(19)
(11) EP 1 388 914 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
11.02.2004  Patentblatt  2004/07

(21) Anmeldenummer: 03018018.6

(22) Anmeldetag:  07.08.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01R 13/73, H01R 27/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 08.08.2002 DE 10236398

(71) Anmelder: Wieland Electric GmbH
96052 Bamberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Ziegmann, Michael, Dipl.-Ing.
    96052 Bamberg (DE)
  • Hohmann, Wolfram, Dipl.-Ing.
    96049 Bamberg (DE)

(74) Vertreter: Tergau & Pohl Patentanwälte 
Mögeldorfer Hauptstrasse 51
90482 Nürnberg
90482 Nürnberg (DE)

   


(54) Anschlusssystem


(57) Die Erfindung betrifft einen mehrpoliges elektrisches Anschlusssystem für ein elektrisches Gerät, insbesondere für eine Leuchte. Um einen besonders einfachen und schnellen Anschluss eines elektrischen Gerätes, insbesondere einer Leuchte, an eine elektrische Versorgungsleitung zu ermöglichen, wird ein Anschlusssystem vorgeschlagen, das einen ersten Leiteranschluss zum Anschliessen einer Versorgungsleitung, einen zweiten Leiteranschluss zum Anschliessen einer Anschlussleitung, eine Anzahl von Montageelementen (13) zur Halterung des Steckerunterteils (2) an einer Montagefläche (3) des elektrischen Gerätes, sowie einen dritten Leiteranschluss mit einer Anzahl von Steckerelementen (31) zur Ausbildung einer elektrischen Verbindung mit einem Steckeroberteil (1) zum Anschliessen einer Versorgungsleitung, und eine Anzahl von Verbindungselementen (30, 32) zur Ausbildung einer mechanischen Verbindung mit einem Steckeroberteil (1) umfasst.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen mehrpoliges elektrisches Anschlusssystem für ein elektrisches Gerät, insbesondere für eine Leuchte.

[0002] Elektrische Leuchten sind üblicherweise über Anschluss- oder Abzweigleitungen mit einer externen Versorgungsleitung verbunden. Die Anschlussleitung ist dabei über einen mehrpoligen elektrischen Anschlussverbinder an die Versorgungsleitung angeschlossen. Der Anschluss der Abzweigleitung an die Leuchte erfolgt üblicherweise dadurch, dass die externen Leitungen in einem ersten Arbeitsgang durch die Gehäusewand des Leuchtengehäuses hindurchgeführt werden müssen und die Leitungsenden der Anschlussleitung bzw. deren Leiterendhülsen vor Ort an die sich im Inneren des Gehäuses befindende Anschlussklemme angeschlossen werden. In der Praxis bedeutet dies, dass das Anschliessen der Abzweigleitung an die Leuchte einen hohen manuellen Aufwand erfordert.

[0003] Die deutsche Offenlegungsschrift DE 100 11 613 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Montage und zum elektrischen Anschluß von Leuchten. Dabei ist neben dem eigentlichen Leuchtenkörper eine Anschlußbox zum Anschluß der elektrischen Energieversorgung vorgesehen, wobei Leuchtenkörper und Anschlußbox jeweils zumindest ein zueinander komplementäres elektrisches Verbindungselement umfassen und über eine Rastverbindung lösbar miteinander verbunden sind.

[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen besonders einfachen und schnellen Anschluss eines elektrischen Gerätes, insbesondere einer Leuchte, an eine elektrische Versorgungsleitung zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird durch ein Anschlusssystem nach Anspruch 1 gelöst.

[0005] Das erfindungsgemäße Anschlusssystem weist ein mit dem elektrischen Gerät verbundenes Steckerunterteil auf, das einen ersten Leiteranschluss zum Anschliessen einer Versorgungsleitung, einen zweiten Leiteranschluss zum Anschliessen einer Anschlussleitung, eine Anzahl von Montageelementen zur Halterung des Steckerunterteils an einer Montagefläche des elektrischen Gerätes, sowie einen dritten Leiteranschluss mit einer Anzahl von Steckerelementen zur Ausbildung einer elektrischen Verbindung mit einem Steckeroberteil zum Anschliessen einer Versorgungsleitung, und eine Anzahl von Verbindungs elementen zur Ausbildung einer mechanischen Verbindung mit einem Steckeroberteil umfasst.

