[0001] Die Erfindung betrifft eine Halterung zum mindestens abschnittsweisen Fixieren von
strukturierten Folien auf einem Folienträger.
[0002] Folienträger kann an sich ein beliebiges Untergrundmaterial sein. Insbesondere ist
jedoch das Fixieren von Folien auf schrägen oder senkrecht angeordneten Folienträgern
wie Mauerwerk, auf Dachstühlen oder an Gerüsten, z. B. Trockenbaugerüsten angesprochen.
[0003] Folien, die lose auf einem Folienträger aufliegen, aber gegen Abgleiten gesichert,
also an der Oberkante oder -seite fixiert werden sollen, werden üblicherweise geklebt,
genagelt oder geheftet. Handelt es sich um großformatige Folien, beispielsweise Bautenschutzfolien,
bei denen Folien auf größeren schrägen oder senkrechten Flächen zu befestigen sind,
dann sind in der Regel mehrere Personen erforderlich, um die Folien, die mehrere Quadratmeter
überspannen, zu verarbeiten. Mindestens eine Person ist erforderlich, um die Folie
auf den abzudeckenden Mauerwerksabschnitt zu legen und mindestens eine weitere Person
ist erforderlich, um die Folie auf dem Mauerwerk zu fixieren. Diese aufwendige Handhabung
verursacht verhältnismäßig hohe Verarbeitungskosten.
[0004] Befestigungen für glatte Folien sind z.B. aus GB 2 286 211 bekannt. Beschrieben ist
eine Klemme, die mit Haken oder dgl. versehen ist. Allerdings wird als hauptsächliches
Mittel zum Fixieren der Folie das Annageln der Folie durch die Klemme hindurch als
notwendig angesehen. Die DE 295 11 635 U1 schlägt eine vergleichbare Lösung vor.
[0005] Mit dem Befestigen strukturierter Folien befasst sich die DE 30 18 676. Vorgeschlagen
wird die Verwendung eines einfachen Metallstreifens, der als Klemme ausgebildet ist.
Da Streifen und Folie keine kraft- oder formschlüssige Verbindung haben, verfügt diese
Halterung nicht über ausreichende Haltekraft.
[0006] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Mittel bereitzustellen, mit denen das Fixieren
von strukturierten Folien auf einem Folienträger preiswerter durchgeführt werden kann.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst mit einer Halterung zum mindestens abschnittsweisen Fixieren
von strukturierten Folien an einem Folienträger mit einem Befestigungsabschnitt, der
zum Befestigen der Halterung an einem Folienträger dient und mit einer Eingriffsfläche,
die zum Fixieren der Folie ausgelegt ist. Die Halterung wird vor dem Verarbeiten der
Folie auf dem Folienträger befestigt, beispielsweise genagelt oder geklebt. Dies kann
von einer Person durchgeführt werden. Dieselbe Person kann dann die Folie allein verlegen,
indem die Folie an der Eingriffsfläche der Halterung fixiert wird. Besonders Folien,
die eine gewisse Flächenstreifigkeit aufweisen, also beispielsweise Bautenschutzfolien,
können auf diese Weise einfach und schnell verlegt werden. Als besonderer Vorteil
wird angesehen, dass vor dem Verlegen der Folie bereits deren genaue Lage festgelegt
werden kann, dadurch dass die Halterung in exakt der gewünschten Position am Folienträger
angebracht wird. Weiter ist vorteilhaft, dass die Folie nicht wie bisher üblich geheftet
oder genagelt wird. Die durch das Heften entstehenden Perforationen der Folie reißen
häufig nach einiger Zeit, weil das Gewicht der Folie größer ist als die Haltekraft
der punktuellen Befestigung.
