[0001] Die Erfindung betrifft einen Tisch mit einer Haupttischplatte und mit wenigstens
einer Verlängerungs-Tischplatte, die unterhalb der Haupttischplatte gelagert ist und
zur Verlängerung des Tisches horizontal in Auszugsrichtung ausziehbar und anschliessend
in die Ebene der Haupttischplatte nach oben bewegbar ist, wobei die Verlängerungs-Tischplatte
an zwei Auszugsschienen gelagert ist.
[0002] Ein Tisch mit vergrösserbarer Tischplatte gemäss der genannten Gattung ist im Stand
der Technik aus der EP 1 120 061 A1 des Anmelders bekannt geworden. Bei diesem Tisch
sind zwei Verlängerungs-Tischplatten vorgesehen, die jeweils ausziehbar und in die
Ebene der Haupttischplatte bewegbar sind. Die Verlängerungs-Tischplatten sind jeweils
mit vier Gelenken mit zwei Führungsschienen verbunden. Zwei dieser Gelenke weisen
jeweils einen Exzenter und zwei einen geneigten Schlitz auf, in den ein horizontaler
Stift hineinragt. Beim Ausziehen der Verlängerungs-Tischplatten werden diese jeweils
in eine geneigte Lage und anschliessend in die Ebene der Haupttischplatte verschwenkt.
Die Bewegung der Verlängerungs-Tischplatte kann durch die entsprechende Ausbildung
der schiefen Ebene und der Exzenter optimal ausgelegt werden.
[0003] Die DE 29 45 806 offenbart einen Ausziehtisch, bei dem eine Verlängerungs-Tischplatte
über Keilflächen hebbar ist. Die Verlängerungs-Tischplatte ist hier immer horizontal.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tisch der genannten Gattung zu schaffen,
der ebenfalls durch Ausziehen einer Verlängerungs-Tischplatte verlängerbar ist, jedoch
einen noch einfacheren konstruktiven Aufwand erfordert.
[0005] Die Erfindung ist bei einem gattungsgemässen Tisch dadurch gelöst, dass an den Auszugsschienen
jeweils eine Führungsschiene mit zwei Verbindungen mit horizontalem Stift und geneigtem
Schlitz gelagert ist, wobei diese Führungsschiene an der Unterseite der Verlängerungs-Tischplatte
befestigt ist und die beiden Schlitze so ausgebildet sind, dass die Verlängerungs-Tischplatte
beim Ausziehen zuerst in eine geneigte Stellung und anschliessend in die Ebene der
Haupttischplatte bewegt wird. Beim erfindungsgemässen Tisch wird die genannte Bewegung
lediglich durch die Ausbildung der Führungsschlitze erreicht. Vergleichsweise aufwändige
Exzenter können vermieden werden.
[0006] Nach einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der eine Schlitz bogenförmig ausgebildet
ist. Durch die bogenförmige Ausbildung eines Schlitzes wird die Verlängerungs-Tischplatte
im Bereich dieses Schlitzes anfänglich vergleichsweise schnell angehoben und dann
anschliessend in eine stabile horizontale Lage bewegt. Vorzugsweise ist der eine Schlitz
bogenförmig und der andere linear geneigt ausgebildet. Dadurch kann eine optimale
Bewegung beim Ausziehen als auch eine stabile Lage der ausgezogenen Verlängerungs-Tischplatte
erreicht werden. Selbstverständlich kann der Tisch auch zwei oder mehr Verlängerungs-Tischplatten
aufweisen.
[0007] Weitere vorteilhaft Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch eine Seitenansicht einer Tischhälfte, wobei eine Verlängerungs-Tischplatte
unterhalb der Haupttischplatte gelagert ist,
- Figuren 2 bis 5
- schematisch einzelne Stellungen der Verlängerungs-Tischplatte beim Ausziehen,
- Figur 6
- schematisch ein Schnitt durch eine Schiene,
- Figur 7
- ein Schnitt entlang der Linie VII-VII der Figur 1 und
- Figur 8
- eine Ansicht der Schiene gemäss Figur 6 in Richtung des Pfeils VIII.