[0006] Diesem Anschlusskonzept liegt die Überlegung zugrunde, ein elektrisches Gerät mit einer Anschlussvorrichtung in Form eines Steckerunterteils zu versehen, welche es erlaubt, zum Anschluss des Gerätes an eine elektrische Versorgungsleitung sowohl eine konventionelle Verdrahtung als auch eine moderne Steckverbindung vorzusehen.

[0007] Für den Fall, dass das Gerätes mittels einer konventionellen Anschlusstechnik an die Versorgungsleitung angeschlossen werden soll, ist ein erster Leiteranschluss vorgesehen, der eine eingehende Versorgungsleitung aufnimmt. Mit diesem ersten Leiteranschluss intern verdrahtet ist ein zweiter Leiteranschluss, an den eine Anschlussleitung zur Verbindung des Steckerunterteils mit dem elektrischen Verbraucher, beispielsweise ein Leuchtmittel, angeschlossen werden kann.

[0008] Für den Fall, dass jedoch zum Anschliessen des elektrischen Gerätes keine herkömmliche Anschlusstechnik verwendet werden soll, ist ein weiterer Leiteranschluss zum Anschliessen einer Versorgungsleitung vorgesehen. Mit Hilfe dieses dritten Leiteranschlusses ist es möglich, das Steckerunterteil durch einfaches Aufstecken mit einem Steckeroberteil elektrisch zu verbinden, welches an eine Versorgungsleitung angeschlossen ist. Für diesen Fall weist das Steckerunterteil Verbindungselemente zur mechanischen Verbindung mit dem Steckeroberteil auf. Auch dieser dritte Leiteranschluss ist intern mit dem zweiten Leiteranschluss verdrahtet, so dass eine elektrische Verbindung dann zwischen der Versorgungsleitung und dem elektrischen Verbraucher sichergestellt wird.

[0009] Nach der Lehre des Anspruchs 2 umfasst der erste und/oder der zweite Leiteranschluss vorzugsweise Steckerelemente. Damit ist ein besonders schneller und, insbesondere bei Verwendung eines verstecksicheren Steckersystems, fehlerfreier Anschluss der Versorgungsleitung gewährleistet.

[0010] Der Anschluss der Versorgungsleitung bzw. der Anschlussleitung am Steckerunterteil kann jedoch auch durch herkömmliche Kontakte hergestellt werden (Anspruch 3). Erfolgt das Anschliessen der zum elektrischen Verbraucher führenden Anschlussleitung an das Steckerunterteil durch einen Klemmkontakt, so handelt es sich dabei beispielsweise um Federklemmen oder Schneidklemmen. Durch den Einsatz derartiger Klemmkontakte lässt sich auch das Anschliessen der Anschlussleitung einfach und dennoch sicher durchführen.

[0011] Das Steckerunterteil ist mit Hilfe von Montageelementen am elektrischen Gerät gehalten. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Fixierung des Steckerunterteils im Inneren des Gerätegehäuses erfolgt. Steckerelemente des Steckerunterteils sind dabei vorteilhafterweise in einer Gehäuseöffnung in der Gehäusewand des elektrischen Geräts derart angeordnet, dass sie für die Steckerelemente des Steckeroberteils frei zugänglich sind. Vorzugsweise sind die Montageelemente somit zur Fixierung des Steckerunterteils an einer Gehäusewand ausgebildet. Insbesondere ist die Verwendung von Rastelementen in Form von Rastnasen vorteilhaft derart, dass die Rastnasen als Montageelemente am Steckerunterteil in entsprechende Rastausnehmungen an der Gehäusewand einrasten (Anspruch 4).

