[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befeuchten einer Druckform in einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine,
insbesondere für alkoholarmen oder alkoholfreien Druck, wobei zum Auftragen eines
Feuchtmittels auf die Druckform eine Auftragwalze verwendet wird, die gegebenenfalls
über Übertragwalzen mit einer Feuchtmittelaufnahmewalze in Wirkverbindung steht. Bei
dem Verfahren wird von einem Feuchtmittelüberschuss ausgegangen, der gesammelt und
einem Vorratsbehälter zugeführt wird.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens,
bestehend aus einer Feuchtmittelaufnahmewalze, die direkt oder indirekt über Übertragwalzen
einer mit der Druckform in Wirkverbindung stehenden Feuchtmittelauftragwalze zugeordnet
ist, wobei der Feuchtmittelaufnahmewalze eine Feuchtmittelauftrageinrichtung zugeordnet
und unterhalb der Feuchtmittelaufnahmewalze ein Auffangbehälter angeordnet ist, der
über ein Rohrleitungssystem mit einem Vorratsbehälter verbunden ist.
[0003] Üblicherweise werden in Bogenoffset-Rotationsdruckmaschinen im Wesentlichen Film-
oder Sprühfeuchtwerke angewendet. Die verwendeten Feuchtmittel werden mit einem die
Benetzbarkeit fördernden Zusatzstoff, in der Regel Alkohol oder einem Alkoholersatzstoff,
versetzt.
[0004] Derartige Filmfeuchtwerke bestehen in der Regel aus einer Tauchwalze, die in eine
mit Feuchtwasser gefüllte Wanne eintaucht und direkt oder über Zwischenwalzen das
Feuchtwasser an eine oder mehrere, den Plattenzylinder kontaktierende Feuchtauftragwalzen
überträgt. Dabei überhöht sich während des Betriebes die Temperatur des Feuchtmittels,
was den Alkoholzusatz bzw. den Alkoholersatzstoff verdunsten lässt und so die Eigenschaften
des Feuchtwassers verändert. Eine Kühlung ist aufwändig und schafft nur bedingt Abhilfe.
Weiterhin gelangen durch das Walzensystem Schmutz und Farbpartikel in das Feuchtwasser,
was zu dessen Verunreinigung führt und einen Austausch nach sich zieht.
[0005] Man hat versucht, dem abzuhelfen. Dabei wurde das Feuchtwerk in seinem Aufbau im
Wesentlichen nicht verändert. Lediglich die Wanne wurde entfernt. Das Feuchtwasser
wurde mit einer Spritz- oder Sprühvorrichtung auf die nunmehr als Feuchtmitteaufnahmewalze
dienende Tauchwalze aufgebracht.
[0006] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 196 16 198 A1 bekannt. In diesem Fall wird
das Feuchtwasser aber nicht auf die Tauchwalze bzw. auf die Feuchtaufnahmewalze aufgesprüht,
sondern in Form eines Wasserschleiers auf diese aufgebracht. Das überschüssige Feuchtwasser
wird mittels einer Auffangwanne aufgefangen und abgeführt. Um den Verlust an Feuchtwasser
zu minimieren, ist der Zuleitung des Feuchtwassers ein Drosselventil zugeordnet.
[0007] Nachteilig hierbei ist, dass der Verlust an Feuchtwasser unvermeidlich ist.
[0008] Durch die in der EP 0 638 417 B1 vorgestellte Lösung soll derartiges vermieden werden.
Das Feuchtwasser wird hier ebenfalls durch eine sich über die gesamte Länge der Feuchtmittelaufnahmewalze
erstreckende Zuführeinrichtung aufgebracht. Dabei ist an der Feuchtmittelaufnahmewalze
eine Barriere angestellt, in der das Feuchtwasser in Form einer Wasserlache zurückgehalten
wird, so dass eine gleichmäßige Befeuchtung erzielt werden kann.
[0009] Ein unter der Feuchtmittelaufnahmewalze angeordneter Auffangbehälter nimmt das überschüssige
Feuchtwasser auf und führt es einer Reguliervorrichtung in Form eines Behälters zu.
Aus dieser Reguliervorrichtung wird das Feuchtwasser wieder der Zuführeinrichtung
zugeführt.
[0010] Die Zuführmenge des Feuchtwassers wird auf der Basis der Wassermenge im Wasserlachenbereich,
der zurückgeführten Menge des Feuchtwassers oder der Druckgeschwindigkeit gesteuert.
Ziel ist es, Feuchtwasser einzusparen.
