[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel mit einer Arbeitsplatte und einer Montageschiene.
[0002] Die Erfindung befaßt sich insbesondere mit Küchenmöbeln, die eine Arbeitsplatte aufweisen,
ist jedoch beispielsweise auch bei Schreibtischen anwendbar, deren Schreibtischplatte
als Arbeitsplatte angesehen werden kann.
[0003] Häufig ist es erwünscht, in der Nähe der Arbeitsplatte eine Montageschiene anzubringen,
an der verschiedene Behälter, Geräte und sonstige Gegenstände befestigt werden können.
Nicht selten ist die Montageschiene auch als Stromschiene ausgebildet, um die die
Befestigung und den elektrischen Anschluß von elektrischen Verbrauchern und Steckdosen
in unterschiedlichen Positionen ermöglicht. Bei Küchenarbeitsplatten ist die Montageschiene
oft an der Wand hinter der Arbeitsplatte angebracht, oder sie ist als Wandanschlußleiste
ausgebildet und im Übergangsbereich zwischen der Arbeitsplatte und der Wand angeordnet.
Bei Schreibtischen ist die Montageschiene zumeist als Reling ausgebildet, die etwas
oberhalb der Arbeitsebene längs der hinteren Kante der Arbeitsplatte verläuft.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Möbel zu schaffen, bei dem die Montageschiene optisch
unauffällig und dennoch in bequem erreichbarer Position angeordnet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Montageschiene längs eines
Randes der Arbeitsplatte unterhalb der oberen Oberfläche derselben angebracht ist.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Bei Küchenarbeitsplatten ist die Montageschiene bevorzugt unter der vorderen Kante
der Arbeitsplatte angeordnet. Damit der Zugang zu Schubladen oder Türen, die sich
unmittelbar unter der Arbeitsplatte befinden, nicht behindert wird, ist es zweckmäßig,
im hinteren Bereich der Arbeitsplatte eine Profilschiene anzuordnen, die die gleiche
Höhe wie die Montageschiene hat, so daß die Profilschiene und die Montageschiene einen
Abstandshalter zwischen den Unterschränken und der Arbeitsplatte bilden. Dies hat
zugleich den Vorteil, daß eine etwas erhöhte, ergonomisch günstige Position der Arbeitsplatte
erreicht wird.
[0008] Auf den Unterschränken sind dann mindestens zwei parallele Profilschienen befestigt,
nämlich die Montageschiene und die hintere Profilschiene, und jede dieser Profilschienen
weist bevorzugt eine aufragenden Klemmschenkel auf. An der Unterseite der Arbeitsplatte
sind Halteleisten befestigt, mit denen die Arbeitsplatte und zwischen den Klemmschenkeln
gehalten ist.
[0009] Bei dieser Lösung wird die Arbeitsplatte einfach von oben auf die Möbelkorpusse aufgelegt,
so daß die Halteleisten in den Zwischenraum zwischen den Klemmschenkeln eingreifen
und so die Arbeitsplatte mindestens in einer Richtung fixieren. Auf diese Weise wird
die Position der Arbeitsplatte auf den Möbelkorpussen zumindest provisorisch festgelegt.
Wahlweise kann die Arbeitsplatte dann zusätzlich in herkömmlicher Weise durch einige
wenige Schrauben fixiert werden. Die Profilschienen oder zumindest Bohrungen zur Befestigung
derselben können bereits herstellerseits an den Möbelkorpussen vorbereitet werden.
Entsprechendes gilt für die Halteleisten unter der Arbeitsplatte. Auf diese Weise
läßt sich sicherstellen, daß die Klemmschenkel und die Halteleisten paßgenau ineinandergreifen.
Die Halteleisten unter der Arbeitsplatte können auch aus mehreren getrennten Abschnitten
bestehen, zwischen denen sich mehr oder minder große Zwischenräume befinden, die es
gestatten, die Arbeitsplatte auf Länge zu schneiden.