[0012] Die Steckerelemente des dritten Leiteranschlusses sind vorzugsweise Steckerbuchsen (Anspruch 5), so dass ein entsprechendes Steckerelement am zumeist leichten und beweglichen Steckeroberteil einfach in das am Gerät fixierte Steckerunterteil eingeführt werden kann.

[0013] Zur Ausbildung einer zusätzlichen mechanischen Sicherung weisen Steckeroberteil und -unterteil Verbindungselemente auf. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird dabei eine Rastverbindung ausgebildet. Zu diesem Zweck ist am Steckerunterteil eine entsprechende Rastausnehmung (Anspruch 6) vorgesehen. Es sind jedoch auch andere Schnapp- oder Rastverbindungen denkbar. Selbstverständlich können zusätzlich oder alternativ auch andere mechanische Sicherungen, beispielsweise Schraubverbindungen, verwendet werden. Verläuft das Verbindungselement des Steckeroberteils in Steckerquerrichtung, so ist, insbesondere bei einer in Steckerlängsrichtung verlaufender Versorgungsleitung, eine besonders einfache und unauffällige Montage möglich.

[0014] Als zusätzliche mechanische Sicherung weist das Steckerunterteil in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung eine Aufnahmeöffnung auf (Anspruch 7). Diese dient zur Aufnahme eines entsprechenden Verbindungselements des Steckeroberteils und somit zur Ausbildung einer Sicherung sowie zur Ausbildung einer mechanischen Führung für das Verbinden von Steckerunterteil und Steckeroberteil.

[0015] Gemäß der Lehre des Anspruchs 8 ist das Steckerunterteil schließlich mit einem Steckeroberteil verbunden. Die Verbindung erfolgt durch eine Anzahl von Verbindungselementen (Anspruch 9). Wird vorteilhafterweise eine Rastverbindung ausgebildet, ist als Verbindungselement am Steckeroberteil ein Rasthaken (Anspruch 10) vorgesehen. Sollen andere Verbindungen ausgebidlet werden, können entsprechend auch Schnapp-, Rast- oder Schraubelemente verwendet werden. Als zusätzliche mechanische Sicherung weist das Steckeroberteil in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung einen in Montagerichtung laufenden Führungsstift auf (Anspruch 11), der in einer entsprechenden Aufnahmeöffnung des Steckerunterteils in Montageendposition einen Presssitz ausbildet. Der Führungsstift dient dabei sowohl der Führung des Steckver-binderoberteils während der Montage als auch der Ausbildung einer sicheren mechanischen Verbindung in Montageendposition. Die mechanische Verbindung zwischen Steckeroberteil und -unterteil kann dabei lösbar oder unlösbar ausgestaltet sein. Bei einer unlösbaren Verbindung vereinfacht sich der mechanische Aufbau des Anschlusssystems, da keinerlei Öffnungsmechanismen vorgesehen werden müssen.

[0016] Im einfachsten Fall besteht das Steckeroberteil aus einer einfachen Abdeckung, die die Steckerelemente des dritten Leiteranschlusses des Steckerunterteils nach aussen hin abschliessen (Anspruch 12). Eine solche Abdeckung ist vorteilhafterweise immer dann vorhanden, wenn das elektrische Gerät über den ersten Leiteranschluss mit einer Versorgungsleitung verbunden werden soll, da in diesem Fall der dritte Leiteranschluss nicht verwendet werden muss. Wird, wie in Anspruch 13 vorgeschlagen, jedoch ein Steckeroberteil verwendet, dass selbst einen weiteren Leiteranschluss aufweist, so ist eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung verwirklicht. Danach ist es möglich, ein räumlich von dem anzuschliessenden elektrischen Gerät getrenntes Anschlussmodul in Form eines Steckeroberteils zur Verfügung zu stellen. Dieses Steckeroberteil kann somit unabhängig vom elektrischen Gerät bereits im Vorfeld der Installation an die Versorgungsleitung angeschlossen werden. Gleiches gilt für das im Gerät vorgesehene Steckerunterteil. Auch dieses kann bereits vor der eigentlichen Installation an die geräteinterne Anschlussleitung angeschlossen werden. Zum Anschliessen des elektrischen Gerätes an die Versorgungsleitung muss dann das Steckeroberteil lediglich in das Steckerunterteil eingeschoben werden. Mit dem Einschieben wird die elektrische Verbindung zwischen Steckeroberteil und Steckerunterteil und damit zwischen Versorgungsleitung und Anschlussleitung hergestellt. Zugleich wird Steckverbinderoberteil und Steckerunterteil mechanisch miteinander verbunden, so dass eine sichere Kontaktierung gewährleistet ist.

