[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, ein Gefahrenmeldesystem gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 11 sowie ein Linienelement gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
12.
[0002] In Gefahrenmeldesystemen ist eine Zentrale mit einer Anzahl von Gefahrenmeldern verbunden,
wobei die Gefahrenmelder Sensoren aufweisen, um beispielsweise Brände oder Einbruchsversuche
zu detektieren.
[0003] Aus DE 44 26 466 ist beispielsweise ein Gefahrenmeldesystem bekannt, bei dem die
Gefahrenmelder über eine zweiadrige Primärleitung als Meldeleitung an der Zentrale
der Gefahrenmeldeanlage angeschlossen sind. Falls die Gefahrenmelder eine Gefahr detektieren,
wird über die Meldeleitung ein Signal an die Zentrale übermittel, woraufhin über die
Zentrale geeignete Maßnahmen - zum Beispiel die Alarmierung der Feuerwehr oder der
Polizei - eingeleitet werden.
[0004] Zur Verringerung des Verkabelungsaufwandes und um die Anbringung von Gefahrenmeldern
auch an unzugänglichen Stellen zu erleichtern, werden verstärkt auch Gefahrenmeldesysteme
eingesetzt, in denen die Übertragung von den Gefahrenmeldern zur Zentrale über Funk
geschieht.
[0005] Aus US 5 430 433 ist beispielsweise ein Gefahrenmeldesystem bekannt, bei dem analoge
Signale eines Temperatur- oder Rauchsensors über Funk an ein Hauptelement übertragen
werden, welches seinerseits über eine Leitung mit einer Empfangseinheit verbunden
ist, die als Zentrale fungiert.
[0006] Um die begrenzte Reichweite von lizenzfreien Funkverbindungen zu erhöhen, gibt es
die Möglichkeit, Hybridsysteme einzusetzen. Hybridsysteme ermöglichen den Betrieb
von Funkzellen innerhalb von leitungsgebundenen Anlagen, wobei jeweils eine Funkeinheit
auf der Meldeleitung mit einer bestimmten Anzahl von Funkmeldern kommuniziert. Die
Energie für diese Funkzellen wird in vorteilhafter Weise direkt aus der Meldeleitung
bezogen. Dann werden keine eigenen Energieversorgungsleitungen zu den Funkzellen benötigt.
Die über die üblichen Meldeleitungen übertragene Leistung ist jedoch sehr gering.
Nach heutigem Stand der Technik nimmt eine Funkeinheit im Normalbetrieb einen durchschnittlichen
Strom von 2 mA auf, während die Meldeleitung zwischen 10 und 50 mA liefern kann.
[0007] Der Strombedarf erhöht sich jedoch in der Anlaufphase der Meldeanlage und bei maximalem
Funkverkehr während des laufenden Betriebs. Der hohe Strom in Spitzenzeiten hat zusätzliche
Einschränkungen in der Anzahl der maximal installierbaren Funkzelle pro Meldelinie
zur Folge.
[0008] Bisher war vorgesehen, dass jedes auf der Meldeleitung befindliche Linienelement
neben einer Funkeinheit eine Pufferbatterie enthält. Diese Batterie liefert den höheren
Strom in der Anlaufphase und puffert Stromschwankungen ab, die während des Betriebs
infolge von erhöhtem Datenverkehr innerhalb der Funkzelle auftreten können.
[0009] Engpässe können in solchen Systemen entstehen, wenn die Batterie plötzlich ausfällt
bzw. nach längerer Zeit ohne Stromentnahme eine hohe Batterieleistung benötigt wird.
Die langlebigen Lithiumbatterien neigen nämlich zu Passivierungen bei längeren Ruhephasen.
Dies kann zur Folge haben, daß die Stromversorgung auf der Meldeleitung zu stark beansprucht
wird und das Gefahrenmeldesystem ausfällt.
[0010] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems,
ein Gefahrenmeldesystem sowie ein Linienelement für ein Gefahrenmeldesystem anzugeben,
welche einen reibungslosen Betrieb eines Gefahrenmeldesystems auch bei erhöhtem Strombedarf
sicherstellen.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch ein Gefahrenmeldesystem
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 11 sowie durch ein Linienelement
für ein Gefahrenmeldesystem mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs
12.
