(19)
(11) EP 1 388 828 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.08.2011  Patentblatt  2011/35

(21) Anmeldenummer: 03102299.9

(22) Anmeldetag:  25.07.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G08B 25/10(2006.01)
G08B 25/04(2006.01)

(54)

Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems, Gefahrenmeldesystem und Linienelement für ein Gefahrenmeldesystem

Method of operation of an alarm signalling system, alarm signalling system and line elements for an alarm signalling system

Procédé de commande pour un système de signalisation d'alarmes, système de signalisation d'alarmes et élements de ligne pour un système de signalisation d'alarmes


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 05.08.2002 DE 10235827

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.02.2004  Patentblatt  2004/07

(73) Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Nahrstedt, Dierk
    81929, München (DE)
  • Schreyer, Karlheinz
    82515, Wolfratshausen (DE)

(74) Vertreter: Maier, Daniel Oliver et al
Siemens AG CT IP Com E Postfach 22 16 34
80506 München
80506 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 4 322 841
US-A- 5 430 433
JP-A- 11 177 496
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, ein Gefahrenmeldesystem gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 11 sowie ein Linienelement gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 12.

    [0002] In Gefahrenmeldesystemen ist eine Zentrale mit einer Anzahl von Gefahrenmeldern verbunden, wobei die Gefahrenmelder Sensoren aufweisen, um beispielsweise Brände oder Einbruchsversuche zu detektieren.

    [0003] Aus DE 44 26 466 ist beispielsweise ein Gefahrenmeldesystem bekannt, bei dem die Gefahrenmelder über eine zweiadrige Primärleitung als Meldeleitung an der Zentrale der Gefahrenmeldeanlage angeschlossen sind. Falls die Gefahrenmelder eine Gefahr detektieren, wird über die Meldeleitung ein Signal an die Zentrale übermittel, woraufhin über die Zentrale geeignete Maßnahmen - zum Beispiel die Alarmierung der Feuerwehr oder der Polizei - eingeleitet werden.

    [0004] Zur Verringerung des Verkabelungsaufwandes und um die Anbringung von Gefahrenmeldern auch an unzugänglichen Stellen zu erleichtern, werden verstärkt auch Gefahrenmeldesysteme eingesetzt, in denen die Übertragung von den Gefahrenmeldern zur Zentrale über Funk geschieht.

    [0005] Aus US 5 430 433 ist beispielsweise ein Gefahrenmeldesystem bekannt, bei dem analoge Signale eines Temperatur- oder Rauchsensors über Funk an ein Hauptelement übertragen werden, welches seinerseits über eine Leitung mit einer Empfangseinheit verbunden ist, die als Zentrale fungiert.

    [0006] Um die begrenzte Reichweite von lizenzfreien Funkverbindungen zu erhöhen, gibt es die Möglichkeit, Hybridsysteme einzusetzen. Hybridsysteme ermöglichen den Betrieb von Funkzellen innerhalb von leitungsgebundenen Anlagen, wobei jeweils eine Funkeinheit auf der Meldeleitung mit einer bestimmten Anzahl von Funkmeldern kommuniziert. Die Energie für diese Funkzellen wird in vorteilhafter Weise direkt aus der Meldeleitung bezogen. Dann werden keine eigenen Energieversorgungsleitungen zu den Funkzellen benötigt. Die über die üblichen Meldeleitungen übertragene Leistung ist jedoch sehr gering. Nach heutigem Stand der Technik nimmt eine Funkeinheit im Normalbetrieb einen durchschnittlichen Strom von 2 mA auf, während die Meldeleitung zwischen 10 und 50 mA liefern kann.

    [0007] Der Strombedarf erhöht sich jedoch in der Anlaufphase der Meldeanlage und bei maximalem Funkverkehr während des laufenden Betriebs. Der hohe Strom in Spitzenzeiten hat zusätzliche Einschränkungen in der Anzahl der maximal installierbaren Funkzelle pro Meldelinie zur Folge.