[0008] Die Eingriffsfläche der Halterung ist so gestaltet, dass sie im Eingriff mit strukturierten,
insbesondere genoppten Folien diese auf dem Folienträger fixiert. Als "Struktur" wird
jede plastische Gestaltung der Folie aufgefasst, die aus der durch die Folie vorgegebene
Ebene herausragt. Die Folien können dabei ein- oder mehrlagig sein. Auch Folien, die
mit einem Vlies beschichtet sind, können auf diese Weise auf einem Folienträger festgelegt
werden. Vorteil der erfindungsgemäßen Halterung ist, dass an der jeweiligen Folie
zum Fixieren keine Anpassungen vorzunehmen sind. Die Halterung kann zum Festlegen
beliebiger Folien verwendet werden, zeigt ihre besonderen Vorzüge jedoch beim Verlegen
großformatiger Folien, die bisher nur durch Zusammenarbeit mehrere Personen auf einem
Folienträger angebracht werden konnten.
[0009] Der Befestigungsabschnitt weist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Halterung
Mittel zum Befestigen der Halterung auf. Insbesondere selbstklebende Flächen, die
vor dem Anbringen der Halterung z.B. am Folienträger z. B. durch Silikonband abgedeckt
sind, eignen sich für eine schnelle Verarbeitung.
[0010] Da selbstklebende Flächen nicht in jedem Fall ausreichen, um die Halterung dauerhaft
zu befestigen, ist nach einer alternativen Ausführungsform vorgesehen, dass als Mittel
zum Befestigen der Halterung der Befestigungsabschnitt Ausnehmungen für Befestigungsmittel
aufweist. An sich kann die Halterung auf einfache Weise an dem Folienträger angebracht
werden, indem der Befestigungsabschnitt angenagelt oder angeschraubt wird. Es hat
sich aber als vorteilhaft erwiesen, Ausnehmungen für Befestigungsmittel wie Schrauben,
Nägel oder Stifte vorzusehen, damit weder zu viele noch zu wenige Befestigungspunkte
gewählt werden und eine optimale Ausrichtung der Halterung an dem Folienträger gewährleistet
ist.
[0011] Beim Fixieren der Folien, insbesondere beim Verarbeiten mehrlagiger Folien, beispielsweise
Noppenbahnen mit Vliesbeschichtung, können im Bereich der Halterung nach oben offene,
unerwünschte Zwischenräume zwischen Folie und Folienträger oder Folie und Vlies verbleiben.
Um solche Zwischenräume abzudecken, kann der Befestigungsabschnitt Mittel zum Anordnen
eines Abdeckprofils aufweisen. Diese Mittel können als Mittel zum Kleben, Klemmen,
Rasten oder Haften ausgebildet sein, also als klebende Fläche, als Klettband, sie
können aber auch als Klemme oder Rastvorrichtung geformt sein. Das Abdeckprofil erstreckt
sich dann vom Befestigungsabschnitt über den nach oben offenen, unerwünschten Zwischenraum
und deckt diesen ab.
[0012] Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel zum Anordnen des Abdeckprofils
über eine Sollbruchstelle mit dem Befestigungsabschnitt verbunden. Werden die Mittel
zum Anordnen des Abdeckprofils nicht benötigt, können sie, z. B. durch Knicken entlang
der Sollbruchstelle, entfernt werden. Die Halterung bietet dann trotzdem einen sauberen
Abschluss.
[0013] Die Eingriffsfläche ist im einfachsten Fall so ausgebildet, dass die zu fixierende,
strukturierte Folie durch die Eingriffsfläche auf den Folienträger gepresst bzw. geklemmt
wird. Jedoch kann die Folie, besonders dann, wenn eine großformatige Folie zu fixieren
ist, die auf einem senkrechten oder schrägen Folienträger unterhalb der Halterung
angeordnet ist, unter hoher Zugbelastung, z.B. bei Zug durch sich setzendes Erdreich
aus der Halterung herausrutschen. Es wird daher bevorzugt, wenn die Eingriffsfläche
mindestens ein Mittel zum Fixieren aufweist. Diese Mittel zum Fixieren sollen die
Folie gegen ein unbeabsichtigtes Lösen sichern, aber dennoch ein Herausnehmen der
Folie aus der Halterung ermöglichen, entweder zum Wechseln der Folie nach Beschädigungen
oder zum erneuten Ausrichten der Folie auf dem Folienträger.
