(19)
(11) EP 1 396 583 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
10.03.2004  Patentblatt  2004/11

(21) Anmeldenummer: 03405612.7

(22) Anmeldetag:  22.08.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E01F 13/02, F16B 7/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 05.09.2002 CH 15322002

(71) Anmelder: Burri AG Zürich
8152 Glattbrugg (CH)

(72) Erfinder:
  • Burri, Martin
    8302 Kloten (CH)
  • Bellefeuille, Sabine
    8180 Bülach (CH)

(74) Vertreter: Patentanwälte Feldmann & Partner AG 
Postfach Europastrasse 17
8152 Glattbrugg
8152 Glattbrugg (CH)

   


(54) Absperrpfosten


(57) Es wird ein Absperrpfosten, mit einem Standrohr 1) und einer Bodenverankerung (8, 9) vorgeschlagen, wobei das Standrohr (1) auf der Bodenverankerung (8, 9) mittels eines Bajonettsverschlusses lösbar angeordnet und durch eine Verschliessvorrichtung gesichert ist. Ein Gehäuse (30, 300) zur Aufnahme von Absperrmitteln (24, 50, 60) wie Schlösser, Ketten oder Absperrbügel ist in einem oberen Bereich des Standrohres (1) in horizontaler Stellung verdrehsicher angeordnet. Das Gehäuse (30) umfasst einen hohlzylindrischen Körper (32) mit einem zentralen Aufnahmeraum (33) und ist in eine, dem Gehäusedurchmesser angepasste, Öffnung im Standrohr (1) steckbar, so dass es mit einem vorderen Anschlagkragen (31) an einer Aussenseite von Rohr (1) anliegt und mittels mindestens einer Steckklammer (40, 303, 304) im Rohrinneren lösbar befestigbar ist.




Beschreibung


[0001] Zum Absperren von Fahrbahnen oder Gehwegen werden seit Jahren Pfosten verwendet, welche lösbar im Boden verankert sind.

[0002] Ältere Pfosten besitzen jeweils unten ein Riegelschloss, welches sich umständlich, nur durch Bücken, mittels eines einfachen Schlüssels mit Kantloch betätigen lässt. Die Verwendung eines Sicherheitsschlosses ist in dieser Position ungeeignet, da es am unteren Ende des Pfostens dem Zutritt von Wasser, Schnee etc. ausgesetzt ist. Bei entferntem Pfosten ist der im Boden versenkte hohlzylindrische Verankerungsteil meistens offen und dem Zutritt von Fremdstoffen aller Art ausgeliefert.

[0003] Von der Anmelderin ist ein lösbarer, mit Schloss versehener Absperrpfosten für Fahrbahnen oder Gehwege gemäss der CH-A5-631'769 bekannt. Dieser sehr erfolgreich eingesetzte Absperrpfosten umfasst ein Standrohr aus Metall, welches mittels Schrauben mit eingearbeiteter Sollbruchstelle an einem unteren Tragelement befestigt ist, und eine Bodenverankerung. Das Tragelement des Standrohres ist auf der Bodenverankerung mittels eines Bajonettverschlusses lösbar angeordnet und durch einen Schliessmechanismus gesichert. Im Standrohr ist oben ein Schloss angeordnet und unten ein mit diesem durch ein Zugorgan in Wirkverbindung stehender Riegel vorgesehen. Der vertikale Riegel durchsetzt in Schliesstellung das Tragelement und greift in ein Schliessloch im Stützkörper der Bodenverankerung ein und verhindert damit ein Öffnen des Bajonettverschlusses.

[0004] Der bekannte Absperrpfosten hat sich bewährt um in bequemer, stehender Stellung eines Erwachsenen das Betätigen des Schlosses und das Einsetzen und Entfernen des Absperrpfosten zu erlauben. Bei weggenommenem Absperrpfosten steht die im Boden versenkte Verankerung nicht störend nach oben vor. Das Eindringen von grösseren Fremdkörpern in die Bodenverankerung ist weitgehend verhindert. Besonders bewährt hat sich der Einsatz der Schrauben mit Sollbruchstellen als einzigem Verbindungsmittel zwischen Tragbuchse und Standrohr. Stösst ein Fahrzeug an den Absperrpfosten resp. das Rohr, so wird die Schlagbewegung durch die Schrauben aufgenommen und falls diese sehr stark ist, stellt sich bei den Sollbruchstellen der Bruch ein bevor an Pfosten oder Verankerung grössere Schäden entstehen. Das Ersetzen allfällig gebrochener Schrauben ist leicht und billig ausführbar, so dass sich der Absperrpfosten rasch und günstig wieder in funktionstüchtigen Zustand bringen lässt.
Das Sicherheitsschloss lagert in einem aus dem Pfosten vorstehenden hohlzylindrischen Gehäuse, welches in der Wand des Rohres festgeschweisst ist. Das Einschweissen des Gehäuses im Rohr ist arbeits- und kostenintensiv und zudem ist diese Art der Befestigung auf schweissbare Materialkombinationen beschränkt.