[0009] Die Figur 1 zeigt eine Hälfte eines Tisches 1, der eine Haupttischplatte 2 sowie
wenigstens eine Verlängerungs-Tischplatte 3 besitzt. Die Tischbeine, welche an der
Haupttischplatte 2 befestigt sind, sind hier nicht gezeigt und können an sich beliebig
ausgebildet sein.
[0010] An der Unterseite des Haupttischplatte 2 sind wenigstens zwei im Querschnitt C-förmige
Schienen angeordnet, die mit Trägern 7 fest mit der Haupttischplatte 2 verbunden sind.
An den beiden Enden der Schiene 5 sind gemäss den Figuren 6 und 8 mit Senkschrauben
19 Endanschlagteile 18 für eine Auszugsschiene 5 befestigt. Eine Schiene 6 sowie zwei
Auszugsschienen 5 bilden eine Teleskopschiene 4.
[0011] Im Abstand zu den Anschlagteilen 8 sind jeweils Kopf schrauben 17 von unten in die
Schiene 6 eingesetzt die jeweils einen Anschlag für eine Auszugsschiene 5 bilden.
Die Auszugsschienen 5 sind somit jeweils begrenzt in der Schiene 6 verschiebbar. Jede
Auszugsschiene 5 weist an einem inneren Ende eine Rolle 8 auf, die gemäss der Figur
7 an einer horizontalen Achse 16 gelagert und in der Schiene 6 linear geführt ist.
[0012] Die Figur 1 zeigt die Verlängerungs-Tischplatte 3 in einer Position, in der sie unterhalb
der Haupttischplatte 2 gelagert und von oben somit nicht sichtbar ist. Die Verlängerungs-Tischplatte
3 ist wie ersichtlich jeweils mit zwei Verbindern 9 fest mit einer Führungsschiene
10 verbunden. Jede diese Führungsschienen 10 besitzt an einem inneren Ende einen zur
horizontalen geneigten und im Wesentlichen linearen Schlitz 13 sowie einen gebogenen
Schlitz 14 auf. Der Schlitz 14 befindet sich am äusseren Ende der Führungsschiene
10. In den Schlitz 12 ragt ein horizontaler Stift 13 und in den Schlitz 11 ein horizontaler
Stift 14 ein. Diese Stifte 13 und 14 sind fest mit der Auszugsschiene 5 verbunden.
In der Stellung der Verlängerungs-Tischplatte 3 gemäss Figur 1 sind die Führungsschienen
5 jeweils an einer Schraube 17 angelegt und die Stifte 13 und 14 befinden sich am
oberen Ende des Schlitzes 12 bzw. 11. Das Gewicht der Verlängerungs-Tischplatte 3
lastet auf den Auszugsschienen 5 und bewirkt eine horizontale Kraftkomponente, durch
welche diese Auszugsschienen 5 an jeweils einer Schraube 17 angepresst werden.
[0013] Um den Tisch 1 zu verlängern, wird die Verlängerungs-Tischplatte 3 gefasst und gemäss
Figur 1 in Richtung des Pfeils 21 ausgezogen. Die beiden Auszugsschienen 5, die mit
der Verlängerungs-Tischplatte 3 verbunden sind, werden in der gleichen Richtung mitgenommen.
