[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen mehrteiliger Druckprodukte und
eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens gemäss den Oberbegriffen der Patentansprüche
1 und 8.
[0002] Aus
EP 0 354 343 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von mehrteiligen Druckereierzeugnissen
bekannt, bei dem ein Aussenteil am Schluss eines nicht ausschliesslichen Sammelvorgangs
mit dem offenen Seitenrand ("Blume") voraus rittlings über einen variablen Innenteil
gelegt wird. Die dort offenbarte Vorrichtung weist Aufnahmeteile mit einem Boden und
seitlichen Abstützorgane auf, die geringfügig über den Seitenrand der Innenteile vorstehen,
sowie Zuführstellen für Aussen- und einen oder mehrere Innenteile, wobei die Zuführstelle
für den Aussenteil so ausgebildet ist, dass der Aussenteil rittlings mit der Blume
voraus über den Innenteil legbar ist. Diese Aufnahmeteile weisen bei einer trommelförmigen
Ausführungsform taschenförmige Abteile mit separierenden Trennwänden auf. Jedes Aufnahmeteil
weist ein Transportorgan auf, welches in Längsrichtung der Aufnahmeteile wirkt und
durch zeitweiliges Festhalten die Innenteile und/oder den Aussenteil zur jeweils nächsten
Zuführstelle bzw. Entnahmestelle weiter fördert.
[0003] Aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus
CH 584 153, sind trommelförmige Sammeleinrichtungen bekannt. Bei diesen wird jeweils in Achsrichtung
der Trommel gegeneinander versetzten Zuführstellen ein Druckprodukt zugeführt. Während
einer Umdrehung der Trommel wird das Druckprodukt zur nachfolgenden Zuführstelle vorwärts
gefördert, wo ein weiteres Druckprodukt in ein Vorhergehendes eingesteckt oder rittlings
über diese gelegt wird. An einer nachfolgenden Entnahmestelle werden die Druckprodukte
schliesslich von der Trommel entnommen und gegebenenfalls weiteren Bearbeitungsschritten
zugeführt.
[0004] Es gehört zum einschlägigen Fachwissen, dass Broschüren auf verschiedene Weise gebildet
werden können, nämlich insbesondere durch Zusammentragen, Einstecken oder Sammeln
("Einstecken von Innen nach Aussen"). Vielfach werden diese Arten der Bildung von
Druckprodukten zusammenfassend auch als "Sammeln (im weiteren Sinne)" oder "Komplettieren"
bezeichnet Dies im Unterschied zum vorerwähnten Sammeln im engeren Sinne, bei dem
Falzbogen übereinander gelegt werden, d.h. zuerst der innerste Falzbogen und dann
die Äusseren, wobei dies typischerweise auf einer Auflage erfolgt, auf der Falzbogen
rittlings nacheinander übereinander gelegt werden. Soweit nachfolgend von "Sammeln"
gesprochen wird, bezieht sich dieses, vorbehältlich eines besonderen Hinweises, auf
ein Sammeln im weiteren Sinne, d.h. auf die Wortbedeutung als Überbegriff der möglichen
Druckproduktebildung.
[0005] Wenngleich die Lösung gemäss
EP 0 354 343 erlaubt, verschiedenste Arten von mehrteiligen Druckereierzeugnissen zu sammeln,
bestehen verschiedene Beschränkungen hinsichtlich der resultierenden Druckprodukte
und der Umfang des Endprodukts bleibt beschränkt. Die Vorrichtung erfordert insbesondere
bei variablen Druckproduktformaten einen nicht unerheblichen Einstellungsaufwand.
Die dortige Lösung basiert auf dem Prinzip, dass die Druckbogen einem seitlichen Abstützorgan
angelegt werden, welches Teil eines Wagens oder eines Kanals bildet, und das geringfügig
über den offenen Seitenrand der jeweiligen Innenteile vorsteht, was zu einer Einschränkung
der Zugänglichkeit sowie der Förder- und Beschickungsmöglichkeiten führt.
[0006] Ähnlich wie die
EP 0354343 offenbart auch die
USA-4,981,291 eine trommelförmige Vorrichtung mit einer Vielzahl von taschenförmigen Abteilen,
welche am Umfang und quer zur Umfangsrichtung angeordnet sind. Die Abteile weisen
Klemmmittel zum Halten der am Boden der Aufnahmeteile anstehenden Druckereiprodukte
zumindest beim Durchlaufen eines Abschnittes des Verarbeitungsweges auf, in welchem
die Öffnungen der Aufnahmeteile gegen unten gerichtet sind. Aus der
EP 0354343 geht zudem hervor, dass mit der darin offenbarten Vorrichtung sowohl Druckereiprodukte
rittlings auf einer jedem Abteil zugeordneten sattelförmigen Auflage abgelegt werden
können, als auch falzvoran in die zwischen zwei benachbarten sattelförmigen Auflagen
gebildeten, taschenförmigen Abteile gesteckt werden können.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu
schaffen, welche ein flexibles Sammeln (im weiteren Sinne) bzw. Komplettieren von
Druckbogen und Teilprodukten ermöglicht, wobei ein hohes Mass an Flexibilität für
den Sammelprozess sowie bezüglich der Formatgrösse erreicht wird und der Aufwand zur
Einstellung bzw. Einrichtung der Vorrichtung gering ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die in den Kennzeichen der unabhängigen Patentansprüche
definierte Erfindung gelöst.