    [0008] Bisher war vorgesehen, dass jedes auf der Meldeleitung befindliche Linienelement neben einer Funkeinheit eine Pufferbatterie enthält. Diese Batterie liefert den höheren Strom in der Anlaufphase und puffert Stromschwankungen ab, die während des Betriebs infolge von erhöhtem Datenverkehr innerhalb der Funkzelle auftreten können.

    [0009] Engpässe können in solchen Systemen entstehen, wenn die Batterie plötzlich ausfällt bzw. nach längerer Zeit ohne Stromentnahme eine hohe Batterieleistung benötigt wird. Die langlebigen Lithiumbatterien neigen nämlich zu Passivierungen bei längeren Ruhephasen. Dies kann zur Folge haben, daß die Stromversorgung auf der Meldeleitung zu stark beansprucht wird und das Gefahrenmeldesystem ausfällt.

    [0010] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems, ein Gefahrenmeldesystem sowie ein Linienelement für ein Gefahrenmeldesystem anzugeben, welche einen reibungslosen Betrieb eines Gefahrenmeldesystems auch bei erhöhtem Strombedarf sicherstellen.

    [0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch ein Gefahrenmeldesystem mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 11 sowie durch ein Linienelement für ein Gefahrenmeldesystem mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 12.

    [0012] Dabei wird während des Betriebs die Spannung auf der Meldeleitung überwacht und bei derartig geringen Spannungen, daß ein Ausfall des Gefahrenmeldesystems zu befürchten ist, das Übertragungsverhalten der Funkeinheit derartig beeinflußt, daß weniger Strom aufgenommen wird. Dadurch kann beispielsweise auf eine Batterieunterstützung verzichtet werden.

    [0013] In vorteilhafter Weise läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren gemäß Anspruch 2 auch verwenden, wenn zusätzlich leitungsgebundene Melder über die Meldeleitung mit der Zentrale verbunden sind.

    [0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens gemäß Anspruch 3 ist vorgesehen, daß während der Initialisierungsphase des Gefahrenmeldesystems, während der in der Regel ein erhöhtes Datenaufkommen stattfindet, die Kommunikation zwischen den Funkeinheiten und den Funkmeldern durch zusätzliche Wartezustände verlangsamt läuft. Dadurch wird weniger Strom von den Funkeinheiten aufgenommen.

    [0015] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens gemäß Anspruch 4 ist vorgesehen, daß während der Initialisierungsphase des Gefahrenmeldesystems die jeweiligen Funkeinheiten zeitversetzt eingeschaltet werden, wodurch ebenfalls die Stromaufnahme reduziert wird.

    [0016] Der Zeitversatz kann sich in einfach zu realisierender Art und Weise gemäß Anspruch 5 aus einem vorgegebenen Zeitraster ergeben, oder gemäß Anspruch 6 durch eine Messung der Spannung der Meldeleitung durch die Zentrale und einer anschließenden Steuerung des Zeitversatzes durch die Zentrale ermittelt werden.

    [0017] Gemäß Anspruch 7 ist es ebenfalls vorteilhaft, wenn die Linienelemente, denen die einzelnen Funkeinheiten zugeordnet sind, die Spannung auf der Meldeleitung überwachen und in Abhängigkeit von der gemessenen Spannung den Zeitversatz bestimmen, mit dem die Funkeinheiten die Kommunikation mit den Funkmeldern starten.

    [0018] Auch durch Funkstörungen können kritische Betriebszustände auf Seiten der Meldelinie entstehen. Diese Funkstörungen haben zur Folge, daß durch zusätzliches Senden auf Ausweichkanälen oder Senden über Umleitungen ein erhöhter Strombedarf auf der Funkseite benötigt wird. Daher ist in vorteilhafter Weise gemäß Anspruch 8 vorgesehen, daß die einzelnen Linienelemente, denen die Funkeinheiten zugeordnet sind, die Spannung auf den Meldeleitungen überwachen, und eine der Funkeinheiten, die eine zu geringe Spannung detektiert, in einen Wartezustand geschaltet wird und während dessen nicht mit den Funkmeldern kommuniziert.