[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche diese Nachteile nicht aufweist.

[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Absperrpfosten mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

[0007] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

[0008] In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstands dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigt:

Figur 1 die Vorrichtung gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung im Längsschnitt;

Figur 2 einen Längsschnitt durch den oberen Bereich der Vorrichtung gemäss Figur 1, wobei die Schnittebene senkrecht zur Schnittebene der Figur 1 steht;

Figur 3 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss Figur 2 entlang A-A;

Figur 4 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung;

Figur 5a einen Klammerrohling gemäss einer ersten Ausführungsform;

Figur 5b eine aus einem Rohling der Figur 5a fertig gebogene Klammer im Längsschnitt;

Figur 5c eine Klammer gemäss Figur 5b in der Ansicht von hinten;

Figur 5d eine Klammer gemäss Figur 5b in der Ansicht von oben; und

Figur 6 eine Klammer gemäss einer weiteren Ausführungsform in der Ansicht von oben.

Figur 7 zeigt den Fussbereich eines Absperrpfostens gemäss einer bevorzugten Ausführungsform; und

Figur 8 zeigt den oberen Bereich eines Absperrpfostens mit Mitteln zum Einhängen einer Absperrkette.

Figur 9 zeigt einen Absperrpfosten mit seitlichen Absperrbügeln; und

Figur 10 einen Querschnitt durch einen oberen Bereich eines Absperrpfostens gemäss einer weiteren Ausführungsform mit einer beidseitigen Kettenhalterung.



[0009] 1 bezeichnet ein Standrohr, welches unten durch eine angeschweisste Auflagescheibe 2 und oben durch einen Deckel 3 abgeschlossen ist. Die Auflage.scheibe 2 liegt auf dem Tragelement in Form einer Tragbüchse 4, welche einen nach unten gerichteten Rand 4' besitzt. Im Zentrum der Tragbüchse 4 ist ein abwärts gerichteter Führungsbolzen 6 angebracht, welcher mit wenig Spiel eine zylindrische Aufnahmeöffnung 7 in einem oberen horizontalen Auflageflächenteil 5 einer Stützbuchse 8 durchsetzt. Ein peripherer Mantelring 9 der Stützbuchse 8, ist mit dem im Boden versenkten Sockelglied 10 fest zusammengefügt ist.
Die Tragbuchse 4 ist mittels Schrauben 12 mit der Auflagescheibe 2 zusammen montiert. Die Schrauben 12 bestehen aus einem Material von niederer Festigkeit, wie Aluminium oder Messing, und besitzen auf der Höhe der Berührungsseiten der Teile 2,4 je mindestens eine Sollbruchstelle. Der randseitige Ringteil 9 ist mit dem zentralen Anteil der Stützbuchse 8 durch vier in Radialrichtung einwärts verlaufende Verriegelungsbolzen 15 verbunden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stützbuchse einstückig aus massivem Metall, vorzugsweise aus Chromstahl, gegossen. Dadurch entfallen alle Schweissverbindungen.
Der nach unten ragende Rand 4' der Tragbuchse 4 weist vier unten offene, winklige Schlitze mit je einem schräg nach oben verlaufenden Querteil auf. In diesen liegt in Verschlussteilung je einer der Verriegelungsbolzen 15. Die Schlitze und Verriegelungsbolzen bilden miteinander den Bajonettverschluss, welcher sich durch Drehen der Tragbüchse 4 mit dem Rohr 1 öffnen oder schliessen lässt.
Im geschlossenen Zustand greift in ein Schliessloch 16 in der Stützbuchse 8 von oben her ein Riegelzapfen 17 ein und verhindert eine Drehbewegung. Der Riegelzapfen 17 ist in einer passenden Ausnehmung in der Tragbuchse 4 gelagert und wird mittels einer nicht dargestellten Schraubenfeder in einer unteren Verriegelungsposition gehalten. Der Riegelzapfen 17 ist durch eine Drahtstange 22 mit einem Fallenarm 23 eines Sicherheitsschlosses 24 verbunden. Letzteres ist konventioneller Art und lässt sich nur durch einen genau passenden, nicht besonders dargestellten Schlüssel betätigen.
Das Sicherheitsschloss 24 befindet sich im oberen Bereich des Rohres 1 in bequemer Bedienungshöhe für eine erwachsene Person. Beim Öffnen des Sicherheitsschlosses 24 zieht der sich verschwenkende Fallenarm 23 die Drahtstange 22 nach oben, wobei letztere den Riegelzapfen 17 mitnimmt und aus dem Eingriff im Schliessloches 16 zieht. Die Tragbuchse 4 mit dem Rohr 1 kann alsdann verdreht und von der Stützbuchse 8 weggenommen werden, sobald sich die Verriegelungsbolzen 15 ausserhalb der Schlitze befinden. Zum Wiedereinsetzen des Rohres 1 ist dieses einfach mit der Tragbuchse 4 auf die Stützbüchse 8 zu stellen und zu verdrehen bis die Anschlagbolzen 15 in die Schlitze eingreifen, alsdann in die zugehörigen Querschlitze gelangen und dabei die Verschlusshalterung bewirken. Der nach unten gerichtete Rand 4' der Tragbuchse 4 durchsetzt dabei eine Ringöffnung 27 in der Stützbuchse 8 und ist in dieser sicher geführt.

