(19)
(11) EP 1 398 853 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.08.2012  Patentblatt  2012/33

(21) Anmeldenummer: 03019320.5

(22) Anmeldetag:  27.08.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/658(2011.01)
H01R 13/518(2006.01)

(54)

Steckverbindermodul

Connecting modul

Module de connexion


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 12.09.2002 DE 20214132 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
17.03.2004  Patentblatt  2004/12

(73) Patentinhaber: Harting Electric GmbH & Co. KG
32339 Espelkamp (DE)

(72) Erfinder:
  • Beneke, Andre
    49377 Vechta (DE)
  • Meier, Heiko
    32369 Rahden (DE)
  • Sundermeier, Uwe
    32339 Espelkamp (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 6 004 162
US-A- 6 083 014
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Steckverbindermodul mit einer Abschirmung gegen Störstrahlung für den Einsatz in eine Modulträgervorrichtung eines Steckverbindergehäuses.

    [0002] Ein derartiges Steckverbindermodul wird benötigt, um störempfindliche elektrische Signale mittels eines Industrie-Steckergehäuses zu übertragen, in dem Module mit unterschiedlichen Leistungspotenzialen angeordnet sind.

    [0003] Aus der DE 36 15 356 A1 ist ein Kabelstecker für den Anschluss eines Kabels an ein Computergerät bekannt, der aus zwei Schalenhälften besteht, die elektrisch störsicher miteinander verbunden und elektrisch isoliert mit thermoplastischem Kunststoff umspritzt sind.

    [0004] Desweiteren ist in der US-A-6 004 162 ein Modulträger zum austauschbaren Einsatz verschiedener einzelner Steckmodule für einen Steckverbinder gezeigt. Wobei die Steckmodule Öffnungen zur verrastbaren Aufnahme von elektrischen Kontakten mit angecrimpten elektrischen Leitungen aufweisen.

    [0005] Aus der US-A-6 083 014 ist ein Steckverbinder für ein geschirmtes Kabel bekannt, dessen Abschirmung mittels eines geschlitzten Spannringes erfolgt, der federnd gegen eine seiner Kontur angepasste Kontaktfläche eines Schirmungsteiles gedrückt wird.

    [0006] Kabelstecker dieser Art sind für den Bereich der Bürokommunikation vollkommen ausreichend, jedoch für den Einsatz im Industriebereich nicht ausreichend stabil und gegen Umwelteinflüsse geschützt.

    [0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Steckverbindermodul der eingangs genannten Art, in einem industrietauglichen Steckergehäuse mit einer darin vorgesehenen Modulträgervorrichtung, dahingehend auszubilden, dass für störempfindliche elektrischen Signale, die mittels abgeschirmter Kabel weitergeleitet werden, eine Abschirmung gegen Störstrahlung vorgesehen ist.

    [0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in einem aus isolierenden Material bestehenden Haltekörper ein elektrisch leitendes Schalengehäuse mit einem Steckereinsatz gehalten ist, dass der Haltekörper mit dem Schalengehäuse und dem Steckereinsatz in der Modulträgervorrichtung einrastbar ist, und dass an dem Schalengehäuse eine Schelle vorgesehen ist, mittels der eine zum Steckereinsatz führende Signalleitung befestigbar ist, wobei das Abschirmgeflecht der Signalleitung mit dem Schalengehäuse kontaktiert wird.

    [0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 - 4 angegeben.

