Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einem Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen aus,
das der Gattung des Patentanspruchs 1 entspricht. Solche Kraftstoffeinspritzventile
sind in verschiedenen Ausführungsformen aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise
ist in der Schrift DE 196 50 865 A1 ein Kraftstoffeinspritzventil beschrieben, das
mit einem Hochdrucksammelraum ständig verbunden ist, in dem Kraftstoff unter hohem
Druck bereitgestellt wird. Das Kraftstoffeinspritzventil weist ein Gehäuse auf, in
dem ein Ventilglied in einer Bohrung längsverschiebbar angeordnet ist, welches durch
seine Längsbewegung die Öffnung wenigstens einer Einspritzöffnung steuert, durch die
Kraftstoff aus einem das Ventilglied umgebenden Druckraum in den Brennraum der Brennkraftmaschine
eingespritzt wird. Der Druckraum ist hierbei über einen im Gehäuse des Kraftstoffeinspritzventils
verlaufenden Zulaufkanal ständig mit dem Hochdrucksammelraum verbunden, wobei der
Kraftstoff im Druckraum auf eine am Ventilglied ausgebildete Druckfläche in Öffnungsrichtung
wirkt. Im Gehäuse ist darüber hinaus ein Steuerraum ausgebildet, der mit Kraftstoff
befüllbar ist und mittelbar eine hydraulische, in Schließrichtung wirkende Kraft auf
das Ventilglied ausübt. Das Ventilglied verharrt so bei einem entsprechenden Druck
im Steuerraum im geschlossenen Zustand. Wird durch ein Steuerventil der Druck im Steuerraum
abgesenkt, indem der Steuerraum mit einem Leckölraum verbunden wird, so vermindert
sich die Schließkraft auf das Ventilglied und dieses wird durch den hydraulischen
Druck im Druckraum in Öffnungsrichtung bewegt und gibt die wenigstens eine Einspritzöffnung
frei. Soll die Einspritzung beendet werden, so wird das Steuerventil betätigt und
Kraftstoff strömt aus dem Zulaufkanal in den Steuerraum, so daß sich dort wieder ein
hoher Kraftstoffdruck aufbaut. Hierdurch wird das Ventilglied in Schließrichtung bewegt
und unterbricht die Kraftstoffeinspritzung durch die Einspritzöffnungen.
[0002] Durch diese sehr schnellen Schließvorgänge, die im Bereich von wenigen Millisekunden
ablaufen, ergeben sich sowohl bei der Bewegung des Ventilglieds als auch beim Schalten
des Steuerventils Druckschwingungen im Hochdruckbereich des Kraftstoffeinspritzventils,
die einerseits zu starken mechanischen Belastungen des Gehäuses führen und andererseits
dazu führen, daß die folgende Einspritzung von einem nicht näher definierten Zustand
ausgeht und somit eine genaue Dosierung und eine exakte Bestimmung des Einspritzzeitpunkts
nicht möglich ist. Insbesondere im Bereich der Verbindung von Steuerraum und Zulaufkanal
sind solche Druckschwingungen problematisch, da sie eine präzise Drucksteuerung im
Steuerraum und damit eine genaue Steuerung des Ventilglieds erschweren. Eine besonders
große Rolle spielt dies bei Einspritzvorgängen, die sich in eine Vor-, Haupt- und/oder
Nacheinspritzung gliedern, da moderne Einspritzsysteme sehr empfindlich auf Schwankungen
der Einspritzmenge reagieren.