[0010] Ist das Rohr 1 mit der Tragbuchse 4 weggenommen, so bildet die Stützbuchse 8 mit Ausnahme der Ringöffnung 27 und der Bohrung 7 eine geschlossene Oberfläche, womit grösseren Fremdkörpern der Zugang in den Innenraum des Sockelgliedes 10 verwehrt ist. Vorzugsweise ist die Stützbuchse.derart im Boden verankert, dass sie bei weggenommenem Standrohr 1 nicht oder nur unwesentlich über Grund vorsteht. In der bevorzugten Ausführungsform gemäss der Figur 1 umfasst die Tragbuchse 4 eine horizontale Tragplatte 4 " welche so dimensioniert ist, dass sie die Stützbuchse vollständig abdeckt und diese randseitig überragt. Wie in der Figur 7 dargestellt nimmt die Tragplatte 4 " vorzugsweise die Form des Standrohrs 1 auf. Sie verleiht dem Absperrpfosten ein formschönes und robustes Aussehen und stabilisiert durch die vergrösserte Auflagefläche auch den Stand des Rohres 1.
Werden Rohre mit ovalem oder vier- oder mehreckigen Querschnitten eingesetzt, so kann die Tragplatte unabhängig von der runden Form der Bajonettverschlussteile 4' in jeder dieser Formen ausgebildet sein.

