(19)
(11) EP 1 389 601 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.08.2006  Patentblatt  2006/32

(21) Anmeldenummer: 02018334.9

(22) Anmeldetag:  14.08.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65H 19/18(2006.01)

(54)

Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Materialbahnen

Method and device for splicing material webs

Méthode et dispositif pour le raccordement de bandes


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.02.2004  Patentblatt  2004/08

(73) Patentinhaber: Hauni Maschinenbau Aktiengesellschaft
21033 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Hebels, Albert-Berend
    21037 Hamburg (DE)
  • Grothaus, Frank
    22763 Hamburg (DE)
  • Hartmann, Franz
    21502 Geesthacht (DE)
  • Collin, Jens
    22607 Hamburg (DE)

(74) Vertreter: Meier, Frank 
Eisenführ, Speiser & Partner Zippelhaus 5
20457 Hamburg
20457 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 1 532 203
DE-A- 10 012 000
DE-A- 1 532 204
US-A- 3 089 661
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verbinden von einer ablaufenden mit einer zulaufenden neuen Materialbahn mittels Rändeln, insbesondere von von Bobinen ablaufenden Papierbahnen der tabakverarbeitenden Industrie, wobei die zu verbindenden Bahnen mit etwa synchroner Geschwindigkeit und etwa parallel zueinander bewegt und zwischen einer drehbaren Rändelfläche und einer drehbaren Gegenfläche miteinander verbunden werden.

    [0002] Bei den Materialbahnen kann es sich bspw. um Tabakartikelumhüllungsstreifen, wie etwa Zigarettenpapierstreifen, handeln. Unter Rändeln wird hier das Verbinden von Materialbahnen durch Zusammenpressen verstanden, wobei auch eine Verspleißung, Verfalzung oder Prägung der Materialbahnen stattfinden kann.

    [0003] Verfahren und Vorrichtungen zum Rändeln von Materialbahnen sind aus dem Stand der Technik entsprechend den Druckschriften DE 693 00 282, die DE-GM 1995 937, DE-OS 1532 203 und DE-OS 1 532 204 der Anmelderin bekannt. Die US 3,089,661 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, bei dem eine ablaufende Materialbahn mit einer neuen Materialbahn verbunden wird, indem die neue Materialbahn auf die Geschwindigkeit der ablaufenden Materialbahn unter Berücksichtigung der Masse der neuen Materialbahn und der Zugfestigkeit der neuen Materialbahn beschleunigt und mittels zweier drehbarer, neben den Materialbahnen gegenüberliegend angeordneter Spleißnocken miteinander verbunden werden, wobei die Nocken zum Spleißen mit einer Geschwindigkeit synchron zu den zu verbindenden Materialbahnen einmal um ihre Rotationsachse rotiert werden. Anschließend werden der Vorspann der neuen Bahn und der Überrest der alten Bahn mit in Reaktion auf die Bewegung der Nocken aktivierten Messern abgetrennt.

    [0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, solche Verfahren und Vorrichtungen zu verbessern.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst.

    [0006] Die eingangs genannten Bahnen werden zumeist von Bobinen abgezogen, auf denen sie aufgewickelt sind. Bei der maschinellen Verarbeitung der Bahnen tritt bei einem drohenden Leerlaufen einer Bobine das Problem auf, die ablaufende Bahn mit einer Bahn einer neuen Bobine verbinden zu müssen. Um die Verarbeitung nicht zu stoppen, sollte dies bei laufenden Bahnen geschehen, wenn man ohne Speicher arbeiten will. Die Bahnen müssen daher zumindest für eine gewisse Zeit möglichst synchron und parallel zueinander laufen, um sie miteinander durch Rändeln verbinden zu können, d.h. die zulaufende neue Bahn muss zumindest in etwa auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit der ablaufenden Bahn aufweisen. Um die Materialbahnen dann mittels Rändeln verbinden zu können, ist es vor allem notwendig, eine Rändelfläche der zum Rändeln verwendeten Vorrichtung möglichst synchron zur Bahngeschwindigkeit zu bewegen. Hierzu muss die Rändelfläche auf die Bahngeschwindigkeit der beiden Bahnen beschleunigt werden.

