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EP 1 394 364 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2006 Patentblatt 2006/10 |
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Anmeldetag: 26.08.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Turbolader und Schaufellagerring hierfür
Turbocharger and annular guide conduit therefor
Turbosoufflante et son anneau de guidage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.03.2004 Patentblatt 2004/10 |
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Patentinhaber: BorgWarner Inc. |
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Auburn Hills,
MI 48326-2872 (US) |
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Erfinder: |
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- Stilgenbauer, Michael
67295 Bolanden (DE)
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Vertreter: Kügele, Bernhard |
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Novagraaf SA
25, Avenue du Pailly 1220 Les Avanchets - Geneva 1220 Les Avanchets - Geneva (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 111 781 DE-A- 1 503 527 US-A- 4 504 190 US-A- 5 207 565
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WO-A-98/41737 DE-A- 3 516 738 US-A- 4 804 316
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1998, no. 09, 31. Juli 1998 (1998-07-31) & JP 10 103070
A (TOYOTA MOTOR CORP), 21. April 1998 (1998-04-21)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Erfindung:
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Turbolader in dessen Turbinengehäuse mindestens
ein Turbinenrotor drehbar gelagert ist, dem das Abgas über ein Leitgitter variabler
Turbinengeometrie zugeführt wird. Unter variabler Turbinengeometrie wird im Stand
der Technik, etwa nach der WO 01/96713, ein Kranz von zwischeneinander Düsen variabler
Ausrichtung bildenden Leitschaufeln verstanden. Daher besitzt das Leitgitter einen
die eine axiale Begrenzung eines Schaufelraumes bildenden Schaufellagerring, an dem
jeweils an einer zugehörigen Welle eine Vielzahl von um ihre Welle verstellbaren Schaufeln
in dem so begrenzten Schaufelraum rund um den Turbinenrotor gelagert ist, dem Abgas
so über die Schaufeln in einstellbarer Menge zuführbar ist. Am axial dem Schaufellagerring
gegenüberliegenden Ende des Schaufelraumes ist ein weiterer Ring (TG) zur axialen
Begrenzung desselben vorgesehen. Ferner bezieht sich die Erfindung auf einen derart
ausgebildeten Schaufellagerring. Unter "Turbolader" seien im Rahmen der vorliegenden
Beschreibung auch ähnliche Strömungsmaschinen, wie etwa Sekundärluftpumpen, verstanden.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Ein derartiger Turbolader und ein derartiger Schaufellagerring ist beispielsweise
aus der EP-A-0 226 444, bzw der DE-A-3 516 738, bekannt geworden. Dabei wird die axiale
Dimension des Schaufelraumes durch abstandhaltende Distanzhülsen gesichert, welche
in den Schaufellagerring eingeschraubt eingesetzt werden müssen, was natürlich ein
relativ aufwendiger Vorgang ist. Dazu kommen noch die relativ hohen Kosten der Montage.
Kurzfassung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellungkosten eines Turboladers
bzw. eines Schaufellagerringes der eingangs genannten Art zu verringem, und dies geschieht
erfindungsgemäß dadurch, daß mindestens einer der beiden Ringe in Umfangsrichtung
verteilt Abstandhalter einteilig angeformt aufweist, durch die der axiale Abstand
der beiden Ringe sicherbar ist. Dadurch wird in überraschender Weise nicht nur die
gestellte Aufgabe gelöst, sondern auch - wie aus der folgenden detaillierten Beschreibung
der Zeichnungen hervorgeht - die Präzision und die Zuverlässigkeit im Betrieb erhöht.
[0004] An sich ist es gleichgültig, ob die Abstandhalter am einen oder am anderen Ring sitzen
oder wechselweise am einen oder anderen Ring oder jeweils ein halber Abstandhalter
des einen Ringes einem halben Abstandhalter des anderen Ringes gegenüberliegt. Allerdings
ist es bevorzugt, wenn die Abstandhalter am Schaufellagerring angeformt, insbesondere
gegossen, sind, denn der andere Ring wird im allgemeinen Teil eines größeren Abschnittes
des Gehäuses sein, an dem ein Abstandhalter schwieriger anzubringen ist.
