[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kochfläche aus Glaskeramik oder aus einem anderen
vergleichbaren Material, mit einem beheizbare Kochstellen aufweisenden Kochfeld, einem
zur bedienseitig hin abgeschrägten, gegebenenfalls Bedien- und Anzeigeorgane und/oder
Bezeichnungen aufweisenden Randfeld und zumindest einen Teil des Kochflächen-Umfanges
umziehenden Begrenzungsleisten aus Metall oder Kunststoff. Als anderes, vergleichbares
Material ist anzusehen ein Material, das mit Glaskeramik vergleichbar ist insbesondere
hinsichtlich Härte, Schmelzpunkt und elektrischen Eigenschaften.
[0002] Bei einem bekannten Kochfeld (DE 19854229A1) ist eine Kochflächenplatte zum Beispiel
aus Glaskeramikmaterial umfasst von einem aus Edelstahl bestehenden Zierrahmen, der
die Kochflächenplatte geringfügig überragt und umfangsseitig sich mit einer nach unten
leicht gewölbten Zierrahmendeckplatte fortsetzt, mit welcher Zierrahmendeckplatte
sich das Kochfeld unter Zwischenlange einer Dichtungsraupe auf einer Küchen-Arbeitsplatte
abstützen kann, welche Arbeitsplatte für einen Kochfeld-Unterbau mit einem entsprechenden
Ausschnitt versehen ist. Der vorgenannte Unterbau enthält zum Beispiel mehrere Strahlungsheizkörper
und die hierfür erforderlichen elektrischen Einrichtungen.
[0003] Bei einer anderen Glaskeramikkochfläche (EP 0887594A1) ist die vier Kochstellen oder
Kochzonen aufweisende Kochfläche an zwei gegenüberliegenden Seiten versehen mit schmalen
Randleisten. Die Kochflächenplatte weist zur Bedienseite hin eine abgeschrägte, aus
dem Glaskeramikmaterial herausgearbeitete Fläche auf, im Bereich welcher Fläche Anzeige-
und Bedienelemente angeordnet sind. Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann
diese abgeschrägte Fläche auch aus einem gegenüber Glaskeramikmaterial unterschiedlichen
Material bestehen; sie kann zum Beispiel metallisch ausgeführt sein. Die vorgenannte
schräge Fläche geht ohne Unterbrechung über in die waagerechte Glaskeramik-Kochfläche.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die zuletzt erwähnte bekannte
Kochfläche derart weiterzubilden, dass deren zumindest teilweise Umfassung sich als
einheitliches, jedoch von der die Kochstellen aufweisenden waagerechten Fläche deutlich
abgegrenztes, fertigungstechnisch und bezüglich der Handhabung zum Beispiel Reinigung
vorteilhaftes Gebilde darstellt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer im Oberbegriff dieses Anspruches 1 genannten
Kochfläche dadurch gelöst, dass die Begrenzungsleisten im Bedienbereich einen zur
Bedienseite hin abgeschrägten, das Randfeld bildenden Flächenabschnitt aufweisen,
dessen Draufsichtfläche deutlich größer ist als diejenige der Begrenzungsleisten,
der die Kochflächenebene übergreift und in Form einer Barriere überragt und sich mit
dem Rand des Flächenabschnitts auf der Kochfläche abstützt. Vorzugsweise ist hierbei
der Flächenabschnitt einstückiger Bestandteil der Begrenzungsleisten.
[0006] In vorteilhafter Weise stellen hierbei die vorzugsweise an zwei gegenüberliegenden
Rändern der Kochflächenplatte angeordneten, schmalen Begrenzungsleisten mit dem größeren,
frontseitigen Flächenabschnitt eine formale und technische Einheit dar, die sowohl
fertigungstechnisch vorteilhaft ist und insbesondere reinigungsfreundlich ist. Dieses
einheitlich Gebilde wird insbesondere zur Bedienseite hin deutlich dadurch abgegrenzt,
dass der Rand dieses Flächenabschnitts die Kochfläche in Form einer Barriere überragt
und eine Verschmutzung zum Beispiel durch überlaufende Kochflüssigkeit verhindert.