[0011] Durch den wiederholten Gebrauch des Feuchtwassers kommt es zu ähnlichen Erscheinungen
wie bei den oben beschriebenen Filmfeuchtwerken. Der Alkohol oder die Alkoholersatzstoffe
verflüchtigen sich, das Wasser wird durch Rückstände aus dem Druckprozess verschmutzt
und der Anteil von Salzen im Feuchtwasser steigt, was wiederum den Grad der Benetzungsfähigkeit
verringert.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Einrichtung zu entwickeln,
um die Gebrauchsdauer des Feuchtwassers deutlich zu verlängern.
[0013] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des 1. und des 7. Anspruchs gelöst.
[0014] Die Erfindung hat den Vorteil, dass dem Feuchtungsprozess ständig ein temperiertes,
sauberes und hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung ein konstantes Feuchtmittel
zugeführt werden kann.
[0015] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörigen
Zeichnungen haben folgende Bedeutung:
- Figur 1
- Schematische Darstellung eines Feuchtwerkes mit einem Feuchtmittelauffangbehälter
- Figur 2
- Schematische Darstellung eines zentralen Vorratsbehälters und der diesem zugeordneten
peripheren Einrichtungen
- Figur 3
- Darstellung der Entsalzungs- und Aufsalzungseinrichtungen in der Frischwasserzufuhr
[0016] Wie aus der Figur 1 ersichtlich, ist ein Druckwerk
1 angeordnet, dem mehrere Farbauftragwalzen
1.3 zum Einfärben der auf dem Plattenzylinder
1.1 aufgespannten Druckform
1.2 zugeordnet sind. Die übrigen Teile des Farbwerkes sind nicht dargestellt. Das Feuchtwerk
besteht aus einer Feuchtmittelaufnahmewalze
1.6, die über eine Übertragwalze
1.5 einer mit der Druckform
1.2 in Kontakt stehenden Feuchtmittelauftragwalze
1.4 zugeordnet ist.
[0017] Der Feuchtmittelaufnahmewalze
1.6 ist eine Feuchtmittelauftrageinrichtung
1.7, hier in Form eines Sprührohres, zugeordnet. Die Feuchtmittelauftrageinrichtung
1.7 ist über eine Feuchtmittelzuleitung
1.8 mit einer Feuchtmittelzuführung
9 verbunden, die in den Feuchtmittel-Vorrat
11.1 eines Vorratsbehälters
11 reicht (siehe hierzu Figur 2) und der eine Feuchtmittelpumpe
6.2 zugeordnet ist.
[0018] Unterhalb der Feuchtmittelaufnahmewalze
1.6 befindet sich ein Feuchtmittelauffangbehälter
1.9 zur Aufnahme des überschüssigen, von der Feuchtmittelaufnahmewalze
1.6 abtropfenden Feuchtmittels.
[0019] Wie aus der Figur 2 ersichtlich, sind die Feuchtmittelauffangbehälter
1.9; 2.9 mit Feuchtmittelableitungen
3.1, 3.2 verbunden, die zu einer gemeinsamen Vorratsbehälter-Zuleitung
4 zusammengeführt werden.
[0020] In die Vorratsbehälter-Zuleitung
4 ist ein Filter, bestehend aus einem Grobfilter
5.1 und einem Feinfilter
5.2, eingebunden. Dem Feinfilter
5.2 ist ein Ölabscheider
5.3 nachgeordnet. Der Vorratsbehälter-Zuleitung
4 ist weiterhin eine Feuchtmittelpumpe
6.1 zugeordnet, welche das Feuchtmittel in den zentralen Vorratsbehälter
11 fördert.
[0021] Der im Vorratsbehälter
11 befindliche Feuchtmittel-Vorrat
11.1 wird durch eine Temperiereinrichtung
11.2 auf einem prozessbedingten Temperaturniveau gehalten, das heißt, der Feuchtmittel-Vorrat
11.1 wird gekühlt.
[0022] Dem Feuchtmittel-Vorrat
11.1 ist weiterhin ein Universalmesskopf
8 zugeordnet, der über eine Messleitung
8.1 mit einer zentralen Steuerung
7 in Verbindung steht.
