[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Strahleinrichtung für die Bearbeitung von
Werkstückoberflächen mittels eines körnigen Strahlmittels, mit einem antreibbaren,
um eine Drehachse drehbaren Schleuderrad mit Schleuderschaufeln, mit einem das Schleuderrad
umgebenden Schleuderradgehäuse mit einer Strahlmittelauswurföffnung, mit einer Strahlmittelzuleitung
für die Zuführung des Strahlmittels, mit einer vor dem Schleuderrad im Bereich einer
Strahlmittel-Luft-Mischkammer in die Strahlmittelzuleitung einmündenden Druckluftzuleitung
und mit einem an die Mischkammer anschließenden. Einführungskanal für das Strahlmittel-Luft-Gemisch,
dessen inneres Ende im Inneren des Schleuderrades radial innen von dessen Schleuderschaufeln
liegt und in Radialrichtung des Schleuderrades weist, wobei die Druckluft in einer
im wesentlichen in Richtung des. Einführungskanals weisenden Richtung in die Mischkammer
einblasbar ist und wobei der im Inneren des Schleuderradgehäuses liegende Teil des
Einführungskanals bis zu seinem freien Ende eine solche Krümmung aufweist, daß das
freie Ende in Radialrichtung der Schleuderschaufeln weisend unmittelbar vor deren
radial innerer Kante endet.
[0002] Eine Strahleinrichtung der genannten Art ist aus der US-A-6 126 516 bekannt. Bei
dieser bekannten Strahleinrichtung verläuft die Längsrichtung der Strahlmittel-Luft-Mischkammer
im wesentlichen koaxial zur Drehachse des Schleuderrades. Die Strahlmittelzuleitung
mündet von oben kommend unter einem schrägen Winkel in die Mischkammer ein. Die Druckluftzuleitung
verläuft ebenfalls annähernd koaxial zur Drehachse des Schleuderrades und stimmt in
ihrer Längsrichtung mit der Längsrichtung der Mischkammer überein. Im Zentrum des
Schleuderrades ist ein Umlenkkörper angeordnet, innerhalb welchem das in der Mischkammer
erzeugte Strahlmittel-Luft-Gemisch eine Umlenkung um etwa 90° erfährt. Hierdurch wird
das aus der Mischkammer zunächst sich in eine Richtung parallel zur Drehachse des
Schleuderrades bewegende Strahlmittel-Luft-Gemisch um 90° umgelenkt und in Radialrichtung
des Schleuderrades in die Zwischenräume zwischen dessen Schleuderschaufeln übergeleitet.
[0003] Als nachteilig wird bei dieser bekannten Strahleinrichtung angesehen, daß im Zentrum
des Schleuderrades innerhalb des dort angeordneten Umlenkkörpers eine scharfe Umlenkung
des Strahlmittel-Luft-Gemisches mit einem kleinen Kurvenradius erfolgt. Durch diese
scharfe Umlenkung wird die Oberfläche des Umlenkkörpers, insbesondere auf der äußeren
Seite der Umlenkkurve, stark beansprucht und im laufenden Betrieb der Strahleinrichtung
stark abgenutzt. Deshalb ist es hier erforderlich, zur Erzielung zumindest ausreichender
Standzeiten ein besonders hartes Material für den Umlenkkörper zu verwenden. Demzufolge
wird die Herstellung des Umlenkkörpers durch hohe Materialkosten und hohe Bearbeitungskosten
verteuert, was auf die Gesamtkosten der Strahleinrichtung merklich durchschlägt. Außerdem
ist als nachteilig festzustellen, daß bei der bekannten Strahleinrichtung nur eine
kurze Mischstrecke von der Luftdüse bis zum freien Ende des Einführungskanals vorliegt.
Dies kann leicht zu einem inhomogenen Luft-Strahlmittel-Gemisch und damit zu ungleichmäßigen
Bearbeitungsergebnissen führen. Zudem besteht ein weiterer Nachteil der bekannten
Strahleinrichtung darin, daß durch den Umlenkkörper das Strahlmittel-Luft-Gemisch
in Axialrichtung des Schleuderrades gesehen nicht gleichmäßig verteilt wird. Vielmehr
kommt es dazu, daß ein größerer Anteil des Strahlmittels in Axialrichtung des Schleuderrades
gesehen in dessen Bereich gelangt, der von der Strahlmittelzuführung abgewandt liegt.
Dieser Effekt wird durch die bei der scharfen Umlenkung des Strahlmittel-Luft-Gemisches
wirkenden starken Zentrifugalkräfte hervorgerufen, die insbesondere die schwereren
Strahlmittelpartikel in Richtung zum Kurvenäußeren der Umlenkung bewegen. Hierdurch
wird ein ungleichmäßiges Strahlbild auf dem zu bearbeitenden Werkstück verursacht,
was nicht erwünscht ist. Außerdem werden die Schleuderschaufeln in Axialrichtung des
Schleuderrades gesehen ungleichmäßig beansprucht und entsprechend ungleichmäßig verschlissen,
so daß hier keine optimale Standzeit der Schleuderschaufeln erreicht wird. Schließlich
ist noch als Nachteil anzuführen, daß die bekannte Strahleinrichtung eine externe
Druckluftversorgung für ihren Betrieb benötigt.
[0004] Die US-A-2 632 980 zeigt eine Naßstrahleinrichtung. Bei dieser Einrichtung wird ein
Gemisch aus einer Flüssigkeit, wie Wasser, und Strahlmittel aus einem einen Teil der
Einrichtung bildenden Sumpf mittels einer Förderschnecke in eine Förderpumpe transportiert.
Die Förderpumpe führt das Gemisch einem Schleuderrad zu. In diesem Dokument wird die
Förderung des Gemisches aus Flüssigkeit und Strahlmittel mittels der Pumpe in Form
einer Suspension beschrieben. Dabei wird betont, daß die Pumpe die Suspension langsam
fördert, wobei die Geschwindigkeit nur so hoch sein muß, daß die Strahlmittelpartikel
in der Flüssigkeit dynamisch suspendiert bleiben. Dies ist in Flüssigkeiten bei einer
viel geringeren Geschwindigkeit der Fall als in Luft, weil Flüssigkeiten viel höhere
Dichten haben als Luft. Ein in diesem Dokument ausdrücklich erwähnter Vorteil der
geringen Fördergeschwindigkeit ist ein geringer Verschleiß der Pumpe und, wenn auch
nicht ausdrücklich erwähnt, selbstverständlich auch der nachfolgenden Leitung für
die Zuführung der Suspension zum Schleuderrad. Erst im Schleuderrad wird die Suspension
auf eine hohe Geschwindigkeit gebracht. Das Problem eines Verschleißes im Einführungskanal
für das Einleiten der Suspension in das Schleuderrad wird hier nicht thematisiert,
weil unabhängig von der Form und dem Verlauf des Einführungskanals in der Nähe des
Schleuderrades immer nur ein geringer Verschleiß auftritt, da die Suspension aus Flüssigkeit
und Strahlmittel langsam fließt. Ein Luftstrom für die Fluidisierung des Strahlmittels
und für dessen Förderung durch den Einführungskanal in das Schleuderrad wird hier
nicht verwendet.
[0005] Das Dokument DE 685 138 C zeigt eine Strahleinrichtung, bei der das Strahlmittel
durch Ansaugen entgegen der Schwerkraft von unten nach oben dem Schleuderrad zugeführt
wird. Das Einführen des Strahlmittels in das Schleuderrad erfolgt aber auch hier mit
einer scharfen Umlenkung um etwas 90° in einem Krümmer am Ende des Einführungskanals.
Bei dieser Strahleinrichtung führt diese scharfe Umlenkung zwar auch zu einem Verschleiß,
der aber hier nicht so dramatisch ist, weil das Strahlmittel nur angesaugt wird. Die
Strömungsgeschwindigkeit der Luft ist deshalb begrenzt und insbesondere deutlich geringer
als die Strömungsgeschwindigkeit von aus einer oder mehreren Düsen austretender Treibluft.
Eine Führung des Strahlmittels in einer anderen Art und Weise als von unten nach oben
ist bei dieser Strahleinrichtung technisch nicht möglich, weil sonst sehr leicht der
Einführungskanal mit Strahlmittel vollaufen würde und somit dann verstopft wäre, wodurch
die Einrichtung ihre Funktionsfähigkeit verliert.
[0006] Für die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Strahleinrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die die aufgeführten Nachteile vermeidet und bei
der insbesondere ein stark beanspruchter Umlenkkörper im Zentrum des Schleuderrades
nicht mehr benötigt wird, bei der die Schleuderschaufeln des Schleuderrades gleichmäßiger
mit dem Strahlmittel-Luft-Gemisch beaufschlagt werden und die ohne externe Druckluftversorgung
betriebsfähig ist.
[0007] Die Lösung der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einer Strahleinrichtung der eingangs
genannten Art, die dadurch gekennzeichnet ist,
- daß die Strahleinrichtung einen Antriebsmotor aufweist, durch den das Schleuderrad
drehantreibbar ist, und daß durch denselben Antriebsmotor zugleich ein Verdichterrad
eines einen Teil der Strahleinrichtung bildenden Luftverdichters drehantreibbar ist,
- daß eine Druckluftleitung von einem Ausgang des Luftverdichters zu der in die Strahlmittelzuleitung
einmündenden Druckluftzuleitung geführt ist,
- daß die Strahlmittel-Luft-Mischkammer in Betriebslage der Strahleinrichtung unterhalb
der Drehachse des Schleuderrades liegt und
- daß der Einführungskanal schräg zur Drehachse von unten nach oben in das Schleuderradgehäuse
geführt ist.
[0008] Durch die angegebene Anordnung und Ausgestaltung der genannten Komponenten der Strahleinrichtung
wird vorteilhaft erreicht, daß eine scharfe Umlenkung des Strahlmittel-Luft-Gemisches
im Zentrum des Schleuderrades nicht mehr auftritt. Vielmehr wird das Strahlmittel-Luft-Gemisch
in einer nur relativ wenig von der Radialrichtung des Schleuderrades abweichenden
Richtung schräg von unten nach oben in das Zentrum des Schleuderrades befördert. Abschließend
ist lediglich noch eine geringfügige Umlenkung des Strahlmittel-Luft-Gemisches erforderlich,
um dieses in Radialrichtung des Schleuderrades in dieses überzuleiten. Hierdurch tritt
in dem Einführungskanal nur noch ein relativ geringer Verschleiß auf, der die Herstellung
des Einführungskanals aus einem weniger verschleißfesten Material erlaubt oder zu
wesentlich höheren Standzeiten bei Verwendung von hoch verschleißfestem Material führt.
Die gewünschte und für die Förderung des Strahlmittel-Luft-Gemisches vorteilhafte
Fluidisierung des Gemisches wird bei der erfindungsgemäßen Strahleinrichtung mit hoher
Zuverlässigkeit und guter Wirkung erreicht, so daß auch ein hoher und gleichmäßiger
Strahlmitteldurchsatz und damit eine hohe Leistungsfähigkeit der Strahleinrichtung
gewährleistet sind. Da bei der Zuführung des Strahlmittel-Luft-Gemisches in die Zwischenräume
zwischen den Schleuderschaufeln nur noch eine flache Krümmung im Bereich des Einführungskanals
durchlaufen wird, wirken sich hier auch die Zentrifugalkräfte auf die Strahlmittelpartikel
kaum aus, wodurch die gewünschte gleichmäßige Beaufschlagung der Schleuderschaufeln
mit dem Strahlmittel und damit auch das gewünschte gleichmäßige Strahlbild auf einem
zu bearbeitenden Werkstück erreicht werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der
Strahleinrichtung gemäß Erfindung besteht darin, daß die Einrichtung vollkommen unabhängig
von einer externen Druckluftversorgung ist, weil die Druckluftversorgung in die Strahleinrichtung
integriert ist. Der für den Antrieb des Schleuderrades vorhandene Antriebsmotor wird
gleichzeitig für den Antrieb des Verdichterrades des Luftverdichters genutzt. Damit
benötigt die Strahleinrichtung nur einen einzigen Antriebsmotor.
[0009] In einer ersten Ausgestaltung der Strahleinrichtung ist weiter vorgesehen, daß eine
Abtriebswelle des Antriebsmotors an einem ersten Stirnende des Antriebsmotors aus
diesem herausgeführt und mit dem Schleuderrad, das vor dem ersten Stirnende des Antriebsmotors
angeordnet ist, verbunden ist und daß dieselbe oder eine zweite Abtriebswelle des
Antriebsmotors an einem zweiten Stirnende des Antriebsmotors aus diesem herausgeführt
und mit dem Verdichterrad des Luftverdichters, der vor dem zweiten Stirnende des Antriebsmotors
angeordnet ist, verbunden ist. Mit dieser Ausführung wird eine besonders übersichtliche
Anordnung der einzelnen Komponenten der Strahleinrichtung erreicht, wobei eine Demontage
und Montage einerseits des Schleuderrades und andererseits des Luftverdichters jeweils
für sich infolge der räumlichen Trennung problemlos möglich ist.
[0010] Eine in dieser Hinsicht alternative Ausgestaltung sieht vor, daß der Luftverdichter
quer zur Drehachse des Antriebsmotors versetzt an die übrige Strahleinrichtung angebaut
ist und daß das Verdichterrad des Luftverdichters über ein Übersetzungsgetriebe von
dem Antriebsmotor drehantreibbar ist. Diese Ausgestaltung der Strahleinrichtung hat
besonders den Vorteil, daß der Luftverdichter mit einer von der Drehzahl des Schleuderrades
abweichenden Drehzahl betreibbar ist. Insbesondere wird hiermit die Möglichkeit geschaffen,
das Verdichterrad des Luftverdichters mit einer höheren Drehzahl als das Schleuderrad
anzutreiben.
[0011] Das erwähnte Übersetzungsgetriebe ist bevorzugt ein Riemengetriebe oder ein Zahnradgetriebe.
Das Riemengetriebe hat den Vorteil einer einfachen Konstruktion und einer weitestgehenden
Wartungsfreiheit. Das Zahnradgetriebe bietet den speziellen Vorteil, daß innerhalb
eines vorgegebenen Bauraums höhere Übersetzungen erzielt werden können.
[0012] Der Antriebsmotor der Strahleinrichtung ist bevorzugt ein Elektromotor, vorzugsweise
mit variabler Drehzahl. Die Strahleinrichtung benötigt dann für ihren Antriebsmotor
lediglich eine elektrische Energieversorgung, beispielsweise 220 oder 380 Volt Wechselstrom
aus einem öffentlichen Versorgungsnetz. Durch Variation der Drehzahl des Antriebsmotors
kann die Drehzahl des Schleuderrades und des Verdichterrades des Luftverdichters beeinflußt
werden. Diese Veränderung der Drehzahl bewirkt zugleich eine Veränderung der Strahlwirkung
der Strahleinrichtung.
[0013] Weitere Maßnahmen zur Beeinflussung der Funktion und Wirkung der Strahleinrichtung
bestehen darin, daß am Luftverdichter und/oder im Verlauf der Druckluftleitung mindestens
ein verstellbares Organ zur Beeinflussung von Druck und/oder Menge der in die Mischkammer
eingeleiteten Druckluft vorgesehen ist.
[0014] Bevorzugt ist weiter vorgesehen, daß die Längsrichtung des in das Schleuderradgehäuse
führenden Teils des Einführungskanals zur Drehachse des Schleuderrades einen Winkel
α zwischen etwa 30 und 60° bildet. Innerhalb des Einführungskanals muß dann bis zur
Übergabe des Strahlmittel-Luft-Gemisches an das Schleuderrad das Gemisch nur noch
um den Restwinkel, der bis 90° verbleibt, umgelenkt werden. Je größer also der Winkel
α ist, desto kleiner ist die verbleibende noch erforderliche Umlenkung. Die maximale
Größe des Winkels α ist technisch begrenzt durch den freien Durchmesser im Zentrum
des Schleuderrades zwischen den radial inneren Kanten der Schleuderschaufeln und den
Durchmesser des Einführungskanals, der ein bestimmtes Mindestmaß nicht unterschreiten
darf.
[0015] Als besonders günstiger Kompromiß zwischen den verschiedenen Anforderungen hat sich
in der Praxis ein Winkel α von.etwa 45° herausgestellt.
[0016] Weiter ist für die erfindungsgemäße Strahleinrichtung vorgesehen, daß in Richtung
der Drehachse des Schleuderrades gesehen der Einführungskanal in einem Winkelbereich
von ±45° zur Vertikalrichtung nach oben oder schräg nach oben verläuft. Durch die
Auswahl eines bestimmten Winkels innerhalb des angegebenen Winkelbereichs wird der
Bereich in Umfangsrichtung des Schleuderrades gesehen festgelegt, innerhalb welchem
die Übergabe des Strahlmittel-Luft-Gemisches in die Zwischenräume zwischen den Schleuderschaufeln
erfolgt. Auf diese Weise läßt sich dann auch festlegen, über welchen Umfangswinkelbereich
das Strahlmittel-Luft-Gemisch innerhalb des Schleuderrades beschleunigt wird, bevor
das Strahlmittel ausgeworfen wird. Hierdurch lassen sich die Strahlwirkung und das
Strahlbild verschiedenen Anforderungen von verschiedenen Einsatzfällen anpassen.
[0017] Um diese erwähnte Anpassung zu erleichtern, ist weiter vorgesehen, daß der Einführungskanal
mittels einer lösbaren Flanschverbindung mit dem Schleuderradgehäuse oder mit einem
dieses umgebenden Außengehäuse der Strahleinrichtung verbunden ist. Die lösbare Flanschverbindung
bietet die Möglichkeit, den Einführungskanal gegen einen anderen Einführungskanal
mit einer anderen Winkelstellung auszutauschen oder denselben Einführungskanal in
einer anderen Winkelstellung wieder mit der übrigen Strahlein-richtung zu verbinden.
Auf diese Weise ist zumindest eine abgestufte Veränderung des genannten Winkels möglich.
[0018] Eine noch feinere Einstellung des genannten Winkels kann dadurch erreicht werden,
daß die Flanschverbindung als verdrehbarer und in gewünschten Verdrehstellungen festlegbarer
Flansch ausgebildet ist. Auf diese Weise ist eine praktisch stufenlose Einstellung
des gewünschten Winkels und dessen Festlegung möglich. Außerdem kann so bei Bedarf
vom Betreiber der Strahleinrichtung mit geringstem Aufwand der Winkel individuell
je nach Anwendungsfall neu eingestellt werden, um stets das bestmögliche Strahlergebnis
zu erzielen.
[0019] Eine weitere Ausgestaltung der Strahleinrichtung gemäß Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß für das Einblasen der Druckluft in die Mischkammer mindestens eine in eine Wandung
der Mischkammer eingebaute Düse vorgesehen ist. Durch die Verwendung dieser Düse wird
eine besonders hohe Austrittsgeschwindigkeit der Druckluft erzielt, die eine besonders
intensive Fluidisierung des Strahlmittels durch Erzeugung des Strahlmitte-Luft-Gemisches
bewirkt. Vorzugsweise ist zudem die Düse bei Beschädigung oder Verschleiß leicht auswechselbar.
[0020] Um die Fluidisierung des Strahlmittels im Bereich der Mischkammer sowie die Einleitung
des Strahlmittel-Luft-Gemisches durch den Einführungskanal in das Schleuderrad beeinflussen
zu können, schlägt die Erfindung weiter vor, daß die axiale Position der Düse in der
Wandung der Mischkammer und/oder die Ausblasrichtung der Düse relativ zur Längsrichtung
des Einführungskanals verstellbar und in gewünschten Stellungen festlegbar ist.
[0021] Eine weitere Maßnahme zur Beeinflussung von Funktion und Wirkung der erfindungsgemäßen
Strahleinrichtung besteht schließlich noch darin, daß in der Strahlmittelzuleitung
für die Zuführung des Strahlmittels zur Mischkammer mindestens ein verstellbares Organ
zur Beeinflussung der pro Zeiteinheit in die Mischkammer eingeleiteten Menge des Strahlmittels
vorgesehen ist.
[0022] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Strahleinrichtung
erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Strahleinrichtung in einer ersten Ausführung in einem Längsschnitt, teils in
Seitenansicht,
- Figur 2
- die Strahleinrichtung aus Figur 1 in einer Stirnansicht gemäß der Blickrichtung II
in Figur 1, und
- Figur 3
- die Strahleinrichtung in zwei geänderten Ausführungen in Seitenansicht.
[0023] Wie die Figur 1 der Zeichnung zeigt, besitzt das hier dargestellte erste Ausführungsbeispiel
einer Strahleinrichtung 1 ein Schleuderrad 2, das im Inneren eines Schleuderradgehäuses
22 um eine Drehachse 24 drehbar gelagert ist. Außenseitig ist das Schleuderradgehäuse
22 von einem Außengehäuse 10 umgeben. Das Außengehäuse 10 umfaßt eine Grundplatte
11, zwei links und rechts vom Schleuderrad 2 und dessen Schleuderradgehäuse 22 liegende
Stirnwände 12, 12' und eine Umfangswand 13.
[0024] Links vor der linken Stirnwand 12 ist eine Strahlmittelzuleitung 3 angeordnet, die
hier die Form eines nach oben hin offenen Rohrstutzens hat. An diesen die Strahlmittelzuleitung
3 bildenden Rohrstutzen kann sich eine weitere Zuleitung oder ein Vorratstrichter
oder eine Zuteileinrichtung für das zuzuführende Strahlmittel anschließen, wie dies
bei einschlägigen Strahleinrichtungen üblich ist. Nach unten hin geht die Strahlmittelzuleitung
3 in eine Strahlmittel-Luft-Mischkammer 30 über. Diese Mischkammer liegt deutlich
unterhalb der Drehachse 24 etwa auf halber Höhe des Radius des Schleuderrades 2.
[0025] In eine Wandung der Mischkammer 30 ist eine Düse 4 eingesetzt, die zum Einblasen
von Druckluft in die Mischkammer 30 dient. In Blasrichtung der Düse 4 gesehen schließt
sich an die Mischkammer 30 ein Einführungskanal 31 an, durch den das mittels der Druckluft
erzeugte Strahlmittel-Luft-Gemisch schräg von unten nach oben in das Zentrum des Schleuderrades
2 führbar ist.
[0026] Die Mischkammer 30 liegt deutlich unterhalb der Drehachse 24 des Schleuderrades 2
und dementsprechend verläuft der Einführungskanal 31 von der Mischkammer 30 schräg
nach oben in das Innere des Außengehäuses 10, des Schleuderradgehäuses 22 und des
Schleuderrades 2 selbst. Der obere Endbereich 31' des Einführungskanals 31 liegt dabei
im Inneren des Schleuderrades 2. Das Schleuderrad 2 ist aus einer flachen Grundscheibe
20 und aus mehreren darauf befestigten, in Radialrichtung weisenden Schleuderschaufeln
21 gebildet. Der obere Endbereich 31' des Einführungskanals 31 endet unmittelbar vor
den radial inneren Kanten 21' der Schleuderschaufeln 21 und weist dort in Radialrichtung
des Schleuderrades 2.
[0027] Im Betrieb der Strahleinrichtung 1 wird durch die Strahlmittelzuleitung 3 ein Strahlmittel,
z.B. kleine Stahl-oder Glaskugeln, in die Mischkammer 30 geführt. Durch die Düse 4
wird Druckluft in die Mischkammer 30 eingeblasen, wodurch es zu einer Fluidisierung
des Strahlmittels durch Bildung eines Strahlmittel-Luft-Gemisches kommt. Dieses Strahlmittel-Luft-Gemisch
wird durch die Druckluft aus der Düse 4 durch den Einführungskanal 31 schräg nach
oben befördert. Dabei bildet der Einführungskanal 31 mit der Drehachse 24 des Schleuderrades
2 im vorliegenden Beispiel einen Winkel α von etwa 45°. In dem im Inneren des Schleuderrades
2 liegenden Endbereich 31' des Einführungskanals 31 erfolgt eine sanfte Umlenkung
des Strahlmittel-Luft-Gemisches um etwa 45°, so daß letztendlich das Strahlmittel-Luft-Gemisch
in Radialrichtung in die Zwischenräume zwischen den Schleuderschaufeln 21 des Schleuderrades
2 übertritt. Durch Rotation des Schleuderrades 2 wird das Strahlmittel in Umfangsrichtung
des Schleuderrades 2 beschleunigt und durch eine nach unten weisende Strahlmittelauswurföffnung
23 auf ein hier nicht dargestelltes, durch Strahlen zu bearbeitendes Werkstück ausgeschleudert.
[0028] Wie Figur 1 weiter zeigt, ist bei dem vorliegenden Beispiel der Strahleinrichtung
1 der Einführungskanal 31 in der linken Stirnwand 12 des Außengehäuses 10 mittels
eines Flansches 32 gehaltert. Dieser Flansch 32 ist als verdrehbarer und in gewünschten
Verdrehstellungen festlegbarer Flansch ausgebildet. Auf diese Weise kann die Richtung
des Einführungskanals 31 relativ zur Vertikalrichtung verstellt werden. Diese Verstellmöglichkeit
wird später noch anhand der Figur 2 veranschaulicht und beschrieben.
[0029] Zum Antrieb des Schleuderrades 2 dient hier ein-Elektromotor 5, der mittels einer
Flanschverbindung 51 mit dem Außengehäuse 10, hier dessen rechter Stirnwand 12', verbunden
ist. Eine nach links aus dem Antriebsmotor 5 herausgeführte Abtriebswelle 52 ist verdrehfest
mit dem Schleuderrad 2, hier mit dessen Grundscheibe 20, verbunden.
[0030] Weiterhin umfaßt das in Figur 1 gezeigte Ausführungsbeispiel der Strahleinrichtung
1 einen Luftverdichter 6. Dieser Luftverdichter 6 ist am dem Schleuderrad 2 entgegengesetzten
Stirnende des Antriebsmotors 5 angeflanscht. Hierzu ist an dieser Stelle eine zweite
Flanschverbindung 55 vorgesehen. Der Antrieb eines im Luftverdichter 6 drehbar gelagerten,
hier nicht sichtbaren Verdichterrades erfolgt über eine zweite Abtriebswelle 56, die
nach rechts hin aus dem Antriebsmotor 5 herausgeführt ist und die dort verdrehfest
mit dem Verdichterrad des Luftverdichters 6 verbunden ist. Damit treibt der Antriebsmotor
5, der vorzugsweise ein Elektromotor mit variabler Drehzahl ist, gleichzeitig und
mit gleicher Drehzahl sowohl das Schleuderrad 2 als auch den Luftverdichter 6 an.
[0031] Ein Ausgang 64 des Luftverdichters 6 ist über eine hier nur als strichpunktierte
Linie dargestellte Druckluftleitung mit einer Druckluftzuleitung 40 verbunden, die
ihrerseits mit der Düse 4 verbunden ist. Damit wird die für die Fluidisierung des
Strahlmittel-Luft-Gemisches benötigte Druckluft innerhalb der Strahleinrichtung 1
erzeugt und eine externe Druckluftversorgung ist nicht erforderlich.
[0032] Figur 2 der Zeichnung zeigt die Strahleinrichtung 1 aus Figur 1 in Stirnansicht gemäß
der Blickrichtung II in Figur 1. Im Zentrum der Figur 2 ist die Strahlmittelzuleitung
3 mit der sich an diese nach unten hin anschließenden Mischkammer 30 erkennbar. Die
Düse 4 mit ihrer Druckluftzuleitung 40 ist hier aus Übersichtlichkeitsgründen nicht
eingezeichnet. Von der Mischkammer 30 ausgehend erstreckt sich nach oben und in das
Innere des Außengehäuses 10 hinein der Einführungskanal 31. Der Einführungskanal 31
ist, wie zuvor erwähnt, mittels einer verdrehbaren und in gewünschten Verdrehstellungen
festlegbaren Flanschverbindung 32 mit der dem Betrachter zugewandten Stirnwand 12
des Außengehäuses 10 verbunden. Hierdurch besteht die Möglichkeit, den Einführungskanal
31 in einem Winkelbereich von etwa ±45° zur Vertikalrichtung 33 zu verstellen. Die
zwei extremen Verdrehstellungen sind durch gestrichelte Linien zusätzlich in Figur
2 dargestellt.
[0033] Wie die Figur 2 veranschaulicht, gelangen je nach der jeweils eingestellten Verdrehstellung
des Einführungskanals 31 relativ zur Vertikalrichtung 33 die Partikel des Strahlmittels
in unterschiedlichen Positionen in das Schleuderrad 2. Dementsprechend ist auch der
Umfangswinkel, über welchen das Strahlmittel von dem Schleuderrad 2 beschleunigt wird,
unterschiedlich groß. Dabei ist dieser Umfangswinkel um so größer, je mehr der Einführungskanal
31 entgegen dem Uhrzeigersinn nach links verdreht ist, und je kleiner, desto mehr
der Einführungskanal 31 nach rechts im Uhrzeigersinn verdreht ist.
[0034] Der Austrag des Strahlmittels erfolgt nach unten hin durch die dort in der Grundplatte
11 ausgesparte Strahlmittelauswurföffnung 23. Der überdeckbare Strahlbereich auf der
Oberfläche eines hier nicht dargestellten Werkstücks ist durch ein Bündel von gestrichelten
Strahlpfeilen veranschaulicht.
[0035] Figur 3 der Zeichnung zeigt in einer Seitenansicht zwei mögliche Abwandlungen der
Strahleinrichtung 1 gemäß der Figur 1.
[0036] Die Anordnung von Schleuderrad 2, Außengehäuse 10, Strahlmittelzuleitung 3, Strahlmittel-Luft-Mischkammer
30, Düse 4, Druckluftzuleitung 40 und Antriebsmotor 5 entspricht bei der Strahleinrichtung
1 gemäß Figur 3 dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1.
[0037] Unterschiedlich ist, daß der Luftverdichter 6 nun nicht mehr an dem rechten Stirnende
des Antriebsmotors 5 angeordnet ist, sondern an zwei davon abweichenden, wahlweise
möglichen Positionen.
[0038] Eine erste Position, in der der Luftverdichter 6 alternativ angeordnet werden kann,
ist über der linken Seite des Antriebsmotors 5, wie dort in gestrichelten Linien dargestellt
ist. Der Antrieb des zum Luftverdichter 6 gehörenden, nicht sichtbaren Verdichterrades
erfolgt hier über ein Übersetzungsgetriebe 65, das ein Riemengetriebe mit zwei Keilriemen
ist. Die Abtriebswelle 52 des Antriebsmotors 5, die mit dem Schleuderrad 2 verbunden
ist, weist hier zusätzlich eine oder mehrere Riemenscheiben auf, die zusammen mit
einer verdrehfest mit dem Lüfterrad verbundenen zweiten Riemenscheibe und auf den
Riemenscheiben geführten Keilriemen das Übersetzungsgetriebe 65 bilden.
[0039] Alternativ kann der Luftverdichter 6 über der rechten Hälfte des Antriebsmotors 5
angeordnet sein, wie dort ebenfalls in gestrichelten Linien angedeutet ist. Der Antrieb
des Lüfterrades des Luftverdichters 6 erfolgt hier in dem dargestellten Beispiel ebenfalls
über ein als Riemengetriebe ausgebildetes Übersetzungsgetriebe 65.
[0040] Der Ausgang 64 des Luftverdichters 6 ist jeweils wieder über eine Druckluftleitung
41 mit der Druckluftzuleitung 40 und der Düse 4 verbunden. Aufgrund des Übersetzungsgetriebes
65 kann dabei der Luftverdichter 6, genauer dessen Lüfterrad, mit einer Drehzahl angetrieben
werden, die von der Drehzahl des Schleuderrades 2 abweicht. Zweckmäßig ist dabei insbesondere
ein Antrieb des Lüfterrades mit einer Drehzahl, die größer ist als die Drehzahl des
Schleuderrades 2. Auf diese Weise werden eine ausreichende Menge und ein ausreichend
hoher Druck der Druckluft für die Erzeugung des Strahlmittel-Luft-Gemisches in der
Mischkammer 30 zur Verfügung gestellt, sodaß eine externe Druckluftversorgung nicht
nötig ist. Gleichzeitig kommt auch die Strahleinrichtung 1 in ihren Ausführungen gemäß
Figur 3 mit einem einzigen Antriebsmotor 5 aus.
1. Strahleinrichtung (1) für die Bearbeitung von Werkstückoberflächen mittels eines körnigen
Strahlmittels, mit einem antreibbaren, um eine Drehachse (24) drehbaren Schleuderrad
(2) mit Schleuderschaufeln (21), mit einem das Schleuderrad (2) umgebenden Schleuderradgehäuse
(22) mit einer Strahlmittelauswurföffnung (23), mit einer Strahlmittelzuleitung (3)
für die Zuführung des Strahlmittels, mit einer vor dem Schleuderrad (2) im Bereich
einer Strahlmittel-Luft-Mischkammer (30) in die Strahlmittelzuleitung (3) einmündenden
Druckluftzuleitung (40) und mit einem an die Mischkammer (30) anschließenden Einführungskanal
(31) für das Strahlmittel-Luft-Gemisch, dessen inneres Ende im Inneren des Schleuderrades
(2) radial innen von dessen Schleuderschaufeln (21) liegt und in Radialrichtung des
Schleuderrades (2) weist, wobei die Druckluft in einer im wesentlichen in Richtung
des Einführungskanals (31) weisenden Richtung in die Mischkammer (30) einblasbar ist
und wobei der im Inneren des Schleuderradgehäuses (22) liegende Teil des Einführungskanals
(31') bis zu seinem freien Ende eine solche Krümmung aufweist, daß das freie Ende
in Radialrichtung der Schleuderschaufeln (21) weisend unmittelbar vor deren radial
innerer Kante (21') endet,
dadurch gekennzeichnet ,
- daß die Strahleinrichtung einen Antriebsmotor (5) aufweist, durch den das Schleuderrad
(2) drehantreibbar ist, und daß durch denselben Antriebsmotor (5) zugleich ein Verdichterrad
eines einen Teil der Strahleinrichtung (1) bildenden Luftverdichters (6) drehantreibbar
ist,
- daß eine Druckluftleitung (41) von einem Ausgang (64) des Luftverdichters (6) zu der
in die Strahlmittelzuleitung (3) einmündenden Druckluftzuleitung (40) geführt ist,
- daß die Strahlmittel-Luft-Mischkammer (30) in Betriebslage der Strahleinrichtung (1)
unterhalb der Drehachse (24) des Schleuderrades (2) liegt und
- daß der Einführungskanal (31) schräg zur Drehachse (24) von unten nach oben in das Schleuderradgehäuse
(22) geführt ist.
2. Strahleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abtriebswelle (52) des Antriebsmotors (5) an einem ersten Stirnende des Antriebsmotors
(5) aus diesem herausgeführt und mit dem Schleuderrad (2), das vor dem ersten Stirnende
des Antriebsmotors (5) angeordnet ist, verbunden ist und daß dieselbe oder eine zweite
Abtriebswelle (56) des Antriebsmotors (5) an einem zweiten Stirnende des Antriebsmotors
(5) aus diesem herausgeführt und mit dem Verdichterrad des Luftverdichters (6), der
vor dem zweiten Stirnende des Antriebsmotors (5) angeordnet ist, verbunden ist.
3. Strahleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftverdichter (6) quer zur Drehachse des Antriebsmotors (5) versetzt an die
übrige Strahleinrichtung (1) angebaut ist und daß das Verdichterrad des Luftverdichters
(6) über ein Übersetzungsgetriebe (65) von dem Antriebsmotor (5) drehantreibbar ist.
4. Strahleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsgetriebe ein Riemengetriebe oder ein Zahnradgetriebe ist.
5. Strahleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (5) ein Elektromotor, vorzugsweise mit variabler Drehzahl, ist.
6. Strahleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Luftverdichter (6) und/oder im Verlauf der Druckluftleitung (41) mindestens ein
verstellbares Organ zur Beeinflussung von Druck und/oder Menge der in die Mischkammer
(30) eingeleiteten Druckluft vorgesehen ist.
7. Strahleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrichtung des in das Schleuderradgehäuse (22) führenden Teils des Einführungskanals
(31) zur Drehachse (24) des Schleuderrades (2) einen Winkel a zwischen etwa 30 und
60°bildet.
8. Strahleinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel α etwa 45° beträgt.
9. Strahleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung der Drehachse (24) des Schleuderrades (2) gesehen der Einführungskanal
(31) in einem Winkelbereich von ±45° zur Vertikalrichtung (33) nach oben oder schräg
nach oben verläuft.
10. Strahleinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Einführungskanal (31) mittels einer lösbaren Flanschverbindung (32) mit dem Schleuderradgehäuse
(22) oder mit einem dieses umgebenden Außengehäuse (10) der Strahleinrichtung (1)
verbunden ist.
11. Strahleinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanschverbindung (32) als verdrehbarer und in gewünschten Verdrehstellungen
festlegbarer Flansch ausgebildet ist.
12. Strahleinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für das Einblasen der Druckluft in die Mischkammer (30) mindestens eine in eine Wandung
der Mischkammer (30) eingebaute Düse (4) vorgesehen ist.
13. Strahleinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Position der Düse (4) in der Wandung der Mischkammer (30) und/oder die
Ausblasrichtung der Düse (4) relativ zur Längsrichtung des Einführungskanals (31)
verstellbar und in gewünschten Stellungen festlegbar ist.
14. Strahleinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Strahlmittelzuleitung (3) für die Zuführung des Strahlmittels zur Mischkammer
(30) mindestens ein verstellbares Organ zur Beeinflussung der pro Zeiteinheit in die
Mischkammer (30) eingeleiteten Menge des Strahlmittels vorgesehen ist.
1. An abrasive blasting device (1) for machining the surfaces of workpieces by means
of a granular abrasive, comprising a driven blast wheel (2) having blasting blades
(21) and being rotatable about a rotary axis (24), a blast wheel casing (22) enclosing
the blast wheel (2) and having an abrasive ejection aperture (23), an abrasive supply
line (3) for feeding the abrasive, a compressed air supply line (40) ending in the
abrasive supply line (3) in the region of an abrasive-air mixing chamber (30) arranged
upstream of the blast wheel (2), and an inlet duct (31) for the abrasive-air mixture,
said inlet duct (31) adjoining the mixing chamber (30) and having an inner end in
the interior region of the blast wheel (2) that is arranged in a radially inward direction
of the blasting blades (21) of said blast wheel (2) while pointing in radial direction
of said blast wheel (2), wherein the compressed air can be blown into the mixing chamber
(30) in a direction essentially extending towards the inlet duct (31) and wherein
that section of the inlet duct (31') that is arranged in the interior region of the
blast wheel casing (22) is curved up to its free end in such a manner that said free
end, while pointing in radial direction of the blasting blades (21), ends immediately
in front of the radially inward edge (21') of said blasting blades (21),
characterized in that
- the abrasive blasting device comprises a drive motor (5) provided for rotatably
driving the blast wheel (2) and that the same drive motor (5) is, at the same time,
provided for rotatably driving a compressor wheel of an air compressor (6) forming
a part of the abrasive blasting device (1),
- a compressed air line (41) is running from an outlet (64) of the air compressor
(6) to the compressed air supply line (40) ending in the abrasive supply line (3),
- the abrasive-air mixing chamber (30) is arranged below the rotary axis (24) of the
blast wheel (2) while the abrasive blasting device (1) is in its operating position,
and
- the inlet duct (31) is going into the blast wheel casing (22) from below in an upward
direction and at an angle to the rotary axis (24).
2. An abrasive blasting device according to Claim 1, characterized in that an output shaft (52) of the drive motor (5) is coming out of said drive motor (5)
at a first front end thereof and is connected to the blast wheel (2) that is arranged
in front of the first front end of the drive motor (5) and that the same or a second
output shaft (56) of the drive motor (5) is coming out of the drive motor (5) at a
second front end thereof and is connected to the compressor wheel of the air compressor
(6) that is arranged in front of the second front end of the drive motor (5).
3. An abrasive blasting device according to Claim 1, characterized in that the air compressor (6) is attached to the remaining abrasive blasting device (1)
displaced in transverse direction in relation to the rotary axis of the drive motor
(5) and that the compressor wheel of the air compressor (6) can be rotatably driven
by the drive motor (5) through a transmission gear (65).
4. An abrasive blasting device according to Claim 3, characterized in that the transmission gear is a belt gear or a gear train.
5. An abrasive blasting device according to anyone of Claims 1 to 4, characterized in that the drive motor (5) is an electric motor, preferrably with variable speed.
6. An abrasive blasting device according to anyone of Claims 1 to 5, characterized in that at least one adjustable element for manipulating the pressure and/or the volume of
the compressed air passed into the mixing chamber (30) is provided at the air compressor
(6) and/or in the course of the compressed air line (41).
7. An abrasive blasting device according to anyone of Claims 1 to 6, characterized in that the longitudinal direction of that part of the inlet duct (31) that is going into
the blast wheel casing (22) forms an angle α ranging from approximately 30 to 60 degrees
in relation to the rotary axis (24) of the blast wheel (2).
8. An abrasive blasting device according to Claim 7, characterized in that the angle α is approximately 45' degrees.
9. An abrasive blasting device according to anyone of Claims 1 to 8, characterized in that the inlet duct (31), as seen in the direction of the rotary axis (24) of the blast
wheel (2), extends in an upward direction or an inclined upward direction at an angle
ranging up to ±45 degrees in relation to the vertical direction (33).
10. An abrasive blasting device according to Claim 9, characterized in that the inlet duct (31) is connected to the blast wheel casing (22) or to an outside
housing (10) of the abrasive blasting device (1) surrounding said blast wheel casing
(22) by means of a detachable flanged connection (32).
11. An abrasive blasting device according to Claim 10, characterized in that the flanged connection (32) is designed as a turnable flange that can be located
in desired turning positions.
12. An abrasive blasting device according to anyone of the preceding claims, characterized in that at least one nozzle (4) that is installed in a wall of the mixing chamber (30) is
provided for blowing the compressed air into the mixing chamber (30).
13. An abrasive blasting device according to Claim 12, characterized in that the axial position of the nozzle (4) in the wall of the mixing chamber (30) and/or
the blow-out direction of the nozzle (4) can be adjusted and located in desired positions
in relation to the longitudinal direction of the inlet duct (31).
14. An abrasive blasting device according to anyone of the preceding claims, characterized in that at least one adjustable element for manipulating the volume of abrasive passed into
the mixing chamber (30) per time unit is provided in the abrasive supply line (3)
for feeding the abrasive to the mixing chamber (30).
1. Appareil à jet abrasif (1) pour le traitement de surfaces de pièces à travailler au
moyen d'un agent granuleux d'abrasion par jet, comprenant une roue de projection (2)
entraînable, rotative autour d'un axe de rotation (24), pourvue de palettes de projection
(21), avec un carter de roue de projection (22) pourvu d'un orifice de sortie de l'agent
d'abrasion par jet (23), lequel carter entoure la roue de projection (2), avec une
conduite d'amenée d'agent d'abrasion par jet (3) pour amener l'agent d'abrasion par
jet, avec une conduite d'amenée d'air comprimé (40) débouchant dans la conduite d'amenée
d'agent d'abrasion par jet (3) devant la roue de projection (2) dans la zone d'une
chambre de mélange d'air et d'agent d'abrasion par jet (30) et avec un canal d'introduction
(31) du mélange air - agent d'abrasion par jet faisant suite à la chambre de mélange
(30), canal dont l'extrémité interne, à l'intérieur de la roue de projection (2),
se trouve radialement à l'intérieur des palettes de projection (21) de celle-ci et
est orientée dans le sens radial de la roue de projection (2), l'air comprimé pouvant
être insufflé dans la chambre de mélange (30) dans une direction allant sensiblement
dans le sens du canal d'introduction (31) et la partie du canal d'introduction (31')
située à l'intérieur du carter de roue de projection (22) présentant, jusqu'à son
extrémité telle, une courbure telle que l'extrémité libre, orientée dans le sens radial
des palettes de projection (21), se termine directement devant l'arête radialement
interne (21') de celles-ci,
caractérisé en ce que
- l'appareil à jet abrasif comporte un moteur d'entraînement (5) par lequel la roue
de projection (2) est entraînable en rotation et en ce que, par le même moteur d'entraînement (5), une roue de compresseur d'un compresseur
d'air (6) constituant une partie de l'appareil à jet abrasif (1) est entraînable en
rotation,
- une conduite d'air comprimé (41) va d'une sortie (64) du compresseur d'air (6) vers
la conduite d'amenée d'air comprimé (40) débouchant dans la conduite d'amenée d'agent
d'abrasion par jet (3),
- la chambre de mélange d'air et d'agent d'abrasion par jet (30), dans la position
de fonctionnement de l'appareil à jet abrasif (1), se trouve en dessous de l'axe de
rotation (24) de la roue de projection (2) et
- le canal d'introduction (31) entre dans le carter de roue de projection (22) en
allant du bas vers le haut en oblique par rapport à l'axe de rotation (24).
2. Appareil à jet abrasif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un arbre de sortie (52) du moteur d'entraînement (5), à une première extrémité frontale
du moteur d'entraînement (5), sort de celui-ci et est assemblé à la roue de projection
(2) qui est située devant la première extrémité frontale du moteur d'entraînement
(5) et en ce que le même arbre de sortie ou un deuxième arbre de sortie (56) du moteur d'entraînement
(5), à une deuxième extrémité frontale du moteur d'entraînement (5), sort de celui-ci
et est assemblé à la roue de compresseur du compresseur d'air (6) qui est situé devant
la deuxième extrémité frontale du moteur d'entraînement (5).
3. Appareil à jet abrasif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le compresseur d'air (6) est monté sur le reste de l'appareil à jet abrasif (1) de
manière décalée transversalement par rapport à l'axe de rotation du moteur d'entraînement
(5) et en ce que la roue de compresseur du compresseur d'air (6) est entraînable en rotation par le
moteur d'entraînement (5) par l'intermédiaire d'un multiplicateur (65).
4. Appareil à jet abrasif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le multiplicateur est une transmission à courroie ou une transmission à engrenage.
5. Appareil à jet abrasif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le moteur d'entraînement (5) est un moteur électrique, de préférence à régime variable.
6. Appareil à jet abrasif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'est prévu, au niveau du compresseur d'air (6) et/ou sur le tracé de la conduite d'air
comprimé (41), au moins un organe réglable pour influencer la pression et/ou la quantité
d'air comprimé introduit dans la chambre de mélange (30).
7. Appareil à jet abrasif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le sens longitudinal de la partie du canal d'introduction (31) allant dans le carter
de roue de projection (22) forme un angle α compris entre à peu près 30° et 60° par
rapport à l'axe de rotation (24) de la roue de projection (2).
8. Appareil à jet abrasif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'angle α est d'à peu près 45°.
9. Appareil à jet abrasif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, vu dans le sens de l'axe de rotation (24) de la roue de projection (2), le canal
d'introduction (31) va vers le haut dans une zone angulaire de 45° par rapport au
sens vertical (33) ou en oblique vers le haut.
10. Appareil à jet abrasif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le canal d'introduction (31) est assemblé au moyen d'un assemblage amovible par bride
(32) au carter de roue de projection (22) ou à un carter externe (10) de l'appareil
à jet abrasif (1) entourant le carter de roue de projection (22).
11. Appareil à jet abrasif selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'assemblage par bride (32) est réalisé en tant que bride pouvant subir un mouvement
de rotation et pouvant être fixée dans des positions de rotation souhaitées.
12. Appareil à jet abrasif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est prévue, pour insuffler l'air comprimé dans la chambre de mélange (30), au moins
une buse (4) montée dans une paroi de la chambre de mélange (30).
13. Appareil à jet abrasif selon la revendication 12, caractérisé en ce que la position axiale de la buse (4) dans la paroi de la chambre de mélange (30) et/ou
la direction dans laquelle la buse (4) souffle l'air comprimé est réglable relativement
au sens longitudinal du canal d'introduction (31) et peut être fixée dans des positions
souhaitées.
14. Appareil à jet abrasif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est prévu, dans la conduite d'amenée d'agent d'abrasion par jet (3) pour amener l'agent
d'abrasion par jet à la chambre de mélange (30), au moins un organe réglable pour
influencer la quantité d'agent d'abrasion par jet introduite dans la chambre de mélange
(30) par unité de temps.