[0001] Die Erfindung betrifft ein Steckverbindermodul mit einer Abschirmung gegen Störstrahlung
für den Einsatz in eine Modulträgervorrichtung eines Steckverbindergehäuses.
[0002] Ein derartiges Steckverbindermodul wird benötigt, um störempfindliche elektrische
Signale mittels eines Industrie-Steckergehäuses zu übertragen, in dem Module mit unterschiedlichen
Leistungspotenzialen angeordnet sind.
[0003] Aus der
DE 36 15 356 A1 ist ein Kabelstecker für den Anschluss eines Kabels an ein Computergerät bekannt,
der aus zwei Schalenhälften besteht, die elektrisch störsicher miteinander verbunden
und elektrisch isoliert mit thermoplastischem Kunststoff umspritzt sind.
[0004] Desweiteren ist in der
US-A-6 004 162 ein Modulträger zum austauschbaren Einsatz verschiedener einzelner Steckmodule für
einen Steckverbinder gezeigt. Wobei die Steckmodule Öffnungen zur verrastbaren Aufnahme
von elektrischen Kontakten mit angecrimpten elektrischen Leitungen aufweisen.
[0005] Aus der
US-A-6 083 014 ist ein Steckverbinder für ein geschirmtes Kabel bekannt, dessen Abschirmung mittels
eines geschlitzten Spannringes erfolgt, der federnd gegen eine seiner Kontur angepasste
Kontaktfläche eines Schirmungsteiles gedrückt wird.
[0006] Kabelstecker dieser Art sind für den Bereich der Bürokommunikation vollkommen ausreichend,
jedoch für den Einsatz im Industriebereich nicht ausreichend stabil und gegen Umwelteinflüsse
geschützt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Steckverbindermodul der eingangs
genannten Art, in einem industrietauglichen Steckergehäuse mit einer darin vorgesehenen
Modulträgervorrichtung, dahingehend auszubilden, dass für störempfindliche elektrischen
Signale, die mittels abgeschirmter Kabel weitergeleitet werden, eine Abschirmung gegen
Störstrahlung vorgesehen ist.
[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in einem aus isolierenden Material bestehenden
Haltekörper ein elektrisch leitendes Schalengehäuse mit einem Steckereinsatz gehalten
ist, dass der Haltekörper mit dem Schalengehäuse und dem Steckereinsatz in der Modulträgervorrichtung
einrastbar ist, und dass an dem Schalengehäuse eine Schelle vorgesehen ist, mittels
der eine zum Steckereinsatz führende Signalleitung befestigbar ist, wobei das Abschirmgeflecht
der Signalleitung mit dem Schalengehäuse kontaktiert wird.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 - 4 angegeben.
[0010] In der Automatisierungstechnik, die zunehmend auf eine dezentrale Verbindungstechnik
ausgerichtet wird, ist auch eine zunehmende Tendenz der Übermittlung von elektrisch
empfindlichen Signalen z. B. von Sensoren zu verzeichnen. Derartige Geräte müssen
jedoch steckbar ausgeführt sein, um einen schnellen und problemlosen Austausch eines
defekten Bauteiles sicherzustellen.
Die Steckverbindungen müssen jedoch für den Industriebereich angepasst und robust
ausgestattet sein.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein derartiges,
für sogenannte D-Sub Steckereinsätze vorgesehenes Steckverbindermodul in eine bereits
bekannte, bewährte und robuste Modulträgervorrichtung in einem entsprechenden Steckverbindergehäuse
einsetzbar ist. Gleichzeitig ist aufgrund der Konstruktionsart dieses Steckverbindermoduls
eine problemlose Zusammenfassung von mehreren geschirmten Steckverbindermodulen, mit
voneinander unabhängigen Erdpotenzialen sowie auch mit Steckverbindermodulen, die
eine Leistungsversorgung, Pneumatik oder dergleichen übertragen, ohne gegenseitige
Beeinflussung gewährleistet.
Das Steckverbindermodul besteht aus einem Haltekörper in dem ein elektrisch leitendes
Schalengehäuse mit einem D-sub Steckereinsatz verrastet ist.
Das Schirmgeflecht eines abgeschirmten Kabels wird mittels einer Schraubschelle mit
dem Schalengehäuse verbunden.
[0011] Mehrere Steckverbindermodule können so auch mit unterschiedlichen Massepotenzialen
auf den Abschirmungen unabhängig voneinander innerhalb einer Modulträgervorrichtung
eingesetzt werden.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung eines Steckverbindermoduls,
- Fig.2
- eine perspektivische Darstellung eines Steckverbindermoduls mit einem Gegenstecker,
- Fig.3
- eine perspektivische Darstellung von in einem Modulträger eingefügten Steckverbindermodulen,
und
- Fig.4
- eine perspektivische Darstellung eine Modulträgers mit eingefügten Steckverbindermodulen
in einem Steckverbindergehäuse.
[0013] Die Fig. 1 zeigt in einer auseinandergezogenen Darstellung die für dieses Steckverbindermodul
vorgesehenen einzelnen Elemente.
Der rechteckig geformte Modulkörper 10 ist aus nichtleitendem Material gefertigt,
wobei zwei gegenüberliegende Seitenwände 12 verlängert gegenüber den beiden rechtwinklig
dazu angeordneten Seitenwänden 14, ausgeführt sind.
In den Eckbereichen sind jeweils nach außen weisende Rasthaken 16 ausgebildet, die
mittels eines rechtwinkligen Schlitzes 17 aus den Seitenwänden freigestellt sind.
Unterhalb und mittig zwischen den Rasthaken sind nach außen weisende Anformungen 18
angeformt, die in entsprechende Ausnehmungen 44 in einer Modulträgervorrichtung 40
einsetzbar sind.
[0014] In den Modulkörper 10 ist ein Schalengehäuse 20 einfüg- und verrastbar.
[0015] Das rechteckig geformte Schalengehäuse weist eine gegenüber den drei anderen Seitenflächen
verlängerte Montagefläche 22 auf, auf der eine Befestigungsschelle 28 aufschraubbar
ist, mittels der die Abschirmung eines Signalkabels mit dem elektrisch leitenden Schalengehäuse
in Kontakt gelangt.
Weiterhin sind an der Steckseite Gewindebohrungen 26 vorgesehen, an denen der Steckereinsatz
30, der hier als D-Sub-Stecker ausgebildet ist, mittels Schrauben 32 befestigbar ist.
Gleichfalls kann eine Befestigung mit Verrastungsmitteln oder mit Nieten vorgesehen
sein.
[0016] In der Fig. 2 ist ein Steckmodul 1 und ein dazu passendes Gegensteckermodul 3 im
jeweils montierten, jedoch nicht gesteckten Zustand gezeigt, wobei die Steckgesichter
gegeneinander gerichtet sind. Signifikant sind am Schalengehäuse 20 das im Haltekörper
10 verrastet ist, die Verschraubungen 29 mit der Befestigungsschelle 28 für ein elektrisch
abgeschirmtes Kabel zu erkennen, sowie die Steckereinsätze 30 mit den Befestigungsschrauben
32.
[0017] Die Fig. 3 zeigt mehrere Steckverbindermodule, die in einer bereits bekannten Modulträgervorrichtung
40 angeordnet sind Die einzelnen Module werden mittels der Anformungen 18 in den Ausnehmungen
44 im Trägerrahmen 40 positioniert, während die Rasthaken 16 an der Kante der Seitenfläche
42 der Modulträgervorrichtung 40 verrastet.
[0018] In der Fig. 4 ist eine komplette Steckverbindung mit einem Steckergehäuse 50 und
einem Gegensteckergehäuse 52 gezeigt, wobei beide Stecker mit einer Modulträgervorrichtung
40 versehen sind, in der wiederum die Steckermodule montiert sind.
Dabei ist das Gehäuse 50 teilweise aufgeschnitten, um die Modulträgervorrichtung 40
mit darin eingesetzten Steckermodulen 1, 3 zu zeigen.
1. Steckverbindermodul (1) mit einer Abschirmung gegen Störstrahlung für den Einsatz
in eine Modulträgervorrichtung (40) eines Steckverbindergehäuses (50), dadurch gekennzeichnet,
dass in einem aus isolierendem Material bestehenden Haltekörper (10) ein elektrisch leitendes
Schalengehäuse (20) mit einem Steckereinsatz (30) gehalten ist,
dass der Haltekörper (10) mit dem Schalengehäuse (20) und dem Steckereinsatz (30) in der
Modulträgervorrichtung (40) einrastbar ist, und
dass an dem Schalengehäuse (20) eine Schelle (28) vorgesehen ist, mittels der eine zum
Steckereinsatz (30) führende Signalleitung befestigbar ist, wobei das Abschirmgeflecht
der Signalleitung mit dem Schalengehäuse kontaktiert wird.
2. Steckverbindermodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Schalengehäuse (20) mit dem Haltekörper (10) verrastbar ist.
3. Steckverbindermodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckereinsatz (30) in dem Schalengehäuse (20) befestigbar ist.
4. Steckverbindermodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schelle (28) an einer verlängerten Seitenfläche (22) des Schalengehäuses (20)
befestigbar ist.
1. A plug connector module (1) comprising a shielding against stray radiation for insertion
in a module carrier device (40) of a plug connector housing (50), characterized in that
an electrically conducting shell housing (20) with a plug insert (30) is held in a
holding body (10) consisting of an insulating material,
that the holding body (10) with the shell housing (20) and the plug insert (30) is
adapted to be locked in place in the module carrier device (40), and
that the shell housing (20) has a clamp (28) provided thereon by means of which a
signal line leading to the plug insert (30) can be fastened, the shielding braid of
the signal line being contacted with the shell housing.
2. The plug connector module according to claim 1, characterized in that the shell housing (20) is adapted to be locked with the holding body (10).
3. The plug connector module according to claim 1 or 2, characterized in that
the plug insert (30) is adapted to be fastened in the shell housing (20).
4. The plug connector module according to any of the preceding claims, characterized in that
the clamp (28) is adapted to be fastened to an expended side face (22) of the shell
housing (20).
1. Module (1) de connecteur à fiches, comportant un blindage contre un rayonnement perturbateur
pour l'utilisation dans un dispositif (40) de support de module d'un boîtier (50)
de connecteur à fiches, caractérisé en ce que
un boîtier (20) en forme de coquille électroconducteur avec un insert de connexion
(30) est retenu dans un corps de retenue (10) en matière isolante,
en ce que le corps de retenue (10) est apte à être enclenché dans le dispositif (40) de support
de module ensemble avec le boîtier (20) en forme de coquille et l'insert de connexion
(30), et
en ce qu'une bride (28) est prévue sur le boîtier (20) en forme de coquille, au moyen de laquelle
une ligne de signalisation menant à l'insert de connexion (30) peut être fixée, le
treillis de blindage de la ligne de signalisation étant mis en contact avec le boîtier
en forme de coquille.
2. Module de connecteur à fiches selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le boîtier (20) en forme de coquille est apte à être enclenché sur le corps de retenue
(10).
3. Module de connecteur à fiches selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
l'insert de connexion (30) est apte à être fixé dans le boîtier (20) en forme de coquille.
4. Module de connecteur à fiches selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la bride (28) est apte à être fixée sur une face latérale (22) rallongée du boîtier
(20) en forme de coquille.