[0001] Die Erfindung betrifft allgemein eine Anordnung zum berührungslosen Führen oder/und
Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden Materialbahn beispielsweise aus Papier
oder Karton auf Grundlage von zur wenigstens einer Seite der Materialbahn zugeführtem
Gas, insbesondere auf Grundlage von wenigstens einem Druckgaspolster oder Druckgasstrahlen.
[0002] Berührungslose Umlenk- und Führungseinrichtungen sind beispielsweise im Zusammenhang
mit Vorrichtungen zum einseitigen oder beidseitigem Auftragen eines Auftragsmediums
auf eine laufende Materialbahn (insbesondere so genannte Streich-Vorrichtungen) und
Trocknungsvorrichtungen für laufende Materialbahnen in verschiedenen Ausgestaltungen
und Einbaukonstellationen bekannt. Es wird beispielsweise auf die DE 44 16 399 A1
und den in der Patentschrift DE 44 16 399 C2 genannten Stand der Technik verwiesen.
Allgemein kann festgestellt werden, dass man bei modernen Bahnführungen mehr und mehr
dazu übergeht, die Materialbahn auf ihrem Weg durch eine Maschine zur Herstellung
oder/und Beschichtung oder allgemein Behandlung einer Materialbahn mittels Bahnleit-
bzw. Bahnumlenkelementen zu führen, welche keinen körperlichen Kontakt mit der Materialbahn
haben, sondern auf diese insbesondere über ein Druckgaspolster, vorzugsweise ein Druckluftpolster,
einwirken, auf welchem die Materialbahn entlangleitet. Derartige Bahnleit- bzw. Bahnumlenkelemente
sind im Fachgebiet auch unter der Bezeichnung "Airturn" bekannt. Es ist auch schon
ein Verfahren zum Steuern der Querposition einer laufenden Materialbahn (insbesondere
aus Papier oder Karton) bekannt geworden, bei dem man wenigstens ein die Materialbahn
auf einem Druckgaspolster berührungslos führendes Bahnleitelement einsetzt und die
Raumorientierung des Bahnleitelements oder/und das Querprofil des Druckgasausstoßes
beeinflusst. Es wird auf die DE 198 33 977 A1 verwiesen.
[0003] Eine Aufgabe der Erfindung ist unter anderem, eine Anordnung der eingangs genannten
Art bereitzustellen, auf deren Grundlage das der wenigstens einen Seite der Materialbahn
zuzuführende Gas dieser Seite definiert und im Rahmen der Erfordernisse gleichmäßig
bzw. gleichverteilt zugeführt werden kann. Ferner soll es nach einem hiervon an sich
unabhängigen Aspekt auf Grundlage der Anordnung möglich sein, aus dem Bereich der
Materialbahn Gas definiert abzuführen, beispielsweise im Zusammenhang mit einer Erwärmungs-
bzw. Trocknungsbehandlung der Materialbahn mittels des der wenigstens einen Seite
der Materialbahn zugeführten Gases, das hierzu entsprechend erwärmt sein könnte. Nach
einem weiteren an sich unabhängigen Aspekt soll die Anordnung zumindest teilweise
modular ausführbar sein.
[0004] Zur Lösung wenigstens einer dieser Aufgaben oder zumindest zur Schaffung einer Grundlage
für die Lösung wenigstens einer dieser Aufgaben wird nach einem ersten Aspekt der
Erfindung eine Anordnung zum berührungslosen Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln
einer laufenden Materialbahn beispielsweise aus Papier oder Karton auf Grundlage von
zu wenigstens einer Seite der Materialbahn zugeführtem Gas vorgeschlagen, umfassend:
einen ersten Gaszuführungskanal, der sich in einer ersten Richtung erstreckt, die
zur Laufrichtung der Materialbahn im Wesentlichen orthogonal ist; wenigstens einen
vom ersten Gaszuführungskanal abzweigenden zweiten Gaszuführungskanal, der sich entlang
der Materialbahn in oder entgegen deren Laufrichtung erstreckt; entlang dem zweiten
Gaszuführungskanal verteilt eine Mehrzahl von Blasdüsen oder sich im Wesentlichen
in der ersten Richtung erstreckenden Blasdüsenanordnungen; wobei der zweite Gaszuführungskanal
bogenförmig verläuft, um eine Umlenkung der Materialbahn vorzusehen.
[0005] Die erfindungsgemäße Anordnung ermöglicht zuverlässig eine Umlenkung der laufenden
Materialbahn, wobei der erste Gaszuführungskanal im Bedarfsfalle, nämlich bei einer
Auslegung der Anordnung für entsprechend breite Materialbahnen, zweckmäßig mehrere
bogenförmig verlaufende zweite Gaszuführungskanäle speisen kann. Man kann dann durch
geeignete Maßnahmen dafür sorgen, dass die einzelnen zweiten Gaszuführungskanäle mit
dem gleichen Eingangsgasdruck beaufschlagt werden, so dass das Gas (ggf. die Blasluft)
gleichverteilt mehreren die Umlenkung bewerkstelligenden zweiten Gaszuführungskanälen
zugeführt werden kann. Wie im Folgenden nur noch deutlicher werden wird, ermöglicht
die Struktur der erfindungsgemäßen Anordnung einen vorteilhaften Aufbau der Anordnung
aus Einbaumodulen, die jeweils vorgefertigt bzw. vormontiert sein können und für eine
einfache Montage bzw. einen einfachen Zusammenbau zur Anordnung als Einheit handhabbar
sind. Die erfindungsgemäße Anordnung ist aber auch dann schon vorteilhaft, wenn sie
nur einen einzigen zweiten Gaszuführungskanal aufweist.
[0006] Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ferner eine Anordnung zum berührungslosen
Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden Materialbahn beispielsweise
aus Papier oder Karton auf Grundlage von zu wenigstens einer Seite der Materialbahn
zugeführtem Gas bereitgestellt, umfassend: einen ersten Gaszuführungskanal, der sich
in einer ersten Richtung erstreckt, die zur Laufrichtung der Materialbahn im Wesentlichen
orthogonal ist; wenigstens einen vom ersten Gaszuführungskanal abzweigenden zweiten
Gaszuführungskanal, der sich entlang der Materialbahn in oder entgegen deren Laufrichtung
erstreckt; entlang dem zweiten Gaszuführungskanal verteilt eine Mehrzahl von Blasdüsen
oder sich im Wesentlichen in der ersten Richtung erstreckenden Blasdüsenanordnungen;
wobei entlang dem zweiten Gaszuführungskanal, und zwar gewünschtenfalls in der ersten
Richtung gegenüber dem zweiten Gaszuführungskanal versetzt, zwischen den Blasdüsen
bzw. Blasdüsenanordnungen angeordnete Abführöffnungen oder sich im Wesentlichen in
der ersten Richtung erstreckende Abführöffnungsanordnungen vorgesehen sind, die mit
einem sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal erstreckenden Gasabführungskanal
in Abflussverbindung stehen oder von diesem ausgehen.
[0007] Die erfindungsgemäße Anordnung ermöglicht eine definierte Abfuhr von Gas bzw. Druckgas
aus dem Bereich der Materialbahn, zu dem Gas zugeführt wird. Die Abführöffnungen bzw.
Abführöffnungsanordnungen und der Gasabführungskanal vermeiden, dass überschüssiges
Gas sich unter der Materialbahn anstaut und undefiniert zur Seite hin abfließen muss.
