[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Profilkörper zum Schutz von Gegenständen mit
Außenflächen und Innenflächen im verpackten Zustand.
[0002] Solche Profilkörper werden auf Eckkanten, Flächen oder andere Formen von zu verpackenden
Gegenständen aufgesetzt, um Stoß- und Stapellasteinwirkungen beim Transport oder der
Lagerung der verpackten Gegenstände zu kompensieren. Da die beim Transport oder bei
der Stapelung der Gegenstände auftretenden Kantenbelastungen zu einer Beschädigung
der verpackten Gegenstände führen können, muss die Wandstärke des Profilkörpers sehr
groß dimensioniert werden, um eine entsprechende Dämpfung und Schutzwirkung zu erhalten,
was einen großen Materialaufwand erfordert. Durch Stoß- oder Lasteinwirkung beschädigte
Profilkörper sind nicht mehr zu gebrauchen und müssen im vollen Umfang entsorgt werden,
was eine unnötige Umweltbelastung zur Folge hat. Andererseits kommen auch feste Profilkörper
zum Einsatz, die aber keine Dämpfungswirkung aufweisen, wodurch empfindliche Gegenstände
wiederum beschädigt werden können.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Profilkörper der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, mit dem sich bei reduziertem Materialaufwand und unter Gewährleistung
einer ausreichenden Schutzfunktion hohe Stoß- und Druckbelastungen kompensieren lassen,
wobei das Dämpfungsverhalten nicht nachteilig beeinflusst wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Profilkörper zum Schutz von Gegenständen
im verpackten Zustand gelöst, wobei der Profilkörper ein einstückiges Außenelement
mit Außenfläche und Innenfläche, ein ein- oder mehrteiliges Innenelement jeweils mit
Außenfläche und Innenfläche und eine wenigstens formschlüssige oder haftende Verbindung
des Außenelements und des Innenelements im Innenflächenbereich des Außenelements und
im Außenflächenbereich des Innenelements aufweist, und wenigstens das Innenelement
aus geschäumtem Kunststoff besteht.
[0005] Mit dem erfindungsgemäßen Profilkörper lassen sich bei geringem Materialaufwand von
außen einwirkende hohe Stoßbelastungen ausgleichen, ohne dass sie Schäden an dem Gegenstand
hervorrufen.
[0006] Zweckmäßigerweise besteht das Material des Außenelements aus einem geschäumten Kunststoff.
[0007] Das Außenelement und das Innenelement bilden zweckmäßigerweise ein mit gleichem Winkel
angewinkeltes Profilelement, wobei der Winkel vorzugsweise 90° beträgt.
[0008] Wenn zwei Innenelemente vorgesehen sind, sind sie längs Gehrungsflächen aneinander
liegend angeordnet.
[0009] Die formschlüssige Verbindung zwischen Außenelement und Innenelement kann zusätzlich
auch kraft- bzw. reibschlüssig sein.
[0010] Zweckmäßigerweise ist das Material des Außenelements härter als das des Innenelements.
Vorteilhafterweise besteht das Außenelement aus einem geschäumten Kunststoff, holzhaltigen
Material, Metall, oder Vollkunststoff, wobei insbesondere der geschäumte Kunststoff
des Außenelements ein Hartschaumstoff ist und der des Innenelements ein elastischer
Schaumstoff. Als Hartschaumstoff eignen sich Schaumstoffe aus Polyuhrethan, Polysterol,
Polyethylen, Polypropylen usw. mit zum Teil hoher Raumdichte. Als elastische Schaumstoffe
haben sich Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM),
Styrolbutadienkautschuk (SBR), Butylkautschuk, Polyethylen- oder Polypropylenschäume
mit niedriger Raumdichte oder andere Elastomere als geeignet erwiesen.
