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(11) |
EP 1 389 667 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.01.2007 Patentblatt 2007/03 |
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Anmeldetag: 14.08.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schildschwanz für eine Schildvortriebseinrichtung
Shield tail for a shield tunnelling machine
L'arrière-bec d'un bouclier pour une machine d'avancement de tunnel à bouclier
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.02.2004 Patentblatt 2004/08 |
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Patentinhaber: Herrenknecht AG |
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77963 Schwanau (DE) |
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Erfinder: |
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- Burger, Werner
77963 Schwanau 2 (DE)
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| (74) |
Vertreter: RACKETTE Partnerschaft Patentanwälte |
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Kaiser-Joseph-Strasse 179 79098 Freiburg 79098 Freiburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 686 198 DE-A- 10 040 777 GB-A- 1 303 419
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DE-A- 3 827 441 FR-A- 2 298 683 US-A- 5 645 375
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 014, no. 361 (M-1006), 6. August 1990 (1990-08-06)
& JP 02 128097 A (ISHIKAWAJIMA HARIMA HEAVY IND CO LTD), 16. Mai 1990 (1990-05-16)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schildschwanz für eine Schildvortriebseinrichtung mit
einer eine Anzahl von zu einem Schildschwanzende offenen, mit Füllmaterial speisbaren
Verpressleitungen zum Verpressen eines Ringspaltes mit dem Füllmaterial, wobei mit
Zuschlagsmittel speisbare Zuschlagsmittelleitungen vorhanden sind, die in einem Endabschnitt
der Verpressleitungen in die Verpressleitungen münden.
[0002] Ein derartiger Schildschwanz für eine Schildvortriebseinrichtung ist aus der DE 100
40 777 A1 bekannt. Der vorbekannte Schildschwanz verfügt über eine Anzahl von zu einem
Schildschwanzende offenen, mit Füllmaterial speisbaren Verpressleitungen zum Verpressen
eines Ringspaltes mit dem Füllmaterial. Weiterhin sind mit Zuschlagsmittel speisbare
Zuschlagsmittelleitungen vorhanden, die in einem Endabschnitt der Verpressleitungen
in die Verpressleitungen münden. Bei diesem Schildschwanz werden das Füllmaterial
und das beziehungsweise die Zuschlagsmittel in einer Mischkammer gemischt, bevor die
Mischung über eine verhältnismäßig kleine, in den Außenbereich des Schildschwanzes
mündende Austrittsöffnung nach außen austritt. Nachteilig bei dem vorbekannten Schildschwanz
ist jedoch, dass insbesondere bei längeren Betriebsstillständen das gemischte Material
in der Mischkammer aushärtet und aus dieser nur äußerst aufwändig wieder entfernt
werden kann.
[0003] Aus der DE 41 36 864 C1 ist ein Schildschwanz bekannt, bei dem zu einem Schildschwanzende
offene Verpressleitungen vorhanden sind, die aus Stahlgussteilen gebildet und in einen
Schildschwanzmantel eingeschweißt sind. Die Verpressleitungen sind mit Mörtel als
Füllmaterial für einen Ringspalt speisbar. Weiterhin sind zum Reinigen der Verpressleitungen
mit Deckeln verschließbare Spülöffnungen vorgesehen, über die bei einer Arbeitsunterbrechung
in den Verpressleitungen vorhandener Mörtel entfernbar ist, bevor dieser aushärtet
und die Verpressleitungen verschließt. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist neben
der verhältnismässig umständlichen und arbeitsaufwendigen Reinigung das Erfordernis,
bei einer Arbeitsunterbrechung und der Verwendung von sich relativ schnell verfestigendem
Füllmaterial verhältnismäßig rasch mit der Reinigung beginnen zu müssen, um einen
Verschluss der Verpressleitungen zu vermeiden.