Der Erfindungsvorschlag nach dem zweiten Aspekt kann insoweit durchaus beim einfachen
berührungslosen Führen bzw. Umlenken der laufenden Materialbahn ohne weitere Behandlung,
etwa Trocknung oder Erwärmung, vorteilhaft sein. Der Erfindungsvorschlag bezieht sich
aber vor allem darauf, dass vermittels der Anordnung zugleich eine Behandlung, insbesondere
Erwärmung oder Trocknung, der laufenden Materialbahn, nämlich durch das zugeführte,
ggf. entsprechend erwärmte Gas erfolgt. So werden besonders gute Trocknungsergebnisse
dann erzielt, wenn aus dem Bereich der Materialbahn Gas, insbesondere Luft, mit aufgrund
der Wechselwirkung mit der Materialbahn erhöhtem Feuchtegehalt wieder abgeführt wird.
Der Erfindungsvorschlag nach dem zweiten Aspekt kann vorteilhaft mit dem Erfindungsvorschlag
nach dem ersten Aspekt verbunden werden; es kann also der wenigstens eine zweite Gaszuführungskanal
bogenförmig verlaufen, um eine Umlenkung der Materialbahn vorzusehen.
[0008] Man kann bei der erfindungsgemäßen Anordnung nach dem zweiten Aspekt vorteilhaft
vorsehen, dass ein von den Blasdüsen bzw. Blasdüsenanordnungen, den Abführöffnungen
bzw. Abführöffnungsanordnungen und dem ersten Gaszuführungskanal begrenzter, sich
im Wesentlichen in der ersten Richtung erstreckender Raum, durch den der zweite Gaszuführungskanal
verläuft, den Gasabführungskanal bildet. Eine andere, ebenfalls vorteilhafte Möglichkeit
ist, dass die Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen an dem zweiten Gaszuführungskanal
vorbei mit dem Gasabführungskanal in Abflussverbindung stehen. Es wird in diesem Zusammenhang
beispielsweise daran gedacht, dass die Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen
über einen von den Blasdüsen bzw. Blasdüsenanordnungen, den Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen
und dem ersten Gaszuführungskanal oder/und dem Gasabführungskanal begrenzten, sich
im Wesentlichen in der ersten Richtung erstreckenden Raum, durch den der zweite Gaszuführungskanal
verläuft, mit dem Gasabführungskanal in Abflussverbindung stehen.
[0009] Nach einem dritten Aspekt der Erfindung wird eine Anordnung zum berührungslosen Führen
oder/und Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden Materialbahn beispielsweise aus
Papier oder Karton auf Grundlage von zu wenigstens einer Seite der Materialbahn zugeführtem
Gas vorgeschlagen, umfassend: einen ersten Gaszuführungskanal, der sich in einer ersten
Richtung erstreckt, die zur Laufrichtung der Materialbahn im Wesentlichen orthogonal
ist; wenigstens einen vom ersten Gaszuführungskanal abzweigenden zweiten Gaszuführungskanal,
der sich entlang der Materialbahn in oder entgegen deren Laufrichtung erstreckt; entlang
dem zweiten Gaszuführungskanal verteilt eine Mehrzahl von Blasdüsen oder sich im Wesentlichen
in der ersten Richtung erstreckenden Blasdüsenanordnungen; wobei die Querschnittsfläche
des zweiten Gaszuführungskanals ausgehend von einem Anschluss am ersten Gaszuführungskanal
abnimmt.
[0010] Der Querschnitt des zweiten Gaszuführungskanals kann sich nach dem Erfindungsvorschlag
in Strömungsrichtung entsprechend des Abflusses von Gas pro Blasdüse bzw. Blasdüsenanordnung
reduzieren und so über alle Düsen eine bessere Gleichverteilung des ausströmenden
Gases erzielen. Man kann auf diese Weise nämlich erreichen, dass an den einzelnen
Blasdüsen bzw. Blasdüsenanordnungen jeweils etwa der gleiche Gasdruck anliegt. Aufgrund
der Abnahme der Querschnittsfläche kann überdies Bauraum gespart werden, etwa für
die Bereitstellung des sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal
erstreckenden Gasabführungskanals oder wenigstens einer sich hierauf beziehenden Komponente
oder Baugruppe, beispielsweise eine Saugluftklappe, oder allgemein zur Erzielung eines
hohen effektiven Strömungsquerschnitts für eine Gasabfuhrströmung, ggf. Saugluftströmung.
Aus den vorstehenden Beispielen ergibt sich, dass der Erfindungsvorschlag nach dem
dritten Aspekt vorteilhaft mit dem Erfindungsvorschlag nach dem zweiten Aspekt, nämlich
der Abfuhr von Gas aus dem Bereich der Materialbahn mittels Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen
und dem sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal erstreckenden
Gasabführungskanal, kombinierbar ist. Ferner ist der Erfindungsvorschlag nach dem
dritten Aspekt vorteilhaft mit dem Erfindungsvorschlag nach dem ersten Aspekt kombinierbar.
Der wenigstens eine zweite Gaszuführungskanal kann also bogenförmig verlaufen, um
eine Umlenkung der Materialbahn vorzusehen.
[0011] Als besonders bevorzugt wird zur erfindungsgemäßen Anordnung nach dem dritten Aspekt
weiterbildend vorgeschlagen, dass der zweite Gaszuführungskanal an zwei Enden, zwischen
denen er sich erstreckt, jeweils vom ersten Gaszuführungskanal abzweigt. In diesem
Fall wird vor allem daran gedacht, dass die Querschnittsfläche des zweiten Gaszuführungskanals
ausgehend von den den beiden Enden zugeordneten Anschlüssen am ersten Gaszuführungskanal
hin zu einem zwischen den beiden Enden vorgesehenen Taillenabschnitt abnimmt.
[0012] Betreffend den Erfindungsvorschlag nach dem zweiten Aspekt der Erfindung kann man
durchaus eine mehr oder weniger symmetrische Ausführung der erfindungsgemäßen Anordnung
in Bezug auf die Gaszufuhr und in Bezug auf die Gasabfuhr vorsehen. Es ist nämlich
so, dass für die Zufuhr von Gas vorteilhafte konstruktive Merkmale durchaus auch für
die Abfuhr von Gas vorteilhaft sein können. Dies kann man sich dadurch veranschaulichen,
dass man sich einfach eine Umkehrung der Flussrichtung im ersten und zweiten Gaszuführungskanal
vorstellt, so dass diese als Gasabführungskanäle wirken. Dementsprechend kann die
erfindungsgemäße Anordnung wenigstens einen vom sich im Wesentlichen parallel zum
ersten Gaszuführungskanal erstreckenden Gasabführungskanal (im Folgenden auch als
erster Gasabführungskanal angesprochen) abzweigenden zweiten Gasabführungskanal aufweisen,
der sich entlang der Materialbahn in oder entgegen der Laufrichtung erstreckt, wobei
die Mehrzahl von Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen entlang dem zweiten
Gasabführungskanal verteilt sind und über den zweiten Gasabführungskanal mit dem ersten
Gasabführungskanal in Verbindung stehen. Bezug nehmend auf den Erfindungsvorschlag
nach dem ersten Aspekt kann der zweite Gaszuführungskanal entsprechend dem zweiten
Gaszuführungskanal bogenförmig verlaufen. Ferner kann entsprechend dem Erfindungsvorschlag
nach dem dritten Aspekt die Querschnittsfläche des zweiten Gasabführungskanals ausgehend
von einem Anschluss am ersten Gasabführungskanal abnehmen. Es kann durchaus auch zweckmäßig
sein, wenn der zweite Gasabführungskanal an zwei Enden, zwischen denen er sich erstreckt,
jeweils vom ersten Gasabführungskanal abzweigt. Dabei kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass die Querschnittsfläche des zweiten Gasabführungskanals ausgehend von den
den beiden Enden zugeordneten Anschlüssen am ersten Gasabführungskanal hin zu einem
zwischen den beiden Enden vorgesehenen Taillenabschnitt abnimmt.
