Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Holzspaltevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus der GB 2073 656 A ist eine Holzspaltevorrichtung mit einem kegelförmigen Spaltelement
bekannt, das an seiner Kegelfläche eine gewindeförmige Struktur aufweist. Zum Spalten
eines Holzblocks wird das Spaltelement mit seiner Spitze auf den Holzblock aufgesetzt
und in Rotation versetzt. Durch die gewindeförmige Struktur schraubt sich die Kegelspitze
in den Holzblock, der dann vom Spaltelement auseinander gedrückt und somit gespalten
wird. Zum Spalten von Baumstümpfen kann der Spaltkegel an einem Ausleger eines Fahrzeugs,
beispielsweise eines Krans, befestigt und dort hydraulisch betrieben werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Holzspaltevorrichtung anzugeben, mit
der eine hohe Arbeitssicherheit erreicht werden kann. Diese Aufgabe wird gemäß der
Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die Erfindung geht aus von einer Holzspaltevorrichtung mit einem Arbeitskopf, einem
Verbindungsmittel zur Verbindung des Arbeitskopfs mit einer motorisch betriebenen
Positioniervorrichtung, einem Spaltelement und einem Antriebsmittel zum rotatorischen
Antrieb des Spaltelements.
[0005] Es wird vorgeschlagen, dass die Holzspaltevorrichtung einen Anschlag zum Verhindern
eines Mitdrehens eines zu spaltenden Holzstücks mit dem Spaltelement umfasst.
[0006] Es hat sich gezeigt, dass das Mitdrehen eines Holzstücks um ein rotatorisch angetriebenes
Spaltelement, das mit einer motorisch angetriebenen Positioniervorrichtung, beispielsweise
einem Maschinenausleger eines Heubaggers, recht einfach verhindert werden kann, indem
das Spaltelement durch die Positioniervorrichtung auf das Holzstück gepresst wird.
Die Reibung zwischen dem Holzstück und dem Boden, auf dem es liegt, kann auf diese
Weise so weit erhöht werden, dass das Spaltelement in das Holzstück eindrehen kann,
ohne dass dieses um das Spaltelement herum mitdreht. Ist das Holzstück gespalten,
so kann das Spaltelement aus dem gespaltenen Holzstück herausgehoben werden. Manche
Holzstücke, insbesondere solche mit vielen Astansätzen, pressen sich jedoch auch im
gespaltenen Zustand noch relativ fest an das Spaltelement. Bei solchen Hölzern muss
das Spaltelement aus dem Holzstück herausgedreht werden. Auch hierbei kann ein genügender
Druck auf das Holzstück aufrechterhalten bleiben, der ein Mitdrehen des Holzstücks
um das Spaltelement herum verhindert. Durch die Absicht des Bedieners der Holzspaltevorrichtung,
das Spaltelement aus dem Holzstück herauszuheben, kann es jedoch vorkommen, dass das
Spaltelement mit Hilfe des Positioniermittels beim Herausdrehen angehoben wird. Dabei
kann das Holzstück unversehens in schnelle Rotation versetzt werden, wodurch das Holzstück
für in der Nähe stehende Personen eine erhebliche Gefahrenquelle bildet.
[0007] Einer solchen, durch eine Unachtsamkeit eines Bedieners hervorgerufenen Gefahr kann
begegnet werden, wenn die Holzspaltevorrichtung einen Anschlag umfasst, der das Mitdrehen
des zu spaltenden Holzstücks verhindert. Der Anschlag ist hierbei so positioniert,
dass ein größeres um das Spaltelement drehendes Holzstück an den Anschlag anschlägt.
Der Anschlag kann eine Stange oder ein Rohr sein, der relativ zum Spaltelement eine
feste oder einstellbare Position einnimmt. Auch ein mit der Holzspaltevorrichtung
verbundener Holzgreifer kann als Anschlag verwendet werden. Hierbei kann der Holzgreifer
zum Festhalten des Holzstücks beim Spalten vorgesehen oder so angeordnet sein, dass
ein frei drehendes Holzstück an den Holzgreifer anschlägt.
[0008] Als Spaltelement ist insbesondere ein kegelförmiges Element mit einer gewindeartigen
Struktur geeignet. Das Antriebsmittel kann ein Motor sein, der innerhalb oder außerhalb
des Spaltelements angeordnet ist und der insbesondere hydraulisch angetrieben wird.
Ein vorteilhaftes Positioniermittel ist eine mit einem Fahrzeug verbindbare oder daran
befestigte Einrichtung, wie beispielsweise ein Maschinenausleger oder ein Kranarm
eines Krans. Als Fahrzeuge sind Fahrzeuge mit oder ohne eigenen Antrieb geeignet,
wie ein Bagger, ein Heubagger, ein Grabbagger, ein Traktor, ein Unimog oder ein Anhänger.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Anschlag unter das Spaltelement
positionierbar. Der Anschlag kann in ein bereits gespaltenes und noch nicht auseinander
gefallenes Holzstück eingedrückt werden, ohne dass das Spaltelement beispielsweise
in benachbartes Erdreich eingepresst wird. Der Anschlag kann somit als Zerteilelement
genutzt werden, der ein gespaltenes Holzstück, dessen beide Teile noch an Fasern zusammenhängen,
vollständig zerteilt. Eine Position unter dem Spaltelement nimmt der Anschlag ein,
wenn er vollständig oder zumindest weite Teile des Anschlags näher am Erdboden positioniert
sind als die Spitze des Spaltelements. Auch eine Position schräg unter dem Spaltelement
wird als unter dem Spaltelement betrachtet.
[0010] Es wird außerdem vorgeschlagen, dass der Anschlag ein Zerteilmittel aufweist, das
in eine waagerechte Position gebracht werden kann. Das Zerteilmittel kann in ein gespaltenes
Holzstück, ähnlich einer Axt, eingebracht werden, und das Holzstück kann durch eine
nach unten schlagende Bewegung oder durch eine Hin- und Herbewegung des Zerteilmittels
vollständig zerteilt werden. Durch Faserreste oder Astansätze noch miteinander verbundene
Teile eines gespaltenen Holzstücks können auf diese Weise leicht voneinander getrennt
werden. Als waagerecht wird eine Position verstanden, die zumindest weitgehend parallel
zum Erdboden oder im Wesentlichen senkrecht zur Beschleunigungsrichtung der Erdschwerkraft
ausgerichtet ist.
[0011] Zweckmäßigerweise ist das Zerteilmittel senkrecht, also in Richtung zum Erdboden
hin, bewegbar. Eine senkrechte Bewegung des Zerteilmittels erlaubt eine schlagende
Bewegung von oben in das gespaltene Holzstück hinein, wodurch dieses in einfacher
Weise vollständig in zwei Teile zerteilt werden kann.
[0012] Das Zerteilen noch zusammenhängender Teile eines bereits gespaltenen Holzstücks kann
erleichtert werden, wenn das Zerteilmittel in waagerechter Position einen nach unten
enger werdenden Querschnitt aufweist. Mit der engeren Partie des Zerteilmittels wird
zwischen die noch zusammenhängenden Teile eingefahren und Faserverbindungen oder Astverbindungen
können durchschnitten oder zerrissen werden. Mit der weiter oben liegenden breiteren
Partie des Zerteilmittels werden die beiden Teile auseinander gedrückt. Der Querschnitt
kann insbesondere keilförmig oder schneidenförmig sein, wodurch das Zerteilmittel
wie ein Messer teilend verwendet werden kann.
[0013] Das Antriebsmittel kann einen oder mehrere Hydraulikmotoren umfassen. Mit einem Antriebsmittel,
das zwei Hydraulikmotoren umfasst, die parallel betrieben werden können, kann eine
besonders kräftige rotatorische Bewegung des Spaltelements erreicht werden, wobei
nur ein Teil der Rotationskraft von jeweils einem Motor aufgebracht werden muss. Die
Beanspruchung der Motoren kann gering gehalten werden, wodurch eine lange Lebensdauer
und eine hohe Zuverlässigkeit der Motoren erreicht werden kann.
