(19)
(11) EP 1 382 770 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.01.2004  Patentblatt  2004/04

(21) Anmeldenummer: 03010997.9

(22) Anmeldetag:  16.05.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E04F 10/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 19.07.2002 DE 10233144

(71) Anmelder: WEINOR Dieter Weiermann GmbH & Co.
50829 Köln (DE)

(72) Erfinder:
  • Stawski, Karl-Heinz
    50769 Köln (DE)

(74) Vertreter: COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & PARTNER 
Patentanwälte Schumannstrasse 97-99
40237 Düsseldorf
40237 Düsseldorf (DE)

   


(54) Ausfahrbarer Sonnenschutz


(57) Die Erfindung betrifft einen ausfahrbaren Sonnenschutz insbesondere oberhalb von Wintergärten (1) mit mindestens zwei Führungsschienen (2), auf oder an denen jeweils ein Wagen (4) fährt, auf denen das Ausfahrprofil befestigt ist, das eine Sonnenschutzfläche insbesondere ein Tuch von einem Wickel abzieht. Die Führungsschienen (2) sind in Haltern (3) längsverschieblich gelagert und ragen im ausgefahrenen Zustand vorne über den zu beschattenden Bereich oder Körper hinaus.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen ausfahrbaren Sonnenschutz insbesondere oberhalb von Wintergärten mit mindestens zwei Führungsschienen, auf denen jeweils ein Wagen fährt, auf denen das Ausfahrprofil befestigt ist, das eine Sonnenschutzfläche insbesondere ein Tuch von einem Wickel abzieht.

[0002] Aus der DE 197 17 654 und der DE 40 15 995 ist es bekannt, das Ausfahrprofil so breit anzuordnen, dass das Markisentuch zu beiden Seiten die Führungsschienen weit überragt. Dagegen wird der Bereich an der Vorderseite nicht oder nur wenig überragt.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Sonnenschutz der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass bei einfacher Konstruktion und Handhabung sowie bei geringer Bauhöhe ein weit nach vorne vorragender Bereich beschattet wird.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Führungsschienen in Haltern längsverschieblich gelagert sind und im ausgefahrenen Zustand vorne über den zu beschattenden Bereich oder Körper hinausragen.

[0005] Hierdurch können die Führungsschienen nach vorne gefahren werden, so dass die Wagen zusammen mit dem Ausfahrprofil auch weit nach vorne gelangen und damit das zu beschattende Objekt insbesondere einen Wintergarten weit überragen, so dass auch die Vorderseite des Objektes beschattet ist. Hierbei benötigt die einfache Konstruktion keine größere Bauhöhe.

[0006] Eine konstruktiv besonders einfache Führung der Führungsschienen wird erreicht, wenn die Halter U-förmige Bügel aufweisen.

[0007] Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass die Führungsschienen durch ein umlaufendes Zugmittel, ein Zahnstangen/Ritzel-Getriebe, eine Gewindestange oder ein Zylinder-Kolben-Aggregat angetrieben sind.

[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in Seitenansichten dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1
die Markise mit eingefahrenen Führungsschienen,
Fig. 2
die Markise mit ausgefahrenen Führungsschienen.


[0009] Auf der Oberseite eines Bauobjekts insbesondere eines Wintergartens 1 sind mindestens zwei Führungsschienen 2 auf der schrägen Dachfläche parallel zu den Falllinien der Dachfläche längs verschieblich in Haltern 3 montiert, die auf der Dachfläche fest sind. Die Halter sind vorzugsweise in U-förmigen Bügeln gebildet, die eine Längsverschiebung zulassen.

[0010] Auf den Führungsschienen sind je ein Wagen 4 beweglich in deren Längsrichtung gelagert, die ein Ausfahrprofil tragen, an dem die vordere Kante einer Sonnenschutzfläche insbesondere eines Markisentuchs, einer Jalousie oder einer Rollade fest ist. Hierbei ist die Sonnenschutzfläche auf einem Wickel aufgerollt, der am oberen Ende der Führungsschiene in einem Gehäuse 5 angeordnet ist.

[0011] Die Führungsschiene 2 wird durch Gelenkarme, Federn, Zugmittel (Ketten, Seile) oder Gewindestangen nach vorne gefahren, wobei die Wagen 4 am vorderen Ende der Führungsschiene jeweils gegen einen Anschlag fahren, wodurch dann die Führungsschiene weiter nach vorne in ihrer Längsrichtung geschoben wird, so dass die Führungsschiene dann zusammen mit der Sonnenschutzfläche das vordere Ende des Daches weit überragen.

[0012] Beim Einfahren der Sonnenschutzfläche werden dann die Führungsschienen durch die Wagen und/oder durch zusätzliche, die Führungsschiene beaufschlagende Federmittel wieder eingefahren. Als Antrieb für die Führungsschiene bieten sich an ein umlaufendes Zugmittel, ein Zahnstangen/Ritzel-Getriebe, eine Gewindestange oder ein Zylinder-Kolben-Aggregat.


Ansprüche

1. Ausfahrbarer Sonnenschutz insbesondere oberhalb von Wintergärten mit mindestens zwei Führungsschienen, auf denen jeweils ein Wagen fährt, auf oder an denen das Ausfahrprofil befestigt ist, das eine Sonnenschutzfläche insbesondere ein Tuch von einem Wickel abzieht, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen in Haltern längsverschieblich gelagert sind und im ausgefahrenen Zustand vorne über den zu beschattenden Bereich oder Körper hinausragen.
 
2. Sonnenschutz nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass die Halter U-förmige Bügel aufweisen.
 
3. Sonnenschutz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen durch ein umlaufendes Zugmittel, ein Zahnstangen/Ritzel-Getriebe, eine Gewindestange oder ein Zylinder-Kolben-Aggregat angetrieben sind.
 




Zeichnung







Recherchenbericht