[0011] Die Kombination aus dem äußeren Hartschaumstoff und dem inneren elastischeren Schaumstoff
verbessert die Dämpfung von Druck- und Stoßbelastungen im Kantenbereich, wobei sich
der Profilkörper im Querschnitt so dimensionieren lässt, dass die dadurch bedingte
Volumenvergrößerung bezogen auf den verpackten Gegenstand relativ klein bleibt. Es
wäre jedoch für schneid- oder durchstoßfähige Verpackungsgegenstände auch eine Kombination
aus dem inneren Hartstoff und äußeren elastischeren Schaumstoff denkbar.
[0012] Eine weitere Verbesserung der Dämpfungswirkung erhält man dann, wenn zwischen dem
Außenelement und dem Innenelement freie Räume vorgesehen sind, die mit Luft gefüllt
sind. Solche freien Räume können auch im Bereich der wenigstens formschlüssigen Verbindung
zwischen dem Außenelement und dem Innenelement vorgesehen werden. Die Verbindung ist
deshalb als wenigstens formschlüssig bezeichnet, weil sie bei entsprechender Elastizität
des Innenelements auch zusätzlich kraft- bzw. reibschlüssig wirken kann.
[0013] Vorteilhafterweise sind in der Innenfläche des Außenelements Vertiefungen vorgesehen,
in die das Innenelement eingreift. In einer Ausgestaltung kann dabei das Innenelement
von wenigstens zwei L-förmig angeordneten Leisten gebildet werden, die in der Leistenform
entsprechende Vertiefungen in der Innenfläche des Außenelement eingepasst sind. Die
Leisten können einen rechteckigen, vieleckigen, kreisförmigen oder ringartigen Querschnitt
haben, wobei im letzten Fall auch ein Hohlraum im Ring zur Verbesserung der Stoßdämpfung
beiträgt.
[0014] Bei einer modifizierten Ausgestaltung kann das Innenelement von im Abstand angeordneten
Einsätzen gebildet werden, die in der Innenfläche des Außenelements vorgesehene Vertiefungen
eingepasst sind, die der Form und dem Abstand der Einsätze entsprechend ausgebildet
sind. Die Querschnittsform der Einsätze kann beliebig sein, bevorzugt werden quaderförmige
oder scheibenförmige Einsätze.
[0015] Bei einer weiteren Modifikation sind an der Innenfläche des Außenelements Vorsprünge
für den wenigstens formschlüssigen Eingriff mit an der Außenfläche des Innenelements
ausgebildeten Vertiefungen vorgesehen.
[0016] Alternativ können der Innenfläche des Außenelements und der Außenfläche des Innenelements
wenigstens formschlüssig ineinandergreifende Vorsprünge und Vertiefungen zugeordnet
sein, wodurch sich ein Verzahnungseingriff ergibt.
[0017] Vorteilhafterweise haben für den gegenseitigen Eingriff der Vorsprünge und der Vertiefungen
die Vorsprünge zu ihren Enden hin konvergierende Seitenflächen und die Vertiefungen
zu ihren offenen Enden hin entsprechende divergierende Seitenflächen.
[0018] Zwischen den wenigstens formschlüssig ineinandergreifenden Vorsprüngen und Vertiefungen
können ebenfalls freie Räume vorgesehen sein.
[0019] Die Belastbarkeit des Profilkörpers lässt sich dadurch weiter steigern, dass im Eckbereich
zwischen Innenelement und Außenelement eine dünne L-förmige Verstärkungsleiste eingesetzt
wird, die beispielsweise aus hartem Kunststoff, aus holzhaltigen Material oder aus
Metall bestehen kann. Durch die Positionierung einer solchen Verstärkungsleiste zwischen
dem Innenelement und dem Außenelement können die Eigenschaftsprofile der Schaumstoffe
sehr ähnlich sein, d.h. es kann dann sowohl das Außenelement als auch das Innenelement
aus einem elastischen Schaumstoff bestehen, ohne dass die Gefahr des Durchstoßens
im Eckbereich besteht.
[0020] Über die Anzahl und die Härte der Innenelemente sind die Dämpfungseigenschaften vorteilhafterweise
variabel einstellbar.