    [0007] Die Erfindung realisiert dies vorteilhaft dadurch, dass die Beschleunigung der Rändelfläche auf eine zur Bahngeschwindigkeit synchrone Geschwindigkeit nach einer Ausholbewegung der Rändelfläche in zur Bewegungsrichtung der Rändelfläche während der Rändelung entgegengesetzten Richtung vorgenommen wird. Aus dieser Ausholbewegung mit einem maximal möglichen Beschleunigungsweg kann die Rändelfläche dann innerhalb dieser Wegstrecke von ca. 300°, also nicht einmal einer vollen Umdrehung, auf die Bahngeschwindigkeit beschleunigt werden. Dabei kann die Ansteuerung unter Berücksichtigung der Masseträgheit erfolgen. Dank der Erfindung steht somit mehr Wegstrecke zur Beschleunigung zur Verfügung als ohne die Ausholbewegung, ohne das die Rändelfläche zur Erzielung der heute üblichen Bahngeschwindigkeiten über mehrere Umdrehungen vorbeschleunigt werden müsste.

    [0008] Bevorzugt ist es, wenn die Geschwindigkeit der Bewegung der Rändelfläche über der Zeit, die Beschleunigung der Bewegung der Rändelfläche über der Zeit und/oder die Position der Rändelfläche über der Zeit einen im wesentlichen durch eine Sinusfunktion darstellbaren Verlauf aufweist. Die Funktion kann bspw auf den ersten beiden ungeraden Oberwellen einer Sinuswelle basieren. Durch einen solchen harmonischen Verlauf wird die Masseträgheit bei der Beschleunigung der Rändelfläche besonders berücksichtigt.

    [0009] Zur Ansteuerung des Rändelsegments kann eine Kurvensteuerung verwendet werden, die sich von einem Sinus ableitet. Dabei wird die Masse aus einem stabilen Ruhezustand unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Weges optimal auf eine hohe Umfangsgeschwindigkeit beschleunigt. Beim Verbinden der Bahnen sollte diese Masse ohne Schwingungen synchron zur Bahngeschwindigkeit bewegt werden und anschließend sollte sie ebenfalls unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Weges wieder in ihren Ruhezustand in eine bestimmte Position versetzt werden.

    [0010] Dazu sollte ein harmonisch verlaufendes Steuerungsverfahren verwendet werden, damit die Masse in der Lage ist, der Bewegung mechanisch folgen zu können, ohne übermäßig beansprucht zu werden. Hierzu kann eine Steuerkurve verwendet werden, die sich aus einem Sinus mit den beiden ersten höheren ungeraden Harmonischen im Bereich von - π/2 bis + π/2 ableitet. Die Formel für die Steuerkurve s ist: s = a · sin(t) + b · sin(3t) + c · sin (5t), wobei t die Zeit ist und a, b, c Konstanten sind.

    [0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Rändelfläche wie folgt bewegt: aus einer bestimmten Ausgangsposition heraus zunächst eine Ausholbewegung in zur Bewegungsrichtung der Rändelfläche während der Rändelung entgegengesetzten Richtung, an einer bestimmten ersten Umkehrposition Umkehr der Bewegungsrichtung zur Beschleunigung auf synchrone Geschwindigkeit innerhalb von weniger als einer vollen Umdrehung, zumindest an dem bestimmten Punkt des Weges der Bahnen Bewegung mit der synchronen Geschwindigkeit zum Rändeln der Bahnen, dann Verringerung der Geschwindigkeit innerhalb von weniger als einer vollen Umdrehung und an einer bestimmten zweiten Umkehrposition Umkehr der Bewegungsrichtung, schließlich Bewegung in eine bestimmte Endposition. Dabei wird bevorzugt als Ausgangsposition und/oder Endposition eine Position maximalen Abstands der Rändelfläche zu den Bahnen gewählt wird. Auf diese Wiese besteht vorteilhaft ein maximaler Sicherheitsabstand zu den Bahnen.

