| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 395 477 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.12.2004 Patentblatt 2004/53 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.09.2001 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2001/011099 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2002/026542 (04.04.2002 Gazette 2002/12) |
|
| (54) |
SCHIENENFAHRWERK MIT RADIALER EINSTELLUNG DER RADACHSEN
RAILWAY UNDERCARRIAGE WITH A RADIALLY ADJUSTABLE WHEEL AXLES
VEHICULE SUR RAILS A AJUSTEMENT RADIAL DES AXES DE ROUE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
27.09.2000 DE 10047737
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
10.03.2004 Patentblatt 2004/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Bombardier Transportation GmbH |
|
13627 Berlin (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- AUGSBURG, Frank
91522 Ansbach (DE)
- SCHÜLLER, Uwe
90441 Nürnberg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Karlhuber, Mathias |
|
COHAUSZ & FLORACK
Patent- und Rechtsanwälte
Bleichstrasse 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 649 782 DE-C- 4 400 615 US-A- 4 510 871
|
DE-A- 2 419 989 GB-A- 316 317 US-A- 4 903 613
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrgerät gemäß dem Oberbegriff des ersten Anspruchs.
[0002] Ein bekanntes Schienenfahrgerät dieser Art (DE 37 25 574 A1) ist als zweiachsiges
Drehgestell ausgebildet. Die beiden Räder jedes Radpaares sitzen auf einer gemeinsamen
Radachse. Dabei ist das Radlager jedes Rades zweiarmig ausgebildet und trägt je zwei
symmetrisch zur Radachse angeordnete Federelemente, welche in sich längs- und querelastisch
ausgebildet sind. Auf je zwei Federelementen stützt sich je ein Arm des Drehgestellrahmens
ab. Die längs- und querelastischen Federelemente bilden dabei die Primärfederung,
während auf dem Drehgestellrahmen Sekundärfederelemente aufsitzen, die ihrerseits
einen zugeordneten Wagenkasten tragen können. An die einzelnen Radträger ist jeweils
eine Lenkerstange über einen Anlenkpunkt schwenkbeweglich angelenkt. Die Lenkerstange
verläuft dabei im wesentlichen in Laufrichtung der Räder jeweils zur Mitte des zugehörigen
Drehgestellrahmen-Längsträgers. Diese Enden der Lenkerstangen sind an die gegenüberliegenden
Enden eines zweiarmigen Lenkerhebels über Anlenkpunkte schwenkbeweglich angelenkt.
Dabei ist der zweiarmige Lenkerhebel an seinem Mittelpunkt auf einer quer zur Laufrichtung
der Räder gerichteten Achseschwenkbeweglich gelagert. Die Länge der Lenkerstangen
ist dabei so gewählt, daß bei Geradeausfahrt der zweiarmige Lenkerhebel annähernd
senkrecht steht. Mit dieser Anordnung wird angestrebt, daß mit einer einfachen, wagenkastenunabhängig
gesteuerten Radsatz-Koppelung eine selbsttätige Radialeinstellung der Radachsen in
Gleisbögen und gleichzeitig eine hohe Stabilität bei hohen Fahrgeschwindigkeiten erreicht
und die aus Verzögerungs- oder Beschleunigungsvorgängen resultierenden Längskräfte
rückwirkungsfrei von den Radpaaren auf das Fahrwerk übertragen werden.
[0003] Ein Schienenfahrgerät mit einer Anordnung zur Stabilisierung des Fahrzeuglaufs bei
hohen Geschwindigkeiten ist aus der US 4,510,871 bekannt. Bei dieser Ausführung sind
die Lenkerstangen zur Erzielung von Wendebewegungen der Radpaare unmittelbar an dem
Lastträger angelenkt. Die Lenkerstangen sind dabei in der Horizontalebene trapezförmig
angeordnet, so daß sich im Bogenlauf in Folge der durch die Spurführungskräfte bedingten
Axialverschiebung der Radpaare eine zur bogenradialen Einstellung gegenläufige Einstellung
ergibt, welche zur Stabilisierung des Fahrzeuglaufs dienen soll.
[0004] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem Schienenfahrgerät
gemäß dem Oberbegriff des ersten Anspruchs Maßnahmen zutreffen, durch welche mit einfachen
Mitteln eine dem Bogenradius des aktuell befahrenen Gleises entsprechende Wendebewegung
des oder der Radpaare (s) hin zur bogenradialen Einstellung erreicht wird, unabhängig
von Lenkkräften, die sich aus der Rad-Schiene-Geometrie ergeben.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des ersten
Patentanspruchs.