    [0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß Anspruch 9 wird nach einer fest vorgegeben Zeit der Wartezustand wieder verlassen und die Kommunikation mit den Funkmeldern aufgenommen.

    [0020] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich dadurch, daß gemäß Patentanspruch 10 während des Wartezustands der Funkeinheit die Spannung auf der Meldeleitung weiter überwacht wird und die Kommunikation mit den Funkmeldern erst dann wieder aufgenommen wird, sobald die Spannung einen Wert erreicht hat, bei dem kein Ausfall der Gefahrenmeldeanlage zu befürchten ist.

    [0021] Anhand der Figuren der Zeichnung wird die Erfindung mit Hilfe von Ausführungsbeispielen näher erläutert.

    [0022] Dabei zeigen

    Figur 1 ein schematisches Schaltbild einer Gefahrenmeldeanlage mit mehreren Funkmastern und

    Figur 2 ein schematisches Schaltbild für die Erkennung und die Reaktion auf kritische Zustände der Meldelinie in einer Funkeinheit.



    [0023] In Figur 1 ist eine Gefahrenmeldezentrale 1 dargestellt, die über eine Meldeleitung 2 mit mehreren in Reihe geschalteten Funkeinheiten G1 . . .Gn verbunden ist. Die Funkeinheiten gehören dabei zu jeweiligen Linienelementen 10, die beispielsweise detaillierter in Figur 2 dargestellt sind. An eine Zentrale 1 können auch mehrere Meldeleitungen (auch Meldelinien genannt) angeschlossen werden. Jede der Funkeinheiten G1. . .Gn ist mit einer Anzahl von Funkmeldern 3 über jeweils eine Funkverbindung 4 verbunden. Detektiert einer der Funkmelder 3 eine Gefahr, so wird über die Funkverbindung 4, eine der Funkeinheiten G1 . . Gn und die Meldeleitung 2 die Meldung an die Zentrale 1 übertragen. Weiterhin ist ein Leitungsmelder 5 vorgesehen, der ebenso wie die Funkeinheiten G1 . . .Gn direkt mit der Meldeleitung 2 verbunden ist, und darüber seine Meldungen direkt an die Zentrale 1 übermittelt. Hierbei handelt es sich um ein sog. Hybridsystem. Die Funkverbindung 4 ist bidirektional ausgestaltet, um neben der Meldung von Gefahrzuständen seitens der Funkmelder 3 an die Zentrale 1 auch eine Initialisierung seitens der Zentrale 1 an die Funkmelder 3 oder eine gezielte Abfrage zuzulassen.

    [0024] Während der Initialisierungsphase findet ein erhöhtes Datenaufkommen statt, so werden aktuelle Zustände der Funkmelder abgefragt und Betriebsarten an die Funkmelder übermittelt.

    [0025] Befinden sich, wie in Figur 1 gezeigt, mehrere Funkzellen auf einer Meldeleitung 2, so kann der Momentanstrom gesenkt werden, wenn nicht alle Funkzellen gleichzeitig die entsprechenden Abfragen durchführen. So lässt sich eine Streckung des Datenverkehrs durch Einbau von Wartezuständen innerhalb der Funkprozedur erzielen. Der Datenaustausch wird somit über einen längeren Zeitraum gedehnt, wodurch sich die Momentanstromaufnahme verringert und die Mindestspannung auf der Meldeleitung 2 aufrechterhalten wird. Eine Streckung des Datenverkehrs wird auch durch ein zeitversetztes Starten des Funkbetriebs bei Einsatz mehrerer Funkzellen pro Meldeleitung 2 erreicht. Dies führt zur Verringerung der Stromaufnahme und damit der Energieaufnahme, da immer nur eine bestimmte Anzahl von Funkeinheiten mit dem hohen Datenverkehr beim Initialisieren der Meldelinie beschäftigt ist.