[0014] Die Eingriffsfläche und die ggf. vorhandenen Mittel zum Fixieren sind vorteilhaft
so ausgebildet, dass sie auch dann noch im Eingriff mit der strukturierten Folie verbleiben,
wenn diese z. B. in Folge von Witterungseinflüssen oder Setzungserscheinungen im Erdreich
mit einer Zugkraft belastet wird, durch die die an sich beim Einbau zuverlässig fixierte
Folie aus der Halterung herausgezogen wird. Die Zahl von Mitteln zum Fixieren und
die Eingriffsfläche können ohne weiteres so bemessen werden, dass eine Verschiebung
der zu fixierenden Folie von ca. 5 cm nach unten die Funktion der Halterung nicht
beeinträchtigt.
[0015] Die Mittel zum Fixieren sind bevorzugt als Mittel zum Klemmen, Haften und/oder Rasten
ausgebildet. An sich genügt ein Mittel zum Fixieren, beispielsweise zum Verrasten
der Folie an der Halterung. Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Halterung ist jedoch eine Kombination aus zwei oder mehreren Mitteln zum Fixieren
vorgesehen, die z. B. ein Verrasten und gleichzeitig ein Klemmen der zu fixierenden
Folie ermöglichen. Dabei sind die Mittel zum Fixieren in der Regel auf das Festlegen
von ein- oder mehrlagigen strukturierten Folien, insbesondere von mit Vlies beschichteten,
strukturierten Folien ausgelegt.
[0016] Gerade im Bereich des Bautenschutzes, in dem großformatige Folien verarbeitet werden,
sind strukturierte Folien, in der Regel genoppte Folien, zu verarbeiten. Für diese
strukturierten, insbesondere genoppten Folien haben sich vor allem Mittel zum Rasten
als geeignet erwiesen, um diese Folie auf einem Folienträger zu fixieren. Die Mittel
zum Rasten sind dabei als Rastnasen, Rasthaken oder Rastleisten ausgebildet, die mit
den jeweils auf der Oberfläche der Folie vorhandenen Strukturen, z. B. Noppen oder
Rippen, in Eingriff gelangen, wenn die Folie durch die Halterung auf dem Folienträger
festgelegt wird. Es kann sich bei den Mitteln zum Rasten um durchgängige Rastleisten
handeln, die so bemessen sind, dass sie mit den Strukturen der zu fixierenden Folie
sicher in Eingriff gelangen. Je nach Art der Folie kann es aber auch genügen, Rastnasen
oder Rasthaken vorzusehen, die punktuell oder abschnittsweise mit der zu fixierenden
Folie in Eingriff kommen. Vorzugsweise sind diese Mittel zum Rasten so auf der Eingriffsfläche
angeordnet, dass die Folie zwischen dem Folienträger und der Halterung fixiert ist.
Als besonderer Vorteil dieser Ausführungsform hat sich erwiesen, daß die fixierte
Folie durch Verschieben in der Halterung noch horizontal ausgerichtet werden kann.
[0017] Alternativ können die Mittel zum Haften als Haft-, Klebe- oder Klettflächen ausgebildet
sein. In diesem Fall kann die Fixierung der Folie auch ohne weiteres auf der dem Folienträger
abgewandten Seite der Halterung erfolgen.
[0018] Sind die Mittel zum Fixieren als Klemmen ausgebildet, so ist mindestens ein klemmender
Abschnitt vorzusehen. In der Regel ist dann die Eingriffsfläche selbst so geformt,
dass sie - wie oben beschrieben - die Folie durch Klemmen gegen den Folienträger fixiert.
Die übliche Ausführungsform hierfür ist eine Eingriffsfläche, die an einem ersten
Ende beispielsweise durch einen Distanzabschnitt von dem Befestigungsabschnitt entfernt
angeordnet ist und die dann -bezogen auf die Ebene des Befestigungsabschnitts schräg
verläuft, so dass sie mit dem zweiten Ende etwa in der Ebene des Befestigungsabschnitts
endet.
[0019] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Halterung liegt die durch die Mittel zum
Fixieren am Folienträger festgelegte Folie mindestens abschnittsweise am Folienträger
an. Nach einer ersten, besonders vorteilhaften Ausführungsform trägt der Folienträger
z. B. als Andruckfläche für Mittel zum Klemmen zum Fixieren der Folie bei. Dadurch
ist gewährleistet, dass die Folie glatt auf dem Folienträger aufliegt. Es ist aber
auch möglich, die Folie auf der dem Folienträger abgewandten Seite der Eingriffsfläche
zu fixieren, so dass die Folie erst in dem an die Halterung angrenzenden Abschnitt
am Folienträger anliegt.
[0020] Es hat sich für Halterungen mit mehreren Mitteln zum Fixieren als besonders vorteilhaft
herausgestellt, wenn diese einzelnen Mittel zum Fixieren, beispielsweise mehrere Reihen
von Rastnasen, bezogen auf die Ebene, die durch den Befestigungsabschnitt gebildet
wird, in unterschiedlichem Abstand von dieser Ebene angeordnet sind. Auf diese Weise
wird gewährleistet, dass ein sicherer Eingriff zwischen der Folie und den Mitteln
zum Fixieren erfolgt.
[0021] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Halterung
ist zwischen dem Befestigungsabschnitt und der Eingriffsfläche ein Distanzabschnitt
ausgebildet. Die Eingriffsfläche schließt mit einem ersten Ende an den Distanzabschnitt
an, der -bezogen auf die Ebene, die vom Befestigungsabschnitt gebildet ist- in einem
Winkel zu dieser Ebene angeordnet ist. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn
der Winkel zwischen dem Befestigungsabschnitt und dem Distanzabschnitt als etwa rechter
oder als stumpfer Winkel ausgebildet ist. Der Distanzabschnitt schafft zwischen Eingriffsfläche
und Folienträger einen Hohlraum, in dem die zu fixierende Folie aufgenommen werden
kann. Ist ein Distanzabschnitt vorgesehen, so ist die Eingriffsfläche in der Regel
schräg bezogen auf die Ebene des Befestigungsabschnitts angeordnet und wirkt mit ihrem
vom Befestigungsabschnitt abgewandten freien Ende klemmend auf die zu fixierende Folie,
unabhängig von etwaigen weiteren Mitteln zum Fixieren, die an der Eingriffsfläche
vorgesehen sind.
[0022] In Weiterbildung der Erfindung ist der Distanzabschnitt zum Positionieren des Abdeckprofils
ausgebildet. Das Abdeckprofil, das am Befestigungsabschnitt verankert ist, wird zusätzlich
mit Hilfen zum Rasten, Klemmen oder Heften am Distanzabschnitt festgelegt, damit ein
korrektes und zuverlässiges Abdecken des Zwischenraums zwischen Folie und Folienträger
im Bereich der Halterung gewährleistet ist. Die Hilfen zum Rasten können beispielsweise
als Rillen ausgebildet sein, in denen ein Abschnitt des Abdeckprofils festgelegt ist.
[0023] Etwas aufwändiger in der Herstellung ist ein Distanzabschnitt, an den das Abdeckprofil
bereits angeformt ist, beispielsweise indem sich der Distanzabschnitt über die Eingriffsfläche
hinaus erstreckt und so den Zwischenraum überbrückt, der zwischen Folie und Folienträger
entsteht. Der höhere Aufwand in der Herstellung wird kompensiert dadurch, dass der
zusätzliche Arbeitsgang vor Ort für das Anbringen des Abdeckprofils entfällt.
[0024] Wird nach dem Fixieren der Folie der Zwischenraum zwischen Folie und Folienträger
von der Eingriffsfläche abgedeckt, dann kann es genügen, den Distanzabschnitt als
Abdeckprofil auszubilden, indem der Distanzabschnitt bezogen auf die Einbaurichtung
der Halterung derart schräg angeordnet ist, dass etwa auftretende Belastung durch
Schmutz oder Wasser auf die Außenseite der Folie abgeleitet wird. Zu diesem Zweck
ist der Distanzabschnitt bezogen auf die Ebene, in der der Befestigungsabschnitt angeordnet
ist, vorzugsweise etwa rechtwinklig oder in einem stumpfen Winkel angeordnet.
[0025] Die Halterung ist vorzugsweise aus Material mit hinreichender Elastizität und Biegesteifigkeit
hergestellt. Dabei kann es sich um Metall oder Kunststoff handeln, auch Materialkombinationen
sind denkbar. In der Regel wird jedoch ein Spritzguss-Profil aus Kunststoff bevorzugt.
[0026] Die Halterung kann entweder als Clip hergestellt sein, so dass nur eine punktuelle
Befestigung zwischen Folie und Folienträger hergestellt wird. Alternativ kann die
Halterung langgestreckt sein. In diesem Fall wird die gesamte Länge der Anbindung
der Folie an den Folienträger durch die Halterung abgedeckt.
[0027] Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Halterung werden nachstehend in
ihren wesentlichen Merkmalen am Beispiel der Fig. erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Schnittdarstellung einer Halterung mit Mitteln zum Fixieren, die als Klemme und als
Mittel zum Rasten ausgebildet sind;
- Fig. 2
- perspektivische Aufsicht auf eine Halterung, die eine Noppenbahn fixiert
[0028] Fig. 1 zeigt eine Halterung 2, die zum zumindest abschnittsweisen Fixieren von strukturierten
Folien an einem Folienträger ausgelegt ist. Die Halterung 2 ist als Spritzguss-Profil
aus Kunststoff gefertigt. Die Halterung 2 weist einen Befestigungsabschnitt 4 auf.
Der Befestigungsabschnitt 4 ist durchsetzt von einer Öffnung 6, durch die Nägel oder
Schrauben gesetzt werden, um die Halterung 2 an dem Folienträger zu befestigen. Die
Öffnungen 6 sind in vorgegebenen Abständen angebracht, um eine optimale Befestigung
der Halterung 2 am Folienträger zu gewährleisten.
[0029] Weiter weist die Halterung 2 eine Eingriffsfläche 8 auf, die zum Fixieren der strukturierten
Folie ausgelegt ist. Die Eingriffsfläche 8 ist zum einen mit Rastnasen 10 versehen,
die zum Eingriff in die strukturierte Folie bestimmt sind. Der Abstand "a" der Rastnasen
10 richtet sich nach den Abmessungen der Strukturen der Folie, die zu fixieren ist,
damit ein optimaler Eingriff und damit eine optimale Befestigung der Folie gewährleistet
ist. Die Rastnasen 10 sind hier als spitzwinklige Vorsprünge ausgebildet. Je nach
Art der Struktur der zu fixierenden Folie können aber auch andere Formen gewählt werden,
zum Beispiel solche, die nach Art eines Hakens gekrümmt sind.
[0030] Die Eingriffsfläche 8 ist bezogen auf die Ebene A, in der der Befestigungsabschnitt
4 angeordnet ist, schräg angeordnet und endet mit dem freien Ende 12 der Eingriffsfläche
8 bzw. der letzten Rastnase 10 in einer Ebene B, die im Abstand "b" zur Ebene A versetzt
ist. Ist der Befestigungsabschnitt 4 an dem in der Regel gerade verlaufenden Folienträger
angebracht, so wird das freie Ende 12 ausgelenkt und kommt in der Ebene A am Folienträger
zur Anlage. Durch das Auslenken des freien Endes 12 aus der Ebene B in die Ebene A
übt dieses freie Ende 12 eine Klemmkraft aus, die zum Fixieren der strukturierten
Folie beiträgt.
[0031] An den Befestigungsabschnitt 4 ist an dessen oberem Ende ein hakenförmig gebogenes
Klemmstück 14 angeformt. Das Klemmstück 14 dient zum Befestigen eines Abdeckprofils
(hier nicht näher dargestellt). Werden mehrlagige, strukurierte Folien, beispielsweise
vliesbeschichtete Noppenbahnen, durch die Halterung 2 befestigt, so kommt es vor,
dass die Halterung zwischen Vliesschicht und Noppenbahn eingesetzt ist. Damit ist
eine Schicht der Folie nicht durch die Eingriffsfläche 8 der Halterung 2 gegen Verunreinigungen
geschützt, die von oben zwischen die Schichten der Noppenbahnen eindringen. In diesen
Fällen ist es zweckmäßig, ein Abdeckprofil vorzusehen, das an der Halterung 2 befestigt
wird, und das die nach oben offenen Abschnitte mehrschichtiger Folien überdeckt und
damit gegen Verunreinigungen schützt.
[0032] Zur verbesserten Befestigung des Abdeckprofils sind an einem Distanzabschnitt 16,
der zwischen Befestigungsabschnitt
4 und Eingriffsfläche 8 in einem bezogen auf die Ebene A etwa rechten Winkel angeordnet
ist, Halteleisten 18 angebracht. An den Halteleisten 18 kommt ein freies Ende des
Abdeckprofils zur Anlage und wird dort durch die klemmende Wirkung der Halteleisten
18 festgelegt. Ein Abdeck-Abschnitt des Abdeckprofils ragt dann über die Halterung
2 und die dadurch fixierte strukturierte Folie hinaus und schützt wirksam gegen Verunreinigungen,
die insbesondere zwischen die Schichten einer mehrschichtigen Folien eindringen könnten.
[0033] Der Distanzabschnitt 16 ist weiter hilfreich, die Distanz zwischen der Ebene A, in
der der Befestigungsabschnitt 4 angeordnet ist und der Ebene B, in der das freie Ende
12 der Eingriffsfläche 8 mündet, festzulegen.
[0034] Wird kein Abdeckprofil benötigt, kann das Klemmstück 14 an einer Sollbruchstelle
20 abgetrennt werden. Die Sollbruchstelle 20 ist als Stelle geringerer Stärke am Befestigungsabschnitt
4 vorgesehen (siehe Detaildarstellung). Ohne Abdeckprofil kann damit die Halterung
2 kleiner dimensioniert und weniger auffällig gestaltet werden.
[0035] Die Halterung 2 kann sowohl als Clip, also mit vorgegebener Breite zur abschnittsweisen
Befestigung hergestellt sein. Es ist aber auch möglich, die Halterung 2 als bandoder
streifenförmiges Produkt anzubieten, mit dem die zu fixierende Folie über die gesamte
zu verlegende Kantenlänge am Folienträger fixiert wird.
[0036] Eine Ausführungsform der Halterung 2 als Clip zeigt Fig. 2. Die Halterung 2 ist zum
Fixieren einer strukturierten Folie, nämlich der Noppenbahn 22 eingesetzt. Die Noppenbahn
22 ist eine Kunststoff-Folie, in die kegelstumpfförmige Noppen 24 eingearbeitet sind.
Der Durchmesser der Noppen 24 in der Ebene der Kunststoff-Folie beträgt ca. 12 mm,
der Durchmesser der Noppen an ihrem freien Ende beträgt ca. 7 mm. Der Abstand der
Noppen 24 voneinander, gemessen vom Mittelpunkt der Grundfläche der Noppen in der
Ebene der Kunststoff-Folie beträgt ca. 30 mm. Die Noppenbahn 22 wird tpyischerweise
eingesetzt, um die im Erdreich befindlichen Grundmauern 26 eines Gebäudes zu schützen.
Die Noppenbahn schützt die Bitumenschicht an der Grundmauer und wirkt zudem als Drainage
nach unten.
[0037] Die Halterung 2 ist an der Grundmauer 26 an drei Stellen, die durch die Öffnungen
6 vorgegeben sind, mit Nägeln befestigt. Die Noppenbahn 22 wird nach dem Annageln
der Halterung 2 von unten zwischen Eingriffsfläche 8 und Grundmauer 26 geschoben.
Die Noppen 24 kommen mit den Rastnasen 10 in Eingriff und werden in dem durch die
Rastnasen 10 geschaffenen Raum zwischen der Spitze der Rastnasen und der Eingriffsfläche
8 aufgenommen. Die Rastnasen 10 sind so angeordnet und dimensioniert, dass die Noppen
24 mit den o.g. Abmessungen und Abständen zwischen den Rastnasen 10 in Eingriff kommen.