[0011] Das Sicherheitsschloss 24 lagert in einem Gehäuse 30, welches in einer die Wand des Rohres 1 durchsetzenden Öffung lösbar verdrehsicher befestigt ist. Das Gehäuse 30 umfasst einen Hohlzylinder 32, der an einem vorderen Ende mit einem umlaufenden Anschlagkragen 31 versehen ist. Im eingebauten Zustand liegt der Kragen 31 mit einer hinteren Anschlagfläche ganz oder teilweise an der Aussenseite des Rohres 1 an. Aus den Figuren 3 und 4 ist ersichtlich, dass bei Rohren mit kreisrundem Querschnitt die Wölbung des Kragens 31 idealerweise dem Radius des Rohres 1 angepasst ist. Es ist jedoch durchaus möglich ein Gehäuse 30 in Rohre mit verschieden grossen Radien einzubauen. Wie in der Figur 3 gezeigt, liegt der Anschlagkragen dann zwar nicht vollumfänglich nahtlos an der Aussenwand des Rohres 1 an, jedoch ist der entstandene seitliche Spalt tolerierbar und bei Bedarf kann ein passender O-Ring untergelegt werden um eine zusätzliche Abdichtung und Halterung zu bewirken.
Die erfindungsgemässen Gehäuse lassen sich natürlich auch in Absperrpfosten mit ovalen oder drei-, vier- oder mehreckigem Querschnitt einsetzen. Die Vorderpartie des Gehäuses mit dem Anschlagkragen ist jeweils vorzugsweise so gestaltet, dass der Kragen satt an der Aussenwand des Rohres anliegt.
Ist das Gehäuse 30 in das Rohr 1 gesteckt, so wird es gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mittels einer einteiligen Klammer 40 festgeklemmt. Die Klammer 40 ist in einer bevorzugten Ausführungsform in der Abbildung 5 dargestellt. 5a zeigt die aus einem dünnen Blech gestanzte Kammer 40 vor dem Biegen. In Figur 5c ist sie in fertig gebogenem Zustand in einer Sicht von hinten dargestellt. Eine obere horizontale Basis 41 trägt zwei seitliche Vertikalschenkel 41 und 42. Da die Biegekanten nicht parallel zueinander verlaufen, sind die beiden horizontalen Schenkel, wie zum Beispiel in den Figuren 3, 4 und 5 gezeigt, im Querschnitt nicht parallel sondern zueinander geneigt angeordnet. Der Abstand zwischen den Schenkeln 42, 43 und ihr Neigungswinkel zueinander ist auf die Länge und den Durchmesser des Hohlzylinders 31 abgestimmt. Nachdem das Gehäuse 30 in horizontaler Richtung in das Rohr 1 eingesteckt worden ist, wird von oben her die Klammer 40 über das Gehäuse gesteckt. Dieses weist beiderseits Klemmnuten 36, 37 auf, welche ebenfalls zueinander geneigt sind und die Klammerschenkel aufnehmen. Krallen 34, 35 an den hinteren Enden der Nuten 37, 36 bilden hintere Widerlager für die hinteren Vertikalkanten der Klammerschenkel. Die Innenwand des Rohres 1 bildet das korrespondierende Widerlager für die vorderen Schenkelkanten. Im unteren Bereich verjüngen sich die Schenkel 42, 43 so dass sie sich leichter in die Klemmnuten 36, 37 eines noch nicht vollständig eingeschobenen Gehäuses 30 einführen lassen. Wird die Klammer nach unten gedrückt, so wird durch die zunehmende Verbreiterung der Schenkelplatten 42, 43 das Gehäuse 30 bis zum Anschlagkragen 31 in das Rohr 1 gezogen und dort gehalten.

[0012] Aus den Figuren 3 und 4 ist ersichtlich, dass der Kreisrunde Pfostenquerschnitt und die daran angepasste Form des Anschlagkragens 31 eine Verdrehsicherung bewirken. Da das Gehäuse 30 bei aufgesteckter Klammer 40 in Radialrichtung nicht aus dem Rohr 1 bewegt werden kann ist ein Verdrehen bei aufgesteckter Klammer verunmöglicht.

[0013] In einer Weiteren nicht dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemässe Vorrichtung erstrecken sich auf der Aussenwand des Zylinders 32 eine Anzahl von Klemmrippen. Die schmalen Klemmrippen sind ausgehend vom Kragen 31 über einige Millimeter parallel zur Längsachse des Zylinders 32 angeordnet. Die Klemmrippen sind vorzugsweise annähernd gleichmässig um den Umfang der Zylinderaussenwand verteilt und schneiden beim Einschieben leicht in das Standrohrmaterial ein. So verhindern sie zusätzlich ein Verdrehen des im Standrohr 1 eingebauten Gehäuses 30. Wie bereits oben beschrieben besitzen kreisrunde Standrohre 1 und die Gehäuse 30 mit dem angepassten annähernd sattelförmigen Anschlagkragen 31 eine inhärente, durch die Formgebung bedingte, Verdrehsicherung. Die Klemmrippen unterstützen die Verdrehsicherung bei diesen Absperrpfosten. Bei Absperrpfosten mit zum Beispiel viereckigem Querschnitt entfällt diese formgebungsbedingte Verdrehsicherung und die Klemmrippen bewirken primär die Verdrehsicherung.

[0014] Zur Fixierung des Schlosses 24 ist auf dem oberen Scheitel des Gehäuses 30 eine Fixieröffnung 38 vorgesehen, in die eine Fixierschraube eigedreht werden kann, welche das Schloss verdrehsicher festklemmt.

