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EP 1 398 854 A1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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17.03.2004 Patentblatt 2004/12 |
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Anmeldetag: 06.09.2002 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Anmelder: DEUTSCHE CARBONE AG |
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60437 Frankfurt (DE) |
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Erfinder: |
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- Latz, Wilhelm
60439 Frankfurt/Main (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schubert, Siegmar |
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Patentanwälte Dannenberg Schubert Gudel,
Grosse Eschenheimer Strasse 39 60313 Frankfurt am Main 60313 Frankfurt am Main (DE) |
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| (54) |
Kohlebürste für eine elektrische Maschine sowie Verfahren zu deren Herstellung |
(57) Beschrieben wird eine Kohlebürste für eine elektrische Maschine. Um Laufgeräusche
einer solchen Kohlebürste, insbesondere bei Neubetrieb herabzusetzen, ist die Kohlebürste
mit einem perfluorierten Polyether-ÖI imprägniert.
[0001] Die Erfindung betrifft Kohlebürste für eine elektrische Maschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer entsprechenden
Kohlebürste gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6.
[0003] Kohlebürsten verursachen an Laufringen bzw. an Kollektoren elektrischer Maschinen
bei deren Betrieb Geräusche, insbesondere bei Neubetrieb mit noch nicht vollständig
angelaufenen Kohlebürsten, wenn deren Einlaufradius noch nicht dem Radius des Schleifrings
oder Kollektors gleich ist.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Kohlebürsten zu schaffen,
deren Laufgeräusch deutlich herabgesetzt ist.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 durch eine Imprägnierung der Kohlebürste mit
einem perfluorierten Polyether-Öl gelöst.
[0006] Die Kohlebürste kann gemäß Anspruch 2 in ihrer Gesamtheit voll imprägniert sein.
Dabei entfällt in einfacher Weise eine Differenzierung zwischen imprägnierten und
nicht imprägnierten Teilbereichen der Kohlebürste.
[0007] Es ist statt dessen aber auch möglich, daß nur ein Laufbereich der Kohlebürste imprägniert
ist. Dabei ist der Einsatz des Imprägnierungsmittels minimiert. Schon durch die selektive
Imprägnierung des Laufbereichs wird eine deutliche Minimierung des Motorgeräuschs
besonders für den Neubetrieb, d.h. den Betrieb mit nicht vollständig eingelaufener
Kohlebürste erreicht, wie Versuche gezeigt haben. Mit diesen wurde eine Verminderung
der Lebensdauer oder der Motorleistung nicht beobachtet. - Bei der selektiven Imprägnierung
bleiben die Eigenschaften des nicht imprägnierten Bereichs der Kohlebürste grundsätzlich
unverändert.
[0008] Entsprechende Verfahren zur Herstellung der Kohlebürste gemäß Anspruch 1 bzw. der
voll imprägnierten Variante gemäß Anspruch 2 bzw. der Variante, bei der nur der Laufbereich
imprägniert ist, sind in Anspruch 4 bzw. Anspruch 5 bzw. Anspruch 6 angegeben.
[0009] Eine vollständige Imprägnierung der Kohlebürste kann gemäß Anspruch 7 unter Vakuum
bzw. Unterdruck erfolgen, dem die Kohlebürste ausgesetzt ist. Statt dessen kann der
Kohlebürste das perfluorierte Polyether-Öl unter Überdruck zugeführt werden, damit
die Kohlebürste vollständig imprägniert wird.
[0010] Die selektive Imprägnierung nur des Laufbereichs der Kohlebürste kann gemäß Anspruch
9 mittels Tropfölers realisiert werden.
[0011] Statt dessen kann der Laufbereich der Kohlebürste aber auch nach dem Tampondruckverfahren
gemäß Anspruch 10 imprägniert werden.
[0012] Selektiv oder aber vollständig imprägniert wird die fertig geformte Kohlebürste nach
einer etwaigen Temperaturbehandlung, um eine Zersetzung des Imprägniermittels zu vermeiden.
[0013] Als geeignetes Imprägniermittel hat sich insbesondere das perfluorierte Polyether-Öl
erwiesen, welches unter der Bezeichnung
"Klüber Tyreno Fluid 12/
25" der Fa. Klüber Lubrication München KG im Handel ist. Dieses Fluid zeichnet sich durch
einen sehr niedrigen Dampfdruck aus.
1. Kohlebürste für eine elektrische Maschine,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kohlebürste mit einem perfluorierten Polyether-ÖI imprägniert ist.
2. Kohlebürste nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kohlebürste voll imprägniert ist.
3. Kohlebürste nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß nur ein Laufbereich der Kohlebürste imprägniert ist.
4. Verfahren zur Herstellung einer Kohlebürste,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kohlebürste mit einem perfluorierten Polyether-Öl imprägniert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kohlebürste vollständig imprägniert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß selektiv nur ein Laufbereich der Kohlebürste imprägniert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vollimprägnierung der Kohlebürste unter Vakuum erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kohlebürste das perfluorierte Polyether-Öl unter Überdruck zugeführt wird.
9. Kohlebürste nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laufbereich der Kohlebürste mittels Tropfölers imprägniert wird.
10. Kohlebürste nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Laufbereich der Kohlebürste nach dem Tampondruckverfahren imprägniert wird.