[0014] Können die Hydraulikmotoren in Reihe betrieben werden, so ist eine schnelle Rotation
möglich, die insbesondere beim Herausdrehen des Spaltelements von Vorteil ist. Zweckmäßigerweise
sind die Motoren sowohl in Reihe als auch parallel betreibbar. Mit Hilfe eines Ventils
kann ein Bediener zwischen parallelem Betrieb und Reihenbetrieb umschalten und eine
schnelle oder langsame Rotation des Spaltelements wählen. Auf diese Weise können mit
der üblicherweise geringen Förderleistung einer an einem z.B. Heubagger installierten
Hydraulikpumpe durch ein Zusammenwirken zweier Hydraulikmotoren solche Hydraulikmotoren
mit einer relativ schnelle Bewegung gewählt werden, und es kann trotzdem mit einer
hohen Kraft in das zu spaltende Holz eingefahren werden.
[0015] Eine besonders einfache Konstruktion der Holzspaltevorrichtung kann dadurch erreicht
werden, dass der Arbeitskopf relativ zur Positioniervorrichtung beweglich ist und
am Arbeitskopf das Antriebsmittel, das Spaltelement und der Anschlag angeordnet sind.
Die Antriebsmittel können auch im Arbeitskopf angeordnet sein. Der Arbeitskopf ist
beispielsweise an der Positioniervorrichtung drehbar oder verschwenkbar, um das Spaltelement
oder den Anschlag in eine gute Arbeitsposition bringen zu können.
[0016] Ein weiterer Vorteil wird erreicht, wenn der Anschlag relativ zum Spaltelement beweglich
ausgeführt ist und der Anschlag in Verbindung mit dem Spaltelement als Holzgreifer
verwendet werden kann. Das zu spaltende Holzstück kann ohne weiteren apparativen Aufwand
zu einer Spaltstelle getragen, dort gespalten und anschließend beispielsweise auf
einen Wagen verladen werden. Der Anschlag ist hierbei um ein Gelenk in der Weise beweglich
ausgeführt, dass er in Verbindung mit dem Spaltelement als Zange wirken kann, also
zum Spaltelement hin beweglich und mit einer Haltekraft beaufschlagbar ist. Die Haltekraft
kann durch einen Hydraulikmechanismus aufgebracht werden.
[0017] Vorteilhafterweise umfasst der Anschlag mindestens zwei Anschlagarme. Ein Holzstück
kann sicher zwischen den Armen und fest gegriffen werden. Insbesondere sind die Arme
parallel und zweckmäßigerweise zum Spaltelement gekrümmt ausgeführt. Einem Herausrutschen
des Holzstücks aus der aus Armen und Spaltelement gebildeten Zange wird entgegengewirkt.
[0018] Zweckmäßigerweise umfasst der Arbeitskopf eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme eines
Holzgreifers. Mit dieser einfachen Konstruktion kann das zu spaltende Holz einfach
in Position gebracht werden und die gespaltenen Holzteile, beispielsweise zum Abtransport,
aufgestapelt werden.
[0019] Der Holzgreifer kann einfach gedreht und somit in eine gute Arbeitsposition gebracht
werden, wenn die Aufnahmevorrichtung einen Rotator aufweist. Der Rotator liefert die
Antriebsbewegung, die beispielsweise zum Drehen des Holzgreifers in eine gute Arbeitsposition
verwendet wird. Über eine oder mehrere Kardanwellen und Kardangelenke kann die Rotationsenergie
vom Rotator zum Holzgreifer übertragen werden.