    [0012] Weiter bevorzugt ist es, wenn als erste Umkehrposition und/oder zweite Umkehrposition eine Position minimalen Abstands der Rändelfläche zu den Bahnen gewählt wird ohne dass die Bahnen von der Rändelfläche berührt werden. Somit steht ein maximaler Weg zur Beschleunigung und Abbremsung der Rändelfläche zur Verfügung, während gleichzeitig sichergestellt ist, dass die Rändelfläche die Bahn nur während der Verbindungsphase berührt.

    [0013] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es bevorzugt, wenn sich die Rändelfläche auf einem um eine erste Rotationsachse rotierbar gelagerten Segment befindet. Hierdurch kann die Rändelfläche auf unkomplizierte Art zum Rändeln mit einer Gegenfläche zusammenwirken. Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist dabei die erste Rotationsachse derart angeordnet ist, dass das Segment beim Rotieren in Wirkverbindung mit der Gegenfläche tritt, die so angeordnet ist, dass die zum Rändeln zwischen Rändelfläche und Gegenfläche hindurchgeführten Bahnen bei Berührung von Rändelfläche und Gegenfläche gerändelt werden.

    [0014] Bevorzugt befindet sich die Gegenfläche auf einer Oberfläche einer um eine zweite Rotationsachse rotierbar gelagerten Gegenwalze. Die Gegenwalze sollte vor dem Rändeln auf Synchrongeschwindigkeit mit den Bahnen beschleunigt werden.

    [0015] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschreiben.

    [0016] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die begleitende Zeichnung näher beschrieben. Die Zeichnung zeigt in
    Fig. 1
    eine Ausführungsform der Erfindung;
    Fig. 2
    den Bewegungsablauf des Segmentes der Fig. 1; und
    Fig. 3
    einen Graphik, der den zeitlichen Verlauf der Position, der Beschleunigung und der Geschwindigkeit darstellt.


    [0017] Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung. Bei dieser wird eine erste Bahn 2, z.B. ein Zigarettenpapierstreifen, von einer von einem Motor M1 angetriebenen Bobine 4 über zwei Walzen 6 und 8 in Richtung einer weiteren Verarbeitung gemäß Pfeil 10 abgezogen. Wenn die Bobine 4 droht leer zulaufen, wird eine neue Bahn 18 von einer neuen Bobine 19 über eine Walze 20 von einem von einem Motor M2 angetriebenen Walzenpaar 12 mit Walzen 14 und 16 abgezogen. Die Bobine 19 wird von einem Motor M3 angetrieben.

    [0018] Die Walze 20 und das Walzenpaar 12 sind so angeordnet, dass die beiden Bahnen 2 und 18 zwischen den Walzen 20 und 8 gemäß Pfeil 22 parallel verlaufen. In diesem Bereich befinden sich auf beiden Seiten der parallel verlaufenden Bahnen 2 und 18 Walzen 24 bzw. 26. Beide Walzen 24 bzw. 26 werden unabhängig voneinander von Motoren M4 bzw. M6 angetrieben. Die Walze 24 rotiert um eine Rotationsachse 25. Die Walze 26 rotiert um eine Rotationsachse 35 und trägt auf ihrer Umfangsoberfläche 30 ein Segment 32 dessen Außenoberfläche eine Rändelfläche 34 bildet. Die Umfangsoberfläche 28 der Walze 24 dient als Gegenfläche zu der Rändelfläche 34 während des Rändelns.

    [0019] Alle Motoren M1, M2, M3, M4 und M6 werden von einer nicht dargestellten Steuerung gesteuert.