    [0026] Bei einer theoretischen Bestimmung der Spannung auf der Meldelinie 2 wird der Zeitversatz ebenfalls theoretisch ermittelt und als fest vorgegebener Zeitversatz während der Initialisierungsphase berücksichtigt.

    [0027] Dabei ist es möglich, daß das zeitversetzte Starten des Funkverkehr über Befehle der Zentrale 1 erfolgt. Die Zentrale 1 ermittelt die Stromaufnahme der Linie und verhindert durch die zeitversetzte Zuschaltung der Funkeinheiten eine Überlastung der Linie.

    [0028] Ebenfalls möglich ist, das zeitversetzte Starten von den Linienelementen 10 aus zu steuern. Solange auf der Meldelinie 2 genügend Energie vorhanden ist, starten beispielsweise alle Funkeinheiten der Meldelinien ihren Betrieb nach einem jeweiligen Versatz von ca. 500 ms. Jedes Linienelement 10 überwacht die Linienspannung. Bei Unterschreiten eines vorgegebenen kritischen Wertes bei einem Linienelement 10 wird der Funkbetrieb der zugeordneten Funkeinheit G1 . . .Gn vorübergehend angehalten. Die Stromaufnahme geht dann auf ein Minimum zurück und die Meldelinie 2 wird entlastet. Entsprechend der Position der Funkeinheit G1 . . .Gn auf der Linie werden unterschiedlich lange Wartezeiten gewählt, nach denen die Funkeinheit G1 . . .Gn einen erneuten Versuch startet, den Datenverkehr durchzuführen. Zusätzlich ist der Funkneustart davon abhängig, ob die Meldelinienspannung wieder einen vorgegebenen Mindestwert angenommen hat. Dadurch wird erreicht, daß die Kommunikation auf der Meldelinie 2 stabil abläuft. Die Stromaufnahme regelt sich selbständig, bis alle Funkeinheiten G1 . . .Gn in den Normalzustand gelangen.

    [0029] Durch Funkstörungen können ebenfalls kritische Betriebszustände auf der Meldelinie entstehen. Diese Funkstörungen haben zur Folge, daß durch zusätzliches Senden auf Ausweichkanälen oder Senden über Umleitungen ein erhöhter Strombedarf benötigt wird. Wird die Gesamtstromaufnahme auf der Meldelinie 2 zu hoch, ist die Linienkommunikation in Gefahr. Um diese kritischen Zustände zu erkennen, überwacht jede Funkeinheit G1. . .Gn die Linienspannung. In Figur 2 ist dafür dargestellt, wie ein Linienelement 10 an eine Meldeleitung 2 angeschlossen ist. Dabei ist ein Spannungsdetektor 12 über eine Ankoppelschaltung 11 an der Meldeleitung 2 angeschlossen. Die eigentliche Funkeinheit G1 ist mit einem Umsetzer 13, der an die Meldeleitung 2 angeschlossen ist, verbunden. Der Spannungsdetektor 12 kann nun über eine Resetleitung 14 die Funkeinheit G1 abschalten und gegebenenfalls auch wieder einschalten, wenn die Spannung einen vorbestimmten Wert wieder erreicht. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Funkeinheit G1 nach einer fest vorgegebenen Zeit wieder einzuschalten. Durch diesen Vorgang wird die Stromaufnahme dieses Linienelements 10 verringert, die Meldelinie 2 wird entlastet und die Linienspannung erhöht sich. Somit wird verhindert, daß es zu einem unnötig hohen Strombedarf kommt. Dieser Mechanismus bewirkt, daß nur so viele Funkeinheiten wie nötig ihren Funkbetrieb verzögern, damit die anderen Funkeinheiten G1 . . .Gn ihren Normalbetrieb aufrechterhalten können.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems, welches eine Zentrale (1) und mindestens eine mit der Zentrale (1) über eine Meldeleitung (2) verbundene Funkeinheit (G1...Gn) aufweist, wobei mindestens ein Funkmelder (3) über eine Funkverbindung (4) mit der Funkeinheit (G1...Gn) kommuniziert,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die auf der Meldeleitung (2) während des Betriebs anliegende Spannung bestimmt wird,
    dass bei einer derartig geringen Spannung, dass ein Ausfall des Gefahrenmeldesystems zu befürchten ist, die mindestens eine Funkeinheit (G1...Gn) in ihrem Übertragungsverhalten derartig beeinflusst wird, dass weniger Energie aufgenommen wird.
     