[0015] Vorzugsweise ist lotrecht unterhalb der oberen Fixieröffnung 38 eine untere Fixieröffnung 38' in der Zylinderwand 32 angeordnet, wie dies in der Figur 8 skizziert ist. Mittels eines erfindungsgemässes Gehäuses lässt sich nicht nur ein Schloss in einen Absperrpfosten einbauen, sondern es können noch weitere Elemente, wie zum Beispiel eine Absperrkette (Figur 8) oder Absperrbügel 60 (Figur 9) am Pfosten 1 befestigte werden.

[0016] Um die einfache Montage der Gehäuse im Pfosten sicherzustellen sollten die Aufnahmeöffnungen in den jeweiligen Endbereichen des Pfostens angeordnet sein, so dass die Klammern einfach montiert werden können. Sofern die Befestigungsmittel (Schrauben oder Bolzen) 45 oder die Fixierschrauben 39 annähernd vollständig im Gehäuse 30 versenkt sind, kann die Montage der Ketten oder Absperrelemente bereits vor dem Einbau des Gehäuses 30 im Pfosten 1 erfolgen. Ein solches Gehäuse mit bereits eingebauter Kette oder Absperrelementen weist keine störenden Überstände auf und lässt sich in bekannter Weise in die Aufnahmeöffnung einschieben und mittels der Klammer 40 fixieren.
In der Figur 10 ist eine weitere Ausführungsform des Erfindugsgegenstandes gezeigt. Das Gehäuse 300 weist an der Aussenfläche eine Mehrzahl von umlaufenden Rippen 301 auf. Endständig ist das Gehäuse mit einem Deckel 302 verschlossen, der das Gehäuse 300 zumindest teilweise seitlich überragt. Eine oder mehrere Klammern 303, 304 mit innenliegenden Längsrippen werden über das Gehäuse gesteckt und verriegeln das Gehäuse gegenüber der Rohrinnenwand. Wahlweise können Anzahl und Breite der Klammern so gewählt werden, dass der hintere Deckel 302 als Widerlager dient.

[0017] In der Figur 9 ist angedeutet, dass der Deckel 3 neben seiner Funktion als oberer dichter Abschluss des Standrohrs 1 auch noch als Informationsträger dienen kann. Es können visuell wahrnehmbare Richtungsangaben, Nummerierungen, Namensschilder und ähnliches oder taktil wahrnehmbare Informationen (für Blinde) auf der Deckeloberseite angebracht sein. Um die Sichtbarkeit der Deckeloberseite zu erhöhen kann diese auch geneigt sein, wodurch der Deckel die Form eines schräg geschnittenen Zylinders erhält. Die Materialien aus denen der Dekel gefertigt sind können von Metall, über Kunststoff und Holz bis zu Glas reichen.

[0018] Der beschriebene Erfindungsgegenstand ist besonders für Parkplätze, Hofeinfahrten, Privatstrassen, Garagenvorplätze und sonstige Fahrbahnen oder Gehwege etc. geeignet. Nur ein Berechtigter mit passendem Schlüssel kann das Schloss 24 betätigen und den Absperrpfosten wegnehmen. Bei einem festen Boden ist das Sockelglied 10 nicht unbedingt nötig, die Stützbuchse 8 mit Mantelring 9 kann einfach ebenerdig einbetoniert werden.
Der beschriebene Erfindungsgegenstand erlaubt mit einem Minimum an Arbeitsaufwand maximale Flexibilität der Funktionalitäten. Da die Arbeitskosten stark gesenkt sind können Materialien höchster Qualität und Lebensdauer gewählt werden ohne das Produkt prohibitiv zu verteuern.

Liste der Bezugszeichen



[0019] 
1
Standrohr
2
Auflagescheibe
3
Pfostendeckel
4
Tragbuchse
4'
Rand
4 "
Tragplatte
5
Auflageflächenteil
6
Führungsbolzen
7
Aufnahmeöffnung
8
Stützbuchse
9
Mantelring
10
Sockelglied
12
Sollbruchschrauben
15
Verriegelungsbolzen
16
Schliessloch
17
Riegelzapfen
22
Drahtstange
23
Fallenarm
24
Sicherheitsschloss
27
Ringöffnung
30
Gehäuse
31
Anschlagkragen
32
Hohlzylinder
33
Aufnahmeraum
34
Kralle
35
Kralle
36
Klemmnut
37
Klemmnut
38
obere Fixieröffnung
38'
untere Fixieröffnung
39
Fixierschraube
40
Klammer
41
Vertikalbasis
42
Schenkel
43
Schenkel
45
Befestigungsmittel
50
Kette
60
Absperrbügel
300
Gehäuse
301
Rippen
302
Deckel
303
Klammer
304
Klammer