[0017] Ein wesentlicher Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass das elektrische Gerät zum Anschliessen an eine Versorgungsleitung nicht mehr geöffnet werden muss. Beschädigungen o.ä. werden auf diese Weise von vornherein wirksam vermieden. Der manuelle Aufwand beim Anschliessen des elektrischen Gerätes ist äußerst gering. Insbesondere ist es bei dem Anschliessen von Leuchten vorteilhaft, dass keine aufwendige Überkopf-Montage erforderlich ist, bei der das Gewicht der Leuchte während des gesamten Zeitraums des Anschliessens getragen werden muss. Stattdessen kann das bereits vorkonfektionierte Steckeroberteil einfach und schnell in das am anzuschliessenden Gerät vorhandene Steckerunterteil eingesteckt werden. Durch das erfindungsgemäße Einsteck-Prinzip des Steckeroberteils in ein Steckerunterteil wird eine besonders einfache und äußerst schnelle Installation gewährleistet. Aufgrund dieser Vorteile ist eine erhebliche Verminderung der Montagekosten möglich.

[0018] Das Steckeroberteil ist vorteilhafterweise derart ausgebildet, dass der vierte Leiteranschluss den Anschluss der Versorgungsleitung in Steckerlängsrichtung ermöglicht. Dadurch wird eine äußerst geringe Bauhöhe des Anschlusssystems erreicht. Es ist daher insbesondere für eine Verwendung in engen Montageräumen bzw. für eine möglichst unauffällige Montage, beispielsweise an Decken geeignet.

[0019] Zum Anschliessen der Versorgungsleitung weist der vierte Leiteranschluss des Steckeroberteils vorzugsweise Steckkontakte auf (Anspruch 14). Hierdurch wird eine besonders einfache, schnelle und dennoch sichere Verdrahtung ermöglicht. Vorzugsweise wird dazu ein Steckersystem verwendet, das ein verwechselungsfreies Anschliessen sicherstellt. Der Leiteranschluss kann dabei einen einfachen Steckverbinder (Anspruch 15) bzw. einen Steckverteiler (Anspruch 16) umfassen, so dass die Versorgungsleitung sowohl als einfache Anschlussleitung und als Abzweigleitung, beispielsweise bei einem Leuchtenband, angeschlossen werden kann.

[0020] Selbstverständlich kann die Versorgungleitung am Steckeroberteil auch auf konventionelle Art und Weise angeschlossen werden. Hierzu weist der Leiteranschluss Klemm- und/oder Schraubkontakte auf (Anspruch 17). Besonders unkompliziert erfolgt der Anschluss der Versorgungsleitung, wenn Schneid-Klemm-Kontakte eingesetzt werden (Anspruch 18). Die einzelnen Leiter der Versorgungsleitung können dann ohne vorherige Abisolierung einfach in die entsprechenden Schneidklemmen eingedrückt werden.

[0021] Steckeroberteil und -unterteil weisen jeweils mindestens ein, vorzugsweise jedoch mehrere Steckerelemente zur Ausbildung der elektrischen Verbindung zwischen Steckeroberteil und -unterteil auf. Ist am Steckerunterteil eine Steckerbuchse vorgesehen, weist das Steckeroberteil als Steckerelement einen entsprechenden Steckerstift auf (Anspruch 19). Verläuft der Steckerstift in Steckerquerrichtung, so ist, insbesondere bei einer in Steckerlängsrichtung verlaufender Versorgungsleitung, eine besonders einfache und unauffällige Montage möglich.

[0022] Nach der Lehre des Anspruchs 20 ist es darüber hinaus von Vorteil, wenn am Steckeroberteil eine Abdeckung vorgesehen ist, so dass sich am Steckeroberteil eine Art Gehäuse ergibt. Die Abdeckung dient zum einen als Schutz vor Umgebungseinflüssen. Zum anderen dient die Abdeckung als Zugentlastung, da sie die durch eine Leitungsöffnung in das Gehäuse geführte Versorgungsleitung im geschlossenen Zustand fixiert.

[0023] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird auch durch ein Steckerunterteil nach Anspruch 21 bzw. ein Steckeroberteil nach Anspruch 22 sowie durch die Verwendung eines Steckerunterteils nach Anspruch 23 bzw. die Verwendung eines Steckeroberteils nach Anspruch 24 gelöst.

[0024] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

[0025] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von drei Ausführungsbeispielen beschrieben, die anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
Fig. 1
eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform des Anschlusssystems mit einem Steckeroberteil mit Klemmanschlüssen,
Fig. 2
eine perspektivische Ansicht des Anschlusssystems aus Fig. 1,
Fig. 3
eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des Anschlusssystems mit einem Steckeroberteil mit Systemstecker,
Fig. 4
eine perspektivische Ansicht des Anschlusssystems aus Fig. 3,
Fig. 5
eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform des Anschlusssystems mit einem Steckeroberteil mit Klemmanschlüssen,
Fig. 6
eine perspektivische Ansicht des Steckerunterteils.


[0026] Fig. 1 zeigt ein dreipoliges elektrisches Steckeroberteil 1 nach Art einer Anschlussdose und ein entsprechendes Steckerunterteil 2, das an der Innenseite 3 einer Gehäusewand 4 einer Leuchte befestigt ist. Zur Herstellung der elektrischen Verbindung wird das Steckeroberteil 1 in Montagerichtung 5 auf das Steckerunterteil 2 hin geführt, bis in der Montageendposition der elektrische Kontakt zwischen Steckeroberteil 1 und -unterteil 2 sowie eine mechanische Fixierung beider Teile ausgebildet ist.

[0027] Das Steckeroberteil 1 weist zwei in Bildebene hintereinander liegende Rasthaken 6 auf, die sich von der Unterseite 7 des Steckeroberteils 1 in Montagerichtung 5 erstrecken, wobei die Montagerichtung 5 im Ausführungsbeispiel der quer zur Steckerlängsrichtung 8 verlaufenden Steckerquerrichtung entspricht.

[0028] Ebenfalls in Montagerichtung 5 erstrecken sich aus der Unterseite 7 des Steckverbinderoberteils 1 drei elektrisch leitende Steckerstifte 9 in Form von Flachsteckern. Auch diese Steckerstifte 9 sind in Bildebene hintereinander angeordnet. Zusätzlich weist das Steckeroberteil 1 zwei sich ebenfalls in Montagerichtung 5 erstreckende Führungsstifte 10 auf. Die Führungsstifte 10 werden an einer Stiftseite jeweils von einem in Steckerquerrichtung verlaufenden Stützelement 11 abgestützt, wodurch eine höhere Stabilität der mechanischen Verbindung erreicht wird.

[0029] Das Steckerunterteil 2 weist an seinen beiden gegenüberliegenden Seitenflächen 12 Rastnasen 13 auf, die in Rastausnehmungen 14 der Gehäusewand 4 eingreifen. Zu diesem Zweck sind an der Gehäusewand 4 Haltezungen 15 ausgebogen, in denen die Rastausnehmungen 14 angeordnet sind. Zum Anschliessen der leuchteninternen Anschlussleitung an das Steckerunterteil 2 sind drei Klemmkontaktanschlüsse vorhanden. Die drei Leiter der Anschlussleitung werden somit jeweils in einem Klemmkontaktsystem kontaktiert. Dazu wird der jeweilige Leiter über die Anschlussbuchse 16 des Klemmkontakts in einen Klemmraum 17 geführt und dort über eine Klemmfeder gehalten. Mit Hilfe eines auf den Klemmkontakt wirkenden Schwenkhebel 18 kann der Leiter dann wieder gelöst werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel nicht verwendet werden die Steckerbuchsen 40 des ersten Leiteranschlusses des Steckerunterteils, die zum Anschluss einer alternativen Versorgungsleitung dienen können.

[0030] Fig. 2 zeigt das eben beschriebene Anschlusssystem in einer perspektivischen Seitenansicht. Dabei ist die mit einem Scharnier 19 an der Grundplatte 20 des Steckeroberteils 1 befestigte Abdeckung 21 geöffnet, so dass der Leiteranschluss zum Anschliessen der Versorgungsleitung 22 sichtbar wird. Die drei Leiter 23 der elektrischen Versorgungsleitung 22 werden dabei jeweils in einem auf der Grundplatte 20 angeordneten Klemmkontakt 24 kontaktiert. In der abgebildeten Anschlussposition liegen die Leiterenden noch lose in den Klemmkörpern 25 der Klemmkontakte 24 ein und werden dort erst durch das Schliessen der stempelartigen Klemmmittel 26 gesichert. Die in der Gehäusewand 4 der Leuchte angebrachte rechteckige Gehäuseöffnung 27 weist an einer Längsseitenkante 28 zwei nebeneinander angeordnete Ausnehmungen 29 zur Durchführung der Rasthaken 6 des Steckeroberteils 1 in die entsprechenden Rastausnehmungen 30 des Steckerunterteils 2 auf. Zwischen den drei Steckerbuchsen 31 zur Aufnahme der Flachsteckerstifte 9 sind zwei Aufnahmeöffnungen 32 für die Führungsstifte 10 angebracht.

[0031] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Anschlusssystems. Dabei ist das Steckerunterteil 2 zum ersten Ausführungsbeispiel identisch aufgebaut. Steckerelemente 9 und Verbindungselemente 6, 10 des Steckeroberteiles 1 sind gleichfalls mit denen des ersten Ausführungsbeispiels identisch. Anstelle des Klemmanschlusses der Versorgungsleitung 22 weist das Steckeroberteil 1 nun jedoch einen Steckverteiler 33 nach Art eines Durchgangssteckers auf, wie er insbesondere zum Anschluss einer Leuchte in einem Leuchtenband verwendet wird. Dazu wird am Steckverteiler 33 jeweils eine eingehende Versorgungsleitung sowie eine abgehende Versorgungsleitung an den dafür vorgesehenen Leiteranschlüssen 34 angeschlossen. Im vorliegenden Fall wird die eingehende Versorgungsleitung an Steckerbuchsen 35 und die abgehende Versorgungsleitung an Steckerstiften 36 des Steckverteilers 33 angeschlossen. Die abgehende Versorgungsleitung führt dann beispielsweise zu eine Steckverteiler einer benachbarten Leuchte in einem Leuchtenband, wo sie wiederum als eingehende Versorgungsleitung dient. Steckerbuchsen 35 sowie Steckstifte 36 sind dabei Teile eines Systemsteckers, der ein verwechselungsfreies Anschliessen sicherstellt. Das Steckeroberteil 1 weist ein Isoliergehäuse 37 auf. Am Isoliergehäuse 37 ist eine Abdeckplatte 38 mit Rastnasen 39 angebracht. In diese Rastnasen 39 ist jeweils ein Systemstecker einer Abgangs- bzw. Anschlussleitung einrastbar.

[0032] Fig. 4 zeigt das in Fig. 3 dargestellte Anschlusssystem in einer perspektivischen Seitenansicht.