    2. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zusätzlich Leitungsmelder (5) über die gleiche Meldeleitung (2) mit der Zentrale (1) verbunden sind.
     
    3. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    beim Vorhandensein mehrerer Funkeinheiten (G1...Gn) an einer Meldeleitung (2) zur Zentrale (1) während der Initialisierungsphase des Gefahrenmeldesystems die Kommunikation zwischen den Funkeinheiten (G1...Gn) und den jeweils den Funkeinheiten (G1...Gn) zugeordneten Funkmeldern (3) durch zusätzliche Wartezustände verlangsamt abläuft.
     
    4. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    beim Vorhandensein mehrerer Funkeinheiten (G1...Gn) an einer Meldeleitung (2) zur Zentrale (1) während der Initialisierungsphase des Gefahrenmeldesystems die jeweiligen Funkeinheiten (G1...Gn) zeitversetzt eingeschaltet werden, um mit den ihnen jeweils zugeordneten Funkmeldern (3) zu kommunizieren.
     
    5. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Funkeinheiten (G1...Gn) die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) in einem vorgegebenen Zeitraster starten.
     
    6. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Zentrale (1) die Spannung auf der Meldeleitung (2) überwacht und in Abhängigkeit davon den Zeitversatz vorgibt, mit dem die Funkeinheiten (G1...Gn) die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) starten.
     
    7. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    mit der Meldeleitung (2) elektrische verbundene Linienelemente (10) vorgesehen sind, die jeweils eine der Funkeinheiten (G1...Gn) umfassen,
    die einzelnen Linienelemente (10) die Spannung auf der Meldeleitung (2) überwachen und in Abhängigkeit davon den Zeitver satz bestimmen, mit dem die Funkeinheiten (G1...Gn) die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) starten.
     
    8. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    mit der Meldeleitung (2) elektrische verbundene Linienelemente (10) vorgesehen sind, die jeweils eine der Funkeinheiten (G1...Gn) umfassen,
    dass die einzelnen Linienelemente (10) die Spannung auf der Meldeleitung (2) überwachen
    dass eine der Funkeinheiten (G1...Gn), deren Linienelement (10) eine zu geringe Spannung detektiert, in eine Wartezustand geschaltet wird und währenddessen nicht mit den Funkmeldern (3) kommuniziert.
     
    9. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    nach einer vorgegebenen Zeit der Wartezustand verlassen wird und die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) wieder aufgenommen wird.
     
    10. Verfahren zum Betreiben eines Gefahrenmeldesystems nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    während des Wartezustands das Linienelement (10) die Spannung auf der Meldeleitung (2) weiter überwacht und die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) wieder aufgenommen wird, sobald die Spannung einen Wert erreicht hat, bei dem kein Ausfall der Gefahrenmeldeanlage zu befürchten ist.
     