[0004] Aus der DE 198 00 963 A1 ist bei einem Verfahren zum Verpressen eines Ringspaltes
bekannt, einem Mörtel als Füllmaterial für den Ringspalt Zuschlagsmittel beizumischen,
um eine rasche Anfangs-Scherfestigkeit, eine gute Fließfähigkeit und nach einer Arbeitsunterbrechung
ein Wiederanpumpen mit geringem Druck zu gewährleisten. Zwar lassen sich dadurch bei
Arbeitsunterbrechungen die Standzeiten der Mischung aus Füllmaterial und Zuschlagsmittel
in Verpressleitungen verlängern, allerdings ist diese Vorgehensweise verhältnismässig
kostenaufwendig und im Hinblick auf die häufig im Grundwasserbereich zu verwendenden
Chemikalien nicht immer unproblematisch.
[0005] Aus der DE 42 05 144 A1 ist beim pneumatischen Ausbringen von hydromechanisch im
Dichtstrom gefördertem Beton bekannt, dem Dichtstrom in Förderluft zerstäubte Zuschlagsmittel
wie insbesondere Erstarrungsbeschleuniger zuzusetzen, bevor dieser als Spritzbeton
aus einer Düse einer Auftragseinheit austritt. Bei einer beispielsweise aufgrund einer
Arbeitsunterbrechung erfolgten Verfestigung des Betons in der unproblematisch zugänglichen
Auftragseinheit werden die verschlossenen Teile gegen neue oder neu gereinigte ausgetauscht.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schildschwanz der eingangs genannten
Art anzugeben, bei dem ein betriebssicherer Eintrag von die Verfestigung beschleunigenden
Zuschlagsmitteln in das Füllmaterial geschaffen ist.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Schildschwanz der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass Zuschlagsmittelleitungen in Verpressleitungen hineinragen und
sich mit einem Parallelabschnitt in Längsrichtung der Verpressleitungen erstrecken.
[0008] Durch die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schildschwanzes mit in Verpressleitungen
hineinragenden Zuschlagsmittelleitungen, die sich mit einem Parallelabschnitt in Längsrichtung
der Verpressleitungen erstrecken, lässt sich insbesondere bei Arbeitsunterbrechungen
das bereits gemischte Material sehr leicht ausfördern, so dass ein Aushärten im Austrittsbereich
der Verpressleitungen sehr einfach vermieden wird.
[0009] Bei zweckmäßigen Weiterbildungen eines erfindungsgemäßen Schildschwanzes ist vorgesehen,
dass die Zuschlagsmittelleitungen endseitig einen mit einer Ventilanordnung ausgebildeten
Leitungskopf aufweisen und dass darüber hinaus der Leitungskopf als Ventilanordnung
einen Ventilkörper mit Austrittsöffnungen und wenigstens eine die Austrittsöffnungen
abdeckende Ringmanschette aus einem elastischen Material aufweist. Dadurch ist bei
relativ geringen Bauteilkosten ein betriebssicherer, gut dosierbarer Eintrag von Zuschlagsmitteln
in das Füllmaterial geschaffen.
[0010] Zweckmäßig ist es im Hinblick auf ein Entfernen eines beispielsweise bei einer unvorhergesehen
langen Arbeitsunterbrechung unter Umständen doch aufgetretenen pfropfenartigen Verschlusses
weiterhin, dass der Leitungskopf eine Anzahl von außenseitig angebrachten Vertiefungen
aufweist, um für eine späteres Entfernen einen guten Eingriff des Leitungskopfes mit
dem Pfropfen zu erzielen.
[0011] Im Zusammenhang mit dem Entfernen eines pfropfenartigen Verschlusses ist es bei Weiterbildungen
von erfindungsgemäßen Schildschwänzen mit über eine gewisse Länge in die Verpressleitungen
hineinragenden Verschlussleitungen weiterhin zweckmäßig, dass die Zuschlagsmittelleitungen
aus einem biegesteifen Material hergestellt und dass Dichteinheiten vorhanden sind,
in denen die Zuschlagsmittelleitungen in Längsrichtung der Verpressleitungen verschiebbar
angeordnet sind. Dadurch lassen sich die Zuschlagsmittelleitungen in Längsrichtung
der Verpressleitungen verschieben und das Lösen eines Pfropfens unter Umständen mit
Herausschieben eines abgetrennten Endstückes einer Verschlussleitung aus der Verpressleitung
heraus in den Ringspalt hinein unterstützen.