[0006] Bei einem Aufbau eines Schienenfahrgeräts gemäß der Erfindung wird die Tatsache ausgenutzt,
daß bei Bogenfahrt eines Schienenfahrzeugs mit Fliehkraftüberschuß, z.B. auch dadurch,
daß sich der Wagenkasten bogenradial nach außen neigt, eine höhere Belastung der bogenäußeren
Räder auftritt als an den bogeninneren Rädern. Infolge dessen wird der zugehörige
Lastträger im Bereich der bogenäußeren Räder stärker belastet als auf der bogeninneren
Seite. Dadurch werden die Federelemente zwischen dem Lastträger und dem oder den bogenäußeren
Radträgern in ihrer Längsrichtung zusätzlich zusammengedrückt, so daß sich der Abstand
zwischen dem Lastträger und dem jeweiligen Radträger verkleinert. An der bogeninneren
Seite werden dagegen die betreffenden Räder entlastet, wodurch sich dort der Abstand
zwischen dem Lastträger und dem jeweiligen Radträger in vertikaler Richtung vergrößert.
Diese Abstandsänderung führt aufgrund der bestimmten Neigung der Lenkerstangen und
ihrer direkten Anlenkung einerseits am Lastträger und andererseits am betreffenden
Radträger dazu, daß die bogenäußeren Radträger und damit die zugehörigen Schienenräder
in Fahrtrichtung in entgegen gesetzten Richtungen voneinander weg bewegt und demgegenüber
an der bogeninneren Seite aufeinander zu bewegt werden. Hieraus ergibt sich eine Schwenkung
bzw. Wendebewegung der um eine gemeinsame Drehachse laufenden Radpaare in Bezug auf
eine reelle oder durch die betreffenden Federelemente vorgegebene Hochachse. Da sich
der Achsabstand zwischen den bogenäußeren Rädern vergrößert und zwischen den bogeninneren
Rädern verkleinert, erfolgt demnach eine selbsttätige Wendebewegung der Radpaare hin
zur bogenradialen Einstellung. Es erfolgt also eine passive Radialeinstellung der
Radsätze an zweiachsigen Drehgestellen mit Primärfederung oder an Schienenfahrzeugwagen
mit zwei einachsigen, gefederten Fahrwerken oder Drehgestellen. Dabei können die Lenkerstangen
zugleich zur Übertragung von Brems- oder Antriebskräften zwischen den Radlagern und
dem zugeordneten Wagenkasten herangezogen werden, wenn als Lastträger der Wagenkasten
verwendet wird. Jedenfalls die Lenkerstangen eines Radpaares sind jeweils unter dem
gleichen Neigungswinkel gegenüber der Radaufstandsebene geneigt, die durch die Radaufstandspunkte
der Räder auf dem zu befahrenden Gleis bestimmt ist. Es erfolgt dann unter den verschiedenen
Betriebsbedingungen jeweils eine symmetrische Schwenkung der zugehörigen Achse um
ihre Hochachse.
[0007] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind nachfolgend anhand von schematischen Darstellungen
einzelner Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0008] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schienenfahrwerk in der Ausbildung als zweiachsiges Drehgestell mit darauf abgestütztem
Wagenkasten eines Schienenfahrzeugs,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung einer Lenkeranordnung im Bereich eines Schienenrades
mit Funktionsmaßeintragungen,
- Fig. 3
- ein Schienenfahrgerät in der Form eines hälftig dargestellten Schienenfahrzeugs, das
zwei einachsige Drehgestelle aufweist und bei dem der Lastträger der Wagenkasten ist,
- Fig. 4
- ein Schienenfahrgerät in der Form eines hälftig dargestellten Schienenfahrzeugs, das
zwei einachsige Drehgestelle aufweist und bei dem der Drehgestellrahmen den Lastträger
bildet,
- Fig. 5
- ein Schienenfahrgerät in Form eines nur hälftig dargestellten Schienenfahrzeugs, bei
dem der Wagenkasten über Federelemente unmittelbar auf den Radträgern von zwei einachsigen
Laufwerken abgestützt ist und bei welchem die Lenkerstangen innerhalb des zwischen
den Radpaaren vorhandenen Zwischenraums angeordnet sind,
- Fig. 6
- ein Schienenfahrgerät in Form eines nur hälftig dargestellten Schienenfahrzeugs, bei
dem der Wagenkasten über Federelemente unmittelbar auf den Radträgern von zwei einachsigen
Laufwerken abgestützt ist und bei dem die Lenkerstangen außerhalb des zwischen den
Radpaaren vorhandenen Zwischenraums angeordnet sind,
- Fig. 7
- ein Schienenfahrgerät mit zwei getrennten Wagenkästen und einem die Enden dieser Wagenkästen
unterstützenden zweiachsigen Jacobs-Drehgestell und
- Fig. 8
- eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung im Bereich eines Schienenrades mit zugeordneter
Lenkerstange an einem Drehgestell in Draufsicht.