[0033] Das in Fig. 5 gezeigte weitere Ausführungsbeispiel weist bei gleichem Steckerunterteil 2 ein Steckeroberteil 1 auf, bei welchem auf der den Stecker- und Führungsstiften 9,10 gegenüberliegenden Seite der Grundplatte 20 drei Schneidklemmen 41 angeordnet sind. Jede der Schneidklemmen 41 ist zur Aufnahme eines Leiters 23 der Versorgungsleitung 22 ausgebildet. Von der in Fig. 1 abgebildeten Ausführungsform unterscheidet sich diese Ausgestaltung unter anderem dadurch, dass die Versorgungsleitung 22 nach Art einer Durchgangsleitung angeschlossen ist. Mit anderen Worten erfolgt an den Schneidklemmen 41 lediglich ein Abgriff oder eine Abzweigung. Diese Ausführungsform ist daher insbesondere für Leuchtenbänder geeignet. Zur Umschliessung der Schneidklemmen und zur Bildung einer Art Gehäuse ist eine Abdeckung 42 mit zwei Leitungsöffnungen 43 vorgesehen. Grundplatte 20 und Abdeckung 42 weisen Montageelemente zur mechanischen Verriegelung, beispielsweise Rastelemente auf. Im geschlossenen Zustand wirkt die Abdeckung als Zugentlastung für die Versorgungsleitung, da dann die leitungsumhüllende Isolierung zwischen Grundplatte und Öffnungsrand klemmfixiert ist.

[0034] Fig. 6 zeigt schließlich ein Steckerunterteil 2 vor der Montage an einer Gehäusewand 4. Deutlich sind die aus der Gehäusewand 4 ausgebogenen Haltezungen 15 abgebildet, die Rastausnehmungen 14 zur Aufnahme der am Steckerunterteil 2 angebrachten Rastnasen 13 aufweisen.

[0035] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Teile für sich alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten Details als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.

Bezugszeichenliste



[0036] 
1
Steckeroberteil
2
Steckerunterteil
3
Innenseite
4
Gehäusewand
5
Montagerichtung
6
Rasthaken
7
Unterseite
8
Steckerlängsrichtung
9
Steckerstift
10
Führungsstift
11
Stützelement
12
Seitenfläche
13
Rastnase
14
Rastausnehmung
15
Haltezunge
16
Anschlussbuchse
17
Klemmraum
18
Schwenkhebel
19
Scharnier
20
Grundplatte
21
Abdeckung
22
Versorgungsleitung
23
Leiter
24
Klemmkontakt
25
Klemmkörper
26
Klemmmittel
27
Gehäuseöffnung
28
Seitenkante
29
Ausnehmung
30
Rastausnehmung
31
Steckerbuchse
32
Aufnahmeöffnung
33
Steckverteiler
34
Leiteranschluss
35
Steckerbuchse
36
Steckerstift
37
Isoliergehäuse
38
Abdeckplatte
39
Rastnase
40
Steckerbuchse
41
Klemmkontakt
42
Abdeckung
43
Leitungsöffnung



Ansprüche

1. Mehrpoliges elektrisches Anschlusssystem für ein elektrisches Gerät, insbesondere für eine Leuchte, mit einem mit dem elektrischen Gerät verbundenen Steckerunterteil (2), wobei das Steckerunterteil (2)

- einen ersten Leiteranschluss zum Anschliessen einer Versorgungsleitung,

- einen zweiten Leiteranschluss zum Anschliessen einer Anschlussleitung,

- eine Anzahl von Montageelementen (13) zur Halterung des Steckerunterteils (2) an einer Montagefläche (3) des elektrischen Gerätes, sowie

- einen dritten Leiteranschluss mit einer Anzahl von Steckerelementen (31) zur Ausbildung einer elektrischen Verbindung mit einem Steckeroberteil (1) zum Anschliessen einer Versorgungsleitung, und

- eine Anzahl von Verbindungselementen (30, 32) zur Ausbildung einer mechanischen Verbindung mit einem Steckeroberteil (1) umfasst.


 
2. Anschlusssystem nach Anspruch 1,
   dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Leiteranschluss und/oder der zweite Leiteranschluss Steckerelemente umfasst.
 
3. Anschlusssystem nach Anspruch 1 oder 2,
   dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Leiteranschluss und/oder der zweite Leiteranschluss Klemmkontakte und/oder Schraubkontakte umfasst.
 
4. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
   gekennzeichnet durch
wenigstens ein Montageelement (13) in Form einer Rastnase zur Ausbildung einer Rastverbindung mit einer an der Montagefläche (4) vorgesehenen Rastausnehmung (14).
 
5. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
   dadurch gekennzeichnet,
dass der dritte Leiteranschluss wenigstens eine Steckerbuchse umfasst.
 
6. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
   gekennzeichnet durch
wenigstens eine Rastausnehmung (30) als Verbindungselement zur Ausbildung einer Rastverbindung mit dem Steckeroberteil (1).
 
7. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
   gekennzeichnet durch
wenigstens eine Aufnahmeöffnung (32) als Verbindungselement zur Aufnahme wenigstens eines Führungsstiftes (10).
 
8. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
   gekennzeichnet durch
ein mit dem Steckerunterteil (2) verbundenes Steckeroberteil (1).
 
9. Anschlusssystem nach Anspruch 8,
   gekennzeichnet durch
eine Anzahl von Verbindungselementen zur Ausbildung einer mechanischen Verbindung mit dem Steckerunterteil (2).
 
10. Anschlusssystem nach Anspruch 9,
   gekennzeichnet durch
wenigstens einen Rasthaken (6) als Verbindungselement des Steckeroberteils (1) zur Ausbildung einer Rastverbindung mit dem Steckerunterteil (2).
 
11. Anschlusssystem nach Anspruch 9 oder 10,
   gekennzeichnet durch
einen Führungsstift (10) als Verbindungselement des Steckeroberteils (1) zur Ausbildung eines Presssitzes in dem Steckerunterteil (2).
 
12. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
   gekennzeichnet durch
eine flach mit der Montagefläche (4) abschliessende Abdeckung als Steckeroberteil.
 
13. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
   gekennzeichnet durch

- einen am Steckeroberteil (1) angeordneten vierten Leiteranschluss zum Anschliessen einer elektrischen Versorgungsleitung (22) an das Steckeroberteil (1) und

- eine Anzahl von Steckerelementen (9) am Steckeroberteil (1) zur Ausbildung einer elektrischen Verbindung mit dem Steckerunterteil (2).


 
14. Anschlusssystem nach Anspruch 13,
   dadurch gekennzeichnet,
dass der vierte Leiteranschluss Steckkontakte (34) umfasst.
 
15. Anschlusssystem nach Anspruch 13 oder 14,
   dadurch gekennzeichnet,
dass der vierte Leiteranschluss einen Steckverbinder zum Anschliessen einer Versorgungsleitung (22) mit Steckanschlüssen umfasst.
 
16. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
   dadurch gekennzeichnet,
dass der vierte Leiteranschluss einen Steckverteiler (33) zum Anschliessen einer eingehenden Versorgungsleitung und einer abgehenden Versorgungsleitung mit Steckanschlüssen umfasst.
 
17. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
   dadurch gekennzeichnet,
dass der vierte Leiteranschluss Klemmkontakte (24) und/oder Schraubkontakte umfasst.
 
18. Anschlusssystem nach Anspruch 17,
   dadurch gekennzeichnet,
dass der vierte Leiteranschluss Schneid-Klemm-Kontakte umfasst.
 
19. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 13 bis 18,
   gekennzeichnet durch
wenigstens einen Steckerstift (9) als Steckerelement des Steckeroberteils (1).
 
20. Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 13 bis 19,
   gekennzeichnet durch
eine am Steckeroberteil (1) angeordnete Abdeckung mit wenigstens einer Leiteröffnung als Zugentlastung.
 
21. Steckerunterteil (2) für ein Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 20.
 
22. Steckeroberteil (1) für ein Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 20.
 
23. Verwendung eines Steckerunterteils (2) für ein Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 20.
 
24. Verwendung eines Steckeroberteils (1) für ein Anschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 20.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht