[0001] Die Erfindung betrifft einen Separator mit selbstentleerender Schleudertrommel nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Aus der DE 27 04 903 C3 der Westfalia Separator AG ist ein Separator mit einem Kolbenschieber
bekannt. Die Steuerung des Kolbenschiebers erfolgt mit Hilfe verschiedener Ventile,
welche den Zu- und Ablauf von Steuerfluid in und aus einem Steuerraum unterhalb des
Kolbenschiebers steuern. Diese Konstruktion hat sich an sich bewährt. Dennoch besteht
der Bedarf danach, die Kosten für die zur Steuerung des Kolbenschiebers notwendigen
Bauelemente zu senken. Analoges gilt für die DE 26 44 237 OS und die 28 37 573 C2.
[0003] Nachteilig bei der Lösung der DE 28 34 340 C2, die ebenfalls einen Separator mit
Kolbenschieber zeigt, ist dagegen der relativ hohe Steuerfluidverbrauch, welcher aus
dem ständigen Ablauf von Steuerfluid aus einer Bohrung im Trommelunterteil resultiert.
[0004] Die EP 0 775 021 A1 zeigt einen Separator, bei welchem anstelle eines Kolbenschiebers
als Verschlußelement ein im Bereich der Antriebsspindel angelenktes und um diesen
Bereich verschwenkbares Verschlussteil für die Feststoffaustragsöffnungen vorgesehen
ist. Unterhalb des Verschlusselementes ist ein Steuerraum ausgebildet. Wird dieser
Steuerraum mit Steuerfluid beaufschlagt, wird das Verschlussteil im Bereich des Feststoffaustragsöffnungen
infolge der Verschwenkbewegung angehoben, so daß diese verschlossen werden. Durch
Druckabsenkung im Steuerraum wird das als Drehteil ausgestaltete Verschlussteil dagegen
zurück geschwenkt. Diese Lösung hat den Nachteil, daß der überbrückbare Verschlussweg
im Bereich der Feststoffaustragsöffnungen relativ gering ist, so daß sich die Lösung
nur für einen bestimmten Teil von Separatoren eignet.
[0005] Gattungsgemäße Separatoren sind aus der DE 36 07 526 A1 oder der DE 4142 200 C1 bekannt.
Der Steuerschieber der erstgenannten Schrift ist aufwendig ausgestaltet und arbeitet
hydraulisch mittels zusätzlicher Federunterstützung, so dass die Konstruktion der
Steuerschieberanordnung relativ teuer ist. Ein ähnliches Problem besteht hinsichtlich
der DE 41 42 200 C1, nach welcher die hier vorgeschlagene Konstruktion mehrere teuere
Drehteile erfordert.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ausgehend vom gattungsgemäßen Stand der
Technik bei sicherer Funktion des Kolbenschiebers den zur Steuerung des Kolbenschiebers
notwendigen konstruktiven Aufwand zu senken und die Kosten zur Herstellung des Separators
zu senken.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0008] Danach ist der Steuerschieber mit wenigstens einer oder mehreren Bohrungen zwischen
dem Öffnungsraum und dem Schließraum versehen. Der Steuerschieber ermöglicht auf diese
Weise eine Konstruktion, bei welcher ohne übermäßigen Verbrauch an Steuerfluid auf
komplizierte und teuere Ventile zur Steuerung des Kolbenschiebers verzichtet werden
kann, so dass die Nachteile des Standes der Technik behoben werden.
[0009] Besonders kostengünstig wird der Steuerschieber als Blechteil, insbesondere als Blechring,
ausgebildet. Diese Variante, aber auch selbstständige Lösung erspart die Ausbildung
des Steuerschiebers als teures Drehteil und wird daher ganz besonders bevorzugt, obwohl
es prinzipiell auch denkbar ist, den Steuerschieber bei weniger kostengünstigen Varianten
in anderer Weise herzustellen.
[0010] Vorzugsweise unterteilt der Steuerschieber den Steuerraum in einen Öffnungsraum unterhalb
des Steuerschiebers und in einen Schließraum oberhalb des Steuerschiebers und der
Steuerschieber wird im Steuerraum relativ zur Separator-Drehachse axial verschieblich
angeordnet.
