[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kaskadeneinheit für eine Heizungsanlage mit
zwei oder mehr Heizkesseln, insbesondere mit hängend montierten Brennwertkesseln,
mit einer hydraulischen Weiche, die einerseits mit den Vorläufen und Rückläufen aller
Heizkessel und andererseits mit mindestens je einem Heizkreisvorlauf und Heizkreisrücklauf
verbunden ist, wobei die Kaskadeneinheit weiterhin je einen im wesentlichen horizontal
verlaufenden Kesselvorlauf-Sammler und Kesselrücklauf-Verteiler umfaßt, wobei der
Sammler und der Verteiler unmittelbar übereinander angeordnet und fest mit der hydraulischen
Weiche verbunden sind und mit dieser die vorgefertigte, eine transportable Bau- und
Montageeinheit darstellende Kaskadeneinheit bilden, und wobei der Sammler und der
Verteiler jeweils mit vorbereiteten, für eine Gruppe aus zwei oder mehr Heizkesseln
angepaßt plazierten Anschlußstutzen zum Anschluß der Heizkesselvorläufe und der Heizkesselrückläufe
ausgeführt sind.
[0002] Eine Kaskadeneinheit der eingangs genannten Art ist aus DE-U 299 14 303 als Teil
einer Kaskaden-Heizungsanlage bekannt. Bei der bekannten Kaskadeneinheit ist vorgesehen,
daß die Anschlußstutzen in Form von nach oben weisenden geraden Rohrabschnitten und/oder
in Form von zunächst horizontal, vorzugsweise nach hinten, und dann nach oben verlaufenden
Rohrbögen ausgeführt sind. Die Version mit den gerade nach oben weisenden Anschlußstutzen
hat sich in der Praxis als wenig geeignet erwiesen, weil es zweckmäßig ist, den Sammler
und den Verteiler sowie die hydraulische Weiche, die zusammen die Kaskadeneinheit
bilden, in einem ausreichenden Abstand von einer Wand eines Heizungsraums anzuordnen,
an der die Heizkessel üblicherweise hängend montiert sind. Dieser Abstand ist erforderlich,
um Zugang auch zur Rückseite der Kaskadeneinheit zu haben, um dort Arbeiten vornehmen
zu können. In der Praxis wurde deshalb im wesentlichen nur die Version der bekannten
Kaskadeneinheit eingesetzt, bei der die Anschlußstutzen in Form von zunächst horizontal
und dann nach oben verlaufenden Rohrbögen ausgeführt sind. Als nachteilig hat sich
bei dieser bekannten Kaskadeneinheit herausgestellt, daß sie aufgrund der in Form
von Rohrbögen ausgeführten Anschlußstutzen eine relativ große Breite bzw. Tiefe hat,
was die Lagerung und den Transport der Kaskadeneinheit erschwert. Insbesondere wird
relativ viel Lager- und Transportraum benötigt. Dabei wird die "Sperrigkeit" der Kaskadeneinheit
im wesentlichen durch die weit vorragenden Rohrstutzen verursacht. Außerdem unterliegen
diese vorragenden Rohrstutzen insbesondere beim Transport der Gefahr, daß sie durch
äußere Einwirkungen verbogen und beschädigt werden. Hierdurch werden zumindest nachträgliche
Richtarbeiten erforderlich; im schlimmsten Fall kann es sogar zu Undichtigkeiten am
Anschluß der Rohrstutzen an den Sammler oder Verteiler kommen, wodurch auch noch zusätzliche
Schweißarbeiten zur Wiederherstellung der Dichtigkeit erforderlich werden. Ein weiterer
Nachteil wird darin gesehen, daß bei der bekannten Kaskadeneinheit zwei verschiedenen
Ausführungen gefertigt werden müssen, wenn wahlweise die hydraulische Weiche links
oder rechts von Sammler und Verteiler positioniert werden soll. Dies stellt einen
hohen Herstellungs- und Lagerhaltungsaufwand dar und verursacht ein Risiko für Falschbestellung
durch Kunden oder Falschlieferung durch den Hersteller.
[0003] Für die vorliegende Erfindung stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Kaskadeneinheit
der eingangs genannten Art zu schaffen, die die dargelegten Nachteile vermeidet und
bei der insbesondere ein reduzierter Fertigungs- und Montageaufwand erreicht werden,
bei der Lagerung und Transport vereinfacht sind, die weniger schadensanfällig bei
ihrem Transport ist und die eine flexiblere Erstellung der Heizungsanlage erlaubt.
[0004] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einer Kaskadeneinheit
der eingangs genannten Art, die dadurch gekennzeichnet ist,
- daß die Anschlußstutzen in Form von kurzen, horizontal verlaufenden geraden Rohrabschnitten
ausgeführt sind,
- daß die Anschlußstutzen jeweils abwechselnd vorderseitig und rückseitig am Sammler
und am Verteiler angeordnet sind und
- daß an jedem Anschlußstutzen entweder ein in Richtung zum jeweiligen Heizkessel laufender
Rohrbogen oder ein Blindstopfen anbringbar ist.
[0005] Vorteilhaft hat die erfindungsgemäße Kaskadeneinheit im Vergleich zu der aus dem
Stand der Technik bekannten Kaskadeneinheit eine wesentlich kompaktere Bauweise, insbesondere
eine wesentlich geringere Bautiefe, da nun auf die weit vorragenden Rohrbögen als
Teile der vorgefertigten Kaskadeneinheit verzichtet wird. Aus diesem Grund ist die
Kaskadeneinheit wesentlich platzsparender zu lagern und zu transportieren. Außerdem
sind die kurzen Rohrstutzen wesentlich weniger empfindlich im Hinblick auf mögliche
Verbiegungen oder Beschädigungen bei Lagerung und Transport. Ein weiterer wesentlicher
Vorteil der erfindungsgemäßen Kaskadeneinheit besteht darin, daß durch die abwechselnd
vorderseitige und rückseitige Anordnung der Anschlußstutzen nur eine Ausführung der
Kaskadeneinheit gefertigt werden muß, die dann wahlweise mit einer links oder rechts
positionierten hydraulischen Weiche in eine Heizungsanlage eingebaut werden kann.
Zum Wechsel der Positionierung der hydraulischen Weiche muß lediglich die Kaskadeneinheit
um ihre vertikale Achse um 180° gedreht werden; sonstige Änderungen sind nicht nötig.
Damit wird eine wesentliche Rationalisierung bei der Fertigung der Kaskadeneinheit
erreicht, da es bei der Kaskadeneinheit nach dem Stand der Technik erforderlich war,
zwei unterschiedliche Ausführungen für eine Anordnung der hydraulischen Weiche an
der linken und für eine Anordnung der hydraulischen Weiche an der rechten Seite zu
fertigen. Ein weiterer Vorteil, der hiermit erreicht wird, besteht darin, daß noch
vor Ort auf der Baustelle festgelegt werden kann, ob die hydraulische Weiche rechts
oder links von Sammler und Verteiler positioniert werden soll; dies erlaubt eine höhere
Flexibilität bei der Erstellung der Heizungsanlage und vermeidet Falschbestellungen
oder Falschlieferungen und dadurch verursachte Zeitverzögerungen. Die benötigten Rohrbögen,
über die die kurzen Anschlußstutzen mit den jeweils zugehörigen Heizkesseln zu verbinden
sind, werden einfach als lose Teile in der benötigten Anzahl mitgeliefert und vor
Ort auf der Baustelle mit den benötigten Anschlußstutzen verbunden. Die Anschlußstutzen,
die jeweils nicht benötigt werden, werden einfach mit passenden Blindstopfen verschlossen.
[0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Anschlußstutzen mit
flachdichtenden Anschlußnippeln ausgebildet sind. Mit dieser Gestaltung wird insbesondere
erreicht, daß die Verbindungen zwischen den Heizkesseln einerseits und Sammler und
Verteiler andererseits auf einfache Weise hergestellt werden können, da ein Ineinanderstecken
von Rohrstücken mit der Notwendigkeit, vorübergehend Abstände zwischen den zu verbindenden
Anlagenteilen zu vergrößern, entfällt.
[0007] Um Sammler und Verteiler möglichst einfach fertigen zu können und um gleichzeitig
eine hohe Eigenstabilität zu erzielen, sind bevorzugt der Sammler und der Verteiler
als aufeinanderliegende Rechteckrohre, vorzugsweise mit einer gemeinsamen Mittelwand,
ausgeführt. Wenn eine gemeinsame Mittelwand verwendet wird, wird auch noch eine materialsparende
Bauweise erzielt. Zur Herstellung von Sammler und Verteiler kann dann ein Rechteckrohr
mit einem parallel ausgerichteten U-Profil längs verschweißt werden, wodurch die gewünschten
zwei aufeinanderliegenden Rechteckrohre realisiert werden.
[0008] Weiter schlägt die Erfindung vor, daß der Sammler oben und der Verteiler unten liegt
und daß Sammler und Verteiler an ihrem einen Stirnende mit der im wesentlichen vertikal
ausgerichteten hydraulischen Weiche nahe deren unterem Ende mechanisch fest verbunden
sind. Die hydraulische Weiche kann aufgrund ihrer Bauhöhe in der Regel nicht unterhalb
der Heizkessel angeordnet werden. Deshalb ist die vorgeschlagene Verbindung zwischen
Sammler und Verteiler einerseits und hydraulischer Weiche andererseits besonders zweckmäßig,
da hierbei die hydraulische Weiche links oder rechts neben der Heizkesselreihe positioniert
wird. Da das erhitzte Vorlauf-Heizwasser aus den Kesseln in den oberen Bereich der
hydraulischen Weiche geleitet werden muß und da das abgekühlte Rücklauf-Heizwasser
im unteren Bereich der hydraulischen Weiche anfällt, ist die Anordnung des Sammlers
oben und des Verteilers unter diesem besonders zweckmäßig, da dann auf den kürzestmöglichen
Wegen die benötigte Heizwasserführung erzielbar ist.
[0009] In einer konkreten Weiterbildung der zuletzt beschriebenen Ausführung der Heizungsanlage
ist vorgesehen, daß der Sammler an oder nahe seinem weichenseitigen Ende über eine
feste Verbindungsleitung mit dem oberen Bereich der hydraulischen Weiche in Strömungsverbindung
steht und daß der Verteiler an seinem weichenseitigen Ende über eine Durchbrechung
in der ihm zugewandten Wandung der hydraulischen Weiche mit deren unterem Bereich
in unmittelbarer Strömungsverbindung steht. Vorteilhaft wird damit für die Strömungsverbindung
von der hydraulischen Weiche zum Verteiler keine besondere Leitung benötigt.
[0010] Die feste Verbindungsleitung vom Sammler zum oberen Bereich der hydraulischen Weiche
kann eine freistehende Rohrleitung sein; bevorzugt ist sie aber als integrierter Bestandteil
der hydraulischen Weiche ausgeführt, wodurch eine besonders kompakte Bauweise und
ein aufgeräumtes Erscheinungsbild erreicht werden.
[0011] In konkreter Ausgestaltung kann die Verbindungsleitung durch ein mit der dem Sammler
zugewandten Seite der Weiche dicht verbundenes, bevorzugt verschweißtes, Rechteckrohr
oder U-Profil gebildet sein, dessen Inneres unten über eine Durchbrechung mit dem
Sammler und oben über eine weitere Durchbrechung mit dem oberen Bereich der hydraulischen
Weiche in Strömungsverbindung steht. Die Verbindungsleitung wird so mit geringstem
Material- und Montageaufwand realisiert.
[0012] Um eine erleichterte und mit möglichst geringem Aufwand verbundene Anpassung an unterschiedliche
vorgegebene räumliche Bedingungen zu ermöglichen, sind zweckmäßig zwischen die Rohrbögen
einerseits und die Vor- und Rückläufe der Heizkessel andererseits zum Abstandsausgleich,
insbesondere zum Höhenausgleich, gerade Rohrstücke, vorzugsweise mit Schneidringverschraubungen
an ihren Enden, einfügbar.
[0013] Falls eine exakte Vorplanung möglich ist, ist alternativ bevorzugt vorgesehen, daß
jeweils die Rohrbögen mit diese mit den Vor- und Rückläufen der Heizkessel verbindenden
geraden Rohrabschnitten als einstückige Rohrelemente ausgeführt sind.
[0014] Um einstückige Rohrelemente auch dann einsetzen zu können, wenn noch Maßtoleranzen
oder -änderungen berücksichtigt und ausgeglichen werden müssen, ist vorgesehen, daß
die Rohrelemente flexibel und/oder längenvariabel ausgeführt sind.
[0015] Eine konkrete Ausführung der Rohrelemente mit der gewünschten Flexibilität und/oder
Längenvariabilität besteht z.B. darin, daß diese als Wellrohre ausgeführt sind.
[0016] Je nach den räumlichen Gegebenheiten in einem Heizungsraum können unterschiedliche
Kesselanordnungen sinnvoll sein. Eine erste Ausgestaltung der Kaskadeneinheit sieht
für Seite an Seite nebeneinander angeordnete Heizkessel vor, daß die Rohrbögen alle
auf der Rückseite oder alle auf der Vorderseite von Sammler und Verteiler anbringbar
sind. Die Kesselvorläufe und -rückläufe sind dann im wesentlichen in einer gemeinsamen
vertikalen Ebene angeordnet.
[0017] Eine dazu alternative Ausgestaltung der Kaskadeneinheit sieht für ein oder mehrere
Paare von Rücken an Rücken angeordneten Heizkesseln vor, daß die Rohrbögen sowohl
auf der Rückseite als auch auf der Vorderseite von Sammler und Verteiler anbringbar
sind. Die Kesselvorläufe und -rückläufe sind dann in zwei horizontal voneinander beabstandeten
vertikalen Ebenen angeordnet. Diese Anordnung ist besonders kompakt und kann unabhängig
von einer Wandfläche frei innerhalb eines Raumes untergebracht werden. Die Heizkessel
sind dann z.B. an auf dem Boden stehenden und/oder an der Decke befestigten Trägern
gehaltert. Damit bietet diese Ausführung der erfindungsgemäßen Kaskadeneinheit auch
Lösungsmöglichkeiten für besonders schwierige räumliche Verhältnisse im Heizungsraum.
[0018] Zur Vermeidung von Energieverlusten durch Wärmeabstrahlung und auch zur Vermeidung
von Geräuschabstrahlung wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Kaskadeneinheit
und die Rohrbögen und geraden Rohrabschnitte mit einer vorgefertigten, mehrteiligen
und formangepaßten Isolierschale gegen Wärmeverluste isolierbar sind. Dabei wirkt
die Isolationsschale gleichzeitig einer möglicherweise störenden Geräuschabstrahlung
infolge der Wasserströmung in der Kaskadeneinheit entgegen.
[0019] Um die Montage der Kaskadeneinheit weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen, wird
vorgeschlagen, daß sie mit auf einem Boden aufstellbaren Füßen und/oder mit an einer
Wand oder Decke anbringbaren Trägern ausgestattet ist.
[0020] Um insbesondere bauseitig relativ oft auftretende Maßund Lageabweichungen möglichst
einfach ausgleichen zu können, sind zweckmäßig die Füße und/oder Träger höhenund/oder
längenverstellbar.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung erläutert.
Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine erste Kaskadeneinheit in schematischer Ansicht auf ihre Vorderseite,
- Figur 2
- die Kaskadeneinheit aus Figur 1 in schematischer Ansicht auf ihre rechte Seite gemäß
dem Pfeil II in Figur 1,
- Figur 3
- die Kaskadeneinheit aus Figur 1 in schematischer Ansicht auf ihre Rückseite und
- Figur 4
- die Kaskadeneinheit in einer zweiten Ausführung zusammen mit einem von mehreren Heizkesseln
in schematischer Ansicht auf ihre linke Seite.
[0022] Figur 1 der Zeichnung zeigt ein erstes Beispiel einer Kaskadeneinheit 1 für eine
Heizungsanlage mit ein bis vier Heizkesseln. Die Heizkessel, die hier nicht eingezeichnet
sind, sind z.B. nebeneinander und/oder Rücken an Rücken hängend über der Kaskadeneinheit
1 angebracht. Jeder Heizkessel weist für das Heizmedium, üblicherweise Wasser, einen
Vorlauf und einen Rücklauf auf, die jeweils mit der Kaskadeneinheit 1 zu verbinden
sind.
[0023] Die Kaskadeneinheit 1 umfaßt je einen Kesselvorlauf-Sammler 3 und einen Kesselrücklauf-Verteiler
4. Diese sind als Einheit zusammengefaßt und jeweils in Form eines Rechteckrohres
ausgeführt, wobei die beiden Rechteckrohre unmittelbar aufeinanderliegen und in Horizontalrichtung
verlaufen. Mit dem oben liegenden Sammler 3 sind auf dessen hier dem Betrachter zugewandten
Vorderseite und auf der vom Betrachter abgewandten Rückseite je zwei Anschlußstutzen
33, 33' in Form von kurzen geradlinigen, horizontal verlaufenden Rohrstücken dicht
verbunden, zweckmäßig verschweißt. In gleicher Weise sind an der Vorderseite und an
der Rückseite des unmittelbar unter dem Sammler liegenden Verteilers 4 je zwei Anschlußstutzen
44, 44' angeschlossen, die ebenfalls als kurze geradlinige, horizontal verlaufende
Rohrstücke ausgeführt sind. Hierdurch ergibt sich in Horizontalrichtung betrachtet
sowohl vorderseitig wie rückseitig eine abwechselnde Anordnung von Vorlauf- und Rücklauf-Anschlußstutzen
33 und 44 bzw. 33' und 44'.
[0024] Unter Zwischenschaltung je eines hier nicht eingezeichneten, zunächst lose mitgelieferten
Rohrbogens können die jeweils entsprechend der Zahl und Anordnung der Heizkessel benötigten
Anschlußstutzen 33 und/oder 33' mit den Vorläufen und die Anschlußstutzen 44 und/oder
44' mit den Rückläufen der Heizkessel verbunden werden.
[0025] Weiterhin umfaßt die Kaskadeneinheit 1 eine hydraulische Weiche 5, die bei der Ansicht
gemäß Figur 1 an der rechten Seite der Kaskadeneinheit 1 angeordnet ist. Die hydraulische
Weiche 5 besitzt ein in Vertikalrichtung verlaufendes Gehäuse 50, das in seinem unteren
Bereich mechanisch fest mit der Anordnung aus Sammler 3 und Verteiler 4 verbunden
ist, vorzugsweise verschweißt ist. Von dem rechten Endbereich des Sammlers 3 führt
eine integrierte Verbindungsleitung 35 in den oberen Bereich des Gehäuses 50 der hydraulischen
Weiche. Die Verbindungsleitung 35 steht unten über eine Durchbrechung 53 mit dem Inneren
des Sammlers 3 und oben über eine Durchbrechung 53' mit dem Inneren der Weiche 5 in
Strömungsverbindung.
[0026] Der Verteiler 4 mündet über eine Durchbrechung 54 in der Wandung des Gehäuses 50
der hydraulischen Weiche 5 unmittelbar in deren unteren Bereich ein. An ihrer in der
Figur 1 rechten Seite besitzt die hydraulische Weiche 5 oben einen Heizkreis-Vorlaufanschluß
55 und unten einen Heizkreis-Rücklaufanschluß 56, die zur Verbindung mit einem oder
mehreren Heizkreisen mit Wärmeverbrauchern dienen.
[0027] Weiterhin ist bei der Einheit 1 gemäß Figur 1 im Inneren des Gehäuses 50 der Weiche
5 in deren oberem Teil im Abstand von der Durchbrechung 53' ein Prallblech 57 vorgesehen,
das als Lochblech oder Gitter ausgeführt ist und das eine Verminderung der Strömungsgeschwindigkeit
bewirken soll.
[0028] Der Sammler 3 und der Verteiler 4 mit ihren Anschlußstutzen 33, 33', 44, 44', die
hydraulische Weiche 5 und die integrierte Rohrleitung 35 sind zu einer vorgefertigten
transportablen Bau- und Montageeinheit zusammengefaßt, was eine rationelle Fertigung
ermöglicht. Zur Aufstellung der Kaskadeneinheit 1 sind am Verteiler 4 unterseitig
zwei Füße 11 angebracht, die auf dem Boden eines Heizungsraums aufstellbar sind und
das Gewicht der Einheit 1 aufnehmen.
[0029] Ganz links am Sammler 3 ist ein Entleerungsstutzen 32 erkennbar, der zum bedarfsweisen
Ablassen des Heizwassers aus dem Sammler 3 dient und der im Normalfall verschlossen
ist. An der hydraulischen Weiche 5 sitzt ganz oben ein Stutzen 51, der beispielsweise
einen Temperaturfühler und/oder ein Entlüftungsventil aufnimmt. Ganz unten an der
hydraulischen Weiche 5 ist ein weiterer Stutzen 52 vorgesehen, der ebenfalls im Normalbetrieb
verschlossen ist und der zum bedarfsweisen Schlammabzug und zur Entleerung der Weiche
5 dient.
[0030] Im Betrieb einer Kaskaden-Heizungsanlage werden je nach momentanem Wärmeleistungsbedarf
ein oder mehrere Heizkessel betrieben, wobei vorzugsweise die Heizkessel auch noch
mit modulierbaren Brennersystemen ausgeführt sind, so daß auch die Leistung jedes
einzelnen Heizkessels noch verändert werden kann. Damit ist ein großes Spektrum an
Heizleistungsbedarf sehr wirtschaftlich abdeckbar, was einen kostengünstigen und umweltfreundlichen
Heizungsbetrieb gewährleistet. Gleichzeitig ist die Installation der Heizungsanlage
unter Verwendung der vorgefertigten Kaskadeneinheit 1 vorteilhaft einfach.
[0031] Figur 2 der Zeichnung zeigt die Kaskadeneinheit 1 aus Figur 1 in einer Seitenansicht
von rechts gemäß dem Pfeil II in Figur 1. Sichtbar ist hier im wesentlichen nur die
hydraulische Weiche 5 mit dem oben angeordneten Heizkreis-Vorlaufanschluß 55 und dem
unten angeordneten Heizkreis-Rücklaufanschluß 56. An der hydraulischen Weiche 5 sitzt
ganz oben auf deren Stirnfläche der Stutzen 51 und ganz unten an der hydraulischen
Weiche 5 ist der weitere Stutzen 52 sichtbar.
[0032] Der Sammler 3 und der Verteiler 4 sind mit Ausnahme der mit ihnen verbundenen Anschlußstutzen
33, 33', 44 und 44' durch die hydraulische Weiche 5 verdeckt. Wie Figur 2 deutlich
zeigt, ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel der Kaskadeneinheit 1 die hydraulische
Weiche 5 mit einem Breiten- bzw. Tiefenmaß ausgeführt, das demjenigen des Sammlers
3 und des Verteilers 4 entspricht. Auch hierdurch wird die Fertigung der Einheit 1
einfach und kostengünstig gehalten.
[0033] Ganz unten in Figur 2 ist einer der Füße 11 sichtbar, mit dem sich die Einheit 1
auf einem Heizungsraumboden abstützen kann.
[0034] Figur 3 der Zeichnung zeigt die Kaskadeneinheit 1 aus Figur 1 nun in Ansicht auf
ihre in Figur 1 nach hinten weisende Rückseite. Demzufolge liegt in Figur 3 nun die
hydraulische Weiche 5 links von der Anordnung aus Sammler 3 und Verteiler 4. Die in
Figur 1 auf der Vorderseite liegenden Anschlußstutzen 33, 44 liegen nun auf der in
Figur 3 nach hinten weisenden Seite von Sammler 3 und Verteiler 4; die in Figur 1
nach hinten weisenden Anschlußstutzen 33', 44' liegen dementsprechend nun auf der
in Figur 3 dem Betrachter zugewandten Seite von Sammler 3 und Verteiler 4.
[0035] Wie ein vergleichender Blick auf die Figuren 1 und 3 zeigt, liegen in beiden Ausrichtungen
der Kaskadeneinheit 1, die in den Figuren 1 und 3 dargestellt sind, jeweils Paare
von Anschlußstutzen 33, 44 bzw. 33', 44' so nebeneinander, daß an der jeweils vom
Betrachter abgewandten Seite immer links der Rücklaufanschluß und rechts der Vorlaufanschluß
liegt. Damit können in beiden Ausrichtungen der Kaskadeneinheit 1 die Vorläufe und
Rückläufe eines Kessel oder einer Anordnung aus mehreren Kesseln problemlos und normgerecht
mit den zugehörigen Anschlußstutzen 33, 44 bzw. 33', 44' verbunden werden, ohne daß
unerwünschte Rohrkreuzungen nötig werden. Die Kaskadeneinheit 1 läßt sich also sowohl
in einer Ausrichtung mit rechts angeordneter hydraulischer Weiche 5 als auch in einer
Ausrichtung mit links angeordneter hydraulischer Weiche 5 verwenden, ohne daß Änderungen
an der Kaskadeneinheit 1 erforderlich sind. Damit kann bedarfsweise noch vor Ort auf
der Baustelle entschieden werden, in welcher Ausrichtung die Kaskadeneinheit 1 zweckmäßigerweise
in die Heizungsanlage eingebaut wird.
[0036] Hinsichtlich der weiteren in Figur 3 sichtbaren Einzelheiten und Bezugsziffern wird
auf die Beschreibung der Figuren 1 und 2 verwiesen.
[0037] Figur 4 zeigt eine zweite Ausführung der Kaskadeneinheit 1, nun zusammen mit einem
von mehreren Heizkesseln 2, die mit der Kaskadeneinheit 1 verbunden sind. Dabei ist
in der Figur 4 die Blickrichtung der Darstellung so gewählt, daß sie auf die linke
Stirnseite der Kaskadeneinheit 1 fällt.
[0038] Unten in Figur 4 sind auch hier der Kesselvorlauf-Sammler 3 und unmittelbar darunter
der Kesselrücklauf-Verteiler 4 sichtbar. Der Sammler 3 und der Verteiler 4 sind auch
hier jeweils durch ein Rechteckrohr gebildet, die horizontal verlaufen und aufeinander
montiert sind. An dem den Betrachter zugewandten Stirnende des Sammlers 3 ist der
Entleerungsstutzen 32 sichtbar.
[0039] Im Hintergrund liegt in Figur 4 die hydraulische Weiche 5, die mit den vom Betrachter
abgewandten Stirnenden von Sammler 3 und Verteiler 4 zu der vormontierten Kaskadeneinheit
1 verbunden ist. Aufbau und Funktion der hydraulischen Weiche 5 gemäß Figur 4 entsprechen
der hydraulischen Weiche 5 gemäß den zuvor erläuterten Figuren 1 bis 3.
[0040] An der Vorderseite, in Figur 4 also rechts, als auch an der Rückseite, in Figur 4
links, von Sammler 3 und Verteiler 4 sind jeweils Anschlußstutzen 33, 33' und 44,
44' angebracht. Diese Anschlußstutzen 33, 33', 44, 44' haben auch hier die Form von
kurzen, geraden Rohrstutzen mit einem Anschlußende.
[0041] In dem in Figur 4 gezeigten Beispiel sind mit den zur Rückseite von Sammler 3 und
Verteiler 4 weisenden Anschlußstutzen 33', 44' Rohrbögen 22, 22' verbunden. Diese
Rohrbögen 21, 21' bilden jeweils einen nach oben weisenden 90 °-Bogen. In Fortsetzung
der Rohrbögen 21, 21' sind hier gerade Rohrabschnitte 22, 22' angeordnet, die an ihren
oberen Ende mit dem Heizkessel 2, genauer dessen Vorlauf- und Rücklaufanschlüssen,
verbunden sind. Unmittelbar unter dem Heizkessels 2 ist dabei jeweils ein Absperrventil
vorgesehen, wobei aufgrund der Blickrichtung in Figur 4 nur das dem Betrachter zugewandte
Absperrventil 23 zwischen dem oberen Ende des geraden Rohrabschnitts 22 und dem Heizkessel
2 erkennbar ist. Dieses Absperrventil 23 ermöglicht eine Absperrung des Kesselvorlaufs.
Ein weiteres, hier verdecktes Absperrventil ermöglicht eine Absperrung des Kesselrücklaufs
bei Bedarf.
[0042] Wie die Figur 4 weiter zeigt, sind jeweils ein Rohrbogen 21, 21' und ein zugehöriger
gerader Rohrabschnitt 22, 22' zu je einen einstöckigen Rohrelement 20, 20' zusammengefaßt,
daß jeweils als flexibles und längenvariables Wellrohr ausgeführt ist. Damit kann
der Radius des Rohrbogens 21, 21' nach Bedarf eingestellt werden. Außerdem ist die
Länge des geraden Rohrabschnittes 22, 22' in ausreichend großem Maße variabel, um
Toleranzen und Lageabweichungen zwangfrei und mit geringem Aufwand ausgleichen zu
können.
[0043] Die nicht belegten Anschlußstutzen 33, 44 an der Vorderseite der Kaskadeneinheit
1, in Figur 4 also die nach rechts weisenden Anschlußstutzen, sind jeweils mit einer
Kappe oder einem Blindstopfen 24, 24' flüssigkeitsdicht verschlossen.
[0044] Ganz unten in Figur 4 ist schließlich noch einer der Füße 11 erkennbar, mit denen
die Kaskadeneinheit 1 auf den Boden eines Heizungsraums steht.
1. Kaskadeneinheit (1) für eine Heizungsanlage mit zwei oder mehr Heizkesseln (2), insbesondere
mit hängend montierten Brennwertkesseln, mit einer hydraulischen Weiche (5), die einerseits
mit den Vorläufen und Rückläufen aller Heizkessel (2) und andererseits mit mindestens
je einem Heizkreisvorlauf (55) und Heizkreisrücklauf (56) verbunden ist, wobei die
Kaskadeneinheit (1) weiterhin je einen im wesentlichen horizontal verlaufenden Kesselvorlauf-Sammler
(3) und Kesselrücklauf-Verteiler (4) umfaßt, wobei der Sammler (3) und der Verteiler
(4) unmittelbar übereinander angeordnet und fest mit der hydraulischen Weiche (5)
verbunden sind und mit dieser die eine vorgefertigte, transportable Bau- und Montageeinheit
darstellende Kaskadeneinheit (1) bilden, und wobei der Sammler (3) und der Verteiler
(4) jeweils mit vorbereiteten, für eine Gruppe aus zwei oder mehr Heizkesseln (2)
angepaßt plazierten Anschlußstutzen (33, 44; 33', 44') zum Anschluß der Heizkesselvorläufe
und der Heizkesselrückläufe ausgeführt sind,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Anschlußstutzen (33, 44; 33', 44') in Form von kurzen, horizontal verlaufenden
geraden Rohrabschnitten ausgeführt sind,
- daß die Anschlußstutzen (33, 44; 33', 44') jeweils abwechselnd vorderseitig und rückseitig
am Sammler (3) und am Verteiler (4) angeordnet sind und
- daß an jedem Anschlußstutzen (33, 44; 33', 44') entweder ein in Richtung zum jeweiligen
Heizkessel (2) laufender Rohrbogen (21, 21') oder ein Blindstopfen (24, 24') anbringbar
ist.
2. Kaskadeneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußstutzen (33, 44; 33', 44') mit flachdichtenden Anschlußnippeln (34, 45;
34', 45') ausgebildet sind.
3. Kaskadeneinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammler (3) und der Verteiler (4) als aufeinanderliegende Rechteckrohre, vorzugsweise
mit einer gemeinsamen Mittelwand, ausgeführt sind.
4. Kaskadeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammler (3) oben und der Verteiler (4) unten liegt und daß Sammler (3) und Verteiler
(4) an ihrem einen Stirnende mit der im wesentlichen vertikal ausgerichteten hydraulischen
Weiche (5) nahe deren unterem Ende mechanisch fest verbunden sind.
5. Kaskadeneinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammler (3) an oder nahe seinem weichenseitigen Ende über eine feste Verbindungsleitung
(35) mit dem oberen Bereich der hydraulischen Weiche (5) in Strömungsverbindung steht
und daß der Verteiler (4) an seinem weichenseitigen Ende über eine Durchbrechung (54)
in der ihm zugewandten Wandung der hydraulischen Weiche (5) mit deren unterem Bereich
in unmittelbarer Strömungsverbindung steht.
6. Kaskadeneinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Verbindungsleitung (35) als integrierter Bestandteil der hydraulischen
Weiche (5) ausgeführt ist.
7. Kaskadeneinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung (35) durch ein mit der dem Sammler (3) zugewandten Seite der
Weiche (5) dicht verbundenes, bevorzugt verschweißtes, Rechteckrohr oder U-Profil
gebildet ist, dessen Inneres unten über eine Durchbrechung (53) mit dem Sammler (3)
und oben über eine weitere Durchbrechung (53') mit dem oberen Bereich der hydraulischen
Weiche (5) in Strömungsverbindung steht.
8. Kaskadeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Rohrbögen (21, 21') einerseits und die Vor- und Rückläufe der Heizkessel
(2) andererseits zum Abstandsausgleich gerade Rohrstücke, vorzugsweise mit Schneidringverschraubungen
an ihren Enden, einfügbar sind.
9. Kaskadeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Rohrbögen (21, 21') mit diese mit den Vor- und Rückläufen der Heizkessel
(2) verbindenden geraden Rohrabschnitten (22, 22') als einstückige Rohrelemente (20,
20') ausgeführt sind.
10. Kaskadeneinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrelemente (20, 20') flexibel und/oder längenvariabel ausgeführt sind.
11. Kaskadeneinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrelemente (20, 20') als Wellrohre ausgeführt sind.
12. Kaskadeneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für Seite an Seite nebeneinander angeordnete Heizkessel (2) die Rohrbögen (21, 21')
alle auf der Rückseite oder alle auf der Vorderseite von Sammler (3) und Verteiler
(4) anbringbar sind.
13. Kaskadeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß für ein oder mehrere Paare von Rücken an Rücken angeordneten Heizkesseln (2) die
Rohrbögen (21, 21') sowohl auf der Rückseite als auch auf der Vorderseite von Sammler
(3) und Verteiler (4) anbringbar sind.
14. Kaskadeneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kaskadeneinheit (1) und die Rohrbögen (21, 21') und geraden Rohrabschnitte (22,
22') mit einer vorgefertigten, mehrteiligen und formangepaßten Isolierschale gegen
Wärmeverluste isolierbar sind.
15. Kaskadeneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit auf einem Boden aufstellbaren Füßen (11) und/oder mit an einer Wand oder
Decke anbringbaren Trägern ausgestattet ist.
16. Kaskadeneinheit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Füße (11) und/oder die Träger höhen- und/oder längenverstellbar sind.