[0012] Dabei wird während des Betriebs die Spannung auf der Meldeleitung überwacht und bei
derartig geringen Spannungen, daß ein Ausfall des Gefahrenmeldesystems zu befürchten
ist, das Übertragungsverhalten der Funkeinheit derartig beeinflußt, daß weniger Strom
aufgenommen wird. Dadurch kann beispielsweise auf eine Batterieunterstützung verzichtet
werden.
[0013] In vorteilhafter Weise läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren gemäß Anspruch 2
auch verwenden, wenn zusätzlich leitungsgebundene Melder über die Meldeleitung mit
der Zentrale verbunden sind.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens gemäß Anspruch 3 ist vorgesehen,
daß während der Initialisierungsphase des Gefahrenmeldesystems, während der in der
Regel ein erhöhtes Datenaufkommen stattfindet, die Kommunikation zwischen den Funkeinheiten
und den Funkmeldern durch zusätzliche Wartezustände verlangsamt läuft. Dadurch wird
weniger Strom von den Funkeinheiten aufgenommen.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens gemäß Anspruch 4 ist vorgesehen,
daß während der Initialisierungsphase des Gefahrenmeldesystems die jeweiligen Funkeinheiten
zeitversetzt eingeschaltet werden, wodurch ebenfalls die Stromaufnahme reduziert wird.
[0016] Der Zeitversatz kann sich in einfach zu realisierender Art und Weise gemäß Anspruch
5 aus einem vorgegebenen Zeitraster ergeben, oder gemäß Anspruch 6 durch eine Messung
der Spannung der Meldeleitung durch die Zentrale und einer anschließenden Steuerung
des Zeitversatzes durch die Zentrale ermittelt werden.
[0017] Gemäß Anspruch 7 ist es ebenfalls vorteilhaft, wenn die Linienelemente, denen die
einzelnen Funkeinheiten zugeordnet sind, die Spannung auf der Meldeleitung überwachen
und in Abhängigkeit von der gemessenen Spannung den Zeitversatz bestimmen, mit dem
die Funkeinheiten die Kommunikation mit den Funkmeldern starten.
[0018] Auch durch Funkstörungen können kritische Betriebszustände auf Seiten der Meldelinie
entstehen. Diese Funkstörungen haben zur Folge, daß durch zusätzliches Senden auf
Ausweichkanälen oder Senden über Umleitungen ein erhöhter Strombedarf auf der Funkseite
benötigt wird. Daher ist in vorteilhafter Weise gemäß Anspruch 8 vorgesehen, daß die
einzelnen Linienelemente, denen die Funkeinheiten zugeordnet sind, die Spannung auf
den Meldeleitungen überwachen, und eine der Funkeinheiten, die eine zu geringe Spannung
detektiert, in einen Wartezustand geschaltet wird und während dessen nicht mit den
Funkmeldern kommuniziert.
[0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß Anspruch 9 wird nach einer
fest vorgegeben Zeit der Wartezustand wieder verlassen und die Kommunikation mit den
Funkmeldern aufgenommen.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich dadurch, daß gemäß
Patentanspruch 10 während des Wartezustands der Funkeinheit die Spannung auf der Meldeleitung
weiter überwacht wird und die Kommunikation mit den Funkmeldern erst dann wieder aufgenommen
wird, sobald die Spannung einen Wert erreicht hat, bei dem kein Ausfall der Gefahrenmeldeanlage
zu befürchten ist.
[0021] Anhand der Figuren der Zeichnung wird die Erfindung mit Hilfe von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0022] Dabei zeigen
Figur 1 ein schematisches Schaltbild einer Gefahrenmeldeanlage mit mehreren Funkmastern
und
Figur 2 ein schematisches Schaltbild für die Erkennung und die Reaktion auf kritische
Zustände der Meldelinie in einer Funkeinheit.
[0023] In Figur 1 ist eine Gefahrenmeldezentrale 1 dargestellt, die über eine Meldeleitung
2 mit mehreren in Reihe geschalteten Funkeinheiten G1 . . .Gn verbunden ist. Die Funkeinheiten
gehören dabei zu jeweiligen Linienelementen 10, die beispielsweise detaillierter in
Figur 2 dargestellt sind. An eine Zentrale 1 können auch mehrere Meldeleitungen (auch
Meldelinien genannt) angeschlossen werden. Jede der Funkeinheiten G1. . .Gn ist mit
einer Anzahl von Funkmeldern 3 über jeweils eine Funkverbindung 4 verbunden. Detektiert
einer der Funkmelder 3 eine Gefahr, so wird über die Funkverbindung 4, eine der Funkeinheiten
G1 . . Gn und die Meldeleitung 2 die Meldung an die Zentrale 1 übertragen. Weiterhin
ist ein Leitungsmelder 5 vorgesehen, der ebenso wie die Funkeinheiten G1 . . .Gn direkt
mit der Meldeleitung 2 verbunden ist, und darüber seine Meldungen direkt an die Zentrale
1 übermittelt. Hierbei handelt es sich um ein sog. Hybridsystem. Die Funkverbindung
4 ist bidirektional ausgestaltet, um neben der Meldung von Gefahrzuständen seitens
der Funkmelder 3 an die Zentrale 1 auch eine Initialisierung seitens der Zentrale
1 an die Funkmelder 3 oder eine gezielte Abfrage zuzulassen.
[0024] Während der Initialisierungsphase findet ein erhöhtes Datenaufkommen statt, so werden
aktuelle Zustände der Funkmelder abgefragt und Betriebsarten an die Funkmelder übermittelt.
[0025] Befinden sich, wie in Figur 1 gezeigt, mehrere Funkzellen auf einer Meldeleitung
2, so kann der Momentanstrom gesenkt werden, wenn nicht alle Funkzellen gleichzeitig
die entsprechenden Abfragen durchführen. So lässt sich eine Streckung des Datenverkehrs
durch Einbau von Wartezuständen innerhalb der Funkprozedur erzielen. Der Datenaustausch
wird somit über einen längeren Zeitraum gedehnt, wodurch sich die Momentanstromaufnahme
verringert und die Mindestspannung auf der Meldeleitung 2 aufrechterhalten wird. Eine
Streckung des Datenverkehrs wird auch durch ein zeitversetztes Starten des Funkbetriebs
bei Einsatz mehrerer Funkzellen pro Meldeleitung 2 erreicht. Dies führt zur Verringerung
der Stromaufnahme und damit der Energieaufnahme, da immer nur eine bestimmte Anzahl
von Funkeinheiten mit dem hohen Datenverkehr beim Initialisieren der Meldelinie beschäftigt
ist.
[0026] Bei einer theoretischen Bestimmung der Spannung auf der Meldelinie 2 wird der Zeitversatz
ebenfalls theoretisch ermittelt und als fest vorgegebener Zeitversatz während der
Initialisierungsphase berücksichtigt.
[0027] Dabei ist es möglich, daß das zeitversetzte Starten des Funkverkehr über Befehle
der Zentrale 1 erfolgt. Die Zentrale 1 ermittelt die Stromaufnahme der Linie und verhindert
durch die zeitversetzte Zuschaltung der Funkeinheiten eine Überlastung der Linie.
[0028] Ebenfalls möglich ist, das zeitversetzte Starten von den Linienelementen 10 aus zu
steuern. Solange auf der Meldelinie 2 genügend Energie vorhanden ist, starten beispielsweise
alle Funkeinheiten der Meldelinien ihren Betrieb nach einem jeweiligen Versatz von
ca. 500 ms. Jedes Linienelement 10 überwacht die Linienspannung. Bei Unterschreiten
eines vorgegebenen kritischen Wertes bei einem Linienelement 10 wird der Funkbetrieb
der zugeordneten Funkeinheit G1 . . .Gn vorübergehend angehalten. Die Stromaufnahme
geht dann auf ein Minimum zurück und die Meldelinie 2 wird entlastet. Entsprechend
der Position der Funkeinheit G1 . . .Gn auf der Linie werden unterschiedlich lange
Wartezeiten gewählt, nach denen die Funkeinheit G1 . . .Gn einen erneuten Versuch
startet, den Datenverkehr durchzuführen. Zusätzlich ist der Funkneustart davon abhängig,
ob die Meldelinienspannung wieder einen vorgegebenen Mindestwert angenommen hat. Dadurch
wird erreicht, daß die Kommunikation auf der Meldelinie 2 stabil abläuft. Die Stromaufnahme
regelt sich selbständig, bis alle Funkeinheiten G1 . . .Gn in den Normalzustand gelangen.
[0029] Durch Funkstörungen können ebenfalls kritische Betriebszustände auf der Meldelinie
entstehen. Diese Funkstörungen haben zur Folge, daß durch zusätzliches Senden auf
Ausweichkanälen oder Senden über Umleitungen ein erhöhter Strombedarf benötigt wird.
Wird die Gesamtstromaufnahme auf der Meldelinie 2 zu hoch, ist die Linienkommunikation
in Gefahr. Um diese kritischen Zustände zu erkennen, überwacht jede Funkeinheit G1.
. .Gn die Linienspannung. In Figur 2 ist dafür dargestellt, wie ein Linienelement
10 an eine Meldeleitung 2 angeschlossen ist. Dabei ist ein Spannungsdetektor 12 über
eine Ankoppelschaltung 11 an der Meldeleitung 2 angeschlossen. Die eigentliche Funkeinheit
G1 ist mit einem Umsetzer 13, der an die Meldeleitung 2 angeschlossen ist, verbunden.
Der Spannungsdetektor 12 kann nun über eine Resetleitung 14 die Funkeinheit G1 abschalten
und gegebenenfalls auch wieder einschalten, wenn die Spannung einen vorbestimmten
Wert wieder erreicht. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Funkeinheit G1 nach
einer fest vorgegebenen Zeit wieder einzuschalten. Durch diesen Vorgang wird die Stromaufnahme
dieses Linienelements 10 verringert, die Meldelinie 2 wird entlastet und die Linienspannung
erhöht sich. Somit wird verhindert, daß es zu einem unnötig hohen Strombedarf kommt.
Dieser Mechanismus bewirkt, daß nur so viele Funkeinheiten wie nötig ihren Funkbetrieb
verzögern, damit die anderen Funkeinheiten G1 . . .Gn ihren Normalbetrieb aufrechterhalten
können.
1. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems, welches eine Zentrale (1) und
mindestens eine mit der Zentrale (1) über eine Meldeleitung (2) verbundene Funkeinheit
(G1. . .Gn aufweist, wobei mindestens ein Funkmelder (3) über eine Funkverbindung
(4) mit der Funkeinheit (G1. . .Gn) kommuniziert,
dadurch gekennzeichnet,
dass die auf der Meldeleitung (2) während des Betriebs anliegende Spannung bestimmt wird,
dass bei einer derartig geringen Spannung, dass ein Ausfall des Gefahrenmeldesystems zu
befürchten ist, die mindestens eine Funkeinheit (G1. . .Gn) in ihrem Übertragungsverhalten
derartig beeinflusst wird, dass weniger Energie aufgenommen wird.
2. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zusätzlich Leitungsmelder (5) über die gleiche Meldeleitung (2) mit der Zentrale
(1) verbunden sind.
3. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach einem der Ansprüche 1 oder
2,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Vorhandensein mehrerer Funkeinheiten (G1. . .Gn) an einer Meldeleitung (2) zur
Zentrale (1) während der Initialisierungsphase des Gefahrenmeldesystems die Kommunikation
zwischen den Funkeinheiten (G1. . .Gn) und den jeweils den Funkeinheiten (G1. . .Gn)
zugeordneten Funkmeldern (3) durch zusätzliche Wartezustände verlangsamt abläuft.
4. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach einem der Ansprüche 1 oder
2,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Vorhandensein mehrerer Funkeinheiten (G1 . . .Gn) an einer Meldeleitung (2) zur
Zentrale (1) während der Initialisierungsphase des Gefahrenmeldesystems die jeweiligen
Funkeinheiten (G1. . .Gn) zeitversetzt eingeschaltet werden, um mit den ihnen jeweils
zugeordneten Funkmeldern (3) zu kommunizieren.
5. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Funkeinheiten (G1 . . . Gn) die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) in einem
vorgegebenen Zeitraster starten.
6. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zentrale (1) die Spannung auf der Meldeleitung (2) überwacht und in Abhängigkeit
davon den Zeitversatz vorgibt, mit dem die Funkeinheiten (G1 . . .Gn) die Kommunikation
mit den Funkmeldern (3) starten.
7. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
mit der Meldeleitung (2) elektrische verbundene Linienelemente (10) vorgesehen sind,
die jeweils eine der Funkeinheiten (G1 . . .Gn) umfassen,
die einzelnen Linienelemente (10) die Spannung auf der Meldeleitung (2) überwachen
und in Abhängigkeit davon den Zeitver satz bestimmen, mit dem die Funkeinheiten (G1
. . . Gn) die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) starten.
8. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach einem der Ansprüche 1 oder
2,
dadurch gekennzeichnet, dass
mit der Meldeleitung (2) elektrische verbundene Linienelemente (10) vorgesehen sind,
die jeweils eine der Funkeinheiten (G1. . .Gn) umfassen,
dass die einzelnen Linienelemente (10) die Spannung auf der Meldeleitung (2) überwachen
dass eine der Funkeinheiten (G1 . . .Gn), deren Linienelement (10) eine zu geringe
Spannung detektiert, in eine Wartezustand geschaltet wird und währenddessen nicht
mit den Funkmeldern (3) kommuniziert.
9. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
nach einer vorgegebenen Zeit der Wartezustand verlassen wird und die Kommunikation
mit den Funkmeldern (3) wieder aufgenommen wird.
10. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
während des Wartezustands das Linienelement (10) die Spannung auf der Meldeleitung
(2) weiter überwacht und die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) wieder aufgenommen
wird, sobald die Spannung einen Wert erreicht hat, bei dem kein Ausfall der Gefahrenmeldeanlage
zu befürchten ist.
11. Gefahrenmeldesystem, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 10,
- mit einer Zentrale (1),
- mit mindestens einer Funkeinheit (G1 . . .Gn), die über eine Meldeleitung (2) mit
der Zentrale (1) verbunden ist und
- mit einer Anzahl von Meldern (3,5), von denen zumindest ein Funkmelder (3) über
eine Funkverbindung (4) mit der Funkeinheit (G1 . . .Gn) kommuniziert,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gefahrenmeldesystem derartig ausgestaltet ist, dass die Spannung auf der Meldeleitung
(2) bestimmt wird und bei derartig geringer Spannung, dass ein Ausfall des Gefahrenmeldesystems
zu befürchten ist, die mindestens eine Funkeinheit (G1. . .Gn) in ihrem Übertragungsverhalten
derartig beeinflusst wird, dass weniger Energie aufgenommen wird.
12. Linienelement (10) für ein Gefahrenmeldesystem, insbesondere zur Durchführung eines
Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Linienelement (10) mit einer
Zentrale (1) des Gefahrenmeldesystems über eine Meldeleitung (2) verbindbar ist und
eine Funkeinheit (G1. . .Gn) umfasst, welche über eine Funkverbindung (4) mit Funkmeldern
(3) kommunizieren kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Linienelement (10) derartig ausgestaltet ist, dass die Spannung auf der Meldeleitung
(2) bestimmt wird und bei derartig geringer Spannung, dass ein Ausfall des Gefahrenmeldesystems
zu befürchten ist, die Funkeinheit (G1 . . .Gn) derartig angesteuert wird, dass die
Kommunikation mit den Funkmeldern (3) verlangsamt bzw. ausgesetzt wird.