[0012] Bei einer zweckmäßigen Weiterbildung weisen die Dichteinheiten jeweils wenigstens
eine die zugeordnete Zuschlagsmittelleitung umgebende Dichtung, eine Spannmutter und
wenigstens einen mit der Spannmutter zusammenwirkenden, die zugehörige Zuschlagsmittelleitung
umschließenden Klemmring auf, wobei bei Anziehen der Spannmutter die zugeordnete Zuschlagsmittelleitung
fixierbar und bei einer bestimmten Stellung der Spannmutter die zugeordnete Zuschlagsmittelleitung
in Längsrichtung verschiebbar ist.
[0013] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Figuren der
Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer Schnittansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schildschwanzes,
der eine Anzahl von in einem Endbereich geraden Verpressleitungen und im Mündungsbereich
der Verpressleitungen in einen Ringspalt endenden Zuschlagsmittelleitungen aufweist,
- Fig. 2
- in einer Schnittansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schildschwanzes,
der eine Anzahl von vor einem Endabschnitt gewinkelt verlaufenden Verpressleitungen
und im Mündungsbereich der Verpressleitungen in einen Ringspalt endenden Zuschlagsmittelleitungen
aufweist,
- Fig. 3
- in einer Schnittansicht eine weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schildschwanzes mit einer gegenüber den Anordnungen gemäß Fig. 1 und Fig. 2 versetzt
angeordneten Zuschlagsmittelleitung,
- Fig. 4
- in einer Schnittansicht bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ein Ausstoßen eines
Endstückes einer Zuschlagsmittelleitung,
- Fig. 5
- in einer Schnittansicht eine beispielhafte Ausgestaltung einer Dichteinheit zum abgedichteten
Fixieren einer Zuschlagsmittelleitung sowie eine beispielhafte Ausgestaltung eines
Leitungskopfes einer Zuschlagsmittelleitung und
- Fig. 6
- in einer Schnittansicht eine Weiterbildung eines Leitungskopfes einer Zuschlagsmittelleitung
gemäß Fig. 5.
[0014] Fig. 1 zeigt in einer Schnittansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schildschwanzes 1 einer in Fig. 1 nicht weiter dargestellten Schildvortriebseinrichtung.
Der Schildschwanz 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 weist einen Schildschwanzmantel
2 auf, in den eine Anzahl von in einem Endbereich geraden Verpressleitungen 3 integriert
sind. Die Verpressleitungen 3 münden im Bereich eines mit einer Schildschwanzdichtung
gemäß dem Einlippentyp ausgebildeten Schildschwanzendes 4 bei bestimmungsgemäßen Einsatz
der Schildvortriebseinrichtung in einem zwischen Tübbingen 5 und anstehendem Erdreich
6 ausgebildeten Ringspalt 7. In die Verpressleitungen 3 ist Füllmaterial wie beispielsweise
Mörtel zum Auffüllen des Ringspaltes 7 einspeisbar.
[0015] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist in jede Verpressleitung 3 eine Zuschlagsmittelleitung
8 aus einem biegesteifen, bis zu einem gewissen Grad jedoch noch biegbaren Material
eingeführt, die mit einem dem Füllmaterial zuzugebenden Zuschlagsmittel wie insbesondere
einem Erstarrungsbeschleuniger speisbar ist. Jede Zuschlagsmittelleitung 8 erstreckt
sich durch einen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einstückig mit dem Schildschwanzmantel
2 ausgebildeten Einführadapter 9, der eine die jeweilige Zuschlagsmittelleitung 8
umgebende Dichteinheit 10 aufnimmt. Mit den Dichteinheiten 10 sind die Zuschlagsmittelleitungen
8 in einer bestimmten Stellung fixierbar. Jede mit einem Einführabschnitt 11 winklig
zu der jeweiligen Verpressleitung 3 ausgerichteten Zuschlagsmittelleitung 8 ist in
einem sich von dem Einführadapter 9 bis zu dem Schildschwanzende 4 erstreckenden Endabschnitt
12 der zugehörigen Verpressleitung 3 nach einer Abknickung mit einem durch Drehen
sowie entsprechendes Ausrichten hergestellten Parallelabschnitt 13 im wesentlichen
parallel und in etwa mittig innerhalb des Endabschnittes 12 der jeweiligen Verpressleitung
3 angeordnet.