[0021] Die Innenelemente lassen sich bevorzugt an die Außenkonturen des zu verpackenden
Teils anpassen.
[0022] Anhand von Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigt:
- Fig. 1
- schematisch im Axialschnitt eine erste Ausführungsform eines Profilkörpers nach der
Erfindung,
- Fig. 2
- perspektivisch eine mit dem Profilkörper von Fig. 1 hergestellte Verpackung,
- Fig. 3
- perspektivisch eine zweite Ausführungsform des Profilkörpers,
- Fig. 4
- schematisch im Querschnitt eine dritte Ausführungsform des Profilkörpers,
- Fig. 5
- schematisch im Querschnitt eine vierte Ausführungsform,
- Fig. 6
- schematisch im Querschnitt eine fünfte Ausführungsform,
- Fig. 7
- schematisch im Querschnitt eine sechste Ausführungsform,
- Fig. 8
- schematisch im Querschnitt eine siebte Ausführungsform,
- Fig. 9
- perspektivisch eine achte Ausführungsform des Profilkörpers,
- Fig. 10
- schematisch im Querschnitt eine neunte Ausführungsform des Profilkörpers,
- Fig. 11
- perspektivisch im Querschnitt eine zehnte Ausführungsform des Profilkörpers mit einem
zu verpackenden Gegenstand,
- Fig. 12
- perspektivisch eine elfte Ausführungsform des Profilkörpers
- Fig. 13
- perspektivisch im Querschnitt eine zwölfte Ausführungsform des Profilkörpers mit einem
zu verpackenden Gegenstand,
- Fig. 14
- perspektivisch eine dreizehnte Ausführungsform des Profilkörpers mit einem zu verpackenden
Gegenstand,
- Fig. 15
- schematisch im Querschnitt eine vierzehnte Ausführungsform,
- Fig. 16
- perspektivisch eine fünfzehnte Ausführungsform des Profilkörpers und
- Fig. 17
- perspektivisch eine sechszehnte Ausführungsform des Profilkörpers.
[0023] Der in Fig. 1 gezeigte Profilkörper besteht aus einem L-förmigen Außenelement 11
mit zwei senkrecht aufeinander stoßenden Außenflächen 12 sowie zwei senkrecht aufeinander
stoßenden Innenflächen 13, wobei die jeweilige Außenfläche 12 und Innenfläche 13 des
L-förmigen Außenelements 11 parallel zueinander sind und in einer Längskante aneinander
stoßen. Das Außenelement 11 hat die Dicke D. In den Innenflächen 13 des Außenelements
11 ist jeweils eine Vertiefung 20 mit rechteckigem Querschnitt ausgespart.
[0024] In der Ausführungsform von Fig. 1 besteht das Innenelement 14, welches zwei Innenflächen
16 und zwei Außenflächen 15 hat, aus zwei Leisten 24 mit rechteckigem Querschnitt.
Die Querschnittsabmessung ist so vorgesehen, dass jede Leiste 24 in eine Vertiefung
20 der Innenfläche 13 formschlüssig einpassbar ist, wobei sich die Leisten 24 mit
ihren abgeschrägten Innenecken unter Bildung einer Gehrung berühren, so dass die Innenflächen
16 eine L-Form bilden. Dadurch ergibt sich auch bei größeren Toleranzen eine Spannung
an den Gehreungsflächen, die ein Herausfallen der Leisten aus dem Außenelement 11
verhindert. Die Leisten 24 begrenzen im Bereich der inneren Ecke des Außenelements
11 mit diesem einen freien Raum 17, der mit Luft gefüllt ist.
