(19)
(11) EP 1 394 088 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.09.2006  Patentblatt  2006/39

(21) Anmeldenummer: 03011199.1

(22) Anmeldetag:  28.05.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65H 5/30(2006.01)

(54)

Vorrichtung zum Trennen von Vorfalz und Nachfalz in Bogenaufnahmetaschen und Verfahren zum Trennen von Vorfalz und Nachfalz in Bogenaufnahmeverfahren

Device for separating front part and back part of a folded sheet in sheet receiving pockets and method for carrying out such separation

Dispositif pour séparer la partie avant de la partie arrière d'une feuille pliée dans des poches de réception de feuilles et méthode pour effectuer une telle séparation


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB LI

(30) Priorität: 24.06.2002 US 178642

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.03.2004  Patentblatt  2004/10

(73) Patentinhaber: Goss International Americas, Inc.
Dover, NH 03820 (US)

(72) Erfinder:
  • Kaya, Mehmet Oktay
    Lee, New Hampshire 03824 (US)
  • Luxem, Heiner Phillipp
    Durham, New Hampshire 03824 (US)

(74) Vertreter: Domenego, Bertrand et al
Cabinet Lavoix 2, place d'Estienne d'Orves
75441 Paris Cedex 09
75441 Paris Cedex 09 (FR)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 2 634 971
US-A- 4 477 067
US-A- 5 911 416
US-A- 4 133 521
US-A- 4 723 770
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Druckmaschinen. Allgemein betrifft die vorliegende Erfindung eine Bogentransportvorrichtung z.B. zum Transport von Zeitungen, besonders eine Bogentransportvorrichtung mit entlang einem Pfad bewegbaren Zusammentrag- oder Sammeltaschen. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Trennen von Vorfalz und Nachfalz eines ersten gefalzten Abschnitts aus Bogenmaterial in einer Bogenaufnahmetasche und ein Verfahren zum Trennen von Vorfalz und Nachfalz in Bogenaufnahmetaschen.

    [0002] Bogentransportvorrichtungen, insbesondere Vorrichtungen zum Transport von Zeitungen, müssen in der Lage sein, verschiedene mehrseitige Abschnitte ineinander einzurügen oder zu sammeln bzw. zusammenzutragen. Zur Fertigstellung einer Zeitung wird insbesondere ein erster gefalzter Abschnitt der Zeitung in Form eines gefalzten Abschnitts aus Bogen geöffnet, so dass mindestens ein zweiter Abschnitt zwischen die beiden Seiten des Abschnitts aus gefalzten Bogen eingefügt werden kann. Der zweite Abschnitt kann wiederum aus einem dritten, vierten und mehr ineinanderliegenden Abschnitten bestehen. Zur Verarbeitung solcher mehrseitiger Exemplare, z.B. Zeitungen, umfassen bekannte Transportvorrichtungen eine winkelförmige Tasche, die zuerst einen ersten Abschnitt aufnimmt, öffnet und in geöffnetem Zustand zu einer Einfügestation transportiert. Bekannte Vorrichtungen mit Taschen sind z.B. in der US 4,133,521 und in der US 5,213,318 offenbart. Die Einfügestation legt den zweiten Abschnitt in den geöffneten ersten Abschnitt ab, so dass ein Produkt aus zwei ineinander liegenden Abschnitten entsteht. Dieser Vorgang kann zur Herstellung einer fertigen Zeitung mit mehreren Abschnitten wiederholt werden.

    [0003] Bei der Öffnung des ersten Abschnitts in eine gewünschte geöffnete Position treten mitunter Probleme auf. Zur Erleichterung des Öffnungsvorgangs weist jeder Abschnitt einen Vorfalz auf, d.h. der Abschnitt ist nicht mittig gefalzt, so dass die beiden Enden des gefalzten Abschnitts aus Bogen nicht gleich groß sind. In Bogenverarbeitungsrichtung betrachtet ist in der Regel das vordere Ende des gefalzten Abschnitts aus Bogen länger als das hintere Ende des gefalzten Abschnitts aus Bogen. Wenn sich also die Falzkante des Abschnitts aus Bogen am Boden der Tasche befindet, ist bei Betrachtung der Enden des gefalzten Abschnitts aus Bogen von oben zu erkennen, dass der Vorfalz länger ist als der Nachfalz.

    [0004] In einer solchen Position kann der gefalzte Abschnitt aus Bogen geöffnet werden, indem der Vorfalz von einer (mit physischem Kontakt und/oder Saugkraft arbeitenden) Vorrichtung erfasst und die Tasche oder der gefalzte Abschnitt aus Bogen so bewegt oder gekippt wird, dass die Schwerkraft (u.U. unterstützt durch Saugkraft) bewirkt, dass der Nachfalz vom Vorfalz wegklappt. Durch das Wegklappen oder -bewegen des Nachfalzes vom Vorfalz entsteht eine Öffnung, in die ein zweiter Abschnitt eingerügt werden kann. Auf diese Weise kann ein zweiter Abschnitt in den ersten Abschnitt eingefügt werden, so dass sich der zweite Abschnitt zwischen den Seiten des ersten Abschnitts befindet. Diese zu einem Abschnitt kombinierten Abschnitte können anschließend in einen weiteren Abschnitt eingefügt werden. Dieser Vorgang kann wiederholt werden, bis eine aus mehreren ineinanderliegenden Abschnitten aus Bogen gebildete herkömmliche Zeitung fertiggestellt ist.

    [0005] Die Haltevorrichtung ist in der Regel als fingerförmiger Greifer ausgebildet. Während des Öffhungsvorgangs wird ein derartiger Greifer gedreht oder auf den Vorfalz abgesenkt, um diesen gegen eine Vorderwand der Tasche zu halten. Beispielhafte bekannte Greifsysteme für derartige Taschen sind in der US 4,723,770, der US 4,988,086 und der US 5,024,432 beschrieben.

    [0006] Die US 5,911,416 beschreibt eine Vorrichtung zum Transport von Bogenmaterial mit einer Vielzahl von Taschen, die entlang einem Pfad bewegbar sind und dabei von Bogenmaterialzuführstationen zugeführtes Bogenmaterial aufnehmen. Diese Taschen ermöglichen z.B., dass zunächst an einer ersten Bogenmaterialzuführstation ein erster Abschnitt einer Zeitung in die Tasche eingelegt wird und in den äußeren ersten Zeitungsabschnitt anschließend ein innerer Zeitungsabschnitt eingefügt wird. Die in der genannten Schrift beschriebenen Vorrichtung umfasst eine Hebenocke, die bewirkt, dass ein halbkreisförmiges Zahnsegment eine Antriebswelle in Drehung versetzt und so die Höhe von auf Zahnstangen angeordneten Taschenfüßen einstellt. Ein Öffnen der Tasche wird durch einen Sperrklinkenmechanismus verhindert. Nach dem Sperren kann das Bogenmaterial aufgenommen und in die Taschen eingefügt werden. Zur Ablage des Bogenmaterials kann eine Freigabenocke den Sperrklinkenmechanismus lösen. Mit Hilfe einer Vorspannfeder werden die Zahnstangen in eine abgesenkte Position bewegt, so dass durch die Wirkung einer Antriebsnocke die Füße gelöst werden. Auf diese Weise kann das Bogenmaterial am Boden aus der Tasche fallen, um weitertransportiert oder gestapelt zu werden.

    [0007] Die US 5,251,888 beschreibt entlang einem endlosen Pfad bewegbare Taschen. Jede Tasche umfasst zwei vertikal verstellbare Anschläge 14, die in einem Taschenträger 8 verschiebbar angeordnet sind. Ein Führungselement 28 kann angeblich so eingestellt werden, dass es die Anschläge 14 vertikal verstellt, während die Taschen entlang dem endlosen Pfad bewegt werden.

    [0008] Da sich die Bogenauslegevorrichtungen mit relativ hoher Geschwindigkeit bewegen, ist das zum Erfassen des Vorfalzes zur Verfügung stehende Zeitfenster kurz. Daher besteht Bedarf an einer Verlängerung dieses Zeitfensters zum Erfassen des Vorfalzes. Da die Größe der Vorfalze und der Nachfalze weder gleichmäßig noch identisch ist, muss eine Vergrößerung des Zeitfensters auch Abweichungen in der Größe des Vorfalzes und des Nachfalzes Rechnung tragen.

    [0009] Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Trennvorrichtung und ein Verfahren zum Trennen von Vorfalz und Nachfalz eines ersten Abschnitts aus Bogenmaterial in einer Tasche zu schaffen, die ein Einfügen eines zweiten Abschnitts in den ersten Abschnitt ermöglichen, durch welche die erwähnten Nachteile bekannter Vorrichtungen und Verfahren dieser Art beseitigt werden und die das für die Trennung des Vorfalzes vom Nachfalz zur Verfügung stehende Zeitfenster verlängern und gleichzeitig Abweichungen in der Größe des Vor- und Nachfalzes Rechnung tragen.

    [0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Trennsystem mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst.

    [0011] Ein erfindungsgemäßes System zum Trennen von Vorfalz und Nachfalz zum Öffnen eines Bogens weist eine Tasche auf, die sich mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit in eine Transportrichtung bewegt. Die Tasche ist mit einer Vorderwand und einer Rückwand ausgestattet. Die Rückwand ist schwenkbar mit der Vorderwand verbunden und bildet mit dieser eine Öffnung zur Aufnahme des Bogens. Sie umfasst einen beweglichen Trennelementträger, mit dem mindestens ein Trennelement verbunden ist. Der Trennelementträger ist dazu geeignet, das Trennelement in die Transportrichtung mit einer höheren Geschwindigkeit als der vorgegebenen Geschwindigkeit entlang der Tasche zu bewegen. Dabei ist das Trennelement dazu geeignet, nacheinander die Rückwand, den Bogen in der Tasche und schließlich die Vorderwand zu kontaktieren und dann nacheinander die Rückwand, zumindest einen Abschnitt des Bogens in der Tasche und schließlich die Vorderwand frei zu geben.

    [0012] Weiterhin kann das Trennelement dazu geeignet sein, nacheinander die Rückwand, zumindest einen Abschnitt des Bogens in der Tasche, zumindest einen weiteren Abschnitt des Bogens in der Tasche und schließlich die Vorderwand frei zu geben.

    [0013] Die Transportbahn umfasst vorzugsweise unterschiedlich hohe Abschnitte, um das Trennelement bezüglich der Tasche zu verschieben. Diese Abschnitte umfassen vorzugsweise ansteigende Flächen, die das Trennelement von der Tasche weg verschieben, und/oder abfallende Flächen, die das Trennelement auf die Tasche zu verschieben.

    [0014] Der Trennelementträger kann als eine Transportbahn, vorzugsweise als eine endlose Transportbahn ausgebildet sein.

    [0015] Das Trennelement kann als eine Vielzahl von Trennelementen ausgebildet sein. Das Trennelement besteht vorzugsweise aus einem biegsamen Material und kann z.B. als eine Bürste, eine in Richtung der Tasche verlaufende fingerförmige Verlängerung, eine Reihe jeweils in Richtung der Tasche verlaufender fingerförmiger Verlängerungen, als zylindrischer Stab und/oder als rechteckiger Quader ausgebildet sein.

    [0016] Der Trennelementträger und/oder das Trennelement sind vorzugsweise bezüglich der Taschen vertikal verstellbar.

    [0017] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Öffnen eines Bogens in mindestens einer Bogenaufnahmetasche einer Bogensammelvorrichtung sieht vor, dass die mindestens eine Bogenaufnahmetasche mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit entlang einer Transportbahn in eine Transportrichtung bewegt wird. Die Tasche weist eine Vorderwand und eine schwenkbar mit der Vorderwand verbundene und mit dieser eine Öffnung zur Aufnahme des Bogens definierende Rückwand auf. Der Bogen wird in die mindestens eine Bogenaufnahmetasche eingelegt und mindestens ein Trennelement an einem Trennelementträger mit einer höheren Geschwindigkeit als der vorgegebenen Geschwindigkeit entlang einer zweiten Transportbahn in die Transportrichtung bewegt. Das mindestens eine Trennelement kontaktiert nacheinander die Rückwand, den Bogen in der Tasche und die Vorderwand und gibt nacheinander die Rückwand, mindestens einen Abschnitt des Bogens in der Tasche und schließlich die Vorderwand frei.

    [0018] Die Tasche ist vorzugsweise als eine Vielzahl von Taschen ausgebildet, und das Trennelement ist vorzugsweise als eine Vielzahl von Trennelementen ausgebildet.

    [0019] Die zweite Transportbahn kann an die Transportbahn angrenzen und/oder dieser folgen.

    [0020] Ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren zum Öffnen eines Bogens in einer Bogenaufnahmetasche sieht vor, dass entlang einer Transportbahn zu transportierende Bogenaufnahmetaschen bereit gestellt werden, die jeweils eine Vorderwand und eine schwenkbar mit der Vorderkante verbundene und mit dieser eine Öffnung zur Aufnahme des Bogens definierende Rückwand aufweisen. Mindestens ein Trennelement wird in der Weise verschoben, dass es nacheinander die Rückwand, den Bogen in der Tasche und anschließend die Vorderwand kontaktiert und anschließend nacheinander die Rückwand, zumindest einen Abschnitt des Bogens in der Tasche und anschließend die Vorderwand frei gibt.

    [0021] Die Bezeichnung "Stab" oder "Stange" bezieht sich hier auf eine beliebige langgestreckte Struktur.

    [0022] Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung sind in den beigefügten Ansprüchen enthalten.

    [0023] Vorteilhafte Ausführungsformen sowie weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der beigelügten, nachfolgend aufgeführten Zeichnungen und deren Beschreibung.

    [0024] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische schematischen Darstellung einer erfindungsgemäßen Bogenmaterialtransportvorrichtung;
    Fig. 2A
    eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Tasche, bei der bestimmte Elemente aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind;
    Fig. 2B
    eine vergrößerte Seitenansicht der in Fig. 2A gezeigten Tasche mit einer Detailansicht eines erfindungsgemäßen Greifers;
    Fig. 3
    eine perspektivische Fragmentdarstellung der in Fig.2A gezeigten Tasche, bei der bestimmte Elemente aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind;
    Fig. 4
    eine weitere perspektivische Fragmentdarstellung der in Fig. 3 gezeigten Tasche;
    Fig. 5A-5E
    schematische Querschnittsansichten aufeinanderfolgender Phasen eines erfindungsgemäßen Trennsystems zum Trennen von Vorfalz und Nachfalz.


    [0025] Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Bogenmaterialtransportvorrichtung 100 mit einem umlaufenden Pfad 101 zum Transport einer Vielzahl von Taschen 10 in eine Transportrichtung 17. Jede Tasche 10 umfasst bewegliche Finger 90 zur Definition einer Taschenhöhe, einen eigenen Höhenstellmechanismus 8 und einen lösbaren Arretiermechanismus 9 für den Höhenstellmechanismus 8.

    [0026] In einem Einstellbereich 1 können die Taschen 10 mit Hilfe des Einstellmechanismus 8, der die Finger 90 auf eine von mindestens zwei Wunschhöhen bewegt, manuell eingestellt werden, z.B. auf eine Einstellung zur Aufnahme von 26.67 cm (10,5 Zoll) großen gefalzten Produkten. Der Einstellvorgang erfolgt bei Stillstand der Taschen 10 und kann auch außerhalb des Einstellbereichs 1 vorgenommen werden, z.B. durch einen Bediener, der um den Pfad 101 geht. Alternativ können die Taschen 10 auch in den Einstellbereich 1 bewegt werden, und die Transportvorrichtung 100 kann angehalten werden, so dass jede Tasche eingestellt werden kann. Im Einstellbereich 1 kann auch ein automatisierter Roboter angeordnet sein, der mit dem Einstellmechanismus 8 zusammenwirkt, um die einzelnen Taschen 10 auf die gewünschte Höhe einzustellen, wenn die Taschen 10 in den Einstellbereich 1 bewegt und dort angehalten werden.

    [0027] Nach der Einstellung einer Tasche auf eine bestimmte Höhe wird der Einstellmechanismus 8 von einem Arretiermechanismus 9 arretiert, so dass die Taschenhöhe fest eingestellt ist. Nach der Einstellung aller Taschen 10 werden diese unter einer ersten Bogenmaterialzuführstation 2 vorbei geführt, wo z.B. ein gefalzter Umschlagsabschnitt 6 einer Zeitung oder eines anderen Druckprodukts in die Tasche 10 eingelegt wird. An einer wahlweise vorgesehenen zweiten Bogenmaterialzuführstation 3 kann zur Fertigstellung eines Druckprodukts 12 ein zweiter Abschnitt 7 zwischen den Vorfalz und den Nachfalz des Abschnitts 6 eingefügt werden. Dieser Vorgang kann für eine beliebige Anzahl von Zuführstationen 2, 3, wiederholt werden, um ein fertiges Druckprodukt 12 mit einer Vielzahl ineinander angeordneter Abschnitte 6, 7 herzustellen. Demgemäß definiert der Zeitraum zwischen der Aufnahme des Abschnitts 6 in der Tasche 10 von der Zuführstation 2 und dem Positionieren der Tasche 10 unter der Zuführstation 3 das Zeitfenster, das zum Öffnen des Abschnitts 6 in der Tasche zum Einlegen des Abschnitts 7 in den Abschnitt 6 zur Verfügung steht.

    [0028] Nach der Aufnahme der Abschnitte 6, 7 können die Taschen 10 an einer Freigabestation 4 vorbei geführt werden, an welcher der Arretiermechanismus 9 gelöst wird. Der vorzugsweise federgespannte Einstellmechanismus 8 gibt daraufhin die Finger 90 frei, so dass sich der Boden der Tasche 10 öffnet und die fertigen Produkte 12 z.B. auf ein Transportband 11 abgelegt werden.

    [0029] Nach der Freigabestation 4 passieren die Taschen 10 eine Rückstellstation 5, die eine Rückstellrampe 25 mit einer mit einem Rückstellnockenstößel 156 (s. Fig. 3) des Einstellmechanismus 8 zusammenwirkenden beweglichen Anstiegsfläche und einer Arretiervorrichtung 35 zum Arretieren des Arretiermechanismus 9 umfasst. Anschließend werden die vorzugsweise alle auf dieselbe Höhe eingestellten Taschen 10 mit Hilfe der Rückstellrampe 25 auf die gemeinsame Höhe rückgestellt und mit Hilfe der mit dem Arretiermechanismus 9 zusammenwirkenden Arretiervorrichtung 35 arretiert.

    [0030] In Fig. 2A, 3 und 4 sind Einzelheiten der Tasche 10 zu sehen.

    [0031] Die Tasche 10 umfässt eine obere Rückwand 54 und eine obere Vorderwand 52, zwischen denen eine Öffnung 56 zur Aufnahme des Bogenmaterials, z.B. des Umschlagsabschnitts 6, gebildet ist. Die Tasche 10 umfasst außerdem eine Seitenwand 44 und kann eine untere Rückwand 64 und eine untere Vorderwand 62 umfassen.

    [0032] Fig. 2B zeigt eine vergrößerte Darstellung des oberen Abschnitts der in Fig. 2A gezeigten Tasche 10. Fig. 2B zeigt den Bereich, in dem der Vorfalz 61 eines Umschlagsabschnitts 6 gehalten wird. Eine Greiferanordnung 53, 55, die den Umschlagsabschnitt 6 festhält, befindet sich im oberen Bereich der oberen Vorderwand 52. Die Greifer 53, 55 sind koaxial auf einer gemeinsamen Welle 57 angeordnet, befinden sich jedoch in unterschiedlichen Drehpositionen. Unterschiedliche Greiferanordnungen können jedoch auch an unterschiedlichen Wellen angeordnet sein, die unabhängig voneinander gesteuert werden. Die Greifer einer Anordnung können z.B. länger als die Greifer einer anderen Anordnung sein.

    [0033] Eine nicht dargestellte Steuerungsvorrichtung schwenkt die die Greifer 53, 55 tragende Welle 57 zwischen einer Halteposition und einer Freigabeposition. In Fig. 2B befindet sich ein Greifer 53 in der Freigabeposition und der andere Greifer 55 in der Halteposition. In der Halteposition hält der Greifer 55 den Vorfalz des Umschlagsabschnitts 6 bezüglich der oberen Vorderwand 52 fest. Ein auf diese Weise gehaltener Abschnitt 6 ist in Fig. 2B mit einer gestrichelten Linie schematisch dargestellt.

    Nach dem Stand der Technik wurde ein Abschnitt 6 wie folgt geöffnet:



    [0034] Wenn der Umschlagsabschnitt 6 in der Öffnung 56 abgelegt wird, liegt seine Unterkante an der Kontaktlinie zwischen den Fingern 90 und der oberen Rückwand 54 an. In der in Fig. 2A gezeigten geöffneten Position der Tasche 10 liegt der Umschlagabschnitt 6 bedingt durch die Schwerkraft vollständig an der oberen Rückwand 54 an (siehe Fig. 5A). Zu Beginn eines Vorgangs zum Erfassen des Umschlagsabschnitts 6 mit Hilfe der Greifer 53, 55 wird die obere Rückwand 54 um die Achse 51 geschwenkt, so dass sie die obere Vorderwand 52 kontaktiert, wie es in Fig. 5B gezeigt ist. Alternativ oder zusätzlich kann die gesamte Rückwand 54, 64 in Richtung der Vorderwand 52, 62 verschoben werden. Wenn der Umschlagsabschnitt 6 an der oberen Vorderwand 52 anliegt, werden die Greifer 53, 55 in die Halteposition gedreht, in der sie mindestens einen Abschnitt des Umschlagabschnitts 6 gegen die obere Vorderwand 52 halten (siehe Fig. 2B, 5C und 5D). Wenn die Greifer 53, 55 so eingestellt sind, dass sie nicht weiter als bis zur Oberkante des Nachfalzes 63 des Umschlagabschnitts 6 reichen, so erfassen die Greifer 53, 55 nur den Vorfalz 61 des Umschlagabschnitts 6. Danach wird der Vorfalz 61 gegen die obere Vorderwand 52 gehalten und der Nachfalz 63 des Umschlagsabschnitts 6 durch die Schwerkraft und/oder eine andere Vorrichtung, z.B. eine Saugvorrichtung 59, mit der sich rückwärts bewegenden oberen Rückwand 54 bewegt. Auf diese Weise wird zwischen dem Vorfalz 61 und dem Nachfalz 63 eine Öffnung 56 zur Aufnahme eines z.B. durch die zweite Bogenmaterialzuführstation 3 zugeführten weiteren Abschnitts 7 gebildet.

    [0035] Bei diesem Vorgang ist die zeitliche Abstimmung von großer Bedeutung. Das Ergreifen des Vorfalzes 61 durch die Greifer 53, 55 wird so lange verzögert, bis die obere Rückwand 54 den Vorfalz 61 sicher auf der oberen Vorderwand 52 abgelegt hat. Außerdem geht Zeit verloren, bis die obere Rückwand 54 und mit dieser der Nachfalz 63 weit genug rückwärts gekippt ist, um eine Öffnung 56 zu bilden, die groß genug ist, um ein störungsfreies Einlegen des Abschnitts 7 zu ermöglichen.

    [0036] Die Erfindung vergrößert das Zeitfenster für diesen Vorgang, indem ein Trennsystem 70 zum Trennen von Vorfalz und Nachfalz bereitgestellt wird. Dieses Trennsystem 70 umfasst mindestens ein beweglich an einem Trennelementträgersystem 74 angeordnetes Trennelement 72 und wird auf die nachfolgend beschriebene Weise betrieben.

    [0037] Das Trägersystem 74 befindet sich in der Nähe oder an der endlosen Transportbahn 101, die Teil eines Taschenfördersystems ist. Das Trägersystem 74 bewegt sich in dieselbe Transportrichtung 17 wie das Transportsystem 101. Das Trägersystem 74 ist vorzugsweise als ein umlaufendes Band ausgebildet, das den Taschen 10 folgt, sich aber mit einer anderen Geschwindigkeit als diese bewegt. Außerdem kann das Trägersystem 74 relativ zu den Taschen 10 vertikal verstellbar sein. Auf diese Weise kann ein Trennelement 72 auf die Tasche 10 zu oder von dieser weg bewegt werden. Eine derartige Verstellung kann durch eine Bewegung des gesamten Systems 70 oder eines einzelnen Trennelements 72 erfolgen. Das System 70 kann auf ein bestimmtes Format voreingestellt sein oder ein automatisches Steuersystem mit verstellbaren Motoren und Sensoren zum Bestimmen der Position des Vorfalzes 61 oder eines anderen Abschnitts umfassen.

    [0038] Wie in Fig. 5A gezeigt ist, wird zunächst an der (nur in Fig. 1 gezeigten) Station 2 ein Abschnitt 6 in die Tasche 10 eingefügt. Etwas später, vorzugsweise unmittelbar danach, müssen die obere Vorderwand 54 und der Abschnitt 6 auf die obere Vorderwand 52 zu bewegt werden, damit der Vorgang der Öffnung des Abschnitts 6 zur Aufnahme eines weiteren Abschnitts 7 eingeleitet wird. Wie in Fig. 5A und 5B gezeigt ist, wird demgemäß ein Trennelement 72 mit der Tasche 10, jedoch schneller als diese, in die Transportrichtung 17 bewegt. Daher holt das Trennelement 72 die Tasche 10 ein und überholt diese vorzugsweise unmittelbar, nachdem der Abschnitt 6 sicher in der Tasche 10 liegt.

    [0039] Das Trennelement 72 ist lang genug, um die Rückseite der oberen Rückwand 54 zu kontaktieren und auf diese eine ausreichend große Kraft auszuüben, dass sie in Richtung der und gegen die obere Vorderwand 52 schwenkt und so den Abschnitt 6 zwischen der oberen Rückwand 54 und der oberen Vorderwand 52 festklemmt. Wenn ein Ende des Trennelements 72 bezüglich der Tasche 10 in einer niedrigeren Position positioniert werden soll, kann das Trägersystem 74 alternativ auch dazu ausgebildet sein, das Trennelement 72 in Richtung der Tasche 10 abzusenken, wie in Fig. 5B gezeigt ist. Alternativ oder zusätzlich kann das Trägersystem 74 dazu geeignet sein, das Trennelement 72 von der Tasche 10 abzuheben, wie es in Fig. 5C gezeigt ist. Ein Absenk- oder Hubabschnitt des Trägersystems 74 ist abhängig von der Funktion, die das Trennelement 72 im Hinblick auf die Tasche 10 ausführen soll. Wenn das Trennelement 72 nicht benötigt wird, kann es weit genug angehoben werden, dass es keinen Teil der Tasche 10 mehr kontaktiert.

    [0040] Fig. 5B zeigt den Zeitpunkt, zu dem das Trennelement 72 die obere Rückwand 54 vollständig gegen die obere Vorderwand 52 gedrückt hält. In einer derartigen Position ragt der Vorfalz 61 deutlich sichtbar über den Nachfalz 63 heraus. Das Trennelement 72 besteht vorzugsweise aus einem biegsamen Material. Wenn das Trennelement 72 gegen die Tasche 10 gedrückt wird, kann es sich auf diese Weise biegen, wie in Fig. 5D gezeigt ist.

    [0041] Obwohl sich das Trennelement 72 mit der Tasche 10 bewegt, bewegt es sich mit höherer Geschwindigkeit. In seiner Bewegung an der Tasche 10 vorbei oder entlang hat sich das Ende des Trennelements 72 zu einem in Fig. 5C gezeigten Zeitpunkt daher vollständig an der oberen Rückwand 54 vorbei bewegt. Da das Trennelement 72 nicht länger gegen die obere Rückwand 54 drückt, wird diese durch die Schwerkraft oder eine dafür vorgesehene Vorrichtung, z.B. eine nicht dargestellte Vorspannfeder, in ihre in Fig. 5A gezeigte Ausgangsposition zurück bewegt. Wenn der Nachfalz 63 niedriger als oder so hoch wie die obere Rückwand 54 ist, so wird der Nachfalz 63 mit der oberen Rückwand 54 zurückbewegt, insbesondere dann, wenn die obere Rückwand 54 eine Saugvorrichtung 59 aufweist. Wenn jedoch der Nachfalz 63 höher ist als die obere Rückwand 54 ist, wie es in Fig. 5C gezeigt ist, so beginnt die Rückbewegung der oberen Rückwand 54 in der Tasche 10, bevor sich der Nachfalz 63 überhaupt bewegt, da das Trennelement 72 den Nachfalz 63 gegen die obere Vorderwand 52 drückt.

    [0042] Das Trennelement 72 bewegt sich weiter an der Tasche 10 vorbei, so dass das Trennelement 72 zu einem späteren Zeitpunkt keinen Druck mehr auf den Nachfalz 63, sondern nur noch auf den Vorfalz 61 ausübt. Wenn dieser Druck von dem Nachfalz 63 entfernt wird, kann er sich rückwärts bewegen, um die Öffnung 45 zur Aufnahme des Abschnitts 7 zu bilden, wie es in Fig. 5D gezeigt ist.

    [0043] Während das Trennelement 72 gegen die obere Vorderwand 52 drückt (Fig. 5B, 5C, 5D, 5E), wird Druck auf den Vorfalz 61 ausgeübt. Insbesondere, nachdem die obere Rückwand 54 und der Nachfalz 63 von dem Vorfalz 61 weggeklappt sind, übt das Trennelement 72 Druck auf den Vorfalz 61 aus, wie es in Fig. 5E gezeigt ist. Daher können die Greifer 53, 55 jederzeit, nachdem die obere Rückwand 54 und der Nachfalz 63 von dem Vorfalz 61 weggeklappt sind, so bewegt werden, dass sie den Vorfalz 61 sicher halten.

    [0044] Die Greifer 53, 55 müssen den Vorfalz 61 spätestens dann ergreifen, wenn die Ablage des Abschnitts 7 in dem Abschnitt 6 unmittelbar bevorsteht.

    [0045] Das Trennelement 72 kontaktiert die obere Rückwand 54, unmittelbar nachdem die Tasche 10 den Abschnitt 6 aufnimmt, und sich sofort in die Transportrichtung 17 in Bewegung setzt. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Trennelements 72 definiert, wie schnell die obere Rückwand 54 und der Nachfalz 63 von dem Vorfalz 61 wegklappen. Da die Geschwindigkeit der Bewegung des Trennelements 72 im Vergleich zur Bewegung der Tasche 10 entlang der umlaufenden Bahn 101 relativ hoch ist, lösen sich mit Hilfe der Erfindung die obere Rückwand 54 und der Nachfalz 63 von dem Vorfalz 61, lange bevor sich die Tasche 10 unter der Station 3 befindet, um den Abschnitt 7 aufzunehmen. Die Erfindung beschleunigt also die Trennung des Vorfalzes 61 vom Nachfalz 63 und verlängert so das Zeitfenster für das Erfassen des Vorfalzes 61 durch die Greifer 53, 55. Die Verlängerung dieses Zeitfensters bedeutet, dass längere Greifer 53, 55 verwendet werden können.

    [0046] Das Trennelement 72 kann eine beliebige Form aufweisen. Es kann als einzelner, massiver rechteckiger Quader mit einem in Fig. 5A bis 5E gezeigten Querschnitt ausgebildet sein, der in Fig. 5A bis 5E in die Zeichenebene hinein verläuft und sich über die gesamte Breite der Tasche 10 erstreckt. Hierbei ist das Ausmaß, um das der Quader in die Ebene hinein verläuft, deutlich größer als der dargestellte vertikale Querschnitt. Eine derartige Form ist möglich, da die Oberkanten der oberen Rückwand 54, der Nachfalz 63, der Vorfalz 61 und die obere Vorderwand 52 alle parallel zueinander in eine in die Zeichenebene von Fig. 5A bis 5E hinein verlaufen. Daher gibt die Unterkante eines solchen rechteckigen Quaders jeden Abschnitt einer jeweiligen Oberkante im Wesentlichen gleichzeitig frei.

    [0047] Alternativ kann das Trennelement 72 auch als eine Reihe von fingerförmigen Vorrichtungen ausgebildet sein, die von dem Trägersystem 74 in Richtung eines Taschenbodens 10 (d.h. in die Richtung des Schwenkzapfens 96) verlaufen. Im Gegensatz zum oben beschriebenen einzelnen rechteckigen Quader ist das Ausmaß, um das derartige fingerförmige Vorrichtungen in die Zeichenebene der Fig. 5A-5E hinein verläuft, deutlich geringer als der dargestellte vertikale Querschnitt. Diese fingerförmigen Vorrichtungen können eine beliebige Form aufweisen und können z.B. auch als zylindrischer Stab oder rechteckiger Quader ausgebildet sein.

    [0048] In einer dritten Ausführungsform kann das Trennelement 72 als eine einzelne fingerförmige Vorrichtung ausgebildet sein, die vom Trägersystem 74 in Richtung des Bodens der Tasche 10 verläuft, wobei diese Vorrichtung dieselben Eigenschaften aufweist wie die im vorangegangenen Abschnitt beschriebenen fingerförmigen Vorrichtungen.

    [0049] In allen drei beispielhaften Ausführungsformen kann das Trennelement 72 massiv ausgebildet sein. Die erste Ausführungsform ähnelt z.B. einem Fensterwischer. Alternativ kann das Trennelement 72 auch als eine Bürste ausgebildet sein.

    [0050] Das Trägersystem 74 ist vorzugsweise als ein endloses Band ausgebildet, entlang dem eine Vielzahl von abnehmbaren und dementsprechend verstellbaren einzelnen Trennelementen 72 angeordnet ist. Die Positionierung der Trennelemente 72 an dem Band bestimmt hierbei die zeitliche Einteilung der Funktionen des Trennelements 72 im Hinblick auf eine Tasche 10.

    [0051] Wie bereits erläutert, bereitete die Trennung des Vorfalzes 61 vom Nachfalz 63 eines ersten Abschnitts 6 zur Bildung einer Tasche zum Einlegen eines zweiten Abschnitts 7 bisher Schwierigkeiten. Die Erfindung schafft ein neues Trennsystem zum Trennen des Vorfalzes 61 vom Nachfalz 63 und verlängert das Zeitfenster, das den Greifern 53, 55 zur Verfügung steht, um den Vorfalz 61 zu erfassen. Gleichzeitig gleicht die Erfindung Unterschiede in der Größe der Vorfalze 61 und der Nachfalze 63 aus.

    Liste der Bezugszeichen



    [0052] 
    1
    Einstellbereich
    2
    Bogenmaterialzuführstation
    3
    Bogenmaterialzuführstation
    4
    Freigabestation
    5
    Rückstellstation
    6
    Umschlagsabschnitt
    7
    zweiter Abschnitt
    8
    Höhenstellmechanismus
    9
    Arretiermechanismus
    10
    Tasche
    12
    fertiges Druckprodukt
    17
    Transportrichtung
    25
    Rückstellrampe
    26
    Greiferwirkungseinstellnocke
    27
    Oberseite
    28
    Unterseite
    29
    Rampe
    35
    Arretiervorrichtung
    44
    Seitenwand
    46
    Wand
    51
    Achse
    52
    obere Vorderwand
    53
    Greifer
    54
    obere Rückwand
    55
    Greifer
    56
    Bogenmaterialaufnahmeöffnung
    57
    Welle
    59
    Saugvorrichtung
    61
    Vorfalz
    62
    untere Vorderwand
    64
    untere Rückwand
    70
    Trennsystem
    72
    Trennelement
    74
    Trägersystem
    90
    Finger
    96
    Schwenkzapfen
    100
    Bogenmaterialtransportvorrichtung
    101
    umlaufender Pfad



    Ansprüche

    1. Trennsystem (70) zum Trennen von Vorfalz (61) und Nachfalz (63) zum Öffnen eines Bogens (6) in einer sich mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit in eine Transportrichtung bewegenden Tasche (10) mit einer Vorderwand (52, 62) und einer schwenkbar mit der Vorderwand (52, 62) verbundenen und mit dieser eine Öffnung zur Aufnahme des Bogens (6) definierenden Rückwand (54, 64),
    gekennzeichnet durch
    einen beweglichen Trennelementträger (74), der mit einem Trennelement (72) verbunden ist, wobei der Trennelementträger (74) dazu so ausgeführt ist, dass er das Trennelement (72) mit einer höheren Geschwindigkeit als der vorgegebenen Geschwindigkeit in die Transportrichtung entlang der Tasche (10) bewegen kann, und das Trennelement (72) dazu geeignet ist, nacheinander die Rückwand (54, 64), den Bogen (6) in der Tasche (10) und schließlich die Vorderwand (52, 62) zu kontaktieren und anschließend nacheinander die Rückwand (54, 64), zumindest einen Abschnitt des Bogens (6) in der Tasche (10) und schließlich die Vorderwand (52, 62) freizugeben.
     
    2. System nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Trennelementträger (74) als eine Führungsbahn, insbesondere eine endlose Führungsbahn, ausgebildet ist.
     
    3. System nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Trennelement (72) als eine Vielzahl von Trennelementen ausgebildet ist.
     
    4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Trennelement (72) so ausgeführt ist, dass nacheinander die Rückwand (54, 64), mindestens einen Abschnitt des Bogens (6) in der Tasche (10), mindestens einen weiteren Abschnitt des Bogens (6) in der Tasche (10) und schließlich die Vorderwand (52, 62) freigegeben werden können.
     
    5. System nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Führungsbahn Abschnitte unterschiedlicher Höhe aufweist, so dass das Trennelement (72) bezüglich der Tasche (10) zu verschiebbar ist.
     
    6. System nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Abschnitte ansteigende Flächen zum Verschieben des Trennelements (72) von der Tasche (10) weg und/oder abfallende Flächen zum Verschieben des Trennelements (72) in Richtung der Tasche (10) umfasst.
     
    7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das mindestens eine Trennelement (72) aus einem biegsamen Material besteht.
     
    8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das mindestens eine Trennelement (72) als eine Bürste ausgebildet ist.
     
    9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das mindestens eine Trennelement (72) als eine fingerförmige Verlängerung ausgebildet ist, die in Richtung der Tasche (10) verläuft.
     
    10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das mindestens eine Trennelement (72) als eine Reihe fingerförmiger Verlängerungen ausgebildet ist, die jeweils in Richtung der Tasche (10) verlaufen.
     
    11. System nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Verlängerung als ein zylindrischer Stab oder ein rechteckiger Quader ausgebildet ist.
     
    12. Verfahren zum Öffnen eines Bogens (6) in einer Bogenaufnahmetasche (10) einer Bogenzusammentragvorrichtung, wobei die Bogenaufnahmetasche (10) mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit entlang einer Transportbahn in eine Transportrichtung transportiert wird und die Tasche eine Vorderwand (52, 62) und eine schwenkbar mit der Vorderwand (52, 62) verbundene, mit dieser eine Öffnung zur Aufnahme des Bogens (6) definierende Rückwand aufweist und in die Bogenaufnahmetasche (10) ein Bogen (6) eingelegt wird,
    gekennzeichnet durch
    die folgenden Schritte:

    - Transportieren mindestens eines Trennelements (72) an einem Trennelementträger (74) entlang einer zweiten Transportbahn in die Transportrichtung mit einer höheren Geschwindigkeit als der vorgegebenen Geschwindigkeit; und

    - aufeinanderfolgendes Kontaktieren der Rückwand (54, 64), des Bogens (6) in der Tasche (10), und schließlich der Vorderwand (52, 62) durch das mindestens eine Trennelement (72) und anschließendes aufeinanderfolgendes Freigeben der Rückwand (54, 64), zumindest eines Abschnitts des Bogens (6) in der Tasche (10), und schließlich der Vorderwand (52, 62) durch das mindestens eine Trennelement (72).


     
    13. Verfahren nach Anspruch 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die mindestens eine Tasche (10) als eine Vielzahl von Taschen (10) ausgebildet ist und das mindestens eine Trennelement (72) als eine Vielzahl von Trennelementen (72) ausgebildet ist.
     
    14. Verfahren nach Anspruch 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die zweite Transportbahn an die Transportbahn angrenzt.
     
    15. Verfahren nach Anspruch 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die zweite Transportbahn der Transportbahn folgt.
     
    16. Verfahren nach Anspruch 12,
    gekennzeichnet durch
    den folgenden weiteren Schritt:

    aufeinanderfolgendes Kontaktieren der Rückwand (54, 64), des Bogens (6) in der Tasche (10) und der Vorderwand (52, 62) durch das mindestens eine Trennelement (72) und anschließendes aufeinanderfolgendes Freigeben der Rückwand (54, 64), zumindest eines Abschnitts des Bogens (6) in der Tasche, zumindest eines weiteren Abschnitts des Bogens (6) in der Tasche, und schließlich der Vorderwand (52, 62).


     
    17. Verfahren zum Öffnen eines Bogens (6) in einer Bogenaufnahmetasche (10), wobei in einer Transportbahn zu transportierende Bogenaufnahmetaschen (10) bereitgestellt werden, die jeweils eine Vorderwand (52, 62) und eine schwenkbar mit der Vorderwand (52, 62) verbundene und mit dieser eine Öffnung zur Aufnahme des Bogens (6) definierende Rückwand (54, 64) aufweisen,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    Mindestens ein Trennelement (72) so verschoben wird, dass dieses nacheinander die Rückwand (54, 64), den Bogen (6) in der Tasche (10) und schließlich die Vorderwand (52, 62) kontaktiert und anschließend nacheinander die Rückwand (54, 64), mindestens einen Abschnitt des Bogens (6) in der Tasche (10) und schließlich die Vorderwand (52,62) freigibt.
     


    Claims

    1. Separating system (70) for separating gripper fold (61) and post-fold (63) for the purpose of opening a sheet (6) in a pocket (10) which is moving in one direction of transport at a predetermined speed and has a front wall (52, 62) and a rear wall (54, 64) which is pivotably connected to said front wall (52, 62) and defines, with the latter, an opening for receiving the sheet (6),
    characterised by
    a movable separating-element-carrier (74) which is connected to a separating element (72), said separating-element-carrier (74) being designed, for that purpose, in such a way that it is capable of moving the separating element (72) in the direction of transport along the pocket (10) at a higher speed than the predetermined speed, and said separating element (72) is suitable for successively making contact with the rear wall (54, 64), the sheet (6) in the pocket (10) and, finally, the front wall (52, 62) and then successively releasing the rear wall (54, 64), at least one section of the sheet (6) in the pocket (10) and, finally, the front wall (52, 62).
     
    2. System according to Claim 1,
    characterised in that
    the separating-element-carrier (74) is constructed as a guide track, in particular an endless guide track.
     
    3. System according to Claim 1 or 2,
    characterised in that
    the separating element (72) is constructed as a large number of separating elements.
     
    4. System according to one of Claims 1 to 3,
    characterised in that
    the separating element (72) is designed in such a way that the rear wall (54, 64), at least one section of the sheet (6) in the pocket (10), at least one other section of the sheet (6) in the pocket (10) and, finally, the front wall (52, 62) can be released.
     
    5. System according to Claim 2,
    characterised in that
    the guide track has sections of differing height, so that the separating element (72) is displaceable with respect to the pocket (10).
     
    6. System according to Claim 5,
    characterised in that
    the sections have rising faces for displacing the separating element (72) away from the pocket (10) and/or declining faces for displacing said separating element (72) in the direction of the pocket (10).
     
    7. System according to one of Claims 1 to 6,
    characterised in that
    the at least one separating element (72) consists of a flexible material.
     
    8. System according to one of Claims 1 to 6,
    characterised in that
    the at least one separating element (72) is constructed as a brush.
     
    9. System according to one of Claims 1 to 6,
    characterised in that
    the at least one separating element (72) is constructed as a finger-shaped prolongation which extends in the direction of the pocket (10).
     
    10. System according to one of Claims 1 to 6,
    characterised in that
    the at least one separating element (72) is constructed as a row of finger-shaped prolongations which extend in the direction of the pocket (10) in each case.
     
    11. System according to Claim 9,
    characterised in that
    the prolongation is constructed as a cylindrical bar or a rectangular parallelepiped.
     
    12. Method of opening a sheet (6) in a sheet-receiving pocket (10) belonging to a sheet-collecting device, wherein said sheet-receiving pocket (10) is transported along a transport track in one direction of transport at a predetermined speed and said pocket has a front wall (52, 62) and a rear wall which is pivotably connected to said front wall (52, 62) and defines, with the latter, an opening for receiving the sheet (6) and a sheet (6) is inserted in the sheet-receiving pocket (10),
    characterised by
    the following steps:

    - the transporting of at least one separating element (72) on a separating-element-carrier (74) along a second transport track in the direction of transport at a higher speed than the predetermined speed; and

    - the making of contact with, successively, the rear wall (54, 64), the sheet (6) in the pocket (10) and, finally, the front wall (52, 62), by the at least one separating element (72) and the subsequent successive release of the rear wall (54, 64), at least one section of the sheet (6) in the pocket (10) and, finally, the front wall (52, 62), by the at least one separating element (72).


     
    13. Method according to Claim 12,
    characterised in that
    the at least one pocket (10) is constructed as a large number of pockets (10) and the at least one separating element (72) is constructed as a large number of separating elements (72).
     
    14. Method according to Claim 13,
    characterised in that
    the second transport track adjoins the transport track.
     
    15. Method according to Claim 12,
    characterised in that
    the second transport track follows the transport track.
     
    16. Method according to Claim 12,
    characterised by
    the following additional step:

    the making of contact with, successively, the rear wall (54, 64), the sheet (6) in the pocket (10) and the front wall (52, 62), by the at least one separating element (72) and the subsequent successive release of the rear wall (54, 64), at least one section of the sheet (6) in the pocket, at least one other section of the sheet (6) in the pocket and, finally, the front wall (52, 62).


     
    17. Method of opening a sheet (6) in a sheet-receiving pocket (10), wherein there are placed in readiness, in a transport track, sheet-receiving pockets (10) which are to be transported and which each have a front wall (52 , 62) and a rear wall (54, 64) which is pivotably connected to said front wall (52, 62) and defines, with the latter, an opening for receiving the sheet (6),
    characterised in that
    at least one separating element (72) is displaced in such a way that said element makes contact with, successively, the rear wall (54, 64), the sheet (6) in the pocket (10) and, finally, the front wall (52, 62) and then successively releases the rear wall (54, 64), at least one section of the sheet (6) in the pocket (10) and, finally, the front wall (52, 62).
     


    Revendications

    1. Dispositif de séparation (70) pour séparer la partie avant (61) de la partie arrière (63) d'une feuille pliée en vue d'ouvrir une feuille (6) dans une poche (10) se déplaçant à une vitesse prédéfinie dans un sens de transport avec une paroi avant (52, 62) et une paroi arrière (54, 64) reliée de manière pivotante à la paroi avant (52, 62) et définissant avec celle-ci une ouverture pour recevoir la feuille (6),
    caractérisé par
    un support d'élément séparateur (74) mobile, lequel est relié à un élément séparateur (72), le support d'élément séparateur (74) étant à cet effet conçu de telle sorte qu'il peut déplacer l'élément séparateur (72) à une vitesse plus élevée que la vitesse prédéfinie dans le sens de transport le long de la poche (10), et l'élément séparateur (72) étant approprié pour entrer successivement en contact avec la paroi arrière (54, 64), avec la feuille (6) dans la poche (10) et enfin avec la paroi avant (52, 62), et ensuite pour libérer successivement la paroi arrière (54, 64), au moins une section de la feuille (6) dans la poche (10) et enfin la paroi avant (52, 62).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1,
    caractérisé
    en ce que le support d'élément séparateur (74) est conçu comme une glissière de guidage, notamment une glissière de guidage sans fin.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé
    en ce que l'élément séparateur (72) est conçu comme une multitude d'éléments séparateurs.
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
    caractérisé
    en ce que l'élément séparateur (72) est réalisé de telle sorte que successivement la paroi arrière (54, 64), au moins une section de la feuille (6) dans la poche (10), au moins une autre section de la feuille (6) dans la poche (10) et enfin la paroi avant (52, 62) peuvent être libérées.
     
    5. Dispositif selon la revendication 2,
    caractérisé
    en ce que la glissière de guidage présente des sections de différente hauteur, de telle sorte que l'élément séparateur (72) est déplaçable par rapport à la poche (10).
     
    6. Dispositif selon la revendication 5,
    caractérisé
    en ce que les sections comportent des surfaces ascendantes pour déplacer l'élément séparateur (72) depuis la poche (10) et/ou des surfaces descendantes pour déplacer l'élément séparateur (72) en direction de la poche (10).
     
    7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
    caractérisé
    en ce qu'au moins un élément séparateur (72) se compose d'un matériau flexible.
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
    caractérisé
    en ce que au moins un élément séparateur (72) est conçu comme une brosse.
     
    9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
    caractérisé
    en ce que au moins un élément séparateur (72) est conçu comme un prolongement en forme de doigt s'étendant en direction de la poche (10).
     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
    caractérisé
    en ce qu'au moins un élément séparateur (72) est conçu comme une série de prolongements en forme de doigt, lesquels s'étendent respectivement en direction de la poche (10).
     
    11. Dispositif selon la revendication 9,
    caractérisé
    en ce que le prolongement est conçu comme une tige cylindrique ou un parallélépipède rectangulaire.
     
    12. Procédé pour ouvrir une feuille (6) dans une poche de réception de feuilles (10) d'un dispositif d'assemblage de feuilles, la poche de réception des feuilles (10) étant transportée à une vitesse prédéfinie le long d'une voie de transport dans un sens de transport, la poche présentant une paroi avant (52, 62) et une paroi arrière reliée de manière pivotante à la paroi avant (52, 62), définissant avec celle-ci une ouverture pour recevoir la feuille (6), et une feuille (6) étant insérée dans la poche de réception des feuilles (10),
    caractérisé
    par les étapes suivantes :

    - transport d'au moins un élément séparateur (72) sur un support d'élément séparateur (74) le long d'une seconde voie de transport dans le sens de transport à une vitesse plus élevée que la vitesse prédéfinie ; et

    - entrée en contact successive au moins d'un élément séparateur (72) avec la paroi arrière (54, 64), la feuille (6) dans la poche (10), et enfin avec la paroi avant (52, 62), puis libération successive de la paroi arrière (54, 64), au moins d'une section de la feuille (6) dans la poche (10) et enfin de la paroi avant (52, 62) par au moins un élément séparateur (72).


     
    13. Procédé selon la revendication 12,
    caractérisé
    en ce que la au moins une poche (10) est conçue comme une multitude de poches (10) et en ce qu'au moins un élément séparateur (72) est conçu comme une multitude d'éléments séparateurs (72).
     
    14. Procédé selon la revendication 13,
    caractérisé
    en ce que la seconde voie de transport est contiguë à la voie de transport.
     
    15. Procédé selon la revendication 12,
    caractérisé
    en ce que la seconde voie de transport suit la voie de transport.
     
    16. Procédé selon la revendication 12,
    caractérisé
    par l'autre étape suivante : entrée en contact successive au moins d'un élément séparateur (72) avec la paroi arrière (54, 64), avec la feuille (6) dans la poche (10) et avec la paroi avant (52, 62) puis libération successive de la paroi arrière (54, 64), au moins d'une section de la feuille (6) dans la poche, au moins d'une autre section de la feuille (6) dans la poche, et enfin de la paroi avant (52,62).
     
    17. Procédé pour ouvrir une feuille (6) dans une poche de réception de feuilles (10), des poches de réception de feuilles (10) à transporter dans une voie de transport étant préparées, lesquelles présentent respectivement une paroi avant (52, 62) et une paroi arrière (54, 64) reliée de manière pivotante à la paroi avant (52, 62) et définissant avec celle-ci une ouverture pour recevoir la feuille (6),
    caractérisé
    en ce qu'au moins un élément séparateur (72) est déplacé de telle sorte que celui-ci entre successivement en contact avec la paroi arrière (54, 54), avec la feuille (6) dans la poche (10) et enfin avec la paroi avant (52, 62) puis libère successivement la paroi arrière (54, 64), au moins une section de la feuille (6) dans la poche (10) et enfin la paroi avant (52, 62).
     




    Zeichnung