    11. Gefahrenmeldesystem, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

    - mit einer Zentrale (1),

    - mit mindestens einer Funkeinheit (G1...Gn), die über eine Meldeleitung (2) mit der Zentrale (1) verbunden ist und

    - mit einer Anzahl von Meldern (3,5), von denen zumindest ein Funkmelder (3) über eine Funkverbindung (4) mit der Funkeinheit (G1...Gn) kommuniziert,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Gefahrenmeldesystem derartig ausgestaltet ist, dass die Spannung auf der Meldeleitung (2) bestimmt wird und bei derartig geringer Spannung, dass ein Ausfall des Gefahrenmeldesystems zu befürchten ist, die mindestens eine Funkeinheit (G1...Gn) in ihrem Übertragungsverhalten derartig beeinflusst wird, dass weniger Energie aufgenommen wird.


     
    12. Linienelement (10) für ein Gefahrenmeldesystem, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Linienelement (10) mit einer Zentrale (1) des Gefahrenmeldesystems über eine Meldeleitung (2) verbindbar ist und eine Funkeinheit (G1...Gn) umfasst, welche über eine Funkverbindung (4) mit Funkmeldern (3) kommunizieren kann,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Linienelement (10) derartig ausgestaltet ist, dass die Spannung auf der Meldeleitung (2) bestimmt wird und bei derartig geringer Spannung, dass ein Ausfall des Gefahrenmeldesystems zu befürchten ist, die Funkeinheit (G1...Gn) derartig angesteuert wird, dass die Kommunikation mit den Funkmeldern (3) verlangsamt bzw. ausgesetzt wird.
     


    Claims

    1. Method of operation of an alarm signalling system having an alarm centre (1) and at least one radio unit (G1...Gn) connected via an alarm line (2) to the alarm centre (1), with at least one alarm detector (3) communicating via a radio link (4) with the radio unit (G1...Gn),
    characterised in that
    the voltage present on the alarm line (2) during operation is determined,
    for a voltage which is low enough for there to be a danger of a failure of the alarm signalling system, the at least one radio unit (G1...Gn) is influenced in its transmission behaviour such that less energy is consumed.
     
    2. Method of operation of an alarm signalling system according to claim 1,
    characterised in that
    additional line alarms (5) are connected to the alarm centre (1) via the same alarm line (2).
     
    3. Method of operation of an alarm signalling system according to claim 1 or 2,
    characterised in that,
    if a number of radio units (G1...Gn) are present on one alarm line (2) to the alarm centre (1) during the initialisation phase of the alarm signalling system communication between the radio units (G1...Gn) and the alarm detectors (3) assigned to the radio units (G1...Gn) in each case executes more slowly because of the additional wait states.
     
    4. Method of operation of an alarm signalling system according to claim 1 or 2,
    characterised in that
    if a number of radio units (G1...Gn) are present on one alarm line (2) to the alarm centre (1) during the initialisation phase of the alarm signalling system the respective radio units (G1...Gn) are switched on offset in time in order to communicate with the respective alarm detectors (3) assigned to them.
     
    5. Method of operation of an alarm signalling system according to claim 4,
    characterised in that
    the radio units (G1...Gn) start communication with the alarm detectors (3) in a predetermined time frame.
     
    6. Method of operation of an alarm signalling system according to claim 4,
    characterised in that
    the alarm centre (1) monitors the voltage on the alarm line (2) and predetermines, as a function thereof, the time offset with which the radio units (G1...Gn) start communication with the alarm detectors (3).
     
    7. Method of operation of an alarm signalling system according to claim 4,
    characterised in that
    line elements (10) electrically connected to the alarm line (2) are provided, which each comprise one of the radio units (G1...Gn),
    the individual line elements (10) monitor the voltage on the alarm line (2) and determine as a function thereof the time offset with which the radio units (G1...Gn) start communication with the alarm detectors (3).
     
    8. Method of operation of an alarm signalling system according to one of claims 1 or 2,
    characterised in that
    line elements (10) electrically connected to the alarm line (2) are provided, which each include one of the radio units (G1...Gn),
    the individual line elements (10) monitor the voltage on the alarm line (2)
    one of the radio units (G1...Gn), the line element (10) of which detects a voltage that is too low, is switched into a wait state and does not communicate during this time with the alarm detectors (3).
     
    9. Method of operation of an alarm signalling system according to claim 8,
    characterised in that,
    after a predetermined time the system exits from the wait state and communication is resumed with the alarm detectors (3).
     
    10. Method of operation of an alarm signalling system according to claim 8,
    characterised in that,
    during the wait state the line element (10) continues to monitor the voltage on the alarm line (2) and the communication with the alarm detectors (3) is resumed as soon as the voltage has reached a value in which there is no danger of a failure of the alarm signalling system.
     
    11. An alarm signalling system, especially for carrying out a method according to one of claims 1 to 10,

    - with an alarm centre (1),

    - with at least one radio unit (G1...Gn) which is connected via an alarm line (2) to the alarm centre (1) and

    - with a number of detectors (3, 5), of which at least one alarm detector (3) communicates via a radio link (4) with the radio unit (G1...Gn),
    characterised in that
    the alarm signalling system is equipped such that the voltage on the alarm line (2) is determined and for a voltage which is low enough for there to be a danger of a failure of the alarm signalling system, the at least one radio unit (G1...Gn) is influenced in its transmission behaviour such that less energy is consumed.


     
    12. Line element (10) for an alarm signalling system, especially for carrying out the method according to one of claims 1 to 10, with the line element (10) able to be connected to an alarm centre (1) of the alarm signalling system via an alarm line (2) and including a radio unit (G1...Gn) which can communicate via a radio link (4) with alarm detectors (3),
    characterised in that
    the line element (10) is embodied such that the voltage on the alarm line (2) is determined and in the event of a voltage which is low enough for there to be a danger of a failure of the alarm signalling system, the radio unit (G1...Gn) is controlled such that communication with the alarm detectors (3) is slowed down or stopped.
     


    Revendications

    1. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger, qui comporte une centrale ( 1 ) et au moins une unité ( G1...Gn ) radio reliée à la centrale par une ligne ( 2 ) de signalisation, au moins un signaliseur ( 3 ) radio communiquant avec l'unité ( G1...Gn ) radio par une liaison ( 4 ) radio,
    caractérisé
    en ce que l'on détermine la tension s'appliquant à la ligne ( 2 ) de signalisation pendant le fonctionnement,
    en ce que pour une tension si basse, que l'on peut craindre une panne du système de signalisation de danger, le comportement de transmission de la au moins une unité ( G1...Gn ) radio est influencé de manière à absorber moins d'énergie.
     
    2. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant la revendication 1,
    caractérisé
    en ce que supplémentairement, des signaliseurs (5) de ligne sont reliés à la centrale (1) par la même ligne (2) de signalisation.
     
    3. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant l'une des revendications 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    en la présence de plusieurs unités ( G1...Gn ) radio sur une ligne ( 2 ) de signalisation menant à la centrale ( 1 ), la communication, pendant la phase de lancement du système de signalisation de danger, entre les unités ( G1...Gn ) radio et les signaliseurs ( 3 ) radio associés respectivement aux unités ( G1...Gn ) radio, se déroule de manière ralentie par des états d'attente supplémentaires.
     
    4. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant l'une des revendications 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    en la présence de plusieurs unités ( G1...Gn ) radio sur une ligne ( 2 ) de signalisation menant à la centrale ( 1 ), les unités ( G1...Gn ) sont, pendant la phase de lancement du système de signalisation de danger, branchées de manière décalée dans le temps pour communiquer avec les signaliseurs ( 3 ) radio qui leur sont associés respectivement.
     
    5. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant la revendication 4,
    caractérisé en ce que
    les unités ( G1...Gn ) radio lancent la communication avec les signaliseurs ( 3 ) radio dans une trame de temps prescrite.
     
    6. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant la revendication 4,
    caractérisé en ce que
    la centrale ( 1 ) surveille la tension sur la ligne ( 2 ) de signalisation et prescrit en fonction de cela le décalage dans le temps, suivant lequel les unités ( G1...Gn ) radio font débuter la communication avec les signaliseurs ( 3 ) radio.
     
    7. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant la revendication 4,
    caractérisé en ce que
    il est prévu des éléments ( 10 ) de ligne, qui sont reliés électriquement à la ligne ( 2 ) de signalisation et qui comprennent respectivement l'une des unités ( G1...Gn ) radio,
    les divers éléments ( 10 ) de ligne contrôlent la tension sur la ligne ( 2 ) de signalisation et en fonction de cela déterminent le décalage dans le temps, suivant lequel les unités ( G1...Gn ) radio font débuter la communication avec les signaliseurs ( 3 ) radio.
     
    8. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant l'une des revendications 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    il est prévu des éléments ( 10 ) de ligne reliés électriquement à la ligne ( 2 ) de signalisation et comprenant respectivement l'une des unités ( G1...Gn ) radio, en ce que les divers éléments ( 10 ) de ligne contrôlent la tension sur la ligne ( 2 ) de signalisation,
    en ce que l'une des unités ( G1...Gn ) radio, dont l'élément ( 10 ) de ligne détecte une tension trop basse, est mise dans un état d'attente et pendant ce temps ne communique pas avec les signaliseurs ( 3 ) radio.
     
    9. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant la revendication 8,
    caractérisé en ce que
    après un temps prescrit, l'état d'attente est quitté et la commmunication avec les signaliseurs ( 3 ) radio est reprise.
     
    10. Procédé pour faire fonctionner un système de signalisation de danger suivant la revendication 8,
    caractérisé en ce que
    pendant le temps d'attente, l'élément ( 10 ) de ligne continue à contrôler la tension sur la ligne ( 2 ) de signalisation et reprend la communication avec les signaliseurs ( 3 ) radio dès que la tension a atteint une valeur, pour laquelle une panne de l'installation de signalisation de danger n'est pas à craindre.
     
    11. Système de signalisation de danger, notamment pour la mise en oeuvre d'un procédé suivant l'une des revendications 1 à 10,

    - comprenant une centrale ( 1 ),

    - comprenant au moins une unité ( G1...Gn ) radio, qui est reliée à la centrale ( 1 ) par une ligne ( 2 ) de signalisation et

    - comprenant un certain nombre de signaliseurs ( 3, 5 ), dont parmi lesquels au moins un signaliseur ( 3 ) radio communique avec l'unité ( G1...Gn ) radio par une liaison ( 4 ) radio, caractérisé
    en ce que le système de signalisation de danger est tel que la tension est déterminée sur la ligne ( 2 ) de signalisation et pour une tension si basse, que l'on peut redouter une panne du système de signalisation de danger, le comportement de transmission de la au moins une unité ( G1...Gn ) radio est influencé de manière à ce que moins d'énergie soit absorbée.


     
    12. Elément ( 10 ) de ligne pour un système de signalisation de danger, notamment pour la mise en oeuvre d'un procédé suivant l'une des revendications 1 à 10, dans lequel l'élément ( 10 ) de ligne peut être relié à une centrale ( 1 ) du système de signalisation de danger par une ligne ( 2 ) de signalisation et comprend une unité ( G1...Gn ) radio, qui peut communiquer avec des signaliseurs ( 3 ) radio par une liaison ( 4 ) radio,
    caractérisé en ce que
    l'élément ( 10 ) de ligne est tel que la tension sur la ligne ( 2 ) de signalisation est déterminée et que pour une tension si basse, que l'on peut redouter une panne du système de signalisation de danger, l'unité ( G1...Gn ) radio est commandée de façon à ralentir ou à suspendre la communication avec les signaliseurs ( 3 ) radio.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente