[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, insbesondere einen Verdampfer für Klimaanlagen
von Kraftfahrzeugen, insbesondere nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Die heute üblichen Verdampfer wie Scheibenverdampfer und Flachrohrverdampfer werden
senkrecht in die Klimaanlage bzw. das Fahrzeug eingebaut, d. h. mit senkrecht verlaufenden
Rohren. Gängige Flachrohrverdampfer, z. B. bekannt durch die DE-A 198 26 881 der Anmelderin,
sind zweireihig ausgebildet, d. h. mit zwei Reihen von Flachrohren, die hintereinander
bzw. nacheinander von Luft umströmt werden. Die Enden der Sammelrohre münden in Sammelkästen,
die jeweils in zwei Kammern unterteilt sind, die die Enden der Flachrohre aufnehmen.
Das Kältemittel wird bei zweiflutiger Durchströmung einmal in der Tiefe, d. h. entgegen
der Luftströmungsrichtung umgelenkt. Derartige Flachrohrverdampfer weisen eine Höhe
H, gemessen in Längsrichtung der Rohre, auf und eine Breite B, quer zur Rohrlängsrichtung
gemessen. Das Produkt aus Höhe H und Breite B ergibt die Stirnfläche des Verdampfers.
Das Kältemittel kann - zusätzlich zur Umlenkung in der Tiefe - auch in der Breite
umgelenkt werden. Diese Verdampferbauweise weist bekanntermaßen ein Verhältnis von
Höhe zu Breite von ca. 0,5 bis 2,0 auf, d. h. bei den niedrigsten Verdampfern dieser
Bauart beträgt die Höhe ungefähr die Hälfte der Breite.
[0003] Ähnliche Abmessungsverhältnisse von Höhe zu Breite liegen bei den Scheibenverdampfern
vor, wie beispielsweise durch die EP-A 1 089 046 bekannt. Bei dieser Bauweise sind
die Strömungskanäle für das Kältemittel und die Sammelkammern in Scheibenhälften integriert,
die miteinander verlötet werden. Auch diese Scheibenverdampfer werden mit senkrecht
stehenden Strömungskanälen eingebaut.
[0004] Ein technisches Problem ergibt sich dann, wenn man aufgrund bestimmter Einbauforderungen
des Fahrzeugherstellers das Verhältnis von Verdampferhöhe zu Verdampferbreite weiter
verringern will, d. h. Verdampfer niedriger Höhe und relativ großer Breite benötigt.
Der Anteil der Sammelkästen an der Stirnfläche würde diese überproportional reduzieren.
Um eine gleichmäßige Temperaturverteilung am Luftaustritt eines solchen Verdampfers
zu erhalten, müsste das Kältemittel mehrfach in der Breite umgelenkt werden, was zu
erheblichem kältemittelseitigen Druckverlust führen würde. Daher sind dieser Bauart
Grenzen bezüglich der Verringerung der Verdampferhöhe bei etwa gleicher Stirnfläche
gesetzt. Gleiches gilt prinzipiell für die Scheibenverdampfer.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Verdampfer der eingangs genannten
Art zu schaffen, der über eine geringere Bauhöhe bei gleich bleibender Stirnfläche
und gleicher Leistung verfügt, möglichst bei günstigem Temperaturprofil.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Patentanspruches 1. Die
Erfindung sieht einen liegenden Verdampfer vor, bei dem die Strömungskanäle in Einbaulage
etwa horizontal und die seitlichen Sammelkammern etwa vertikal angeordnet bzw. durchströmt
sind. Vertikal bedeutet jedoch nicht streng vertikal, da die Verdampfer in Klimaanlagen
zum Teil auch etwas geneigt angeordnet werden. Eine solche Anordnung soll auch von
den Begriff etwa vertikal umfaßt sein. Durch diese Bauweise kann ein Verhältnis von
Höhe zu Breite im Bereich von 1 : 3 bis 1 : 6 bzw. ein Verhältnis von Breite zu Höhe
im Bereich von ca. 3 bis 6 und mehr, das heißt vorteilhaft auch bis 7, 8, 9m oder
10 oder mehr, realisiert werden, ohne dass die Leistung des Verdampfers abnimmt. Gegenüber
der Bauweise mit senkrechten Strömungskanälen ergibt sich sogar ein Leistungsgewinn.