[0011] Besonders bevorzugt weist der Schließraum ferner einen kleineren Durchmesser als
der Öffnungsraum auf, um die auf den Steuerschieber jeweils von oben und/oder von
unten wirkenden Drücke bei einer Beaufschlagung der jeweiligen Räume mit Steuerfluid
zur Steuerung nutzen zu können. Zum Erzielen einer geeigneten Druck- und Kraftdifferenz
ist es besonders vorteilhaft, wenn der Steuerschieber den Kolbenschieber an dessen
äußerem Umfang einfasst (ringsum, aber in axialer Richtung entweder ganz oder nur
abschnittsweise.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0013] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigt:
- Fig. 1a
- einen Schnitt durch einen Teil eines ersten erfindungsgemäßen Separators, wobei im
linken Teil der Fig. eine erste und im rechten Teil eine zweite Betriebsstellung des
Kolbenschiebers eingezeichnet ist;
- Fig. 1b
- einen Ausschnitt aus Fig. 1a;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch einen Teil eines zweiten erfindungsgemäßen Separators analog zu
Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch einen Teil eines dritten erfindungsgemäßen Separators analog zu
Fig. 1;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch einen Teil eines vierten erfindungsgemäßen Separators analog zu
Fig. 1; und
- Fig. 5
- einen Schnitt durch einen Teil eines fünften erfindungsgemäßen Separators.
[0014] Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch den unteren Bereich einer Schleudertrommel 1 eines
Separators mit vertikaler Rotationsachse. Im linken Teil der Fig. ist die Trommel
mit geschlossenen und im rechten Teil der Fig. mit geöffneten Feststoffaustragsöffnungen
17 während einer Feststoffentleerung dargestellt.
[0015] Die Schleudertrommel 1 weist ein Trommelunterteil 3 und ein Trommeloberteil 5 auf,
wobei das Trommelunterteil 3 hier einen unteren, sich hier radial erstreckenden, ringartigen
Bodenbereich 6 aufweist, einen sich daran nach oben anschließenden konischen Bereich
7, einen sich wiederum an diesen anschließenden radialen Ringkragen 8 und einen sich
daran nach oben anschließenden zylindrischen Bereich 9 umfasst. Der Bodenbereich 6
umgibt eine Spindelaufnahme 10, in welche eine (hier nicht dargestellte) Antriebsspindel
einsetzbar ist.
[0016] Das Trommeloberteil 5 ist konisch ausgebildet und mit seinem unteren Randbereich
in den zylindrischen Bereich 9 des Trommelunterteils 3 eingesetzt, wo es sich axial
an einer Ringschulter 11 abstützt und mit Hilfe eines Ringes 13 mit Außengewinde an
einem Innengewinde des zylindrischen Bereiches 9 des Trommelunterteiles 3 festgeschraubt
ist.
[0017] Unterhalb des Trommeloberteiles 5 ist in das Trommelunterteil 3 ein im Trommelunterteil
3 axial beweglicher, insbesondere verschieblicher Kolbenschieber 15 eingesetzt.
[0018] In einer ersten, oberen Betriebsstellung verschließt der Kolbenschieber 15 sich hier
radial vom Trommelinneren zum Trommeläußeren erstreckende Feststoffaustragsöffnungen
17 im zylindrischen Bereich 9 des Kolbenschiebers (linker Teil der Fig.).
[0019] In einer zweiten, unteren Betriebsstellung gibt der Kolbenschieber 15 dagegen die
Feststoffaustragsöffnungen 17 frei, so daß durch die Feststoffaustragsöffnungen 17
eine Entleerung des Trommelinneren z.B. zum Austragen von Feststoff, erfolgen kann
(rechter Teil der Fig.).
[0020] Der Kolbenschieber 15 weist einen inneren, ringförmigen Kolbenschieber-Bodenabschnitt
19 auf, der ebenfalls die Spindelaufnahme 10 umgibt, und einen sich daran nach oben
hin anschließenden konischen Kolbenschieberabschnitt 21 auf, der an seiner Unterseite
im oberen Randbereich mit einem Kolbenschieber-Ringansatz 23 versehen ist.
[0021] Die Steuerung der Bewegung des Kolbenschiebers erfolgt mit Hilfe eines Fluids, insbesondere
Wasser, welches in einen Steuerraum 25 zwischen dem Kolbenschieber 15 und dem Trommelunterteil
3 einbringbar ist.
[0022] Übt das Fluid von unten einen genügenden Druck auf den Kolbenschieber 15 aus, wird
er so angehoben, daß er die Feststoffaustragsöffnungen 17 verschließt.
[0023] Bei einem Ableiten des Fluids sinkt der Kolbenschieber dagegen ab, so daß die Feststoffaustragsöffnungen
17 zum Durchführen eines Entleerungsvorganges freigegeben werden.
[0024] Zur Realisierung dieser Funktionen ist im Steuerraum 25 zwischen dem Kolbenschieber
15 und dem Trommelunterteil 3 ein kostengünstig aus Blech geformter Steuerschieber
27 axial verschiebbar angeordnet.
[0025] Der Steuerschieber 27 ist in seiner Kontur der Kontur des Steuerraumes 25 angepasst,
welcher von dem Freiraum zwischen dem Trommelunterteil 3 und dem Kolbenschieber 19
gebildet wird.
[0026] So weist er einen unteren Steuerschieber-Bodenabschnitt 29, einen konischen Steuerschieber-Abschnitt
31, einen Steuerschieber-Ringansatz 33 und einen sich daran nach oben anschließenden
Steuerschieber-Zylinderabschnitt 35 auf, welcher in eine Ringaussparung 37 am äußeren
Umfang des Kolbenschieber-Ringansatzes 33 eingreift. Der Steuerschieber 27 fasst hier
also den Kolbenschieber 15 an dessen äußerem Umfang abschnittsweise (in axialer Richtung)
ein.
[0027] Durch die Bemessung der Größe des Raumes oberhalb des Steuerschiebers 27 lässt sich
das Entleerungsverhalten beeinflussen. Diese Größe kann wiederum beispielsweise durch
Veränderung des Volumens der Ringaussparung 37 beeinflusst werden (siehe die gestrichelte
Darstellung der Fig. 1b) oder aber durch sonstige Aussparungen oder Taschen an der
Unterseite des Kolbenschiebers 15 (hier nicht dargestellt). Es ist daher sinnvoll,
wenn die Breite der Ringaussparung 37 zumindest der Breite des Steuerschieber-Zylinderabschnitt
35 entspricht und u.U. sogar deutlich größer als diese Breite ist.
[0028] Der innere Durchmesser des Kolbenschiebers 15 an der Spindelaufnahme 10 wird mit
Di, sein äußerer Durchmesser am Steuerschieber-Zylinderabschnitt 35 wird mit D bezeichnet.
Der innere Durchmesser des Steuerschieber-Zylinderabschnittes wird mit D0 bezeichnet
(siehe Fig. 1b).
[0029] Am Innenumfang des zylindrischen Trommelteilabschnittes 9 ist eine Ringnut 39 ausgebildet,
in welche ein Dichtring 41 eingesetzt ist, welcher den Spalt zwischen dem zylindrischen
Trommelteilabschnitt 9 und dem Kolbenschieber-Ringansatz 33 abdichtet.
[0030] Unterhalb des Steuerschieber-Ringansatzes 33 sind in die Innenwandung des Trommelunterteils
3 in dessen Ringabschnitt 8 auf einem Kreis mit einem Radius R winkelversetzt zueinander
mehrere vorzugsweise jeweils wieder für sich ringartige Nuten 43, die jeweils einen
Durchmesser A aufweisen. In diese Nuten 43 sind jeweils Dichtringe 45a, b eingesetzt,
welche etwas aus den Nuten 43 in den Steuerraum vorstehen.
[0031] Durch einen Teil ― z.B. winkelversetzt durch jede zweite ― der durch diese Nuten
43 definierten Kreise erstrecken sich zentrisch angeordnete Bohrungen 47 durch das
Trommelunterteil 3 nach außen (siehe den rechten Teil der Fig. 1a und b).