[0007] Selbstverständlich besteht im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch die Möglichkeit,
die Begrenzungsleisten sowie den relativ großflächigen Flächenabschnitt mit einem
zusätzlichen Überfallrand für die Abstützung auf einer Arbeitsplatte zu versehen.
[0008] Gemäß alternativen Ausführungsformen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der
abgeschrägte Flächenabschnitt eine, die Kochfläche bildende Kochflächenplatte zur
Bedienseite hin überragt oder aber dass der abgeschrägte Flächenabschnitt im wesentlichen
parallel zu einer schrägen Kante einer, die Kochfläche bildenden Kochflächenplatte
angeordnet ist.
[0009] Die Erfindung ist nachstehend an Hand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
erläutert.
[0010] Es zeigen:
Figur 1 die Draufsicht auf die erfindungsgemäße Kochfläche gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Figur 2 und 3 vergrößerte und durchtrennt dargestellte Schnittansichten gemäß den
Schnittlinien II und III in Figur 1,
Figur 4 eine Ansicht des Randbereiches der Kochfläche gemäß dem Pfeil IV,
Figur 5 die Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Kochfläche gemäß einer zweiten Ausführungsform,
Figur 6 und 7 zwei vergrößert und durchtrennt dargestellte Schnittansichten der Kochfläche
gemäß den Schnittlinien Vl und Vll in Figur 5.
[0011] Bei beiden Ausführungsbeispielen gemäß Figur 1 bis 4 und 5 bis 7 ist jeweils eine
plattenartige Kochfläche aus Glaskeramikmaterial dargestellt, deren Kochstellen und
Bedien- und Anzeigeelemente durch Strichmarkierung angedeutet sind, bei der jedoch
ein üblicherweise vorgesehener Unterbau, der die zugehörigen Strahlungsheizkörper
und Schalt- und Anzeigeorgane wie LED - Anzeigeorgane und mechanische Schalter und
Berührungsschalter enthält, nicht dargestellt ist.
[0012] Bei beiden Ausführungsbeispielen besitzen die Kochflächenplatten 1 bzw. 1' jeweils
vier kreisrunde Kochstellen 2, 3 unterschiedlichen Durchmessers, sowie an zwei einander
gegenüberliegenden Plattenrändern schmale metallische Begrenzungsleisten 4 bzw. 4'
, welche die waagerechte Kochflächenebene leicht überragen, wie die Schnittansichten
zeigen.
[0013] Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 4 ist zwischen den Begrenzungsleisten
4 an der Bedienseite der Kochfläche ein größerer Flächenabschnitt 5 vorgesehen, welcher
zum Beispiel aus Edelstahl besteht und insbesondere einstückig mit den seitlichen,
ebenfalls aus Edelstahl bestehenden Begrenzungsleisten 4 ausgebildet ist, wobei sich
eine U-Form ergibt. Der vorgenannte, zur Bedienseite hin leicht abgeschrägte Flächenabschnitt
5 überragt an der Bedienseite die Kochflächenplatte 1 deutlich und endet mit einem
abgewinkelten Rand 6 in der Ebene der Plattenunterseite, wie dies Figur 2 und 3 deutlich
zeigen. Der metallische, ein bedienseitiges Randfeld der Kochfläche bildende Flächenabschnitt
5 erstreckt sich andererseits über die bedienseitige Kante der Kochflächenplatte 1
hinaus, übergreift die Kochflächenebene und überragt sie in Form einer Barriere 7,
die gebildet wird wiederum durch einen abgewinkelten Rand des Flächenabschnitts 5,
mit welchem sich der Flächenabschnitt 5 auf der Kochfläche abstützt und an dieser
Stelle in an sich bekannter Weise abgedichtet sein kann. Wie insbesondere die Schnittansicht
gemäß Figur 3 zeigt, entspricht an der Bedienseite die Kontur der Begrenzungsleisten
4 derjenigen des schrägen und großflächigen Flächenabschnitts 5, welcher Flächenabschnitt
5 in Figur 3 durch einen strichpunktierten Linienzug angedeutet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind Bedien- und Anzeigeorgane 8 im Bereich des Kochfeldes platziert bzw. durch aufgedruckte
Markierungen verdeutlicht. Die Figuren zeigen deutlich, dass die Draufsichtfläche
des abgeschrägten Flächenabschnitts 5 deutlich größer ist als diejenige der Begrenzungsleisten
4, so dass diese relative große Fläche für die Anordnung von Bezeichnungen, Marken
oder auch für die Anordnung von Bedien- und Anzeigeorganen ausgenützt werden kann.