[0005] Erfindungsgemäß werden also die Abstandhalter einteilig angeformt, so daß Montagekosten
vermieden werden. Bei Einsatz eines Feingußverfahrens kann auch der Toleranzbereich
verringert werden, so daß diese Herstellung eine größere Genauigkeit bringt. Vor allem
aber ist man auch konstruktiv frei, allenfalls an Stelle der zylindrischen Form eines
Stiftes eine aerodynamisch günstigere Form zu wählen. Dies kann bevorzugt so erfolgen,
daß die Abstandhalter selbst Schaufelform besitzen, welche Form bevorzugt etwa tangential
ausgerichtet ist.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0006] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung schematisch dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispieles.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Turbolader in Perspektivansicht, teilweise im Schnitt, an dem die vorliegende
Erfindung zur Anwendung kommt; und
- Fig. 2
- eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen, in einen Turbolader nach Fig. 1 einzusetzenden
Schaufellagerring.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0007] Gemäß Fig. 1 weist ein Turbolader 1 in üblicher Weise einen Turbinengehäuseteil 2
und einen damit verbundenen Kompressorgehäuseteil 3 auf, die entlang einer Rotationsachse
R angeordnet sind. Der Turbinengehäuseteil 2 ist teilweise im Schnitt gezeigt, so
daß darin ein Schaufellagerring 6 ein radial äußeres Leitgitter bildende, über den
Umfang verteilte Leitschaufeln 7 um ihre den Schaufellagerring 6 durchsetzenden Schwenkachsen
8 verdreht, so daß sie zwischen einander Düsenquerschnitte bilden, die je nach der
Lage der Leitschaufeln 7, nämlich radial (wie dargestellt) oder mehr tangential, größer
oder kleiner sind und den in der Mitte an der Achse R gelegene Turbinenrotor 4 mehr
oder weniger mit dem über einen Zufuhrkanal 9 zugeführten und über einen zentralen
Stutzen 10 abgeführten Abgas eines Motors beaufschlagen, um über den Turbinenrotor
4 einen auf derselben Welle sitzenden Kompressorrotor 21 anzutreiben.
[0008] Um die Bewegung bzw. die Lage der Leitschaufeln 7 zu steuern, ist eine Betätigungseinrichtung
11 vorgesehen. Diese kann an sich beliebiger Natur sein, doch ist es bevorzugt, wenn
sie, in an sich herkömmlicher Weise, ein Steuergehäuse 12 aufweist, das die Steuerbewegung
eines an ihr befestigten Stößelgliedes 14 steuert, dessen Bewegung in an sich bekannter
Weise auf einen hinter dem Schaufellagerring 6 (links dahinter in Fig. 1) gelegenen
Verstellring 5 in eine leichte Drehbewegung desselben umzusetzen. Durch diese Drehbewegung
werden über die Wellen 8 die Leitschaufeln 7 hinsichtlich ihrer Drehlage relativ zum
Turbinenrotor 4 so verstellt, daß sie aus einer etwa tangential verlaufenden einen
Extremstellung in eine etwa radial verlaufende andere Extremlage verstellbar sind.
Dadurch wird das über den Zufuhrkanal zugeführte Abgas eines Verbrennungsmotors mehr
oder weniger dem Turbinenrotor 4 zugeführt, bevor es bei dem sich entlang der Drehachse
R erstreckenden Axialstutzen 10 wieder austritt.
[0009] Zwischen dem Schaufellagerring 6 und einem ringförmigen Teil 15 des Turbinengehäuseteiles
2 verbleibt ein relativ schmaler Raum 13 um den Schaufeln 7 eine freie Beweglichkeit
zu gestatten. Natürlich darf dieser Schaufelraum 13 nicht wesentlich größer als die
Breite der Schaufeln 7 sein, weil dann die Abgasenergie Leckverluste erleiden würde.
Anderseits darf der Schaufelraum 13 aber auch nicht zu knapp bemessen sein, weil dann
die Schaufeln 7 klemmen könnten. Dies ist auch deshalb besonders bedeutsam, weil ja
durch die heißen Abgase mit einer gewissen Wärmedehnung des Materials gerechnet werden
muß.
[0010] Um daher diesen Schaufelraum 13 bzw. den Abstand des Schaufellagerringes 6 vom gegenüberliegenden
Lagerring 15 zu sichem, trägt der Schaufellagerring 6 angeformte, mit ihm einstückig
ausgebildete Abstandhalter 16. Diese Abstandhalter 16 sind besser aus Fig. 2 zu ersehen,
wo ein Schaufellagerring 6 ohne die in ihm gelagerten Schaufeln 7 zu sehen ist.