[0009] Gemäß Figur 1 bildet ein zweiachsiges Drehgestell ein Schienenfahrgerät, bei dem
die beidendig abgekröpften Längsträger eines Drehgestellrahmens 1 unter Zwischenschaltung
von jeweils zwei Primärfederelementen 2 auf jeweils einem zweiarmigen Radträger 3
abgestützt ist. Den vier Radträgern 3 ist dabei jeweils ein Schienenrad 4 zugeordnet,
wobei jeweils zwei achsengleich angeordnete Schienenräder 4 ein Radpaar mit gemeinsamer
Achse oder Welle 5 bilden. Zwei in Laufrichtung hintereinander angeordnete Schienenräder
4 stehen dabei an Aufstandspunkten 6 jeweils auf einer Schiene 7 des aktuell befahrenen
Schienengleises. An jeden Radträger 3 ist an einem Anlenkpunkt 8 eine Lenkerstange
9 schwenkbeweglich angelenkt, deren anderes Ende ebenfalls über Anlenkpunkte 10 unmittelbar
über eine Konsole 13 am Lastträger, vorliegend am Drehgestellrahmen 1 wiederum schwenkbeweglich
angelenkt ist. Die beiden einer Welle 5 zugeordneten Schienenräder 4 können auf der
Welle 5 freilaufend als Losräder oder mit der Welle 5 starr gekoppelt als Radsatz
ausgebildet sein. Die Primärfederelemente 2 sind nicht nur zur Lasttragung in ihrer
senkrechten Längsrichtung sondern auch in Querrichtung, also auch parallel zu der
die vier Aufstandspunkte 6 aufnehmenden Ebene elastisch auslenkbar, so daß die Radsätze
für sich wende beweglich um eine virtuelle Hochachse gegenüber dem Drehgestellrahmen
1 gelagert sind. Die Radsätze können jedoch auch um eine reelle mittige Hochachse
schwenkbar am Drehgestellrahmen 1 gelagert sein. Die Lenkerstangen 9 ragen von den
Achsen 5 bzw. den zugehörigen Radträgern 3 aus aufeinander zu und sind dementsprechend
an den Anlenkpunkten 10 im Zwischenraum zwischen den Radpaaren am Lastträger (Drehgestellrahmen
1) angelenkt. Dabei liegt der Anlenkpunkt 10 am Drehgestellrahmen 1 gegenüber der
die Aufstandspunkte 6 aufnehmenden Ebene höher als die Anlenkpunkte 8 der Anlenkstangen
9 am jeweiligen Radträger 3.
[0010] Ein Wagenkasten 11 eines Schienenfahrzeugs ist über zwei quer zur Fahrtrichtung des
Drehgestells mit Abstand nebeneinander angeordnete Sekundärfederelemente 12 jeweils
im Bereich der Längsträger des Drehgestells 1 im abgesenkten Mittelabschnitt abgestützt.
[0011] Bei Änderung der Gewichtsbelastung des Drehgestellrahmens verändert sich auf Grund
der Wirkung der Primärfederelemente 2 sein Höhenabstand gegenüber dem jeweiligen Radträger
3 bzw. der durch die Aufstandspunkte 6 bestimmten Ebene. Durch die unmittelbare Anlenkung
der Lenkerstangen 9 im Anlenkpunkt 10 am Drehgestellrahmen 1 wird somit auch deren
Höhenlage entsprechend verändert. Bei einer Erhöhung der Gewichtsbelastung vermindert
sich demnach der Höhenabstand zwischen den Anlenkpunkten 10 und der genannten Ebene,
während der Höhenabstand zwischen den Anlenkpunkten 8 und dieser Ebene unverändert
bleibt. Da sich die Anlenkpunkte 10 senkrecht zu der Aufstandsebene bewegen, vergrößert
sich bei entsprechender Verminderung des Neigungswinkels der Lenkerstangen deren wirksame
Länge in senkrechter Projektion auf diese Ebene, bzw. auf die die Längsmittellinien
der Wellen 5 aufnehmende Ebene, so daß der jeweilige Anlenkpunkt 8 und damit der zugehörige
Radträger 3 bzw. das Schienenrad 4 vom Anlenkpunkt 10 in Laufrichtung weggedrückt
wird. Erfolgt eine Entlastung des Drehgestellrahmens 1, dann bewegt sich der jeweilige
Anlenkpunkt 10 nach oben von der Aufstandsebene bzw. der Achsebene weg, wodurch sich
die wirksame, aus der senkrechten Projektion ergebende Länge der jeweiligen Anlenkstange
9 vermindert und der betreffende Anlenkpunkt 8 und damit der Radträger 3 bzw. das
Schienenrad 4 zum zugehörigen Anlenkpunkt 10 hin gezogen wird. Bei gleichmäßiger Belastung
des Drehgestellrahmens 1 erfolgt demnach lediglich eine Parallelverschiebung der Achsen
5, die zu einer Vergrößerung oder Verkleinerung des Abstandes zwischen den Längsmittellinien
der Achsen 5 führt. Änderungen des Beladungsgewichts des Wagenkastens 11 führen somit
zu keiner Lenkbewegung der Radpaare, nachdem die Beladung des Wagenkastens nach den
geltenden Regeln weitgehend symmetrisch zu erfolgen hat.