[0032] In dem Steuerschieber 27 sind dagegen nur oberhalb der Mittelpunkte der Nuten 43
ohne Bohrungen 47 (siehe jeweils den linken Teil der Fig. 1a und b) jeweils Bohrungen
48 ausgebildet. Damit erstrecken sich die Bohrungen 47 durch das Trommelunterteil
3 derart nach außen, dass sie zu den Bohrungen (48) versetzt angeordnet sind bzw.
nicht mit diesen fluchten.
[0033] Am Innenumfang des Steuerraumes 25 ist eine Ringnut 51 ausgebildet, in welche von
unten her eine axiale Zulaufbohrung 49 für das Steuerfluid mündet.
[0034] Der Steuerraum 25 selbst wird durch den Steuerschieber 27 in einen Bereich oberhalb
des Steuerschiebers 27 ― Schließraum 55 genannt - und einen Bereich unterhalb des
Steuerschiebers 27 ― Öffnungsraum 57 genannt ― unterteilt.
[0035] Im Trommelunterteil 3 ist ferner eine radial aus dem den Öffnungsraum 57 nach außen
führende Steuerbohrung 53 ausgebildet, welche ein Ableiten von Steuerfluid aus dem
Öffnungsraum 57 erlaubt.
[0036] Am Außenumfang des Kolbenschiebers 15 ist oberhalb der Ringaussparung 37 eine Ringnut
59 angeordnet, in welche ein umlaufender Dichtring 61 zum Abdichten des Spaltes zwischen
dem Außenumfang des Kolbenschiebers 15 und der Innenwandung des Trommelunterteils
3 eingesetzt ist.
[0037] Am Außenumfang der Spindelaufnahme ist eine Ringnut 63 angeordnet, in welche ein
umlaufender Dichtring 65 zum Abdichten des Spaltes zwischen dem Außenumfang der Spindelaufnahme
10 und der Innenwandung des Kolbenschiebers 15 eingesetzt ist.
[0038] Unterhalb des Trommelunterteils 3 ist ein Hilfssteuerraum 66 zwischen dem Trommelunterteil
und einem an das untere Ende des Trommelunterteils 3 angesetzten Ringteil 67 ausgebildet,
der ebenfalls eine Ringform aufweist und in dem ein Hilfsschieber 69 verschieblich
angeordnet ist.
[0039] Oberhalb des Hilfsschiebers 69 sind im Trommelunterteil 3 sich zwischen dem Steuerraum
25 und dem Öffnungsraum 57 erstreckende Bohrungen 71 ausgebildet, welche jeweils ein
Stift 73 durchsetzt, welcher in der Bohrung 71 verschieblich angeordnet ist. Der Stift
73 ist so lang bemessen, daß er bei einem Anheben des Hilfsschiebers 69 den Steuerschieber
27 im Steuerraum 25 etwas axial anhebt. Es sind mindestens eine Bohrung 71 und mindestens
ein Stift 73 vorgesehen.
[0040] Oberhalb und unterhalb des Hilfsschiebers 69 durchsetzen radiale Steuerbohrungen
77 und 79 die Wandungen des Ringteile 67 bzw. des Hilfssteuerraums 66.
[0041] In den Hilfssteuerraum 66 mündet ferner eine mit der Zulaufbohrung in Verbindung
stehende Hilfssteuerraum-Zulaufbohrung 75.
[0042] Trotz der Hilfsschieberanordnung ist diese Konstruktion außerordentlich kostengünstig.
[0043] Die Funktion dieser Anordnung ist wie folgt.
A) Das Schließen der Trommel (linke Seite der Fig. 1):
[0044] Zum Schließen der Schleudertrommel 1 bzw. des Feststoffaustragsöffnungen 17 muss
der Kolbenschieber 15 in seine obere Arbeitsstellung bewegt werden, d.h., er muss
von unten mit dem Fluid beaufschlagt werden.
[0045] Zunächst läuft das Steuerfluid durch die Zulaufbohrungen 49 und die Ringnut 51 in
den Schließraum 55 zwischen dem Steuerschieber 27 und dem Kolbenschieber 15.
[0046] Jetzt wird die Steuerwasserzufuhr gestoppt. Daraufhin läuft das Wasser unter dem
Steuerschieber 27 aus der Steuerbohrung 53 und unter dem Hilfsschieber 69 ab.
[0047] Das Wasser über dem Steuerschieber 27 bleibt bis zum Außendurchmesser der Bohrung
48 stehen, so daß der Steuerschieber 27 auf die Dichtungen 45 gedrückt wird. Der Steuerschieber
27 bewegt sich jetzt axial nach unten und verschließt die Bohrungen 47 im Trommelunterteil
mit den zugeordneten Dichtungen 45b und die Bohrungen 48 im Steuerschieber mit den
zugeordneten Dichtungen 45a. Dadurch wird auch der Stift 73 mit dem Hilfsschieber
axial nach unten gedrückt.
[0048] Eine erneute kurze Steuerwasserzufuhr füllt den Schließraum 55 bis auf den Durchmesser
D auf. Der Kolbenschieber 15 befindet sich in seiner oberen Arbeitsstellung.
[0049] Damit sind die Feststoffaustragsöffnungen 17 verschlossen.
B) Das Öffnen der Trommel (rechte Seite der Fig. 1):
[0050] Zunächst wird die Steuerfluidzufuhr geöffnet, d.h., es strömt durch die Bohrungen
49 und den Ringkanal weiteres Steuerwasser unter den Steuerschieber 27 und füllt derart
den Öffnungsraum 57 durch Überlauf am inneren Durchmesser. Ergänzend läuft Steuerfluid
in den Hilfssteuerraum 66, was den Hilfsschieber 69 und damit den Stift 73 und damit
auch den Steuerschieber 27 anhebt, so dass das Steuerwasser aus den Öffnungen 48 und
47 abläuft. Der Kolbenschieber 15 kann sich infolgedessen absenken.
[0051] Damit stehen die Feststoffaustragsöffnungen 17 offen. Die Schleudertrommel 1 entleert
und es ist ein erneutes Einleiten eines Schließvorganges möglich.
[0052] Das Entleerungsverhalten ist dabei im wesentlichen abhängig vom Volumen des Schließraumes
(beeinflussbar z.B. durch Bemessung der Ringaussparung 27) und vom Radius R.
[0053] Fig. 2 unterscheidet sich von Fig. 1 dadurch, daß der Kolbenschieber keine Ringaussparung
37 aufweist und daß der Steuerschieber-Zylinderabschnitt 35 eine etwas größere axiale
Erstreckung hat als nach Fig. 1.
[0054] Der maximale äußere Durchmesser des Kolbenschiebers 15 ist damit kleiner ist als
der Innendurchmesser des Steuerschieber-Zylinderabschnittes 35, welcher den Spalt
zwischen Kolbenschieber 15 und Trommelunterteil 15 ausfüllt. Der Durchmesser des Schließraumes
55 ist damit um D ― D1 kleiner als der Durchmesser D0 des Öffhungsraumes 57.
[0055] Aus dem Grund der damit verbundenen Druckdifferenzen sind hier auch kein Hilfssteuerraum
66, kein Hilfsschieber 69 sowie auch kein Stift 73 vorgesehen.
[0056] Am Außenumfang des Kolbenschiebers 15 ist ferner wiederum die Ringnut 59 angeordnet,
in welche der umlaufende Dichtring 61 eingesetzt ist, der hier zum Abdichten des Spaltes
zwischen dem Außenumfang des Kolbenschiebers 15 und der Innenwandung des Steuerschieber-Zylinderabschnittes
35 dient.
[0057] Durch die größere Öffnungskraft, bedingt durch die Durchmesserunterschiede der Durchmesser
D und D0 bewegt sich der Steuerschieber 27 beim Öffnen axial nach oben. Hierdurch
werden die Ablassbohrungen 47 freigegeben, so daß das Wasser in der Schließkammer
durch die Bohrungen 48 im Steuerschieber 27 und im Trommelunterteil 48 entweichen
kann. Der Kolbenschieber wird wiederum abgesenkt, so daß die Feststoffaustragsöffnungen
17 offen stehen.
[0058] Ansonsten entspricht die Funktion der des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1. Der besondere
Vorteil ist die Kostenersparnis durch das Einsparen der Hilfs-Steuerschieberanordnung.