[0023] Dem Vorratsbehälter
11 sind Dosiereinrichtungen
10.1; 10.2 zugeordnet, die jeweils Verbindung zu zugeordneten Dosiermittelbehältern
12.1; 12.2 aufweisen. Die Anzahl der Dosiereinrichtungen
10.1; 10.2 und Dosiermittelbehältern
12.1; 12.2 ist nicht (wie dargestellt) auf zwei begrenzt. Unter Dosiermittel werden hier die
Mittel zur Aufrechterhaltung der Funktion des Feuchtmittels verstanden. Das sind Puffersalze
oder Säuren zur Aufrechterhaltung des sauren Milieus des Feuchtmittels, Alkohol- oder
Alkoholersatzstoffe, Plattenschutzmittel, antimikrobielle Zusätze u.a.
[0024] Dem Vorratsbehälter
11 sind weiterhin Zuleitungen für Frischwasser
19, aufgesalztes Wasser
20 und entsalztes Wasser
21 zugeordnet.
[0025] Aus der Figur 3 ist die Vorbehandlung des Frischwassers
19, des aufgesalzten Wasser
20 und des entsalzten Wassers
21 ersichtlich. Die Frischwasserzufuhr
13 ist über ein Wegeventil
14 mit einem Ionentauscher
15 und einem Osmosefilter
16 verbunden. Diesem nachgeordnet ist ein Wegeventil
17, durch das eine Aufsalzung
18 zuschaltbar ist.
[0026] Die Wegeventile
14; 17 sind ebenso wie die Frischwasserzuführung
13 über eine Wegeventil-Steuerleitung
7.1 mit der zentralen Steuerung
7 verbunden (siehe hierzu Figur 2).
Zur Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens:
[0027] Aus dem Feuchtmittel-Vorrat
11.1 des Vorratsbehälters
11 wird Feuchtmittel abgezogen und über die Feuchtmittelzuleitung
1.8; 2.8 der Feuchtmittelauftrageinrichtung
1.7, 2.7 zugeführt. Diese spritzt oder sprüht das Feuchtmittel auf die Feuchtmittelaufnahmewalze
1.6; 2.6 des Feuchtwerkes auf. Andere Arten des Aufbringens, z. B. mittels eines Wasserschleiers,
sind denkbar. Das Feuchtmittel wird über die Übertragwalze
1.5 auf die Feuchtmittelauftragwalze
1.4 übertragen (siehe Figur 1). Dabei kontaktiert die Feuchtmittelauftragwalze
1.4 die auf dem Plattenzylinder
1.1 angeordnete Druckform
1.2 und führt dieser das für den Druckprozess erforderliche Feuchtmittel zu.
[0028] Wesentlich ist, dass dieser Vorgang unter einem Feuchtmittelüberschuss erfolgt, was
bedeutet, dass nicht das gesamte Feuchtmittel im Produktionsprozess verbraucht wird,
sondern ein Teil von der Feuchtmittelaufnahmewalze
1.6;
2.6 abtropft. Dieser abtropfende Teil des Feuchtmittels wird in dem Feuchtmittelauffangbehälter
1.9, 2.9 aufgefangen, über die Feuchtmittelableitung
3.1; 3.2 der zentralen Vorratsbehälter-Zuleitung
4 zugeführt, durch die Filter
5.1; 5.2 und durch den Ölabscheider
5.3 gereinigt und in den Vorratsbehälter
11 gepumpt.
[0029] Die Zusammensetzung des Feuchtmittel-Vorrats
11.1 im Vorratsbehälter
11 wird ständig überwacht. Hierzu dient der Universalmesskopf
8, der seine Messwerte der Steuerung
7 übermittelt. In der Steuerung
7 sind die Soll-Werte der Zustandsgrößen der oben beschriebenen Feuchtmittel-Eigenschaften
niedergelegt. Diese werden mit den durch den Universalmesskopf
8 gelieferten Werten verglichen. Bei Abweichungen vom Sollwert wird dann ein Signal
an die Dosiereinrichtungen
10.1; 10.2 ausgegeben. Die Dosiereinrichtungen
10.1; 10.2 ersetzen dann die fehlenden Bestandteile.
[0030] Neben den bereits genannten Eigenschaften des Feuchtmittels ist der Universalmesskopf
auch in der Lage, den Salzgehalt des Feuchtmittels zu bestimmen. Die Ermittlung dieser
Messgröße erfolgt in der Regel über die Messung der Leitfähigkeit des Feuchtmittels
in regelmäßigen, verarbeitungsspezifisch festlegbaren Zeitintervallen. Bei Überschreitung
eines in der Steuerung
7 gespeicherten prozessbasierten Sollwertes wird entsalztes Wasser
21 zugeführt. Das geschieht, indem von der Steuerung
7 über die Wegeventilansteuerung
7.1 ein Signal an das Wegeventil
14 übertragen wird. Das Wegeventil
14 nimmt die in der Figur 3 gezeigte Lage ein. Die Frischwasserzufuhr
13 wird aktiviert und das Frischwasser kann zum Ionentauscher
15 fließen. Dort wird das Frischwasser enthärtet, bevor es dem Osmosefilter
16 zugeführt wird, wo eine nahezu vollständige Entsalzung erfolgt.
[0031] Wird der Sollwert unterschritten, so erfolgt die Zuführung von Frischwasser
19 bis der Sollwert wieder erreicht ist. Dabei wird das Wegeventil
14 umgeschaltet, so dass das Wasser als Frischwasser
19 auf direktem Weg in den Vorratsbehälter
11 fließen kann.
[0032] Wenn innerhalb einer prozessbedingten zeitlichen Vorgabe durch Zugabe des oben beschriebenen
Frischwassers
19 der Sollwert nicht erreicht wird, dann wird das Wegeventil
14 umgeschaltet, das heißt, es wird wieder in die in der Figur gezeichnete Stellung
gebracht. Damit fließt das Frischwasser wieder über den Ionentauscher
15 zum Osmosefilter
16. Das Wegeventil
17 wird so geschaltet, dass das entsalzte Wasser zur Aufsalzung
18 geführt, dort aufgesalzen und dem Vorratsbehälter
11 zugeführt wird. Das Zuführen des aufgesalzten Wassers
20 erfolgt so lange, bis der Sollwert erreicht ist.
[0033] Bei der Realisierung der oben genannten Verfahrensschritte wird vorausgesetzt, dass
eine Überwachung des Pegels des Feuchtmittelvorrats
11.1 im Vorratsbehälter
11 erfolgt. Das heißt, die mengenmäßige Zugabe an Frischwasser
19, an entsalztem Wasser
21 und an aufgesalztem Wasser
20 erfolgt so, dass der Pegelstand im Vorratsbehälter 11 in einem funktionsgarantierenden
Bereich gehalten wird.
[0034] Obwohl hier nicht näher beschrieben, ist die Anordnung einer derartigen Entsalzungseinrichtung
auch für konventionelle, in der Beschreibungseinleitung beschriebene Filmfeuchtwerke
möglich.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Druckwerk
- 1.1
- Plattenzylinder
- 1.2
- Druckform
- 1.3
- Farbauftragwalzen
- 1.4
- Feuchtmittelauftragwalze
- 1.5
- Übertragwalze
- 1.6 2.6
- Feuchtmittelaufnahmewalze
- 1.7 2.7
- Feuchtmittelauftrageinrichtung
- 1.8 2.8
- Feuchtmittelzuleitung
- 1.9 2.9
- Feuchtmittelauffangbehälter
- 3.1 3.2
- Feuchtmittelableitung
- 4
- Vorratsbehälter-Zuleitung
- 5.1
- Grobfilter
- 5.2
- Feinfilter
- 5.3
- Ölabscheider
- 6.1 6.2
- Feuchtmittelpumpe
- 7
- Steuerung
- 7.1
- Wegeventilansteuerung
- 8
- Universalmesskopf
- 8.1
- Messleitung
- 9
- Feuchtmittelzuführung
- 10.1
- Dosiereinrichtung
- 11
- Vorratsbehälter
- 11.1
- Feuchtmittel-Vorrat
- 11.2
- Temperiereinrichtung
- 12.1 12.2
- Dosiermittelbehälter
- 13
- Frischwasserzufuhr
- 14
- Wegeventil
- 15
- Ionentauscher
- 16
- Osmosefilter
- 17
- Wegeventil
- 18
- Aufsalzung
- 19
- Frischwasser
- 20
- Aufgesalztes Wasser
- 21
- Entsalztes Wasser
1. Verfahren zum Befeuchten einer Druckform in einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine,
insbesondere für alkoholarmen oder alkoholfreien Druck, wobei
- zum Auftragen eines Feuchtmittels auf eine Druckform (1.2; 2.2) eine Feuchtmittelauftragwalze (1.3; 2.3) verwendet wird, die gegebenenfalls über Übertragwalzen (1.5; 2.5) mit einer Feuchtmittelaufnahmewalze (1.6; 2.6) in Wirkverbindung steht,
- das Feuchtmittel auf die Feuchtmittelaufnahmewalze (1.6; 2.6) aufgebracht wird, derart
- dass ein Feuchtmittelüberschuss entsteht,
- der Feuchtmittelüberschuss gesammelt
- einem zentralen Vorratsbehälter (11) zugeführt dort konditioniert wird,
- der Salzgehalt im Vorratsbehälter (11) in vorgegebenen Zeitintervallen gemessen,
- bei Überschreitung eines prozessbasierten Sollwerts entsalztes Frischwasser (21) zugeführt wird und
- bei Unterschreitung des prozessbasierten Sollwerts Frischwasser (19) zugeführt wird, wobei
- entsalztes und anschließend aufgesalztes Frischwasser (20) zugegeben wird, wenn innerhalb einer prozessbedingten zeitlichen Vorgabe durch Zugabe
von Frischwasser der prozessbasierte Sollwert nicht erreicht wird.