[0013] Weiterbildend wird allgemein vorgeschlagen, dass der/ein Anschluss des zweiten Gaszuführungskanals
am ersten Gaszuführungskanal eine verstellbare Öffnungsquerschnittsfläche aufweist.
Ferner wird Bezug nehmend auf die erfindungsgemäße Anordnung nach dem zweiten Aspekt
vorgeschlagen, dass wenigstens eine mit den Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen
in Abflussverbindung stehende Gaseintrittsöffnung des sich im Wesentlichen parallel
zum ersten Gaszuführungskanal erstreckenden Gasabführungskanals oder ersten Gasabführungskanals,
ggf. der/ein Anschluss des zweiten Gasabführungskanals am ersten Gasabführungskanal,
eine verstellbare Öffnungsquerschnittsfläche aufweist.
[0014] Vermittels einer jeweils verstellbaren Öffnungsquerschnittsfläche können mehrere
zweite Gaszuführungskanäle jeweils mit dem gleichen Eingangsgasdruck versorgt werden,
indem ein Druckabfall entlang dem ersten Gaszuführungskanal aufgrund des Abflusses
von Gas in die zweiten Gaszuführungskanäle durch entsprechende Einstellung der Öffnungsquerschnittsflächen
ausgeglichen wird. Es kann also eine Gleichverteilung des zuzuführenden Gases auf
mehrere zweite Gaszuführungskanäle mittels der verstellbaren Öffnungsquerschnittsfläche
eingestellt werden. In entsprechender Weise kann im Falle einer Gasabfuhr mittels
des Gasabführungskanals bzw. der Gasabführungskanäle erreicht werden, dass entlang
dem sich parallel zum ersten Gaszuführungskanal erstreckenden Gasabführungskanals
bzw. an mehreren zweiten Gasabführungskanälen jeweils die gleichen Druckverhältnisse,
insbesondere Absaug-Druckverhältnisse, herrschen und insoweit über einen entsprechend
großen Bereich gleichmäßig Gas abgeführt wird.
[0015] Um eine besonders kompakte und einfach modular ausführbare Anordnung nach dem zweiten
Aspekt der Erfindung zu erhalten, wird weiterbildend vorgeschlagen, dass der erste
Gaszuführungskanal und der sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal
erstreckende Gasabführungskanal oder erste Gasabführungskanal nebeneinander verlaufen,
vorzugweise in enger Nachbarschaft zueinander, höchstvorzugsweise Kanalwand an Kanalwand
oder mit einer gemeinsamen Kanaltrennwand, und dass der zweite Gaszuführungskanal
in enger Nachbarschaft zum sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal
erstreckenden Gasabführungskanal oder ersten Gasabführungskanal endet, vorzugsweise
an oder fluchtend mit einer Kanalwand des sich im Wesentlichen parallel zum ersten
Gaszuführungskanal erstreckenden Gasabführungskanals oder ersten Gasabführungskanals.
Wenn vorhanden, kann auch der wenigstens eine zweite Gasabführungskanal in enger Nachbarschaft
zum ersten Gaszuführungskanal enden, vorzugsweise an oder fluchtend mit einer Kanalwand
des ersten Gaszuführungskanals.
[0016] Als besonders bevorzugt wird vorgeschlagen, dass die Anordnung auf Grundlage wenigstens
eines als Einheit handhabbaren Einbaumoduls aufgebaut ist, welches den ersten Gaszuführungskanal
oder wenigsten ein dem ersten Gaszuführungskanal zugeordnetes Kanalsegment und wenigstens
einen von dem ersten Gaszuführungskanal bzw. dem Kanalsegment abzweigenden zweiten
Gaszuführungskanal aufweist. Es ergeben sich große Kostenvorteile, da der Aufbau der
Anordnung vereinfacht ist. Besonders große wirtschaftliche Vorteile ergeben sich dann,
wenn die Anordnung aus mehreren vorzugsweise identisch aufgebauten Einbaumodulen aufgebaut
werden kann bzw. wenn durch Vorsehen einer entsprechenden Anzahl von Einbaumodulen
die Anordnung gezielt für einen bestimmten Einsatzzweck, beispielsweise für eine bestimmte
Materialbahnbreite, ausgelegt werden kann. So ist es beispielsweise denkbar, je nach
Materialbahnbreite eine bestimmte Anzahl von Einbaumodulen in der Breitenrichtung
der Materialbahn hintereinander anzuordnen.
[0017] Je nach Auslegung der Anordnung kann man vorsehen, dass der sich im Wesentlichen
parallel zum ersten Gaszuführungskanal erstreckende Gasabführungskanal oder erste
Gasabführungskanal oder wenigstens ein diesem Kanal zugeordnetes Kanalsegment Bestandteil
des Einbaumoduls ist. Dabei kann - wenn vorgesehen - wenigstens ein von dem ersten
Gasabführungskanal bzw. dem jeweiligen Kanalsegment abzweigender zweiter Gasabführungskanal
Bestandteil des Einbaumoduls sein.
[0018] Allgemein wird ferner vorgeschlagen, dass wenigstens ein Anschluss bzw. wenigstens
eine Gaseintrittsöffnung mit verstellbarer Öffnungsquerschnittsfläche Bestandteil
des Einbaumoduls ist.
[0019] Wie schon angedeutet, kann die Anordnung vorteilhaft mehrere in der ersten Richtung
gegeneineinander versetzte Einbaumodule umfassen.
[0020] Jedes Einbaumodul kann eine eigene Blasdüsenanordnung oder/und Abführöffnungsanordnung
aufweisen. Eine andere Möglichkeit ist, dass mehreren Einbaumodulen gemeinsam sich
über die Einbaumodule in der ersten Richtung erstreckende Blasdüsenanordnungen oder/und
Abführöffnungsanordnungen zugeordnet sind.
[0021] Der erste Gaszuführungskanal kann direkt oder indirekt an einer Gasquelle, insbesondere
Druckgasquelle, angeschlossen sein. Der Gasquelle kann eine Gasaufheizeinrichtung
zugeordnet oder nachgeordnet sein, um für eine Erwärmungs- oder Trocknungsbehandlung
der Materialbahn dem ersten Gaszuführungskanal auf eine Behandlungs- oder Trocknungstemperatur
erwärmtes Gas zuzuführen. Es wird vor allem daran gedacht, dass die Gasquelle im Betrieb
Luft, insbesondere Druckluft, als Gas dem ersten Gaszuführungskanal zuführt.
[0022] Wenn vorhanden, kann der sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal
erstreckende Gasabführungskanal oder erste Gasabführungskanal direkt oder indirekt
an einer Gasabzugseinheit, ggf. Saugpumpenanordnung, angeschlossen sein. In Abhängigkeit
vom Betrieb der Anordnung hinsichtlich der Zufuhr von Gas kann im Betrieb von der
Gasabzugseinheit Luft über den Gasabführungskanal aus dem Bereich der Materialbahn
abgezogen werden, wobei die abgezogene Luft ggf. Luft mit einem gegenüber der Umgebungsluft
erhöhtem Feuchtegehalt sein kann.
[0023] Die Erfindung stellt nach einem weiteren unabhängigen Aspekt ferner eine Anordnung
zum berührungslosen Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden Materialbahn
beispielsweise aus Papier oder Karton auf Grundlage von zu wenigstens einer Seite
der Materialbahn zugeführtem Gas bereit, umfassend wenigstens einen Gaszuführungskanal,
aus dem im Betrieb längs seiner Erstreckung verteilt Gas abfließt, sowie gewünschtenfalls
wenigstens einen Gasabführungskanal, in den im Betrieb längs seiner Erstreckung verteilt
Gas zufließt. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass im Hinblick auf eine Umlenkung
der Materialbahn wenigstens ein Gaszuführungskanal oder/und wenigstens ein Gasabführungskanal
bogenförmig verläuft, oder/und dass die Querschnittsfläche wenigstens eines Gaszuführungskanals
in Strömungsrichtung des Gases abnimmt oder/und die Querschnittsfläche wenigstens
eines Gasabführungskanals in Strömungsrichtung des Gases zunimmt. Auf die erfindungsgemäße
Anordnung sind die Erfindungs- und Weiterbildungsvorschläge nach den ersten drei Aspekten
der Erfindung vorteilhaft anwendbar.
[0024] Die Erfindung stellt ferner ein Einbaumodul für eine erfindungsgemäße Anordnung bereit,
umfassend den ersten Gaszuführungskanal oder ein dem ersten Gaszuführungskanal zugeordnetes
Kanalsegment und wenigstens einen von dem ersten Gaszuführungskanal bzw. dem Kanalsegment
abzweigenden zweiten Gaszuführungskanal, wobei das Einbaumodul als Einheit handhabbar
ist. Das Einbaumodul kann für den Aufbau einer entsprechenden Anordnung den sich im
Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal erstreckenden Gasabführungskanal
oder ersten Gasabführungskanal oder wenigstens einen diesem Kanal zugeordnetes Kanalsegment
aufweisen. Falls gewünscht, kann das Einbaumodul ferner wenigstens einen von dem ersten
Gasabführungskanal bzw. dem Kanalsegment abzweigenden zweiten Gasabführungskanal aufweisen.
Das erfindungsgemäße Einbaumodul kann entsprechend den sich auf wenigstens einen der
Kanäle bzw. ein Einbaumodul beziehenden Erfindungs- und Weiterbildungsvorschlägen
für die erfindungsgemäße Anordnung ausgeführt sein.
[0025] Die Erfindung stellt ferner eine Blasdüsenanordnung für eine erfindungsgemäße Anordnung
bereit, zur Zuordnung zu mehreren in einer Reihe angeordneten Einbaumodulen, derart,
dass sich die Blasdüsenanordnung über die Einbaumodule erstreckt und an deren zweiten
Gaszuführungskanälen angeschlossen ist.
[0026] Die Erfindung stellt ferner eine Abführöffnungsanordnung für eine erfindungsgemäße
Anordnung bereit, zur Zuordnung zu mehreren in einer Reihe angeordneten Einbaumodulen,
derart, dass sich die Abführöffnungsanordnung über die Einbaumodule erstreckt und
an deren zweiten Gasabführungskanälen bzw. dem sich im Wesentlichen parallel zum ersten
Gaszuführungskanal erstreckenden Gasabführungskanal angeschlossen ist.
[0027] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Einbaumoduls für ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Umlenkanordnung mit
wenigstens einem bogenförmigen Gaszuführungskanal, wobei sich aus Fig. 1 die Grundstruktur
einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung unmittelbar ergibt.
- Fig. 2
- zeigt eine Trocknungs- und Umlenkanordnung für eine laufende Materialbahn aus Papier
oder Karton, die beispielsweise im Zusammenhang mit einer Streichbehandlung der Material-bahn
einsetzbar ist.
- Fig. 3
- veranschaulicht eine vorteilhafte Möglichkeit, auf Grundlage mehrerer in einer Reihe
hintereinander angeordneten Einbaumodule eine Führung bzw. Umlenkung bzw. Behandlung
einer laufenden Materialbahn vorzusehen.
- Fig. 4
- zeigt in einer schematischen Querschnittsdarstellung die Grundstruktur eines weiteren
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anordnung.
- Fig. 5
- zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Einbaumoduls für ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Umlenkanordnung mit wenigstens einem bogenförmigen Gaszuführungskanal.
[0028] Fig. 1 zeigt ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel für ein Einbaumodul 10, auf dessen
Grundlage eine Anordnung zum berührungslosen Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln
einer laufenden Materialbah (insbesondere aus Papier oder Karton) aufgebaut werden
kann, beispielsweise die Umlenk- und Trocknungsanordnung 12 der Fig. 2 bzw. die Umlenk-
und Trocknungsanordnung 12' der Fig. 3.
[0029] Das vorzugsweise aus Stahlblech oder dergleichen hergestellte Modul 10 weist einen
von Kanalwänden 14, 16, 18 und 20 begrenzten Luftzuführungskanal 22 (auch als Blaskanal
bezeichenbar) und einen von Kanalwänden 24, 26, 28 und 30 begrenzten Luftabführungskanal
32 (ggf. auch als Saugkanal bezeichenbar) auf. Bei den Kanalwänden 20 und 30 kann
es sich um eine beiden Kanälen gemeinsam zugeordnete gemeinsame Trennwand 20 handeln.
Dies ist in Fig. 1 angedeutet.
[0030] Die beiden Kanäle 22 und 32 erstrecken sich in einer zu einer Laufrichtung einer
zugeordneten Materialbahn im Wesentlichen orthogonalen Richtung, und zwar im Wesentlichen
in einer zur Materialbahnebene bzw. Materialbahnoberfläche parallelen Richtung. Die
Laufrichtung L und die Umlenkung der Materialbahn auf Grundlage eines entsprechenden
Einbaumoduls ist in Fig.
1 durch den Pfeil L angedeutet. Ferner wird diesbezüglich auf Fig. 2 verwiesen.
[0031] Die Umlenkung der Materialbahn erfolgt auf Grundlage eines bogenförmigen, vom Blaskanal
22 ausgehenden Verteilkanals 34. An dem Verteilkanal sind sich parallel zu den Kanälen
22 und 32 erstreckende Blasdüsenanordnungen 35 angeschlossen, die axial, also in der
Erstreckungsrichtung der Kanäle 22 und 32, über die Kanalwände des Verteilkanals hervorstehen.
Zwei in der Darstellung erkennbare Kanalwände sind mit 36 und 38 bezeichnet.
[0032] Wie in durchgezogenen Linien dargestellt, nimmt die Querschnittsfläche des Verteilkanals
34 ausgehend von seinem Anschluss 40 am Blaskanal 22 entlang seiner bogenförmigen
Erstreckung ab, entsprechend dem Abfluss von Blasluft aus dem Verteilkanal 34 in die
Blasdüsenanordnungen 35. Hierdurch wird für eine Gleichverteilung der Blasluft in
die an dem Verteilkanal 34 angeschlossenen Blasdüsenanordnungen 35 gesorgt. Da je
nach Breite der Materialbahn mehrere Verteilkanäle 34 mit entsprechenden Blasdüsenanordnungen
oder den Verteilkanälen gemeinsam zugeordneten Blasdüsenanordnungen hintereinander
angeordnet sein können, ist es zweckmäßig, den Anschluss 40 mit einem einstellbaren
Öffnungsquerschnitt auszuführen, um auch eine Gleichverteilung der Blasluft in mehrere
Verteilkanäle einstellen zu können. Der Anschluss 40 kann beispielsweise mit einer
einstellbaren Einströmklappe oder dergleichen ausgeführt sein.