[0016] An dem dem Schildschwanzende 4 zugewandten Ende ist jede Zuschlagsmittelleitung 8
mit einem eine Ventilanordnung aufweisenden Leitungskopf 14 ausgestattet, über den
das Zuschlagsmittel in die jeweilige Verpressleitung 3 einführbar ist. Im Betrieb
mischt sich somit bei der Anordnung des Leitungskopfes 14 unmittelbar im Bereich des
Schildschwanzendes 4 das Zuschlagsmittel mit dem Füllmaterial erst unmittelbar vor
Eintritt des Füllmaterials in den Ringspalt 7, so dass die durch das Zuschlagsmittel
erwünschten Effekte wie insbesondere ein beschleunigtes Verfestigen von Mörtel erst
innerhalb des Ringspaltes 7 und nicht bereits innerhalb der Verpressleitungen 3 weiter
vor dem Schildschwanzende 4 mit der Gefahr einer ungewollten und nur äußerst aufwendig
wieder zu beseitigenden Verfestigung in den Verpressleitungen 3 auftreten.
[0017] Bei Arbeitsunterbrechungen wird typischerweise die Zugabe der Zuschlagsmittel gestoppt
und das noch vorhandene Restgemisch von Füllmaterial und Zuschlagsmittel aus den Verpressleitungen
3 in den Ringspalt 7 ausgefördert.
[0018] Fig. 2 zeigt in einer Schnittansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schildschwanzes 1, der eine Anzahl von in Strömungsrichtung des Füllmaterials vor
dem Endabschnitt 12 gewinkelt verlaufenden Verpressleitungen 3 aufweist, die in den
anhand des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 erläuterten Ringspalt 7 münden. Entsprechend
dem anhand Fig. 1 erläuterten Ausführungsbeispiel enden die Zuschlagsmittelleitungen
8 nahe des bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 mit einer Schildschwanzdichtung
des Bürstentyps ausgebildeten Schildschwanzendes 4. Die Zuschlagsmittelleitungen 8
erstrecken sich bei diesem Ausführungsbeispiel zwischen dem in Strömungsrichtung von
in die Verpressleitungen 3 einspeisbaren Füllmaterial nach einer letzten Abwinklung
15 angeordneten Einführadapter 9 mit einem Parallelabschnitt 13 und dem Schildschwanzende
4 im wesentlichen parallel und in etwa mittig zu der jeweiligen Verpressleitung 3,
so dass aus dem in der Darstellung gemäß Fig. 2 unmittelbar im Bereich des Schildschwanzendes
4 angeordneten Leitungskopf 14 austretendes Zuschlagsmittel verhältnismäßig homogen
mit in den Verpressleitungen 3 strömenden Füllmaterial mischbar ist.
[0019] Fig. 3 zeigt in einer Schnittansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schildschwanzes 1 mit einer gegenüber den Anordnungen gemäß Fig. 1 und Fig. 2 versetzt
angeordneten Zuschlagsmittelleitung 8. In der Anordnung gemäß Fig. 3 ist der Leitungskopf
14 in dem Endabschnitt 12 der Verpressleitung 3 mit einem gewissen Abstand von dem
Schildschwanzende 4 angeordnet, so dass aus dem Leitungskopf 14 in den Strom von Füllmaterial
austretendes Zuschlagsmittel sich noch innerhalb des Restabschnittes des Endabschnittes
12 bis zu dem Schildschwanzende 4 mit dem Füllmaterial mischt und die durch das Zuschlagsmittel
hervorgerufenen Effekte bereits vor Eintritt der Mischung in den Ringspalt 7 auftreten.
Durch die spezifische Anordnung des Leitungskopfes 14 ist somit eine verhältnismäßig
genaue Einstellung der Eigenschaften der Mischung aus dem Füllmaterial und dem beigemischten
Zuschlagsmittel bei Austritt aus dem Schildschwanzende 4 erzielbar.
[0020] Fig. 4 zeigt in einer Schnittansicht bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ein
Ausstoßen eines Endstückes 16 einer Zuschlagsmittelleitung 8. Bei nicht dargestellten
vorangehenden Schritten wurde das Endstück 16 in Strömungsrichtung des Zuschlagsmittels
vor der Dichteinheit 10 durchtrennt und durch Vorschieben der erneut mit einem Leitungskopf
14 bestückten Zuschlagsmittelleitung 8 in Richtung des Schildschwanzendes 4 bei ausreichend
gelockerter Dichteinheit 10 in die in Fig. 4 dargestellte Stellung gebracht. Bei weiterem
Vorschieben der Zuschlagsmittelleitung 8 in Richtung des Schildschwanzendes 4 wird
das Endstück 16 schließlich in den Ringspalt 7 ausgeworfen. Weiterhin sind auf diese
Art und Weise auch im Bereich des Schildschwanzendes 4 durch Pfropfenbildung auftretende
Verstopfungen von Verpressleitungen 3 beseitigbar, indem das mit einem Pfropfen in
Eingriff stehende Endstück 16 unter Mitnahme des Pfropfens ausgestoßen wird.
[0021] Fig. 5 zeigt in einer Schnittansicht eine beispielhafte Ausgestaltung einer Dichteinheit
10 zum abgedichteten Fixieren einer Zuschlagsmittelleitung 8 und eine beispielhafte
Ausgestaltung eines Leitungskopfes 14 einer Zuschlagsmittelleitung 8.
[0022] Die Dichteinheit 10 gemäß der Ausgestaltung nach Fig. 5 verfügt als Dichtungen über
Rundschnurdichtungen 17, die in zugehörige Ausnehmungen des Einführadapters 9 eingelegt
sind und die Zuschlagsmittelleitung 8 abdichtend umgeben. Weiterhin ist die Dichteinheit
10 mit einer Spannmutter 18 und mit mit der Spannmutter 18 zusammenwirkenden Klemmringen
19 ausgestattet. Die Spannmutter 18 ist auf ein an dem Einführadapter 9 ausgebildeten
Gewinde aufschraubbar, wobei bei Anziehen der Spannmutter 18 die Klemmringe 19 gegen
die Zuschlagsmittelleitung 8 unter Fixierung derselben gepreßt werden. Bei Lösen der
Spannmutter 18 wiederum wird der Anpressdruck der Klemmringe 19 verringert, so dass
bei einer bestimmten Stellung der Spannmutter 18 die Zuschlagsmittelleitung 8 in Längsrichtung
verschiebbar ist.
[0023] Der Leitungskopf 14 gemäß der Ausgestaltung nach Fig. 5 weist einen zylinderförmigen
Ventilkörper 20 auf, der über eine Rastverbindung 21 an dem dem Schildschwanzende
4 zugewandten Ende des Parallelabschnittes 13 der Zuschlagsmittelleitung 8 angebracht
ist. Der Ventilkörper 20 verfügt über eine Ventilanordnung mit einer Anzahl von in
die Wand eingebrachten Austrittsöffnungen 22, die von Ringmanschetten 23 aus einem
elastischen Material abgedeckt sind. Der die Austrittsöffnungen 22 abdeckende Sitz
jeder Ringmanschette 23 ist durch umfänglich über die Außenseite des Ventilkörpers
20 vorstehende Ringschultern 24 gesichert. Schließlich verfügt der Leitungskopf 14
über ein endseitiges Abschlussstück 25, mit dem das von dem Parallelabschnitt 13 wegweisende
Ende des Ventilkörpers 20 verschlossen ist. Bei der Ausgestaltung des Leitungskopfes
14 gemäß Fig. 5 tritt ab einem bestimmten Überdruck innerhalb der Zuschlagsmittelleitung
8 durch die Austrittsöffnungen 22 Zuschlagsmittel aus, während die Ringmanschetten
23 das Eindringen von Füllmaterial in die Zuschlagsmittelleitung 8 verhindern.
[0024] Fig. 6 zeigt in einer Schnittansicht eine Weiterbildung eines Leitungskopfes 14 einer
Zuschlagsmittelleitung 8 gemäß Fig. 5. Bei der Weiterbildung gemäß Fig. 6 sind in
den Ventilkörper 20 und in das Abschlussstück 25 eine Anzahl von beispielsweise ringförmigen
Vertiefungen 26 eingebracht, die im Falle einer Verfestigung der Mischung von Füllmaterial
und Zuschlagsmittel in der Verpressleitung 3 mit einem in der Verpressleitung 3 ausgebildeten
Pfropfen in Eingriff sind. Dadurch ist ein höherer Kraftübertrag auf den Pfropfen
bei Verschieben der Zuschlagsmittelleitung 8 beziehungsweise eines Endstückes 16 derselben
gemäß Fig. 4 geschaffen und das Freilegen der Verpressleitung 3 erleichtert.
1. Schildschwanz für eine Schildvortriebseinrichtung mit einer eine Anzahl von zu einem
Schildschwanzende (4) offenen, mit Füllmaterial speisbaren Verpressleitungen (3) zum
Verpressen eines Ringspaltes (7) mit dem Füllmaterial, wobei mit Zuschlagsmittel speisbare
Zuschlagsmittelleitungen (8) vorhanden sind, die in einem Endabschnitt (12) der Verpressleitungen
(3) in die Verpressleitungen (3) münden, dadurch gekennzeichnet, dass Zuschlagsmittelleitungen (8) in Verpressleitungen (3) hineinragen und sich mit einem
Parallelabschnitt (13) in Längsrichtung der Verpressleitungen (3) erstrecken.
2. Schildschwanz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschlagsmittelleitungen (8) endseitig einen mit einer Ventilanordnung (22, 23)
ausgebildeten Leitungskopf (14) aufweisen.
3. Schildschwanz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungskopf (14) als Ventilanordnung einen Ventilkörper (20) mit Austrittsöffnungen
(22) und wenigstens eine die Austrittsöffnungen (22) abdeckende Ringmanschette (23)
aus einem elastischen Material aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungskopf (14) eine Anzahl von außenseitig angebrachten Vertiefungen (26)
aufweist.
5. Schildschwanz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschlagsmittelleitungen (8) aus einem biegesteifen Material hergestellt sind.
6. Schildschwanz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Dichteinheiten (10) vorhanden sind, in denen die Zuschlagsmittelleitungen (8) in
Längsrichtung der Verpressleitungen (3) verschiebbar angeordnet sind.
7. Schildschwanz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinheiten (10) jeweils wenigstens eine die zugeordnete Zuschlagsmittelleitung
(8) umgebende Dichtung (17), eine Spannmutter (18) und wenigstens einen mit der Spannmutter
(18) zusammenwirkenden, die zugehörige Zuschlagsmittelleitung (8) umschließenden Klemmring
(19) aufweist, wobei bei Anziehen der Spannmutter (18) die zugeordnete Zuschlagsmittelleitung
(8) fixierbar und bei einer bestimmten Stellung der Spannmutter (18) die zugeordnete
Zuschlagsmittelleitung (8) in Längsrichtung verschiebbar ist.
1. Shield tail for a shield tunnelling machine, comprising a number of grouting lines
(3) which are open to one shield tail end (4) and can be fed with filling material
for grouting an annular gap (7) with the filling material, and additive lines (8)
which can be fed with additives and open into the grouting lines (3) in an end section
(12) of the grouting lines (3) being present, characterized in that additive lines (8) project into grouting lines (3) and extend with a parallel section
(13) in the longitudinal direction of the grouting lines (3).
2. Shield tail according to Claim 1, characterized in that the additive lines (8) have, at an end, a line head (14) formed with a valve arrangement
(22, 23).
3. Shield tail according to Claim 2, characterized in that the line head (14) has, as a valve arrangement, a valve body (20) having outlet openings
(22) and at least one annular collar (23) covering the outlet openings (22) and comprising
an elastic material.
4. Apparatus according to Claim 2 or Claim 3, characterized in that the line head (14) has a number of indentations (26) present on the outside.
5. Shield tail according to any of Claims 1 to 4, characterized in that the additive lines (8) are produced from a rigid material.
6. Shield tail according to Claim 5, characterized in that sealing units (10) are present in which the additive lines (8) are arranged displaceably
in the longitudinal direction of the grouting lines (3).
7. Shield tail according to Claim 6, characterized in that the sealing units (10) each have at least one seal (17) surrounding the associated
additive line (8), a tensioning nut (18) and at least one clamping ring (19) cooperating
with the tensioning nut (18) and surrounding the associated additive line (8), the
associated additive line (8) being fixable on tightening the tensioning nut (18) and
the associated additive line (8) being displaceable in the longitudinal direction
at a certain position of the tensioning nut (18).
1. Queue de bouclier pour un dispositif de travail au bouclier avec plusieurs conduites
d'injection sous pression (3) ouvertes vers une extrémité de queue de bouclier (4)
pouvant être alimentées en granulats pour l'injection du matériau de remplissage dans
un vide annulaire (7), en présence de conduites pour granulats (8) pouvant être alimentées
en granulats qui aboutissent dans les conduites d'injection sous pression (3) dans
un tronçon d'extrémité (12) des conduites d'injection sous pression (3), caractérisée en ce que des conduites pour granulats (8) dépassent dans des conduites d'injection sous pression
(3) et s'étendent avec un tronçon parallèle (13) dans le sens longitudinal des conduites
d'injection sous pression (3).
2. Queue de bouclier selon la revendication 1, caractérisée en ce que les conduites pour granulats (8) comportent à leur extrémité une tête de conduite
(14) réalisée avec un dispositif de soupapes (22, 23).
3. Queue de bouclier selon la revendication 2, caractérisée en ce que la tête de conduite (14) comporte, en tant que dispositif à soupapes, un corps de
soupape (20) avec des orifices de sortie (22) et au moins une manchette annulaire
(23) dans un matériau élastique qui recouvre les orifices de sortie (22).
4. Queue de bouclier selon la revendication 2 ou la revendication 3, caractérisée en ce que la tête de conduite (14) comporte plusieurs cavités (26) placées sur la face extérieure.
5. Queue de bouclier selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les conduites pour granulats (8) sont fabriquées dans un matériau résistant à la
flexion.
6. Queue de bouclier selon la revendication 5, caractérisée en ce que des unités d'étanchéité (10) sont présentes dans lesquelles les conduites pour granulats
(8) sont disposées de manière à pouvoir être déplacées dans le sens longitudinal des
conduites d'injection sous pression (3).
7. Queue de bouclier selon la revendication 6, caractérisée en ce que les unités d'étanchéité (10) comportent respectivement au moins un joint (17) entourant
la conduite pour granulats (8) affectée, un écrou de serrage (18) et au moins un anneau
de serrage (19) qui agit conjointement à l'écrou de serrage (18) et enserre la conduite
pour granulats (8) correspondante, la conduite pour granulats (8) affectée pouvant
être fixée lors du serrage de l'écrou de serrage (18) et la conduite pour granulats
(8) affectée pouvant être déplacée dans le sens longitudinal dans une position déterminée
de l'écrou de serrage (18).