[0001] Die Erfindung betrifft einen mehrere Kammern aufweisenden Hydrozyklonseparator mit
einer Vielzahl einzelner Hydrozyklone zum Abscheiden von festen Stoffen oder von Flüssigkeiten
aus Flüssigkeiten, insbesondere zum Abscheiden von Öl aus einem Öl-Wasser-Sand-Gemisch,
wie es bei der Ölgewinnung im Off-Shore-Bereich anfällt, wobei der Hydrozyklonseparator
eine Eintrittsöffnung für das Öl-Wasser-Sand-Gemisch, eine Austrittsöffnung für das
den Sand mitführende Wasser und eine Austrittsöffnung für das Öl aufweist.
[0002] Bei Hydrozyklonseparatoren der vorgenannten Art kommt es an den Oberflächen der einzelnen
Hydrozyklone zu Ablagerungen. Dadurch wird der Innenraum der Kammern des Hydrozyklonseparators
an den betreffenden Stellen verengt. Dies führt zu einer geringeren Leistung des Hydrozyklonseparators.
Die Ablagerungen führen schließlich dazu, dass innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeitabstände
einzelne Hydrozyklone oder der gesamte Hydrozyklonseparator ausgewechselt werden müssen.
Dadurch ergeben sich sehr häufige Stillstandzeiten für die betreffenden Anlagen, wodurch
erhebliche Kosten verursacht werden. Ein Reinigen der betreffenden Teile von den Ablagerungen
würde einen sehr hohen Aufwand an chemischen und abrasiven Reinigungsmitteln erfordern.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei den bekannten Hydrozyklonseparatoren
auftretenden Ablagerungen und den dadurch erforderlich werdende Austausch einzelner
Hydrozyklone oder des gesamten Hydrozyklonseparator zu verhindern oder zumindest wesentlich
zu verringern um höhere Standzeiten zu erzielen.
[0004] Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht bei einem Hydrozyklonseparator der eingangs
genannten Art darin, dass die Oberflächen der einzelnen Hydrozyklone mit einer Schicht
aus einem hochgleitfähigen und hochverschleißfesten Kunststoff versehen sind.
[0005] Die Schicht aus hochgleitfähigem und hochverschleißfestem Kunststoff bewirkt, dass
an die Oberfläche der Hydrozyklone gelangende Feststoffpartikel an der glatten Kunststoffschicht
abgleiten und sich nicht festsetzen können. Somit wird die Bildung von Ablagerungen
an den Hydrozyklonen verhindert. Dadurch bleiben stets die ursprünglichen Querschnitte
und damit auch die ursprünglichen Fließgeschwindigkeiten erhalten. Es ist daher im
äußersten, Fall nur noch in sehr großen Zeitabständen ein Auswechseln der Hydrozyklone
erforderlich.
[0006] Soweit sich an wenigen Stellen einzelner Hydrozyklone doch noch geringfügige Ablagerungen
bilden sollten, ermöglicht die Schicht aus dem hochgleitfähigen und hochverschleißfesten
Kunststoff, bei einer Wartung des Hydrozyklonseparators die von den Ablagerungen betroffenen
Stellen der einzelnen Hydrozyklone durch einen einfachen Waschvorgang, durch den die
Umwelt nicht belastet wird, zu reinigen.
[0007] In Ausgestaltung der Erfindung besteht der hochgleitfähige und hochverschleißfeste
Kunststoff aus Polytetrafluorethylen (PTFE). Der unter dem Handelsnamen Teflon bekannte
Werkstoff PTFE besitzt besonders gute Gleiteigenschaften bei sehr hoher Verschleißfestigkeit
und weist daher ausgezeichnete Antihafteigenschaften auf.
[0008] Zweckmäßigerweise beträgt die Dicke der Schicht aus dem hochgleitfähigen und hochverschleißfesten
Kunststoff mindestens 8 µm, vorzugsweise etwa 17 µm.
[0009] Ein besonders gutes Ergebnis bezüglich des Abgleitens von Feststoffpartikeln von
der Schicht aus hochgleitfähigem und hochverschleißfestem Kunststoff wird dadurch
erzielt, dass dem hochgleitfähigen und hochverschleißfesten Kunststoff filmbildende
Harze und/oder mineralische Füllstoffe beigefügt sind.
[0010] Um eine gute Haftung des Kunststoffs an den Oberflächen der Hydrozyklone zu erzielen,
weisen nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die einzelnen Hydrozyklone vor dem
Aufbringen der Schicht aus einem hochgleitfähigen und hochverschleißfesten Kunststoff
eine raue Oberfläche auf.
[0011] In den meisten Fällen reicht es aus, die Rauigkeit der Oberfläche der einzelnen Hydrozyklone
durch entsprechende mechanische Bearbeitung, beispielsweise durch einen Schleifvorgang
zu bilden.