[0033] Es sollte angemerkt werden, dass die exemplarisch in Fig. 1 dargestellte Struktur
auch unabhängig von der Querschnittsverengung des Verteilkanals 34 vorteilhaft ist.
Es ist deswegen gestrichelt eine Ausführungsvariante mit einem bogenförmigen Verteilkanal
34' angedeutet, der einen konstanten Querschnitt aufweist.
[0034] Insbesondere für die Verwendung des Einbaumoduls 10 in einem Trocknungssystem, in
dem die Materialbahn mittels Heißluft getrocknet (oder allgemein warmbehandelt) wird
und gewünschtenfalls - wie im Falle einer Struktur entsprechend Fig. 1 - unter Vermittlung
der Heißluft zugleich umgelenkt wird, ist es vorteilhaft, eine definierte Abfuhr von
Luft aus dem Bereich der Materialbahn vorzusehen. Auf diese Weise kann insbesondere
Heißluft, die aufgrund der Wechselwirkung mit der Materialbahn einen erhöhten Feuchtegehalt
angenommen hat, gezielt aus dem Zwischenraum zwischen der Materialbahn und der der
Materialbahn benachbarten Oberfläche des Einbaumoduls bzw. der entsprechenden Anordnung
abgeführt werden. Eine derartige Abfuhr von Luft aus dem Bereich der Materialbahn
kommt aber auch für reine Führungs- und Umlenkanordnungen in Betracht, wenn man nicht
darauf setzen möchte, dass die Luft in hinreichendem Maße seitlich aus dem Zwischenraum
zwischen Materialbahn und der Oberfläche abfließen wird. Durch die gezielte Abfuhr
der Luft lassen sich insoweit definiertere Führungs- bzw. Umlenkverhältnisse (ggf.
Warmbehandlungs- bzw. Trocknungsverhältnisse) gewährleisten.
[0035] Gemäß Fig. 1 sind in Laufrichtung L zwischen den Blasdüsenanordnungen 35 jeweils
sich parallel zu den Kanälen 22 und 32 erstreckende Abführungsöffnungsanordnungen
42 vorgesehen, die beispielsweise als einfache Lochbleche ausgeführt sein können.
Die Abführungsanordnungen 42 stehen über einen Anschluss 44 mit dem Abführ- bzw. Saugkanal
32 in Verbindung, und zwar durch einen innerhalb und neben des Verteilkanals 34 gebildeten
Sammelraum 46 (ggf. als Saugraum 46 bezeichenbar). Alternativ kommt durchaus in Betracht,
anstelle des Sammel- bzw. Saugraums 46 einen bogenförmigen Abführ- bzw. Absaugkanal
entsprechend dem Verteilkanal 34 vorzusehen, der in axialer Richtung gegenüber dem
Verteilkanal 34 versetzt sein könnte und an dem dann die Abführungsöffnungsanordnungen
42 angeschlossen wären. Man könnte für diesen bogenförmigen Abführ- bzw. Absaugkanal
ebenfalls eine Änderung des Querschnitts entlang seiner Erstreckung vorsehen, und
zwar entsprechend der in diesem Kanal eintretenden bzw. in diesem Kanal zu führenden
Luftmenge, also mit in der Strömungsrichtung im Kanal hin zum Anschluss 44 zunehmendem
Querschnitt. Eine derartige Ausgestaltung des hier als Alternative zum Sammel- bzw.
Saugraum 46 vorgeschlagenen Abführ- bzw. Absaugkanals ist insbesondere dann besonders
angebracht, wenn die Abfuhr von Luft weniger auf einem Absaugen über den Saugkanal
32, sondern auch einem überdruckbedingten Eintreten von Luft aus dem Zwischenraum
zwischen der Materialbahn und der Oberfläche des Moduls 10 bzw. der Anordnung, vorliegend
auf einem überdruckbedingten Eintreten der Luft in die Abführungsanordnung 42, beruht.
Bei einer derartigen, je nach Ausgestaltung eventuell als passiv charakterisierbaren
Luftabfuhr kann durch die erwähnte Querschnittsveränderung des bogenförmigen Luftabfuhrkanals
dafür gesorgt werden, dass an allen Eintrittsöffnungen (Abführungsöffnungsanordnungen)
zumindest näherungsweise der gleiche Innendruck im bogenförmigen Kanal herrschen.
[0036] Man kann den Anschluss 44 des Saugraums 46 am Saugkanal bzw. Abführungskanal 32 ebenfalls
vorteilhaft mit einem verstellbaren Öffnungsquerschnitt ausführen, beispielsweise
auf Grundlage einer verstellbaren Einströmklappe. Hierdurch können beispielsweise
bei einer entlang des Kanals 32 verteilten Abfuhr von Luft jeweils vergleichbare Luftabfuhrverhältnisse
herrschen.
[0037] Ein wesentlicher Vorteil des Moduls 10 der Fig. 1 ist, dass eine vergleichsweise
kompakte Anordnung realisiert ist, die eine gute Bauraumausnutzung ermöglicht. Trotz
kompakter Baugröße kann eine hinreichende und in hohem Maße gleichverteilte Luftverteilung
gewährleistet werden. Die Ausführung des Verteilkanals 34 mit dem entlang seiner Erstreckung
sich verringenden Querschnitt bietet im Falle der Ausführung mit dem Saugraum und
dem im axialen Erstreckungsbereich des Verteilkanals 34 vorgesehenen Anschluss 44
an dem Saugkanal 32 überdies den Vorteil, dass vergleichsweise viel Platz für die
Saugluft- bzw. Luftabfuhrströmung und den Anschluss 44 (ggf. die Saugluftklappe) bleibt.
[0038] Fig. 2 zeigt ein Beispiel für eine Umlenk- und Trocknungsanordnung 12 für eine laufende
Materialbahn, die auf Grundlage von mehreren Modulen 10a und 10b entsprechend Fig.
1 und weiteren Modulen 11a und 11b nach einer weiteren erfindungsgemäßen Bauart ausgeführt
ist. Die Module 11a und 11b weisen nur einen Blaskanal 22' und einen sich nur über
einen Winkel von 90° erstreckenden, einen konstanten Querschnitt aufweisenden Verteilkanal
34 auf, um eine Umlenkung um 90° (im Gegensatz zu einer Umlenkung um 180° bei den
Modulen 10a und 10b) vorzusehen. Die Blaskanäle 22' sind über Verbindungsleitungen
an einer Druckluftquelle 50 (in der Regel eine Luftpumpenanordnung) angeschlossen.
Die Blaskanäle 22 der Module 10a und 10b sind über Verbindungsleitungen nicht direkt
an der Druckluftquelle 50, sondern über eine Heizanordnung 52 an der Druckluftquelle
50 angeschlossen, so dass diesen Blaskanälen erwärmte oder erhitzte Luft zugeführt
wird, um eine Trocknung (allgemein eine Erwärmungsbehandlung) für die Materialbahn
55 vorzusehen. Gemäß Fig. 2 wird die Materialbahn 55 zweimal um 180° umgelenkt, so
dass beide Seiten der Materialbahn der Trocknungsbehandlung unterzogen werden.
[0039] Abführungskanäle oder Saugkanäle 32 können über Verbindungsleitungen an einer Absaugeinrichtung
54 angeschlossen sein, sofern man nicht auf eine "passive" Luftabfuhr setzen möchte,
bei der man die Abführungskanäle 32 beispielsweise einfach an einem Abzugsschornstein
oder dergleichen anschließen könnte.
[0040] Fig. 3 zeigt auf, wie man zur Umlenkung und ggf. Behandlung einer eine gewisse Breite
übersteigenden Materialbahn 55 diese Umlenkung und Behandlung mittels mehrerer in
Reihe nacheinander angeordneten Modulen der Art der Fig. 1 durchführen könnte. Es
sind vier Module 10-1, 10-2, 10-3 und 10-4 in der Erstreckungsrichtung der Kanäle
22 und 32 der Fig. 1 hintereinander angeordnet, wobei jedes Modul jeweils ein Segment
des Blaskanals 22 und ein Segment des Saugkanals 32 und wenigstens einen vom Blaskanalsegment
abzweigenden bogenförmigen Verteilkanal 34 oder 34' aufweist. Bei der Anordnung der
Fig. 3 kann es sich beispielsweise um eine Reihe von Modulen 10a entsprechend Fig.
2 handeln.
[0041] Die Module der Fig. 3 können jeweils eigene Blasdüsenanordnungen 35 und zwischen
benachbarten Blasdüsenanordnungen jeweils eigene Abführöffnungsanordnungen 42 aufweisen.
Eine andere Möglichkeit ist, über die in Reihe hintereinander angeordnete Module durchgehende
Blasdüsenanordnungen 35 und durchgehende Abführöffnungsanordnungen 42 vorzusehen.
[0042] Fig. 4 zeigt schematisch die Grundstruktur einer weiteren erfindungsgemäßen Anordnung
zum berührungslosen Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden Materialbahn
bzw. eines entsprechenden Einbaumoduls 10'. Es ist wiederum ein Blaskanal 22 und ein
Abfuhr- oder Saugkanal 32 vorgesehen. Vom Blaskanal 22 zeigt über einen Anschluss
40 ein an einer Führungsseite geradlinig verlaufender Verteilkanal 34"' ab, der an
seiner geradlinigen Seite mit Blasdüsenanordnungen ausgeführt ist. Vom Abführ- oder
Saugkanal 32 zweigt über einen Anschluss 44 ein an seiner Führungsseite ebenfalls
geradlinig ausgeführter Abführkanal 60 ab, der an seiner geradlinigen Führungsseite
mit Abführöffnungsanordnungen 42 ausgeführt ist, derart, dass in Laufrichtung L der
Materialbahn zwischen benachbarten Blasdüsenanordnungen jeweils eine Abführöffnungsanordnung
vorgesehen ist, wie in Fig. 4 durch Pfeile symbolisiert. Die beiden Kanäle 34"' und
60 sind jeweils mit einem entlang der Kanalerstreckung sich veränderndem Querschnitt
ausgeführt, wobei im jeweiligen Kanal der Querschnitt mit zunehmendem Abstand vom
jeweiligen Anschluss 40 bzw. 44 abnimmt. Es werden die oben erläuterten Vorteile erzielt.
Zu den beiden Kanälen 34"' und 60 ist noch zu erwähnen, dass diese in der Erstreckungsrichtung
der Kanäle 22 und 32 hintereinander angeordnet sind.
[0043] Fig. 5 zeigt eine Abwandlung des Moduls der Fig. 1. Beim Modul 10" der Fig. 5 dient
der Sammel- oder Saugraum 46 selbst als Luftabführungskanal bzw. Saugkanal. Dieser
Luftabführungskanal 32" weist in seiner Erstreckungsrichtung parallel zum Luftzuführungskanal
22 aufgrund des Verteilkanals 34
lV keinen konstanten Querschnitt auf. Für die Luftabfuhr maßgeblich ist primär der durch
die Kanalwand 18 und die Kanalwand 38" des Verteilkanals 34
lV gegebene minimale Querschnitt des Luftabführungskanals 32". Bezogen auf das erste
Modul einer Reihe nacheinander angeordneter Module ist ein Sauganschluss 70" des ersten
Segments an einem zu einer Pumpenanordnung oder dergleichen führenden Saugkanal rechteckigen
Querschnitts angedeutet.
[0044] Durch die Ausnutzung des Saugraums 46 als Saugkanal oder Abführkanal 32" wird Bauraum
gespart. Dies erschließt sich unmittelbar aus einem Vergleich der Fig. 1 mit der Fig.
5 hinsichtlich des Querschnitts des Luftzuführungskanals 22. Der Luftzuführungskanal
22 gemäß Fig. 5 ist bei gleicher effektiver Querschnittsfläche etwa nur halb so hoch
wie der Luftzuführungskanal 22 der Fig. 1. Das Modul 10" baut damit insgesamt deutlich
niedriger als das Modul 10.
[0045] Der Verteilkanal 34
lV des Moduls 10" der Fig. 5 unterscheidet sich vom Verteilkanal 34 gemäß Fig. 1 dadurch,
dass der Verteilkanal 34
lV an beiden Enden jeweils über einen Anschluss 40-1 bzw. 40-2 am Luftzuführungskanal
22 angeschlossen ist. Die beiden Anschlüsse 40-1 und 40-2 sind vorzugsweise hinsichtlich
des Öffnungsquerschnitts einstellbar, um eine Gleichverteilung der Blasluft in mehrere
Verteilkanäle einstellen zu können. Die Querschnittsfläche des Verteilkanals 34
lV nimmt von den beiden Anschlüssen 40-1 und 40-2 ausgehend entlang der bogenförmigen
Erstreckung des Verteilkanals 34
lV entsprechend dem Abfluss von Blasluft in die Blasdüsenanordnungen 35 ab, bis in einem
Mittelbereich des Kanals eine Kanaltaille 72" erreicht ist, in der der Verteilkanal
34 seinen geringsten Querschnitt aufweist. Durch die Querschnittsflächenabnahme von
den Anschlüssen hin zur Kanaltaille wird für eine Gleichverteilung der Blasluft in
die an dem Verteilkanal 34
IV angeschlossenen Blasdüsenanordnung 35 gesorgt, wobei die Zufuhr der Blasluft von
den beiden Kanalenden her für eine gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 noch
bessere Gleichverteilung sorgt, insbesondere in Verbindung mit den beispielsweise
mittels Klappen oder dergleichen verstellbaren Anschlüssen.
[0046] Ansonsten kann mittels Modulen der Art des Moduls 10" der Fig. 5 in entsprechender
Weise wie mit Modulen in der Art des Moduls 10 oder 10' eine Anordnung beispielsweise
entsprechend der Anordnung der Fig. 3 aufgebaut werden.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 10, 10a, 10b, 10-1, 10-2, 10-3, 10-4, 10', 11a, 11b, 10"
- Einbaumodul
- 12, 12'
- Umlenk- und Trocknungsanordnung
- 14, 16, 18, 20
- Kanalwände
- 22, 22'
- Blaskanal
- 24, 26, 28, 30
- Kanalwände
- 20
- Trennwand (= 20 + 30)
- 32, 32"
- Saugkanal
- 34, 34', 34"', 34lV
- Verteilkanal
- 35
- Blasdüsenanordnung
- 36, 38, 36", 38"
- Kanalwand
- 40, 40-1, 40-2
- Anschluss
- 42
- Abführöffnungsanordnung
- 44
- Anschluss
- 46
- Saugraum
- 50
- Druckluftquelle
- 52
- Luftheizung
- 54
- Absaugeinrichtung
- 55
- Materialbahn (oben ändern)
- 60
- Abführkanal
- 70"
- Anschluss
- 72"
- Kanaltaille
1. Anordnung zum berührungslosen Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden
Materialbahn (55) beispielsweise aus Papier oder Karton auf Grundlage von zu wenigstens
einer Seite der Materialbahn zugeführtem Gas, umfassend:
- einen ersten Gaszuführungskanal (22), der sich in einer ersten Richtung erstreckt,
die zur Laufrichtung (L) der Materialbahn (55) im Wesentlichen orthogonal ist;
- wenigstens einen vom ersten Gaszuführungskanal abzweigenden zweiten Gaszuführungskanal
(34; 34'; 34"; 34IV), der sich entlang der Materialbahn in oder entgegen deren Laufrichtung erstreckt;
- entlang dem zweiten Gaszuführungskanal verteilt eine Mehrzahl von Blasdüsen oder
sich im Wesentlichen in der ersten Richtung erstreckenden Blasdüsenanordnungen (35);
wobei der zweite Gaszuführungskanal (34; 34'; 34"; 34
lV) bogenförmig verläuft, um eine Umlenkung der Materialbahn vorzusehen.
2. Anordnung zum berührungslosen Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden
Materialbahn (55) beispielsweise aus Papier oder Karton auf Grundlage von zu wenigstens
einer Seite der Materialbahn zugeführtem Gas, vorzugsweise nach Anspruch 1, umfassend:
- einen ersten Gaszuführungskanal (22), der sich in einer ersten Richtung erstreckt,
die zur Laufrichtung der Materialbahn im Wesentlichen orthogonal ist;
- wenigstens einen vom ersten Gaszuführungskanal abzweigenden zweiten Gaszuführungskanal
(34; 34'; 34"', 34IV), der sich entlang der Materialbahn in oder entgegen deren Laufrichtung erstreckt;
- entlang dem zweiten Gaszuführungskanal verteilt eine Mehrzahl von Blasdüsen oder
sich im Wesentlichen in der ersten Richtung erstreckenden Blasdüsenanordnungen (35);
wobei entlang dem zweiten Gaszuführungskanal (34; 34'; 34"'; 34
lV), und zwar gewünschtenfalls in der ersten Richtung gegenüber dem zweiten Gaszuführungskanal
versetzt, zwischen den Blasdüsen bzw. Blasdüsenanordnungen (35) angeordnete Abführöffnungen
oder sich im Wesentlichen in der ersten Richtung erstreckende Abführöffnungsanordnungen
(42) vorgesehen sind, die mit einem sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal
erstreckenden Gasabführungskanal (32; 32") in Abflussverbindung stehen oder von diesem
ausgehen.
3. Anordnung nach Abspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein von den Blasdüsen bzw. Blasdüsenanordnungen, den Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen
und dem ersten Gaszuführungskanal begrenzter, sich im Wesentlichen in der ersten Richtung
erstreckender Raum (46), durch den der zweite Gaszuführungskanal (34lV) verläuft, den Gasabführungskanal (34") bildet.
4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen (42) an dem zweiten Gaszuführungskanal
(34; 34'; 34"') vorbei mit dem Gasabführungskanal (32) in Abflussverbindung stehen.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen (42) über einen von den Blasdüsen
bzw. Blasdüsenanordnungen (35), den Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen
(42) und dem ersten Gaszuführungskanal (22) oder/und dem Gasabführungskanal (32) begrenzten,
sich im Wesentlichen in der ersten Richtung erstreckenden Raum (46), durch den der
zweite Gaszuführungskanal (34) verläuft, mit dem Gasabführungskanal (32) in Abflussverbindung
stehen.
6. Anordnung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch wenigstens einen vom Gasabführungskanal (32) (im Folgenden auch als erster Gasabführungskanal
angesprochen) abzweigenden zweiten Gasabführungskanal (60), der sich entlang der Materialbahn
in oder entgegen deren Laufrichtung erstreckt, wobei die Mehrzahl von Abführöffnungen
bzw. Abführöffnungsanordnungen entlang dem zweiten Gasabführungskanal verteilt sind
und über den zweiten Gasabführungskanal mit dem ersten Gasabführungskanal (32) in
Verbindung stehen.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gasabführungskanal entsprechend dem zweiten Gaszuführungskanal bogenförmig
verläuft.
8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des zweiten Gasabführungskanals (60) ausgehend von einem Anschluss
(44) am ersten Gasabführungskanal (32) abnimmt.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gasabführungskanal an zwei Enden, zwischen denen er sich erstreckt, jeweils
vom ersten Gasabführungskanal abzweigt.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des zweiten Gasabführungskanals ausgehend von den den beiden
Enden zugeordneten Anschlüssen am ersten Gasabführungskanal hin zu einem zwischen
den beiden Enden vorgesehenen Taillenabschnitt abnimmt.
11. Anordnung zum berührungslosen Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden
Materialbahn (55) beispielsweise aus Papier oder Karton auf Grundlage von zu wenigstens
einer Seite der Materialbahn zugeführtem Gas, vorzugsweise nach wenigstens einem der
Ansprüche 1 bis 10, umfassend:
- einen ersten Gaszuführungskanal (22), der sich in einer ersten Richtung erstreckt,
die zur Laufrichtung (L) der Materialbahn (55) im Wesentlichen orthogonal ist;
- wenigstens einen vom ersten Gaszuführungskanal abzweigenden zweiten Gaszuführungskanal
(34; 34"'; 34IV), der sich entlang der Materialbahn in oder entgegen deren Laufrichtung erstreckt;
- entlang dem zweiten Gaszuführungskanal verteilt eine Mehrzahl von Blasdüsen oder
sich im Wesentlichen in der ersten Richtung erstreckenden Blasdüsenanordnungen (35);
wobei die Querschnittsfläche des zweiten Gaszuführungskanals (34; 34"'; 34
lV) ausgehend von einem Anschluss (40) am ersten Gaszuführungskanal (22) abnimmt.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gaszuführungskanal (34IV) an zwei Enden, zwischen denen er sich erstreckt, jeweils vom ersten Gaszuführungskanal
(22) abzweigt.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des zweiten Gaszuführungskanals (34IV) ausgehend von den den beiden Enden zugeordneten Anschlüssen (40-1, 40-2) am ersten
Gaszuführungskanal (22) hin zu einem zwischen den beiden Enden vorgesehenen Taillenabschnitt
(72") abnimmt.
14. Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der/ein Anschluss (40; 40-1, 40-2) des zweiten Gaszuführungskanals (34; 34'; 34"';
34IV) am ersten Gaszuführungskanal (22) eine verstellbare Öffnungsquerschnittsfläche aufweist.
15. Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, jedenfalls nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine mit den Abführöffnungen bzw. Abführöffnungsanordnungen (42) in Abflussverbindung
stehende Gaseintrittsöffnung (44) des sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal
erstreckenden Gasabführungskanals (32) oder ersten Gasabführungskanals (32), ggf.
der/ein Anschluss (44) des zweiten Gasabführungskanals (60) am ersten Gasabführungskanal
(32), eine verstellbare Öffnungsquerschnittsfläche aufweist.
16. Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, jedenfalls nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gaszuführungskanal (22) und der sich im Wesentlichen parallel zum ersten
Gaszuführungskanal erstreckende Gasabführungskanal (32) oder erste Gasabführungskanal
(32) nebeneinander verlaufen, vorzugweise in enger Nachbarschaft zueinander, höchstvorzugsweise
Kanalwand an Kanalwand oder mit einer gemeinsamen Kanaltrennwand (20), und dass der
zweite Gaszuführungskanal (34) in enger Nachbarschaft zum sich im Wesentlichen parallel
zum ersten Gaszuführungskanal (32) erstreckenden Gasabführungskanal (32) oder ersten
Gasabführungskanal (32) endet, vorzugsweise an oder fluchtend mit einer Kanalwand
des sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal erstreckenden Gasabführungskanals
oder ersten Gasabführungskanals.
17. Anordnung nach Anspruch 16 sowie nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gasabführungskanal (60) in enger Nachbarschaft zum ersten Gaszuführungskanal
(22) endet, vorzugsweise an oder fluchtend mit einer Kanalwand des ersten Gaszuführungskanals.
18. Anordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung auf Grundlage wenigstens eines als Einheit handhabbaren Einbaumoduls
(10; 10a, 10b, 11a, 11b; 10'; 10") aufgebaut ist, welches den ersten Gaszuführungskanal
oder wenigsten ein dem ersten Gaszuführungskanal zugeordnetes Kanalsegment (22) und
wenigstens einen von dem ersten Gaszuführungskanal bzw. dem Kanalsegment abzweigenden
zweiten Gaszuführungskanal (34; 34'; 34"; 34"'; 34lV) aufweist.
19. Anordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal erstreckende Gasabführungskanal
(32; 32") oder erste Gasabführungskanal (32; 32") oder wenigstens ein diesem Kanal
zugeordnetes Kanalsegment (32; 32") Bestandteil des Einbaumoduls ist.
20. Anordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein von dem ersten Gasabführungskanal bzw. dem jeweiligen Kanalsegment
abzweigender zweiter Gasabführungskanal (60) Bestandteil des Einbaumoduls ist.
21. Anordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Anschluss (40, 44; 40-1, 40-2) bzw. wenigstens eine Gaseintrittsöffnung
mit verstellbarer Öffnungsquerschnittsfläche Bestandteil des Einbaumoduls ist.
22. Anordnung nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung mehrere in der ersten Richtung gegeneinander versetzte Einbaumodule
umfasst (Fig. 3).
23. Anordnung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Einbaumodul eigene Blasdüsenanordnungen (35) oder/und Abführöffnungsanordnungen
(42) aufweist.
24. Anordnung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass mehreren Einbaumodulen gemeinsam sich über die Einbaumodule in der ersten Richtung
erstreckende Blasdüsenanordnungen (35) oder/und Abführöffnungsanordnungen (42) zugeordnet
sind.
25. Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gaszuführungskanal (22; 22') direkt oder indirekt an einer Gasquelle, insbesondere
Druckgasquelle (50), angeschlossen ist.
26. Anordnung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasquelle (50) eine Gasaufheizeinrichtung (52) zugeordnet oder nachgeordnet ist,
um für eine Erwärmungs- oder Trocknungsbehandlung der Materialbahn (55) dem ersten
Gaszuführungskanal (22) auf eine Behandlungs- oder Trocknungstemperatur erwärmtes
Gas zuzuführen.
27. Anordnung nach Anspruch 15 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasquelle im Betrieb Luft, insbesondere Druckluft, als Gas dem ersten Gaszuführungskanal
(22; 22') zuführt.
28. Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 27, jedenfalls nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal (22; 32") erstreckende
Gasabführungskanal (32; 32") oder erste Gasabführungskanal (32; 32") direkt oder indirekt
an einer Gasabzugseinheit (54) angeschlossen ist.
29. Anordnung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass im Betrieb von der Gasabzugseinheit (54) Luft, ggf. Luft mit einem gegenüber der
Umgebungsluft erhöhtem Feuchtegehalt, über den Gasabführungskanal (32; 32") aus dem
Bereich der Materialbahn abgezogen wird.
30. Anordnung zum berührungslosen Führen oder/und Umlenken oder/und Behandeln einer laufenden
Materialbahn (55) beispielsweise aus Papier oder Karton auf Grundlage von zu wenigstens
einer Seite der Materialbahn zugeführtem Gas, gewünschtenfalls mit den Merkmalen wenigstens
eines der vorhergehenden Ansprüche, umfassend wenigstens einen Gaszuführungskanal
(34; 34'; 34"; 34"'; 34lV), aus dem im Betrieb längs seiner Erstreckung verteilt Gas abfließt, sowie gewünschtenfalls
wenigstens einen Gasabführungskanal (60), in den im Betrieb längs seiner Erstreckung
verteilt Gas zufließt,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Hinblick auf eine Umlenkung der Materialbahn wenigstens ein Gaszuführungskanal
(34; 34'; 34"; 34lV) oder/und wenigstens ein Gasabführungskanal bogenförmig verläuft,
oder/und
dass die Querschnittsfläche wenigstens eines Gaszuführungskanals (34; 34"'; 34lV) in Strömungsrichtung des Gases abnimmt oder/und die Querschnittsfläche wenigstens
eines Gasabführungskanals (60) in Strömungsrichtung des Gases zunimmt.
31. Einbaumodul für eine Anordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
jedenfalls nach einem der Ansprüche 18 bis 24, umfassend den ersten Gaszuführungskanal
oder ein dem ersten Gaszuführungskanal zugeordnetes Kanalsegment und wenigstens einen
von dem ersten Gaszuführungskanal bzw. dem Kanalsegment abzweigenden zweiten Gaszuführungskanal,
wobei das Einbaumodul (10; 10a; 10b; 10-1; 10-2; 10-3; 10-4; 10'; 11a; 11b; 10") als
Einheit handhabbar ist.
32. Einbaumodul nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbaumodul den sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal erstreckenden
Gasabführungskanal (32) oder ersten Gasabführungskanal (32) oder wenigstens ein diesem
Kanal zugeordnetes Kanalsegment aufweist.
33. Einbaumodul nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbaumodul wenigstens einen von dem ersten Gasabführungskanal (32) bzw. dem
Kanalsegment abzweigenden zweiten Gasabführungskanal (60) aufweist.
34. Einbaumodul nach einem der Ansprüche 31 bis 33, gekennzeichnet durch die sich auf wenigstens einen der Kanäle bzw. ein Einbaumodul beziehenden Merkmale
wenigstens eines der Ansprüche 1 bis 30.
35. Blasdüsenanordnung für eine Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 30,
jedenfalls nach Anspruch 24, zur Zuordnung zu mehreren in einer Reihe angeordneten
Einbaumodulen (10-1, 10-2, 10-3, 10-4), derart, dass sich die Blasdüsenanordnung (35)
über die Einbaumodule erstreckt und an deren zweiten Gaszuführungskanälen angeschlossen
ist.
36. Abführöffnungsanordnung für eine Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
30, jedenfalls nach Anspruch 24, zur Zuordnung zu mehreren in einer Reihe angeordneten
Einbaumodulen (10-1, 10-2, 10-3, 10-4), derart, dass sich die Abführöffnungsanordnung
(42) über die Einbaumodule erstreckt und an deren zweiten Gasabführungskanälen bzw.
dem sich im Wesentlichen parallel zum ersten Gaszuführungskanal (32) erstreckenden
Gasabführungskanal angeschlossen ist.