[0020] Ein einfacher und schneller Werkzeugwechsel vom Spaltelement zum Holzgreifer und
andersherum kann erreicht werden, wenn die Aufnahmevorrichtung durch eine Drehbewegung
des Arbeitskopfs zumindest teilweise nach unten weisend positionierbar ist. So kann
beispielsweise, nachdem das Spaltelement zur Spaltung eines Holzstücks verwendet wurde,
durch eine einfache Drehbewegung des Arbeitskopfs der Greifer in die Richtung des
zerteilten Holzstücks geschwenkt werden, so dass der Holzgreifer in eine zum Greifen
der Holzteile geeignete Position gebracht ist. Nach Abschluss des Greifvorgangs durch
den Holzgreifer kann das Spaltelement durch die entgegengesetzt gerichtete Drehbewegung
des Arbeitskopfs wieder in seine Arbeitsstellung gebracht werden. Nach unten weist
die Aufnahmevorrichtung, wenn eine Richtung, in die sie weist, einen Winkel von weniger
als 45° zu einer senkrecht gedachten Linie bildet.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass mit dem Spaltelement
ein Gleitmittelbehälter verbunden ist. Es kann Gleitmittel auf die Oberfläche des
Spaltelements aufgebracht werden, wodurch dem Anhaften von Schmutz und insbesondere
Harz am Spaltelement entgegengewirkt werden kann. Hierdurch kann das Eindringen des
Spaltelements in das Holzstück erleichtert werden und die Haftung des Holzstücks am
Spaltelement verringert werden. Außerdem wird die Gefahr des Mitdrehens des Holzstücks
um das Spaltelement herum verringert. Zusätzlich kann einer Abnutzung des Spaltelements
entgegengewirkt werden.
[0022] Der Gleitmittelbehälter kann außerhalb des Spaltelements angeordnet und beispielsweise
durch eine Leitung mit dem Spaltelement verbunden sein. Zweckmäßigerweise ist der
Gleitmittelbehälter jedoch innerhalb des Spaltelements angeordnet. Es ist keine Verbindung
des Gleitmittelbehälters mit dem Spaltelement, beispielsweise in Form einer Kupplung,
nötig, wodurch eine hohe Zuverlässigkeit der Gleitmittelzufuhr zum Spaltelement gewährleistet
werden kann.
[0023] Eine sichere und zuverlässige Führung eines Gleitmittels aus dem Gleitmittelbehälter
auf die Außenfläche des Spaltelements kann erreicht werden, indem das Spaltelement
eine Austrittsöffnung aufweist, durch die eine Verbindung vom Gleitmittelbehälter
zur Außenfläche des Spaltelements gebildet wird.
[0024] Um eine gewünschte Dosierung des Gleitmittels zu erreichen, kann ein Gleitmittelkanal
so ausgestaltet sein, dass das Gleitmittel bei einer Drehung des Spaltelements durch
die Fliehkraft auf die Außenfläche des Spaltelements gezogen wird. Alternativ ist
auch denkbar, eine mit der Rotation des Spaltelements gekoppelte Förderpumpe einzusetzen,
durch die bei einer Rotation des Spaltelements Gleitmittel auf die Auβenfläche gefördert
wird. Es ist auch möglich, ein zweckmäßigerweise fernbedienbares Ventil vorzusehen,
durch das Gleitmittel zu gewünschten Zeitpunkten freigegeben werden kann.
[0025] Das Spaltelement kann ein im Wesentlichen kegelförmiges Kopfelement und ein im Wesentlichen
kegelstumpfförmiges Rumpfelement umfassen, wobei die Austrittsöffnung zwischen dem
Kopfelement und dem Rumpfelement angeordnet ist. Die Austrittsöffnung ist somit in
unmittelbarer Nähe des Kopfelements angeordnet, das beim Eindringen des Spaltelements
in das Holzstück am meisten belastet wird. Außerdem kann beispielsweise ein Spalt
zwischen dem Kopfelement und dem Rumpfelement als Austrittsöffnung verwendet werden,
wodurch keine gesonderte Austrittsöffnung vorgesehen sein muss.
Zeichnung
[0026] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Holzspaltevorrichtung mit einem in eine Arbeitsposition gebrachten
Spaltelement,
- Fig. 2
- die Holzspaltevorrichtung mit einem in Arbeitsposition gebrachten Zerteilmittel,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch einen Anschlag der Holzspaltevorrichtung,
- Fig. 4
- einen Holzgreifer der Holzspaltevorrichtung in Arbeitsposition,
- Fig. 5
- eine Detailansicht des Arbeitskopfs und des Spaltelements der Holzspaltevorrichtung,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung der Hydraulikölversorgung der Antriebsmittel der Holzspaltevorrichtung,
- Fig. 7
- ein Durchströmschema durch ein Ventil und
- Fig. 8
- ein weiteres Durchströmschema durch das Ventil.
[0028] In Figur 1 ist in schematischer Art und Weise eine Holzspaltevorrichtung 2 in einer
Seitenansicht dargestellt. Die Holzspaltevorrichtung 2 umfasst ein kegelförmiges Spaltelement
4 zum Spalten eines Holzstücks 6, einen Anschlag 8 zum Verhindern eines Mitdrehens
des zu spaltenden Holzstücks 6 mit dem Spaltelement 4. Der Anschlag 8 umfasst ein
nach außen weisendes Zerteilmittel 10, das in Form einer Schneide ausgestaltet ist
(Figur 3). Das Spaltelement 4 und der Anschlag 8 sind an einem Arbeitskopf 12 befestigt,
der zusätzlich noch einen Holzgreifer 14 trägt. Der Arbeitskopf 12 ist durch ein Verbindungsmittel
18 mit einer als Maschinenausleger eines Traktors ausgestalteten Positioniervorrichtung
16 verbunden und daran beweglich gelagert. Der Maschinenausleger ist mit einer nicht
gezeigten Maschine, beispielsweise einem Traktor, einem Heubagger oder einem Rumpfstück
einer Holzspalteeinrichtung, verbunden. Durch die bewegliche Lagerung des Arbeitskopfs
12 am Maschinenausleger dient der Arbeitskopf 12 gleichzeitig als zweites Positioniermittel,
mit dem das Spaltelement 4, der Anschlag 8 und der Holzgreifer 14 in eine Arbeitsposition
positionierbar sind.
[0029] Zum Spalten des Holzstücks 6 wird das Spaltelement 4 mit Hilfe des Maschinenauslegers
mit seiner Spitze 20 (Figur 2) auf das Holzstück 6 aufgedrückt. Dann wird das Spaltelement
4 durch zwei in Figur 5 gezeigte Hydraulikmotoren 22 und 24, die als Antriebsmittel
des Spaltelements 4 dienen, in eine Drehbewegung versetzt. Auf der Außenfläche des
Spaltelements 4 ist eine Gewindestruktur 26 angebracht, durch die sich das Spaltelement
4 in das Holzstück 6 einschraubt. Das Eindringen des Spaltelements 4 in das Holzstück
6 kann außerdem durch eine vom Maschinenausleger auf das Spaltelement 4 aufgebrachte
Druckkraft unterstützt werden. Durch das Eindringen des kegelförmigen Spaltelements
4 in das Holzstück 6 wird das Holzstück 6 gespalten. Hierbei verbleiben, je nach Beschaffenheit
des Holzstücks 6, mehr und weniger Fasern 28 zwischen den gespaltenen Teilen des Holzstücks
6, die die Teile noch recht fest zusammenhalten können.
[0030] Nach abgeschlossenem Spaltvorgang wird das Spaltelement 4 aus dem Holzstück 6 herausgezogen,
indem es vom Maschinenausleger nach oben angehoben wird. Das Herausziehen des Spaltelements
4 aus dem Holzstück 6 kann durch ein Herausschrauben des Spaltelements 4 aus dem Holzstück
6 unterstützt werden, wobei das Spaltelement 4 hierfür in eine dem Einschrauben entgegengesetzte
Drehrichtung gedreht wird. Bei durch die Fasern 28 noch fest miteinander verbundenen
Teilen des gespaltenen Holzstücks 6 drücken die Teile noch fest an das Spaltelement
4. Bei einem Anheben des Spaltelements 4 verringert sich die Reibung der Teile am
Boden, wodurch die Teile mit der Drehbewegung des Spaltelements 4 mitdrehen können.
Eine solche Mitdrehbewegung wird durch den Anschlag 8 verhindert, an den das Holzstück
6 anschlägt. Das Spaltelement 4 kann aus dem gespaltenen Holzstück 6 herausgehoben
und herausgedreht werden, wobei die Teile des Holzstücks 6 durch den Anschlag 8 und
die Spitze 20 des Spaltelements 4 im Wesentlichen fixiert bleiben.
[0031] Nachdem der Spaltvorgang abgeschlossen ist und das Spaltelement 4 aus dem Holzstück
6 herausgefahren ist, kann es sein, dass die Teile des gespaltenen Holzstücks 6 durch
die Fasern 28 noch recht fest aneinander hängen und somit nicht separat abtransportiert
werden können. Zum vollständigen Zerteilen des gespaltenen Holzstücks 6 kann die Holzspaltevorrichtung
2 in eine wie in Figur 2 gezeigte Zerteilposition gebracht werden. Hierfür wird der
Arbeitskopf 12 um etwa 75° gegen den Uhrzeigersinn gedreht, so dass der Anschlag 8
vom Arbeitskopf 12 so positioniert wird, dass er weitgehend unter dem Spaltelement
4 angeordnet ist und das Zerteilmittel 10 in eine im Wesentlichen waagerechte Position
kommt. Die Holzspaltevorrichtung 2 kann nun durch den Maschinenausleger in eine Richtung
32 nach oben und in eine Richtung 34 nach unten bewegt werden, so dass das Zerteilmittel
10 senkrecht bewegbar drückend oder schlagend zwischen die Teile des Holzstücks 6
eingefahren werden kann. Die Fasern 28 werden hierbei zerteilt, zerrissen oder von
einem der Teile abgerissen, so dass die beiden Teile des gespaltenen Holzstücks 6
vollständig geteilt werden können und auseinander fallen.
[0032] Das Zerteilmittel 10 weist einen wie in Figur 3 dargestellten Querschnitt auf, der
in waagerechter Position des Zerteilmittels 10 in die Richtung 34 nach unten hin enger
wird und in einer Kante 36 endet. Das Zerteilen des Holzstücks 6 wird durch die untere
messerförmige Kante 36 erleichtert, mit der zwischen die Holzteile eingeschnitten
werden kann.
[0033] Zum Abtransport der Teile des gespaltenen Holzstücks 6 wird der Arbeitskopf 12 der
Holzspaltevorrichtung 2 etwas weniger als eine halbe Umdrehung im Uhrzeigersinn gedreht,
so dass eine Aufnahmevorrichtung 44 zur Aufnahme des Holzgreifers 14 (Figur 5) nach
unten und etwa 20° geneigt zu einer senkrecht gedachten Linie weisend ausgerichtet
wird. Der Arbeitskopf 12 ist somit so bewegbar, dass das Spaltelement 4, der Anschlag
8 und die Aufnahmevorrichtung 44 bzw. der Holzgreifer 14 in eine Arbeitsposition schwenkbar
sind.
[0034] Zum Greifen der Teile des Holzstücks 6 umfasst der Holzgreifer 14 Zangen 40, die
hydraulisch bewegbar in einer Haltevorrichtung 42 angeordnet sind. Zur Ermöglichung
eines einfachen Greifens der Teile des Holzstücks 6 ist die Haltevorrichtung 42 kardanisch
drehbar gelagert. Die Drehung erfolgt durch den hydraulisch angetriebenen Rotator
44 (Figur 5), der durch in den Figuren nicht gezeigte Kardanwellen und Kardangelenke
mit der Haltevorrichtung 42 verbunden ist.
[0035] Das Antriebsmittel mit den beiden Hydraulikmotoren 22, 24 ist in Figur 5 gezeigt.
Die Hydraulikmotoren 22, 24 werden hydraulisch betrieben, wobei unter Druck gesetztes
Hydrauliköl von einer an einer Maschine, zum Beispiel einem Heubagger, angeordneter
Hydraulikpumpe 48 durch Leitungen 46, von denen in den Figuren 1 bis 4 nur eine gezeigt
ist, über ein Ventil 50 zu den Hydraulikmotoren 22, 24 geführt wird. Die Hydraulikmotoren
22, 24 sind über Zahnräder 52, 54 miteinander verbunden, wobei das Zahnrad 52 auf
einer Welle angeordnet ist, die mit dem Spaltelement 4 verbunden ist. Ebenfalls vom
Kompressor mit Hydrauliköl versorgt wird der Rotator 44, der ein Teil der Aufnahmevorrichtung
38 ist.
[0036] Ein hydraulisches Schaltschema der Hydraulikmotoren 22, 24 ist in den Figuren 6 bis
8 gezeigt. Die Hydraulikmotoren 22, 24 sind sowohl in Reihe als auch parallel betreibbar.
Bei einem Betrieb in Reihe wird durch die Hydraulikpumpe 48 komprimiertes Hydrauliköl
durch eine Leitung 56 dem Hydraulikmotor 22 zugeführt und treibt diesen an. Das den
Hydraulikmotor 22 verlassende Hydrauliköl strömt anschließend zum Ventil 50, das wie
in Figur 8 gezeigt, geschaltet ist. Das Hydrauliköl gelangt somit zum Hydraulikmotor
24 und treibt auch diesen an und wird anschließend zur Hydraulikpumpe 48 zurückgeführt.
In diesem Kreislauf strömt sehr viel Hydrauliköl, beispielsweise 20 Liter/Minute,
hintereinander durch beide Hydraulikmotoren 22, 24, wodurch diese in einem schnellen
Betrieb betreibbar sind.
[0037] Bei einem Parallelbetrieb der Hydraulikmotoren 22, 24 ist das Ventil 50 wie in Figur
7 dargestellt geschaltet. Das in der Hydraulikpumpe 48 auf Druck gebrachte Hydrauliköl
wird durch die Leitung 56 sowohl dem Hydraulikmotor 22 als auch - den Hydraulikmotor
22 umgehend - dem Ventil 50 zugeführt. Das den Hydraulikmotor 22 umgehende Hydrauliköl
wird durch das Ventil 50 zum Hydraulikmotor 24 geleitet. In dieser Betriebsweise strömt
nur die Hälfte des Hydrauliköls durch jeden der Hydraulikmotoren 22, 24, wobei diesen
Hydraulikmotoren jedoch jeweils der volle von der Hydraulikpumpe 48 erzeugte Druck
zur Verfügung steht, weshalb eine solche Betriebsweise für einen langsamen und kräftigen
Betrieb des Spaltelements 4 geeignet ist. Die in den Figuren 6 bis 8 dargestellte
Schaltung ist nur beispielhaft angeführt und kann selbstverständlich auch in einer
anderen Weise ausgeführt sein, die einen Betrieb der Hydraulikmotoren 22, 24 parallel
und in Reihe erlaubt.
[0038] Das Spaltelement 4 weist in seinem Inneren einen Gleitmittelbehälter 58 auf, der
durch eine Einfüllöffnung 60 mit einem Gleitmittel befüllt werden kann. Das Gleitmittel
läuft durch einen Befüllkanal 62 in den Gleitmittelbehälter 58 und gelangt von dort
durch einen Gleitmittelkanal 64 in einen Spalt 68. Dieser Spalt 68 ist zwischen dem
im Wesentlichen kegelförmigen Kopfelement 70 des Spaltelements 4 und dem im Wesentlichen
kegelstumpfförmigen Rumpfelement 72 des Spaltelements 4 angeordnet. Das Kopfelement
70 ist mit Hilfe eines Befestigungselements 74 im Rumpfelement 72 befestigt, wobei
der Spalt 68 von einer Anzahl von dem Befestigungselement 74 sternförmig ausgehenden
Kanälen gebildet ist. In jeden dieser Kanäle ragt ein Gleitmittelkanal 64 von oben
ein, so dass das Gleitmittel aus dem Gleitmittelbehälter 58 durch den Gleitmittelkanal
64 in jeden Arm des Spalts 68 zwischen dem Rumpfelement 72 und dem Kopfelement 70
eintreten kann. Von dort aus wird das Gleitmittel zu Austrittsöffnungen 76 geleitet,
die das Ende eines jeden der sternförmigen Kanäle des Spalts 68 bilden. Das Gleitmittel
gelangt so an die Außenfläche 78 des Spaltelements 4 und trägt zu einem leichten Eindringen
des Spaltelements 4 in ein zu spaltendes Holzstück 6 bei.
Bezugszeichen
[0039]
- 2
- Holzspaltevorrichtung
- 4
- Spaltelement
- 6
- Holzstück
- 8
- Anschlag
- 10
- Zerteilmittel
- 12
- Arbeitskopf
- 14
- Holzgreifer
- 16
- Positioniervorrichtung
- 18
- Verbindungsmittel
- 20
- Spitze
- 22
- Hydraulikmotor
- 24
- Hydraulikmotor
- 26
- Gewindestruktur
- 28
- Fasern
- 30
- Haltevorrichtung
- 32
- Richtung
- 34
- Richtung
- 36
- Kante
- 38
- Aufnahmevorrichtung
- 40
- Zange
- 42
- Haltevorrichtung
- 44
- Rotator
- 46
- Leitung
- 48
- Hydraulikpumpe
- 50
- Ventil
- 52
- Zahnrad
- 54
- Zahnrad
- 56
- Leitung
- 58
- Gleitmittelbehälter
- 60
- Einfüllöffnung
- 62
- Befüllkanal
- 64
- Gleitmittelkanal
- 68
- Spalt
- 70
- Kopfelement
- 72
- Rumpfelement
- 74
- Befestigungselement
- 76
- Austrittsöffnung
- 78
- Außenfläche
1. Holzspaltevorrichtung (2) mit einem Arbeitskopf (12), einem Verbindungsmittel (18)
zur Verbindung des Arbeitskopfs (12) mit einer motorisch betriebenen Positioniervorrichtung
(16), einem Spaltelement (4) und einem Antriebsmittel zum rotatorischen Antrieb des
Spaltelements (4),
gekennzeichnet durch einen Anschlag (8) zum Verhindern eines Mitdrehens eines zu spaltenden Holzstücks
(6) mit dem Spaltelement (4).
2. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (8) unter das Spaltelement (4) positionierbar ist.
3. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (8) durch eine Drehbewegung des Arbeitskopfs (12) unter das Spaltelement
(4) positionierbar ist.
4. Holzspaltevorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (8) ein Zerteilmittel (10) aufweist, das in eine waagerechte Position
bringbar ist.
5. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zerteilmittel (10) senkrecht bewegbar ist.
6. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zerteilmittel (10) in waagerechter Position einen nach unten enger werdenden
Querschnitt aufweist.
7. Holzspaltevorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel zwei Hydraulikmotoren (22, 24) umfasst, die parallel betrieben
werden können.
8. Holzspaltevorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel zwei Hydraulikmotoren (22, 24) umfasst, die in Reihe betrieben
werden können.
9. Holzspaltevorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitskopf (12) relativ zur Positioniervorrichtung (16) beweglich ist und am
Arbeitskopf (12) das Antriebsmittel, das Spaltelement (4) und der Anschlag (8) angeordnet
sind.
10. Holzspaltevorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (8) relativ zum Spaltelement (4) beweglich ausgeführt ist und der Anschlag
(8) in Verbindung mit dem Spaltelement (4) als Holzgreifer verwendet werden kann.
11. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag mindestens zwei Anschlagarme umfasst, die insbesondere zum Spaltelement
gekrümmt ausgeführt sind.
12. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitskopf (12) eine Aufnahmevorrichtung (38) zur Aufnahme eines Holzgreifers
(14) umfasst.
13. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (38) einen Rotator (44) aufweist.
14. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (38) durch eine Drehbewegung des Arbeitskopfs (12) zumindest
teilweise nach unten weisend positionierbar ist.
15. Holzspaltevorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Spaltelement (4) ein Gleitmittelbehälter (58) verbunden ist.
16. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitmittelbehälter (58) innerhalb des Spaltelements (4) angeordnet ist.
17. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass das Spaltelement (4) eine Austrittsöffnung (76) aufweist, durch die eine Verbindung
vom Gleitmittelbehälter (58) zur Außenfläche (78) des Spaltelements (4) gebildet wird.
18. Holzspaltevorrichtung (2) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass das Spaltelement (4) ein im Wesentlichen kegelförmiges Kopfelement (70) und ein im
Wesentlichen kegelstumpfförmiges Rumpfelement (72) umfasst und die Austrittsöffnung
(76) zwischen dem Kopfelement (70) und dem Rumpfelement (72) angeordnet ist.