[0003] Aus der Schrift DE 198 42 067 A1 ist ein Speicher-Kraftstoffeinspritzsystem bekannt,
bei dem die sonst übliche gemeinsame Versorgungsleitung entfällt. Statt dessen ist
in jedem Injektor ein separates Speichervolumen vorgesehen, das die Aufgabe der Versorgungsleitung
übernimmt und das in den Injektoren durch eine Querschnittserweiterung des Kraftstoffzulaufs
ausgebildet ist. Diese Querschnittserweiterung sorgt außerdem dafür, dass Druckschwingungen
in der Zulaufleitung gedämpft werden.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß rasch aufeinander folgende, genau
definierte Einspritzvorgänge ermöglicht werden. Druckschwingungen, die im Bereich
des Zulaufkanals auftreten, werden rasch abgedämpft, so daß sehr schnell nach Betätigung
des Steuerventils im Zulaufkanal und damit auch im Steuerraum wieder ein statisches
Druckniveau erreicht wird. Druckschwingungen im Zulaufkanal, die sich in der gesamten
im Zulaufkanal befindlichen Kraftstoffsäule ausbreiten können, vom Druckraum bis zurück
in die Kraftstoffhochdruckquelle, klingen durch den erfindungsgemäßen Dämpfungsraum
rasch ab.
[0005] Der Zulaufkanal ist mit einem Dämpfungsraum verbunden, der im Gehäuse des Kraftstoffeinspritzventils
als Hohlraum ausgebildet ist. Zwischen dem Zulaufkanal und dem Dämpfungsraum ist eine
Drossel ausgebildet, so daß der aus dem Zulaufkanal in den Dämpfungsraum oder in Gegenrichtung
fließende Kraftstoff den Widerstand der Drossel überwinden muß und die Fließbewegung
folglich gedämpft wird. Treten im Zulaufkanal Druckänderungen auf, wie sie beispielsweise
durch das Öffnen oder Schließen des Steuerventils oder des Ventilglieds verursacht
werden, so herrscht im Zulaufkanal ein höherer oder niedrigerer Kraftstoffdruck als
im Dämpfungsraum. Aufgrund dieses Druckgefälles wird Kraftstoff durch die Drossel
entweder vom Zulaufkanal in den Dämpfungsraum oder aus dem Dämpfungsraum in den Zulaufkanal
fließen und so zu einem Druckausgleich zwischen Dämpfungsraum und Zulaufkanal führen.
Da der hierbei hin und her fließende Kraftstoff die Drossel passieren muß, werden
diese Fließbewegungen durch Reibungsverluste an der Drossel gedämpft, so daß es sehr
schnell zu einem Abklingen dieser Druckschwingungen kommt und ein statisches Druckniveau
im Zulaufkanal erreicht wird.
[0006] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung ist der Dämpfungsraum
als eine im Gehäuse des Kraftstoffeinspritzventils ausgebildete Sackbohrung ausgebildet.
Die Drossel ist nahe dem Zulaufkanal in der Verbindung von Zulaufkanal und Dämpfungsraum
ausgebildet, um eine optimale Dämpfungswirkung zu erreichen. Durch die Ausbildung
des Dämpfungsraums in Form einer Sackbohrung kann der Dämpfungsraum im Gehäuse einfach
und kostengünstig hergestellt werden.
[0007] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist mehr als eine Drossel im Gehäuse
angeordnet, die die Verbindung vom Dämpfungsraum zum Zulaufkanal bildet. Hierdurch
kann die Dämpfungswirkung der Drosseln verstärkt werden und durch verschiede Drosseln
eine bessere Anpassung an die Erfordernisse des Kraftstoffeinspritzventils erfolgen.
[0008] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0009] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils
gezeigt. Es zeigt
- Figur 1 ein Kraftstoffeinspritzventil im Längsschnitt zusammen mit der schematisch
dargestellten Kraftstoffhochdruckversorgung und
- Figur 2 einen Querschnitt durch das Kraftstoffeinspritzventil entlang der Linie II-II.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0010] In Figur 1 ist ein Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzventil
gezeigt, zusammen mit der schematisch dargestellten Kraftstoffhochdruckversorgung.
Das Kraftstoffeinspritzventil weist ein Gehäuse 12 auf, das einen Ventilhaltekörper
15, einen Ventilkörper 32 und einen Steuerventilkörper 21 umfaßt. Dem Brennraum zugewandt
ist der Ventilkörper 32 in der Brennkraftmaschine angeordnet, an den sich dem Brennraum
abgewandt der Ventilhaltekörper 15 anschließt. Hierbei werden Ventilkörper 32 und
Ventilhaltekörper 15 durch eine der Übersichtlichkeit halber in der Zeichnung nicht
dargestellten Spannmutter gegeneinander verspannt. Brennraumabgewandt zum Ventilhaltekörper
15 ist der Steuerventilkörper 21 angeordnet, wobei beide Körper an den einander zugewandten
Stirnflächen aneinander anliegen. Der Steuerventilkörper 21 wird hierbei durch eine
in der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtung gegen den Ventilhaltekörper 15 verspannt,
so daß eine dichtende Verbindung der in beiden Körpern verlaufenden Kraftstoffkanäle
möglich ist.
[0011] Im Ventilkörper 32 ist eine Bohrung 34 ausgebildet, in der ein kolbenförmiges Ventilglied
35 längsverschiebbar angeordnet ist. Das Ventilglied 35 ist in einem brennraumabgewandten
Abschnitt in der Bohrung 34 dichtend geführt und verjüngt sich unter Bildung einer
Druckschulter 36 zum Brennraum hin. Auf Höhe der Druckschulter 36 ist durch eine radiale
Erweiterung der Bohrung 34 ein Druckraum 37 im Ventilkörper 32 ausgebildet, der sich
als ein das Ventilglied 35 umgebender Ringkanal bis zum brennraumseitigen Ende der
Bohrung 34 fortsetzt. Mit seinem brennraumseitigen Ende steuert das Ventilglied 35
die Öffnung wenigstens einer Einspritzöffnung 39, die den Druckraum 37 mit dem Brennraum
der Brennkraftmaschine verbindet. Hierzu ist am brennraumseitigen Ende des Ventilglieds
35 eine Ventildichtfläche 40 ausgebildet, die mit einem am brennraumseitigen Ende
der Bohrung 34 ausgebildeten Ventilsitz 41 zusammenwirkt. Über einen im Gehäuse 12
ausgebildeten Zulaufkanal 14 ist der Druckraum 37 mit einem am Steuerventilkörper
21 ausgebildeten Hochdruckanschluß 8 verbunden. Der Hochdruckanschluß 8 ist dabei
über eine Hochdruckleitung 7 mit einem Hochdrucksammelraum 5 verbunden, in dem Kraftstoff
mit einem vorgegebenen hohen Druck vorhanden ist, wobei der Kraftstoff dem Hochdrucksammelraum
5 aus einem Kraftstofftank 1 über eine Hochdruckpumpe 2 und eine Kraftstoffleitung
4 zugeführt wird.
[0012] Brennraumabgewandt zum Ventilglied 35 ist im Ventilhaltekörper 15 ein Federraum 28
ausgebildet, in dem eine Schraubendruckfeder 30 angeordnet ist. Die Schraubendruckfeder
30 weist hierbei eine Druckvorspannung auf und beaufschlagt mit ihrem dem Ventilglied
35 zugewandten Ende das Ventilglied 35 in Schließrichtung. Koaxial zur Bohrung 34
und brennraumabgewandt zum Federraum 28 ist im Ventilhaltekörper 15 eine Kolbenbohrung
27 ausgebildet, die in den Federraum 28 mündet und in der eine Kolbenstange 26 angeordnet
ist, die mit ihrem brennraumzugewandten Ende am Ventilglied 35 anliegt und die mit
ihrer brennraumabgewandten Stirnseite einen Steuerraum 20 begrenzt. Der Steuerraum
20 ist hierbei über einen als Zulaufdrossel 19 ausgebildeten Kanal mit dem Zulaufkanal
14 verbunden und über eine Ablaufdrossel 17 mit einem im Ventilkörper 15 ausgebildeten
Leckölraum 23, der mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten Leckölsystem verbunden
ist und dadurch ständig einen niedrigen Druck aufweist. Im Leckölraum 23 ist ein Magnetanker
22 angeordnet, der durch eine Schließfeder 31 in Richtung des Steuerraums 20 beaufschlagt
ist und an dem eine Dichtkugel 29 befestigt ist, die die Ablaufdrossel 17 verschließt.
Im Leckölraum 23 ist darüber hinaus ein Elektromagnet 24 angeordnet, der bei geeigneter
Bestromung eine anziehende Kraft entgegen der Kraft der Schließfeder 31 auf den Magnetanker
22 ausübt und diesen vom Steuerraum 20 wegbewegt, wodurch der Steuerraum 20 mit dem
Leckölraum 23 verbunden wird. Wird der Elektromagnet 24 stromlos geschaltet, so bewegt
sich der Magnetanker 22 durch die Kraft der Schließfeder 31 wieder in Richtung des
Steuerraums 20 und verschließt mit der Dichtkugel 29 die Ablaufdrossel 17. Der Magnetanker
22 bildet somit zusammen mit der Ablaufdrossel 17 ein Steuerventil 16.
[0013] Im Ventilhaltekörper 15 ist ein Dämpfungsraum 46 ausgebildet, der als Sackbohrung
ausgeführt ist und dessen offenes Ende an der dem Steuerventilkörper 21 zugewandten
Stirnfläche des Ventilhaltekörpers 15 angeordnet ist. Die den Dämpfungsraum 46 bildende
Sackbohrung verläuft hierbei parallel zur Kolbenbohrung 27 und ist über eine an der
Stirnfläche des Ventilhaltekörpers 15 verlaufende Nut, die eine bogenförmige Verbindung
42 bildet, mit dem Zulaufkanal 14 verbunden. In Figur 2 ist ein Querschnitt entlang
der Linie II-II der Figur 1 dargestellt, so daß der Verlauf der Verbindung 42 deutlich
wird. Nahe der dem Steuerventilkörper 21 zugewandten Stirnfläche des Ventilhaltekörpers
15 ist die Drossel 44 angeordnet, vorzugsweise durch eine Querschnittsverringerung
der den Dämpfungsraum 46 bildenden Sackbohrung. Herrscht eine Druckdifferenz zwischen
Zulaufkanal 14 und Dämpfungsraum 46, so kann über die Verbindung 42 und die Drossel
44 Kraftstoff von einem in den anderen Raum strömen und so zu einem Druckausgleich
führen.
[0014] Die Funktionsweise des Kraftstoffeinspritzventils ist wie folgt: Durch die Verbindung
des Druckraums 37 mit dem Hochdrucksammelraum 5 über den Zulaufkanal 14 und die Hochdruckleitung
7 herrscht im Druckraum 37 stets ein hoher Kraftstoffdruck, wie er auch im Hochdrucksammelraum
5 vorgehalten wird. Soll eine Einspritzung erfolgen, so wird der Elektromagnet 24
betätigt, und der Magnetanker 22 gibt in der oben beschriebenen Weise die Ablaufdrossel
17 frei. Hierdurch sinkt der Kraftstoffdruck im Steuerraum 20, und die hydraulische
Kraft auf die brennraumabgewandte Stirnseite der Kolbenstange 26 wird reduziert, so
daß die hydraulische Kraft auf die Druckschulter 36 überwiegt und das Ventilglied
35 in Öffnungsrichtung bewegt wird, wodurch die Einspritzöffnungen 29 freigegeben
werden. Zum Beenden der Einspritzung wird die Bestromung des Elektromagneten 24 entsprechend
geändert und der Magnetanker 22 verschließt, bewegt durch die Kraft der Schließfeder
31, wieder die Ablaufdrossel 17 mit der Dichtkugel 29. Durch den durch die Zulaufdrossel
19 nachfließenden Kraftstoff baut sich im Steuerraum 20 wieder der Kraftstoffhochdruck
auf, wie er auch im Zulaufkanal 14 herrscht, so daß die hydraulische Kraft auf die
Kolbenstange 26 größer wird als die hydraulische Kraft auf die Druckschulter 36, und
das Ventilglied 35 fährt in die Schließposition zurück. Durch den Schließvorgang des
Ventilglieds 35, des Magnetankers 22 und dem schnellen Schließen der Ablaufdrossel
17 kommt es zu Druckschwingungen im Steuerraum 20, die sich bis in den Zulaufkanal
14 auswirken. Darüber hinaus wird durch den Schließvorgang der Kraftstoff, der im
Druckraum 37 während der Einspritzung in Richtung der Einspritzöffnungen 39 fließt,
abrupt abgebremst, so daß die Bewegungsenergie des Kraftstoffs in Kompressionsarbeit
umgewandelt wird. Dadurch entsteht eine Druckwelle, die sich im Druckraum 37 und im
Zulaufkanal 14 ausbreitet. Die so verursachten Druckänderungen im Zulaufkanal 14 führen
zu einer Druckdifferenz zwischen Zulaufkanal 14 und Dämpfungsraum 46, wo zumindest
näherungsweise noch der Druck herrscht, der vor Beginn der Einspritzung auch im Zulaufkanal
14 vorhanden war. Durch diese Druckdifferenz fließt etwas Kraftstoff aus dem Zulaufkanal
14 durch die Verbindung 42 und die Drossel 44 in den Dämpfungsraum 46 und von dort
gemäß dem Druckunterschied zwischen Dämpfungsraum 46 und Zulaufkanal 14 wieder zurück
in den Zulaufkanal 14. Beim Passieren der Drossel 44 muß Reibungsarbeit verrichtet
werden, die diese Druckschwingungen rasch abdämpfen, so daß bereits nach kurzer Zeit
im Zulaufkanal 14 wieder ein statisches Druckniveau erreicht wird. Für die nachfolgende
Einspritzung liegt somit ein definierter Druckzustand im Zulaufkanal 14 und damit
auch im Steuerraum 20 vor, der ein entsprechend genaues und präzises Schalten des
Drucks im Steuerraum 20 ermöglicht.
[0015] Alternativ zu dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel kann es auch vorgesehen
sein, den Dämpfungsraum 46 nicht als Sackbohrung auszubilden, sondern als einen Hohlraum
im Gehäuse des Kraftstoffeinspritzventils, der nahezu jede beliebige Form annehmen
kann. So können die räumlichen Möglichkeiten des Kraftstoffeinspritzventils optimal
genutzt werden, ohne daß an den bestehenden funktionellen Komponenten bauliche Änderungen
vorgenommen werden müssen. Darüber hinaus kann es vorgesehen sein, mehr als eine Drossel
44 in der Verbindung des Zulaufkanals zum Dämpfungsraum 46 anzuordnen. Hierdurch kann
ein optimales Dämpfungsverhalten der Drossel 44 erzielt werden.
1. Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem Gehäuse (12), in dem in
einer Bohrung (34) ein kolbenförmiges Ventilglied (35) längsverschiebbar angeordnet
ist, das durch eine Längsbewegung in einer Öffnungsrichtung mit seinem brennraumseitigen
Ende wenigstens eine Einspritzöffnung (39) mit einem im Gehäuse (12) ausgebildeten
Druckraum (37) verbindet, und mit einem im Gehäuse (12) ausgebildeten Zulaufkanal
(14), der in den Druckraum (37) mündet und über den der Druckraum (37) mit Kraftstoff
unter hohem Druck befüllbar ist, und mit einem im Gehäuse (12) ausgebildeten und mit
Kraftstoff gefüllten Steuerraum (20), wobei der Druck im Steuerraum (20) zumindest
mittelbar eine in Schließrichtung wirkende Kraft auf das Ventilglied (35) ausübt und
der Steuerraum (20) mit dem Zulaufkanal (14) verbunden ist, und einem in Gehäuse (12)
angeordneten Steuerventil (16), über das der Steuerraum (20) mit einem Leckölraum
(23) verbindbar ist, in welchem ein deutlich niedrigerer Druck herrscht als im Zulaufkanal
(14), dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (12) ein Dämpfungsraum (46) als Hohlraum ausgebildet ist, der über wenigstens
eine Drossel (44) mit dem Zulaufkanal (14) verbunden ist, wobei der Druckraum (37)
ständig mit einem Hochdrucksammelraum (5) verbunden ist und im Hochdrucksammelraum
(5) stets ein vorgegebener hoher Kraftstoffdruck aufrecht erhalten wird.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Steuerraums (20) mit dem Zulaufkanal (14) ein im Gehäuse des Kraftstoffeinspritzventils
ausgebildeter Kanal (19) ist.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungsraum (46) mit dem Zulaufkanal (14) an der Stelle verbunden ist, an der
auch der vom Steuerraum (20) kommende Kanal (19) in den Zulaufkanal (14) mündet.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungsraum (46) eine im Gehäuse (12) ausgebildete Sackbohrung ist.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulaufkanal (14) mit dem Dämpfungsraum (46) über mehr als eine Drossel (44) verbunden
ist.
1. Fuel injection valve for internal combustion engines having a housing (12), in which
a piston-shaped valve member (35) is arranged longitudinally displaceably in a bore
(34), which valve member (35), by means of its combustion chamber end, connects at
least one injection opening (39) to a pressure chamber (37) formed in the housing
(12) through a longitudinal movement in an opening direction, and having an inflow
duct (14) formed in the housing (12), which duct (14) leads into the pressure chamber
(37) and by means of which the pressure chamber (37) may be filled with fuel under
high pressure, and having a control chamber (20) formed in the housing (12) and filled
with fuel, the pressure in the control chamber (20) at least indirectly exerting a
force acting in the closing direction on the valve member (35) and the control chamber
(20) being connected to the inflow duct (14), and a control valve (16) arranged in
the housing (12), via which control valve (16) the control chamber (20) may be connected
to a leakage oil chamber (23), in which a markedly lower pressure prevails than in
the inflow duct (14), characterized in that an equalization chamber (46) in the form of a hollow space is formed in the housing
(12) and is connected by means of at least one choke (44) to the inflow duct (14),
wherein the pressure chamber (37) is permanently connected to a high pressure collection
chamber (5) and in the high pressure collection chamber (5) a predetermined high fuel
pressure is always maintained.
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the connection between the control chamber (20) and the inflow duct (14) is a duct
(19) formed in the housing of the fuel injection valve.
3. Fuel injection valve according to Claim 2, characterized in that the equalization chamber (46) is connected to the inflow duct (14) at the point at
which the duct (19) coming from the control chamber (20) also leads into the inflow
duct (14).
4. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the equalization chamber (46) is a blind bore formed in the housing (12).
5. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the inflow duct (14) is connected to the equalization chamber (46) via more than
one choke (44).
1. Injecteur de carburant pour moteurs à combustion interne comprenant un boîtier (12)
logeant dans un alésage (34) un organe de soupape (35) en forme de piston qui, par
un mouvement longitudinal dans une direction d'ouverture, relie par son extrémité
côté chambre de combustion au moins une ouverture d'injection (39) à une chambre de
pression (37) du boîtier (12), un canal d'alimentation (14) dans le boîtier (12) débouchant
dans la chambre de pression (37) pour la remplir de carburant sous haute pression,
une chambre de commande (20) dans le boîtier (12) est remplie de carburant, la pression
y exerçant au moins indirectement une force sur l'organe de soupape (35) agissant
dans la direction de fermeture ; et la chambre de commande (20) étant reliée au canal
d'alimentation (14), et une soupape de commande (16) dans le boîtier (12) permettant
de relier la chambre de commande (20) à une chambre d'huile de fuite (23) dans laquelle
règne une pression nettement plus basse que dans le canal d'alimentation (14),
caractérisé en ce que
dans le boîtier (12) une chambre d'amortissement (46) en forme de volume creux est
reliée au canal d'alimentation (14) par au moins un étranglement (44), la chambre
de pression (37) étant reliée en permanence à une chambre d'accumulation haute pression
(5) où une haute pression de carburant prédéfinie est maintenue en permanence.
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la liaison de la chambre de commande (20) avec le canal d'alimentation (14) est un
canal (19) formé dans le boîtier de l'injecteur de carburant.
3. Injecteur de carburant selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la chambre d'amortissement (46) est reliée au canal d'alimentation (14) à l'endroit
où débouche également dans celui-ci le canal (19) venant de la chambre de commande
(20).
4. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la chambre d'amortissement (46) est un alésage borgne dans le boîtier (12).
5. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le canal d'alimentation (14) est relié à la chambre d'amortissement (46) par plus
d'un étranglement (44).