[0059] Nach Fig. 3 ist im Außenumfang des Trommelunterteiles 3 keine aus dem Öffnungsraum
57 nach außen führende Steuerbohrung 53 vorgesehen. Nicht realisiert wurden auch die
Nut 39 und die Dichtung 41 im Trommelunterteil 3.
[0060] Das Ableiten des Steuerfluids aus dem Öffnungsraum 57 erfolgt durch die im System
vorhandene, geplante Undichtigkeit im Spalt zwischen dem Außenumfang des Steuerschiebers
27 und dem Trommelunterteil 3, wo keine Dichtung 39 vorhanden ist.
[0061] Ansonsten entspricht die Funktion der des Ausführungsbeispiels der Fig. 2.
[0062] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 ist der Steuerschieber 27 im unbelasteten
- d.h. ohne Steuerfluidbeaufschlagung betrachteten ― Zustand jedenfalls im Bereich
oberhalb der Nuten 43 leicht beabstandet, z.B. ringsum konisch relativ zur Trommelachse
bzw. der Ebene durch die Oberseite der Nuten 43 ausgebildet, so daß im unbelasteten
Zustand Steuerfluid durch die Öffnungen 47 und 48 fließen kann.
[0063] Dabei ist der blechartige Steuerschieber 27 aber andererseits im Bereich oberhalb
der Nuten leicht federnd derart ausgebildet, daß er durch Steuerfluidzufuhr im Schließraum
55 gegen eine Federkraft F(F) auf die Nuten 43 mit Dichtringen 45a, b gedrückt werden
kann, so daß kein Steuerfluid mehr durch die Öffnungen 47 und 48 durchtreten kann.
Eine Hilfssteuerschieberanordnung ist nicht vorgesehen. Ansonsten entspricht die Anordnung
dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1.
A) Das Schließen der Trommel (linke Seite der Fig. 4):
[0064] Zunächst läuft das Steuerfluid durch die Zulaufbohrungen 49 und die Ringnut 51 in
den Schließraum 55 zwischen dem Steuerschieber 27 und dem Kolbenschieber 15.
[0065] Jetzt wird die Steuerwasserzufuhr gestoppt. Daraufhin läuft das Wasser unter dem
Steuerschieber 27 aus der Steuerbohrung 53 ab.
[0066] Das Wasser über dem Steuerschieber 27 bleibt bis zum Durchmesser D1 stehen, so daß
der Steuerschieber mit einer Kraft F(S1)= F(W1) - F(F) auf die Dichtungen 45a, b gedrückt
wird.
[0067] Eine erneute kurze Steuerwasserzufuhr füllt den Schließraum 55 bis auf den Durchmesser
Di auf.
B) Das Öffnen der Trommel (rechte Seite der Fig. 4):
[0068] Zunächst wird Steuerwasser zugegeben, bis bei gefüllten Schließraum 55 Wasser über
dem Steuerschieber 27 am Durchmesser Di den Öffnungsraum 57 auffüllt. Der Steuerschieber
27 befindet sich jetzt zwischen dem gefüllten Schließraum 55 und dem gefüllten Öffnungsraum
in einem unbelasteten Zustand. Die Federkraft F(F) des Steuerschiebers 27 öffnet die
Abdichtung an den Dichtungen 43. Wasser läuft aus dem Öffnungsraum 57 und dem Schließraum
55 durch die Bohrungen 47, 51, 53 ab.
[0069] Die Trommel entleert und es ist ein erneutes Einleiten eines Schließvorganges möglich.
[0070] Nach Fig. 5, welche im Prinzip eine hinsichtlich der Funktion dem Ausführungsbeispiel
ähnelnde Variante zeigt, weist der Steuerschieber 27, nahezu eine "L-Form" im Schnitt
folgend, lediglich den Steuerschieber-Ringansatz 33 und den sich daran nach oben anschließenden
Steuerschieber-Zylinderabschnitt 35, aber keinen konischen Abschnitt auf. Es handelt
sich hier um eine konstruktiv besonders einfache und kostengünstige Ausführungsform.