[0012] Die Rauigkeit der Oberfläche der einzelnen Hydrozyklone kann aber auch in einfacher
Weise durch eine Laserbehandlung oder durch einen Ätzvorgang erzielt werden.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hydrozyklonseparators
wird die Rauigkeit der Oberfläche der einzelnen Hydrozyklone durch thermisches Aufspritzen
von Hartstoffgranulat erzielt.
[0014] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Hydrozyklonseparators
dargestellt und nachstehend näher erläutert. Es zeigen, jeweils in schematischer Darstellung:
Fig. 1 einen Hydrozyklonseparator in einem Längsschnitt;
Fig. 2 einen einzelnen Hydrozyklon in Seitenansicht.
[0015] Der in Fig.1 dargestellte Hydrozyklonseparator 1 weist eine erste Kammer 2 auf, in
die durch eine Eintrittsöffnung 3 das Öl-Wasser-Sand-Gemisch eintritt. Bei dem Wasser
kann es sich beispielsweise um Seewasser handeln. In der ersten Kammer 2 befindet
sich eine Vielzahl einzelner Hydrozyklone 4, von denen nur einige dargestellt sind.
Das Öl-Wasser-Sand-Gemisch gelangt über in den Hydrozyklonen 4 vorgesehene Öffnungen
5 in die Hydrozyklone 4, in denen das Öl von dem sandführenden Wasser abgeschieden
wird. Das sandführende Wasser tritt aus den in eine zweite Kammer 6 hineinragenden
Enden der Hydrozyklone 4 aus und gelangt somit zunächst in die zweite Kammer 6. Von
dort wird das sandführende Wasser über eine Austrittsöffnung 7 entsorgt. Das Öl tritt
am anderen Ende der Hydrozyklone 4 aus und gelangt in eine dritte Kammer 8. Von dort
wird das Öl über eine Austrittsöffnung 9 abgezogen.
[0016] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Hydrozyklon 4 ist eine Schicht 10 aus einem hochgleitfähigen
und hochverschleißfesten Kunststoff durch strichpunktierte Linien angedeutet. Wie
aus Fig. 2 zu ersehen ist, erstreckt sich die Schicht 10 aus dem hochgleitfähigen
und hochverschleißfesten Kunststoff über die gesamte Länge der Hydrozyklone 4.
1. Mehrere Kammern aufweisender Hydrozyklonseparator mit einer Vielzahl einzelner Hydrozyklone
zum Abscheiden von festen Stoffen oder von Flüssigkeiten aus Flüssigkeiten, insbesondere
zum Abscheiden von Öl aus einem Öl-Wasser-Sand-Gemisch, wie es bei der Ölgewinnung
im Off-Shore-Bereich anfällt, wobei der Hydrozyklonseparator eine Eintrittsöffnung
für das Öl-Wasser-Sand-Gemisch, eine Austrittsöffnung für das den Sand mitführende
Wasser und eine Austrittsöffnung für das Öl aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächen der einzelnen Hydrozyklone mit einer Schicht aus einem hochgleitfähigen
und hochverschleißfesten Kunststoff versehen sind.
2. Hydrozyklonseparator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hochgleitfähige und hochverschleißfeste Kunststoff aus Polytetrafluorethylen
(PTFE) besteht.
3. Hydrozyklonseparator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Schicht aus dem hochgleitfähigen und hochverschleißfesten Kunststoff
mindestens 8 µm beträgt.
4. Hydrozyklonseparator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Schicht aus dem hochgleitfähigen und hochverschleißfesten Kunststoff
etwa 17 µm beträgt.
5. Hydrozyklonseparator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet dass dem hochgleitfähigen und hochverschleißfesten Kunststoff filmbildende Harze und/oder
mineralische Füllstoffe beigefügt sind.
6. Hydrozyklonseparator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet dass die einzelnen Hydrozyklone vor dem Aufbringen der Schicht aus einem hochgleitfähigen
und hochverschleißfesten Kunststoff eine raue Oberfläche aufweisen.
7. Hydrozyklonseparator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauigkeit der Oberfläche der einzelnen Hydrozyklone durch entsprechende mechanische
Bearbeitung, beispielsweise durch einen Schleifvorgang gebildet ist.
8. Hydrozyklonseparator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauigkeit der Oberfläche der einzelnen Hydrozyklone durch eine Laserbehandlung
erzielt wird.
9. Hydrozyklonseparator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauigkeit der Oberfläche der einzelnen Hydrozyklone durch einen Ätzvorgang erzielt
wird.
10. Hydrozyklonseparator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauigkeit der Oberfläche der einzelnen Hydrozyklone durch thermisches Aufspritzen
von Hartstoffgranulat erzielt wird.