[0010] Die Profilschienen und die Halteleisten können auch rechteckige Rahmen bilden, die
paßgenau ineinandergreifen, so daß die Arbeitsplatte in beiden Richtungen fixiert
wird. Durch das Ineinandergreifen der Klemmschenkel und der Halteleisten ist auch
eine Klemm- oder Rastbefestigung der Arbeitsplatte möglich, so daß auf eine zusätzliche
Fixierung durch Schrauben ganz verzichtet werden kann. Vorzugsweise sind die Klemmschenkel
und die Halteleisten dann an den Ecken des Rahmens unterbrochen, so daß sie beim Aufrasten
der Arbeitsplatte elastisch nachgeben können.
[0011] Auf diese Weise erhält man unmittelbar unter der Vorderkante der Arbeitsplatte eine
bequem zugängliche und dennoch optisch unauffällig und geschützt angeordnete Montageschiene,
die die Befestigung von Gegenständen verschiedenster Art gestattet, beispielsweise
von Aufhängern, Handtuchhaltern, Tablaren, Küchengeräten und dergleichen. Die Montageschiene
kann auch als Stromschiene ausgebildet sein, so daß sie nicht nur die mechanische
Befestigung, sondern auch den elektrischen Anschluß von Verbrauchern wie Küchengeräten
und dergleichen ermöglicht. In diesem Fall können auch Steckdosen, die mit einem zu
der Stromschiene passenden Adapterkopf ausgerüstet sind, in einer den individuellen
Wünschen des Benutzers entsprechenden Position unter der Vorderkante der Arbeitsplatte
angeordnet werden. An der Montageschiene/Stromschiene können auch größere Geräte,
beispielsweise Küchenmaschinen, Kaffeemaschinen und dergleichen so befestigt werden,
daß sie zum Teil vor den Unterschränken liegen und/oder die Vorderkante der Arbeitsplatte
umgreifen und sich zum Teil auf der Arbeitsplatte abstützen. Auf diese Weise läßt
sich auch die Arbeitshöhe für diese Geräte optimieren. Die Abstützung auf der vorderen
Kante der Arbeitsplatte ermöglicht einerseits eine stabile Befestigung der Geräte
und hat andererseits den Vorteil, daß nur wenig von der Stellfläche auf der Arbeitsplatte
verloren geht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Geräte sich dann relativ
weit vor der Vorderfront der zumeist über der Arbeitsplatte angeordneten Hängeschränke
befinden, so daß ein bequemes und ungehindertes Arbeiten mit dem Gerät ermöglicht
wird. Die Befestigung an der Montageschiene kann so gestaltet sein, daß sie sich mit
wenigen Handgriffen lockern läßt, um das Gerät seitwärts in die jeweils gewünschte
Position zu verschieben.
[0012] Es sind bereits Montageschienensysteme bekannt, die eine oder mehrere parallele hinterschnittene
Nuten mit T-förmigem Profil aufweisen, in denen sich die anzubringenden Gegenstände
mit Hilfe von Knebeln werkzeuglos befestigen lassen.
[0013] Bevorzugt hat die Montageschiene einen dreieckigen Querschnitt mit einer unter der
Arbeitsplatte liegenden oberen Wand, einer den Klemmschenkel bildenden senkrechten
Wand und einer schräg abwärts und nach vorn weisenden vorderen Wand, in der sich die
Befestigungsnuten befinden. Im Fall einer Stromschiene können in dieser schrägen Wand
zwei T-förmige Nuten angeordnet sein, die jeweils zwei elektrische Leiter aufnehmen.
Die elektrischen Leiter, die sich jeweils am oberen Ende der Nut befinden, sind dann
gut gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt und können bei einer Netz-Stromschiene
als Phasenleiter benutzt werden. Wahlweise können die insgesamt vier elektrischen
Leiter auch für einen vieradrigen EIB-Bus benutzt werden, der eine zentrale Ansteuerung
verschiedener angeschlossener Geräte ermöglicht.
[0014] Bei einer Schreibtischplatte kann die Montageschiene wahlweise am vorderen oder hinteren
Rand oder auch umlaufend um die gesamte Schreibtischplatte/ Arbeitsplatte herum angeordnet
sein. Am hinteren Rand läßt sich dann beispielsweise eine Schreibtischleuchte anbringen,
während am vorderen Rand zum Beispiel ein Telefonhalter, eine Computertastatur, ein
Diktiergerät und dergleichen angekuppelt werden können. Die Montageschiene kann auch
zur Befestigung von Seitenwangen oder Füßen des Schreibtisches genutzt werden. Damit
die Beinfreiheit unter der Schreibtisch Platte nicht beeinträchtigt wird, kann es
zweckmäßig sein, die Montageschiene so in die Schreibtischplatte zu integrieren, daß
sie unmittelbar den Rand der Schreibtischplatte bildet. Auf diese Weise wird, beispielsweise
bei einer Montageschiene aus Aluminium, zugleich ein dekorativer Effekt erzielt und
ein Kantenschutz der für das Furnier der Schreibtischplatte geschaffen. Wahlweise
kann jedoch auch bei der Schreibtischplatte die Montageschiene einen dreieckigen Querschnitt
haben und so angeordnet und genutzt werden, wie oben für die Küchenarbeitsplatte beschrieben
wurde.
[0015] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Schnitt durch eine Vorrichtung zur Befestigung einer Arbeitsplatte auf einem
Möbelkorpus;
- Figur 2
- eine Explosionsdarstellung zu Figur 1;
- Figur 3
- einen Schnitt durch eine zu der Befestigungsvorrichtung gehörende Montageschiene mit
daran befestigten Aufhängern;
- Figur 4
- einen Schnitt durch die Montageschiene mit einem daran befestigten Tablar;
- Figur 5
- einen vergrößerten Schnitt durch die als Stromschiene ausgebildete Montageschiene
mit einer angekuppelten Steckdose;
- Figur 6
- eine Prinzipskizze zur Illustration der Befestigung eines Küchengerätes an der Montageschiene;
- Figur 7
- einen Schnitt durch eine Schreibtischplatte mit Montageschiene;
- Figur 8
- einen Schnitt durch eine Schreibtischplatte mit einer dreieckigen Montageschiene und
einem daran befestigten Schreibtischfuß;
- Figur 9
- den Schreibtischfuß nach Figur 8 in einer Lösestellung; und
- Figur 10
- einen Schnitt durch eine Schreibtischplatte mit Montageschiene, Schreibtischfuß und
Gerätehalter.
[0017] In Figur 1 sind der obere Teil eines Möbelkorpus 10, beispielsweise eines Küchenunterschrankes,
und eine Arbeitsplatte 12 gezeigt, die mit Hilfe einer Befestigungsvorrichtung 14
in Abstand oberhalb des Möbelkorpus 10 befestigt ist. Die Befestigungsvorrichtung
14 dient somit zugleich als Abstandshalter, mit dem eine ergonomisch günstige Arbeitshöhe
der Arbeitsplatte 12 erreicht wird.
[0018] Von dem Möbelkorpus 10 sind eine obere Wand 16 sowie die oberen Enden einer Rückwand
18 und einer Tür 20 zu erkennen.
[0019] Die Befestigungsvorrichtung 14 wird durch Profilschienen 22, 24, die auf der oberen
Wand 16 des Möbelkorpus 10 befestigt sind, und durch an der Unterseite der Arbeitsplatte
12 befestigte Halteleisten 26 gebildet. Bei den Profilschienen 22, 24 und den Halteleisten
26 handelt es sich im gezeigten Beispiel um Strangprofile aus Aluminium. Die Profilschienen
22, 24 haben jeweils einen waagerechten Befestigungsschenkel 28, der flach auf der
oberen Wand 16 des Möbelkorpus aufliegt und mit Schrauben 30 an dieser Wand befestigt
ist, und einen aufragenden Klemmschenkel 32. Die Klemmschenkel 32 weisen im gezeigten
Beispiel ein rechteckiges Hohlprofil auf. Die Profilschiene 24, die längs des vorderen
Randes der Arbeitsplatte 12 verläuft, ist als Montageschiene ausgebildet und weist
zudem einen dreieckigen Profilbereich 34 auf, der sich an den Klemmschenkel 32 anschließt.
[0020] Die Montageschiene 24 und drei der Profilschienen 22 bilden zusammen einen rechteckigen
Rahmen, der an den Ecken unterbrochen ist. In entsprechender Weise bilden auch die
vier Halteleisten 26 einen an den Ecken unterbrochenen rechteckigen Rahmen. Sie haben
jeweils ein L-förmiges Profil und sind mit ihren waagerechten Schenkeln mit Schrauben
36 an der Unterseite der Arbeitsplatte 12 befestigt, während ihre vertikalen Schenkel
paßgenau in den durch die Klemmschenkel 32 gebildeten Rahmen eingreifen. Die Klemmschenkel
32 und die Halteleisten 26 sind mit waagerechten, zueinander komplementären Verrastungsprofilierungen
38 versehen, so daß die Arbeitsplatte 12 durch Verrastung stabil in dem durch die
Profilschienen 22, 24 gebildeten Rahmen gehalten wird.
[0021] Figur 2 zeigt den Zustand unmittelbar vor dem Herstellen der Verrastung. Wenn in
dem in Figur 2 gezeigten Zustand die Arbeitsplatte 12 auf den Möbelkorpus 10 abgesenkt
wird, greifen die Halteleisten 26 in den durch die Klemmschenkel 32 gebildeten Rahmen
ein, wobei sich diese Klemmschenkel und die vertikalen Schenkel der Halteleisten 26
vorübergehend elastisch ausbiegen, bis die Verrastungsprofilierungen 38 in der endgültigen
Position miteinander in Eingriff sind.
[0022] Der Profilbereich 34 der Montageschiene 24 hat eine waagerechte obere Wand 40, die
in montierter Stellung unter der Unterseite der Arbeitsplatte 12 liegt, und eine vordere
Wand 42, die schräg abwärts vom Rand der oberen Wand 40 zum Fuß des Klemmschenkels
32 verläuft. In dieser schrägen Wand 42 sind zwei prallele hinterschnittene Nuten
44 mit T-förmigem Querschnitt ausgebildet, die zur Befestigung verschiedenartiger
Gegenstände oder auch als Stromschienenprofil genutzt werden können, wie nachstehend
anhand der Figuren 3 bis 6 erläutert werden soll.
[0023] In Figur 3 dient die Montageschiene 24 zur Befestigung von hakenförmigen Aufhängern
46. Jeder Aufhänger 46 hat eine im Grundriß quadratische Abschlußplatte 48, die an
der vorderen Wand 42 der Montageschiene anliegt, und ist mit einem länglichen Knebel
50 in einer der hinterschnittenen Nuten 44 zu verriegeln. Der Knebel 50 verläuft parallel
zu einer Diagonalen der quadratischen Abschlußplatte 48, und seine Breite ist so dimensioniert,
daß der Knebel sich durch die Öffnung der Nut 44 einführen läßt, wenn der Aufhänger
46 geeignet schräggestellt ist, wie in Figur 3 bei dem oberen Aufhänger gezeigt ist.
Wenn anschließend der Aufhänger 46 um 45° gedreht wird, greift der Knebel 50 klemmend
in die Hinterschneidungen der Nut 44 ein, so daß der Aufhänger sicher befestigt wird.
[0024] Figur 4 illustriert den Fall, daß ein nur zum Teil und im Schnitt dargestelltes Tablar
52 mit Hilfe der Knebel 50 an der Montageschiene 24 befestigt ist. Zum Betätigen der
Knebel 50 sind in diesem Fall Handgriffe 54 auf der Innenseite einer Wand 56 vorgesehen,
mit der das Tablar an der vorderen Wand der Montageschiene anliegt. Auf analoge Weise
lassen sich beliebige Halter, Utensilien oder Geräte an der Montageschiene 24 befestigen.
[0025] Figur 5 illustriert eine mögliche Ausbildung der Montageschiene 24 als Stromschiene.
In diesem Fall nimmt jede der Nuten 44 zwei elektrische Leiter 58 auf, die jeweils
mit Hilfe eines Isolationsprofils 60 am Grund der betreffenden Hinterschneidung der
Nut 44 befestigt sind.
[0026] Im gezeigten Beispiel ist an der Montageschiene 24 eine Steckdose 62 gehalten, die
mit Stromabnehmern 64 in die Stromschiene eingreift. An den Stellen, an denen keine
Steckdosen oder sonstige Verbraucher eingesetzt sind, können die Öffnungen der Nuten
44 der Montageschiene durch nicht gezeigte Abdeckprofile verschlossen werden, die
in die Nutöffnung eingeklipst werden. Entsprechendes gilt auch im Fall der Nutzung
als Montageschiene gemäß Figur 3 oder 4.
[0027] Die Montageschiene 24 gemäß Figur 5 kann sowohl als Niedervolt-Stromschiene als auch
als Netz-Stromschiene genutzt werden. Bei der Nutzung als Netz-Stromschiene wird bevorzugt
als Phasenleiter einer der beiden Leiter 58 benutzt, die sich am oberen Ende der betreffenden
Nut 44 befinden, da diese Leiter besonders gut gegen das Eindringen von Feuchtigkeit
geschützt sind. Wenn beispielsweise auf der Oberfläche der Arbeitsplatte 12 Flüssigkeit
verschüttet wird und über die Kante der Arbeitsplatte herabläuft, so bildet der obere
Rand der Öffnung der Nut 44 eine Tropfkante, von der die Flüssigkeit herabtropft,
ohne daß sie in die Nut eindringt.
[0028] Anstelle der Steckdose 62 können auch andere elektrische Verbraucher, beispielsweise
Küchengeräte, an der als Stromschiene ausgebildeten Montageschiene 24 befestigt und
angeschlossen werden. Als Beispiel zeigt Figur 6 den unteren Teil einer Küchenmaschine
66, die so an die Montageschiene 24 angeklemmt ist, daß sie sich zum Teil auf dem
vorderen Randbereich der Arbeitsplatte 12 abstützt. Insbesondere bei Geräten mit Rührwerk
hat diese Befestigungsweise nicht nur den Vorteil, daß die Stellfläche auf der Arbeitsplatte
12 besser genutzt werden kann und das Gerät besser erreichbar ist, sondern auch den
Vorteil, daß durch die mechanische Befestigung an der Montageschiene 24 die Standfestigkeit
des Gerätes verbessert wird.
[0029] Figur 7 zeigt einen Schreibtisch 68 mit einer Schreibtischplatte, die als Arbeitsplatte
70 bezeichnet werden soll. Der Rand der Arbeitsplatte 70 wird durch in die Platte
integrierte Montageschienen 72, 74 aus Aluminium gebildet, die als Stromschienen ausgebildet
sind. Die Montageschienen 72, 74 unterscheiden sich von der zuvor beschriebenen Montageschiene
24 im wesentlichen nur dadurch, daß sie statt eines dreieckigen Querschnitts einen
rechteckigen Querschnitt aufweisen. Der Hohlraum im Inneren der Montageschienen kann
als Kabelkanal genutzt werden.
[0030] An der Montageschiene 72, die den vorderen Rand der Arbeitsplatte 70 bildet, ist
im gezeigten Beispiel ein Halter 76 für ein Diktiergerät befestigt. Ein elektrisches
Anschlußkabel 78 für das Diktiergerät ist mit Hilfe des Halters an die Stromschiene
angeschlossen.
[0031] An der Montageschiene 74, die den hinteren Rand der Arbeitsplatte 70 bildet, ist
im gezeigten Beispiel mit Hilfe eines Adapters 80 eine Schreibtischleuchte 82 befestigt.
[0032] Die Füße 84 des Schreibtisches können an nicht gezeigten Montageschienen befestigt
sein, die die übrigen Kanten der Arbeitsplatte 70 bilden.
[0033] Figur 8 zeigt als weiteres Beispiel einen Schreibtisch 68, bei dem unter der Arbeitsplatte
70 eine Montageschiene 86 angebracht ist, die ähnlich wie die Eingangs beschriebene
Montageschiene 24 einen im wesentlichen dreieckigen Querschnitt hat und unter anderem
zur Befestigung der Füße 84 des Schreibtisches dient. In Figur 8 ist lediglich das
obere Ende eines der Füße 84 gezeigt. Dieser Fuß ist als Rundrohr ausgebildet und
am oberen Ende unter einem Winkel von 45° abgeschrägt. Auf der Schrägfläche sind zwei
starre Knebel 50 angebracht, die in der beschriebenen Weise in die Nuten der Montageschiene
86 eingreifen. Zum Lösen oder zum Befestigen des Fußes 84 an der Montageschiene 86
wird der Fuß um eine senkrecht auf der Schrägfläche stehende Achse A um einen Winkel
von etwa 45° gedreht, wie in Figur 9 gezeigt ist. Dabei rücken die beiden Knebel 50
etwas zusammen, und ihre verbreiterten Kopfteile nehmen dann eine zu den Nutöffnungen
parallele Lage ein, so daß sich der Fuß aus der Montageschiene lösen und wieder in
diese einsetzen läßt. In der Befestigungsposition gemäß Figur 8 kann der Fuß erforderlichenfalls
mit Hilfe von Klemmstücken, Schrauben oder dergleichen zusätzlich an der Montageschiene
gesichert werden.
[0034] Bei dem in Figur 10 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Fuß 84 des Schreibtisches
68 in einem Stück mit einem Gerätehalter 88 ausgebildet, der waagerecht vom oberen
Ende des Fußes 84 ausgeht und dann nach oben abgewinkelt ist, so daß er hinter der
Arbeitsplatte 70 nach oben ragt. Auf das obere Ende des Gerätehalters 88 kann dann
ein Gerät, beispielsweise ein Computermonitor, ein Telefonhalter oder wahlweise auch
eine Reling aufgesteckt werden. Die Befestigung und das Lösen der Einheit aus Fuß
84 und Gerätehalter 88 erfolgt auf die gleiche Weise wie in Figuren 8 und 9.
1. Möbel mit einer Arbeitsplatte (12; 70) und einer Montageschiene (24; 72, 74; 86),
dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene (24; 72, 74; 86) längs eines Randes der Arbeitsplatte (12; 70)
unterhalb der oberen Oberfläche derselben angebracht ist.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene (24) in Randnähe unter der Arbeitsplatte (12) angeordnet ist.
3. Möbel nach Anspruch 2, in der Form eines Küchenschrankes, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene (24) auf dem Schrankkorpus (10) befestigt ist, daß eine Profilschiene
(22) parallel zu der Montageschiene (24) verläuft und daß die Arbeitsplatte (12) mit
an ihrer Unterseite befestigten Halteleisten (26) zwischen der Montageschiene und
der Profilschiene gehalten ist.
4. Möbel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene (24) und die Profilschiene (22) zusammen mit weiteren Profilschienen
(22) einen rechteckigen Rahmen bilden.
5. Möbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteleisten (26) klemmend oder verrastend in den Zwischenraum zwischen den Montage-
und Profilschienen (22, 24) eingreifen.
6. Möbel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsplatte (70) eine Schreibtischplatte ist.
7. Möbel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene (24; 86) einen im Querschnitt dreieckigen Profilbereich (34) aufweist,
dessen obere Wand (40) waagerecht verläuft, dessen Rückwand einen vertikalen Schenkel
(32) bildet und dessen vordere Wand (42) schräg von der Außenkante der oberen Wand
(40) zum Fuß des vertikalen Schenkels (32) abfällt und ein Befestigungs- und/oder
Stromschienenprofil (44) aufweist.
8. Möbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene (72, 74) unmittelbar den Rand der Arbeitsplatte (70) bildet.
9. Möbel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene (24; 72, 74) eine Stromschiene ist.
10. Möbel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageschiene (24; 72, 74) einen Kabelkanal bildet.
11. Möbel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Füße (84) an der Montageschiene (86) befestigt sind.
12. Möbel nach den Ansprüchen 7 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Fuß (84) am oberen Ende abgeschrägt ist und flächig an der vorderen Wand (42)
der Montageschiene (86) anliegt, und daß an der abgeschrägten Fläche des Fußes (84)
mindestens ein Knebel (50) angeordnet ist, der in das Befestigungsprofil der Montageschiene
(86) eingreift.