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(11) |
EP 1 394 329 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.06.2006 Patentblatt 2006/24 |
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Anmeldetag: 14.08.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Reinigungsfahrzeug
Cleaning vehicle
Vehicule de nettoyage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
24.08.2002 DE 10238863
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.03.2004 Patentblatt 2004/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Wiedemann, Karl |
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D-86465 Welden (DE) |
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Erfinder: |
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- Wiedemann, Karl
D-86465 Welden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Munk, Ludwig |
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Patentanwalt
Prinzregentenstrasse 1 86150 Augsburg 86150 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 683 278 DE-U- 29 624 308
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DE-A- 4 114 837
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungsfahrzeug, insbesondere für Kanalreinigung, Straßenreinigung,
Sinkkastenreinigung und dergleichen, mit einem mit Saugzug beaufschlagbaren Saugschlauch,
einer dem Saugschlauch zugeordneten Speichereinrichtung, aus der der Saugschlauch
bis zum Erreichen gewünschten Länge ausfahrbar ist und umgekehrt, und einem den speichernahen
Saugschlauchabschnitt aufnehmenden Ausleger, der als Teleskopausleger ausgebildet
ist, der einen Grundträger und einen aus diesem aus bzw. in diesen einfahrbaren Verlängerungsträger
aufweist, durch dessen Endbereich der Saugschlauch im Bogen nach unten umlenkbar ist.
[0002] Ein Reinigungsfahrzeug dieser Art ist aus der EP 068 32 78 A2 bekannt. Bei diesem
bekannten Reinigungsfahrzeug besitzt der Verlängerungsträger ein starres, rüsselartig
nach unten gebogenes Endstück, das aus fest miteinander verschweissten Teilstücken
besteht. Hierdurch wird zwar eine sanfte, knickfreie Umlenkung des Saugschlauchs erreicht.
Es ist aber nicht möglich, den Verlängerungsträger ganz in den Grundträger einzufahren.
Es kann daher zu Behinderungen im fahrbereiten Zustand kommen. Sofern der Ausleger
über das Fahrerhaus hinauskragt, was bei manchen Kanalreinigungsfahrzeugen vorgesehen
ist, um den Ablauf des Saugschlauches vom Fahrerhaus beobachten zu können, befindet
sich das Endstück des Auslegers im fahrbereiten Zustand im Sichtbereich der Windschutzscheibe,
was zu einer Sichtbehinderung und damit zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit
führen kann. Sofern der Ausleger nach hinten auskragt, ergibt sich eine vom Fahrerhaus
aus schlecht einsehbare, rückwärtige Verlängerung des Fahrzeugs, was ebenfalls unerwünscht
ist.
[0003] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Reinigungsfahrzeug
eingangs erwähnter Art unter Beibehaltung seiner Vorteile und Vermeidung seiner Nachteile
mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so zu verbessern, dass der Verlängerungsträger
ganz in den Grundträger eingefahren werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Verlängerungsträger mehrere,
gelenkig miteinander verbundene, bis auf Anschlag gegeneinander abknickbare Teilstücke
aufweist, die beim Ausfahren aus dem Grundträger bis auf Anschlag nach unten gegeneinander
abknickbar und beim Einfahren in den Grundträger in die Streckstellung bringbar sind.
[0005] Die gelenkig miteinander verbundenen, bis auf Anschlag gegeneinander abknickbaren
Teilstücke des Verlängerungsträgers bilden im ausgefahrenen Zustand ein bogenförmig
nach unten verlaufendes Endstück, das den Saugschlauch sanft nach unten umlenkt, so
dass ein vorgeschriebener Biegeradius eingehalten werden kann. Ebenso ist eine Beobachtung
des Ablaufs des Saugschlauches vom Fahrerhaus aus möglich, so dass der Fahrer den
Saugschlauch beim Manipulieren in seinem direkten Blickfeld hat, ohne aus dem Fahrerhaus
aussteigen zu müssen. In Folge der Streckbarkeit der Teilstücke des Verlängerungsträgers
kann dieser nach Beendigung der Reinigungsarbeiten praktisch vollständig in den Grundträger
eingefahren werden, so dass der nach unten verlaufende Bogen verschwindet und daher
im fahrbereiten Zustand keinerlei Sichtbehinderungen zu befürchten sind, was sich
vorteilhaft auf die Verkehrssicherheit auswirkt. Die gelenkig miteinander verbundenen
Teilstücke gehen beim Ausfahren aus dem Grundträger aufgrund ihres Gewichts bzw. des
auf ihnen lastenden Schlauchgewichts automatisch in die Knickstellung und werden beim
Einfahren in den Grundträger praktisch automatisch in die Streckstellung zurückgeschwenkt.
Ein hierfür erforderlicher Schwenkantrieb ist daher in vorteilhafter Weise nicht erforderlich.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen
sind in den Unteransprüchen angegeben. So können zumindest ein Teil der Teilstücke
nach Art der Seitenflanken von Gewölbesteinen gegeneinander abgeschrägte Stirnseiten
aufweisen. Diese bilden dabei die die Knickbewegung begrenzenden Anschläge. Eine derartige
Ausbildung erweist sich daher als besonders einfach und zuverlässig. Zweckmäßig ist
dabei die Gelenkverbindung im Bereich der gegenüber der Unterseite längeren Oberseite
der Teilstücke angeordnet. Hierdurch ergeben sich besonders große Anschlagflächen.
[0007] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen ist vorgesehen, dass die Gelenkverbindung
unterhalb der Oberkante des Verlängerungsträgers angeordnet ist. Dies ermöglicht in
vorteilhafter Weise eine Anpassung der Querschnittsaußenkonfiguration der Teilstücke
des Verlängerungsträgers an den lichten Innenquerschnitt des Grundträgers, wodurch
sich eine einfache und zuverlässige Führung ergibt.
[0008] Vorteilhaft kann am vorderen Ende des letzten Endstücks des Verlängerungsträgers
eine vom Saugschlauch durchgriffene Öse vorgesehen sein. Hierbei handelt es sich um
ein einfaches und zuverlässiges, dem Saugschlauch zugeordnetes Führungsmittel, das
ein genaues Manipulieren des freien Saugschlauchendes mittels des Auslegers erleichtert.
[0009] Eine weitere zweckmäßige Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann darin bestehen,
dass im Bereich des vorderen Endes des Grundträgers eine den Teilstücken des Verlängerungsträgers
zugeordnete Leiteinrichtung, vorzugsweise in Form einer Anlauframpe, vorgesehen ist.
Diese Maßnahme ergibt praktisch eine Kurvensteuerung, die eine zuverlässige und schonende
Schwenkbewegung der ab- und aufkippbaren Teilstücke des Verlängerungsträgers gewährleistet.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten
Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung näher entnehmbar.
[0011] In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Reinigungsfahrzeugs mit in die Arbeitsstellung gebrachtem
Ausleger,
- Figur 2
- eine Seitenansicht des der Figur 1 zugrundeliegenden Fahrzeugs mit fahrbereitem Ausleger,
- Figur 3
- einen Schnitt durch den Bereich des Einlaufs des Verlängerungsträgers in den Grundträger
teilweise im Schnitt,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den der Figur 3 zugrundeliegenden Einlaufbereich mit teilweise
eingefahrenem Verlängerungsträger und
- Figur 5
- einen Schnitt durch einen hinteren Auslegerbereich mit einem Beispiel für eine dem
Verlängerungsträger zugeordnete Antriebseinrichtung.
[0012] Das Anwendungsgebiet der Erfindung erstreckt sich auf Reinigungsfahrzeuge aller Art,
die mit einem mit Saugzug beaufschlagbaren, über einen Ausleger geführten Saugschlauch
arbeiten, wie das bei Kanalreinigungsfahrzeugen, Straßenreinigungsfahrzeugen, Sinkkastenreinigungsfahrzeugen
und dergleichen der Fall ist. Der grundsätzliche Aufbau und die Wirkungsweise derartiger
Fahrzeuge sind an sich bekannt und bedürfen daher im vorliegenden Zusammenhang keiner
näheren Erläuterung mehr.
[0013] Das den Figuren 1 und 2 zugrundeliegende Reinigungsfahrzeug dient beispielsweise
zur Sinkkastenreinigung. Dieses Fahrzeug enthält einen auf der Fahrzeugchassis aufgenommenen
Schmutzaufnahmebehälter 1. Auf diesem ist eine mit stehender Achse angeordnete Haspel
2 montiert, auf der ein Saugschlauch 3 mit liegenden Windungen aufnehmbar ist. Das
nicht sichtbare, haspelseitige Ende des Saugschlauchs 3 kann in nicht näher dargestellter
Weise über eine Drehverbindung mit einem die Haspellagerung durchgreifenden, in den
Schlammaufnahmebehälter 1 einmündenden Einwurfstutzen verbunden sein. Die Haspel 2
ist mittels einer zugeordneten Antriebseinrichtung in beiden Richtungen antreibbar,
so dass der Saugschlauch 3 von der praktisch einen Saugschlauchspeicher bildenden
Haspel 2 bis zum Erreichen der gewünschten Länge abwickelbar bzw. auf diese aufwickelbar
ist.
[0014] An der Vorderwand des Schlammaufnahmebehälters 1 ist hier eine Konsole 4 angebracht,
auf der ein um eine stehende Achse drehbarer Lagerbock 5 aufgenommen ist, der einen
über das Fahrerhaus 6 nach vorne auskragenden Ausleger 7 zur Aufnahme des der Haspel
2 benachbarten Bereichs des Saugschlauchs 3 trägt. Zur Drehung des Lagerbocks 5 samt
Ausleger 7 um die stehende Achse ist eine geeignete Antriebseinrichtung vorgesehen.
Der Lagerbock 5 ist zweckmäßig so positioniert, dass der Saugschlauch 3 im Wesentlichen
niveaugleich von der Haspel 2 ab- und auf das hintere Ende des Auslegers 7 auflaufen
kann und umgekehrt. Der Ausleger 7 kann auf dem Lagerbock 5 um eine liegende Achse
schwenkbar aufgenommen und mittels einer Hubeinrichtung schwenkbar sein. In der dargestellten
Grundstellung steigt der Ausleger 7 vom Lagerbock 5 ausgehend leicht nach vorne an.
[0015] Durch den Ausleger 7 wird der Saugschlauch 3, wie Figur 1 anschaulich zeigt, über
das Fahrerhaus 6 hinweggeführt. Das vordere Ende des Auslegers 7 ist nach unten gebogen,
so dass der Saugschlauch 3 hierdurch nach unten umgelenkt wird. Das vordere Ende des
Saugschlauchs 3 kann dementsprechend in einen vom Fahrerhaus 6 aus sichtbaren Sinkkasten
8 eingeführt werden. Hierzu wird der Saugschlauch 3 mittels des Auslegers 7, das heißt
durch entsprechende Bewegungen des Auslegers 7 entsprechend manipuliert und bis zur
gewünschten Länge von der Haspel 2 abgewickelt.
[0016] Der Ausleger 7 ist als Teleskopausleger ausgebildet, der einen auf dem Lagerbock
5 aufgenommenen Grundträger 9 und einen aus diesem ausfahrbaren Verlängerungsträger
aufweist, der aus mehreren, aneinander anschließenden Teilstücken 10a, b, c besteht.
In der der Figur 1 zugrundeliegenden Arbeitsstellung ist der im Folgenden als ganzes
mit 10 bezeichnete Verlängerungsträger bis zu einer maximalen Ausfahrlänge aus dem
Grundträger 9 ausgefahren. In der der Figur 2 zugrundeliegenden, fahrbereiten Stellung
ist der Verlängerungsträger 10 in den Grundträger 9 eingefahren.
[0017] In der der Figur 1 zugrundeliegenden Arbeitsstellung sind die Teilstücke 10a, b,
c des Verlängerungsträgers 10 so gegeneinander abgeknickt, dass sich ein nach unten
gerichteter Rüssel ergibt, durch den der auf dem Ausleger 7 aufgenommene Saugschlauch
3 im Bogen nach unten geführt wird, wodurch eine Knickung des Saugschlauches 3 vermieden
wird. Im dargestellten Beispiel besteht der Verlängerungsträger 10 aus drei Teilstücken
10a, b, c, die in der Arbeitsstellung nach Art von Gewölbesteinen aneinander anschließen,
wie Figur 1 anschaulich erkennen lässt. Das rückwärtige Teilstück 10a ist auch in
der Arbeitsstellung mit seinem hinteren Endbereich im Eingriff mit dem Grundträger
9 und verläuft dementsprechend koaxial hierzu. Das mittlere Teilstück 10b und das
vordere Teilstück 10c sind jeweils gegenüber dem benachbarten Teilstück um einen Winkel
nach unten abgeknickt.
[0018] Hierzu sind das mittlere und das vordere Teilstück 10b, c im Bereich ihrer Oberkante
länger als im Bereich ihrer Unterkante, so dass sich wie bei einem Gewölbestein v-förmig
gegeneinander geneigte Stirnseiten ergeben. Das rückwärtige Teilstück 10a ist im dargestellten
Beispiel mit achsnormalen Stirnseiten versehen. Es wäre aber auch denkbar, die dem
mittleren Teilstück 10b zugewandte Stirnseite des rückwärtigen Teilstücks 10a entsprechend
zu neigen. In der eingefahrenen Stellung gemäß Figur 2 befinden sich die Teilstücke
10a, b, c in einer zum Grundträger 9 koaxialen Streckstellung, wobei die gegeneinander
geneigten Stirnseiten, wie in Figur 2 angedeutet ist, einen nach unten sich erweiternden
Spalt 11 begrenzen, der zwischen dem hinteren und dem mittleren Teilstück 1a, b kleiner
als zwischen dem mittleren und dem vorderen Teilstück 10b, c ist, so dass sich ein
sanft nach unten verlaufender Bogen ergibt.
[0019] Zur Führung des auf dem Ausleger 7 aufgenommenen Saugschlauchs 3 ist am vorderen
Ende des vorderen Endstücks 10c eine nach oben abstehende Öse 12 angebracht, durch
die der Saugschlauch 3 hindurchgreift. Weitere, dem Saugschlauch 3 zugeordnete Führungsmittel
sind bei dem den Figuren 1 und 2 zugrundeliegenden Beispiel im Bereich des Grundträgers
9 vorgesehen. Im dargestellten Beispiel sind hierzu den auf der Oberseite des Auslegers
7 laufenden Saugschlauch 3 beidseitig flankierende, vom Grundträger 9 nach oben ragende
Leitrollen 13 vorgesehen. Diese können mittels einer zugeordneten Antriebseinrichtung
anteibbar sein, um den Haspelantrieb zu entlasten. Im dargestellten Beispiel sind
die Leitrollen 13 lediglich frei drehbar, was im Normalfall auch genügt.
[0020] Ähnliche, den Saugschlauch 3 flankierende Leitrollen 13 können auch den Teilstücken
10a, b, c des Verlängerungsträgers 10 zugeordnet sein, wie die Figuren 3 und 4 für
das Teilstück 10b zeigen. Um einen störungsfreien Einlauf des mit Leitrollen 13 versehenen
Teilstücks 10b in den Grundträger 9 zu gewährleisten, sind die Leitrollen 13 hier
auf den seitlichen Schenkeln eines T-förmigen Bügels 14 aufgenommen, der mit seinem
Steg auf der Oberseite des zugeordneten Teilstücks angebracht ist. Der Grundträger
9 ist, wie Figur 4 anschaulich zeigt, im Bereich seiner Oberseite mit einem dem Steg
des Bügels 14 zugeordneten Schlitz 15 versehen, in den der Steg des Bügels 14 beim
Einfahren des Verlängerungsträgers 10 in den Grundträger 9 einlaufen kann. Die Höhe
des Stegs des Bügels 14 ist so bemessen, dass die seitlich auskragenden, die Leitrollen
13 aufnehmenden Schenkel im eingefahrenen Zustand, wie aus Figur 4 erkennbar ist,
den Grundträger 9 mit ausreichendem Laufspiel übergreifen. Auch die dem Verlängerungsträger
10 zugeordneten Leitrollen 13 können, wie oben für die Leitrollen 13 des Grundträgers
9 bereits erwähnt wurde, antreibbar sein. Im dargestellten Beispiel sind sie als frei
drehbar gelagerte Rollen ausgebildet.
[0021] Anstelle von drehbaren Leitrollen könnten in einfachen Fällen auch starre Stifte
vorgesehen sein. Ebenso wäre es denkbar, anstelle von den Saugschlauch 3 flankierenden
Führungscinrichtungen auch nach oben geschlossene Führungseinrichtungen, etwa derselben
Form wie die Öse 12, vorzusehen. Ebenso wäre es denkbar, im Bereich der Oberseite
des Grundträgers 9 und/oder des Verlängerungsträgers 10 die Unterseite des Saugschlauchs
3 aufnehmende Laufrollen vorzusehen.
[0022] Die Teilstücke 10a, b, c sind, wie in Figur für die Teilstücke 10a, b beispielhaft
dargestellt ist, im Bereich ihrer Oberkante durch ein eine horizontale Achse aufweisendes
Gelenk 16 miteinander verbunden. Die Gelenke 16 sind zweckmäßig so ausgebildet, dass
sie nicht über die Oberkante vorstehen und daher ein Einfahren des Verlängerungsträgers
10 in den Grundträger 9 nicht behindern. Sofern bezüglich der lichten Höhe des Grundträgers
9 genügend Spiel vorgesehen ist, können auf den Gelenkachsen drehbar gelagerte, im
Rahmen des genannten Spiels nach oben verstehende Laufrollen vorgesehen sein, die
ein Ablaufen des Saugschlauchs 3 erleichtern.
[0023] Im Bereich des vorderen Endes des Grundträgers 9 ist eine gegenüber der Unterkante
des Einlaufquerschnitts des Grundträgers 9 nach vorne vorspringende Anlauframpe 17
vorgesehen, an der die nach unten abgeknickten Tragstücke 10b, 10c beim Einfahren
des Verlängerungsträgers 10 in den Grundträger 9 mit ihrer rückwärtigen Unterkante
anlaufen. Die Anlauframpe 17 bildet dabei praktisch eine Führungsfläche, durch welche
die nach unten geknickten Teilstücke 10b, c beim Einfahren des Verlängerungsträgers
10 in den Grundträger 9 langsam und geordnet von der geknickten Stellung in die Streckstellung
gebracht werden, wodurch die zum Einfahren des Verlängerungsträgers 10 benötigten
Kräfte vergleichsweise klein bleiben. Beim Ausfahren des Verlängerungsträgers 10 aus
dem Grundträger 9 bewirkt die genannte Führungsfläche ein langsames und geordnetes
Absenken der vorderen Teilstücke 10c, b von der Streckstellung in die abgeknickte
Position, wodurch ein ruckartiges Abkippen unterbleibt. Anstelle einer Anlauframpe
könnte selbstverständlich auch eine Rollenanordnung mit einer oder mehreren Rollen
vorgesehen sein. In einfachen Fällen genügt es, einfach die Unterkante der vorderen
Stirnseite des Grundträgers 9 abzurunden oder abzuschrägen.
[0024] Zur Begrenzung der Abkippbewegung können Anschläge vorgesehen sein. Im dargestellten
Beispiel wird die Abkippbewegung dadurch begrenzt, dass die einander zugewandten Stirnseiten
der Teilstücke 10a, b, c in gegenseitige Anlage kommen. Hier fungieren dementsprechend
die einander zugewandten Stirnseiten der Teilstücke 10a, b, c als Anschläge, was große
Anschlagflächen und damit vergleichsweise geringe Flächenpressungen ergibt. Die Hochschwenkbewegung
kann ebenfalls durch Anschläge, die in der Streckstellung in gegenseitige Anlage kommen,
begrenzt sein. In der Regel ist dies jedoch nicht erforderlich, da bereits der Grundträger
9, in den die Verlängerungsstücke 10a, b, c eingefahren werden, als derartiger Anschlag
fungiert, der ein über die Streckstellung hinausgehendes Hochkippen der Teilstücke
10b, c verhindert.
[0025] Zum Ein- und Ausfahren des Verlängerungsträgers 10 ist eine Antriebseinrichtung vorgesehen.
Bei dem der Figur 5 zugrundeliegenden Beispiel handelt es sich dabei um einen Hubzylinder
18, der mit seinem hinteren Ende am hinteren Endbereich des Grundträgers 9 und mit
seinem vorderen Ende am vorderen Endbereich des rückwärtigen Teilstücks 10a, das nicht
vollständig aus dem Grundträger 9 ausgefahren wird, angelenkt ist. Im dargestellten
Beispiel ist der Hubzylinder 18 als einteiliger Hubzylinder ausgebildet, dessen Hub
dem Aus- bzw. Einfahrhub entspricht. Selbstverständlich könnte aber auch ein mehrteiliges
Aggregat vorgesehen sein. Der Hubzylinder 18 ist zweckmäßig als doppelt wirkendes
Aggregat ausgebildet, das Kräfte in beiden Richtungen erzeugen kann, so dass eine
zuverlässige Ausfahr- und Einfahrbewegung gewährleistet ist. Der Hubzylinder 18 ist
dabei vorteilhaft mit dem Antrieb der Saugschlauchhaspel 2 so synchronisiert, dass
sich gleichförmige Bewegungen des Saugschlauchs 3 sowie des Verlängerungsträgers 10
ergeben. Dasselbe gilt natürlich für die Antriebe der Leitrollen bzw. Laufrollen,
sofern diese angetrieben sein sollten.
[0026] Der Grundträger 9 ist, wie die Figuren 3 bis 5 erkennen lassen, zweckmäßig als Kastenträger
mit einem rechteckförmigen Querschnitt ausgebildet. Die Außenkonfiguration des Querschnitts
der Teilstücke 10a, b, c des Verlängerungsträgers entspricht praktisch dem lichten
Querschnitt des Grundträgers 9 abzüglich eines oben bereits erwähnten Laufspiels.
Der den Grundträger 9 bildende Kastenträger bildet automatisch eine allseits geschlossene
Führungsbahn für die Teilstücke 10a, b, c des Verlängerungsträgers. Selbstverständlich
können innerhalb des Grundträgers 9 noch die Führung für den Verlängerungsträger 10
bildende Führungsmittel vorgesehen sein, wie in Figur 5 durch Gleitschienen 19 angedeutet
ist.
1. Reinigungsfahrzeug, insbesondere für Kanalreinigung, Straßenreinigung, Sinkkastenreinigung
etc., mit einem mit Saugzug beaufschlagbaren Saugschlauch (3), einer dem Saugschlauch
(3) zugeordneten Speichereinrichtung (2), aus der der Saugschlauch (3) bis zum Erreichen
der gewünschten Länge ausfahrbar ist und umgekehrt, und einem den speichemahen Saugschlauchabschnitt
aufnehmenden Ausleger (7), der als Teleskopausleger ausgebildet ist, der einen Grundträger
(9) und einen aus diesem aus bzw. in diesen einfahrbaren Verlängerungsträger (10)
aufweist, durch dessen Endbereich der Saugschlauch (3) im Bogen nach unten umlenkbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlängerungsträger (10) mehrere, gelenkig miteinander verbundene, bis auf Anschlag
gegeneinander abknickbare Teilstücke (10a, b, c) aufweist, die beim Ausfahren aus
dem Grundträger (9) bis auf Anschlag nach unten gegeneinander abknickbar und beim
Einfahren in den Grundträger (9) in eine hiermit achsparallele Streckstellung bringbar
sind.
2. Reinigungsfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Teilstücke (10a, b, c) nach Art der Seitenflanken von Gewölbesteinen
gegeneinander abgeschrägte Stirnseiten aufweisen und dass die Gelenkverbindung (16)
im Bereich ihrer gegenüber ihrer Unterseite längeren Oberseite angeordnet ist, wobei
die Gelenkverbindung (16) vorzugsweise unterhalb der Oberkante des Verlängerungsträgers
(10) angeordnet ist.
3. Reinigungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundträger (9) und/oder der Verlängerungsträger (10) mit dem Saugschlauch (3)
zugeordneten Leitelementen versehen sind, die zumindest teilweise als den Saugschlauch
(3) flankierende Leitrollen (13) ausgebildet sind.
4. Reinigungsfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlängerungsträger (10) mit Leitelementen versehen ist, die auf einem von der
Oberseite des zugeordneten Teilstücks (10b) abstehenden, im eingefahrenen Zustand
einen zugeordneten Schlitz (15) des Grundträgers (9) durchgreifenden Bügel (14) aufgenommen
sind und dass am vorderen Ende des letzten Endstücks (10c) des Verlängerungsträgers
(10) eine vom Saugschlauch (3) durchgreifbare Öse (12) vorgesehen ist.
5. Reinigungsfahrzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein- bzw. Ausfahrbewegung des Saugschlauchs (3) unterstützende, antreibbare Leitelemente
vorgesehen sind.
6. Reinigungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundträger (9) und/oder der Verlängerungsträger (10) mit dem Saugschlauch (3)
zugeordneten Laufrollen (15) versehen ist bzw. sind.
7. Reinigungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des vorderen Endes des Grundträgers (9) eine den schwenkbaren Teilstücken
(10b, c) des Verlängerungsträgers (10) zugeordnete Führungseinrichtung vorgesehen
ist, die vorzugsweise als Anlauframpe (17) ausgebildet ist.
8. Reinigungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlängerungsträger (10) mittels einer an seinem rückwärtigen Teilstück (10a)
angreifenden Antriebseinrichtung (18) ein- und ausfahrbar ist.
9. Reinigungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundträger (9) als Kastenträger ausgebildet ist und dass der Verlängerungsträger
(10) eine an den Innenquerschnitt des Grundträgers (9) angepasste Querschnitts-Außenkonfiguration
aufweist und dass im Bereich der Innenseite des Grundträgers (9) dem Verlängerungsträger
(10) zugeordnete Führungsmittel (19) vorgesehen sind.
10. Reinigungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (7) um eine stehende Achse schwenkbar angeordnet ist und in der Fahrstellung
über ein Fahrerhaus (6) des Reinigungsfahrzeugs auskragt.
11. Reinigungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Saugschlauch (3) zugeordnete Speichereinrichtung als um eine stehende Achse
drehbare Haspel (2) ausgebildet ist, die vorzugsweise hinter einem dem Ausleger (7)
zugeordneten Lagerbock (5) benachbart angeordnet ist.
1. A cleaning vehicle, in particular for the cleaning of sewers, streets, catch basins
etc, comprising a suction tube (3) which can be supplied with a suction draught, a
storage unit (2) associated with the suction tube (3), from which the suction tube
(3) can be extended until the desirable length has been reached, and vice versa, and
further a cantilever (7) accommodating that section of the suction tube which is near
the storage unit, such cantilever being designed as a telescopic cantilever having
a base support (9) and an extension support (10) which can be extended from and retracted
into the base support, through the end section of which extension support (10) the
suction tube (3) may be deflected downwards in an arc-like manner, characterised in that the extension support (10) comprises several sections (10a, b, c) articulated to
one another and downwardly bendable up to mutual contact which, when extended from
the base support (9), can be bent downwards relative to one another up to mutual contact
and can be brought back into a stretched position parallel to the axis of the base
support (9) as they are retracted into the latter.
2. A cleaning vehicle according to Claim 1, characterised in that the end faces of at least a part of the sections (10a, b, c) are bevelled relative
to one another in a manner similar to the side flanks of vault stones, and that the
articulated connection (16) is provided in the region of their upper side which is
longer as compared to their lower side, with such articulated connection (16) being
preferably provided below the upper edge of the extension support (10).
3. A cleaning vehicle according to any of the preceding claims, characterised in that the base support (9) and/or the extension support (10) are provided with guiding
elements associated with the suction tube (3) which are designed as guide rollers
(13) and are arranged, at least partly, alongside the suction tube (3).
4. A cleaning vehicle according to claim 3, characterised in that the extension support (10) is provided with guiding elements which are accommodated
on a bracket (14) protruding from the upper side of the associated section (10b) and,
when the extension support is in retracted position, extending through an associated
slot (5) of the base support (9), and further characterised in that a lug (12) is provided at the front end of the final end section (10c) of the extension
support (10), through which the suction tube (3) can extend.
5. A cleaning vehicle according to claim 3 or 4, characterised in that provision is made for drivable guiding elements which support the retraction and
extension movements of the suction tube (3).
6. A cleaning vehicle according to any of the preceding claims, characterised in that the base support (9) and/or the extension support (10) are/is provided with running
rollers (13) associated with the suction tube (3).
7. A cleaning vehicle according to any of the preceding claims, characterised in that in the region of the front end of the base support (9) a guiding unit is provided
which is associated with the articulated sections (10b, c) of the extension support
(10), which is preferably designed as a guide ramp (17).
8. A cleaning vehicle according to any of the preceding claims, characterised in that the extension support (10) can be retracted and extended by means of a drive unit
(18) acting upon the rear section (10a).
9. A cleaning vehicle according to any of the preceding claims, characterised in that the base support (9) is designed as a box-type support and that the external cross-section
of the extension support (10) has a configuration that is adapted to the internal
cross-section of the base support (9), and further that in the region of the inner
side of the base support (9) provision is made for guiding means (19) associated with
the extension support (10).
10. A cleaning vehicle according to any of the preceding claims, characterised in that the cantilever (7) is swivel-mounted about a vertical axis and in travel position
of the cleaning vehicle protrudes beyond the driver's cab (6) of the vehicle.
11. A cleaning vehicle according to any of the preceding claims, characterised in that the storage unit associated with the suction tube (3) is designed as a reel (2) which
can be turned about a vertical axis which is preferably provided behind and in the
vicinity of a bearing bracket (5) associated with the cantilever (7).
1. Véhicule de nettoyage, plus particulièrement pour le nettoyage de canaux, de rues,
de bouches d'égout etc., avec un tuyau d'aspiration (3) alimenté par tirage induit,
un dispositif de stockage (2), associé au tuyau d'aspiration (3), à partir duquel
le tuyau d'aspiration (3) peut être sorti jusqu'à atteindre la longueur souhaitée
et inversement, et un bras (7) dans lequel est logée la partie du tuyau d'aspiration
proche du réservoir et qui est conçu comme un bras télescopique qui comprend un support
de base (9) et un support de rallonge (10) pouvant être sorti de celui-ci et rétracté
dans celui-ci, le tuyau d'aspiration (3) pouvant être orienté en arc de cercle vers
le bas grâce à son extrémité, caractérisé en ce que le support de rallonge (10) comprend plusieurs tronçons (10a, b, c) reliés entre
eux de manière articulée et pouvant être pliés jusqu'à venir en butée les uns contre
les autres, qui peuvent, lors de la sortie du support de base (9), être pliés vers
le bas jusqu'à venir en butée et, lors de la rentrée dans le support de base (9),
être amenés dans une position parallèle à celui-ci.
2. Véhicule de nettoyage selon la revendication 1, caractérisé en ce que, au moins une partie des tronçons (10a, b, c) présente, comme les arêtes latérales
de pierres de voûte, des côtés frontaux inclinés, et en ce que la liaison articulée (16) se trouve au niveau de leur côté supérieur plus long que
leur côté inférieur, la liaison articulée (16) se trouvant de préférence en dessous
de l'arête supérieure du support de rallonge (10).
3. Véhicule de nettoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de base (9) et/ou le support de rallonge (10) sont pourvus d'éléments
de guidage associés au tuyau d'aspiration (3), qui sont au moins partiellement conçus
comme des poulies de renvoi (13) associées au tuyau d'aspiration (3).
4. Véhicule de nettoyage selon la revendication 3, caractérisé en ce que le support de rallonge (10) est pourvu d'éléments de guidage qui dépassent du côté
supérieur du tronçon (10b) correspondant et qui sont, dans la position rétractée,
logés dans un étrier (14) traversant une fente (15) correspondante du support de base
(9), et en ce que, au niveau de l'extrémité avant du dernier tronçon (10c) du support de rallonge (10),
se trouve un anneau (12) pouvant être traversé par le tuyau d'aspiration (3).
5. Véhicule de nettoyage selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que des éléments de guidage pouvant être entraînés sont prévus pour faciliter le mouvement
de rétraction ou de sortie du tuyau d'aspiration (3).
6. Véhicule de nettoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de base (9) et/ou le support de rallonge (10) sont pourvus de poulies
(13) associées au tuyau d'aspiration (3).
7. Véhicule de nettoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, au niveau de l'extrémité avant du support de base (9) se trouve un dispositif de
guidage associé aux tronçons oscillants (10b, c) du support de rallonge (10), qui
est conçu de préférence comme une rampe d'appui (17).
8. Véhicule de nettoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de rallonge (10) peut être rétracté et sorti à l'aide d'un dispositif
d'entraînement (18) disposé au niveau de son tronçon arrière (10a).
9. Véhicule de nettoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support de base (9) est conçu comme un support à caissons, en ce que le support de rallonge (10) présente une forme externe de section adaptée à la section
interne du support de base (9), et en ce que, au niveau du côté interne du support de base (9), se trouvent des moyens de guidage
(19) associés au support de rallonge (10).
10. Véhicule de nettoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le bras (7) pivote autour d'un axe vertical et dépasse, dans la position de transport,
au-dessus de l'habitacle (6) du véhicule de nettoyage.
11. Véhicule de nettoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de stockage associé au tuyau d'aspiration (3) est conçu comme un treuil
(2) rotatif autour d'un axe vertical qui se trouve de préférence à proximité d'un
support de palier (5) associé au bras (7).

