, wo die Gefahr
besteht, dass betroffene Personen mit Hand, Ellenbogen, Fuß oder Knie über längere
Strecken Gleitvorgängen ausgesetzt sind, bei denen anderweitige Schutzeinrichtungen
für den Einsatzfall zu kostenintensiv, ein Verschleiß der Einrichtung hinnehmbar oder
die Schutzwirkungen anderer Einrichtungen in ihrer Gesamtheit nicht erforderlich sind.
Wird bei einer weiteren Ausführungsform der Schutzeinrichtung diese noch zusätzlich
mit dämpfenden Elementen ausgestattet, können auch Einsatzgebiete erschlossen werden,
die im Sinne eines Dauergebrauches anderen Anwendungskriterien unterliegen. Für den
Einsatzfall als Knieschleifer hingegen wäre die Verwendung von Dämpfungselementen
eher nachteilig, da dann der Fahrbahnkontakt verloren ginge.
[0008] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt dabei die Vorderansicht der Schutzeinrichtung, während Fig. 2 die Draufsicht
derselben darstellt.
[0009] Ein Verschleißkörper (1) ist an seinem Rand (2) mit einer ovalförmigen Kontur (3)
ausgeführt. Ebenso könnte die Kontur kreisförmig oder andersartig gestaltet sein.
Der Verschleißkörper (1) ist aus dem Werkstoff Holz gefertigt, wobei vorzugsweise
ein naturgewachsenes Holzteil aus einem festen, sehr zähen, wenig rissanfälligen Holz
mit einer Rohdichte ç ≥ 0,75 g/cm
-3, vorzugsweise jedoch aus Weißbuche (WB), die auch als Hainbuche bezeichnet wird,
gefertigt. Es ist ebenso möglich, den Verschleißkörper (1) als mehrteiligen Körper
mit einem Grundaufbau und einer Verschleißschicht, aus plastifiziertem oder getränktem
Holz, auszuführen, sofern der Verschleißkörper (1) insgesamt aus Holz besteht. Die
Oberseite (4) besitzt eine Wölbung (5), die von der Fläche zum Rand (2) hin einen
stetig kleiner werdenden Krümmungsradius besitzt.
Die Unterseite des Verschleißkörpers (1) besitzt eine Klebstoffschicht (7), mit der
ein Trägerelement (8) mit dem Verschleißkörper (1) verbunden ist.
Das Trägerelement (8) besteht vorzugsweise aus Leder. Ebenso sind mit gleicher Wirksamkeit
textile, Kunstleder- oder Kunststoffzuschnitte anwendbar. Die Oberseite (9) des Trägerelementes
(8) geht mit der Unterseite (6) des Verschleißkörpers (1) eine feste Verbindung ein.
Durch entsprechende Wahl des Werkstoffes für das Trägerelement (8) und der Klebstoffschicht
(7) wird erreicht, dass die Festigkeit der Verbindung über der technisch notwendigen
Mindestfestigkeit liegt und insbesondere ein Abschälen bei Bodenkontakt vermieden
wird. Gleichzeitig wird jedoch die Festigkeit der Klebung so gewählt, dass ein Abreißen
des Verschleißkörpers bei Gewalteinwirkung möglich ist.
Das Trägerelement (8) besitzt an seiner Unterseite (10) eine Haftschicht (11), die
in vorteilhafter Weise ein Teil eines Klettverschlusses ist. Mit Hilfe der Haftschicht
(11) wird die Gesamtanordnung an der Bekleidung des Trägers befestigt, wobei diese
wiederum das erforderliche Gegenstück des Klettverschlusses besitzt.
Anstelle eines Klettverschlusses können auch andere übliche Verbindungsformen angewendet
werden, sofern sie hinsichtlich ihrer Gebrauchseigenschaften gleichwertig sind.
Das Trägerelement (8) hat eine größere Fläche, als die Grundfläche des Verschleißkörpers
(1) ausmacht. Es bildet sich ein überstehender Rand (12), der vom Umfang her Kerben
(13) oder Einschnitte (14) aufweist. Die vergrößerte Fläche des Trägerelements (8)
dient zugleich der Sicherstellung der notwendigen Haltekraft an der Bekleidung des
Trägers.
Die Unterseite (6) des Verschleißkörpers (1) ist in einem Winkel α ≠ 0° zur Längsachse
gewölbt. Da die Schutzeinrichtungen jeweils paarweise verwendet werden, wird so eine
anatomische Anpassung erreicht, wobei die jeweiligen Achslagen (15) und (16) nach
anatomischen Gegebenheiten festgelegt sind und dadurch je eine rechte und linke Schutzeinrichtung
erzeugt wird.
An der Oberseite (4) des Verschleißkörpers (1) ist eine Gestaltungsfläche (17) vorhanden,
die für Aufdrucke, Profilierungen, Aufkleber und dergleichen benutzt werden kann.
Der Verschleißkörper kann ferner in seiner Gesamtheit oder auch nur an seinen bei
Gebrauch sichtbaren Flächen eingefärbt, lackiert oder anderweitig beschichtet sein,
wodurch die Möglichkeit besteht, das Verschleißbild des Verschleißkörpers (1) bei
Gebrauch sichtbar zu machen und so vorab eine Entscheidung treffen zu können, ob dessen
weiterer Gebrauch zumutbar ist.
1. Schutzeinrichtung, vorzugsweise Fuß- und/oder Unterschenkel und/oder Knie- oder Ellenbogen-
oder Handschützer, bestehend aus einem Verschleißkörper, einer Haltefläche, einer
Klebeverbindung zwischen Verschleißkörper und Haltefläche, einer leicht lösbaren Verbindung
zwischen Schutzeinrichtung und Träger derselben, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der verschleißende Teil des Verschleißkörpers vorwiegend aus Holzwerkstoff
besteht.
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der verschleißende Teil des Verschleißkörpers aus einer harten, sehr zähen,
elastischen und wenig rissanfälligen Holzart mit einer mittleren Rohdichte ç ≥ 0,75
g x cm-3, vorzugsweise aus Weißbuche (WB) und/oder aus vergütetem und/oder aus plastifiziertem
und/oder aus getränktem Holz, besteht.
3. Schutzeinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der verschleißende Teil des Verschleißkörpers eine gekrümmte Oberfläche,
vorzugsweise eine linsenförmig gekrümmte Oberfläche, wiederum vorzugsweise eine randseitige
Krümmung mit zum Rand hin abnehmenden Biegeradius aufweist.
4. Schutzeinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftfläche den Rand des Verschleißkörpers überragt und einen Greifrand ausbildet.
5. Schutzeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifrand der Haftfläche unterbrochen, vorzugsweise wellenförmig und/oder U-förmig
und/oder geschlitzt ausgebildet ist.
6. Schutzeinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftkraft der Klebeverbindung zwischen Verschleißkörper und Haftfläche in etwa
gleich oder größer als die der Lösekraft der Schutzeinrichtung ist.