Ferner ergibt sich gegenüber der bekannten Bauweise mit senkrechten Strömungskanälen
der Vorteil einer geringeren Teilezahl, da der erfindungsgemäße Verdampfer längere,
aber weniger Rohre bzw. Strömungskanäle aufweist. Dies reduziert somit die Fertigungskosten.
[0007] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Verdampfer als Scheiben-
oder Flachrohrverdampfer ausgebildet, wobei sich der Flachrohrverdampfer als besonders
vorteilhaft erweist. Er kann prinzipiell mit nahezu den gleichen oder ähnlichen Bauteilen
wie beim eingangs erwähnten Stand der Technik der Anmelderin gebaut werden - allerdings
in liegender Bauweise mit entsprechend niedriger Höhe und großer Breite. Durch Anordnung
von Trennwänden in den Sammelkästen kann eine zwei- oder mehrfache Durchflutung mit
Umlenkung des Kältemittels in der Tiefe und der Höhe ermöglicht werden, was eine günstige
Temperaturverteilung für die aus dem Verdampfer austretende Luft bewirkt.
[0008] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Einspritzung des
Kältemittels in die unten liegenden Rohre bzw. in den unten liegenden der Sammelkammer.
Vorteilhafterweise wird das Kältemittel dann im oberen Bereich im dampfförmigen bzw.
überhitzten Zustand abgesaugt. Damit ist es möglich, den erfindungsgemäßen Verdampfer
auch mit einem herkömmlichen Expansionsventil zu betreiben.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können die Ein- und Austrittsöffnungen
beide unten an einem Sammelkasten angeordnet sein, dann liegen die Überströmöffnungen
für die Umlenkung des Kältemittels in der Tiefe im oberen Bereich der senkrechten
Trennwand. Dadurch wird verhindert, dass flüssiges Kältemittel abgesaugt wird.
[0010] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Ein- und Austrittsöffnungen
beide oben an einem Sammelkasten angeordnet sein, dann liegen die Überströmöffnungen
für die Umlenkung des Kältemittels in der Tiefe im unteren Bereich der senkrechten
Trennwand. Dadurch wird erreicht, dass nur dampfförmiges Kältemittel abgesaugt wird.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist der Verdampfer Seitenteile auf, wobei
das unten liegende Seitenteil Aussparungen für den Kondensatablauf aufweist. Da die
Flachrohre horizontal liegen, wird das sich bei feuchter Luft bildende Kondensat durch
den Luftstrom mitgenommen. Zwischen den Flachrohrreihen kann es - der Schwerkraft
folgend - nach unten abtropfen und durch die Aussparungen ablaufen. Damit wird unangenehmer
Verdampfergeruch vermieden. Darüber hinaus können am luftaustrittsseitigen Stirnbereich
des Verdampfers Spritzwassergitter zum Auffangen des abspritzenden Kondenswassers
angeordnet sein.
[0012] Dabei kann es vorteilhaft sein, daß über die Länge des Seitenteils betrachtet zumindest
eine oder auch mehrere Aussparungen vorgesehen sind, wie beispielsweise eine Mehrzahl
von länglichen Aussparungen. Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn die Aussparungen
im Seitenteil im wesentlichen auf der Ab- bzw. auf der Ausströmseite angeordnet sind.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel kann es auch zweckmäßig sein, wenn die Aussparung/die
Aussparungen auf der Einströmseite liegen oder auch über beide Bereiche zumindest
teilweise, also Ausströmseite oder An- oder Einströmseite, liegen.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- einen liegenden Verdampfer in zweiflutiger Durchströmung in Flachrohrbauweise in einer
Ansicht von unten,
- Fig. 1a
- den Verdampfer gemäß Fig. 1 in einer Ansicht von vorne,
- Fig. 1b
- den Verdampfer gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht,
- Fig. 1c
- ein Ausführungsbeispiel eines Verdampfers in einer Ansicht von unten,
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines liegenden Verdampfers mit zweifacher Durchflutung
in schematischer Darstellung,
- Fig. 3
- ein Diagramm zum Leistungsvergleich der erfindungsgemäßen und der herkömmlichen Bauweise,
- Fig. 4
- ein Diagramm zum Vergleich der erfindungsgemäßen und der herkömmlichen Bauweise im
Hinblick auf den spezifischen Nutzraum und
- Fig. 5
- eine Diagramm zum Vergleich der erfindungsgemäßen und der herkömmlichen Bauweise im
Hinblick auf den luftseitigen Druckabfall.
[0014] Fig. 1, 1a und 1b zeigen einen zweireihigen, zweiflutig durchströmten Flachrohrverdampfer
1 in liegender Einbaulage, das heißt mit liegenden Flachrohren, in einer Ansicht von
unten. Die Luftströmungsrichtung ist durch den Pfeil L gekennzeichnet.
[0015] Fig. 1a zeigt den Verdampfer 1 mit Blick auf seine Stirnfläche, die durch die Höhe
H und die Breite B definiert ist. Die Stirnseite des Verdampfers 1 zeigt insgesamt
zehn Flachrohre 2, zwischen denen Wellrippen 3 angeordnet sind. Die Flachrohre 2 münden
zu beiden Seiten in Sammelkästen 4, 5, die jeweils durch eine Längstrennwand 6 in
zwei Kammern 7, 8 unterteilt sind (die Unterteilung der Kammer 5 ist in Fig. 1 und
1a nicht erkennbar). Die erste Flachrohrreihe 9 mündet in die Kammer 7 und die gegenüberliegende
(verdeckt), während die zweite Flachrohrreihe 10 (verdeckt), dargestellt durch Pfeile
10, in die Kammer 8 und die gegenüberliegende Kammer (verdeckt) mündet. Beiderseits
der Flachrohre 2 sind Seitenteile 11, 12 angeordnet, die mit den benachbarten Wellrippen
3 und auch mit den Sammelkästen 4, 5 verlötet sind. Das in Einbaulage unten liegende
Seitenteil 12 weist drei längliche Aussparungen 13 auf, die teilweise den Blick auf
die erste Flachrohrreihe 9 freigeben. Diese Aussparungen 13 sind für den Ablauf von
Kondensat, welches sich bei feuchter Luft auf der Verdampferoberfläche bildet, vorgesehen.
Der Verdampfer 1 weist zwei Kältemittelanschlüsse, nämlich einen Kältemitteleintritt
14 und einen Kältemittelaustritt 15 auf, welche über eine Kältemittelzuleitung 16
und eine Kältemittelableitung 17 mit einem Expansionsventil 18 verbunden sind (Fig.
1b). Die Einspritzung des Kältemittels erfolgt also an unterster Stelle des Verdampfers
1, und zunächst wird die in Luftströmungsrichtung (Pfeil L) hinten liegende Rohrreihe
10 von Kältemittel durchströmt. Das Kältemittel gelangt dann in die hinten liegende
Kammer 8 des Sammelkastens 4. In der Trennwand 6 sind Durchtrittsöffnungen 19 angeordnet,
durch die das Kältemittel in die in Luftströmungsrichtung vorne liegende Kammer 7
übertritt (Umlenkung in der Tiefe). Von dort gelangt es in die vordere Flachrohrreihe
9 und dann in den Sammelkasten 5, dessen hintere Kammer 5a und vordere Kammer 5b in
Fig. 1b erkennbar sind. Das Kältemittel wird im oberen Bereich der Kammer 5b über
den Anschlussstutzen 15 abgesaugt.
[0016] Der Flachrohrverdampfer 1 wird - wie bereits erwähnt - liegend, also wie in der Zeichnung
dargestellt, in die Klimaanlage des Kraftfahrzeuges eingebaut und von der abzukühlenden
Luft in Richtung des Pfeils L angeströmt. Insofern ergibt sich für die Strömung zwischen
Kältemittel und Luft ein Kreuzgegenstrom. Der Flachrohrverdampfer weist in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel eine Breite B von 500 mm auf, wobei diese Breite die beiden Sammelkästen
4, 5 mit einschließt. Die Höhe H des Verdampfers beträgt 120 mm. Daraus ergibt sich
ein Verhältnis von Breite B zu Höhe H von 4,16.
[0017] Verdampfer dieser Bauart weisen vorteilhafterweise Höhen im Bereich von H = 65- 142
mm, vorzugsweise von H = 98 - 120 mm auf.