Ansprüche

1. Absperrpfosten, mit einem Standrohr (1) und einer Bodenverankerung (8, 9), wobei das Standrohr (1) auf der Bodenverankerung (8, 9) mittels eines Bajonettsverschlusses lösbar angeordnet und durch eine Verschliessvorrichtung gesichert ist, wobei ein Gehäuse (30, 300) zur Aufnahme eines Absperrmittels (24, 50, 60) in einem oberen Bereich des Standrohres (1) in horizontaler Stellung verdrehsicher angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (30) einen hohlzylindrischen Körper (32) mit einem zentralen Aufnahmeraum (33) umfasst und in eine, dem Gehäusedurchmesser angepasste, Öffnung im Standrohr (1) steckbar ist so dass es mit einem vorderen Anschlagkragen (31) an einer Aussenseite von Rohr (1) anliegt und mittels mindestens einer Steckklammer (40, 303, 304) im Rohrinneren lösbar befestigbar ist.
 
2. Absperrpfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (30) beiderseits Klemmnuten (36, 37) zur Aufnahme seitlicher Klammerschenkel (42, 43) aufweist, wobei Klemmnuten und Klammerschenkel jeweils nach hinten konvergieren und Krallen (34, 35) an den hinteren Enden der Nuten (37, 36) hintere Widerlager für hintere Vertikalkanten der Klammerschenkel bilden und eine Innenwand des Rohres (1) ein korrespondierendes Widerlager für vordere Schenkelkanten bildet.
 
3. Absperrpfosten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (300) auf der Zylinderaussenfläche eine Mehrzahl von umlaufenden Radialrippen (301) aufweist und mittels einer oder mehrerer über das Gehäuse steckbarer Klammern (303, 304) mit innenliegenden Längsrippen gegenüber einer Rohrinnenwand lösbar verriegelbar ist.
 
4. Absperrpfosten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (300) endständig mit einem Deckel (302), der das Gehäuse (300) zumindest teilweise seitlich überragt, verschlossen ist, wobei der hintere Deckel (302) als zusätzliches Widerlager für die mindestens eine Klammer (303, 304) dient.
 
5. Absperrpfosten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) einen kreisrunden oder ovalen Querschnitt aufweist und eine annähernd sattelförmige Wölbung des Kragens (31) dem Radius des Rohres (1) angepasst ist, wodurch im eingebauten Zustand eine Verdrehsicherung bewirkt ist.
 
6. Absperrpfosten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1) einen drei-, vier- oder mehreckigen Querschnitt aufweist und Vorderpartie des Gehäuses (39) mit dem Anschlagkragen (31) jeweils vorzugsweise so gestaltet ist, dass der Kragen satt an der Aussenwand des Rohres (1) anliegt.
 
7. Absperrpfosten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Aussenwand des Zylinders (32) eine Anzahl von schmalen Klemmrippen ausgehend vom Kragen (31) über einige Millimeter parallel zur Längsachse des Zylinders (32) angeordnet sind, so dass sie sich beim Einschieben des Gehäuses in die Öffnung im Standrohr (1) leicht in das Standrohrmaterial einschneiden und eine Verdrehsicherung bewirken.
 
8. Absperrpfosten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich eines oberen Scheitels des Gehäuses (30) mindestens eine Fixieröffnung (38) zur Aufnahme von Fixiermitteln (39, 45) angeordnet ist und vorzugsweise lotrecht unterhalb der oberen Fixieröffnung (38) eine untere Fixieröffnung (38') in der Zylinderwand (32) angeordnet ist.
 
9. Absperrpfosten nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mittels mindestens einem Gehäuse (30, 300) ein Schloss (24), eine Absperrkette (50) oder ein Absperrbügel (60) am Pfosten (1) verdrehsicher lösbar befestigbar ist.
 
10. Absperrpfosten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Deckel (3) als oberer dichter Abschluss des Standrohrs (1) lösbar an diesem befestigbar ist und an einer Oberseite zusätzlich visuell oder taktil wahrnehmbaren Informationen trägt.
 




Zeichnung




























Recherchenbericht