    [0020] Bevor die Bobine 4 gänzlich leer ist, muss die neue Bahn 18 mit der alten Bahn 2 verbunden werden. Dies geschieht hier durch Rändeln. Zum Rändeln der beiden Bahnen 2 und 18 werden die zu verbindenden Bahnen 2 und 18 zwischen den Walzen 20 und 8 mit synchroner Geschwindigkeit und parallel zueinander bewegt. Hierzu wird die neue Bahn 18 von dem Walzenpaar 12 auf die Geschwindigkeit der Bahn 2 beschleunigt. Weiterhin wird die Walze 24 von dem Motor M4 auf die Geschwindigkeit der Bahn 2 beschleunigt. Zum Rändeln muss auch die Rändelfläche 34 auf die Geschwindigkeit der Bahn 2 beschleunigt werden.

    [0021] Dies wird anhand der Fig. 2 wie folgt genauer beschrieben. In der Fig. 2 sind einzelne markante Zwischenpositionen der Walze 26 bzw. des Segmentes 32 mit der Rändelfläche 34 mit den Buchstaben a bis h bezeichnet. Die Rändelfläche 34 wird nach einer Ausholbewegung der Rändelfläche 34 in zur Bewegungsrichtung 22 der Rändelfläche 34 während der Rändelung entgegengesetzten Richtung auf die vorgenannte Geschwindigkeit der Bahn 2 beschleunigt.

    [0022] Gemäß Fig. 2 befindet sich befindet sich das Segment 32 im Ruhezustand in 6 Uhr Stellung (Bild a). Dies ermöglicht einen maximalen Spalt 36 zum Einfädeln der beiden Bahnen 2 und 18 zwischen den beiden Walzen 24 und 26.

    [0023] Zum Verbinden wird das Segment 32 zunächst entgegen der Bahnlaufrichtung 22 gemäß Pfeil 38 bis auf 10 Uhr gefahren (Bild b). Dann wird die Bewegungsrichtung des Segmentes 32 umgekehrt und die Beschleunigung des Segmentes 32 auf Bahngeschwindigkeit in Bahnlaufrichtung 22 gemäß den Pfeilen 40 und 42 (Bilder c und d) eingeleitet. Dazu stehen jetzt ca. 300 Winkelgrad zur Verfügung. Beim Auftreffen der Rändelfläche 34 auf die Gegenfläche 28 (Bild e) ist die Geschwindigkeit der Rändelfläche 34 synchron zur Bahngeschwindigkeit bis die Rändelfläche 34 die Gegenfläche 28 wieder verlässt. Anschließend wird die Verzögerungsphase (Bild f) eingeleitet, wofür jetzt ebenfalls ca. 300° zur Verfügung stehen. Das Segment 32 steht im abgebremsten Endzustand in der 2 Uhr Position (Bild g). Von hier aus wird das Segment 32 gemäß Pfeil 46 entgegen der Bahnlaufrichtung 22 wieder auf die 6 Uhr Position gefahren (Bild h).