[0011] Wie ersichtlich, sind die Abstandhalter 16 in gleichmäßigen Winkelabständen in Umfangsrichtung
des Ringes 6 rund um die Rotationsachse R angeordnet, so daß der Abstand zum Lagerring
15 (Fig. 1) über den gesamten Umfang gleich groß ist. Diese Abstandhalter 16 sind
mit dem Schaufellagerring 6 in einem Stück ausgebildet, vorzugsweise durch einen Gießvorgang,
insbesondere durch Feingießen, so daß sie mit dem Ring 6 in unmittelbarer Wärmeleitverbindung
stehen. Es versteht sich, daß auch andere Herstellvorgänge für einen einstückigen
Teil 6,16 denkbar sind, doch ist ein Gießvorgang bevorzugt.
[0012] Wenn daher heißes Abgas über den Zuführkanal 9 (oder mehrere Zuführkanäle) in den
Schaufelraum 13 strömt, so verteilt sich diese Wärme relativ rasch über den Schaufellagerring
6 und dessen Abstandhalter 16, so daß an allen Orten im wesentlichen dieselbe Wärmedehnung
erzielt und damit der Abstand zum Lagerring 15 mit Sicherheit über den Umfang des
Schaufellagerringes 6 gleichmäßig sein wird. Wären die Abstandhalter etwa an in Bohrlöcher
des Ringes 6 eingeschraubten Hülsen, also aus separaten Teilen, ausgebildet, so wäre
einerseits der Wärmeübergang nicht so gut und anderseits könnten diese Hülsen schwerlich
aus demselben (z.B. Guß-)Material bestehen, so daß auch die Dehnungskëffizienten unterschiedlich
wären. Dies alles wird - zur Erhöhung der Präzision und Verläßlichkeit im Betrieb
- durch die Erfindung vermieden.
[0013] An sich könnten die Abstandhalter 16 natürlich an verschiedenen Stellen des Radius
des Schaufellagerringes 6 angeordnet werden, doch ist es bevorzugt, wenn sie in der
ersichtlichen Weise am Umfangsrand des Ringes 6 angeordnet sind. Andernfalls müßten
sie nämlich an Stelle einer entsprechenden Leitschaufel angeordnet werden, wie dies
in der US-A-4,659,295 vorgeschlagen worden ist.
[0014] Ferner wurde bereits erwähnt, daß es möglich wäre, wenigstens einen Teil der Abstandhalter
16 am Lagerring 15 vorzusehen und gegen den Schaufellagerring 6 vorragen zu lassen,
doch sind dort die Verhältnisse infolge der komplizierten Raumform des Turbinengehäuseteil
2 nicht so günstig wie bei der einfachen Form des Schaufellagerringes 6. Auch ist
klar, daß es zwar an sich möglich wäre, nur zwei Abstandhalter 16 oder auch mehr als
drei vorzusehen, daß aber mit genau drei Abstandhaltern 16 die Verbindungsebene zum
Lagerring 15 (Fig. 1) geometrisch genau definiert ist. Es empfiehlt sich überdies,
die diesem Lagerring 15 gegenüberliegenden und mit ihm in Verbindung tretenden Flächen
17 spanabhebend zu bearbeiten, beispielsweise durch Fräsen oder Drehen, um die axiale
Länge aller Abstandhalter genau einzuhalten.
[0015] Für diese zuletzt genannte Verbindung mit dem Lagerring 15 ist es vorteilhaft, die
Abstandhalter 16 jeweils von einer Bohrung 18 für Verbindungsbolzen mit dem Lagerring
15 zu durchsetzen, so daß die Kräfte der Verbindung unmittelbar auf die Flächen 17
der Abstandhalter 16 wirken. Auch ist aus Fig. 2 ersichtlich, daß die Abstandhalter
16 im Rahmen der Erfindung eine aerodynamisch günstige Form erhalten können und insbesondere
selbst schaufelartig ausgebildet werden. Im Falle einer aus aerodynamischen Gesichtspunkten
gewählten länglichen Form, wie sie auch aus Fig. 2 zu ersehen ist, ist es vorteilhaft,
wenn sich diese längliche Form etwa in tangentialer Richtung - bezogen auf den Ring
6 - erstreckt.
[0016] Ferner ist es vorteilhaft, wenn entlang des Umfangsrandes des jeweiligen Ringes 15
und/oder 6 und insbesondere des Schaufellagerringes 6 selbst, eine sich in axialer
Richtung vom Schaufelraum 13 (bezogen auf Fig. 2 ist dies der Raum, der durch die
axiale Länge L der Abstandhalter 16 bestimmt wird) zurückweichende Fläche 19 vorgesehen
ist. Diese zurückweichende Fläche 19 ist im Beispiel der Fig. 2 bevorzugt konisch
abgeschrägt, kann aber für gewisse Anwendungen gewünschtenfalls auch abgesetzt sein,
etwa in Form einer Stufe mit abgerundetem Winkel. Dies hat sich für die aerodynamischen
Verhältnisse innerhalb des Schaufelraumes 13 (Fig. 1) herausgestellt, welche Schaufeln
7 (Fig. 1) - wie erwähnt - an Verstellwellen sitzen, die jeweils eine Bohrung 20 aus
einem in Umfangsrichtung des Schaufellagerringes 6 verlaufenden Kranz von Bohrungen
20 durchsetzen. Es versteht sich, daß eine solche vom Raum 13 zurückweichende Fläche
auch am Ring 15 vorgesehen sein kann, obwohl sie bevorzugt nur am Schaufellagerring
6 vorgesehen ist.
[0017] Aus den obigen Erläuterungen wird auch klar, daß durch die Erfindung die Herstellung
der Abstandhalter mit dem Schaufellagering 6 ebenso vereinfacht wird, wie sein darauf
folgender Einbau in den Turbinengehäuseteil 2. Überdies wird ein gleichmäßigerer und
unmittelbarer Wärmeübergang zwischen Schaufellagerring 6 und Abstandhalter 16 erzielt.
Dabei wird die Verläßlichkeit der präzisen Einhaltung des axialen Abstandes für den
Schaufelraum 13 unter allen Betriebsbedingungen erhöht.
[0018] Ferner versteht es sich, daß die Erfindung nicht auf die dargestellte Ausführung
beschränkt ist; beispielsweise kann sie auch für Turbolader mit mehr als einem Turbinenrotor
2 und/oder Kompressorrotor 21 oder mit mehr als einem Zuführkanal 9 angewandt werden.
Überdies wäre es denkbar, nicht alle Abstandhalter 16 mit Bohrungen 18 zu versehen,
insbesondere, wenn etwa mehr als drei Abstandhalter 16 vorgesehen sein sollten, beispielsweise
sechs. Statt den Schaufellagerring 6 samt den Abstandhaltetn 16 durch Gießen herzustellen,
könnte die aus Fig. 2 ersichtliche Oberfläche beispielsweise auch durch Fließpressen
erhalten werden, wie dies für andere fluiddurchströmte Autobestandteile bereits vorgeschlagen
worden ist.
1. Turbolader, der folgendes aufweist:
ein Turbinengehäuse (2) mit mindestens einem Zufuhrkanal (9) für Abgas, in dem mindestens
ein Turbinenrotor (4) drehbar gelagert ist, und dem das Abgas über ein den Turbinenrotor
(4) radial außen umgebenden Leitgitter variabler Turbinengeometrie zuführbar ist,
welches Leitgitter
einen Schaufellagerring (6) aufweist, an dem jeweils an einer zugehörigen Welle (8)
eine Vielzahl von um ihre Welle (8) verstellbaren Schaufeln (7) in einem begrenzten
Schaufelraum (13) rund um den Turbinenrotor (4) gelagert ist, dem Abgas so über die
Schaufeln (7) in einstellbarer Menge zuführbar ist, welcher Schaufellagerring (6)
die eine axiale Begrenzung eines Schaufelraumes (13) bildet, und mit
einem weiteren, dem Schaufellagerring (6) axial gegenüberliegenden Ring (15), der
die andere axiale Begrenzung des Schaufelraumes (13) bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens einer der beiden Ringe (6, 15) in Umfangsrichtung verteilt Abstandhalter
(16) einteilig angeformt aufweist, durch die der axiale Abstand der beiden Ringe (6,
15) sicherbar ist.
2. Turbolader (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (16) am Schaufellagerring (6) angeformt sind.
3. Turbolader (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (16) am gegossenen jeweiligen Ring (6 bzw. 15) mitgegossen sind.
4. Turbolader (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (16) am Umfangsrand des jeweiligen Ringes (6 bzw. 15) angeordnet
sind.
5. Turbolader (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß entlang des Umfangsrandes des jeweiligen Ringes (6 bzw. 15), insbesondere des Schaufellagerringes
(6), eine sich in axialer Richtung vom Schaufelraum (13) zurückweichende Fläche (19)
vorgesehen ist.
6. Turbolader (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (16) selbst eine längliche Form, bevorzugt Schaufelfom, besitzen,
welche Form zweckmäßig etwa tangential ausgerichtet ist.
7. Turbolader (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Abstandhalter (16) jeweils von einer Bohrung (18) für Verbindungsbolzen
mit einem jeweils benachbarten Lagerteil durchsetzt sind, insbesondere zur Verbindung
mit dem axial gegenüberliegenden Lagerring (15).
8. Schaufellagerring (6) für einen Turbolader (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit über seine Fläche in Umfangsrichtung verteilten Bohrungen (20) für den Durchtritt
der Wellen (8) von Leitschaufeln (7), dadurch gekennzeichnet, daß er in Umfangsrichtung verteilte axiale Abstandhalter (16), insbesondere mit einer
aerodynamischen Schaufelform, einteilig angeformt aufweist, beispielsweise er in einem
Gießverfahren, insbesondere einem Feingießverfahren, hergestellt und dabei die Abstandhalter
(16) mitgegossen sind.
9. Schaufellagerring (6) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß entlang seines radialen Umfangsrandes eine sich in axialer Richtung Raum für die
Schaufeln (7) zurückweichende Fläche (19) vorgesehen ist, an der vorzugsweise die
Abstandhalter (16) angeordnet sind.
10. Schaufellagerring (6) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Abstandhalter (16) jeweils von einer Bohrung (18) für Verbindungsbolzen
mit einem jeweils benachbarten Lagerteil durchsetzt sind, insbesondere zur Verbindung
mit dem axial gegenüberliegenden Ring (15).
1. Turbocharger which comprises the following:
a turbine housing (2) having at least one feed channel (9) for exhaust gas, in which
at least one turbine rotor (4) is rotatably mounted, and to which the exhaust gas
can be fed via a rotary vane system of variable turbine geometry which surrounds the
turbine rotor (4) radially on the outside, which rotary vane system has
an annular guide conduit (6) on which, in each case on an associated shaft (8), a
multiplicity of blades (7) adjustable around their shaft (8) is mounted in a limited
blade space (13) around the turbine rotor (4), and to which exhaust gas can be fed
via the blades (7) in an adjustable amount, which annular guide conduit (6) forms
an axial limit of a blade space (13), and having
a further ring (15) which is axially opposite the annular guide conduit (6) and forms
the other axial limit of the blade space (13),
characterized in that
at least one of the two rings (6, 15) has one-part spacers (16) formed on it and distributed
in the circumferential direction, by means of which spacers the axial spacing of the
two rings (6, 15) can be secured.
2. Turbocharger (1) according to Claim 1, characterized in that the spacers (16) are formed on the annular guide conduit.
3. Turbocharger (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the spacers (16) are also cast on the respective cast ring (6 or 15).
4. Turbocharger (1) according to any of the preceding Claims, characterized in that the spacers (16) are arranged on the circumferential edge of the respective rings
(6 or 15).
5. Turbocharger (1) according to any of the preceding Claims, characterized in that a surface (19) receding from the blade space (13) in the axial direction is provided
along the circumferential edge of the respective ring (6 or 15), in particular of
the annular guide conduit.
6. Turbocharger (1) according to any of the preceding Claims, characterized in that the spacers (16) themselves have an elongated shape, preferably a blade shape, which
shape is expediently oriented approximately tangentially.
7. Turbocharger (1) according to any of the preceding Claims, characterized in that in each case a hole (18) for connecting pins having a bearing part adjacent in each
case, in particular for connection to the axially opposite bearing ring (15), passes
through at least some of the spacers (16).
8. Annular guide conduit (6) for a turbocharger (1) according to any of the preceding
Claims, comprising holes (20) distributed over its surface in the circumferential
direction for the passage of the shafts (8) of guide vanes (7), characterized in that it has, moulded on in one part, axial spacers (16) distributed in the circumferential
direction, in particular having an aerodynamic blade shape, for example which is produced
in a casting process, in particular a precision casting process, and the spacers (16)
are also cast.
9. Annular guide conduit (6) according to Claim 8, characterized in that a surface (19) receding in the axial direction from the space for the blades (7)
is provided along the radial circumferential edge of said annular guide conduit, on
which surface the spacers (16) are preferably arranged.
10. Annular guide conduit (6) according to Claim 8 or 9, characterized in that in each case a hole (18) for connecting pins having a bearing part adjacent in each
case, in particular for connection to the axially opposite ring (15), passes through
at least some of the spacers (16).
1. Turbosoufflante présentant les caractéristiques suivantes :
un carter de turbine (2) avec au moins un canal d'alimentation (9) pour des gaz d'échappement,
dans lequel au moins un rotor de turbine (4) est monté à rotation, et auquel sont
susceptibles d'être amenés les gaz d'échappement par l'intermédiaire d'une grille
de guidage à géométrie de turbine variable, entourant radialement extérieurement le
rotor de turbine (4), ladite grille de guidage
présentant une bague de palier d'aubes (6) sur laquelle, chaque fois sur un arbre
(8) associé, sont montées des aubes (7), réglables autour de leur arbre (8), en un
espace d'aubes (13) limité autour du rotor de turbine (4), espace d'aubes auquel peuvent
être amenés en quantité réglable des gaz d'échappement passant sur les aubes (7),
la bague de palier d'aubes (6) formant une délimitation axiale d'un espace d'aubes
(13), et avec
une autre bague (15), axialement opposée à la bague de palier d'aubes (6) et formant
l'autre délimitation axiale de l'espace d'aubes (13),
caractérisée par le fait qu'
au moins l'une des deux bagues (6, 15) présente des supports d'espacement, répartis
en direction périphérique et formés d'un seul tenant en une seule partie, au moyen
desquels l'espacement axial des deux bagues (6, 15) peut être assuré.
2. Turbosoufflante (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les supports d'espacement (16) sont formés d'un seul tenant sur la bague de palier
d'aubes (6).
3. Turbosoufflante (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les supports d'espacement (16) sont coulés conjointement sur la bague (6 ou 15) respective,
moulée.
4. Turbosoufflante (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les supports d'espacement (16) sont disposés sur le bord périphérique de la bague
(6 ou 15) respective.
5. Turbosoufflante (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le long du bord périphérique de la bague (6 ou 15) respective, en particulier de
la bague de palier d'aubes (6), est prévue une surface (19) de déviation de retour
en direction axiale de l'espace d'aubes (13).
6. Turbosoufflante (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les supports d'espacement (16) eux-mêmes ont une forme allongée, de préférence une
forme aubes, cette forme étant, de manière appropriée, orientée tangentiellement.
7. Turbosoufflante (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une partie des supports d'espacement (16) sont chacun traversés par un perçage
(18) pour des boulons de liaison chaque fois à une partie de palier voisine, en particulier
pour assurer la liaison à la bague de palier (15) axialement opposée.
8. Bague de palier à aubes (6) pour une turbosoufflante (1) selon l'une des revendications
précédentes, comprenant des perçages (20), répartis en direction périphérique sur
sa surface, pour le passage des arbres (8) d'aubes de guidage (7), caractérisée en ce qu'elle présente des supports d'espacement (16) axiaux, répartis en direction périphérique,
en particulier ayant une forme d'aube aérodynamique, formés d'un seul tenant d'une
seule pièce, par exemple elle est fabriquée en un procédé de moulage, par exemple
un procédé de fonderie de précision, et les supports d'espacement (16) étant alors
coulés conjointement.
9. Bague de palier à aubes (6) selon la revendication 8,
caractérisée en ce que, le long de son bord périphérique radial, est prévue une surface (19) de déviation
de retour, s'étendant en direction axiale depuis l'espace pour les aubes (7), surface
(19) sur laquelle sont disposés, de préférence, les supports d'espacement (16).
10. Bague de palier à aubes (6) selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce qu'au moins une partie des supports d'espacement (16) sont chacun traversés par un passage
(18) pour des boulons de liaison à une partie de palier chaque fois voisine, en particulier
pour assurer la liaison à la bague (15) axialement opposée.

