| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 398 239 A1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
|
17.03.2004 Patentblatt 2004/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.07.2003 |
|
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
AL LT LV MK |
| (30) |
Priorität: |
20.07.2002 EP 02016156
|
| (71) |
Anmelder: Voggenauer, Michael |
|
London SW 1 W9 EP (GB) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Voggenauer, Michael
London SW 1 W9 EP (GB)
|
| (74) |
Vertreter: Schreiber, Christoph, Dr. et al |
|
Patentanwälte von Kreisler Selting Werner,
Postfach 10 22 41 50462 Köln 50462 Köln (DE) |
|
| |
|
| (54) |
Markierung des Sicherheitsabstandes an Bahnsteigkanten |
(57) Markierung des Sicherheitsabstandes an Bahnsteigkanten, durch in entsprechenden parallelen
Abstand zu den Bahnsteigkanten in einer oder mehreren Höhlungen angeordneten, mit
lichttransparenten begehbaren Bodenbelegungen abgedeckten elektrischen Leuchtkörpern
besteht darin, dass die elektrischen Leuchtkörper in den Pausen zwischen Abfahrt eines
Zuges und Einfahrt des nächsten Zuges Zuginformationen und/oder Werbung abstrahlen.
[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Markierung des Sicherheitsabstandes
an Bahnsteigkanten.
[0002] An Bahnsteigen von Bahnhöfen sowie S-Bahn und U-Bahn Stationen ist im allgemeinen
der notwendige Sicherheitsabstand durch einen Strich markiert. Vielfach wird zusätzlich
bei der Einfahrt eines Zuges über Lautsprecher darauf hingewiesen, von der Bahnsteigkante
zurückzutreten, und zwar mindestens bis hinter die Markierungslinie.
[0003] Die Markierungslinien nutzen sich relativ schnell ab, verschmutzen und sind insbesondere
bei ungünstiger Beleuchtung schlecht zu erkennen.
[0004] In der DE-A-197 33 295 ist eine Warnvorrichtung auf Bahnsteigen und dergleichen Verkehrswegen
gegebenenfalls in Verbindung mit akustischen oder sonstigen Signalen beschrieben,
bei welcher die Gefahrenzone vor den Bahnsteigkanten durch eine Reihe von entsprechenden
parallelen Abstand zur Bahnsteigkante vorgesehenen, in einer Höhlung oder Höhlung
angeordneten um mit lichttransparenten Bodenbelegen abgedeckten elektrischen Leuchtkörpern
und/oder die Gefahrenzone durch einen in Warnfarben gehaltenen Bodenbeleg markiert
ist. Dieser Vorschlag ist in der Praxis nicht zur Anwendung gekommen, weil er gegenüber
der bisher üblichen einfachen Markierungslinie zu kostspielig und auch im Unterhalt
zu aufwendig ist.
[0005] Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt einerseits die Markierung des Sicherheitsabstandes
dauerhafter und deutlicher zu gestalten, so dass die Markierung zuverlässig und wirksam
beachtet wird, andererseits die damit verbundenen erhöhten Kosten tragbar werden.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die elektrischen Leuchtkörpern in den Pausen
zwischen Abfahrt eines Zuges und Einfahrt des nächsten Zuges Zuginformationen und/oder
Werbung abstrahlen. Vorzugsweise erfolgt dies als Laufschrift, wobei die Zuginformationen
oder Werbung nur von der den Gleisen abgewandten Seite aus gut lesbar sind.
[0007] Diese Zuginformationen und/oder Werbung können besonders einfach und effizient dadurch
erfolgen, dass die Laufschrift durch ein Computer gesteuert wird.
[0008] Da die Laufschrift vorzugsweise von der den Gleisen abgewandten Seite aus gut lesbar
ist, wird von den Fahrgästen von vorneherein ein ausreichender Abstand von der Bahnsteigkante
gehalten. Bei der Einfahrt eines Zuges wird dann ein deutlich erkennbares Warnsignal
abstrahlt.
[0009] Sobald an dem Bahnsteig ein Zug einfährt, soll die Laufschrift ein deutlich erkennbares
Warnsignal abstrahlen, beispielsweise in kurzen Abständen rot blinken. Sowohl die
Werbung als auch Zuginformationen und Warnsignale werden vorzugsweise durch einen
Computer gesteuert. Gegebenenfalls könnte auch das Warnsignal ausgelöst werden durch
den in das Gleis anfahrenden Zug, zumal Gleise und neben den Gleisen verlegte Kabel
weitgehend zur Standardausrüstung von modernen Gleisen dienen.
[0010] Die Kosten für die neue Markierung können sicherlich durch Werbeeinnahmen wieder
reingebracht werden.
[0011] Als Laufschrift können handelsübliche Produkte verwendet werden, nämlich LED-Laufschriften,
die in verschiedenen Größen, verschiedenen Farben und verschiedenen Arten der Steuerung
geliefert werden können. Ein Lieferant ist beispielsweise die Stiers GmbH, Schwarzwaldstr.
30 in D-81677 München.
[0012] Außer Werbung sind die Laufschriften auch geeignet, Zuginformationen abzustrahlen,
wie Haltepunkte von Speisewagen und Waggonklasse, Fahrplanänderung sowie allgemeine
Informationen, wie Nachrichten, Börsenkurse, Uhrzeit und Wetterdaten. Diese Informationen
sind ein zusätzlicher Service der Bahnen an ihre Kunden und werden sicherlich von
der Kundschaft positiv aufgenommen.
1. Markierung des Sicherheitsabstandes an Bahnsteigkanten, durch in entsprechenden parallelen
Abstand zu den Bahnsteigkanten in einer oder mehreren Höhlungen angeordneten, mit
lichttransparenten begehbaren Bodenbelegungen abgedeckten elektrischen Leuchtkörpern,
die bei Annäherung eines Zuges gewünschtenfalls zusammen mit akustischen Signalen
optische Warnhinweise liefern, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Leuchtkörper in den Pausen zwischen Abfahrt eines Zuges und Einfahrt
des nächsten Zuges Zuginformationen und/oder Werbung abstrahlen.
2. Markierung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuginformationen und/oder Werbung als Laufschrift abgestrahlt werden.
3. Markierung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuginformationen und/oder Werbung nur von der den Gleisen abgewandten Seite aus
gut lesbar sind.
4. Markierung gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschrift durch einen Computer gesteuert wird.