    [0024] Der durch die Steuerung kontrollierte harmonische zeitliche Verlauf der Position bzw. des Weges S, der Beschleunigung a und der Geschwindigkeit v der Rändelfläche 34 ist in Fig. 3 mit den entsprechenden Positionen der Walzen 24, 26 dargestellt. Dieser Verlauf basiert auf einer Sinuswelle mit den beiden ersten ungeraden Oberwellen. Zur Ansteuerung des Rändelsegmentes 32 wird eine Kurvensteuerung verwendet, die sich von einem Sinus ableitet. Diese Art der Ansteuerung berücksichtigt die Masseträgheit des zu beschleunigenden Rändelsegmentes, so dass dieses besonders verschleißarm und geräuscharm arbeitet. Die Masse des Rändelsegmentes 32 wird aus einem stabilen Ruhezustand unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Weges optimal auf eine hohe, den heutigen Bahngeschwindigkeiten entsprechende, Umfangsgeschwindigkeit beschleunigt. Beim Verbinden der Bahnen wird diese Masse ohne Schwingungen synchron zur Bahngeschwindigkeit bewegt. Anschließend wird sie ebenfalls unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Weges wieder in ihren Ruhezustand in eine bestimmte Position gebracht. Dazu wird ein Steuerungsverfahren eingesetzt, das harmonisch verläuft und damit die Masse derartig anregt; dass diese in der Lage ist, der Bewegung mechanisch folgen zu können. Hierzu wird eine Steuerkurve verwendet, die sich aus einem Sinus und den beiden ersten höheren ungeraden Harmonischen im Bereich - π/2 bis + π/2 ableitet, so dass die Steuerkurve s durch die Gleichung s = a ·sin(t) + b · sin(3t) + c · sin(5t), beschrieben werden kann, wobei t die Zeit ist und a, b, c Konstanten sind. Daraus ergibt sich dann für die Geschwindigkeit: v = Δs/Δt und für die Beschleunigung: a = Δv/Δt.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Verbinden von einer ablaufenden (2) mit einer zulaufenden neuen Materialbahn (18) mittels Rändeln, insbesondere von Bobinen (4, 19) ablaufenden Papierbahnen (2, 18) der tabakverarbeitenden Industrie, wobei die zu verbindenden Bahnen (2, 18) mit etwa synchroner Geschwindigkeit (v) und etwa parallel zueinander bewegt und zwischen einer drehbaren Rändelfläche (34) und einer drehbaren Gegenfläche (28) miteinander verbunden werden,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Rändelfläche (34) nach einer Ausholbewegung in zur Bewegungsrichtung (22) während der Rändelung entgegengesetzten Richtung (38) auf die vorgenannte Geschwindigkeit (v) zur Durchführung der Rändelung beschleunigt wird.
     
    2. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
    wobei die Geschwindigkeit (v) der Bewegung der Rändelfläche (34) über der Zeit, die Beschleunigung (a) der Bewegung der Rändelfläche (34) über der Zeit und/oder die Position (s) der Rändelfläche (34) über der Zeit einen im wesentlichen durch eine Sinusfunktion darstellbaren harmonischen Verlauf aufweist.
     
    3. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
    wobei der Verlauf der Position (s) durch die Gleichung s ≈a · sin(t) + b · sin(3t) + c · sin(5t) beschrieben wird, wobei t die Zeit ist und a, b, c Konstanten sind.
     
    4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    wobei die Rändelfläche (34) aus der Ausholbewegung innerhalb einer Wegstrecke von weniger als einer vollen Umdrehung auf die Geschwindigkeit (v) beschleunigt wird.
     
    5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    wobei die Rändelfläche (34) auf einer Kreisbahn bewegt wird.
     
    6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    wobei die Rändelfläche (34) derart bewegt wird, dass sie zum Rändeln während ihrer etwa synchron zu den Bahnen (2, 18) verlaufenden Bewegung auf die Gegenfläche (28) trifft, wodurch Bahnen (2, 18) zwischen der Rändelfläche (34) und der Gegenfläche (28) miteinander verbunden werden.
     
    7. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
    wobei die Gegenfläche (28) im wesentlichen unabhängig von der Rändelfläche (34) auf die Geschwindigkeit (v) der Bahnen (2, 18) beschleunigt wird.
     
    8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    wobei die Rändelfläche (34) wie folgt bewegt wird: aus einer bestimmten Ausgangsposition (a) heraus Bewegung in zur Bewegungsrichtung (22) der Rändelfläche (34) während der Rändelung entgegengesetzten Richtung (38), an einer bestimmten ersten Umkehrposition (b) Umkehr der Bewegungsrichtung zur Beschleunigung (a) auf synchrone Geschwindigkeit (v), zumindest an dem bestimmten Punkt (e) des Weges der Bahnen (2, 18) Bewegung mit der synchronen Geschwindigkeit (v) zum Rändeln der Bahnen (2, 18), Verringerung der Geschwindigkeit (v), an einer bestimmten zweiten Umkehrposition (g) Umkehr der Bewegungsrichtung, Bewegung in eine bestimmte Endposition (h).
     
    9. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
    wobei als Ausgangsposition (a) und/oder Endposition (h) eine Position maximalen Abstands der Rändelfläche (34) zu den Bahnen (2, 18) gewählt wird.
     
    10. Verfahren nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche,
    wobei als erste Umkehrposition (b) und/oder zweite Umkehrposition (g) eine Position minimalen Abstands der Rändelfläche (34) zu den Bahnen (2, 18) gewählt wird ohne dass die Bahnen (2, 18) von der Rändelfläche (34) berührt werden.
     
    11. Vorrichtung zum Verbinden von Materialbahnen (2, 18) der tabakverarbeitenden Industrie mittels Rändeln, aufweisend:

    eine zur Rändelung der zu verbindenden Bahnen (2, 18) dienende Rändelfläche (34),

    einen Antrieb (M6) zum Bewegen der Rändelfläche (34),

    eine Steuerung des Antriebes (M6), um die Bewegung der Rändelfläche (34) auf eine Bewegung der Bahnen (2, 18) derart abzustimmen, dass sich zum Rändeln der Bahnen (2, 18) diese und die Rändelfläche (34) zumindest an einem bestimmten Punkt (e) des Weges der Bahnen (2, 18) mit etwa synchroner Geschwindigkeit (v) und etwa parallel zueinander bewegen,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung derart ausgelegt ist, dass der Antrieb (M6) die Rändelfläche (34) erst nach einer Bewegung der Rändelfläche (34) in zur Bewegungsrichtung (22) der Rändelfläche (34) während der Rändelung entgegengesetzten Richtung (38) auf die vorgenannte Geschwindigkeit (v) beschleunigt.


     
    12. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch,
    wobei sich die Rändelfläche (34) auf einem um eine erste Rotationsachse (35) rotierbar gelagerten Segment (32) befindet.
     
    13. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch,
    wobei die erste Rotationsachse (35) derart angeordnet ist, dass das Segment (32) beim Rotieren in Wirkverbindung mit einer Gegenfläche (28) treten kann, die so angeordnet ist, dass die zum Rändeln zwischen Rändelfläche (34) und Gegenfläche (28) hindurchgeführten Bahnen (2, 18) bei Berührung von Rändelfläche (34) und Gegenfläche (28) gerändelt werden.
     
    14. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch,
    wobei die Gegenfläche (28) zumindest einen Teil einer Oberfläche (28) einer um eine zweite Rotationsachse (25) rotierbar gelagerten Gegenwalze (24) bildet.
     


    Claims

    1. A method of joining a running-out material web (2) to a new incoming material web (18) by means of knurling, in particular webs of paper (2, 18) which are running off reels (4, 19) in the tobacco-processing industry, wherein the webs (2, 18) to be joined are moved at a substantially synchronous speed (v) and in substantially mutually parallel relationship and are joined together between a rotatable knurling surface (34) and a rotatable counterpart surface (28),
    characterised in that after a preparatory backswing movement in a direction (38) opposite to the direction of movement (22) during the knurling operation the knurling surface (34) is accelerated to the above-stated speed (v) for carrying out the knurling operation.
     
    2. A method according to the preceding claim wherein the speed (v) of the movement of the knurling surface (34) in relation to time, the acceleration (a) of the movement of the knurling surface (34) in relation to time and/or the position (s) of the knurling surface (34) in relation to time is of a harmonic configuration which can be substantially represented by a sine function.
     
    3. A method according to the preceding claim wherein the configuration of the position (s) is described by the equation s ≈ a · sin(t) + b · sin(3t) + c · sin(5t), wherein t is time and a, b and c are constants.
     
    4. A method according to one of the preceding claims wherein the knurling surface (34) is accelerated to the speed (v) out of the preparatory backswing movement within a travel distance of less than a full revolution.
     
    5. A method according to one of the preceding claims wherein the knurling surface (34) is moved on a circular path.
     
    6. A method according to one of the preceding claims wherein the knurling surface (34) is moved in such a way that it encounters the counterpart surface (28) for the knurling operation during the movement of the knurling surface, which takes place substantially synchronously with respect to the webs (2, 18), whereby the webs (2, 18) are joined together between the knurling surface (34) and the counterpart surface (28).
     