[0009] Die Erfindungsidee geht davon aus, die Abhängigkeit des Sammelprozesses weitgehend
von der Formatgrösse der Druckbogen zu lösen. Gleichzeitig sollen durch gegebenenfalls
individuelle Förderung des einzelnen Druckbogens oder Druckprodukts zusätzlich konstruktive,
bearbeitungsorientierte und fördertechnische Freiheitsgrade gewonnen werden. Sämtliche
zu sammelnden Druckbogen werden bezüglich einer einheitlichen Referenzlage normiert
positioniert, wobei dies sowohl für (ungefalzte) Druckbogen und Falzbogen gilt (hierunter
sollen auch andere Beilagen oder Teilprodukte verstanden werden), dies unabhängig
davon, ob der Bogen bzw. die Beilage eingesteckt, zusammengetragen oder rittlings
gesammelt werden soll. Zu diesem Zwecke werden getrennte Förderelemente vorgesehen,
die sich entlang eines Förderweges bewegen und die Bogen an der Beschickungsstelle
an ihrer einen Seite erfassen, erfindungsgemäss an der gegen unten gerichteten Seite,
und diese während eines Förderwegs fixiert halten. Je nach Ausgestaltung der Förderelemente
können die Bogen an einer oder mehreren Stelle(n), sog. Fixierpunkte(n), die auch
von der Positionskante entfernt liegen können, fixiert werden. Der Erfindungsgedanke
wird nicht verlassen, wenn für bestimmte Justier-, Positionier- oder Bearbeitungsvorgänge
die Fixierung der Bogen innerhalb der Förderelemente aufgehoben wird oder wenn die
Fixierpunkte durch dynamische oder bewegliche Elemente, z.B. Rollen oder Riemen, definiert
werden. Selbstverständlich ist der Begriff "Punkt" nicht in einem engen Sinne zu verstehen,
d.h. Fixierpunkte sind im Sinne von Bereichen variabler Grösse zu verstehen, die bei
besonderen Ausführungsformen ohne weiteres grossflächig, z.B. streifenförmig, sein
können.
[0010] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Förderelemente so ausgebildet
werden können, dass sie von einer Förderstrecke einer ersten Vorrichtung an die Förderstrecke
einer zweiten Vorrichtung übergeben werden können und zudem nicht zwingend linear
gefördert werden müssen. Die Beschränkung herkömmlicher Mitnehmer oder umlaufender
Sattelstege, die innerhalb einer Vorrichtung zwingend umlaufen müssen, ist somit aufgehoben.
Auch müssen nicht, wie in
EP 0 354 343, einheitliche Transportorgane pro Aufnahmeteil eine Gruppe von Druckprodukten fördern,
so dass bei Störungen Fehlerbehebungs- bzw. - beseitigungsmassnahmen möglich sind.
Bei besonderen Ausführungsformen ist es neu auch möglich die Förderelemente so auszugestalten
und anzusteuern, dass während dem Sammelprozess nicht zwingend nur Bewegungskomponenten
in eine Richtung (Achsrichtung bei einer Trommel) möglich sind, sondern bereichsweise
gegengerichtete Bewegungskomponenten auftreten und unter Förderung der Druckbogen
bzw. -produkte genutzt werden können.
[0011] Es ist somit möglich, eine erfindungsgemässe Vorrichtung mit einer gleich bzw. analog
ausgestalteten Vorrichtung in einer Linie zu verbinden oder Förderelemente zusammen
mit den Bogen bzw. Druckprodukten an andere Verarbeitungseinrichtungen zu übergeben,
dort zu bearbeiten und danach z.B. einem weiteren Sammelprozess zuzuführen. Ebenso
besteht die Freiheit, je nach Konstruktion nichtlineare, räumlich komplexe Förderwege
oder sogar einen Rückhub der Druckbogen auszuführen und bspw. bereichsweise einen
Zwischenbearbeitungsschritt einzuführen, so dass die Druckbogen um einen Teil oder
gar um eine ganze Hubstrecke zwischen zwei Zuführstellen "zurückgefördert" werden.
[0012] Die Erfindung sieht vor, dass ein Förderelement die Seitenteile eines einzelnen Druckprodukts
erfasst und fördert, oder bevorzugt dem Erfassen und Fördern von zwei benachbarten
Druckprodukten bzw. Bogen dient. Entsprechend dem erfindungsgemässen Erfassen und
Fördern der Druckbogen wird, anders als im Stand der Technik, der Sattel (Auflagen)
zum Sammeln (im engeren Sinne) von Druckbogen erfordert, keine Auflage konstanter
Höhe, die über die Druckprodukte oder -bogen vorsteht, eingesetzt, sondern die Druckbogen
können so gefördert werden, dass auch zusammengetragene (Teile der) Druckprodukte
mindestens bereichsweise beidseitig an deren aussen liegenden Seiten zugänglich sind.
Da die Druckbogen nicht mehr grossflächig an Reibflächen anliegen, können bekannte
Stör- und Qualitätsprobleme vermieden werden.
[0013] Bei besonderen Ausführungsformen kann die erfindungsgemässe Vorrichtung bewegliche
Stützen aufweisen, die während bestimmten Bearbeitungsvorgängen blumenseitig fixierte
Falzbogen so abstützen, dass diese eine definierte Lage einnehmen oder dass deren
Falz, bspw. für einen Heftvorgang, fest gehalten wird.
[0014] Anhand der Figuren werden verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Förderung
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im dynamischen Prozessablauf
- Fig. 3
- das Prinzip des Entnahmevorgangs anhand eines Ausführungsbeispiels
- Fig. 4
- gesammelte und durch Klemmelemente an Klemmpunkten erfasse Druckbogen verschiedener
Formate
- Fig. 5
- eine Vorrichtung mit Klemmpunktanordnungen entsprechend Figur 4
- Fig. 6a-f
- den Sammelvorgang und Beschickungsvorgang verschiedener Druckprodukte
- Fig. 7
- ein Ausführungsbeispiel bei dem die Referenzkante durch ein separates Bauteil gebildet
wird
- Fig. 8
- eine dreidimensionale Abbildung eines trommelförmigen Ausführungsbeispiels
- Fig. 8a
- eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels von Figur 8
- Fig. 8b
- einen Falzbogen im Förderzustand
- Fig. 9
- ein Ausführungsbeispiel mit wendelförmigem Gegenkörper
- Fig. 10
- ein Ausführungsbeispiel eines verstellbaren Trennelements
[0015] In Figur 1 ist schematisch ein Bereich eines möglichen Förderwegs für die Druckprodukte
dargestellt. Der Förderweg besteht hier aus einer Bewegungskomponente in Richtung
des Pfeils F und kann zusätzlich eine Bewegungskomponente vertikal zur Zeichenebene
bzw. quer oder schräg zum Pfeil F enthalten. Es sind drei Förderelemente 5.1, 5.2
und 5.3 erkennbar, die mittels Rollen (oder anderen Gleit-, Roll- oder Führungskörpern)
6 entlang des gewünschten Förderwegs mit einem Gegenkörper 7 der Vorrichtung zusammenwirken.