[0014] Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 5 bis 7 ist die Kochfläche bzw. Kochflächenplatte
1' an der Bedienseite unterschiedlich gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur
1 bis 4 ausgestaltet. Hier ist ebenfalls ein abgeschrägter und relativ großflächiger
Flächenabschnitt 9 vorhanden, der jedoch nicht mehr wie bei Figur 1 bis 4 weit die
Kochflächenplatte 1 bedienseitig überragt sondern im wesentlichen parallel zu einer
schrägen Kante 10 der Kochflächenplatte 1' verläuft und mit dem abgewinkelten Rand
11 im wesentlichen mit der Kochflächenplatte 1' endet. Auch hier überragt der schräge
Flächenabschnitt 9 die waagerechte Ebene der Kochflächenplatte 1' in Form einer Barriere
12 zum Beispiel für überkochende Flüssigkeit oder dergleichen. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel
folgen die Randbereiche der Begrenzungsleisten 4' der Kontur des Flächenabschnitts
9, wie Figur 7 deutlich zeigt. Ebenso kann vorgesehen sein, dass der Flächenabschnitt
9 einstückiger Bestandteil der Begrenzungsleisten 4' ist, womit sich wiederum eine
U-Form eines einfach herzustellenden und leicht zu montierenden Bauteils ergibt. Bei
diesem Ausführungsbeispiel dient der Flächenabschnitt 9 als Bezeichnungsträger für
angedeutete Bezeichnungen 13 zum Beispiel in Form einer Marke.
1. Kochfläche aus Glaskeramik oder aus einem anderen vergleichbaren Material, mit einem
beheizbare Kochstellen (2, 3) aufweisenden Kochfeld, einem zur Bedienseite hin abgeschrägten,
gegebenenfalls Bedien- und Anzeigeorgane (8) und/oder Bezeichnungen (13) aufweisenden
Randfeld und zumindest einen Teil des Kochflächen-Umfanges umziehenden Begrenzungsleisten
(4, 4') aus Metall oder Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsleisten (4, 4') im Bedienbereich einen zur Bedienseite hin abgeschrägten,
das Randfeld bildenden Flächenabschnitt (5, 9) aufweisen, dessen Draufsichtfläche
deutlich größer ist als diejenige der Begrenzungsleisten (4, 4'), der die Kochflächenebene
übergreift und in Form einer Barriere (7, 12) überragt und sich mit dem Rand des Flächenabschnitts
(5, 9) auf der Kochfläche abstützt.
2. Kochfläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flächenabschnitt (5, 9) einstückiger Bestandteil der Begrenzungsleisten (4, 4')
ist.
3. Kochfläche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer rechteckigen Kochfläche der die Bedienseite überziehende Flächenabschnitt
(5, 9) mit an beiden Seiten anschließenden, schmalen Begrenzungsleisten (4, 4') ein
U-Form ergibt.
4. Kochfläche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der abgeschrägte Flächenabschnitt (5) eine die Kochfläche bildende Kochflächenplatte
(1) zur Bedienseite hin überragt. (Figur 1 bis 4)
5. Kochfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der abgeschrägte Flächenabschnitt (9) im wesentlichen parallel zu einer schrägen
Kante (10) einer, die Kochfläche bildenden Kochflächenplatte (1') angeordnet ist.