[0001] Die Erfindung betrifft eine flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere
eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine, mit wenigstens einer Verarbeitungsstation
in Form eines Druckwerkes, einem die Verarbeitungsstation mit den Bogen beschickenden
Anleger, einem die verarbeiteten Bogen zu Stapeln zusammenfassenden Ausleger und mit
einem Hilfsstapelträger, der in einer Einschubrichtung aus einer Bereitschaftslage
in eine Arbeitslage und umgekehrt verstellbar ist und in der Einschubrichtung aufeinanderfolgende,
über achsparallele Drehgelenke unmittelbar aneinander angelenkte Tragglieder umfasst.
[0002] Eine derart ausgestattete Maschine ist aus DE 42 15 791 A1 bekannt. Hierin sind zum
vorübergehenden Tragen einer Teilmenge der Bedruckstoffe Ablageelemente in Form von
Ketten vorgesehen, die über Bolzen gelenkig miteinander verbundene innere und äußere
Kettenglieder umfassen. Die äußeren Kettenglieder besitzen einen U-förmigen Querschnitt,
überragen die inneren Kettenglieder um die Hälfte der Teilung der Kette und sind an
ihren Stirnseiten von der geschlossenen Seite des U-förmigen Querschnittes ausgehend
in Richtung zur jeweils anderen Stirnseite abgerundet. Die Ketten sind bei deren bestimmungsgemäßem
Einsatz an jeweiligen Enden derselben derart abgestützt, dass die offenen Seiten der
U-förmigen Querschnitte nach unten weisen. Dabei wirken die Ketten bei Belastung von
deren Oberseite wie stabförmige Träger. Jede der Ketten umschlingt ein Transportrad
und das jeweilige hiervon ablaufende Kettentrum ist an seinem freien Ende mittels
einer Stange abgestützt, welche die Ketten bis zum Erreichen einer diese in einer
Arbeitslage abstützenden Traverse in gestreckter Lage hält. Die genannte Stange wird
nach erfolgter Abstützung der Kette seitens der Traverse in eine Ausgangslage der
Stange zurückbewegt. Die bekannten Ketten sind, wenn sie nicht im Einsatz für einen
Stapelwechsel sind, äußerst platzsparend unterbringbar.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Maschine mit einem
eine Mehrzahl von Traggliedem umfassenden Hilfsstapelträger auszustatten, der einerseits
flexibel ist und andererseits in einer Strecklage selbsttragend aus einer Bereitschaftslage
in eine Arbeitslage verbringbar ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe sind die eingangs genannten Tragglieder derart ausgebildet,
dass sie über deren Drehgelenke hinausragende Verlängerungen aufweisen und eine jeweilige
entgegen der Einschubrichtung weisende Verlängerung die in Einschubrichtung weisende
Verlängerung des übernächsten in Einschubrichtung nachlaufenden Traggliedes untergreift.
[0005] Ein derart ausgebildeter Hilfsstapelträger stellt je nach der Geometrie der Tragglieder
in deren Arbeitsstellung einen Hilfsstapeltragtisch oder eine Anordnung von einzelnen
stabartigen Tragelementen dar.
[0006] Für Non-Stop-Betrieb am Ausleger ist ein derartiger Hilfsstapelträger grundsätzlich
unabhängig davon einsetzbar, ob er in der Arbeitsstellung einen Hilfsstapeltragtisch
oder einzelne stabartige Tragelemente ausbildet. Bei einem Einsatz für Non-Stop-Betrieb
am Anleger wird jedoch bevorzugt die Variante vorgesehen, die stabartige Tragelemente
ausbildet und die Geometrie und der gegenseitige Abstand dieser Tragelemente werden
derart vorgesehen, dass diese in Nuten einführbar sind, die üblicherweise an Stapelunterlagen
in Form von genuteten Systempaletten vorgesehen sind.
[0007] In jedem Falle aber bedarf es zum Verbringen eines erfindungsgemäßen Hilfsstapelträgers
in dessen Arbeitslage keiner Stützvorrichtung, die auf dem Weg des Hilfsstapelträgers
in einer Einschubrichtung aus der Bereitschaftslage in die Arbeitslage gemeinsam mit
dem Hilfsstapelträger bewegt wird und diesen dabei in einer Strecklage hält.
[0008] Weiterhin ist die Flexibilität des Hilfsstapelträgers bei dessen Einsatz für einen
Non-Stop-Betrieb im Anleger insofern von besonderem Vorteil als der Bauraum unter
herkömmlichen Anlegetischen ausreichend ist, um darin den Hilfsstapelträger in dessen
Bereitschaftslage unterzubringen.
[0009] Die Merkmale des Erfindungsgegenstandes und von dessen Ausgestaltungen sind den beigefügten
Zeichnungen und den darauf Bezug nehmenden nachfolgenden Erläuterungen entnehmbar.
[0010] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit einem Anleger und einem Ausleger
in einer schematischen Darstellung, welche beispielhaft insofern die Ausstattung des
Anlegers mit einem Hilfsstapelträger angedeutet ist als eine für diesen vorgesehene
Führungsbahn erkennbar ist,
- Fig. 2
- in gegenüber Fig. 1 vergrößerter und vereinfachter Darstellung einen Teil des Anlegers,
- Fig. 3
- ein Tragglied des Hilfsstapelträgers in einer Seitenansicht,
- Fig. 4a
- eine Ansicht eines Traggliedes in Richtung des Pfeils IV in Fig. 3 im Falle der Ausbildung
einzelner Tragelemente mittels der Tragglieder,
- Fig. 4b
- eine Ansicht eines Traggliedes in Richtung des Pfeils IV in Fig. 3 im Falle der Ausbildung
eines Hilfsstapeltragtisches mittels der Tragglieder,
- Fig. 5
- einen in die Einschubrichtung weisenden Endabschnitt des Hilfsstapelträgers in einer
Strecklage und ein Auflager, auf welchem sich der Endabschnitt des Hilfsstapelträgers
in dessen Arbeitslage abstützt,
- Fig. 6
- den Hilfsstapelträger in einer in eine Führung eingeschobenen Lage,
- Fig. 7
- eine der Fig. 6 entsprechende Darstellung im Falle einer Führung, die von jener gemäß
Fig. 6 abweicht,
- Fig. 8
- einen Ausschnitt aus dem Hilfsstapelträger in einer Draufsicht im Falle von dessen
Ausbildung in Form einzelner stabartiger Tragelemente.
[0011] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine
umfasst einen Maschinenabschnitt 1 mit beispielhaft zwei Verarbeitungsstationen in
Form von Druckwerken 1.1 und 1.2, so dass damit zwei Farben gedruckt werden können.
Für jede weitere Farbe ist ein weiteres Druckwerk vorzusehen. Für weitere Prozessschritte,
wie beispielsweise Lackieren, Zwischentrocknen, Perforieren usw. ist jeweils eine
weitere Verarbeitungsstation vorzusehen. Im beispielhaft dargestellten Falle arbeiten
die Druckwerke 1.1 und 1.2 nach dem Nassoffsetverfahren und umfassen demzufolge jeweils
ein Farbwerk 1.3 und ein Feuchtwerk 1.4, einen damit in Verbindung stehenden Plattenzylinder
1.5, einen an diesem betriebsmäßig abrollenden Gummituchzylinder 1.6 sowie einen einen
jeweiligen Bogen führenden Druckzylinder 1.7.
[0012] Zur Beschickung der Druckwerke 1.1 und 1.2 mit Bogen ist ein Anleger 2 vorgesehen,
der mittels einer Vereinzelungsvorrichtung 2.1 einen jeweils obersten Bogen 2.2 von
einem Stapel 2.3 abgreift und an eine Transport- und Ausrichtvorrichtung 2.4 übergibt,
welche einen jeweils in Verarbeitungsrichtung vorauseilenden der zu einer Schuppenformation
vereinzelten Bogen nach dessen insbesondere mittels eines Saugbändertisches erfolgtem
Transport in Richtung auf Vorderkantenanschläge an diesen und an wenigstens einem
Seitenanschlag ausrichtet.
[0013] Ein der ersten Verarbeitungsstation, hier dem Druckwerk 1.1, zugeordneter schwingender
Vorgreifer 1.8 übernimmt den jeweils ausgerichteten Bogen 2.2 und übergibt diesen
an eine Anlegetrommel 1.9, welche ihn ihrerseits an den Druckzylinder 1.7 des Druckwerkes
1.1 übergibt. Nach Durchlaufen des Druckspaltes dieses Druckwerkes 1.1 übergibt dessen
Druckzylinder 1.7 den Bogen 2.2 an eine zwischen die Druckzylinder 1.7 der beiden
Druckwerke 1.1 und 1.2 geschaltete Transfervorrichtung in Form einer Bogenführungstrommel
1.10. Im Falle einer für Schön- und Widerdruck ausgebildeten Maschine ist stattdessen
eine zwischen Schöndruckbetrieb und Schön- und Widerdruckbetrieb umschaltbare Wendeeinrichtung
vorgesehen. Der Druckzylinder 1.7 des Druckwerkes 1.2 übernimmt den Bogen 2.2 von
der Bogenführungstrommel 1.10, führt ihn durch den weiteren Druckspalt und übergibt
ihn sodann an einen betriebsmäßig umlaufenden Endlosförderer 3.5 eines Auslegers 3,
welcher aus den jeweiligen Bogen 2.2 letztlich einen Druckgutstapel 3.2 bildet.
[0014] Im Fortdruck werden am Stapel 2.3 im Anleger 2 das Produktionsniveau, d. h. die Höhenlage
des jeweils obersten Bogens 2.2, und im Ausleger 3 die Fallhöhe der freigegebenen
Bogen 2.2 durch entsprechendes Nachführen jeweiliger den Stapel 2.3 bzw. den Druckgutstapel
3.2 tragender Plattformen 2.5 bzw. 3.3 mittels jeweiliger Hubwerke beibehalten, von
welchen lediglich die Plattformen 2.5 und 3.3 tragende Hubketten 2.6 und 3.4 angedeutet
sind.
[0015] Wie bereits angedeutet, ist ein Hilfsstapelträger der im Folgenden näher erläuterten
Art für Non-Stop-Betrieb sowohl des Anlegers als auch des Auslegers einsetzbar. Nachfolgend
wird jedoch beispielhaft eine entsprechende Ausstattung des Anlegers dargelegt.
[0016] Insofern zeigt Fig. 2 einen insbesondere mit einem Hilfsstapelträger 20 ausgestatteten
Teil des Anlegers gemäß Fig. 1. Der Hilfsstapelträger 20 ist - wie nachfolgend erläutert
- einerseits flexibel, genauer gesagt gelenkig und andererseits in eine Strecklage
verbringbar. Seine Flexibilität wird genutzt, um ihn platzsparend in einer Bereitschaftslage
- hier unterhalb der Transport- und Ausrichtvorrichtung 2.4 - unterzubringen. Aus
dieser Bereitschaftslage ist er in einer Einschubrichtung gemäß Richtungspfeil 21
in eine Arbeitslage verstellbar, in welcher sich sein in die Einschubrichtung weisendes
Ende auf einer heb- und senkbaren Traverse 2.7 (siehe Fig. 1) abstützt. Nach beendetem
Einsatz, d. h. nach bekanntermaßen erfolgter Vereinigung des weitgehend abgearbeiteten
Stapels 2.3 mit einem neuen Hauptstapel ist der Hilfsstapelträger 20 wieder in seine
Bereitschaftslage zurückverstellt.
[0017] Der Hilfsstapelträger 20 umfasst in der Einschubrichtung aufeinanderfolgende, über
achsparallele Drehgelenke unmittelbar aneinander angelenkte Tragglieder und ist insbesondere
von seinem in Einschubrichtung weisenden Ende her derart sukzessive in eine Strecklage
verbringbar, dass sich - wie später näher erläutert - die freitragende Länge des in
Strecklage befindlichen Abschnittes ausgehend von dem in Einschubrichtung weisenden
Ende immer um die Erstreckung eines Traggliedes in der Verstellrichtung verlängert.
[0018] Bei einer wagerechten Einspannung des Hilfsstapelträgers 20 an dessen in Einschubrichtung
weisendem Ende nimmt dieser in einem ansonsten sich selbst überlassenen Zustand eine
durch die Geometrie der Tragglieder bedingte polygonförmig abfallende Form an, das
heißt der nicht in eine Strecklage verbrachte Hilfsstapelträger 20 liegt sodann innerhalb
zweier gekrümmter Hüllflächen, von denen wenigstens die untere in einer bevorzugten
Ausgestaltung real mittels einer Führungsbahn 22 ausgebildet ist, die somit konvex
ansteigt.
[0019] Bei einer Anordnung des Hilfsstapelträgers 20, bei welcher dessen in die Einschubrichtung
weisendes Ende dem Druckwerk 1.1 (siehe Fig. 1) abgewandt ist, ist dem Druckwerk 1.1
somit ein unteres Ende dieser Führungsbahn 22 zugewandt und letztere und somit der
in seiner Bereitschaftslage auf letzterer abgestützte Hilfsstapelträger 20 fügen sich
in vorteilhafter Weise in den bei herkömmlichen Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschinen
ohnehin vorhandenen und sich ab dem Stapel 2.3 zum Druckwerk 1.1 hin erniedrigenden
Bauraum unter dem Anlegetisch der Transport- und Ausrichtvorrichtung 2.4 ein (siehe
Fig. 1).
[0020] Wie in Fig. 2 angedeutet, wird der hier nur in einer Teillänge desselben dargestellte
Hilfsstapelträger 20 zu dessen bestimmungsgemäßem Einsatz aus seiner Bereitschaftsstellung,
in welcher er auf der Führungsbahn 22 abgestützt ist, in der Einschubrichtung gemäß
Richtungspfeil 21 durch eine Führung 23 hindurchgeschoben. Die Führung 23 ist - wie
später näher erläutert - derart ausgebildet, dass sie den durch diese hindurchgeschobenen
Abschnitt des Hilfsstapelträgers 20 sodann in einer Strecklage hält. Die der Führung
23 vorgeordnete Führungsbahn 22 ist der Führung 23 derart zugeordnet, dass die ebenfalls
später näher erläuterten Tragglieder des Hilfsstapelträgers 20 beim Verlassen der
Führungsbahn 22 in die Führung 23 eintreten. Die Führungsbahn 22 stütz somit den Hilfsstapelträger
20 in dessen Bereitschaftslage ab. Bevorzugt bilden die Führung 23 und ein die Führungsbahn
22 ausbildendes Bauteil eine Baueinheit, die zur bekanntermaßen für einen Non-Stop-Betrieb
erforderlichen Höhenverstellbarkeit mittels eines Hilfsstapelhubwerkes heb- und senkbar
ist, von welchem hier nur eine Hubkette 24 und beispielhaft die Führung 23 führende
Führungsprofile 25 angedeutet sind.
[0021] In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Traggliedes 26 des Hilfsstapelträgers
20 in einer den Darstellungen in Fig. 1 und 2 entsprechenden Seitenansicht und in
der bezüglich der Einschubrichtung gemäß dem angegebenen Richtungspfeil 21 aus der
Bereitschaftslage in die Arbeitslage vorliegenden Orientierung wiedergegeben. Es besteht
aus einem Grundkörper mit einer ersten Gelenkbohrung 27 an einem in die Einschubrichtung
gemäß Richtungspfeil 21 weisenden ersten Ende des Grundkörpers und mit einer zweiten
Gelenkbohrung 28 an einem dem ersten Ende abgewandten zweiten Ende des Grundkörpers.
In einem unmittelbar aneinander angelenkten Zustand einer Mehrzahl solcher aufeinanderfolgender
Tragglieder 26 bilden die genannten Gelenkbohrungen 27 und 28 gemeinsam mit in diese
eingesteckten Gelenkbolzen 29 ein erstes Drehgelenk 30 und ein zweites Drehgelenk
31 mit zueinander parallelen Gelenkachsen (sieh Fig. 5).
[0022] Das Tragglied 26 weist eine über das erste Drehgelenk 30 bzw. die erste Gelenkbohrung
27 hinausgehende, also bei bestimmungsgemäßem Einsatz in die Einschubrichtung gemäß
Richtungspfeil 21 weisende, ein erstes Ende des Traggliedes 26 bildende erste Verlängerung
32 und eine über das zweite Drehgelenk 31 bzw. die zweite Gelenkbohrung 28 hinausgehende,
also in eine zur Einschubrichtung entgegengesetzte Richtung weisende, ein zweites
Ende des Traggliedes 26 bildende zweite Verlängerung 33 auf. Der Grundkörper und die
beiden Verlängerungen 32 und 33 beanspruchen in einem Abschnitt ihrer höchsten Bauhöhe
in der bestimmungsgemäßen Lage einen Raum zwischen zwei horizontalen, um die Bauhöhe
voneinander beabstandeten Ebenen, wobei eine Unterseite der zweiten Verlängerung 33
und eines daran anschließenden Abschnittes des Grundkörpers in der unteren der beiden
Ebenen liegt und in der oberen Ebene eine Oberseite der ersten Verlängerung 32 sowie
eine Oberseite eines daran anschließenden Teiles des Grundkörpers. Eine Unterseite
der ersten Verlängerung 32 und eine Oberseite der zweiten Verlängerung 33 sowie eines
daran anschließenden Abschnittes des Grundkörpers liegen in einer horizontalen Zwischenebene,
die zwischen den beiden genannten Ebenen verläuft.
[0023] Zur unmittelbar aufeinanderfolgenden gegenseitigen Anlenkung einer Mehrzahl solcher
Tragglieder 26 wird die zweite Gelenkbohrung 28 eines Traggliedes 26 mit der ersten
Gelenkbohrung 27 eines bezüglich der Einschubrichtung gemäß Richtungspfeil 21 nacheilenden
Traggliedes 26 und die erste Gelenkbohrung 27 mit der zweiten Gelenkbohrung 28 eines
vorauseilenden Traggliedes 26 zur Deckung gebracht.
[0024] Wie aus Fig. 4a erkennbar, ist hierzu im Falle einer derartigen Ausgestaltung des
Hilfsstapelträgers 20, dass dieser in der Arbeitslage stabartige Tragelemente ausbildet,
die jeweilige zweite Verlängerung 33 und ein daran anschließender Abschnitt des Grundkörpers
von beiden Seiten her verschmälert und die erste Verlängerung 32 und ein daran anschließender
Abschnitt des Grundkörpers von der Unterseite her mittig mit einer derartigen Ausnehmung
34 versehen, dass ein in Einschubrichtung 21 vorauseilendes Tragglied 26 bis zum Fluchten
von dessen zweiter Gelenkbohrung 28 mit der ersten Gelenkbohrung 27 in einem nachlaufenden
Tragglied 26 eingefügt werden kann. Überdies sind die Oberseiten der zweiten Verlängerung
33 und der Ausnehmung 34 mit einer Kontur versehen, die es den Traggliedem 26 ermöglicht,
gegenseitige Schwenklagen einzunehmen (siehe Fig. 6).
[0025] Wie aus Fig. 5 ersichtlich, sind der Grundkörper und die beiden Verlängerungen 32
und 33 des Weiteren so ausgebildet, dass eine jeweilige zweite Verlängerung 33 der
aneinander angelenkten Tragglieder 26 jeweils eine erste Verlängerung 32 des übernächsten
bezüglich der Einschubrichtung gemäß Richtungspfeil 21 nachlaufenden Traggliedes 26
untergreift.
[0026] Wie aus Fig. 3 weiterhin erkennbar, bildet die Ausnehmung 34 an deren der zweiten
Gelenkbohrung 28 zugewandtem Ende eine die Oberseite des Traggliedes 26 durchdringende
Durchbrechung 35 aus und die zweite Verlängerung 33 weist an deren freiem Ende im
Anschluss an eine zur Ermöglichung der oben genannten gegenseitigen Schwenklagen der
Tragglieder 26 vorgesehene Vertiefung 36 einen Anschlag 37 mit einer Oberseite auf,
die eine in der bereits genannten Zwischenebene gelegene erste Anschlagfläche 38 ausbildet.
Die Abstände einerseits des Anschlages 37 von der zweiten Gelenkbohrung 28 und andererseits
der Durchbrechung 35 von der ersten Gelenkbohrung 27 und die Geometrie von Anschlag
37 und Durchbrechung 35 sind so gewählt, dass der Anschlag 37 eines Tragelementes
26 im aneinander angelenkten Zustand der Tragglieder 26 die Durchbrechung 35 des in
Einschubrichtung nacheilenden Traggliedes 26 durchdringen kann.
[0027] Wie in Fig. 5 erkennbar, ist die Länge der ersten Verlängerung 32 so gewählt, dass
deren, wie bereits erwähnt ebenfalls in der genannten Zwischenfläche gelegene Unterseite
in der Strecklage des Hilfsstapelträgers 20 auf der ersten Anschlagfläche 38 eines
in Einschubrichtung 21 vorauseilenden übernächsten Traggliedes 26 anliegt und somit
eine zweite Anschlagfläche 39 ausbildet.
[0028] Im Übrigen ist die Geometrie der Tragglieder davon abhängig, ob diese in der Arbeitslage
einen Hilfsstapeltragtisch oder einzelne starbartige Tragelemente 20' ausbilden sollen
(siehe Fig. 8).
[0029] Mit einer der Fig. 4a entsprechenden Geometrie lassen sich starbartige Tragelemente
20' erzeugen, während sich mit Traggliedern 26' mit einer der Fig. 4b entsprechenden
Geometrie ein Hilfsstapeltragtisch erzeugen lässt, wobei die Figuren 4a und 4b jeweils
eine Ansicht der Unterseite eines Traggliedes wiedergeben.
[0030] In Fig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel der bereits genannten und nunmehr näher erläuterten
Führung in Form einer Führung 23' und deren Zusammenwirken mit den hier beispielsweise
zur Erzeugung eines Hilfsstapeltragtisches ausgebildeten Traggliedern 26' gemäß Fig.
4b wiedergegeben. Die Führung 23' ist mit Blick auf die Einschubrichtung gemäß Richtungspfeil
21 stromabwärts bezüglich der hier nicht abgestellten Führungsbahn 22 angeordnet (siehe
Fig. 2) und umfasst im vorliegenden Falle eine obere Druckstückanordnung 23.1 und
eine untere Druckstückanordnung 23.2., welche an dem bereits genannten Hilfsstapelhubwerk
angeordnet sind und zwischen sich einen horizontalen Spalt 40 ausbilden.
[0031] Im beispielhaft zugrundegelegten Fall der Ausbildung der Tragglieder 26' gemäß Fig.
4b - zur Erzeugung eines Hilfsstapeltragtisches - können sich die Druckstückanordnungen
23.1 und 23.2 beispielsweise auf bezüglich der Einschubrichtung gemäß Richtungspfeil
21 seitliche Bereiche der Tragglieder 26' beschränken, oder es können mehrere obere
und untere Druckstückanordnungen 23.1 und 23.2 über die Breite B (siehe Fig. 4b) der
Tragglieder 26' verteilt angeordnet werden.
[0032] Die Geometrie des Spaltes 40 ist so gewählt, dass während des Hindurchschiebens der
Tragglieder 26' durch den Spalt 40 stets die erste Anschlagfläche 38 eines in Einschubrichtung
vorauseilenden Traggliedes 26' seitens der oberen und unteren Druckstückanordnung
23.1 und 23.2 zwangsweise in Anlage an der zweiten Anschlagfläche 39 des übernächsten
in Einschubrichtung nacheilenden Traggliedes 26' gehalten ist.
[0033] Dem Spalt 40 geht eine im vorliegenden Beispiel an der unteren Druckstückanordnung
32.2 ausgebildete horizontale Ausrichtfläche voraus, die in anderer Ausgestaltung
auch an der in Fig. 2 angedeuteten Führungsbahn 22 vorgesehen sein kann. Die Ausrichtfläche
41 dient der Vorausrichtung der Tragglieder 26' in deren Strecklage, in der sie sodann
in den Spalt 40 eintreten.
[0034] Durch die im Spalt 40 erzwungene gegenseitige Anlage der ersten Anschlagfläche 38
eines der Tragglieder 26' an der zweiten Anschlagfläche 39 eines bezüglich diesem
Tragglied 26' übernächsten nacheilenden Traggliedes 26' ist eine gegenseitige Schwenkbewegung
derjenigen Tragglieder 26' unterbunden, die bei deren Hindurchschieben durch den Spalt
40 diesen wieder verlassen. Der Hilfsstapelträger 20 verlässt den Spalt 40 somit in
einer Strecklage der Tragglieder 26', so dass sich der freitragende Abschnitt des
Hilfsstapelträgers 20 während des Hindurchschiebens der Tragglieder 26' sukzessive
um ein Tragglied 26' verlängert.
[0035] In Fig. 7 ist eine bereits in Fig. 2 angedeutete und alternativ zu der Führung 23'
ausgebildete Führung 23 und deren Zusammenwirken mit den hier beispielhaft zur Bildung
stabartiger Tragelemente 20' vorgesehenen Traggliedern 26 wiedergegeben.
[0036] Diese Führung 23 umfasst anstelle der starre Führungsflächen ausbildenden Druckstückanordnungen
23.1 und 23.2 im vorliegenden Ausführungsbeispiel vier am bereits genannten Hilfsstapelhubwerk
gelagerte, an die Oberseite des stabförmigen Tragelementes 20' angestellte Klemmrollen
23.3 und zwei ebenfalls am Hilfsstapelhubwerk gelagerte Stützrollen 23.4, die das
Tragelement 20' an dessen Unterseite abstützen. Die bezüglich der Einschubrichtung
gemäß Richtungspfeil 21 stromaufwärts angeordnete der beiden Stützrollen 23.4 ist
von der anderen Stützrolle 23.4 derart weit beabstandet, dass die Tragglieder 26 in
ihre Strecklage ausgerichtet sind, bevor sie während deren Verschiebung in die Einschubrichtung
gemäß Richtungspfeil 21 in Kontakt mit den Klemmrollen 23.3 gelangen. im Übrigen ist
die Anordnung der Klemmrollen 23.3 und der Stützrollen 23.4 so gewählt, dass während
des Hindurchschiebens der Tragglieder 26 durch die Führung 23 beim Passieren der Klemmrollen
23.3 wiederum stets die erste Anschlagfläche 38 eines in Einschubrichtung vorauseilenden
Traggliedes seitens der Klemmrollen 23.3 und der Stützrollen 23.4 zwangsweise in Anlage
an der zweiten Anschlagfläche 39 des übernächsten in Einschubrichtung nacheilenden
Traggliedes 26 gehalten ist. Im Hinblick auf Fertigungstoleranzen sind die Klemmrollen
23.3 oder die Stützrollen 23.4 bevorzugt so angeordnet und gelagert, dass sie seitens
der Tragglieder 26 oder 26' entgegen einer Rückstellkraft auslenkbar sind.
[0037] Das im Zusammenhang mit Fig. 2 bereits erwähnte Hilfsstapelhubwerk umfasst, wie in
Fig. 1 angedeutet, weiterhin eine heb- und senkbare, in Fig. 1 im Querschnitt erkennbare
Traverse 2.7, auf welcher das in die Einschubrichtung gemäß Richtungspfeil 21 weisende
Ende des Hilfsstapelträgers 20 in der Arbeitslage desselben abgestützt ist.
[0038] Wie in Fig. 5 für den Fall der Ausbildung des Hilfsstapelträgers 20 mittels einzelner
stabartiger Tragelemente 20' erkennbar, erfolgt eine entsprechende Abstützung bevorzugt
über jeweils ein endständiges Tragglied in Form eines Endgliedes 26.1 eines Tragelementes
20'. Dieses Endglied 26.1 ist lediglich in einem einem nacheilenden Tragglied 26 zugewandten
Abschnitt analog zu den Traggliedern 26 ausgebildet und weist an seinem anderen, dem
freien Ende bevorzugt eine an dessen Unterseite vorgesehene Anschrägung auf, die beim
Verbringen des Hilfsstapelträgers 20 in dessen Arbeitslage ein sicheres Aufsetzen
auf der Traverse 2.7 ermöglicht. Im Bereich des anderen Endes des Hilfsstapelträgers
20 verbleibt nach dem Verbringen desselben in seine Arbeitslage eine hinlängliche
Anzahl von Traggliedern 26 oder 26' derart im Einflussbereich der Führung 23 bzw.
23', dass der in der Einschubrichtung gemäß Richtungspfeil 21 aus der Führung 23 bzw.
23' ausgetretene Teil des Hilfsstapelträgers 20 in Strecklage gehalten ist. Insoweit
bildet die Führung 23 bzw. 23' ein Auflager für den Hilfsstapelträger 20.
[0039] Insbesondere für den Fall der Ausbildung des Hilfsstapelträgers 20 mittels einzelner
Stabartiger Tragelemente 20' ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Hilfsstapelträger
20 an seinem bezüglich der Einschubrichtung gemäß Richtungspfeil 21 nacheilenden Ende
auf hier nicht näher dargelegte Weise mit einem endlosen Zugmitteltrieb verbunden,
mittels welchem die Verstellungen des Hilfsstapelträgers 20 zwischen dessen Bereitschaftslage
und dessen Arbeitslage vorgenommen werden.
[0040] Eine weitere vorteilhafte Verstellmöglichkeit zwischen der Bereitschaftslage und
der Arbeitslage ergibt sich mit im Bereich der Führung 23 oder 23' oder unmittelbar
vor und/oder nach dieser an eine Oberseite und an eine Unterseite des Hilfsstapelträgers
20 angestellten, ortsfest gelagerten Rollen, von denen wenigstens eine angetrieben
ist. Im Falle der Ausbildung der Führung 23 gemäß Fig. 7 kann beispielsweise die bezüglich
der Einschubrichtung stromabwärts gelegene Stützrolle 23.4 angetrieben werden. Ein
derartiger Rollenantrieb kann überdies, ebenso wie der zuvor genannte Zugmitteltrieb
unabhängig davon eingesetzt werden, ob der Hilfsstapelträger 20 einen Hilfsstapeltragtisch
oder einzelne stabförmige Tragelemente 20' darstellt.
[0041] Im Falle einer kreisbogenförmigen Ausbildung der Führungsbahn 22 kann als alternative
Stellvorrichtung auch eine am nachlaufenden Ende des Hilfsstapelträgers 20 angelenkte,
motorisch betätigte Schwenkhebelanordnung vorgesehen werden.
[0042] Die Oberflächen der Tragglieder 26 bzw. 26' sind an denjenigen Seiten derselben,
die mit den Bedruckstoffen in Berührung kommen, bevorzugt derart ausgebildet, dass
sie an den Bedruckstoffen entlanggleiten können, ohne diese zu beschädigen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0043]
- 1
- Maschinenabschnitt
- 1.1
- Druckwerk
- 1.2
- Druckwerk
- 1.3
- Farbwerk
- 1.4
- Feuchtwerk
- 1.5
- Plattenzylinder
- 1.6
- Gummituchzylinder
- 1.7
- Druckzylinder
- 1.8
- schwingender Vorgreifer
- 1.9
- Anlegetrommel
- 1.10
- Bogenführungstrommel
- 2
- Anleger
- 2.1
- Vereinzelungsvorrichtung
- 2.2
- Bogen
- 2.3
- Stapel
- 2.4
- Transport- und Ausrichtvorrichtung
- 2.5
- Plattform
- 2.6
- Hubkette
- 2.7
- Traverse
- 3
- Ausleger
- 3.2
- Druckgutstapel
- 3.3
- Plattform
- 3.4
- Hubkette
- 3.5
- Endlosförderer
- 20
- Hilfsstapelträger
- 20'
- Tragelement
- 21
- Richtungspfeil
- 22
- Führungsbahn
- 23, 23'
- Führung
- 23.1
- obere Druckstückanordnung
- 23.2
- untere Druckstückanordnung
- 23.3
- Klemmrolle
- 23.4
- Stützrolle
- 24
- Hubkette
- 25
- Führungsprofile
- 26, 26'
- Tragglied
- 26.1
- Endglied
- 27
- erste Gelenkbohrung
- 28
- zweite Gelenkbohrung
- 29
- Gelenkbolzen
- 30
- erstes Drehgelenk
- 31
- zweites Drehgelenk
- 32
- erste Verlängerung
- 33
- zweite Verlängerung
- 34
- Ausnehmung
- 35
- Durchbrechung
- 36
- Vertiefung
- 37
- Anschlag
- 38
- erste Anschlagfläche
- 39
- zweite Anschlagfläche
- 40
- Spalt
- 41
- Ausrichtfläche
- B
- Breite des Traggliedes 26'
1. Flächige Bedruckstoffe verarbeitende Maschine, insbesondere eine Bogen verarbeitende
Rotationsdruckmaschine mit wenigstens einer Verarbeitungsstation in Form eines Druckwerkes,
einem die Verarbeitungsstation mit den Bogen beschickenden Anleger, einem die verarbeiteten
Bogen zu Stapeln zusammenfassenden Ausleger
und
einem Hilfsstapelträger, der in einer Einschubrichtung aus einer Bereitschaftslage
in eine Arbeitslage und umgekehrt verstellbar ist und in der Einschubrichtung aufeinanderfolgende,
über achsparallele Drehgelenke unmittelbar aneinander angelenkte Tragglieder umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragglieder (26; 26') über deren Drehgelenke (30, 31) hinausragende Verlängerungen
(32, 33) aufweisen und eine jeweilige entgegen der Einschubrichtung (21) weisende
Verlängerung (33) die in Einschubrichtung (21) weisende Verlängerung (32) des übernächsten
in Einschubrichtung (21) nachlaufenden Traggliedes (26; 26') untergreift.
2. Maschine nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine Führung (23; 23') durch welche die Tragglieder (26; 26') zu deren bestimmungsgemäßem Einsatz hindurchgeschoben
werden und welche eine in der Führung (23; 23') befindliche, entgegen der Einschubrichtung
(21) weisende Verlängerung (33) in Anlage an der in Einschubrichtung (21) weisenden
Verlängerung (32) des übemächsten in Einschubrichtung (21) nachlaufenden Traggliedes
(26; 26') hält.
3. Maschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führung (23; 23') ein Auflager für den Hilfsstapelträger (20) bildet.
4. Maschine nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch
eine Führungsbahn (22), an welcher sich der Hilfsstapelträger (20) in dessen Bereitschaftslage
abstützt.
5. Maschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsbahn (22) konvex ansteigt und ein unteres Ende derselben der wenigstens
einen Verarbeitungsstation (Druckwerk 1.1) zugewandt ist.
6. Maschine nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch
ein Hubwerk (24, 25) mittels welchem die Führung (23; 23') und die Führungsbahn (22)
gemeinsam heb- und senkbar sind.
7. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in der Arbeitslage befindlichen Tragglieder (26') einen Hilfsstapeltragtisch
ausbilden.
8. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in der Arbeitslage befindlichen Tragglieder (26) einzelne stabartige Tragelemente
(20') ausbilden.