Nach dem Einschieben der Noppenbahn 22 von unten in die Halterung 2 wird ein Herausgleiten
der Noppenbahn 22 aus der Halterung zum einen dadurch verhindert, dass die Rastnasen
10 die Noppen 24 gegen eine Verschiebung nach unten sichern. Zum anderen ist das freie
Ende 12 der Eingriffsfläche 8 nach dem Einschieben der Noppenbahn 22 aus der Ebene
B ausgelenkt und hält nun mit einer gewissen Klemmkraft die Noppenbahn 22 gegen die
Grundmauer 26.
1. Halterung zum mindestens abschnittsweisen Fixieren von strukturierten Folien (22)
an einem Folienträger (26) mit
- einem Befestigungsabschnitt (4) zum Befestigen der Halterung (2) an einem Folienträger
(26) und
- einer Eingriffsfläche (8), die zum Fixieren der Folie (22) ausgelegt ist.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienträger (26) eine Wand, ein Dachstuhl, ein Träger oder eine Gerüstkonstruktion
ist.
3. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die strukturierte Folie (22) Noppen oder Rippen aufweist.
4. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die strukturierte Folie (22) ein- oder mehrlagig ist.
5. Halterung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die strukturierte Folie (22) eine mit einem Vlies versehene Folie ist.
6. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die strukturierte Folie (22) eine großformatige Folie, insbesondere eine Bautenschutzfolie
ist.
7. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) Mittel zum Befestigen der Halterung (2), insbesondere
zum Kleben der Halterung (2) aufweist.
8. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) Ausnehmungen (6) für Befestigungsmittel, insbesondere
Nägel oder Schrauben, aufweist.
9. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt Mittel (14, 18) zum Anordnen eines Abdeckprofils, insbesondere
Mittel zum Kleben, Klemmen, Rasten oder Haften, aufweist.
10. Halterung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (14, 18) zum Anordnen des Abdeckprofils durch eine Sollbruchstelle (20)
mit dem Befestigungsabschnitt (4) verbunden sind.
11. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsfläche (8) mindestens ein Mittel (10) zum Fixieren der Folie, insbesondere
Mittel zum Rasten, Haften und/oder Klemmen der Folie aufweist, wobei mehrere Mittel
(10) zum Fixieren der Folie ggf. zusammenwirken können.
12. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (10) zum Rasten als Rastnasen, Rasthaken oder Rastleisten ausgebildet
sind.
13. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Haften als Haftflächen, Klebeflächen oder Klettflächen ausgebildet
sind.
14. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (12) zum Klemmen mindestens einen klemmenden Abschnitt aufweisen.
15. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (10) zum Fixieren so ausgebildet sind, dass die fixierte Folie (22) mindestens
abschnittsweise am Folienträger (26) anliegt.
16. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (10) zum Fixieren zum Festlegen von genoppter, von ein- oder mehrlagiger
Folie, insbesondere zum Festlegen von mit Vlies beschichteter Folie ausgelegt sind.
17. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Distanzabschnitt (16) zwischen dem Befestigungsabschnitt (4) und der Eingriffsfläche
(8) ausgebildet ist.
18. Halterung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Distanzabschnitt (16), bezogen auf die Ebene A, die vom Befestigungsabschnitt
(4) gebildet ist, in einem etwa rechten oder einem stumpfen Winkel angeordnet ist.
19. Halterung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Distanzabschnitt (16) zum Positionieren eines Abdeckprofils ausgelegt ist.
20. Halterung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Distanzabschnitt (16) zum Positionieren des Abdeckprofils mit Mitteln (18) zum
Kleben, Klemmen, Rasten oder Haften ausgelegt ist.
21. Halterung nach Abschnitt 17, dadurch gekennzeichnet, dass an den Distanzabschnitt (16) ein Abdeckprofil angeformt ist, insbesondere ein Abdeckprofil,
das sich über die Eingriffsfläche (8) hinaus erstreckt.
22. Halterung nach Abschnitt 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Distanzabschnitt (16) als Abdeckprofil ausgebildet ist.
23. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie nach Art eines Clips oder als bandförmige Halterung hergestellt ist.