[0012] Durchfährt das Schienenfahrzeug dagegen einen Gleisbogen, dann neigt sich insbesondere
der Wagenkasten 11 infolge der auftretenden Fliehkräfte nach bogenaußen, so daß der
bogenäußere Längsträger des Drehgestellrahmens 1 mit einer erhöhten Gewichtskraft
belastet wird, während der bogeninnere Längsträger in der Regel entlastet wird. Durch
die fliehkraftbedingte erhöhte Gewichtsbelastung des bogenäußeren Längsträgers des
Drehgestellrahmens 1 werden somit die bogenäußeren Radträger 3 voneinander weggedrückt,
so daß sich der Abstand der Wellen 5 bogenaußen vergrößert. Wird der bogeninnere Längsträger
des Drehgestells dabei entlastet, dann wird der Abstand zwischen den bogeninneren
Radträgern 3 entsprechend vermindert. Die Wellen 5 der beiden Radpaare 4,4; 4,4 werden
demnach durch die bei Bogenfahrt auftretenden Fliehkräfte selbsttätig hin zu einer
radialen Einstellung gegenüber dem Gleisbogen gewendet Hiermit wird somit durch einfache
Mittel der Spurkranzverschleiß sehr gering, die Schallabstrahlung entsprechend vermindert
und daher niedrige Y-Kräfte zwischen Rad und Schiene, also quer zur Laufrichtung erzielt.
Nachdem die maximale Fliehbeschleunigung an Schienenfahrzeugen in Bögen vorgegeben
ist, kann durch Variation der Federsteifigkeit der Primärfedem sowie durch entsprechende
Wahl der Länge und der Anstellwinkel der Lenkerstangen insbesondere für den gebräuchlichsten
Bogenradius des Gleises eine ideale Radialeinstellung der Radpaare erreicht werden.
[0013] Gemäß der in Fig. 2 unmaßstäblich veranschaulichten Funktionsweise wandert der Anlenkpunkt
10 beim Einfedern des Drehgestells 1 um den Weg f senkrecht nach unten und vermindert
dabei den Neigungswinkel ϕ der Lenkerstange 9. Dadurch wird der Anlenkpunkt 8 und
damit der Mittelpunkt 5.1 der Welle 5 um den Weg ΔI nach links vom Anlenkpunkt 10
weggedrückt in die Position 5.11. Dementsprechend erfährt die Welle 5 eine Wendebewegung,
wenn das andere, der Welle 5 zugeordnete Rad weniger belastet wird als das dargestellte
Rad 4.
[0014] Bei dem Schienenfahrgerät gemäß Figur 3 bildet der Wagenkasten 11 eines Schienenfahrzeugs
den Lastträger, der über Sekundärfedern 12 auf einem Drehgestellrahmen 1 eines einachsigen
Drehgestells abgestützt ist. Der Drehgestellrahmen 1 seinerseits stützt sich in gleicher
Weise wie gemäß Figur 1 über zwei als Wendelfedern dargestellte Primärfederelemente
2 auf dem jeweiligen Radträger 3 des zugehörigen Schienenrades 4 ab. Die Lenkerstange
9 erstreckt sich hier vom Anlenkpunkt 8 am Radträger 3 über den Drehgestellrahmen
1 hinweg bis unmittelbar an den dort am Wagenkasten 11 an einer Konsole 13 vorgesehenen
Anlenkpunkt 10. Der dem Lastträger (Wagenkasten 11) zugeordnete Anlenkpunkt 10 der
Lenkerstange 9 liegt auch hier oberhalb des Anlenkpunktes 8 am Radträger 3 in Bezug
auf die Aufstandsebene der Räder 4. Die ebenfalls in Draufsicht in Laufrichtung des
Drehgestells sich erstreckenden Lenkerstangen 9 sind vom betreffenden Radträger 3
nach oben zum mittleren Abschnitt des Wagenkastens 11 hin geneigt. Dabei ist am anderen,
in der Figur rechts liegenden, nicht dargestellten Teil des Wagenkastens 11 ein weiteres
Drehgestell vorgesehen, das vorzugsweise in spiegelbildlicher Ausbildung und Anordnung
unter dem betreffenden Teil des Wagenkastens 11 sitzt. Wenn das so aufgebaute Schienenfahrgerät
in einem Schienenbogen läuft, werden durch die auftretenden Fliehkräfte wiederum die
bogenäußere Sekundärfeder 12 und auch die zugehörigen Primärfedem 2 des jeweiligen
Drehgestells stärker als bei Geradeausfahrt belastet mit der Folge, daß durch die
dabei auftretende Absenkung des Anlenkpunktes 10 der Radträger 3 und damit die Achse
5 bogenaußenseitig im dargestellten Ausführungsbeispiel nach links bzw. zum freien
nächstliegenden Ende des Wagenkastens 11 hin verschoben wird. Wenn sich dabei der
bogeninnere Anlenkpunkt 10 nach oben von der Aufstandsebene der Räder 4 weg entfernt,
wird der dort angeordnete Radträger in der Gegenrichtung, also zur Mitte des Wagenkastens
1 hin bewegt. Hieraus resultiert die angestrebte Verstellung der Achse 5 hin zu einer
bogenradialen Einstellung gegenüber dem aktuell durchfahrenen Gleisbogen. Bei diesem
Aufbau übergreifen die Lenkerstangen 10 nicht nur den Bereich der Primärfederelemente
sondern auch den der Sekundärfederelemente, so daß der Stellweg für die Lenkerstangen
sowohl durch den Federweg der Primär- wie der Sekundärfedem beeinflußt wird.
[0015] Bei der Anordnung nach Figur 4 ist bei sonst gleichem Aufbau wie nach Figur 3 die
jeweilige Lenkerstange 9 nicht am Wagenkasten 11, sondern an dem hier als Lastträger
wirkenden Drehgestellrahmen 1 angelenkt. Auch hier ist die Lenkerstange 9 so angeordnet,
daß sie vom Anlenkpunkt 8 am Radträger 3 nach oben geneigt zum weiteren Anlenkpunkt
10 geführt ist und wiederum zum mittleren Teil des Wagenkastens 11 weist. Auch hier
ist vorzugsweise ein entsprechend ausgebildetes Drehgestell in spiegelbildlicher Anordnung
unter dem vorliegend ebenfalls nicht dargestellten rechten Abschnitt des Wagenkastens
11 vorgesehen. Die Verstellfunktion der Lenker 9 in Bezug auf die Achse 5 ist dabei
analog der zu Figur 1 und 2 beschriebenen Arbeitsweise. Es wird also bei einer Belastung
des bogenäußeren Teils des Drehgestells 1 das dargestellte bogenäußere Schienenrad
4 bzw. dessen Achse 5 zum links dargestellten, nächstliegenden Ende des betreffenden
Wagenkastens 1 hin und damit in Richtung der bogenradialen Ausrichtung verstellt.
Am nicht dargestellten, spiegelbildlich angeordneten rechten Einachs-Drehgestell erfolgt
unter den gleichen Bedingungen dementsprechend eine Verstellung der Radachse zum benachbarten
rechten freien Wagenkastenende hin und damit ebenfalls hin zur bogenradialen Einstellung
der zugehörigen Achse.
[0016] Entsprechend Figur 5 weist das Schienenfahrgerät wiederum einen Wagenkasten 11 als
Lastträger auf, der über Federelemente 2 unmittelbar auf zweiarmigen Radträgern 3
eines einachsigen Laufwerks abgestützt ist. Die Federelemente entsprechen dabei im
wesentlichen den Primärfedern 2 gemäß den vorbeschriebenen Figuren. Die Lenkerstangen
9 laufen hier vom Anlenkpunkt 8 am betreffenden Radträger 3 wiederum nach oben zu
dem mit dem Wagenkasten 11 verbundenen weiteren Anlenkpunkt 10 und weisen zum mittleren
Abschnitt des Wagenkastens 11 hin. Unter dem Wagenkasten ist am nicht dargestellten
rechten Ende ein weiteres, vorzugsweise in gleicher Weise aufgebautes aber spiegelbildlich
angeordnetes Laufwerk vorgesehen. Für die Wendebewegung der Achse 5 wird hier direkt
der senkrechte Hub des Anlenkpunktes 10 ausgenutzt, der unmittelbar am Wagenkasten
11 festgesetzt ist. Der Hub ergibt sich dabei aus den am Wagenkasten auftretenden
Kräften und den Federungseigenschaften der den Wagenkasten 10 stützenden Federelemente
2.
[0017] Bei der Anordnung nach Figur 6 ist ein Laufwerk entsprechend Figur 5 unter dem wiederum
als Lastträger wirkenden Wagenkasten 11 angeordnet. Die Lenkerstange 9 fällt hier
jedoch vom Anlenkpunkt 8 am Radträger 3 zur Radaufstandsebene bzw. zur Schiene 7 hin
nach unten ab und ist mit ausreichendem Höhenabstand von der Schiene am dort vorgesehenen
Anlenkpunkt 10 gehalten, wobei der Anlenkpunkt 10 wiederum an einer starr mit dem
Wagenkasten 11 verbundenen, nach unten gerichteten Konsole 13 verbunden ist. Bei dieser
Anordnung wird bei einem Absenken des bogenäußeren Wagenkastens und damit der Stütze
13 die in senkrechter Projektion gemessene Länge der bogenäußeren Lenkerstange 9 verkürzt,
weil die Neigung der Lenkerstange 9 durch den nach unten wandernden Anlenkpunkt 10
bei konstanter Höhe des radträgerseitigen Anlenkpunkts 8 vergrößert wird. Dadurch
erfährt die Achse 5 die erforderliche Wendebewegung an ihrem bogenäußeren Ende in
Richtung zum rechten Ende des Wagenkastens 11 hin und damit in Richtung der bogenradialen
Einstellung.
[0018] In Figur 7 ist die Anwendung eines zweiachsigen Jacobs-Drehgestells als Schienenfahrwerk
nach Figur 1 zwischen den Enden von zwei Wagenkästen 11 dargestellt. Hierbei wirken
sich die Belastungsänderungen der beiden zu tragenden Wagenkästen weitgehend getrennt
auf die jeweils darunter angeordneten Radpaare aus, so daß insbesondere an Bogenübergängen
von Gleisen die Wendebewegung des jeweiligen Radpaares entsprechend dem Bogenabschnitt
erfolgt, in dem sich der zugehörige Wagenkasten 11 aktuell befindet. Es ergibt sich
dadurch ein Gesamtlenkwinkel an den Achsen 5, der dem mittleren Bogenradius angepaßt
ist.
[0019] Aus der vergrößerten, in Fig. 8 gezeigten Teildarstellung im Bereich eines Schienenrades
4 und des zugeordneten Lenkerhebels 9 ergibt sich, daß die Lenkerstange 9 in Draufsicht
parallel zur Laufrichtung des Schienenrades 4 gerichtet ist.
[0020] Die erfindungsgemäße Anordnung ist für klassische Radsätze einsetzbar, besonders
ist sie jedoch geeignet bei Verwendung von Losradsätzen, die keine Selbstlenkkräfte
im Gleisbogen mangels einer starren Achsverbindung der beiden Räder erzeugen. Die
Lenkerstangen 9 können längenveränderbar sein, um die parallele Ausrichtung der zusammengehörigen
Wellen 5 justieren zu können, wenn ein gerades Gleis vorhanden ist. An den Anlenkstellen
8 und/oder 10 können die Lenkerstangen 9 wahlweise mit elastischen oder unelastischen
Lagern versehen sein. Dabei ist die Anwendung wenigstens eines gummielastischen Lagers
besonders bei Radsätzen, deren Räder auf einer gemeinsamen Welle festgesetzt sind,
von Vorteil, weil dann auch aus der Rad-Schiene-Geometrie erwachsende Kräfte für die
funktionsgerechte Wendebewegung genutzt werden können. Zudem kann der Neigungswinkel
der Lenkerstangen 9 unterschiedlich gewählt werden, abhängig vom angestrebtem Lenkwinkel
der Achsen 5 bei vorgegebener Neigung des Wagenkastens 11.Die Neigung kann dabei bis
zu etwa 45 Winkelgrade betragen und wird vorzugsweise kleiner als 20 Grad gewählt.
Im übrigen wird die Neigung der Lenkerstangen 9 gegebenenfalls mittels höhenverstellbar
angeordneten Anlenkstellen 8 und/oder 10 insbesondere so eingestellt, daß bei parallel
zueinander ausgerichteten Achsen 5 die Verlängerung der gedachten Mittellängsachsen
der Lenkerstangen 9 jeweils die gedachte Mittellängsachse der zugehörigen Radachse
schneidet
1. Schienenfahrgerät mit wenigstens einem Lastträger (1), der über wenigstens ein Federelement
(2) auf wenigstens einem von zwei (achsengleichen) in Laufrichtung hintereinander
angeordneten Radpaaren abgestützt ist und mit einer etwa in Radlaufrichtung verlaufenden
Lenkerstange (9) je Rad (4), die jeweils einendig über Anlenkpunkte (8) benachbart
zum zugehörigen Rad (4) mit dessen Radträger (3) und am anderen Ende mit dem zugeordneten
Lastträger (1) gekoppelt ist, wobei die Radpaare wendebeweglich gegenüber dem zugeordneten
Lastträger (1) gelagert sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkerstangen (9) jeweils unmittelbar am Lastträger (1) an Anlenkpunkten (10)
angelenkt sind,
daß zur fliehkraftbedingten selbsttätigen bogenradialen Einstellung der Radpaare bei
Bogenfahrt in Bezug auf die durch die Aufstandspunkte (6) der Räder (4) auf den Schienen
(7) bestimmte Ebene die Anlenkpunkte (10) der Lenkerstangen (9) wenigstens eines Radpaares
(4,4; 4,4) am zugeordneten Lastträger (1 )
a) entweder oberhalb der Anlenkpunkte (8) der Lenkerstangen (9) am zugehörigen Radträger
(3) liegen, wenn die Lenkerstangen (9) innerhalb des zwischen den Radpaaren (4,4;
4,4) in Radlaufrichtung vorhandenen Zwischenraums angeordnet sind,
b) oder unterhalb der Anlenkpunkte (8) der Lenkerstangen (9) am zugehörigen Radträger
(3) liegen, wenn die Lenkerstangen (9) außerhalb des zwischen den Radpaaren (4,4;
4,4) in Radlaufrichtung vorhandenen Zwischenraums angeordnet sind.
2. Schienenfahrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lastträger (1) ein Drehgestellrahmen für ein zweiachsiges Drehgestell ist, der
sich je über zwei symmetrisch zur Achse (5) der zugehörigen Räder (4) angeordnete,
längs- und querelastische Primärfederelemente (2) auf dem Radträger (3) jedes Rades
(4) abstützt und auf dem über wenigstens ein Sekundärfederelement (12) zumindest ein
Wagenkasten (11) eines Schienenfahrzeugs abgestützt ist.
3. Schienenfahrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lastträger vorgesehen sind, wobei der Lastträger (1) jeweils der Drehgestellrahmen
eines einachsigen Drehgestells ist, das sich je über zwei symmetrisch zur Achse (5)
der beiden zugehörigen Räder (4) angeordnete längs- und querelastische Primärfederelemente
(2) auf dem Radträger (3) jedes Rades (4) abstützt und auf dem über wenigstens ein
Sekundärfederelement (12) zumindest ein Wagenkasten (11) eines Schienenfahrzeugs abgestützt
ist.
4. Schienenfahrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Radpaar Bestandteil eines einachsigen Laufwerks ist, auf dem über je
zwei symmetrisch zur Achse (5) der beiden zugehörigen Räder (4) angeordnete längs-
und querelastische Federelemente (2) ein den Lastträger (1) bildender Wagenkasten
(11) eines Schienenfahrzeugs abgestützt ist.
5. Schienenfahrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lastträger (1) ein Wagenkasten (11) ist, der sich über Sekundärfederelemente
(12) auf einem Drehgestellrahmen (1) abstützt, welcher sich über Primärfederelemente
(2) auf den Radträgern (3) abstützt.
6. Schienenfahrgerät nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkerstangen (9) jeweils unter dem gleichen Neigungswinkel (ϕ) gegenüber der
durch die Aufstandspunkte (6) der Räder (4) bestimmte Ebene geneigt sind.
7. Schienenfahrgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel (ϕ) bis zu 45 Winkelgrade beträgt, vorzugsweise kleiner als 20
Grad ist.
8. Schienenfahrgerät nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei parallel zueinander ausgerichteten Achsen (5) der beiden Radpaare (4,4; 4,4)
die Verlängerung der gedachten Mittelachsen der Lenkerstangen (9) jeweils die gedachte
Mittelachse der zugehörigen Radachse schneidet.
1. A rail running device with at least one load bearing support (1) that is supported
by means of at least one spring element (2) on at least one of two (equiaxial) wheel
pairs that are arranged behind one another in the running direction, and with a steering
rod (9) per wheel (4) extending approximately in the running direction of the respective
wheel and being connected via coupling points (8), on one end, to the corresponding
wheel carrier (3) adjacent to the associated wheel (4) and, on the other end, to the
associated load bearing support (1), wherein the wheel pairs are arranged to be pivotable
relative to the load bearing support (1),
characterized in that the respective steering rods (9) are directly coupled to the load bearing support
(1) in coupling points (10), and
in that, for a centrifugal force induced, automatic, curve radial adjustment of the wheel
pairs during driving through curves, the coupling points (10) of the steering rods
(9) of at least one wheel pair (4, 4; 4, 4) are arranged, with respect to the plane
defined by the contact points (6) between the wheels (4) and the rails (7), on the
load bearing support (1) either
a) above the coupling points (8) of the steering rods (9) on the respective wheel
carrier (3) if the steering rods (9) are situated within the intermediate space defined
between the wheel pairs (4, 4; 4, 4) in the running direction of the wheels or
b) underneath the coupling points (8) of the steering rods (9) on the respective wheel
carrier (3) if the steering rods (9) are situated outside the intermediate space defined
between the wheel pairs (4, 4; 4, 4) in the running direction of the wheels.
2. The rail running device according to Claim 1, characterized in that the load bearing support (1) is a bogie frame of a two-axle bogie that is supported
on the wheel carrier (3) of each wheel (4) by means of two longitudinally and transversally
elastic primary spring elements (2) arranged symmetrically referred to the axle (5)
of the corresponding wheels (4), wherein at least one vehicle body (11) of a rail
vehicle is supported on said bogie frame by means of at least one secondary spring
element (12).
3. The rail vehicle undercarriage according to Claim 1, characterized in that two load bearing supports are provided, wherein the respective load bearing support
(1) is a single-axle bogie that is respectively supported on the wheel carrier (3)
of each wheel (4) by means of two longitudinally and transversally elastic primary
spring elements (2) arranged symmetrically referred to the axle (5) of the two corresponding
wheels (4), and wherein at least one vehicle body (11) of a rail vehicle is supported
on said bogie frame by means of at least one secondary spring element (12).
4. The rail running device according to Claim 1, characterized in that the respective wheel pair forms part of a single-axle running gear, on which a vehicle
body (11) of a rail vehicle forming the load bearing support (1) is supported by means
of two respective longitudinally and transversally elastic spring elements (2) arranged
symmetrically referred to the axle (5) of the two corresponding wheels (4).
5. The rail running device according to Claim 1, characterized in that the load bearing support (1) is a vehicle body (11) supported on a bogie frame (1)
by means of secondary spring elements (12), the bogie frame being supported on the
wheel carriers (3) by means of primary spring elements (2).
6. The rail running device according to at least one of Claims 1 to 5, characterized in that the steering rods (9) are inclined relative to the plane defined by the contact points
(6) of the wheels (4) by the same angle of inclination (ϕ).
7. The rail running device according to Claim 6, characterized in that the angle of inclination (ϕ) amounts up to 45 angular degrees, preferably is less
than 20 degrees.
8. The rail running device according to at least one of Claims 1 to 7, characterized in that, with the axles (5) of both wheel pairs (4, 4; 4, 4) aligned in parallel to one another,
the extensions of the imaginary central axes of the steering rods (9) intersect the
imaginary center axis of the corresponding wheel axle.
1. Engin de roulement sur rails comportant au moins un support de charge (1) qui s'appuie
par au moins un élément à ressort (2) sur au moins l'une de deux paires de roues (à
même essieu) disposées l'une derrière l'autre dans le sens de roulement et une barre
de direction (9) par roue (4) s'étendant approximativement dans le sens de roulement
des roues et étant couplée respectivement par des points d'articulation (8), à une
extrémité, à proximité de la roue correspondante (4) au support de roue (3) de celle-ci
et, à l'autre extrémité, au support de charge associé (1), les paires de roues étant
supportés avec une mobilité de pivotage par rapport au support de charge associé (1),
caractérisé en ce que les barres de direction (9) s'articulent respectivement directement au support de
charge (1) à des points d'articulation (10),
que, aux fins d'un réglage des paires de roues, qui soit radial par rapport à la courbe,
autonome et provoqué par la force centrifuge en cas de circulation dans une courbe,
les points d'articulation (10) des barres de direction (9) d'au moins une paire de
roues (4, 4 ; 4,4) sont situés au support de charge associé (1), par rapport au plan
défini par les points de contact (6) des roues (4) sur les rails (7),
a) soit au dessus des points d'articulation (8) des barres de direction (9) sur le
support de roues correspondant (3) si les barres de direction (9) sont disposées à
l'intérieur de l'intervalle disponible entre les paires de roues (4, 4 ; 4,4) dans
le sens de roulement des roues,
b) soit en dessous des points d'articulation (8) des barres de direction (9) sur le
support de roues correspondant (3) si les barres de direction (9) sont disposées à
l'extérieur de l'intervalle disponible entre les paires de roues (4, 4 ; 4,4) dans
le sens de roulement des roues.
2. Engin de roulement sur rails selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support de charge (1) est un châssis de bogie pour bogie à deux essieux qui s'appuie
à chaque fois, par deux éléments à ressort primaires (2) disposés symétriquement par
rapport à l'essieu (5) des roues associées (4) et élastiques longitudinalement et
transversalement, sur le support de roues (3) de chaque roue (4) et sur lequel s'appuie
par au moins un élément à ressort secondaire (12) au moins un caisson de wagon (11)
d'un véhicule ferroviaire.
3. Engin de roulement sur rails selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu deux supports de charge, le support de charge (1) étant respectivement
le châssis de bogie d'un bogie à un essieu, qui s'appuie à chaque fois, par deux éléments
à ressort primaires (2) disposés symétriquement par rapport à l'essieu (5) des deux
roues associées (4) et élastiques longitudinalement et transversalement, sur le support
de roues (3) de chaque roue (4) et sur lequel s'appuie par au moins un élément à ressort
secondaire (12) au moins un caisson de wagon (11) d'un véhicule ferroviaire.
4. Engin de roulement sur rails selon la revendication 1, caractérisé en ce que la paire de roues respective fait partie d'un train de roulement à un essieu sur
lequel s'appuie à chaque fois, par deux éléments à ressort (2) disposés symétriquement
par rapport à l'essieu (5) des deux roues associées (4) et élastiques longitudinalement
et transversalement, un caisson de wagon (11) d'un véhicule ferroviaire formant le
support de charge (1).
5. Engin de roulement sur rails selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support de charge (1) est un caisson de wagon (11) qui s'appuie par des éléments
à ressort secondaires (12) sur un châssis de bogie (1), lequel s'appuie par des éléments
à ressort primaires (2) sur les supports de roues (3).
6. Engin de roulement sur rails selon au moins l'une quelconque des revendications 1
à 5, caractérisé en ce que les barres de direction (9) s'inclinent respectivement suivant le même angle d'inclinaison
(ϕ) par rapport au plan défini par les points de contact (6) des roues (4).
7. Engin de roulement sur rails selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'angle d'inclinaison (ϕ) va jusqu'à 45 degrés, de préférence est inférieur à 20
degrés.
8. Engin de roulement sur rails selon au moins l'une quelconque des revendications 1
à 7, caractérisé en ce que, si les essieux (5) des deux paires de roues (4,4 ; 4,4) sont orientés parallèlement
l'un par rapport à l'autre, le prolongement des axes centraux imaginaires des barres
de direction (9) coupe respectivement l'axe central imaginaire de l'essieu de roues
correspondant.