[0025] Wenn bei dem Profilkörper von Fig. 1 das Außenelement 11 aus einem Schaumstoff hergestellt
ist, der härter ist als der Schaumstoff der Leisten 24, die das Innenelement 14 bilden,
wird eine kantenseitig wirkende Stoßbelastung von dem härteren Schaum aufgefangen
und bereits lastverteilend gedämpft und ggf. auf das elastischere Material der Leisten
24 übertragen, die sich verformen können, so dass unter Einbeziehung des freien Raums
17 im Eckbereich eine sehr hohe Dämpfung erreicht wird, d. h. dass die auf das Außenelement
11 einwirkende Stoß- oder Druckbelastung nur geringfügig oder gar nicht an der Kante
eines Gegenstandes zur Einwirkung gelangt, der mit seinen angrenzenden Flächen an
den Innenflächen 16 der das Innenelement 14 bildenden Leisten 24 anliegt.
[0026] Die Profilkörper können, wie in Fig. 2 gezeigt ist, unter Verwendung von Verstärkungsecken
41 zu einem Rahmen zusammengefügt werden, der in sich einen quaderförmigen Körper,
wie einen Kühlschrank, aufnimmt, wobei die Ecken des quaderförmigen Körpers innerhalb
der längs- und querverlaufenden Profilkörper sitzen. Andererseits können durch die
stirnseitige Nut- Federverbindungen Standardlängen und Profile kombiniert werden.
Durch durchlaufende, versetzt angeordnete elastische Leisten wird ebenfalls eine Verbindung
erzeugt.
Bei der Ausführungsform von Fig. 3 wird ein Außenelement 11 mit einem L-förmigen Querschnitt
verwendet, das Außenflächen 12 und Innenflächen 13 hat. In den Innenflächen 13 sind
Vertiefungen 20 in Form von Hohlzylindern ausgespart, in die formschlüssig Einsätze
34 eingefügt sind, die zusammenwirkend das Innenelement 14 bilden und, wenn die Einsätze
34 einen etwas größeren Außendurchmesser als die Vertiefungen 20 haben, die sich in
die Vertiefungen 20 nach elastischer Verformung einsetzen lassen, wodurch neben der
formschlüssigen Verbindung zusätzlich eine kraft- oder reibschlüssige Verbindung erreicht
wird.
[0027] Durch das Weglassen einzelner Einsätze 14 können auch unterschiedliche Dämpfungs-
und Härtegrade der zusammenwirkenden federelastischen Eigenschaften erreicht werden.
Durch unterschiedlich harte und/oder unterschiedlich lange Elemente 14 lassen sich
die Leisten auch an nicht gerade verlaufende Körper anpassen.
[0028] Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform entspricht der von Fig. 1 mit dem Unterschied,
dass anstelle der Leisten 24 mit rechteckigem Querschnitt Leisten 24 mit einem ringförmigen
Querschnitt zum Einsatz kommen, wobei die Form der Vertiefungen 20 in den Innenflächen
13 des Außenelements 11 ein Hohlzylindersegment bilden. In der Ebene der Winkelhalbierenden
der inneren Ecke des Außenelements 11 werden die Leisten 24 mit dem ringförmigen Querschnitt
am Außenumfang durch die Vorspannung am Außendurchmesser abgeflacht, so dass ein Herausfallen
verhindert wird. Zwischen dem Außenumfang der Leisten 24 und der Innenecke des Außenelements
11 wird ein freier Raum 17 gebildet, der mit Luft gefüllt ist und ebenso wie die konzentrischen
Hohlräume 19 in den zylindrischen Leisten 24 zur Dämpfung beitragen.
[0029] In der Ausgestaltung von Fig. 5 hat das L-förmige Außenelement 11 an seinen Innenflächen
13 jeweils einen Vorsprung 22, dem eine entsprechende Vertiefung der Außenfläche 15
des L-förmigen Innenelements 14 zugeordnet ist. Die Vorsprünge 22 und Vertiefungen
21 können über die ganze Profillänge durchgehend oder in Abständen voneinander ausgebildet
sein. Im Eckbereich ist zwischen dem Außenelement 11 und dem Innenelement 14 ein freier
Raum 17 vorgesehen, der mit Luft gefüllt ist und zur Stoßdämpfung beiträgt.