[0018] Die Figur 1c zeigt einen Verdampfer in einer Ansicht von unten, bei welchem bei gleichen
Bauteilen auch die gleichen Bezugszeichen verwendet sind, wie in Figur 1a. Bei der
Figur 1c handelt es sich um ein Ausführungsbeispiel, bei welchem die Öffnungen 13'
zum Kondensatablauf auf der anderen Seite im Vergleich zum Ausführungsbeispiel der
Figur 1a angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel der Figur 1a ist der Ablauf 13 für
das Kondensat auf der Luftanströmseite im Seitenteil angeordnet, wohingegen im Ausführungsbeispiel
der Figur 1c der Ablauf 13' auf der Abströmseite bzw. Ausströmseite im Seitenteil
angeordnet ist.
[0019] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel kann der Ablauf für ein Kondensat, das auf
der Oberfläche des Verdampfers kondensiert, auch sowohl auf der An- als auch auf der
Abströmseite des Seitenteils liegen.
[0020] Vorteilhaft sind die Aussparungen durch längliche Ausschnitte gebildet, sie können
aber auch als runde Ausschnitte oder anderweitige Ausschnitte ausgebildet sein.
[0021] Fig. 2 zeigt ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines Flachrohrrohrverdampfers
20 in schematischer Darstellung, d. h. Rohre und Rippen sind nicht dargestellt, sondern
im Wesentlichen durch Strömungspfeile ersetzt. Der Flachrohrverdampfer 20 weist -
ähnlich wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 - ein liegendes Flachrohrbündel 21
auf, welches eine vordere Rohrbündelhälfte 21a und eine hintere Rohrbündelhälfte 21b
aufweist. Die Luft, die den Flachrohrverdampfer 20 in Richtung des Pfeile L durchströmt,
trifft allerdings zuerst auf die hintere Flachrohrbündelhälfte 21b. Beiderseits des
Flachrohrbündels 21 sind Sammelkästen 22, 23 angeordnet, in welche die nicht dargestellten
Flachrohre des Bündel 21 münden. Der in der Zeichnung links gelegene Sammelkasten
22 ist durch eine durchgehende, senkrecht angeordnete Trennwand 24 in eine vordere
Kammer 22a und in eine hintere Kammer 22b unterteilt, wobei die vordere Kammer 22a
eine Eintrittsöffnung 25 und die hintere Kammer 22b eine Austrittsöffnung 26 für das
Kältemittel aufweist. Ein- und Austrittsöffnung 25, 26 liegen also beide auf der unteren
Seite des Flachrohrverdampfers 20, der in der Lage, wie sie in der Zeichnung dargestellt
ist, im Fahrzeug eingebaut ist. Der in der Zeichnung rechts gelegene Sammelkasten
23 weist eine senkrecht angeordnete Trennwand 27 auf, die den Sammelkasten 23 in eine
vordere Kammer 23a und in eine hintere Kammer 23b unterteilt. Die Trennwand 27 weist
in ihrem oberen Bereich, vorzugsweise in ihrer oberen Hälfte drei Überströmöffnungen
28 auf, welche die beiden benachbarten Kammern 23a, 23b miteinander verbindet (weniger
oder mehr Öffnungen sind ebenso möglich).
[0022] Der Flachrohrverdampfer 20 wird zweiflutig von Kältemittel durchströmt, und zwar
in folgender Weise: das Kältemittel tritt in Richtung des Pfeils E über die Öffnung
25 in die vordere Kammer 22a ein und strömt dann durch das vordere Rohrbündel 21a,
den Pfeilen V folgend, in die Kammer 23a auf der rechten Seite des Verdampfers 20.
Das Kältemittel tritt in flüssigem Zustand in die Kammer 23a ein und wird auf dem
Wege zur Kammer 23a teilweise verdampft, d. h. ein Teil des in die Kammer 23a einströmenden
Kältemittels ist noch flüssig. Daher sind die Überströmöffnungen 28 im oberen Bereich
der Trennwand 27 angeordnet, so dass ein Überströmen von flüssigem Kältemittel von
der vorderen Kammer 23a in die hintere Kammer 23b verhindert wird. Durch die Überströmöffnungen
28 tritt somit vorwiegend Kältemittel in dampfförmigem Zustand in die Kammer 23b über
- hier erfolgt also in Richtung des Pfeils U die Umlenkung des Kältemittels "in der
Tiefe", d. h. entgegen der Luftströmungsrichtung L. Aus der Kammer 23b tritt das Kältemittel
dann in das hintere Rohrbündel 21b ein und durchströmt dieses in Richtung des Pfeils
R, bis es in die Austrittskammer 22b gelangt. Von dort tritt das Kältemittel in dampfförmigem
Zustand durch die Austrittsöffnung 26 im unteren Bereich der Kammer 22b aus dem Flachrohrverdampfer
20 aus.