Bezugszeichen
[0071]
- Schleudertrommel
- 1
- Trommelunterteil
- 3
- Trommeloberteil
- 5
- Bodenbereich
- 6
- unterer konischer Bereich
- 7
- Ringkragen
- 8
- zylindrischer Bereich
- 9
- Spindelaufnahme
- 10
- Ringschulter
- 11
- Ringes
- 13
- Kolbenschieber
- 15
- Feststoffaustragsöffnungen
- 17
- ringförmiger Kolbenschieberabschnitt
- 19
- konischer Kolbenschieberabschnitt
- 21
- Kolbenschieber-Ringansatz
- 23
- Steuerraum
- 25
- Steuerschieber
- 27
- Steuerschieber-Bodenabschnitt
- 29
- Steuerschieber-Abschnitt
- 31
- Steuerschieber-Ringansatz
- 33
- Steuerschieber-Zylinderabschnitt
- 35
- Kolbenschieber-Ringaussparung
- 37
- Ringnut
- 39
- Dichtring
- 41
- Nuten
- 43
- Dichtringe
- 45a, b
- Bohrungen
- 47
- Steuerschieberbohrung
- 48
- Zulaufbohrung
- 49
- Ringnut
- 51
- Steuerbohrung
- 53
- Schließraum
- 55
- Öffnungsraum
- 57
- Nut
- 59
- Dichtring
- 61
- Ringnut
- 63
- Dichtring
- 65
- Hilfssteuerraum
- 66
- Ringteil
- 67
- Hilfsschieber
- 69
- Bohrung
- 71
- Stift
- 73
- Hilfssteuerraum-Zulaufbohrung
- 75
- Steuerbohrungen
- 77, 79
- Radien
- R, A, D, D0, D1
- Kräfte
- FF', FW1', FS1
1. Separator mit selbstentleerender Schleudertrommel (1) in der ein axial beweglicher
Kolbenschieber (15) zum Verschließen und Freigeben von Feststoffaustragsöffnungen
(17) in der Schleudertrommel (17) angeordnet ist, dessen Bewegung mittels eines Steuerfluids
steuerbar ist, welches in einen Steuerraum (15) am Kolbenschieber (15) einleit- und
aus diesem ableitbar ist, wobei im Steuerraum (25) unterhalb des Kolbenschiebers (15)
ein beweglicher Steuerschieber (27) angeordnet ist, der den Steuerraum (25) in einen
Öffnungsraum (57) und in einen Schließraum (55) unterteilt, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (27) mit wenigstens einer oder mehreren Bohrungen (48) zwischen
dem Öffnungsraum (57) und dem Schließraum (55) versehen ist.
2. Separator nach Anspruch 1 oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (27) als Blechteil, insbesondere als Blechring, ausgebildet ist.
3. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich Bohrungen (47) durch das Trommelunterteil (3) nach außen erstrecken, welche
zu den Bohrungen (48) versetzt angeordnet sind bzw. nicht mit diesen fluchten.
4. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (27) zwischen dem Kolbenschieber (15) und dem Trommelunterteil
(3) relativ zur Separator-Drehachse axial verschiebbar angeordnet ist.
5. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (27) den Kolbenschieber (15) an dessen äußerem Umfang einfasst.
6. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließraum (57) einen kleineren Durchmesser als der Öffnungsraum (55) aufweist.
7. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trommelunterteil (3) wenigstens einen konischen Bereich (7), einen sich daran
anschließenden Ringkragen (8) und einen sich daran nach oben anschließenden zylindrischen
Bereich (9) umfasst.
8. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschieber (15) wenigstens einen konischen Kolbenschieberabschnitt (21) aufweist,
welcher mit einem Kolbenschieber-Ringansatz (23) versehen ist.
9. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerraum (25) zwischen dem Kolbenschieber (15) und dem Trommelunterteil (3)
ausgebildet ist.
10. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (27) hinsichtlich seiner Kontur der Kontur des Steuerraumes (25)
angepasst ist, welcher von dem Freiraum zwischen dem Trommelunterteil (3) und dem
Kolbenschieber (19) ausgebildet ist.
11. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (27) einen Steuerschieber-Ringansatz (33) und einen sich daran
nach oben anschließenden Steuerschieber-Zylinderabschnitt (35) aufweist.
12. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber-Zylinderabschnitt (35) in eine Ringaussparung (37) am äußeren
Umfang des Kolbenschieber-Ringansatzes (33) eingreift.
13. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Ringaussparung (37) der Breite des Steuerschieber-Zylinderabschnitt
(35) entspricht oder größer als diese Breite ist.
14. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschieber (15) an seiner Unterseite Taschen aufweist.
15. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (27) ferner einen konischen Steuerschieber-Abschnitt (31) aufweist.
16. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Innenumfang des zylindrischen Trommelunerteilabschnittes eine Ringnut (39) ausgebildet
ist, in welche ein Dichtring (41) eingesetzt ist, welcher den Spalt zwischen dem zylindrischen
Trommelteilabschnitt (33) und dem Kolbenschieber (15) oder dem Steuerschieber (27)
abdichtet.
17. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Steuerschieber-Ringansatzes (33) in der Innenwandung des Trommelunterteils
(3) in dessen Ringabschnitt (8) ― vorzugsweise auf einem Kreis mit einem Radius R
- winkelversetzt zueinander mehrere vorzugsweise ringartige Nuten (43) mit einem Radius
(A) ausgebildet sind, in welche jeweils Dichtringe (45a, b) eingesetzt sind, welche
etwas aus den Nuten (43) in den Steuerraum (25) vorstehen.
18. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich durch einen Teil ― vorzugsweise winkelversetzt durch jede zweite ― der durch
diese Nuten (43) definierten Kreise die zentrisch angeordneten Bohrungen (47) durch
das Trommelunterteil (3) nach außen erstrecken.
19. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Mittelpunkte der Nuten (43) ohne zentrische Bohrungen (47) jeweils die
Bohrungen (48) im Steuerschieber (27) ausgebildet sind.
20. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Innenumfang des Steuerraumes (25) eine Ringnut (51) ausgebildet ist, in welche
von unten her eine axiale Zulaufbohrung (49) für das Steuerfluid mündet.
21. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang des Trommelunterteiles (3) eine radial in den Öffnungsraum (57) mündende
Steuerbohrung (53) ausgebildet ist.
22. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang des Kolbenschiebers (15), vorzugsweise eine Ringnut (59) angeordnet
ist, in welche ein umlaufender Dichtring (61) zum Abdichten des Spaltes zwischen dem
Außenumfang des Kolbenschiebers (15) und der Innenwandung des Trommelunterteils (3)
eingesetzt ist.
23. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Trommelunterteil (3) keine aus dem Schließraum nach außen mündende Steuerbohrung
(53) sowie keine Nut (39) und keine Dichtung (41) ausgebildet sind und so daß das
Ableiten von Steuerfluids aus dem Öffnungsraum (57) durch einen Spalt zwischen dem
Steuerschieber (27) und dem Trommelunterteil (3) erfolgt.
24. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Trommelunterteils (3) ein Hilfssteuerraum (66) ausgebildet ist, in
dem ein Hilfsschieber (69), auf wenigstens einen wenigstens eine Bohrung (71) durchsetzenden
Stift (73) einwirkt, welcher in der Bohrung (71) verschieblich angeordnet ist und
welcher derart bemessen ist, daß er bei einem Anheben des Hilfsschiebers (69) den
Steuerschieber (27) im Steuerraum (25) axial mit anhebt.
25. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Hilfssteuerraum (65) eine mit der Zulaufbohrung in Verbindung stehende Hilfssteuerraum-Zulaufbohrung
(75) mündet.
26. Separator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (27) im unbelasteten Zustand mindestens im Bereich oberhalb der
Nuten (43) leicht zu diesen beabstandet, insbesondere konisch ausgebildet ist, so
daß im unbelasteten Zustand Steuerfluid durch die Öffnungen (47, 48) durchtreten kann,
wobei der Steuerschieber (27) weiterhin im Bereich oberhalb der Nuten so federnd ausgebildet
ist, daß er durch Steuerfluidzufuhr im Schließraum (55) gegen eine Federkraft FF auf
die Nuten (43) drückbar ist.