[0030] Der Profilkörper von Fig. 6 hat ein Außenelement 11 in L-Form und ein L-förmiges
Innenelement 14, das von zwei senkrecht zueinander angeordneten, längs einer Gehrung
aneinander stoßenden Teilelementen gebildet wird. Das Außenelement 11 hat eine Außenfläche
12 und eine Innenfläche 13, das Innenelement 14 eine Außenfläche 15 und eine Innenfläche
16. Im Eckbereich ist zwischen der Innenfläche 13 des Außenelements 11 und den Teilelementen
ein quadratischer, in seitliche Schlitze übergehender freier Raum 17 vorgesehen, der
mit Luft gefüllt ist.
[0031] Das Außenelement 11 hat an seiner Innenfläche 13 Vorsprünge 22 mit dazwischenliegenden
Vertiefungen 20. Das Innenelement 14 hat an seiner Außenseite 15 Vorsprünge 23 mit
dazwischenliegenden Vertiefungen 21. Die Vorsprünge 22 und 23 sowie die Vertiefungen
20 und 21 sind so ausgebildet, dass sie eine formschlüssige Verbindung in Form einer
Verzahnung herstellen können, wobei bei der gezeigten Ausführungsform im Gegensatz
zu dem vollen formschlüssigen Eingriff der Vorsprünge 23 und Vertiefungen 20 zwischen
den Vorsprüngen 22 und denn Vertiefungen 21 jeweils ein freier Raum 18 verbleibt,
der zur Stoßdämpfung beiträgt. Die Lagerstabilität der Teilelemente des Innenelements
14 zueinander wird durch die gegenseitige Vorspannung im Gehrungsbereich gewährleistet.
[0032] Die Ausgestaltung des Profilkörpers von Fig. 7 entspricht im Wesentlichen der von
Fig. 6 mit dem Unterschied, dass das Innenelement einteilig ausgeführt ist, im Eckbereich
die Außenflächen 15 ein Vollelement 35 haben, das im Eckbereich an den Innenflächen
13 des Außenelements 11 voll anliegt, während in angrenzenden Bereichen freie Räume
17 vorgesehen sind, die die Dämpfung unterstützen. Dadurch, dass der Reibwinkel an
den tangentialen Berührungspunkten zwischen der Außenfläche 15 des Innenelements 14
und der Innenfläche 13 des Außenelements 11 kleiner ist als der mögliche Herausnahmewinkel,
wird hier eine Verbindung gewährleistet, die eine einfachere Ausbildung des Profils
ermöglicht, was speziell bei PE-Profilen vorteilhaft ist, ohne das sich aus dem Profil
eine formschlüssige Verbindung ergibt.
[0033] Der Profilkörper von Fig. 8 entspricht im Wesentlichen dem von Fig. 7 mit dem Unterschied,
dass im Eckbereich zwischen der Innenfläche 13 des Außenelements 11 und der Außenfläche
15 des Innenelements 14 mit dem Vollelement 35 ein dünnes L-förmiges durchgehendes
Verstärkungsprofil 40 aus Kunststoff, Pappe, holzhaltigen Material oder Metall eingesetzt
ist. Dieses Verstärkungsprofil 40 wirkt im Kantenbereich sehr stark nicht nur hinsichtlich
der Aufnahme und Dämpfung seitlicher Stöße zusammen mit dem Außenelement 11 und dem
Innenelement 14, sondern auch hinsichtlich der Aufnahme von Druckbelastungen senkrecht
zur Zeichenebene von Fig. 8, wenn beispielsweise mehrere durch die Profilkörper geschützte
Gegenstände vertikal übereinander gelagert werden. Durch die zusätzliche Anordnung
der Verstärkungsleiste 40 ist es möglich, für das Außenelement 11 den gleichen Schaumstoff
wie für das Innenelement 14 zu verwenden, ohne dass ein Durchschlagen im Eckbereich
möglich ist.
[0034] Fig. 9 zeigt perspektivisch, dass es bei der Ausgestaltung von Fig. 8 bei einem durchgehenden
Außenelement 11 mit durchgehender Verstärkungsleiste 40 genügt, schmale Innenelemente
14 nur in Abständen voneinander anzuordnen und formschlüssig am Außenelement zu halten,
was eine weitere Materialeinsparung bedeutet. Die Dämpfungswirkung kann hier wie bereits
in Fig. 3 gezeigt wurde, unterschiedlich angepasst werden. Außerdem können auch nicht
geradlinig verlaufende Verpackungskörper unterstützt verpackt werden, indem hier unterschiedliche
Dicken D1, D2 und D3 zum Einsatz kommen. In Anpassung an den zu schützenden Gegenstand
kann die Querschnittsform der beabstandeten Innenelemente geändert werden.
[0035] Die in Fig. 10 gezeigte Ausführungsform entspricht der von Fig. 1 mit dem Unterschied,
dass anstelle der Leisten 24 mit rechteckigem Querschnitt Leisten 24 mit einem fünfeckigen
Querschnitt mit einer dem Außenelement 11 abgewandten dachförmigen Kante zum Einsatz
kommen, wobei die Form der Vertiefungen 20 in den Innenflächen 13 des Außenelements
11 ein Rechteck bilden. Ein Herausfallen der Innenelemente 14 wird durch eine formschlüssige
Verbindung zwischen den letzteren und dem Außenelement 11 mit Kraftschluß verhindert.
Die konzentrischen Hohlräume 19 in den fünfeckigen Leisten 24 tragen zur weiteren
Dämpfung bei.
[0036] Fig. 11 bis 14 zeigen perspektivisch eine plattenartige Ausgestaltung des Profilkörpers
für den Einsatz bei der Verpackung von flachen Gegenständen 26 mit komplizierten Querschnitten.
[0037] Bei der Ausführungsform von Fig. 11 werden zwei plattenartige Außenelemente 11 verwendet,
die jeweils eine Außenfläche 12 und eine Innenfläche 13 aufweisen. In den Innenflächen
13 sind Vertiefungen 20 in Form von rechteckigen Aussparungen ausgeführt, in die formschlüssig
Leisten 24 und 24' eingefügt sind, die zusammenwirkend das Innenelement 14 bilden.
Wenn die Leisten 24 und 24' eine etwas größere Fußbreite als die Vertiefungen 20 haben
und in die Vertiefungen 20 mit elastischer Verformung eingesetzt werden, wird neben
der formschlüssigen Verbindung zusätzlich eine kraft- oder reibschlüssige Verbindung
erreicht. Durch unterschiedliche Höhe lassen sich die Leisten 24, 24' auch an nicht
gerade verlaufende Körper anpassen, wobei durch eine über die Leisten 24' hergestellte
Verbindung der beiden Außenelemente 11 eine seitliche Fixierung des zu verpackendes
Gegenstandes 26 erreicht wird. Durch das Weglassen einzelner Leisten 24 können unterschiedliche
Dämpfungs- und Härtegrade erreicht werden.
[0038] Die in Fig. 12 gezeigte Ausführungsform entspricht der von Fig. 11 mit dem Unterschied,
dass anstelle der sich in einer Richtung erstreckenden durchgehenden Vertiefungen
20 in der Innenfläche 13 des Außenelements 11 weitere Vertiefungen 27, die senkrecht
zu den Vertiefungen 20 angeordnet sind, zum Einsatz kommen, die ferner mit Leisten
24' mit rechteckigem Querschnitt einen Formschluss bilden. Senkrecht zueinander angeordnete
und unterschiedlich hohe Leisten 24 und 24 erlauben es, eine stabile Befestigung der
zu verpackenden Gegenstände mit komplizierter Querschnittsform zu erzielen.
