[0001] Die Erfindung betrifft eine wiederverschliessbare, quaderförmige Faltschachtel mit
einer rückwärtigen Seitenwand, einer vorderen Seitenwand, drei die Seitenwände verbindenden
Seitenwände, einem von vier Bodenverschlusslappen gebildeten Bodenverschluss und einem
von drei Verschlusslappe gebildeten oberen Verschluss mit Einstecklasche, wobei an
der vorderen oder der rückwärtigen Seitenwand eine doppellagige Aufhängelasche über
eine auszutrennende Aufbrechsicherheitsfläche angelenkt ist und diese mit der Einstecklasche
fest verbunden ist.
[0002] Die deutsche Patentanmeldung DE 39 32 441 offenbart eine wiederverschließbare Faltschachtel,
die aus einer vorderen und einer hinteren Seitenwand sowie zwei die vordere und die
hintere Seitenwand verbindende Seitenwände, einem Bodenteil und einem oberen Verschlusslappen
besteht, wobei der Verschlusslappen über eine Befestigungslasche mit einer Einsteckzunge
verbunden ist, die ihrerseits über eine Schwächungslinie in der hinteren oder vorderen
Seitenwand angeordnet und aus dieser herausbrechbar ist. Diese Faltschachtel bietet
allerdings keine Möglichkeit, sie in irgendeiner Weise an einem Haken aufzuhängen.
[0003] Die deutsche Patentanmeldung DE 4322555 zeigt ebenfalls eine wiederverschließbare,
quaderförmige Faltschachtel. Diese Faltschachtel besteht aus einer rückwärtigen, von
einem äußeren Seitenwandteil und einem inneren Seitenwandteil gebildeten Seitenwand,
einer vorderen Seitenwand, zwei die vordere und die rückwärtige Seitenwand verbindende
Seitenwände, einem Bodenverschluss und einem oberen Verschluss, wobei das äußere Seitenwandteil
in seinem oberen Bereich eine Aufhängelasche mit einer entsprechend ausgeformten Aufhängevorrichtung,
wie beispielsweise Rund- oder Schlitzlochung, aufweist. Mit Hilfe der Aufhängelasche
ist eine Platzierung der Faltschachtel an einem Haken möglich. Da die Aufhängelasche
aber lediglich einlagig ausgeführt ist und aus dem gleichen Material wie die übrige
Faltschachtel besteht, treten im praktischen Gebrauch der Faltschachtel Probleme auf.
Ist die Faltschachtel unter Berücksichtigung von Umwelt- und Kostenaspekten aus dünnem
Material gefertigt, weist die Aufhängelasche eine unzureichende Stabilität auf. Schon
bei leichtem, unbeabsichtigtem Ziehen an der Faltschachtel reißt die Aufhängelasche
aus, so dass die Aufhängelasche ihre Funktion verliert und die Schachtel nicht mehr
wie gewünscht aufgehängt werden kann. Darüber hinaus wird die Schachtel unansehnlich
und kann damit nicht mehr dem Kunden dargeboten werden.
Auf der anderen Seite bedeutet die Fertigung der Faltschachtel aus dickerem, stabilerem
Material, dass die Aufhängelasche zwar sehr viel belastbarer für Zugkräfte ist, aber
auch gleichzeitig unnötig viel Material verschwendet wird, weil die übrigen Wände
der Faltschachtel überdimensioniert ausgeführt sind.
[0004] Eine ähnliche Faltschachtel offenbart die DE 19541904. Die Faltschachtel besteht
aus einer vorderen Seitenwand, einer rückwärtigen Seitenwand, einer die vordere und
die rückwärtige Seitenwand verbindenden, rechten Seitenwand sowie einer linken Seitenwand.
Die Schachtel weist einen von vier Bodenverschlusslappen gebildeten Bodenverschluss
und einen von vier Verschlusslappen gebildeten oberen Verschluss auf, wobei zwei Verschlusslappen
des oberen Verschlusses und zwei Bodenverschlusslappen miteinander verklebt sind.
Weiterhin ist in der vorderen Seitenwand oder in der rückwärtigen Seitenwand eine
Aufreißlasche integriert, die vermittels einer Schwächungs- oder Sollbruchlinie in
der vorderen Seitenwand oder der rückwärtigen Seitenwand gehalten ist und die über
eine Falzlinie mit einem Verschlusslappen des oberen Verschlusses oder mit einem Bodenverschlusslappen
des Bodenverschlusses verbunden ist. In der Faltschachtel ist zumindest eine Innenrückwand
vorgesehen, und zwar, wenn sich die Aufreißlasche in der rückwärtigen Seitenwand befindet.
Ist der Fall gegeben, dass sich die Aufreißlasche in der vorderen Seitenwand befindet,
so ist eine Zwischenwand und, an der Zwischenwand anschließend, eine Innenvorderwand
angelenkt.
An die rückwärtige Seitenwand ist in ihrem aufreißlaschenfreien Bereich eine in der
von der rückwärtigen Seitenwand gebildeten Ebene liegende erste Aufhängelasche mit
einer Aufhängevorrichtung, wie Schlitz- oder Rundlochung, angelenkt. Gleichzeitig
ist aus dem gleichen Bereich der Innenrückwand wie bei der rückwärtigen Seitenwand
und ausgehend von der Falzlinie zwischen Innenrückwand und Verschlusslappen eine zweite
Aufhängelasche mit einer Aufhängevorrichtung, wie Schlitz- oder Rundlochung, ausgestanzt,
wobei der an der Innenrückwand angelenkte Verschlusslappen an der Falzlinie eine größere
Breite aufweist als die zweite Aufhängelasche.
[0005] Mit der DE 19535008 ist eine wiederverschließbare, quaderförmige Faltschachtel bekannt
geworden mit einer vorderen Seitenwand, einer rückwärtigen Seitenwand, einer die vordere
Seitenwand und die rückwärtige Seitenwand verbindenden, linken Seitenwand sowie einer
rechten Seitenwand, einem wiederverschließbaren Boden, bevorzugt bestehend aus drei,
an den Seitenwänden angelenkten Bodenverschlusslappen, und drei weiteren Verschlusslappen,
die an der vorderen, an der die vordere Seitenwand und die rückwärtige Seitenwand
verbindenden, linken Seitenwand und an der rechten Seitenwand angelenkt sind und die
den Bodenverschlusslappen gegenüber liegen, sowie einem vierten Verschlusslappen,
der an der rückwärtigen Seitenwand angelenkt ist und der zusammen mit den drei weiteren
Verschlusslappen den oberen Verschluss der Faltschachtel bildet, so dass eine sichere
und stabile Aufhängemöglichkeit der Faltschachtel an den bekannten Selbstbedienungshaken
von Verkaufsregalen innerhalb von Geschäften oder Apotheken möglich ist.
Diese Faltschachtel weist einen doppellagig ausgeführten Aufhänger auf, hat aber keinen
Originalitätsverschluss, der wiederverschließbar ist.
[0006] Mit der DE 19821087 ist eine wiederverschließbare, quaderförmige Faltschachtel bekannt
geworden, mit einer vorderen Seitenwand, einer rückwärtigen Seitenwand, einer die
vordere Seitenwand und die rückwärtige Seitenwand verbindenden, rechten Seitenwand
sowie einer linken Seitenwand, einem von vier Bodenverschlusslappen gebildeten Bodenverschluss,
einem von vier Verschlusslappen gebildeten oberen Verschluss, wobei zwei Verschlusslappen
des oberen Verschlusses und zwei Bodenverschlusslappen miteinander verklebt sein können,
mit einer in der vorderen oder der rückwärtigen Seitenwand integrierten Aufreißlasche,
die vermittels einer Schwächungs- oder Sollbruchlinie in der vorderen Seitenwand oder
der rückwärtigen Seitenwand gehalten ist und die über eine Falzlinie mit einem Verschlusslappen
des oberen Verschlusses oder mit einem Bodenverschlusslappen des Bodenverschlusses
verbunden ist, sowie mit zumindest einer Innenrückwand, an der gegebenenfalls eine
Zwischenwand und, an der Zwischenwand anschließend, eine Innenvorderwand angelenkt
ist.
Des weiteren ist in der Vorderwand oder der rückwärtigen Seitenwand eine Klappe mittels
zweier Schwächungs- oder Sollbruchlinien integriert und mittels zumindest eines Klebepunkts
reversibel verklebt.
[0007] Nachteilig bei allen aus dem Stand der Technik bekannten Schachteln ist, dass, sofern
diese den mit der DE 4322555 offenbarten Originalitätsverschluss aufweisen, der Aufhänger
stets auf der dem Originalitätsverschluss gegenüberliegenden Seite der Faltschachtel
vorhanden ist, d.h., im Bodenbereich der Faltschachtel, wenn es sich bei den erwähnten
Faltschachteln um Faltschachteln mit einem einteiligen Zuschnitt handelt. Ein nachträgliches
Ankleben eines Aufhängers an der Schachtel ist aus den oben angegebenen Gründen stets
zu vermeiden.
[0008] Weiter nachteilig ist, dass alle Faltschachtel aus dem Stand der Technik um einen
Aufhänger und gleichzeitig eine Wiederverschließbarkeit zu gewährleisten unnötig viel
Material verwenden.
[0009] Faltschachtel werden als Verpackung und gleichzeitig als Werbeträger der darin zu
verkaufenden Produkte verwendet. Die Verpackungskosten, zu denen neben der einfachen
automatischen Befüllung und Verklebung auch die Materialkosten zählen, müssen möglichst
gering sein.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Faltschachtel zu konzipieren,
die sowohl eine stabile Aufhängelasche und einen wiederverschließbaren Verschluss
aufweist als auch unter geringen Materialaufwand herstellbar ist. Des weiteren ist
es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Faltschachtel bereit zu stellen, die
mit Hilfe von Maschinen einfach und schnell aufgerichtet, befüllt und verschlossen
werden kann und deren Faltzuschnitt samt integriertem Aufhänger und Verschluss aus
einem einzigen Stück besteht.
[0011] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des Hauptanspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind dabei in den Unteransprüchen erläutert.
Des weiteren umfasst die Erfindung einen Stanzzuschnitt der erfindungsgemäßen Faltschachtel.
[0012] Die Erfindung betrifft eine Faltschachtel mit einem Aufbrechsicherheitsverschluss,
der als Originalitätsverschluss dient. Des weiteren besitzt die erfindungsgemäße Faltschachtel
eine angelenkte, doppellagige Aufhängelasche, die bevorzugt mittig auf der deckelartigen
Oberseite angeklebt wird. Beim Erstöffnen der Verpackung wird die im oberen Bereich
der Rück- oder Vorderfläche befindliche mittig eingebettete und durch eine Perforation
auszutrennende Aufbrechsicherheitsfläche durch leichten Druck vom Korpus der Faltschachtel
getrennt. Bei diesem Eindrücken werden auch die bevorzugt vorhandenen durch Perforationen
geschwächten Verbindungen zur Deckelfläche von der Front- bzw. Rückseite getrennt.
[0013] Diese abgetrennte Aufbrechsicherheitsfläche, der Originalitätsverschluss, bleibt
mit der Deckelfläche und der mittig aufgeklebten Aufhängelasche auf dem zu öffnenden
Deckelverschluss. Dieser Deckelverschluss weist an seiner breiten Seitenfläche eine
Einstecklasche auf. Durch diese Einstecklasche ist ein Wiederverschluss gewährleistet
und wird beim Erstverschließen in den Korpus der Faltschachtel eingeführt. Die entstandene
Freifläche durch die Wegbrechung des Originalitätsverschlusses dient beim späteren
Wiederöffnen als Öffnungshilfe.
[0014] Die beiden Aufhängelaschen, auch als Eurolaschen bekannt, werden beim Klebeprozess
im Faltschachtelwerk miteinander verklebt, so dass die Verschlusstechnik in Abfüllprozess
in der Fertigung einfachster Art ist.
[0015] Dem Fachmann ist klar, dass miteinander verbundene Teile der Faltschachtel bevorzugt
verklebt sind, wobei übliche Klebmaterialien zum Einsatz kommen können. Darüber hinaus
können aber auch sonstige bekannte Verbundmittel eingesetzt werden.
[0016] Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Faltschachtel werden anhand der Zeichnungen
1 bis 5 näher erläutert.
- Fig. 1
- Faltschachtelzuschnitt
- Fig. 2
- oberer Verschluss, vor dem Verschließen
- Fig. 3a, 3b
- oberer Verschluss, Verschließen
- Fig. 4
- oberer Verschluss, geschlossen, mit Ausbrechsicherheitsfläche
- Fig. 5
- oberer Verschluss, geöffnete FS mit ausgebrochener Sicherheitsfläche
[0017] Fig. 1 zeigt den Faltschachtelzuschnitt vor dem Verkleben zur fertigen Faltschachtel.
Die Erfindung umfasst eine wiederverschließbare, quaderförmige Faltschachtel bestehend
aus einer vorderen (1) und einer rückwärtigen (3) Seitenwand. Über die Längsseiten
bilden diese Seitenwände (1, 3) mit drei angelenkten Seitenwänden (2, 4, 5) den Faltschachtelgrundkörper.
Die Seitenwände (2, 4, 5) sind bevorzugt schmaler als die vordere und rückwärtige
Seitenwand (1, 3). Zwei der Seitenwände (4, 5) werden übereinanderliegend miteinander
verbunden, bevorzugt verklebt, und bilden so den Faltschachtelgrundkörper. Die innenliegende
Seitenwand (5) weist bevorzugt eine geringere Breite auf als die mit ihr verbundene
Seitenwand (4). Damit wird zum einen genügend Festigkeit und Stabilität über die zu
verklebenden Flächen (4, 5) erreicht und gleichzeitig wird das benötigte Faltschachtelmaterial
minimiert.
Der Bodenverschluss (20) wird aus zwei Bodenverschlusslaschen (11, 31) und zwei Staublaschen
(21, 41) gebildet, wobei bevorzugt zwei Laschen miteinander verklebt werden.
Bei der Verklebung der Staublaschen (21, 41) entsteht ein Bereich der Überlappung
die Steifigkeit bei der verschlossenen Faltschachtel durch die Doppellagigkeit.
Der obere Verschluss (30) wird aus einer Verschlusslasche (32) und zwei Staublaschen
(22, 42) gebildet, die alle an der vorderen oder, wie in Fig. 1 dargestellt, an der
rückwärtigen Seitenwand (3) angelenkt sind. An der Verschlusslasche (32) ist eine
Einstecklasche (33) zum Wiederverschließen angelenkt. In der vorderen Seitenwand (1)
ist eine durch eine Perforation (112) auszutrennende Aufbrechsicherheitsfläche (111)
enthalten. Diese Aufbrechsicherheitsfläche (111) ist bevorzugt mittig an der oberen
Kante in der vorderen Seitenwand (1) vorgesehen. An dieser Fläche (111) ist eine weitere
Deckellasche (12) angelenkt, die mit der Verschlusslasche (32) im geschlossenen Zustand
verklebt ist. Bevorzugt ist diese Lasche (12) entsprechend der Seitenwände (1, 3)
konzipiert aber nur halb so breit wie die Verschlusslasche (32). An dieser Deckellasche
(12) sind zwei, einen doppellagigen Aufhänger (13, 14) bildend, miteinander verbundene
Aufhängelasche (13, 14) angelenkt. In diesen Aufhängelaschen ist eine Aufhängevorrichtung
vorgesehen, wie sie beispielsweise aus DE 19535008 bekannt ist. Dadurch dass die Deckellasche
(12) nur halb so breit wie die Verschlusslasche (32) ist, auf der sie verklebt ist,
liegt der aufgerichtete und miteinander verklebte Aufhänger (13, 14) genau in der
Mitte des oberen Faltschachtelverschlusses (30) (Fig. 3a). Bei sehr schmalen Faltschachteln
muss, um eine gute Verleimung im Kartonierer zu gewährleisten, die Breite der Fläche
(12) etwas größer sein als die halbe Breite der Fläche (32).
Durch die Verklebung der Aufbrechsicherheitsfläche (111) mit der Einstecklasche (33)
wird überraschenderweise eine einfache Möglichkeit geschaffen, eine stabile, geschlossene
Faltschachtel bereit zu stellen, für die äußerst wenig Materialien verbraucht werden.
[0018] Bevorzugt ist die Deckellasche (12) über Perforationen (113, 114) an der vorderen
Seitenwand (1) befestigt, was zu einer weiteren Stabilität der Faltschachtel führt.
Diese Perforationen (113, 114) können wie die Perforation (112) beim Eindrücken geöffnet
werden.
[0019] Durch die Integration des Aufhängers in den Faltschachtelzuschnitt der Faltschachtel
wird die komplette Konfektionierung der Faltschachtel innerhalb eines Arbeitsganges
ermöglicht. Ein nachträgliches und somit unnötiges aufwendiges Ankleben eines Aufhängers
entfällt.
[0020] Fig. 2 zeigt die zu verschließende Faltschachtel mit der Einstecklasche (33). Die
beiden den Aufhänger bildenden Laschen (13, 14) werden miteinander verklebt und bilden
somit einen stabilen doppellagigen Aufhänger (Fig. 3a). Die insgesamt vier freien
Ecken der beiden Aufhängelaschen (13, 14) können auch jeweils aus optischen Erwägungen
in identischer Art und Weise bevorzugt viertelkreisförmig abgerundet sein.
Im ersten Schritt des Verschließens der Faltschachtel gemäß Fig. 3a werden die Verschlusslasche
(32) auf die Staublaschen (22, 42) gelegt und die Einstecklasche (33) in die Faltschachtel
geführt. Im zweiten Schritt wird die Deckellasche (12) auf der Verschlusslasche (32)
verklebt und im dritten Schritt der verklebte Aufhänger (13, 14) aufgerichtet (Fig.
3b).
Fig. 4 zeigt die verschlossene Faltschachtel mit aufgerichtetem Aufhänger und der
Aufbrechsicherheitsfläche (111).
Zum Öffnen wird durch leichten Druck auf die Sicherheitsfläche (111), diese aus der
Perforation (112) herausgebrochen (Fig. 4). Damit genügt die erfindungsgemäße Faltschachtel
den Sicherheitsvorkehrungen, um ein unbeabsichtigtes Öffnen sofort zu erkennen. Fig.
5 zeigt die geöffnete Faltschachtel mit der auf der Einstecklasche (33) aufgeklebte
Sicherheitsfläche (111). Über das Wiedereinführen der Einstecklasche (33) in den Spalt,
gebildet aus den Staublaschen (22, 42) und der vorderen Seitenwand (1), ist ein Wiederverschließen
gewährleistet.
[0021] Die erfindungsgemäße Faltschachtel ist bis auf den Aufhänger und den vorgesehenen
Verklebungsstellen einlagig ausgeführt und erfüllt damit das Gebot der Materialminimierung.
Die erfindungsgemäße Faltschachtel ist darüber hinaus maschinengängig, d.h. vollautomatisch
aus einem Stanzzuschnitt, wie beispielsweise in Fig. 1 dargestellt ist, zu verkleben.
Auf diese Weise erhält man eine für die im Inneren der Faltschachtel befindlichen
Produkte staubgeschützte und wiederverschließbare Verpackung.
[0022] Vorder- und Rückseite der Faltschachtel bieten hervorragende Gestaltungsmöglichkeiten.
Nach dem Aufrichten und Befüllen der Faltschachtel ist eine einfache Verklebung der
Faltschachtel möglich. Durch diese Verklebung wird ein guter Staubschutz erhalten,
so dass ein nachträglicher Volleinschlag oder eine zusätzliche Verpackung der Faltschachtel
entfällt. Die Faltschachtel ist verklebt, staubgeschützt, originalverschlossen und
wiederverschließbar; sie ist einfach handhabbar und variabel zu gestalten. Eine problemlose
Verarbeitung ist möglich. Die Faltschachtel ist ferner umweltschonend und wird aus
einem Faltzuschnitt unter einem Mindestmaterialverbrauch hergestellt.
[0023] Der Aufhänger ist bevorzugt so angelenkt, dass eine mittige Aufhängung bei verschlossener,
geklebter Verpackung gewährleistet ist. Das hat den Vorteil, dass bei Aufhängung der
Faltschachtel im Regalsystem, eine einwandfreie Hängung der Faltschachtel möglich
ist.
Die erfindungsgemäße Anordnung der Aufbrechsicherheitsfläche (111), die Verklebung
auf der Einstecklasche (33), die Anlenkung mit der Deckellasche (12) und deren Verklebung
mit der Lasche (32) und die Anlenkung eines doppellagigen Aufhängers (13, 14) führt
zu einer synergistischen Kombination vorteilhafter Faltschachtelgestaltungen und Eigenschaften.
1. Wiederverschließbare, quaderförmige Faltschachtel mit
- einer vorderen Seitenwand (1), einer rückwärtigen Seitenwand (3), drei die vordere
Seitenwand (1) und die rückwärtige Seitenwand (3) verbindenden Seitenwände (2, 4,5),
- wobei die Seitenwände (4) und (5) übereinanderliegend verbunden sind,
- einem von zwei Bodenverschlusslaschen (11, 31) und zwei Staublaschen (21, 31) gebildeten
Bodenverschluss (20),
- einem von einer Verschlusslasche (32) und zwei Staublaschen (22, 42) gebildeten
oberen Verschluss (30),
- wobei an der Verschlusslasche (32) eine Einstecklasche (33) angelenkt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in der rückwärtigen Seitenwand (3) oder der vorderen Seitenwand (1) eine durch eine
Perforation (112) auszutrennende Aufbrechsicherheitsfläche (111) vorhanden ist,
- die mit der Einstecklasche (33) verbunden ist und
- an die über eine Lasche (12), die mit dem Verschlusslappen (32) verbunden ist, eine
doppellagige, miteinander verbundene Aufhängelasche (13, 14), enthaltend eine Aufhängevorrichtung,
angelenkt ist.
2. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (12) die halbe Breite der Verschlusslasche (32) aufweist.
3. Faltschachtel nach, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (12) zusätzlich über Perforationen (113, 114) an der vorderen (1) oder
rückwärtigen Seitenwand (3) angelenkt ist.
4. Faltschachtel nach, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Seitenwand (4) verbundene Seitenwand (5) eine geringere Breite als die
Seitenwand (4) aufweist.
5. Faltschachtel nach, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (2, 4), die Bodenlaschen (11, 31) und die Verschlusslasche (32) eine
geringere Breite aufweisen als die Seitenwände (1, 3).
6. Stanzzuschnitt zur Herstellung einer wiederverschließbaren, quaderförmigen Faltschachtel
nach einem der vorstehenden Ansprüche umfassend
- eine vordere Seitenwand (1),
- an deren einen Längsseite über eine Seitenwand (2), eine rückwärtige Seitenwand
(3) angelenkt ist,
- an deren Längsseite eine Seitenwand (4) angelenkt ist, und
- an der anderen Längsseite der Seitenwand (1) eine Seitenwand (5) angelenkt ist
- zwei Bodenverschlusslaschen (11, 31), die jeweils an der unteren Seiten der Seitenwände
(1, 3) angelenkt sind,
- zwei Bodenstaublaschen (21, 41), die jeweils an der unteren Seite der Seitenwände
(2, 4) angelenkt sind,
- eine Verschlusslasche (32), die an der oberen Seite der Seitenwand (1) oder (3)
angelenkt ist,
- zwei Staublaschen (22, 42), die an der oberen Seite der Seitenwände (2, 4) angelenkt
sind,
- einer Einstecklasche (33), die an der Verschlusslasche 832) angelenkt ist,
- eine in der rückwärtigen Seitenwand (3) oder der vorderen Seitenwand (1) durch eine
Perforation (112) auszutrennende Aufbrechsicherheitsfläche (111),
- an die eine Lasche (12) angelenkt ist,
- an der eine Aufhängelasche (13), mit Aufhängevorrichtung angelenkt ist, an der wiederum
eine spiegelbildliche Aufhängelasche (14) mit Aufhängevorrichtung angelenkt ist.
7. Stanzzuschnit nach, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche (12) zusätzlich über Perforationen (113, 114) an der vorderen (1) oder
rückwärtigen Seitenwand (3) angelenkt ist.