Die Verlängerungs-Tischplatte 3 bleibt horizontal, bis die Anschlagstifte 22 jeweils
einen der Anschlagteile 18 erreicht hat. Die beiden Auszugschienen 5 können durch
den Anschlag der Stifte 22 nicht weiter aus der Schiene 6 herausgezogen werden. Wird
weiter an der Verlängerungs-Tischplatte 3 in Richtung des Pfeiles 21 gezogen, so wird
diese durch die Keilwirkungen der beiden Schlitze 11 und 12 in die in Figur 3 gezeigte
geneigte Stellung bewegt. Wie ersichtlich bewirkt der Schlitz 11 eine schnellere Höhenverstellung
als der geneigte und lineare Schlitz 12. Erreicht der Stift 14 die in Figur 3 gezeigte
tiefste Position des Schlitzes 11, so wird die Verlängerungs-Tischplatte 13 bei weiterem
Ausziehen an diesem Ende etwas abgesenkt. Am Ende des Schlitzes 12 wird die Verlängerungs-Tischplatte
3 jedoch weiter angehoben, bis die in Figur 4 gezeigte Endstellung erreicht ist. Die
Verlängerungstischplatte 3 wird nun in Richtung des Pfeiles 22 an die Haupttischplatte
2 angelegt. Die Stabilität der Verlängerungs-Tischplatte 3 ergibt sich insbesondere
durch die bogenförmige Ausbildung des Schlitzes 4. Der Stift 14 ist gemäss den Figuren
4 und 5 in einer stabilen Position. Aus dieser Stellung kann er lediglich durch ein
Anheben der Verlängerungs-Tischplatte 3, und damit durch einen Kraftaufwand, gebracht
werden. Der Schlitz 11 ist wie ersichtlich bogenförmig, vergleichbar dem zunehmenden
Mond. Durch entsprechende Ausbildung des Schlitzes 11 sowie des Schlitzes 12 kann
die Bewegung der Verlängerungs-Tischplatte 3 beim Ausziehen optimal ausgelegt werden.
Hierbei kann insbesondere das Gewicht und die Grösse der Verlängerungs-Tischplatte
3 berücksichtigt werden.
[0014] Um die Verlängerungs-Tischplatte 3 wieder zu versenken, wird die Verlängerungs-Tischplatte
3 in Gegenrichtung des Pfeils 22 in die in Figur 4 gezeigte Stellung bewegt. Nun wird
die Verlängerungs-Tischplatte 3 in die in Figur 3 gezeigte geneigte Position angehoben
und schliesslich in die in Figur 2 gezeigte horizontale Stellung gebracht. Nun wird
die Verlängerungs-Tischplatte 3 in Gegenrichtung des Pfeiles 21 zusammen mit den Auszugsschienen
5 in die in Figur 1 gezeigte Stellung geschoben. So ist das Ausziehen als auch das
Zurückschieben der Verlängerungs-Tischplatte 3 wie ersichtlich sehr einfach. Dennoch
kann bei einer kostengünstig herstellbaren Konstruktion eine hohe Stabilität erreicht
werden.
1. Tisch mit einer Haupttischplatte (2) und mit wenigstens einer Verlängerungs-Tischplatte
(3), die unterhalb der Haupttischplatte (2) gelagert ist und zur Verlängerung des
Tisches horizontal in Auszugsrichtung (21) ausziehbar und anschliessend in die Ebene
der Haupttischplatte (2) nach oben bewegbar ist, wobei die Verlängerungs-Tischplatte
(3) an zwei Auszugsschienen (5) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass an den Auszugsschienen (5) jeweils eine Führungsschiene (10) mit zwei Verbindungen
mit horizontalem Stift (13, 14) und geneigtem Schlitz (11, 12) gelagert ist, wobei
diese Führungsschienen (10) an der Unterseite der Verlängerungs-Tischplatte (3) befestigt
sind und die beiden Schlitze (11,12) so ausgebildet sind, dass die Verlängerungs-Tischplatte
(3) beim Ausziehen in eine geneigte Stellung und anschliessend in die Ebene der Haupttischplatte
(2) bewegt wird.
2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Schlitze (11) bogenförmig ausgebildet sind.
3. Tisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmigen Schlitze (11) am äusseren Ende der Verlängerungs-Tischplatte (3)
angeordnet sind und dass wenigstens zwei andere Schlitze (12) im Wesentlichen linear
ausgebildet sind.
4. Tisch nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmigen Schlitze (11) vergleichbar dem zunehmenden Mond nach unten gebogen
sind.
5. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (11, 12) in den Führungsschienen (10) angeordnet und die Stifte (13,
14) an den Auszugsschienen (5) befestigt sind.