[0039] Fig. 13 zeigt perspektivisch eine weitere Abwandlung der in Fig. 11 gezeigten Ausgestaltung
des Profilkörpers mit einem durchgehenden flachen Außenelement 11, und mit dem Innenelement
bildenden zylindrischen Einsätzen 34, 34'. Die Dämpfungswirkung kann auch hier, wie
bereits in Fig. 3 gezeigt wurde, ortsabhängig angepasst werden. Außerdem können somit
auch nicht geradlinig verlaufende Gegenstände unterstützt verpackt werden, indem Einsätze
34, 34' mit unterschiedlicher Höhe zum Einsatz kommen. Mittels der beide Außenelemente
11 miteinander verbindenden Einsätze 34' lässt sich eine seitliche Fixierung des zu
verpackendes Gegenstandes 26 erreichen.
[0040] Es ist auch die in Fig. 14 gezeigte Ausführungsform möglich, bei der sich nicht alle
der unterschiedlich lang ausgestalteten Einsätze bis zu dem gegenüberliegenden Außenelement
11 erstrecken und dadurch für eine seitliche Fixierung des zu verpackenden Gegenstandes
26 sorgen.
[0041] In der Ausgestaltung von Fig. 15 hat das L-förmige Außenelement 11 an seinen Innenflächen
13 jeweils einen durch Einfalten seiner Seiten gebildeten Vorsprung 22, dem eine entsprechende
Vertiefung 21 in der Außenfläche 15 des von zwei im Querschnitt rechteckigen Leisten
24 gebildeten Innenelements 14 zugeordnet ist. Die Vorsprünge 22 und Vertiefungen
21 können über die ganze Profillänge durchgehend oder in Abständen voneinander ausgebildet
sein. Die Leisten 24 stoßen an Innenflächen nach Art einer Gehrung aneinander. Im
Eckbereich ist zwischen dem Außenelement 11 und dem Innenelement 14 ein freier Raum
17 vorgesehen, der mit Luft gefüllt ist und zur Stoßdämpfung beiträgt. Vorteilhafterweise
besteht der Außenelement 11 aus Hartpappe, aus einem harten Kunststoff, oder aus Metall.
[0042] Fig. 16 zeigt perspektivisch eine weitere Ausführungsform des Profilkörpers mit einem
durchgehenden L-förmigen Außenelement 11, auf dessen Innenflächen 13 durch eine Klebeverbindung
Innenelemente 14 in Form von im Querschnitt rechteckigen Leisten 24 angebracht sind.
Die Kombination aus dem äußeren Hartstoff und dem inneren elastischeren Schaumstoff
verbessert die Dämpfung von Druck- und Stoßbelastungen im Kantenbereich, wobei sich
der Profilkörper im Querschnitt so dimensionieren lässt, dass die dadurch bedingte
Volumenvergrößerung bezogen auf den verpackten Gegenstand relativ klein bleibt.
[0043] Fig. 17 zeigt perspektivisch eine weitere Abwandlung der in Fig. 16 gezeigten Ausgestaltung
des Profilkörpers mit einem L-förmigen Außenelement 11, dessen Innenelement jedoch
von einzelnen durch Verklebung mit der Innenfläche 13 des Außenelements 11 verbundenen
zylindrischen Einsätzen 34 gebildet wird. Die Dämpfungswirkung kann auch hier, wie
bereits in Fig. 3 gezeigt wurde, ortsabhängig angepasst werden.
1. Profilkörper zum Schutz von Gegenständen im verpackten Zustand, wobei der Profilkörper
- ein einstückiges Außenelement (11) mit Außenfläche (12) und Innenfläche (13),
- ein ein- oder mehrteiliges Innenelement (14, 24, 34) jeweils mit Außenfläche (15)
und Innenfläche (16) und
- eine wenigstens formschlüssige oder haftende Verbindung des Außenelements (11) und
des Innenelements (14, 24, 34) im Innenflächenbereich (13) des Außenelements (11)
und im Außenflächenbereich (15) des Innenelements (14, 24, 34) aufweist, und
- wenigstens das Innenelement (14, 24, 34) aus geschäumtem Kunststoff besteht.
2. Profilkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenelement (11) aus geschäumtem Kunststoff besteht.
3. Profilkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenelement (11) und das Innenelement (14) jeweils ein mit gleichen Winkel abgewinkeltes
Profilelement bilden.
4. Profilkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel 90° beträgt.
5. Profilkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Innenelemente (14) vorgesehen sind, die längs Gehrungsflächen aneinander liegend
angeordnet sind.
6. Profilkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung des Außenelements (11) mit dem Innenelement (14, 24,
34) im Bereich der Innenflächen (13) des Außenelements (11) und der Außenflächen (15)
des Innenelements (14, 24, 34) zusätzlich kraft- bzw. reibschlüssig ist.
7. Profilkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Außenelements (11) härter ist als das des Innenelements (14, 24,
34).
8. Profilkörper nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenelement (11) aus einem Hartschaumstoff und das Innenelement (14, 24, 34)
aus einem elastischen Schaumstoff besteht.
9. Profilkörper nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartschaumstoff ein Schaumstoff aus Polyurethan, Polystyrol, Polypropylen oder
Polyethylen ist.
10. Profilkörper nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Schaumstoff ein Schaumstoff aus Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR),
aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), aus Styrolbutadienkautschuk (SBR), aus
Butylkautschuk Polyethylen- oder Polypropylenschäume mit niedriger Raumdichte ist.
11. Profilkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Außenelement (11) und dem Innenelement (14, 24, 34) freie Räume (17,18)
vorgesehen sind.
12. Profilkörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass freie Räume (18) auch im Bereich der wenigstens formschlüssigen Verbindung zwischen
dem Außenelement (11) und dem Innenelement (14) vorgesehen sind.
13. Profilkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die wenigstens formschlüssige Verbindung in der Innenfläche (13) des Außenelements
(11) Vertiefungen (20) vorgesehen sind, in die das Innenelement (14, 24, 34) eingreift.
14. Profilkörper nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenelement (14) von wenigstes zwei L-förmig angeordneten Leisten (24) gebildet
wird, die in der Leistenform entsprechende Vertiefungen (20) in der Innenfläche (13)
des Außenelements (11) eingepasst sind.
15. Profilkörper nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Leisten (24) einen rechteckigen, vieleckigen, kreisförmigen oder ringartigen
Querschnitt haben.
16. Profilkörper nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenelement (14) von im Abstand angeordneten Einsätzen (34) gebildet wird, die
in in der Innenfläche (13) des Außenelements (11) vorgesehenen Vertiefungen (20) eingepasst
sind, die der Form und dem Abstand der Einsätze (34) entsprechend sind.
17. Profilkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenfläche (13) des Außenelements (11) Vorsprünge (22) für den wenigstens
formschlüssigen Eingriff mit an der Außenfläche des Innenelements (14) ausgebildeten
Vertiefungen (21) vorgesehen sind.
18. Profilkörper nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Räume (18) zwischen den wenigstens formschlüssig ineinandergreifenden
Vorsprüngen (22, 23) und Vertiefungen (20, 21) vorgesehen sind.
19. Profilkörper nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass für den gegenseitigen Eingriff der Vorsprünge (22, 23) und der Vertiefungen (20,
21) die Vorsprünge (22, 23) zu ihren Enden hin konvergierende Seitenflächen und die
Vertiefungen (20, 21) zu ihren offenen Enden hin entsprechende divergierende Seitenflächen
haben.
20. Profilkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Eckbereich zwischen Innenelement (14) und Außenelement (11) eine dünne, L-förmige
Verstärkungsleiste (40) eingesetzt ist.
21. Profilkörper nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsleiste (40) aus Hartpappe, aus einem harten Kunststoff, aus holzhaltigen
Material oder aus Metall besteht.
22. Profilkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungseigenschaften durch die Anzahl und Härte der Innenelemente (14) variabel
einstellbar ist.
23. Profilkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenelemente (14) an die Außenkontur des zu verpackenden Teils (26) anpassbar
sind.