Die Förderelemente 5.1 bis 5.3 fixieren je zwei benachbarte Falzbogen 3.1 bis 3.4
mittels Klemmelementen 11.1 bis 11.3, die hier schematisch als zwei sich gegenüberliegende
Klemmbacken ausgebildet sind. Die jeweiligen Fixierpunkte sind mit 8.1 bis 8.3 bezeichnet.
lm Zwischenbereich zwischen den Förderelementen 5.1 bis 5.3 sind hier Trennelemente
9.1 bis 9.3 angeordnet, die mit dem Gegenkörper 7 verbunden sind. Wesentlich ist,
dass diese Trennelemente nur eine geringe Höhe h aufweisen, die geringer ist, als
die minimal zu bearbeitende Formatgrösse der Druckbogen bzw. Druckprodukte. Diese
Trennelemente 9.1 bis 9.3 sind Hilfselemente, die verschiedene Funktionen übernehmen.
Namentlich dienen diese dem eigentlichen Trennen der Bogen und bereichsweisen Abstützen
(vgl. Fig. 10). Insbesondere im Beschickungsbereich können (hier) die Falzbogen den
Trennelementen anliegen, so dass weitere Druckbogen so zugeführt werden können, dass
sie gegen eine Seite des Falzbogens und indirekt an einer Seite eines entsprechenden
Trennelements anliegen, dies z.B. für Zusammentragvorgänge.
[0016] Der Gegenkörper 7 kann durch eine Schiene gebildet sein, die einen im Wesentlichen
geraden Bereich aufweist, entlang derer die Zuförderstellen angeordnet sind, und Umlenkbereiche,
wo die Förderelement umgelenkt werden um auf eine Rückführstrecke bzw. den geraden
Bereich überführt zu werden. Diese Schiene kann auch wendelförmig sein und der Rückführungsbereich
eine andere Geometrie aufweisen. Alternativ kann z.B. der Gegenkörper eine doppelhelixähnliche
Struktur aufweisen, wobei beide Helixkurven der Vorwärtsförderung dienen, oder aber
auch eine dem Hin- und die andere dem Rückweg. Das Vorsehen einer speziellen Rückführungsbahn
kann vermieden werden, indem die Förderelemente entlang ihres Weges hubartig bewegt
werden, d.h. während eines bestimmten Zeitabschnitts eine Vor- und dann eine Rückbewegung
ausüben. Auch diesfalls kann eine doppelhelixartige Bahn Vorteile bieten, indem z.B.
eine kompakte Bauweise erreichbar ist.
[0017] Die Erfindung erlaubt selbstverständlich, dass die räumliche Bahn der Druckbogen
oder - produkte durch Überlagerung von Bewegungskomponenten erzielt wird. Beispielsweise
kann, ähnlich dem eingangs erwähnten Stand der Technik bekannt, eine Wendelbewegung
der Druckbogen dadurch erzielt werden, dass die Rotationsbewegung der Trommel und
die Hinund Herbewegung von linear bewegten Förderelementen überlagert werden, wobei
letztere die Druckbogen nur während eines Bewegungswegs bzw. -abschnitts fördern.
Je nach konkreter Konstruktion bzw. Bewegungsbahn der Förderelemente 5.1 bis 5.3 müssen
die in Figur 1 gezeigten Trennelemente 9.1 bis 9.3 bewegbar angeordnet oder mit den
Förderelementen 5 verbunden werden.
[0018] Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel ohne Trennelemente im dynamischen Prozessablauf.
Wiederum sind drei Förderelemente 5.1 bis 5.3 mit entsprechenden Klemmelementen erkennbar.
Aufgrund der dynamischen Bewegung und Flexibilität der Falzbogen 3.1 bis 3.4, zwischen
denen hier je ein weiterer Falzbogen 3.5 bis 3.7 liegt, ergibt sich, insbesondere
für die nur durch ein Förderelement 5.1 bis 5.3 fixierten Falzbogen 3.5 bis 3.7 eine
Art Umlegen des Falzbogens, d.h. dieser liegt zuerst mit einer Seite einem ersten
benachbarten Falzbogen an (z.B. bei 3.1/3.5) und nach einem bestimmten Bewegungsweg
mit seiner anderen Seite seinem zweiten benachbarten Falzbogen (z.B. bei 3.4/3.7).
Die Lage des jeweiligen Falzbogens 3.5 bis 3.7 während des gezeigten Bewegungswegs
hängt ab von der Bewegungsgeschwindigkeit der Förderelemente, Papiereigenschaften
und Winkellage der Druckbogen. Selbstverständlich kann deren Lage auch durch aktive
Mittel (Steuerelemente, Greifer) oder passive Mittel (Trennblech, stationäre Leitbleche,
usw.) beeinflusst werden, so dass sich der jeweilige Falzbogen an einer gewünschten
Stelle von einer auf die andere Seite umlegt. Dieser Ablauf kann nun gezielt genutzt
werden, um beide Seiten des betroffenen Falzbogens, der umgelegt wird, bearbeiten
zu können. Beispielsweise kann an beiden Seiten eine Beilage eingeklebt werden oder
auf der jeweils gewünschten Seite ein weiterer Druckbogen eingesteckt werden. Auch
in diesem Ausführungsbeispiel können bereichsweise, z.B. an den Beschickungsstellen,
Trennelemente (vgl. Fig. 1) vorgesehen sein.
[0019] In Figur 3 ist der erfindungsgemässe Entnahmevorgang schematisch dargestellt. Vorzugsweise
werden die Druckprodukte so um eine Trommel oder ein Umlenkrad umgelenkt, dass die
Förderelemente 5.1 bis 5.3 die Druckprodukte mit ihrer freien Seite gegen unten halten,
so dass Schwer- und Zentrifugalkraft zusammenwirken. In dieser Position können Entnahmeklammern
13.1 und 13.2 mitlaufend (Pfeil G) um die freien Seiten der Druckprodukte 3.1, 3.2
geführt werden. Durch Öffnen der jeweiligen Klemmelemente 11.1 bis 11.3 der Förderelemente
können allfällige Innenteile 4.1 bis 4.4 der Druckprodukte, die ein kleineres Format
aufweisen, gegen den Falz des äussersten Falzbogens bewegt werden, so dass die Entnahmeklammern
13.1, 13.2 das gesamte Druckprodukt mit allen Innenteilen erfasst.
[0020] Figur 4 zeigt Druckbogen verschiedener Formate, die mittel der erfindungsgemässen
Vorrichtung gesammelt werden können. Mit der Bezugsziffer 3.1 ist ein Druckbogen bspw.
des Formats A3 gezeigt. Über diesen sind rittlings ein Falzbogen 3.2 mit A4-Format
und ein weiterer Falzbogen 3.3 mit A5-Format gelegt. An einer untenliegenden, durch
die (hier nicht dargestellten) Förderelemente definierten Referenzkante 10 sind Druckbogen
3.4 (A4-Format), 3.5 (A5-Format), 3.6 (A6-Format) sowie ein weiterer Druckbogen 3.7
mit A3-Format erkennbar. Diese Druckbogen, die nicht notwendigerweise Falzbogen sind,
sind nicht rittlings über die vorgenannten Druckbogen gelegt, sondern werden zusammengetragen
oder eingesteckt. Mit mehreren Punkten 12 sind die bei diesem Ausführungsbeispiel
vorgesehenen Klemmpunkte angedeutet. Wie anhand von Figur 4 gut erkennbar ist, sind
die Klemmpunkte 12 vorzugsweise so verteilt, dass alle Druckbogen verschiedener Formate
durch die (hier nicht dargestellten) Klemmmittel fixiert sind, unabhängig ob diese
der Referenzkante 10 anliegen oder rittlingsweise übereinander gelegt sind.
[0021] Figur 5 zeigt nun eine Vorrichtung, mit der die Klemmpunkt-Anordnung gemäss Figur
4 bewirkt wird. An jedem Förderelement 5.1 bis 5.4 sind Klemmelemente 11.1 bis 11.4
angeordnet. Mittels diesen Klemmelementen 11.1 bis 11.4 werden die zu fördernden Druckbogen,
hier geöffnet gehaltene Falzbogen 3.1 bis 3.3, fixiert Des weiteren sind Trennelemente
9.1 bis 9.4 vorgesehen, welche hier nur schematisch angedeutet sind. In der geöffneten
Position liegen die Klemmelemente 11.1 bis 11.4 den Trennelementen 9.1 bis 9.3 weitgehend
an, so dass diese zusammen taschenähnliche Aufnahmen bilden, welche es ermöglichen,
dass Druckbogen bzw. -produkte so aufgenommen werden können, dass diese nicht ungewollt
anstehen oder gar zwischen Klemme und Trennelement zu liegen kommen. Diese Trennelemente
9.1 bis 9.3 sind beweglich ausgestaltet, so dass sie nur im hier dargestellten Bereich
ihre durch einen Kreis k angedeutete, radiale Aussenstellung erreichen. ln dieser
Position können die Trennelemente als Auflage bei einer rittlingsweisen Beschickung
dienen. Bei einer weiteren (hier nicht gezeigten) Winkelstellung de Trommel gemäss
vorliegendem Ausführungsbeispiel werden die Trennelemente 9.1 bis 9.3 radial nach
innen bewegt, so dass auch die Druckbogen 3.1 bis 3.3 diesen nicht mehr anliegen und
an ihrer radial aussen liegenden Seite frei sind. Dies ist erfindungsgemäss vorgesehen,
um das Erfassen zweier benachbarter Druckbogen bei gleichzeitiger Querförderung zu
ermöglichen (vgl. weiter unten zu Figur 8 bis 8b) und ausserdem Reibflächen bei der
Förderung der Druckbogen zu vermeiden.
[0022] Anhand der Figuren 6a bis 6f wird der Beschickungsvorgang des erfindungsgemässen
Verfahrens und der Vorrichtung näher erläutert. In jeder der Figuren 6a bis 6f ist
jeweils nur ein Förderelement 5 gezeigt. Es ist leicht zu erkennen, dass insbesondere
bei den Figuren 6d bis 6f weitere Förderelemente erforderlich sind, um die betroffenen
Falzbogen an beiden Schenkeln geöffnet zu halten. Die Beschickung der Förderelemente
5 mit einem Druck- bzw. Falzbogen erfolgt jeweils mit einer gegen das Förderelement
5 gerichteten Bewegungskomponente, wobei diese nur in Figur 6a mit einem Pfeil K angedeutet
ist. Es sei bereits hier darauf hingewiesen, dass die Beschickung nicht zwingend vertikal
nach unten gerichtet erfolgen muss, sondern die Beschickung der Förderelemente kann
verschiedenen geeigneten Stellen entlang des Förderwegs (vgl. Fig. 1) erfolgen, z.B.
schräg von der Seite und auch eine grössere Zeitdauer in Anspruch nehmen, indem die
Beschickung fliessend während eines Bewegungswegs erfolgt. Dabei werden die Druckbogen
und/oder Teilprodukte vorzugsweise so zugeführt, dass diese in diesem Zuführbereich
im Wesentlichen ausschliesslich eine Bewegungskomponente in Richtung der Referenzkante
10 bzw. der Gegenkörper 7 aufweisen.
[0023] In Figur 6a ist ein blosses Zusammentragen mehrere Bogen gezeigt. lm Förderelement
5 sind bereits zwei Falzbogen 3.1, 3.2 unterschiedlichen Formats aufgenommen. Ein
weiterer Druckbogen 3.3 wird neben dem Falzbogen 3.2 eingeführt (Zusammentragen).
Die in den Figuren 6a bis 6f nicht näher dargestellten Klemmelemente (vgl. z.B. Fig.
1) sind während des Beschickungsvorgangs inaktiv, d.h. die Druckbogen können im Wesentlichen
ohne Behinderung bis an die Referenzkante 10 des Förderelements 5 eingeführt werden
und entsprechend in die gewünschte Referenzlage gebracht werden. Es ist selbstverständlich
möglich, während des Beschickungsvorgangs Hilfselemente, wie beispielsweise Schanzen
(Leitbleche im Einführungsbereich), Haltespiralen und ähnliche Mittel vorzusehen,
welche die Druckbogen temporär stützen oder in der gewünschten Lage halten. Als solche
Hilfselemente können unter anderem Düsen, Sauggreifer, Führungsfinger oder Rollen
dienen. Es ist möglich, diese Hilfselemente an den Förderelementen 5, an deren Gegenkörper
(vgl. Fig. 1) oder stationär im Bearbeitungs- bzw. Beschickungsbereich anzubringen.
[0024] In Figur 6b wird ein Falzbogen 3.4 neben weitere Druckbogen im Sinne eines Zusammentragens
eingeführt. Diese Druckbogen 3 wurden vorgängig zusammengetragen und im engeren Sinne
gesammelt (vgl. Falzbogen 3.1). Es ist gut erkennbar, dass sämtliche Druckbogen 3,
3.1 und 3.4 in Figur 6b, gleich wie bei Figur 6a, an der Referenzkante 10 anliegen,
d.h. bezüglich ihrer in Figur 6b gegen unten gerichteten Kante ausgerichtet sind.
[0025] In Figur 6c wird demgegenüber ein Falzbogen 3.2 kleineren Formats rittlings über
einen Falzbogen 3.1 gelegt (Sammeln im engeren Sinne). Der Fachmann erkennt, dass
dieser Falzbogen 3.2 bezüglich seines Falzes am Falz des Falzbogens 3.1 ausgerichtet
werden wird. In diesem Beispiel sind somit die Druckbogen 3.1, 3.3 und 3.4 bezüglich
ihrer unten liegenden Seite an der Referenzkante 10 ausgerichtet, der letztzugeführte
Falzbogen 3.2 liegt nach der Beschickung jedoch am Falz des Druckbogens 3.1 an. Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung werden bei diesem Beispiel die Klemmpunkte wie bei
Figur 4 vorgesehen, so dass die (hier nicht dargestellten) Klemmelemente auch den
Falzbogen 3.2 nach der Beschickung erfassen und während der Förderung fixieren.
[0026] Figur 6d zeigt nun ein Beispiel, bei dem ein Druckbogen 3.4 Falz voraus zwischen
weitere Druckbogen 3.1 bis 3.3 eingeführt wird. Die gewünschte, definierte Position
dieses Falzbogens zwischen den Druckbogen 3.1 und 3.2 ist gemäss dem anhand von Figur
2 beschriebenen Vorgang bestimmbar. Es ist des weiteren ersichtlich, dass die beiden
Falzbogen 3.1 und 3.3 nur an deren einen Bogenseite durch das gezeigte Förderelement
5 und deren jeweils andere Bogenseite durch die benachbarten (hier nicht eingezeichneten)
Förderelemente erfasst werden. Figur 6e zeigt ein nachträgliches Einstecken eines
Falzbogens 3.4 in einen zwischen zwei aufgespreizt gehaltenen Falzbogen 3.1, 3.3 liegenden
Falzbogen 3.2. Um den Falzbogen 3.4 an der gewünschten Stelle einstecken zu können
wird hier an der Beschickungsstelle eine Öffnung des Falzbogens 3.2 bewirkt, indem
dieser in bekannter Weise mittels eines Vorfalzgreifers an seinen Vorfalz geöffnet
wird.
[0027] Figur 6f zeigt schliesslich einen Falzbogen 3.4, der rittlings über zwei Falzbogen
3.2 und 3.3 gelegt wird (Sammeln im engeren Sinne). Bei diesem Beispiel sind wiederum
die zwei Falzbogen 3.1 und 3.3 durch zwei ihnen zugeordnete Förderelemente 5, wovon
nur eines gezeigt ist, abgestützt und nach dem Beschicken erfasst und ein Falzbogen
ist mit beiden Schenkeln durch nämliches Förderelement 5 definiert abgestützt. Der
hier gezeigte Falzbogen 3.4 wird aufgrund seines im Vergleich zum Falzbogen 3.3 kleineren
Format an dessen Falz ausgerichtet werden. Es wäre aber selbstverständlich möglich,
einen Falzbogen 3.4 grösseren Formats zu beschicken, der dann mit seinen beiden Schenkeln
am Förderelement 5 und am zusätzlichen, benachbarten Förderelement abgestützt würde.
[0028] Figur 7 zeigt schematisch eine Anordnung, bei der die Ausrichtung des jeweiligen
unten liegenden Schenkels 15.1, 15.2 der beiden Druckbogen 3.1 und 3.2 nicht durch
eine Referenzkante des Förderelements 5 selber, sondern durch einen um eine Achse
21 schwenkbaren Anschlag 20 gebildet werden. Da das Förderelement 5, nicht beim Beschicken,
jedoch bei einer allfälligen Querförderung (nachstehend erläutert) senkrecht zur Zeichenebene
bewegt werden soll, ist dieser Anschlag 20 so steuerbar, dass er im Beschickungsbereich
eine definierte Position einnimmt und damit die Referenzkante für die Druckbogen bildet,
und zu einem späteren Zeitpunkt so verschwenkt wird, dass das Förderelement 5 am Anschlag
20 vorbei bewegbar ist. Diese Steuerung erfolgt vorzugsweise durch eine elektronische
Steuerung oder durch eine statische Steuerkulisse, wie diese dem Fachmann in verschiedenen
Ausgestaltungen bekannt sind. Die Klemmelemente 11 sind in Figur 7 unmittelbar nach
der Beschickung in geschlossener Stellung gezeigt, in der sie die beiden Druckbogen
3.1, 3.2 bereits fixieren.
[0029] Bereits vorstehend wurde auf eine mögliche Querförderung verwiesen. Die Förderelemente
5 erlauben verschiedene Möglichkeiten eines Förderwegs, ein solcher ist z.B. in Figur
1 durch einen Pfeil F angedeutet. Die Fördermittel 5 können um eine geschlossene Bewegungsbahn,
typischerweise quer zur Kanten- bzw. Falzausrichtung der zu fördernden Druck- bzw.
Falzbogen umlaufen, wobei diese Bewegungsbahn z.B. kreisförmig oder aber auch aus
einer beliebigen linear und gekrümmte Abschnitte aufweisenden Bahnkurve bestehen kann.
Neben Ausführungsformen, bei denen die Förderelemente grundsätzlich je unabhängig
voneinander bewegte Fördermittel darstellen, bevorzugt z.B. Rollkörper gemäss der
EP 387 318, auf die hier als integraler Teil dieser Beschreibung verwiesen wird, können die
Fördermittel auch mit einem umlaufenden Fördermittelmittel, z.B. einem Kettenantrieb,
fest oder einrast- bzw. lösbar verbunden sein. Alternativ werden die Fördermittel
jedoch so angetrieben, dass diese die Druckbogen entlang einer wendelförmigen Bahn
fördern. Diese Wendel kann eine konstante oder aber bevorzugt nichtlineare Steigung
aufweisen, so dass die Fördermittel bereichsweise eine Kreisbahn (Steigung der Wendel
gleich Null) beschreiben und dann während eines sog. Querförderwegs (Steigung der
Wendel ungleich Null) in Richtung der Wendelachse vorwärts bewegt werden. Dieses Förderprinzip
der sog. Querförderung ist durch z.B. durch die Druckschriften
EP 341423 oder
EP 341424 der gleichen Anmelderin vorbekannt, welche Sammel- oder Einstecktrommeln zeigen.
Der Fachmann erkennt jedoch, dass die vorliegende Anmeldung sich von diesen Vorveröffentlichungen
insbesondere dadurch unterscheidet, dass die Druckbogen durch die Fördermittel definiert
an ihrer einen Seite erfasst werden.
[0030] In Figur 8 ist eine erfindungsgemässe Ausführungsform mit Trommelanordnung näher
dargestellt. Die Förderelemente 5, von denen hier nur eines mit einer Bezugsziffer
versehen ist, sind hier in Schienen, welche den Gegenkörper 7 bilden, gelagert und
laufen entlang diesen in Richtung des Pfeils P linear um. Diese Schienen sind parallel
zueinander an der Peripherie einer umlaufenden Trommel 28 angeordnet. Der Vorschub
der Förderelemente 5 wird in herkömmlicher Weise, beispielsweise mittels eines Nockenbandes,
das in den Schienen umläuft, bewirkt. ln Figur 8 sind drei Zuförderer 26.1 bis 26.3
erkennbar, von welchen die Trommel 28 bzw. die umlaufenden Förderelemente 5 mit ihren
Klemmmitteln 11 beschickt werden. Eine zusätzliche Arbeitsstation 27, beispielsweise
ein herkömmlicher stationärer oder rotierender Heftapparat, ist im hinteren Abschnitt
dieser Trommel 28 vorgesehen. lm Bereich der Zuförderer 26 und falls gewünscht auch
der Arbeitsstation sind bewegliche Auflagen 23 in einer Führung 24 geführt. Im Bereich
der Beschickung und der Arbeitsstation befinden sich diese Auflagen 23 in angehobener
Position und können auf diese Weise, falls gewünscht, (die hier der Übersichtlichkeit
halber nicht eingezeichneten) Falzbogen von innen abstützen. Dieser Vorgang ist in
Figur 8a, die eine Seitenansicht der beschriebenen Trommel zeigt, gut ersichtlich.
Das Anheben der Auflagen 23 erfolgt in einem Bereich B der Peripherie. Während des
Förderns der Druckbogen befinden sich die Auflagen 23 in eingezogenem Zustand, so
dass die Druckbogen ohne Behinderung in Richtung des Pfeils P (vgl. Fig. 8) förderbar
sind. In Figur 8 ist des weiteren gut erkennbar, dass sich die Förderelemente 5 entlang
einer wendelförmigen Bahn 29 bewegen, die im Bereich der Zuförderer 26.1 bis 26.3
bzw. der Arbeitsstation 27 eine Steigung von Null aufweisen. lm Unterschied zu herkömmlichen
Lösungen bewegen sich somit nicht nur die Druckbogen, sondern die Förderelemente selber
entlang einer Wendel und werden hier erst am Ende im Trommelinneren zurückgefördert.
Figur 8b zeigt schematisch einen Falzbogen 3 der über einer Auflage 23 gefördert wird.
Die Auflage 23 befindet sich in abgesenktem Zustand (vgl. Pfeil a), d.h. der Falz
31 des Falzbogens 3 ist nicht mehr abgestützt und damit frei. Die beiden Schenkel
15.1 und 15.2 des Druckbogens 3 sind durch je zwei Fördermittel 5.1 bis 5.4 bzw. deren
Klemmmittel 11.1 bis 11.4 erfasst. Aufgrund der in Richtung des Pfeils P unterschiedlichen
Stellung der Fördermittel (infolge Wendelsteigung) der beiden Druckbogenschenkel verdreht
bzw. verzieht sich der Druckbogen 3 in die gezeigte Position. Jeweils bei der nächsten
Zuführung oder Arbeitsstation sowie vorzugsweise der Entnahme befindet sich der Druckbogen
jedoch wieder in gerichteter Position (Wendelsteigung gleich Null). ln dieser Lage
sind verschiedene Bearbeitungen möglich und insbesondere kann der Falz durch die Auflage
23, die dann entgegen dem Pfeil a angehoben wird, abgestützt sein. Es ist ohne weiteres
ersichtlich, dass die einzelnen Auflagen 23 bei besonderen Ausführungsformen auch
miteinander verbunden oder (insbesondere bei Ausführungen mit nicht rotierenden Gegenkörpern)
nur im Bereich der Zuführungen bzw. Arbeitsstationen angeordnet sein können.
[0031] Figur 9 zeigt nun eine Ausführungsform, bei der der Gegenkörper 7 für die Förderelemente
5 (vgl. Figur 5) durch eine räumlich, eine nichtlineare Steigung aufweisende Wendel
gebildet wird. Die Falzbogen 3, wovon nur einer mit einer Bezugsziffer versehen wurde,
werden hier durch eine Vielzahl von Förderelementen 5 so gehalten, dass ihre Schmalseiten
im wesentlichen parallel zur Wendelbahn verlaufen. Es ist bei Bedarf auch möglich,
die Druckbogen je so auszurichten, dass ihre Falzlinien parallel zur Wendelachse gerichtet
sind. Dies wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass die Klemmelemente mit den Förderelementen
dreh- bzw. verschwenkbar verbunden sind. Der Gegenkörper kann hier an einem stationären
Trommelkörper fixiert sein. Zuführungen und Bearbeitungsschritte können analog zu
dem in Figur 8 bis 8b gezeigten Beispiel erfolgen. Insbesondere können auch hier stabilisierende
Trennelemente vorgesehen werden, die separat aufgehängt oder mit den Förderelementen
verbunden sein können.
[0032] Anhand der Figur 10 wird nun das Prinzip der Verstellung des Trennelements 9 während
der Querförderbewegung näher erläutert. Aufgrund der vorhergehenden Beschreibung wird
ersichtlich, dass die Erfindung die im Stand der Technik im Zusammenhang mit einem
Sammeln im engeren Sinne allgemein verwendeten Auflagen oder Sättel grundsätzlich
vermeidet. Soweit im Zuführ- oder Bearbeitungsbereich eine Abstützung geöffnet zugeführter
Druckbogen erfolgen soll, können die Trennelemente so aufgebaut sein, dass diese eine
temporäre Abstützung rittlingsweise zugeführter Druckbogen ermöglichen. Dazu ist eine
sattelförmige Auflage 23 in einer Führung 24 derart verstellbar gehalten, dass diese
eine dynamische Höhenverstellung a in Richtung des hier nur schematisch gezeigten
Gegenkörpers 7 erlaubt. Beim Beschicken eines geöffneten Druckbogens befindet sich
die Auflage 23 in Position a
1, während der Förderung der (hier nicht dargestellten) Förderelemente 5 bzw. Druckbogen
3 in Position a
2. Die Führung 24 kann direkt mit dem Gegenkörper verbunden sein oder wie hier gezeigt,
auch in einer verstellbaren Halterung 25. Diese Halterung 25 erlaubt es, bei Bedarf,
die Abstützung 23 bzw. deren Bereich der Höhenverstellung a auf die Druckbogenformate
anzupassen. Erfindungsgemäss kann vorgesehen sein, dass auch die Referenzkanten der
Förderelemente 5 verstellbar sind, indem das Förderelement als ganzes oder deren Referenzkante
verstellbar ausgebildet sind.
[0033] Die Klemmelemente 11.1 bis 11.3 können ohne weiteres auch anders ausgebildet sein,
bspw. als Rollen, Klemmschienen, Presselemente oder dergleichen. Bei besonderen Ausführungsformen
ist es auch möglich, die (gegebenenfalls verstellbaren) Referenzkante 10 mit separaten
Konstruktionsteilen zu bilden, z.B. einem Anschlag im Beschickungs- und weiteren Bearbeitungsbereichen,
so dass die Förderelemente nur die Klemmfunktion übernehmen, nicht aber zwingend auch
bei der Übernahme von Druckbogen die Referenzkante definieren müssen.
1. Verfahren zum Herstellen mehrteiliger Druckprodukte, bestehend aus mindestens einem
Druckbogen und/oder Teilprodukt, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbogen nacheinander mindestens einem Fördermittel (5) mit öffen- und schliessbaren
Klemmelementen (11) zugeführt werden und jeder Druckbogen und/oder jedes Teilprodukt
durch diese so erfasst werden, dass sie mindestens bereichsweise beidseitig an deren
aussen liegenden Seiten zugänglich sind und dass diese Klemmelemente (11) bei der
Zuführung jedes weiteren Druckbogens zu deren Aufnahme geöffnet werden, wobei Druckbogen,
die eingesteckt oder zusammengetragen werden, an einer einheitlichen Referenzkante
ausgerichtet werden und geöffnet zugeführte Druckbogen auf der der Referenzkante (10)
gegenüberliegenden Seite der Druckprodukte und/oder Teilprodukte anliegen und mindestens
während Bereichen ihrer Förderung ausschliesslich durch letztere sowie die Klemmelemente
(11) gehalten werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Falzbogen (3) den Fördermitteln (5) so zugeführt wird, dass dessen
eine Schenkel (15.1) durch ein erstes Fördermittel (5.1) und dessen zweiter Schenkel
(15.2) durch ein zweites Fördermittel (5.2) erfasst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Beschickungs- oder Bearbeitungsbereich ein bewegliches Stützelement (17) in den
Bereich der gewünschten Falzlage des zu beschickenden Falzbogens (3) bewegt wird und
dort während einer temporären Dauer dessen Falz abstützt.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (5) entlang einer wendelförmigen Bahn bewegt werden.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (5) entlang ihrer Bewegungsbahn umlaufen oder hubweise bewegt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (5) entlang einer linear Strecke bewegt werden und diese Bewegungsstrecke
um mindesten eine Achse umläuft, derart, dass die resultierende Bewegungsbahn der
Fördermittel (5) mindestens bereichsweise eine Wendelbahn beschreibt oder eine räumlich
geschlossene Kurve bildet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbogen in den Zuführbereichen im Wesentlichen ausschliesslich eine Bewegungskomponente
in Beschickungsrichtung gegen den Gegenkörper oder die Referenzkante (10) aufweisen.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit mindestens einer Zuführstelle
und Entnahmestelle für Druckbogen, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Förderelemente (5) entlang eines Förderwegs (F) bewegbar in einem Gegenkörper
(7) sind, wobei die Zuführstelle(n) und die Entnahmestelle(n) entlang dieses Förderwegs
(F) angeordnet sind und die Förderelemente (5) öffen- und schliessbare Klemmmittel
(11) aufweisen, derart dass deren Klemmpunkte (12) die dem Förderelement (5) abgewandte
Seite der durch diese erfassten Druckbogen (3) frei lassen und die durch die Klemmmittel
aufgenommenen Druckbogen (3) entweder an einer untenliegenden, durch die Förderelemente
(5) definierten Referenzkante (10) oder rittlingsweise auf der freien Kante bereits
erfasster Druckbogen anliegen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei benachbarten Förderelementen (5) mindesten ein Trennelement (9) angeordnet
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (9) quer zur Förderrichtung der Förderelemente (5) in Richtung des
Gegenkörpers (7) oder der Referenzkante (10) beweglich angeordnet ist oder bewegliche
Auflagen (23) aufweist..
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel mindestens bereichsweise entlang einer Wendel umlaufen, deren Steigung
mindestens im Bereich zwischen zwei Arbeitsstationen im Wesentlichen gleich Null ist.
1. Method for producing multiple-part printed products, comprising at least one printed
sheet and/or partial product, characterized in that the printed sheets are fed one after another to at least one conveying means (5)
with clamping elements (11) which can be opened and closed, and each printed sheet
and/or each partial product are/is gripped by the said clamping elements (11) in such
a way that they are accessible at least in regions on both sides on their outer sides,
and that, when each further printed sheet is fed in, the said clamping elements (11)
are opened to receive the former, printed sheets which are inserted or collated being
oriented on a standardized reference edge, and printed sheets which are fed in in
an opened state bearing against that side of the printed products and/or partial products
which lies opposite the reference edge (10) and, at least during regions of their
transport, being held exclusively by the latter and the clamping elements (11).
2. Method according to Claim 1, characterized in that at least one folded sheet (3) is fed to the conveying means (5) in such a way that
its one leg (15.1) is gripped by a first conveying means (5.1) and its second leg
(15.2) is gripped by a second conveying means (5.2).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that, in the feeding or processing region, a movable supporting element (17) is moved
into the region of the desired fold position of the folded sheet (3) to be fed and
supports its fold there during a temporary duration.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the conveying means (5) are moved along a helical path.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the conveying means (5) circulate along their movement path or are moved in a stroke-like
manner.
6. Method according to Claims 1 to 3, characterized in that the conveying means (5) are moved along a linear section, and the said movement section
circulates around at least one axis in such a way that the resulting movement path
of the conveying means (5) describes a helical path at least in regions or forms a
spatially closed curve.
7. Method according to one of Claims 1 to 6, characterized in that, in the feed regions, the printed sheets have substantially exclusively one movement
component in the loading direction against the opposing body or the reference edge
(10).
8. Apparatus for carrying out the method according to Claim 1 having at least one feed
point and removal point for printed sheets, characterized in that a plurality of conveying elements (5) can be moved along a conveying path (F) in
an opposing body (7), the feed point/points and the removal point/points being arranged
along this conveying path (F) and the conveying elements (5) having clamping means
(11) which can be opened and closed, in such a way that their clamping points (12)
spare the side, which faces away from the conveying element (5), of the printed sheets
(3) which are gripped by them, and the printed sheets (3) which are received by the
clamping means bear either against a reference edge (10) which lies at the bottom
and is defined by the conveying elements (5) or in a straddling manner on the free
edge of printed sheets which have already been gripped.
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that at least one separating element (9) is arranged between two adjacent conveying elements
(5).
10. Apparatus according to Claim 9, characterized in that the separating element (9) is arranged such that it can be moved transversely with
respect to the conveying direction of the conveying elements (5) in the direction
of the opposing body (7) or the reference edge (10), or has movable supports (23).
11. Apparatus according to either of Claims 8 and 9, characterized in that the conveying means circulate at least in regions along a helix, the pitch of which
is substantially equal to zero at least in the region between two workstations.
1. Procédé de fabrication de produits d'impression en plusieurs éléments, consistant
dans au moins une feuille d'impression et/ou un produit partiel, caractérisé en ce qu'on achemine successivement les feuilles d'impression vers un moyen de transport (5),
avec des éléments de serrage (11) qui peuvent être ouverts et fermés et chaque feuille
d'impression et/ou chaque produit partiel sont saisis par ces derniers de sorte à
être accessibles au moins dans certaines zones, de part et d'autre sur leurs côtés
situés à l'extérieur et en ce que, lors de l'acheminement de chaque feuille d'impression suivante, ces éléments de
serrage (11) sont ouverts pour leur réception, des feuilles d'impression qui sont
insérées ou rassemblées étant alignées sur un bord de référence uniforme et des feuilles
d'impression acheminées à l'état ouvert s'appliquant sur le côté des produits d'impression
et/ou des produits partiels qui est opposé au bord de référence (10) et au moins pendant
des parties de leur transport étant maintenues par ces derniers, ainsi que par les
éléments de serrage (11).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on achemine au moins une feuille pliée (3) vers les moyens de transport (5), de sorte
que l'un de ses côtés latéraux (15.1) soit saisi par un premier moyen de transport
(5.1) et son second côté latéral (15.2) soit saisi par un second moyen de transport
(5.2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que dans la zone de chargement ou de traitement, un élément de soutien (17) mobile est
déplacé dans la zone de la position de pliage souhaitée de la feuille pliée (3) à
charger et y soutient son pli pendant une durée temporaire.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de transport (5) sont déplacés le long d'un trajet de forme hélicoïdale.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de transport (5) circulent le long de leur trajet de déplacement ou sont
déplacés par levage.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les moyens de transport (5) sont déplacés le long d'une section linéaire et cette
section de déplacement circule autour d'au moins un axe, de telle sorte que le trajet
de déplacement des moyens de transport (5) qui en résulte décrive au moins dans certaines
zones un trajet hélicoïdal ou forme une courbe fermée dans l'espace.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, dans les zones d'acheminement, les feuilles d'impression présentent essentiellement
exclusivement une composante de déplacement dans le sens de chargement à l'encontre
du corps antagoniste ou du bord de référence (10).
8. Dispositif pour la réalisation du procédé selon la revendication 1, avec au moins
une zone d'acheminement et une zone de prélèvement pour des feuilles d'impression,
caractérisé en ce que plusieurs éléments de transport (5) sont déplaçables le long d'une trajectoire de
transport (F) dans un corps antagoniste (7), la (les) zone(s) d'acheminement et la
(les) zone(s) de prélèvement étant disposées le long de cette trajectoire de transport
(F) et les éléments de transport (5) présentant des éléments de serrage (11) qui peuvent
être ouverts et fermés, de telle sorte que leurs points de serrage (12) laissent libre
le côté opposé à l'élément de transport (5) des feuilles d'impression (3) saisies
par ces derniers et les feuilles d'impression (3) reprises par les moyens de serrage
s'appliquent soit sur un bord de référence (10) inférieur, défini par les éléments
de transport (5), ou de manière à chevaucher le bord libre de feuilles d'impression
d'ores et déjà saisies.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'au moins un élément de séparation (9) est disposé entre deux éléments de transport
(5) voisins.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de séparation (9) est disposé en étant mobile transversalement à la direction
de transport des éléments de transport (5) en direction du corps antagoniste (7) ou
du bord de référence (10) ou comporte des appuis (23) mobiles.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que les moyens de transport circulent au moins dans certaines zones le long d'une hélice,
dont le pas est sensiblement égal à zéro, au moins dans la zone entre deux postes
de travail.