[0023] Durch diese Anordnung, d. h. die in der Trennwand 27 oben angeordneten Überströmöffnungen
28 bei unten liegendem Ein- und Auslass E, A wird erreicht, dass nur dampfförmiges
Kältemittel abgesaugt wird und somit eine Regelung über ein herkömmliches Expansionsventil
möglich ist.
[0024] Eine weitere, hier nicht dargestellte Ausführungsform des Flachrohrverdampfers ist
möglich, und zwar mit oben liegendem Einlass E und Auslass A (entsprechend Fig. 2).
Der Verdampfer 20 gemäß Fig. 2 wäre um seine Längsachse um 180 ° zu drehen, so dass
die Eintrittsöffnung 25 und die Austrittsöffnung 26 oben lägen und die Überströmöffnungen
28 in die unter Hälfte der Trennwand 27 zu liegen kämen. Das flüssige Kältemittel
würde dann im Wesentlichen im unteren Bereich des Verdampfers bleiben, so dass nur
dampfförmiges Kältemittel abgesaugt würde.
[0025] Die aus dem Flachrohrverdampfer austretende Luft führt einen Teil des Kondensats,
welches sich auf der Verdampferoberfläche bildet, mit sich, was zu unerwünschtem Spritzwasser
führen würde. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, wenn in Luftströmungsrichtung
L hinter dem Verdampfer ein an sich bekanntes, hier nicht dargestelltes Spritzwassergitter
angeordnet wäre, welches das Spritzwasser auffängt und nach unten ableitet bzw. abtropfen
lässt.
[0026] Fig. 3 zeigt einen Leistungsvergleich zwischen konventioneller Verdampferbauweise
mit senkrechten Rohren und erfindungsgemäßer Bauweise mit liegenden Rohren. Dabei
ist die Leistung des Verdampfers aufgetragen über der verbauten Stirnfläche einschließlich
der Sammler - bezogen auf die Figuren 1a und 2a entspricht die Stirnfläche also dem
Produkt B x H. Die gestrichelte Linie E zeigt die Leistung für die erfindungsgemäße
Bauweise für Stirnflächen von 4 bis 6,5 qdm bei gleich bleibender Höhe von H = 120
mm, beginnend mit einer Breite von B = 350 mm (entsprechend einer Stirnfläche von
4,2 qdm). Dies entspricht einem Verhältnis B zu H von 2,9. Der Stirnfläche von 6,5
qdm entspricht eine Breite von B = 540 mm, was ein Verhältnis von B zu H gleich 4,5
bedeutet. Die durchgezogene Kurve K, die deutlich unter der Kurve E liegt, bezieht
sich auf Verdampfer in konventioneller Bauweise, d. h. mit senkrecht verlaufenden
Rohren, waagerecht verlaufenden Sammelkästen innerhalb eines Verhältnisses von B zu
H von 2,9 bis 5,4. Die Minderleistung gegenüber der erfindungsgemäßen Bauweise ergibt
sich aus einer Vielzahl von Kältemittelumlenkungen und dem daraus resultierenden kältemittelseitigen
Druckabfall.
[0027] Fig. 4 zeigt ein weiteres Diagramm, bei dem der spezifische Nutzraum, d. h. das Verhältnis
von Nutzraum zu Bauraum aufgetragen ist über der freien Stirnfläche (hierbei handelt
es sich um das Produkt B' x H, wobei B' die um die Höhe der Sammelkästen reduzierte
Breite ist). Die obere gestrichelte Kurve E entspricht der erfindungsgemäßen Bauweise,
während die darunter liegende waagerecht verlaufende Kurve K der konventionellen Bauweise
mit senkrechten Rohren entspricht. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass die erfindungsgemäße
Bauweise mit liegenden Rohren eine relativ größere freie Stirnfläche bietet, weil
der Anteil der Sammelkästen an der gesamten Stirnfläche wesentlich geringer ist, als
dies bei der konventionellen Bauweise bei einem derartigen Verhältnis von Breite zu
Höhe der Fall ist.
[0028] Fig. 5 zeigt ein weiteres Diagramm, bei dem der luftseitige Druckabfall am Verdampfer
aufgetragen ist über der Gesamtstirnfläche einschließlich der Fläche der Sammler.
Auch hier bezeichnet die gestrichelte Linie E wieder die erfindungsgemäße und die
durchgezogene Linie K die konventionelle Bauweise. Der Druckabfall für die Erfindung
fällt also wesentlich günstiger aus. Dieser Vorteil zu Gunsten der Erfindung ergibt
sich wiederum aufgrund der geringeren Anteile der Sammelkästen an der Gesamtstirnfläche
bei der Erfindung.
1. Verdampfer für Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen, bestehend aus parallel verlaufenden,
ein Kältemittel führenden Strömungskanälen, aus von Luft beaufschlagten zwischen den
Strömungskanälen angeordneten Rippen sowie aus mindestens einer Sammelkammer mit Kältemitteleintritts-
und/oder -austrittsöffnungen, wobei der Verdampfer einen Block mit einer in der Senkrechten
gemessenen Höhe H und einer in der Horizontalen gemessenen Breite B aufweist, deren
Produkt H x B die Stirnfläche des Verdampfers ergibt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle in Einbaulage liegend, d. h. im Wesentlichen Horizontal und die
Sammelkammer/n in senkrechter Richtung durchströmbar angeordnet sind und dass das
Verhältnis V von Breite B zu Höhe H folgenden Bereich aufweist:
2. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle und die Sammelkammern in Scheiben integriert sind und einen Scheibenverdampfer
bilden.
3. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle als Flachrohre (2) und die Sammelkammern als Sammelkästen (4,
5; 22, 23), in welche die Flachrohre (2) münden, ausgebildet sind.
4. Verdampfer nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch zwei Reihen (9, 10) von Flachrohren (2) und beiderseits der Flachrohrenden angeordnete
Sammelkästen (4, 5), die jeweils in zwei Kammern (7, 8; 5a, 5b) für jede Flachrohrreihe
(9, 10) unterteilt sind.
5. Verdampfer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kältemitteleintrittsöffnung (14) im unteren Bereich einer Kammer (5a) eines Sammelkastens
(5) angeordnet ist.
6. Verdampfer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kältemittelautrittsöffnung (15) im oberen Bereich einer Kammer (5b) eines Sammelkastens
(5) angeordnet ist.
7. Verdampfer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass Kältemittelein- und -austrittsöffnungen (14, 15) an dem selben Sammelkasten (5) angeordnet
sind.
8. Verdampfer nach einem der Ansprüche 4 bis 7, gekennzeichnet durch eine zweifache Durchflutung (V, R) mit einer Umlenkung U des Kältemittels in der
Tiefe, d. h. entgegen der Luftströmungsrichtung L.
9. Verdampfer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass Kältemitteleintritts- und austrittsöffnungen (25, 26) im unteren Bereich eines Sammelkastens
(22) angeordnet sind und dass der andere Sammelkasten (23) eine senkrechte Trennwand
(27) mit Überströmöffnungen (28) aufweist, die im oberen Bereich angeordnet sind.
10. Verdampfer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kältemitteleintritts- und austrittsöffnungen im oberen Bereich eines Sammelkastens
angeordnet sind und dass der andere Sammelkasten eine senkrechte Trennwand mit Überströmöffnungen
aufweist, die im unteren Bereich angeordnet sind.
11. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass beiderseits der Flachrohrreihen (9, 10) Seitenteile (11, 12) angeordnet sind, wobei
das unten liegende Seitenteil (12) Aussparungen (13) für den Ablauf von Kondensat
aufweist.
12. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Aussparungen für den Kondensatablauf bevorzugt im Seitenteil auf der Luftausströmseite
angeordnet sind.
13. Verdampfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Aussparungen für den Kondensatablauf bevorzugt im Seitenteil auf der Luftanströmseite
angeordnet sind.