    [0010] In der Automatisierungstechnik, die zunehmend auf eine dezentrale Verbindungstechnik ausgerichtet wird, ist auch eine zunehmende Tendenz der Übermittlung von elektrisch empfindlichen Signalen z. B. von Sensoren zu verzeichnen. Derartige Geräte müssen jedoch steckbar ausgeführt sein, um einen schnellen und problemlosen Austausch eines defekten Bauteiles sicherzustellen.
    Die Steckverbindungen müssen jedoch für den Industriebereich angepasst und robust ausgestattet sein.
    Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein derartiges, für sogenannte D-Sub Steckereinsätze vorgesehenes Steckverbindermodul in eine bereits bekannte, bewährte und robuste Modulträgervorrichtung in einem entsprechenden Steckverbindergehäuse einsetzbar ist. Gleichzeitig ist aufgrund der Konstruktionsart dieses Steckverbindermoduls eine problemlose Zusammenfassung von mehreren geschirmten Steckverbindermodulen, mit voneinander unabhängigen Erdpotenzialen sowie auch mit Steckverbindermodulen, die eine Leistungsversorgung, Pneumatik oder dergleichen übertragen, ohne gegenseitige Beeinflussung gewährleistet.
    Das Steckverbindermodul besteht aus einem Haltekörper in dem ein elektrisch leitendes Schalengehäuse mit einem D-sub Steckereinsatz verrastet ist.
    Das Schirmgeflecht eines abgeschirmten Kabels wird mittels einer Schraubschelle mit dem Schalengehäuse verbunden.

    [0011] Mehrere Steckverbindermodule können so auch mit unterschiedlichen Massepotenzialen auf den Abschirmungen unabhängig voneinander innerhalb einer Modulträgervorrichtung eingesetzt werden.

    [0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
    Fig.1
    eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung eines Steckverbindermoduls,
    Fig.2
    eine perspektivische Darstellung eines Steckverbindermoduls mit einem Gegenstecker,
    Fig.3
    eine perspektivische Darstellung von in einem Modulträger eingefügten Steckverbindermodulen, und
    Fig.4
    eine perspektivische Darstellung eine Modulträgers mit eingefügten Steckverbindermodulen in einem Steckverbindergehäuse.


    [0013] Die Fig. 1 zeigt in einer auseinandergezogenen Darstellung die für dieses Steckverbindermodul vorgesehenen einzelnen Elemente.
    Der rechteckig geformte Modulkörper 10 ist aus nichtleitendem Material gefertigt, wobei zwei gegenüberliegende Seitenwände 12 verlängert gegenüber den beiden rechtwinklig dazu angeordneten Seitenwänden 14, ausgeführt sind.
    In den Eckbereichen sind jeweils nach außen weisende Rasthaken 16 ausgebildet, die mittels eines rechtwinkligen Schlitzes 17 aus den Seitenwänden freigestellt sind. Unterhalb und mittig zwischen den Rasthaken sind nach außen weisende Anformungen 18 angeformt, die in entsprechende Ausnehmungen 44 in einer Modulträgervorrichtung 40 einsetzbar sind.

    [0014] In den Modulkörper 10 ist ein Schalengehäuse 20 einfüg- und verrastbar.

    [0015] Das rechteckig geformte Schalengehäuse weist eine gegenüber den drei anderen Seitenflächen verlängerte Montagefläche 22 auf, auf der eine Befestigungsschelle 28 aufschraubbar ist, mittels der die Abschirmung eines Signalkabels mit dem elektrisch leitenden Schalengehäuse in Kontakt gelangt.
    Weiterhin sind an der Steckseite Gewindebohrungen 26 vorgesehen, an denen der Steckereinsatz 30, der hier als D-Sub-Stecker ausgebildet ist, mittels Schrauben 32 befestigbar ist. Gleichfalls kann eine Befestigung mit Verrastungsmitteln oder mit Nieten vorgesehen sein.

    [0016] In der Fig. 2 ist ein Steckmodul 1 und ein dazu passendes Gegensteckermodul 3 im jeweils montierten, jedoch nicht gesteckten Zustand gezeigt, wobei die Steckgesichter gegeneinander gerichtet sind. Signifikant sind am Schalengehäuse 20 das im Haltekörper 10 verrastet ist, die Verschraubungen 29 mit der Befestigungsschelle 28 für ein elektrisch abgeschirmtes Kabel zu erkennen, sowie die Steckereinsätze 30 mit den Befestigungsschrauben 32.

    [0017] Die Fig. 3 zeigt mehrere Steckverbindermodule, die in einer bereits bekannten Modulträgervorrichtung 40 angeordnet sind Die einzelnen Module werden mittels der Anformungen 18 in den Ausnehmungen 44 im Trägerrahmen 40 positioniert, während die Rasthaken 16 an der Kante der Seitenfläche 42 der Modulträgervorrichtung 40 verrastet.

    [0018] In der Fig. 4 ist eine komplette Steckverbindung mit einem Steckergehäuse 50 und einem Gegensteckergehäuse 52 gezeigt, wobei beide Stecker mit einer Modulträgervorrichtung 40 versehen sind, in der wiederum die Steckermodule montiert sind.
    Dabei ist das Gehäuse 50 teilweise aufgeschnitten, um die Modulträgervorrichtung 40 mit darin eingesetzten Steckermodulen 1, 3 zu zeigen.


    Ansprüche

    1. Steckverbindermodul (1) mit einer Abschirmung gegen Störstrahlung für den Einsatz in eine Modulträgervorrichtung (40) eines Steckverbindergehäuses (50), dadurch gekennzeichnet,
    dass in einem aus isolierendem Material bestehenden Haltekörper (10) ein elektrisch leitendes Schalengehäuse (20) mit einem Steckereinsatz (30) gehalten ist,
    dass der Haltekörper (10) mit dem Schalengehäuse (20) und dem Steckereinsatz (30) in der Modulträgervorrichtung (40) einrastbar ist, und
    dass an dem Schalengehäuse (20) eine Schelle (28) vorgesehen ist, mittels der eine zum Steckereinsatz (30) führende Signalleitung befestigbar ist, wobei das Abschirmgeflecht der Signalleitung mit dem Schalengehäuse kontaktiert wird.
     
    2. Steckverbindermodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schalengehäuse (20) mit dem Haltekörper (10) verrastbar ist.
     
    3. Steckverbindermodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Steckereinsatz (30) in dem Schalengehäuse (20) befestigbar ist.
     
    4. Steckverbindermodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Schelle (28) an einer verlängerten Seitenfläche (22) des Schalengehäuses (20) befestigbar ist.
     


    Claims

    1. A plug connector module (1) comprising a shielding against stray radiation for insertion in a module carrier device (40) of a plug connector housing (50), characterized in that
    an electrically conducting shell housing (20) with a plug insert (30) is held in a holding body (10) consisting of an insulating material,
    that the holding body (10) with the shell housing (20) and the plug insert (30) is adapted to be locked in place in the module carrier device (40), and
    that the shell housing (20) has a clamp (28) provided thereon by means of which a signal line leading to the plug insert (30) can be fastened, the shielding braid of the signal line being contacted with the shell housing.
     
    2. The plug connector module according to claim 1, characterized in that the shell housing (20) is adapted to be locked with the holding body (10).
     
    3. The plug connector module according to claim 1 or 2, characterized in that
    the plug insert (30) is adapted to be fastened in the shell housing (20).
     
    4. The plug connector module according to any of the preceding claims, characterized in that
    the clamp (28) is adapted to be fastened to an expended side face (22) of the shell housing (20).
     


    Revendications

    1. Module (1) de connecteur à fiches, comportant un blindage contre un rayonnement perturbateur pour l'utilisation dans un dispositif (40) de support de module d'un boîtier (50) de connecteur à fiches, caractérisé en ce que
    un boîtier (20) en forme de coquille électroconducteur avec un insert de connexion (30) est retenu dans un corps de retenue (10) en matière isolante,
    en ce que le corps de retenue (10) est apte à être enclenché dans le dispositif (40) de support de module ensemble avec le boîtier (20) en forme de coquille et l'insert de connexion (30), et
    en ce qu'une bride (28) est prévue sur le boîtier (20) en forme de coquille, au moyen de laquelle une ligne de signalisation menant à l'insert de connexion (30) peut être fixée, le treillis de blindage de la ligne de signalisation étant mis en contact avec le boîtier en forme de coquille.
     
    2. Module de connecteur à fiches selon la revendication 1, caractérisé en ce que
    le boîtier (20) en forme de coquille est apte à être enclenché sur le corps de retenue (10).
     
    3. Module de connecteur à fiches selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
    l'insert de connexion (30) est apte à être fixé dans le boîtier (20) en forme de coquille.
     
    4. Module de connecteur à fiches selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
    la bride (28) est apte à être fixée sur une face latérale (22) rallongée du boîtier (20) en forme de coquille.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente