[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Bodenschlacke einer Metallschmelze
vom Boden eines Schmelztiegels, insbesondere eines Tauchbeschichtungstiegels, sowie
ein Verfahren zum Entfernen von Bodenschlacke einer Metallschmelze aus einem Schmelztiegel.
[0002] Bei der Schmelztauchveredelung von Feinblech in Form von durchlaufenden Bändern in
einer Metallschmelze kommt es zur Bildung von Schlacken, welche in Abhängigkeit ihrer
Dichte relativ zur Dichte der Metallschmelze als Ober-, Schwebe- oder Bodenschlacke
anfallen. Im Falle der Bodenschlacke setzt sich diese auf dem Boden des Tauchbeschichtungstiegels
ab und bildet eine den Tiegelboden vollständig bedeckende Schicht. Das Eintauchen
bzw. Herausheben einzelner, zu veredelnder Bauteile sowie die kontinuierliche Durchführung
eines zu veredelnden Metallbandes führt zu Verwirbelungen in der Metallschmelze. Dadurch
werden einzelne Partikel der Bodenschlacke aus der Schlackeschicht herausgerissen
und können mit der Oberfläche der zu veredelnden Bauteile bzw. des Metallbandes in
Kontakt kommen, was zu erheblichen Qualitätsverlusten, insbesondere zu einer Beeinträchtigung
der optischen Erscheinung der zu veredelnden Metallbänder, führt.
[0003] In der EP 0 907 759 B1 ist eine Pumpvorrichtung zur Entfernung von Bodenschlacke
einer Metallschmelze, insbesondere einer Zinkschmelze, aus einem Tauchbeschichtungstiegel
beschrieben. Die Pumpvorrichtung weist dabei einen oberhalb der Schmelze angeordneten
Pumpenmotor mit einer senkrecht in die Schmelze bis zum Boden des Tiegels hineinragenden
Welle auf, mit derem unteren Ende ein in ein Gehäuse eingebautes Flügelrad als Pumpe
verbunden ist. Das Gehäuse weist eine Einlaßöffnung und eine Auslaßöffnung auf. An
die Auslaßöffnung ist eine vertikal angeordnete Leitung angeschlossen, deren oberes
Ende aus der Metallschmelze herausragt. Im Betrieb saugt das Flügelrad die Bodenschlacke
in das Gehäuse und transportiert sie über die Leitung und eine Ablaufrinne aus dem
Schmelztiegel.
[0004] Mit dieser Pumpvorrichtung ist zwar ein effektives Entfernen der Bodenschlacke möglich,
nachteilig ist jedoch ihre relativ aufwendige Konstruktion, die nicht ohne bewegte
Maschinenteile auskommt, weswegen eine solche Pumpenvorrichtung z.B. durch Verstopfen
des Flügelradgehäuses in erhöhtem Maße störanfällig ist. Wegen der aufwendigen Konstruktion
läßt sich eine solche Vorrichtung zudem nicht kostengünstig fertigen.
[0005] Die JP 07268576 A (Patent Abstract of Japan) offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Abtrennen von Schlacke in einem Galvanikbad. Dabei wird eine mobile Zentrifuge
in einen mit Schlacke verunreinigten Elektrolyten getaucht und mit diesem gefüllt.
Im Betrieb der Zentrifuge werden die Schlacke und der Elektrolyt entsprechend ihrer
jeweiligen Dichte voneinander getrennt, so daß sich die schwere Unterschlacke in einem
äußeren Bereich, die leichte Oberschlacke in einem inneren und der schlackefreie Elektrolyt
in einem mittleren Bereich des ringförmigen Innenraums der Zentrifuge anreichert.
Der derart gereinigte Elektrolyt kann anschließend über in der Zentrifuge vorgesehene
Auslaßöffnungen aus der Zentrifuge abgepumpt werden.
[0006] Dieses Verfahren kommt ebenfalls nicht ohne eine komplizierte Mechanik aus. Darüber
hinaus ist es zum Entfernen von Bodenschlacke einer Metallschmelze vom Boden eines
Schmelztiegels ungeeignet, da es die hierbei bereits vorliegende räumliche Trennung
des Schmelzbades von der Ober- bzw. Unterschlacke nicht ausnutzt, sondern eine Vermischung
der Schlacke und der Schmelze bzw. des Elektrolyten voraussetzt.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, mit der bei geringem konstruktiven Aufwand und niedrigen Herstellungskosten
ein möglichst störungsfreies Entfernen von Bodenschlacke einer Metallschmelze vom
Boden eines Schmelztiegels möglich ist.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die Vorrichtung ein Saugrohr mit einem vertikalen Rohrabschnitt, dessen Länge
mindestens der Tiefe des von der Metallschmelze gebildeten Schmelzbades entspricht
und dessen unteres Ende als Ansaugöffnung ausgebildet ist, und mit einem horizontal
abgewinkelten Rohrabschnitt als Auslaßöffnung, und eine Gaszuführungsleitung aufweist,
die in das Saugrohr in dessen unterem Endbereich zur Einleitung eines Transportgases
in das Saugrohr einmündet.
[0009] Die Funktionsweise dieser Vorrichtung ist die folgende: Nach dem Einführen in den
mit einer Metallschmelze gefüllten Tauchbeschichtungstiegel ist das Saugrohr ebenfalls
mit Metallschmelze gefüllt. Durch das Einleiten des Transportgases in den unteren
Endbereich des Saugrohres entsteht ein kontinuierlicher Gasstrom in Richtung der Schmelzbadoberfläche.
Dieser erzeugt in dem Saugrohr einen Sog, welcher dazu führt, daß die in dem Rohr
befindliche Metallschmelze und die auf dem Boden des Tiegels abgelagerte Bodenschlacke
nach oben gesaugt und über den horizontal abgewinkelten Rohrabschnitt des Saugrohres
auf die Schmelzbadoberfläche ausgegossen werden.
[0010] Der besondere Vorteil dieser Vorrichtung liegt in ihrem sehr einfachen Aufbau, welcher
eine kostengünstige Herstellung erlaubt, und darin, daß sie gänzlich ohne bewegte
Maschinenteile auskommt und damit einen zuverlässigen, verschleiß- und störungsfreien
Betrieb ermöglicht.
[0011] Als zweckmäßig erweist es sich dabei, wenn der vertikale Rohrabschnitt an seinem
unteren Ende ein Abstandselement aufweist. Dadurch wird erreicht, daß der vom Rohrende
gebildete Einlaß offen bleibt, sich insbesondere nicht am Boden des Tiegels festsaugt
und der Prozeß dadurch unterbrochen wird. Ein weiteren Vorteil hinsichtlich der Standfestigkeit
des Saugrohres läßt sich dadurch erzielen, daß das Abstandselement als ringförmiger
Standfuß ausgebildet ist.
[0012] Ein unkontrolliertes Verspritzen der durch den kontinuierlichen Gasstrom nach oben
beförderten Bodenschlacke kann wirksam dadurch verhindert werden, daß der horizontal
abgewinkelte Rohrabschnitt des Saugrohres eine auf den Badspiegel gerichteten Auslaßöffnung
aufweist, aus der die Bodenschlacke direkt auf die Schmelzbadoberfläche ausgegossen
wird.
[0013] Der Einsatz eines Ventils in der Gaszuführungsleitung ermöglicht auf einfach Weise,
daß das Gas erst dann in das Saugrohr eingeleitet wird, wenn das Saugrohr in dem Tauchbeschichtungstiegel
eine für den Prozeß geeignete Position eingenommen hat. Darüber hinaus läßt sich dadurch
der Gasstrom drosseln, um den Sog im Saugrohr zu steuern.
[0014] Zweckmäßig ist es, wenn die Gaszuführungsleitung vom vertikalen Rohrabschnitt des
Saugrohres getragen ist. Dadurch ist ein besonders kompakter Aufbau des Saugrohres
möglich.
[0015] Die Handhabbarkeit der Vorrichtung wird erleichtert, wenn das Saugrohr zur Befestigung
der Halteeinrichtung oberhalb des vertikalen Rohrabschnitts einen weiteren Rohrabschnitt
aufweist, welcher fluchtend zu diesem angeordnet ist und mit diesem verbunden ist.
Dadurch befinden sich sämtliche Elemente der Halteeinrichtung oberhalb der Schmelzbadoberfläche
und können somit nicht mit der Metallschmelze in Kontakt kommen. Eine der maschinellen
Handhabung der Vorrichtung dienende Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß
die Halteeinrichtung zwei zueinander beabstandete, quaderförmige Einstecktaschen zur
Aufnahme der Gabel eines Gabelstaplers aufweist.
[0016] Zum Zwecke einer optimierten Führung und Positionierung im Tauchbeschichtungstiegel
ist das Saugrohr in der Halteeinrichtung in mindestens einer Ebene schwenkbar gelagert.
Dadurch können auch schwer zugängliche, mit Bodenschlacke belegte Bereiche des Tiegelbodens,
wie z.B. die Ecken, erreicht werden. Zudem ist somit ein vereinfachtes Einsetzen bzw.
Herausheben des Saugrohres möglich.
[0017] Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben,
mit dem unter Verwendung der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ein schnelles und
vollständiges Entfernen der Bodenschlacke aus dem Schmelztiegel in wenigen Schritten
möglich ist.
[0018] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch folgende Verfahrensschritte gelöst:
- die Bodenschlacke wird über das Saugrohr an die Oberfläche der Metallschmelze transportiert,
- die Bodenschlacke wird an der Oberfläche der Metallschmelze mittels einer chemischen
Reaktion oder durch Legieren in Oberschlacke verwandelt,
- die derart erzeugte Oberschlacke wird aus dem Schmelztiegel entfernt.
[0019] Die bereits genannten Vorteile der Vorrichtung gelten ebenso für das Verfahren. Ferner
liegt ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens darin, daß das Entfernen der Bodenschlacke
vom Boden des Schmelztiegels und das anschließende Entfernen der in Oberschlacke umgewandelten
Bodenschlacke von der Schmelzbadoberfläche unabhängig voneinander erfolgen und damit
hinsichtlich ihrer zeitlichen Abfolge optimal an den Veredelungsprozeß angepaßt werden
können. Ohne Unterbrechung des Veredelungsprozesses kann die Bodenschlacke je nach
Schlackenanfall von Zeit zu Zeit, aber auch kontinuierlich vom Boden entfernt werden,
so daß sich hierbei keine größere Mengen ansammeln können, die die Gefahr des Aufwirbelns
und damit der Ablagerung auf der Oberfläche des zu veredelnden Bleches vergrößern
würden. Ein Kostenvorteil im Betrieb ergibt sich schon dadurch, daß je nach Zusammensetzung
der Metallschmelze neben Edelgasen und Stickstoff einfache Druckluft als Transportgas
verwendet werden kann.
[0020] Besonders eignet sich das Verfahren für die Bauteilveredelung in einer Zinkschmelze.
In diesem Falle erfolgt die Umwandlung der Bodenschlacke in Oberschlacke zweckmäßigerweise
durch Auflegieren mit Aluminium. Dabei kann das Aluminium beispielsweise in Form von
Stangen aus einer Zink-Aluminium-Legierung zugeführt werden. Ebenso denkbar ist, daß
das Aluminium in Pulverform zugeführt wird, um einen besonders schnellen Legierungsprozeß
zu ermöglichen.
[0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert. Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Entfernen von Bodenschlacke einer Metallschmelze vom Boden eines
Tauchbeschichtungstiegels in Seitenansicht,
- Fig. 2
- die Vorrichtung der Fig. 1 in um 90° gegenüber der Ansicht der Fig. 1 gedrehter Seitenansicht,
- Fig. 3
- die Vorrichtung der Fig. 1 in Draufsicht,
- Fig. 4
- die Verwendung der Vorrichtung der Fig.1 in dem erfindungsgemäßen Verfahren in Seitenansicht
und
- Fig. 5
- die Verwendung der Vorrichtung nach Fig. 4 in um 90° gegenüber der Ansicht der Fig.
4 gedrehter Seitenansicht.
[0022] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung 1 besteht aus einem Saugrohr 2 mit einem vertikalen
Rohrabschnitt 3, der über einen gekrümmten Rohrabschnitt 4 in einen horizontal abgewinkelten
Rohrabschnitt 5 übergeht. Der vertikale Rohrabschnitt 3 bildet mit seinem unteren
strinseitig offenen Ende 3a eine Ansaugöffnung. Ein direktes Aufsetzen des offenen
Endes auf dem Untergrund wird durch ein Abstandselement 3c verhindert, welches aus
einem ringförmigen Standfuß 3d und mehreren symmetrisch um das Rohrende angeordneten
Verbindungsstreben 3e besteht. Der horizontal abgewinkelte Rohrabschnitts 5 weist
ein geschlossenes stirnseitiges Ende 5a auf. An der Unterseite des horizontal abgewinkelten
Rohrabschnitts 5 befindet sich nahe dem Rohrende 5a eine Auslaßöffnung 5b. Parallel
zum vertikalen Rohrabschnitt 3 des Saugrohres 2 verläuft eine rohrförmige Gaszuführungsleitung
6, die mit ihrem offenen Ende 6a in den Endbereich 3b des vertikalen Rohrabschnitts
3 einmündet. Somit ist die Einleitung eines Gases in das Saugrohr 3 möglich. Die Gaszuführungsleitung
6 verfügt an ihrem oberen horizontal abgewinkelten Ende über ein Anschlußstück mit
integriertem Ventil 6b und ist in seinem parallel zum vertikalen Rohrabschnitt 3 verlaufenden
Bereich über mehrere Stege 6c mit diesem fest verbunden. In Verlängerung des vertikalen
Rohrabschnitts 3 verläuft ein weiterer Rohrabschnitt 7, der mit dem Saugrohr 2 an
dem gekrümmten Rohrabschnitt 4 vorzugsweise über eine Schweißverbindung fest verbunden
ist.
[0023] An dem Rohrabschnitt 7 ist eine Halteeinrichtung 8 für das Saugrohr 2 drehbar befestigt.
Somit kann das Saugrohr 2 um die Achse 8a in einer Ebene senkrecht zu dem horizontal
abgewinkelten Rohrabschnitt 5 verschwenkt werden (s. Pfeile 8x in Fig. 2). Zur Fixierung
des Saugrohres 2 in einem bestimmten Winkel relativ zur Halteeinrichtung 8 dient ein
entsprechender - schematisch dargestellter - Verstellmechanismus 8b. Die Halteeinrichtung
8 weist im wesentlichen zwei quaderförmige und zueinander beabstandet angeordnete
Taschen 8c (s. Fig. 3) auf, die beispielsweise der Aufnahme der Gabel 12 eines Gabelstaplers
dienen (s. Fig. 4).
[0024] Die Fig. 4 und 5 zeigen die Verwendung der Vorrichtung 1 zum Entfernen von Bodenschlacke
einer Zinkschmelze vom Boden eines Tauchbeschichtungstiegels und die anschließende
Umwandlung der Bodenschlacke in Oberschlacke.
[0025] Ein Tauchbeschichtungstiegel 9 ist mit einer ein Schmelzbad bildenden Zinkschmelze
10 zur Schmelztauchveredelung von als Band durchlaufendem Feinblech gefüllt. Dabei
fällt Bodenschlacke 11 an, die sich am Boden 9a des Tauchbeschichtungstiegels 9 absetzt.
Zum Entfernen der Bodenschlacke 11 wird die Vorrichtung 1 mittels eines Gabelstaplers
in den gefüllten Tauchbeschichtungstiegel 9 bis auf den Boden 9a abgesenkt und in
vertikaler Position gehalten. Dabei füllt sich der vertikale Rohrabschnitt 3 des Saugrohres
1 mit Zinkschmelze 10. Sodann wird das Ventil 6b geöffnet und Stickstoff über die
Gaszuführungsleitung 6 in das Saugrohr 2 eingeleitet. Dieser steigt im Saugrohr 2
auf und tritt über die Öffnung 5b aus dem Saugrohr 2 wieder aus. Dadurch entsteht
im Saugrohr 2 ein Sog, der die im Rohr vorhandene Zinkschmelze 10 sowie die auf dem
Boden 9a des Tauchbeschichtungstiegels 9 befindliche Bodenschlacke 11 mit nach oben
zieht. Die Zinkschmelze 10 und die Bodenschlacke 11 treten ebenfalls über die Öffnung
5b aus und ergießen sich über mehrere auf der Oberfläche der Zinkschmelze schwimmende
Stangen 13 aus einer Zink-Aluminium-Legierung, wodurch diese aufschmelzen. Dabei wird
die Bodenschlacke 11 durch Legieren mit dem freiwerdenden Aluminium in Oberschlacke
14 umgewandelt, die infolge ihrer geringeren Dichte nicht in die Zinkschmelze 10 eintritt,
sondern aufschwimmt. Die Oberschlacke 14 kann im folgenden in einem weiteren - nicht
dargestellten - Schritt durch Abschöpfen oder Abpumpen oder einen anderen einfach
zu realisierenden Verfahrensschritt aus dem Tauchbeschichtungstiegel 9 entfernt werden.
Zum vollständigen Entfernen der Bodenschlacke 11 wird das Saugrohr 2 im Tauchbeschichtungstiegel
9 nach und nach umgesetzt. Ebenso ist denkbar, daß der Boden 9a des Tauchbeschichtungstiegels
9 ein Gefälle aufweist, was ein stetiges Wandern der Bodenschlacke 11 in Richtung
des tiefsten Punktes bewirken würde. In diesem Falle wäre ein Umsetzen des an diesem
Punkt positionierten Saugrohres 2 nicht erforderlich.
1. Vorrichtung zum Entfernen von Bodenschlacke einer Metallschmelze vom Boden eines Schmelztiegels,
insbesondere eines Tauchbeschichtungstiegels,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung (1) ein Saugrohr (2) mit einem vertikalen Rohrabschnitt (3), dessen
Länge mindestens der Tiefe des von der Metallschmelze (10) gebildeten Schmelzbades
entspricht und dessen unteres Ende (3a) als Ansaugöffnung ausgebildet ist, und mit
einem horizontal abgewinkelten Rohrabschnitt (5) als Auslaßöffnung, und eine Gaszuführungsleitung
(6) aufweist, die in das Saugrohr (2) in dessen unterem Endbereich (3b) zur Einleitung
eines Transportgases in das Saugrohr (2) einmündet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
der vertikale Rohrabschnitt (3) des Saugrohres (1) an seinem Ende ein Abstandselement
(3c) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, daß
das Abstandselement als ringförmiger Standfuß ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet, daß
der horizontal abgewinkelte Rohrabschnitt (5) des Saugrohres (2) eine auf den Badspiegel
gerichteten Auslaßöffnung (5b) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gaszuführungsleitung (6) ein Ventil (6b) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5
dadurch gekennzeichnet, daß die
Gaszuführungsleitung (6) vom vertikalen Rohrabschnitt (3) des Saugrohres (2) getragen
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung (1) einen Halteeinrichtung (8) zum Einführen und Herausheben des Saugrohres
(2) und zu seiner Stabilisierung im Betrieb aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß
das Saugrohr (2) zur Befestigung der Halteeinrichtung (8) oberhalb des vertikalen
Rohrabschnitts (3) einen weiteren Rohrabschnitt (7) aufweist, welcher fluchtend zu
diesem angeordnet ist und mit diesem verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8
dadurch gekennzeichnet, d a ß
die Halteeinrichtung (8) zwei zueinander beabstandete, quaderförmige Einstecktaschen
(8c) zur Aufnahme der Gabel (12) eines Gabelstaplers aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9
dadurch gekennzeichnet, daß
das Saugrohr (2) in der Halteeinrichtung (8) in mindestens einer Ebene schwenkbar
gelagert ist.
11. Verfahren zum Entfernen von Bodenschlacke einer Metallschmelze aus einem Schmelztiegel,
insbesondere einem Tauchbeschichtungstiegel, unter Verwendung der Vorrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 10
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- die Bodenschlacke (11) wird über das Saugrohr (2) an die Oberfläche der Metallschmelze
(10) transportiert,
- die Bodenschlacke (11) wird an der Oberfläche der Metallschmelze (10) mittels einer
chemischen Reaktion oder durch Legieren in Oberschlacke (14) verwandelt,
- die derart erzeugte Oberschlacke (14) wird aus dem Schmelztiegel (9) entfernt.
12. Verfahren nach Anspruch 11
dadurch gekennzeichnet, daß
als Transportgas Luft, Stickstoff oder ein Edelgas verwendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11
dadurch gekennzeichnet, daß
die Metallschmelze (10) eine Zinkschmelze ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bodenschlacke (11) durch Legieren mit Aluminium in Oberschlacke (14) verwandelt
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14
dadurch gekennzeichnet, daß
das Aluminium in Form von Stangen (13) zugeführt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stangen (13) aus einer Zink-Aluminium-Legierung bestehen.
17. Verfahren nach Anspruch 14
dadurch gekennzeichnet, daß
das Aluminium in Pulverform zugeführt wird.