    7. A method according to the preceding claim wherein the counterpart surface (28) is accelerated to the speed (v) of the webs (2, 18) substantially independently of the knurling surface (34).
     
    8. A method according to one of the preceding claims wherein the knurling surface (34) is moved as follows: out of a given starting position (a) movement in a direction (38) opposite to the direction of movement (22) of the knurling surface (34) during the knurling operation, at a given first reversal position (b) reversal of the direction of movement for acceleration (a) to the synchronous speed (v), at least at the given point (e) of the travel movement of the webs (2, 18) movement at the synchronous speed (v) for knurling of the webs (2, 18), reduction in the speed (v), at a given second reversal position (g) reversal of the direction of movement, and movement into a given end position (h).
     
    9. A method according to the preceding claim wherein a position of maximum spacing of the knurling surface (34) relative to the webs (2, 18) is selected as the starting position (a) and/or end position (h).
     
    10. A method according to one of the two preceding claims wherein a position of minimum spacing of the knurling surface (34) relative to the webs (2, 18) is selected as the first reversal position (b) and/or the second reversal position (g) without the webs (2, 18) being touched by the knurling surface (34).
     
    11. Apparatus for joining material webs (2, 18) in the tobacco-processing industry by means of knurling, comprising:

    a knurling surface (34) serving for knurling of the webs (2, 18) to be joined,

    a drive (M6) for moving the knurling surface (34),

    a control of the drive (M6) for matching the movement of the knurling surface (34) to a movement of the webs (2, 18) in such a way that for knurling the webs (2, 18) the webs and the knurling surface (34) are moved at least at a given point (e) of the travel movement of the webs (2, 18) at a substantially synchronous speed (v) and in substantially mutually parallel relationship,

    characterised in that the control is so designed that the drive (M6) accelerates the knurling surface (34) to the above-stated speed (v) only after a movement of the knurling surface (34) in a direction (38) opposite to the direction of movement (22) of the knurling surface (34) during the knurling operation.


     
    12. Apparatus according to the preceding claim wherein the knurling surface (34) is disposed on a segment (32) mounted rotatably about a first axis of rotation (35).
     
    13. Apparatus according to the preceding claim wherein the first axis of rotation (35) is so arranged that upon rotation the segment (32) can come into operative relationship with a counterpart surface (28) which is so arranged that the webs (2, 18) which for the knurling operation are passed through between the knurling surface (34) and the counterpart surface (28) are knurled upon contact of the knurling surface (34) and the counterpart surface (28).
     
    14. Apparatus according to the preceding claim wherein the counterpart surface (28) forms at least a part of a surface (28) of a counterpart roller (24) which is mounted rotatably about a second axis of rotation (25).
     


    Revendications

    1. Procédé permettant de joindre entre elles une bande de matériau sortante (2) et une bande de matériau entrante (18) par moletage, et en particulier des bandes de papier (2, 18) se déroulant de bobines (4, 19) dans l'industrie du tabac, les bandes devant être jointes (2, 18) se déplaçant l'une vers l'autre à vitesse sensiblement uniforme (v) et parallèlement l'une à l'autre et devant être jointes entre elles entre une surface de moletage tournante (34) et une surface opposée tournante (28),
    caractérisé en ce que la surface de moletage (34) est accélérée à la vitesse (v) susvisée afin d'effectuer le moletage, après avoir effectué un mouvement de recul dans le sens du déplacement (22) durant le moletage.
     
    2. Procédé selon la revendication précédente,
    l'évolution de la vitesse (v) du mouvement de la surface de moletage (34) dans le temps, de l'accélération (a) du mouvement de la surface de moletage (34) dans le temps et/ou de la position (s) de la surface de moletage (34) dans le temps pouvant essentiellement être représentée par une fonction harmonique sinusoïdale.
     
    3. Procédé selon la revendication précédente,
    l'évolution de la position (s) étant décrite par l'équation s ≈ a · sin(t) + b · sin(3t) + c · sin(5t), t représentant le temps et a, b et c étant des constantes.
     
    4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    la surface de moletage (34) étant accélérée à la vitesse (v) depuis le mouvement de recul, dans le contexte d'un trajet de moins d'une révolution complète.
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    la surface de moletage (34) se déplaçant sur une trajectoire circulaire.
     
    6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    la surface de moletage (34) étant déplacée de telle manière qu'elle rencontre la surface opposée (28) pour effectuer le moletage durant son déplacement synchrone aux bandes (2, 18), ce qui fait que lesdites bandes (2, 18) sont jointes entre elles entre la surface de moletage (34) et la surface opposée (28).
     
    7. Procédé selon la revendication précédente,
    la surface opposée (28) étant accélérée à la vitesse (v) des bandes (2, 18), de manière essentiellement indépendante de la surface de moletage (34).
     
    8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    la surface de moletage (34) étant déplacée comme suit: partant d'une position de départ donnée (a), déplacement dans le sens contraire (38) au déplacement de la surface moletage (34) durant le moletage, ensuite inversion du sens du déplacement jusqu'à une première position de retour donnée (b), afin de subir l'accélération (a) jusqu'à la vitesse synchrone (v), déplacement à la vitesse synchrone (v) pour le moletage des bandes (2, 18), du moins au point donné (e) du parcours des bandes (2, 18), réduction de la vitesse (v) et, à une seconde position de retour donnée (g), inversion du sens de déplacement et déplacement jusqu'à une position finale donnée (h).
     
    9. Procédé selon la revendication précédente,
    une position d'éloignement maximum entre la surface de moletage (34) et les bandes (2, 18) étant choisie pour position de départ (a).
     
    10. Procédé selon l'une des deux revendications précédentes,
    une position d'éloignement minimum entre la surface de moletage (34) et les bandes (2, 18) étant choisie, sans qu'il n'y ait contact entre les bandes (2, 18) et la surface de moletage (34).
     
    11. Dispositif permettant de joindre entre elles des bandes de matériau (2, 18) par moletage dans l'industrie du tabac, présentant:

    - une surface de moletage (34) assurant le moletage des bandes (2, 18) devant être jointes,

    - une propulsion (M6) assurant le déplacement de la surface de moletage (34),

    - une commande de la propulsion (M6) permettant d'accorder le déplacement de la surface de moletage (34) avec un déplacement des bandes (2, 18), de telle sorte que, pour le moletage des bandes (2, 18), ces dernières et la surface de moletage (34) se déplacent environ à la vitesse synchrone (v) et parallèlement l'une à l'autre, du moins à un point donné (e) de la trajectoire des Bandes (2, 18),

    caractérisé en ce que le système de commande est conçu de telle sorte que la propulsion (M6) de la surface de moletage (34) n'est accélérée à la vitesse susvisée (v) qu'après un déplacement de la surface de moletage (34) dans le sens opposé au sens du déplacement (22) de la surface de moletage (34) durant le moletage.
     
    12. Dispositif selon la revendication précédente,
    la surface de moletage (34) étant située sur un segment (32) installé de manière à pouvoir tourner autour d'un premier axe de rotation (35).
     
    13. Dispositif selon la revendication précédente,
    le premier axe de rotation (35) étant disposé de telle sorte que le segment (32) puisse entrer en interaction avec une surface opposée (28) lors de la rotation, ladite surface étant disposée de telle sorte que les bandes (2, 18) passant entre la surface de moletage (34) et la surface oppsosée (28) aux fins du moletage, sont moletées lorsque la surface de moletage (34) et la surface opposée (28) entrent en contact entre elles.
     
    14. Dispositif selon la revendication précédente,
    la surface opposée formant au moins une partie d'une surface (28) d'un tambour opposé (24) tournant autour d'un axe de rotation (25).
     




    Zeichnung