2. Verfahren zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Feuchtmittel kontinuierlich auf die Feuchtmittelaufnahmewalze (1.6; 2.6) aufgebracht, insbesondere aufgesprüht wird.
3. Verfahren zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gesammelte Feuchtmittelüberschuss gefiltert dem Vorratsbehälter (11) zugeführt wird.
4. Verfahren zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konditionierung des Feuchtmittels im Vorratsbehälter (11) erfolgt, indem die eigenschaftsbildenden Bestandteile des Feuchtmittels im Vorratsbehälter
(11) permanent überwacht werden und bei Bedarf die erforderliche Menge der fehlenden Bestanteile
zudosiert wird.
5. Verfahren zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mengenmäßig die Zugabe an Frischwasser (19), an entsalztem Frischwasser (21) und an entsalztem und wieder aufgesalztem Frischwasser (20) so erfolgt, dass der Pegelstand im Vorratsbehälter (11) in einem funktionsgarantierenden Bereich gehalten wird.
6. Verfahren zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das im Vorratsbehälter (11) befindliche Feuchtmittel auf einen verarbeitungsspezifischen Wert temperiert wird.
7. Einrichtung zum Befeuchten einer Druckform in einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine,
insbesondere für alkoholarmen oder alkoholfreien Druck, bestehend aus einer Feuchtmittelaufnahmewalze
(1.6; 2.6), die direkt oder indirekt über Übertragwalzen (1.5; 2.5) einer mit der Druckform (1.2; 2.2) in Wirkverbindung stehenden Feuchtmittelauftragwalze (1.4; 2.4) zugeordnet ist, wobei der Feuchtmittelaufnahmewalze (1.6; 2.6) eine Feuchtmittelauftrageinrichtung (1.7; 2.7) zugeordnet ist, unterhalb der Feuchtmittelaufnahmewalze (1.6; 2.6) ein mit einem Vorratsbehälter (11) verbundener Feuchtmittelauffangbehälter (1.8, 2.9) angeordnet ist, dem Vorratsbehälter (11) Einrichtungen (10.1; 10.2; 12.1; 12.2) zum Dosieren von eigenschaftsbildendenden Bestandteilen des Feuchtmittels und Einrichtungen
zum Zuführen von Frischwasser (19), Einrichtungen (15; 16) zum Zuführen von entsalztem Frischwasser (21) und Einrichtungen (15; 16; 18) zum Zuführen von entsalztem und wieder aufgesalztem Frischwasser (20) zugeordnet sind.
8. Einrichtung zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit Dosiermittelbehältern (12.1; 12.2) verbundene Dosiereinrichtungen (10.1; 10.2) zum Dosieren eigenschaftsbildender Bestandteile des Feuchtmittels vorgesehen sind.
9. Einrichtung zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Universalmesskopf (8) zum Detektieren eigenschaftsbildender Bestandteile des Feuchtmittels vorgesehen ist.
10. Einrichtung zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Zuführen von entsalztem Frischwasser (21) aus einer Entsalzungseinrichtung (16) mit einem vorgeordneten Ionentauscher (15) besteht.
11. Einrichtung zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zuführen von entsalztem und wieder aufgesalztem Frischwasser (20) der Entsalzungseinrichtung (16) eine Aufsalzungseinrichtung (18) nachgeordnet ist.
12. Einrichtung zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiereinrichtung (10.1; 10.2), der Universalmesskopf (8) der Frischwasserzufuhr (13) und die der Entsalzungseinrichtung (15; 16) und der Aufsalzungseinrichtung (18) zugeordneten Wegeventile (14; 17) mit einer zentralen Steuerung (7) verbunden sind.
13. Einrichtung zum Befeuchten einer Druckform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem Vorratsbehälter (11) eine Temperiereinrichtung (11.2) zugeordnet ist.